Porsche Penske Motorsport feierte seinen dritten Sieg in Folge bei den Rolex 24 von Daytona und eröffnete damit erfolgreich die IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2026. Das prestigeträchtige Blue-Riband-Event verlief jedoch nicht ohne Zwischenfälle: Dichter nächtlicher Nebel zwang die Rennleitung zu einer mehr als sechsstündigen Neutralisation unter Full-Course-Yellow auf der gesamten Strecke.
Nach einem spannenden Duell mit Cadillac in den Schlussstunden ging der Gesamtsieg an den Porsche 963 mit der Startnummer 7, pilotiert von Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich. Für den Brasilianer Nasr war es bereits der dritte Daytona-Sieg in Folge – eine Leistung, die zuvor erst zwei Fahrern in der Geschichte des Rennens gelungen war.
Porsche war als einer der Topfavoriten in der GTP-Klasse an den Start gegangen und hatte bereits im freien Training sowie bei den offiziellen Testfahrten mit schnellen Rundenzeiten überzeugt. Die Pole Position sicherte sich jedoch der Cadillac Whelen mit der Startnummer 31, knapp vor dem Acura ARX-06 mit der Startnummer 93.

Porsche gibt das Tempo vor
Am Renntag bestätigte Porsche seine starke Form und präsentierte sich insbesondere im Renntrimm als Maß der Dinge. Zwar musste der Porsche mit der Startnummer 6, gefahren von den FIA-WEC-Piloten Laurens Vanthoor und Kévin Estre sowie Matt Campbell, in der Nacht umfangreiche Reparaturen über sich ergehen lassen und fiel zeitweise aus der Führungsrunde zurück, blieb jedoch bis weit in den Sonntag hinein konkurrenzfähig.
Als der Samstag in den Sonntag überging, zog dichter Nebel über den Daytona International Speedway und reduzierte die Sichtverhältnisse derart, dass das Rennen für mehr als sechs Stunden neutralisiert wurde. Mehrere Spitzenmannschaften, darunter beide Porsche-Teams, nutzten die Unterbrechung für längere Boxenstopps und Reparaturarbeiten.
Bei der Wiederaufnahme am frühen Sonntagmorgen lagen zehn der elf GTP-Fahrzeuge wieder in der Führungsrunde – einzig der Aston Martin Valkyrie mit der Startnummer 23 hatte den Anschluss verloren. Trotz der Porsche-Dominanz blieben Cadillac, Acura und BMW realistische Anwärter auf Podestplätze und sogar auf den Gesamtsieg.
Cadillac setzt Porsche unter Druck
Nach den letzten regulären Boxenstopps entwickelte sich ein direkter Zweikampf um die Spitze zwischen dem Porsche #7 mit Nasr am Steuer und dem Cadillac V-Series.R #31 von Jack Aitken. Der britisch-koreanische Fahrer setzte den Porsche mit mehreren entschlossenen Angriffen unter Druck, doch Nasr verteidigte seine Position souverän und brachte den Wagen schließlich als Sieger ins Ziel – ein historischer Erfolg für Fahrer und Team.
Obwohl Laurin Heinrich und Julien Andlauer zuvor jeweils nur einmal in Daytona in einem GTP-Fahrzeug gestartet waren, ließen sie ihre relative Unerfahrenheit nicht erkennen und leisteten einen entscheidenden Beitrag zum Gesamtsieg. Für beide war es der erste Gewinn einer Rolex Cosmograph Daytona.
Die Pechsträhne von Cadillac beim Saisonauftakt hält damit an: Der US-Hersteller wartet in Daytona nun bereits seit sechs Jahren auf einen Sieg. Auch der V-Series.R bleibt bei den Rolex 24 weiterhin ohne Gesamterfolg.

Podestplatz für BMW
Der dritte Rang ging an das BMW M Team WRT mit der Startnummer 24, besetzt mit Sheldon van der Linde, Dries Vanthoor, Robin Frijns und René Rast. Das Podiumsergebnis war der verdiente Lohn für eine konstante Leistung des belgischen Teams, das zur Saison 2026 die IMSA-Einsätze von BMW vom Team RLL übernommen hat.
In der LMP2-Klasse setzte sich CrowdStrike Racing by APR mit dem Oreca #04 durch, gefahren von George Kurtz, Toby Sowery sowie den beiden Peugeot-Werksfahrern Malthe Jakobsen und Alex Quinn. Den Sieg in der GTD Pro sicherten sich BMW und Paul Miller Racing dank einer starken Teamleistung von Connor De Phillippi, Dan Harper, Max Hesse und Neil Verhagen. In der GTD-Klasse behauptete sich der Mercedes-AMG GT3 #57 von Winward Racing mit Philip Ellis gegen einen späten Angriff des Aston Martin von Magnus Racing mit Nicki Thiim und bescherte dem Team den ersten Klassensieg in Daytona.
Die nächste Runde der IMSA WeatherTech SportsCar Championship ist das 12-Stunden-Rennen von Sebring am 21. März.
Bilder: © Porsche AG (1, 2), BMW M Motorsport (3)

