Forestier Racing by Panis siegreich in Imola

Der Oreca #29 von Forestier Racing by Panis gewann den dritten Lauf der European Le Mans Series, das 4-Stunden-Rennen von Imola, souverän. Für die Besatzung des Oreca #29 war es bereits der zweite Sieg im dritten Saisonrennen, wodurch der Titelkampf zur Saisonhalbzeit deutlich an Spannung gewinnt.

Das Rennen war von zahlreichen Zwischenfällen geprägt, die mehrere Safety-Car- und Full-Course-Yellow-Phasen auslösten. Fahrzeuge aus allen vier Klassen waren in die Vorfälle verwickelt.

Das französisch-britische Trio Louis Rousset, Esteban Masson und Oliver Gray lieferte sich über weite Strecken des Rennens einen engen Schlagabtausch mit dem Oreca #22 von United Autosports, pilotiert von Ben Hanley, Grégoire Saucy und Griffin Peebles. Zu Beginn der Schlussstints konnte sich der Oreca #29 dank frischerer Reifen entscheidend absetzen und den Sieg schließlich mit mehr als 50 Sekunden Vorsprung einfahren.

„Wir haben unglaublich hart für dieses Ergebnis gearbeitet. Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Team aus Ingenieuren und Mechanikern“, sagte Masson nach dem Rennen. „Heute war unsere Strategie perfekt. Es war ein taktisches Spiel mit den anderen Teams, den richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel zu finden, weil wir wussten, dass der Reifenverschleiß in Imola gering ist. Nach unserem Ausfall in Le Castellet ist es fantastisch, hier die maximale Punktzahl mitzunehmen.“

Mit Rang zwei verteidigte die Crew des Oreca #22 zwar die Führung in der Team- und Fahrerwertung, ihr Vorsprung ist jedoch bei noch drei ausstehenden Saisonrennen auf sechs Punkte geschrumpft. Den dritten Platz belegte der Oreca #25 von Algarve Pro Racing mit Jake Hughes, Matthias Kaiser und Tristan Vautier, die damit ihr erstes Podium der Saison feierten.

Dramatisches Finale in der LMGT3

Der Sieg in der LMGT3-Klasse ging an die Corvette #33 von TF Sport. Charlie Eastwood, Blake McDonald und Alec Udell feierten damit ihren ersten Saisonsieg. Nur knapp zwei Sekunden dahinter erreichte der Mercedes-AMG GT3 #62 von Team Qatar by Iron Lynx mit Abdulla Al-Khelaifi, Julian Hanses und Maxime Martin das Ziel – das Ergebnis allein spiegelt jedoch den spannenden Rennverlauf nicht wider.

Nach der letzten Boxenstoppserie führte zunächst der Porsche 911 GT3 R #54 von High Class Racing mit Anders Fjordbach, Jan Magnussen Moritz und Klaus Bachler. Das Team hatte sich entschieden, für den letzten Stint lediglich zwei neue Goodyear-Reifen zu montieren. Die Corvette #33 kehrte dagegen mit vier frischen Reifen als Vierte auf die Strecke zurück, während der Mercedes #62 auf Rang drei und der Porsche #75 auf Platz zwei lagen.

Maxime Martin überholte zunächst Tom Sargent im Porsche #75 und rückte auf den zweiten Platz vor. Kurz darauf zog Charlie Eastwood sowohl am Mercedes als auch am führenden Porsche vorbei und übernahm die Spitze. Martin schob sich anschließend ebenfalls auf Rang zwei vor, als der Porsche #54 zurückfiel. In der Schlussphase sicherte sich schließlich der Porsche #77 von Proton Competition mit einem Überholmanöver gegen den Porsche #75 den letzten Podiumsplatz.

CLX Motorsport siegt in der LMP3 – Rinaldi übernimmt die Tabellenführung

Der Ligier #17 von CLX Motorsport mit Paul Lanchere, Alex Jacoby und Louis Iglesias krönte ein perfektes Wochenende mit Pole-Position, schnellster Rennrunde und dem Sieg in der LMP3-Klasse.

Die amtierenden Meister verbesserten sich damit auf Rang drei der Gesamtwertung und liegen nun neun Punkte hinter dem Ligier #5 von Rinaldi Racing mit José Cautela, Mikkel Gaarde Pedersen und Alvise Rodella. Dank Platz zwei in Imola übernahm Rinaldi die Führung in der Meisterschaft.

Die vollständige Ergebnisse sind hier verfügbar.

Bild (c) ELMS Press Material