Die 21. Auflage der Michelin 24H DUBAI endete am vergangenen Sonntag mit einem historischen Erfolg für BMW und das belgische Team WRT. In einem Rennen, das bis zur letzten halben Stunde voller Spannung steckte, sicherte sich die Mannschaft einen souveränen Doppelsieg auf dem Dubai Autodrome.
Mit dem Triumph der Startnummer #669 durch die Piloten Jordan Pepper, Kelvin van der Linde, Ben Tuck, Fran Rueda und Anthony McIntosh egalisierte das Team WRT den Rekord von fünf Siegen in Dubai. Bisher hielt die Mannschaft von Black Falcon diesen Bestwert allein. Gleichzeitig zog BMW mit insgesamt sechs Erfolgen in der ewigen Bestenliste der Hersteller mit Porsche gleich.

Der Sieg der Startnummer #669 resultierte aus einer riskanten sowie perfekt exekutierten Strategie. In der Schlussphase verzichtete Schlussfahrer Jordan Pepper auf einen letzten Tankstopp und rettete den Sieg durch konsequentes Kraftstoffsparen mit einer Runde Vorsprung ins Ziel. Das Schwesterauto mit der Nummer #27 unter der Besetzung Haase, Kiefer, Hanses, Detry und Minsky komplettierte den Erfolg auf dem zweiten Rang.
Drama um Paradine Competition
Lange Zeit deutete alles auf einen Dreifacherfolg für die bayerische Marke hin. Der BMW M4 GT3 von Paradine Competition mit der Nummer 992 dominierte weite Teile der AM-Klasse und lag bis kurz vor Schluss auf Podiumskurs im Gesamtklassement. Eine explodierende Bremsscheibe und ein daraus resultierender Reifenschaden zerstörten jedoch 30 Minuten vor dem Ende alle Hoffnungen auf eine Podestplatzierung. Davon profitierte der Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing, der sich so den dritten Gesamtrang sicherte.

Klassensiege im Überblick
Abseits des Kampfes um den Gesamtsieg boten die einzelnen Klassen packenden Motorsport. In der hart umkämpften GT3 PRO-AM Kategorie setzte sich Herberth Motorsport mit dem Porsche 911 GT3 R durch. Die Klasse GT3 AM sah den Audi R8 LMS GT3 von Continental Racing an der Spitze, während Tierra Outdoor Racing die prestigeträchtige 992-Klasse für Porsche-Cup-Fahrzeuge für sich entschied.
In der GTX-Klasse triumphierte Leipert Motorsport mit einem Lamborghini Huracán ST. Eine makellose Leistung zeigte zudem Cerny Motorsport im BMW M4 GT4. Die Mannschaft blieb in der GT4-Klasse während der gesamten 24 Stunden ungeschlagen und schloss damit ihre Kampagne in der Middle East Trophy ohne Punktverlust ab. Die kombinierte TCE-TCX-Wertung wurde schließlich zur Beute von asBest Racing, die einen Cupra TCR DSG zum Erfolg führten.

Meisterschaftsentscheidungen
Mit dem Fallen der Zielflagge in Dubai wurden auch die Titel der 24H SERIES Middle East Trophy vergeben. Das Team WRT sicherte sich mit der Startnummer 669 den Gesamttitel in der GT3-Klasse. Anthony McIntosh wurde zudem zum neuen GT3-Fahrerchampion gekrönt. In der 992-Klasse reichte Seblajoux Racing ein vierter Platz im Rennen für den Gewinn des Gesamttitels sowie der Krone in der 992-AM-Subklasse.
Nach dem Wüstenspektakel richtet sich der Fokus nun auf Europa. Die European Series 2026 startet am 20. März mit den 12 Stunden von Mugello in Italien.
Bilder © Martin Bormann | Martin.Motorsport

