Will Stevens hat Cadillac beim Qualifying zu den 6 Stunden von São Paulo die Pole-Position gesichert. Zum zweiten Mal in Folge stellt Cadillac die komplette erste Startreihe am Autódromo José Carlos Pace. Für Stevens ist es seine erste WEC-Pole seit zehn Jahren.
Stevens ließ es bis zur letzten Runde offen. Erst auf dem finalen Umlauf des zehnminütigen Shootouts übernahm er die Führung von Aitken und sicherte sich so seine erste WEC-Pole seit einem Jahrzehnt. Hinter dem Cadillac-Duo klassierte sich Alpine als stärkster Verfolger. Victor Martins, in seiner Rookie-Saison in der Hypercar-Klasse bereits mehrfach aufgefallen, brachte den A424 auf nur 0,067 Sekunden an die Pole heran und sicherte sich Startplatz drei. Dries Vanthoor folgte im BMW#15 auf Rang vier, Charles Milesi komplettierte das Aufgebot als Fünfter.
Genesis Magma Racing setzte seine starke Form in Brasilien ebenfalls fort. Mathieu Jaminet brachte die #19 als Sechster ins Ziel – ein erneut respektables Ergebnis für das Team in seiner ersten WEC-Saison. Den besten Ferrari-Platz sicherte sich Antonio Fuoco im #50 auf Rang sieben. Titelverteidiger Antonio Giovinazzi mit der #51 verpasste die Hyperpole-Phase knapp. Noch härter traf es den aktuellen WM-Führer Toyota: Beide GR010 Hybrid schieden bereits im ersten Segment aus und starten im Rennen von den Positionen 14 und 16.
Pole und Streckenrekord für Aston Martin in der GT3

In der LMGT3-Klasse sorgte Kobe Pauwels für die größte Überraschung des Qualifyings. Der 21-jährige Belgier, für Heart of Racing im #23 Aston Martin, absolvierte erst sein zweites FIA-WEC-Wochenende – und dominierte das Shootout dennoch nach Belieben. Seine schnellste Runde markiert gleichzeitig die neue Streckenrekordmarke der Klasse am Autódromo José Carlos Pace.
Lin Hodenius sicherte dem Iron-Lynx-Mercedes #79 den zweiten Startplatz, 0,199 Sekunden hinter der Bestzeit. Clemens Schmid klassierte sich im #87 Lexus – dem Siegerauto des letztjährigen Rennens in Brasilien – auf Rang drei. Parker Thompson (WRT) und Ben Tuck (Proton Competition) lagen innerhalb einer Hundertstelsekunde dahinter auf den Plätzen vier und fünf.
Für Aston Martin bedeutete die Pole zugleich einen Serienrekord: Es ist der 72. Startplatz eins der Marke über alle WEC-Klassen hinweg – mehr als jeder andere Hersteller. Alle Ergebnisse vom Qualifying gibt es hier zum nachlesen.
Bilder © DPPI via FIA WEC Pressematerial

