Toyota TR010: Toyotas neues Le Mans Hypercar für 2026

Der neue Toyota TR010

Zum Jahreswechsel überrascht Toyota nicht nur mit dem neuen Hypercar TR010, sondern auch mit einem frischen Design und anderen Teamnamen.

Toyota geht mit dem Toyota TR010 Hypercar in die FIA-WEC-Saison 2026 und läutet damit die nächste Evolutionsstufe seines Langstrecken-Programms ein. Der Nachfolger des GR010 soll die Japaner im Duell mit Ferrari und der immer breiter werdenden Hypercar-Konkurrenz wieder in Schlagdistanz um die Gesamtsiege bringen.

Auf dem Papier bleibt Toyota seiner bekannten Philosophie treu: In dem effizienten Hypercar arbeiten ein Turbo-Benziner mit einem Hybrid-System an der Vorderachse zusammen und bildet das Herzstück des neuen Toyota TR010. Das Konzept bleibt innerhalb des Le-Mans-Hypercar-Reglements (Bautyp LMH), doch der TR010 geht deutlich weiter, als es die reine Typenbezeichnung vermuten lässt.

Aerodynamik und Design des Toyota TR010

Unter der Karosserie wurden Aerodynamik und Packaging grundlegend überarbeitet, um über eine Saison hinweg konstanter im BoP-Fenster zu liegen und weniger stark auf Einstufungen angewiesen zu sein. Ziel ist ein Auto, das sowohl auf Highspeed-Strecken wie Le Mans als auch auf winkligen Kursen wie Imola oder São Paulo ein breiteres Arbeitsfenster bietet.

Die Aerodynamik gilt als zentrales Element im Entwicklungsprogramm des Toyota TR010. Toyota hat die Karosserie so angepasst, dass das Hypercar effizienter durch die Luft schneidet und die Balance zwischen Abtrieb und Luftwiderstand besser trifft.

Optisch orientiert sich der TR010 stärker an straßentauglichen Formen, wie es der ursprüngliche Hypercar-Gedanke vorsah, ohne auf den notwendigen Abtrieb für die 24 Stunden von Le Mans zu verzichten. Damit versucht Toyota, Marken-DNA, Showeffekt und Performance in einem Paket zu bündeln, das sich von LMDh-Konkurrenten klar absetzt.

Der neue Toyota TR010

Neuer Name und bekannter Fahrerkader

Parallel zum neuen Auto setzt Toyota auf Kontinuität in der Struktur und beim Fahrerkader. Das Werksteam bleibt mit seinen zwei Hypercars als Kernkraft im Titelkampf bestehen, die Abläufe an der Box und am Komandostand sind eingespielt. Was sich jedoch ändert ist der Name, denn aus Toyota Gazoo Racing wird künftig Toyota Racing. Der Name wird begleitet von der frische Designsprache in Rot-Weiß, die an die eigenen Anfänge in Le Mans angelehnt ist.

Die Fahrerbesetzung hingegen bleibt 2026 gleich: Die bisherigen Crews werden im Toyota TR010 weitergeführt, was die Lernkurve mit dem neuen Chassis deutlich verkürzen soll. Nach dem Doppelsieg in Bahrain 2025 und Platz zwei in der Herstellerwertung sieht Toyota den größten Hebel nicht im personellen Umbruch, sondern in der konsequenten Weiterentwicklung eines stabilen Gesamtsystems.

Im kurzfristigen Fokus steht für Toyota, die Lücke zu Ferrari und anderen Hypercar-Herstellern zu schließen und gleichzeitig auf Balance-of-Performance-Anpassungen flexibler reagieren zu können. Der Toyota TR010 ist dabei als Antwort auf ein Starterfeld gedacht, in dem Le-Mans-Siege längst nicht mehr unter wenigen Werken ausgemacht werden.

Mit seinem evolvierbaren Chassis und einer bewussten Ausrichtung der Hybrid-Architektur auf künftige Reglementsanpassungen ist der TR010 jedoch nicht nur für 2026 geplant, sondern als Basis für die Jahre darüber hinaus. Für Toyota ist das neue Hypercar damit zugleich Werkzeug für den unmittelbaren Angriff auf Siege und Fundament für ein langfristig tragfähiges Werkseinsatz-Programm in der FIA WEC.

Bilder © Toyota Racing