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COTA: Ferrari und Cadillac teilen sich die Pole bis auf die Tausendstelsekunde

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Ferrari holt die Pole-Position in Texas 2026

Erstmals in der WEC-Geschichte fahren zwei Autos exakt dieselbe Zeit und dennoch holt sich Ferrari hauchdünn vor Cadillac die Pole in COTA.

Was sich in den beiden freien Trainings bereits angedeutet hatte, gipfelte bei der Hyperpole-Session von Austin in einem Moment, den es in 106 Läufen der FIA WEC so noch nicht gegeben hat. Antonio Giovinazzi und Jack Aitken fuhren exakt dieselbe Zeit und doch trennt die beiden Piloten am Sonntag ein ganzer Startplatz.

Der engste Hyperpole-Kampf aller Zeiten

Nachdem Ferrari bereits im Freien Training die schnellste Zeit markiert hatte, bestätigte sich die Vermutung. Auf dem Circuit of The Americas hat dem Ferrari 499P in zwei Jahren Streckengeschichte noch niemand die Pole streitig gemacht. Auch diesmal blieb die Bilanz makellos, wenn auch nur hauchdünn. Giovinazzi setzte sich in der #51 zunächst an die Spitze der von Aitken angeführten Zeitenliste. Der Brite im Cadillac konterte jedoch mit exakt derselben Rundenzeit – auf die Tausendstelsekunde genau. Da Giovinazzi seine Zeit zuerst ins Ziel gebracht hatte, wandert die Pole an Ferrari, während Aitken den Cadillac V-Series.R auf Startplatz zwei stellt.

Bemerkenswert ist zudem der Blick auf die gesamte Spitzengruppe. Nur fünf Hundertstelsekunden trennen die ersten vier Hypercars, jedes von einem anderen Hersteller gestellt – ein neuer Rekordwert, der die bisherige Bestmarke aus Imola im April unterbietet. Charles Milesi (Alpine, #35) und Harry Tincknell (Aston Martin, #007) komplettieren dieses enge Quartett auf den Rängen drei und vier.

Für die Gesamtwertung liefert das Qualifying durchaus Zündstoff über den reinen Rundenrekord hinaus. Nicklas Nielsen brachte den zweiten Ferrari (#50) auf Platz fünf, gefolgt vom Alpine-Youngster Victor Martins, der ebenfalls seinen starken Eindruck vom Training bestätigte. Genesis schaffte es mit beiden GMR-001 erst zum zweiten Mal in der Debütsaison in die Top Ten. Toyota, in der Fahrerwertung weiterhin an der Spitze, muss sich mit den Startplätzen acht und neun begnügen, während Hauptrivale BMW deutlich zurückfällt. Die deutschen Hypercars, die in FP2 noch mit Platz neun und zehn überzeugten, starten nur von elf und 13.

Aston Martin räumt in der LMGT3 ab

Während sich die Hypercar-Klasse in Rekordnähe duellierte, setzte sich in der LMGT3 ein seit Frühsommer bestehender Trend fort. Eduardo Barrichello holte in der #23 die dritte Aston-Martin-Pole in Folge. In seinen vier Hyperpole-Teilnahmen war es für Ihn die dritte Pole, eine in der LMGT3 bislang unerreichte Quote. Mit 0,124 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Zacharie Robichon im Schwesterauto (#27) gelang Heart of Racing Team zugleich die erste reine Doppelpole in diesem Jahr.

Für Ford, welche vor einem Jahr am selben Ort noch die Pole geholt hatten, reichte es diesmal nur zu Platz vier durch Ben Tuck. Porsche holte mit Timur Boguslavskiy am Steuer den dritten Startplatz. Die größten Verlierer der Session sitzen jedoch in der Corvette, denn nach den jüngsten Siegen in Le Mans und São Paulo kommt TF Sport in Austin nicht über die Startplätze zwölf und 17 hinaus. Als einziger Hersteller schaffte es Corvette nicht mit einem Auto in die Hyperpole-Session. Auch der titelverteidigende Manthey-Porsche (#92) scheiterte früh und startet nur von Rang 13.

Die vollständigen Qualifying-Zeiten gibt es hier.

Titelbild © FIA WEC-Pressematerial via Photo Charly López / DPPI