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Das Saisonfinale der FIA-WEC steigt in Monza

Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gastiert an diesem Wochenende auf dem Autodromo Nazionale di Monza. Zuletzt war die Rennserie 2023 auf der traditionsreichen italienischen Rennstrecke zu Gast. Nun kehrt sie für das verschobene Saisonfinale nach Monza zurück. Ursprünglich sollte das Rennen in Bahrain stattfinden, wurde jedoch aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten nach Italien verlegt.

Titelentscheidungen stehen noch aus

Nachdem sich Toyota mit einem souveränen Doppelsieg beim 6-Stunden-Rennen von Barcelona bereits vorzeitig die Hypercar-Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gesichert hat, steht in Monza nur noch der Fahrertitel in der Königsklasse auf dem Spiel.

Doch auch diese Entscheidung fällt innerhalb des Toyota-Teams. Die Tabellenführer Sébastien Buemi, Ryō Hirakawa und Brendon Hartley im TR010 Hybrid mit der Startnummer 8 haben beste Chancen auf den Titel. Belegt das Trio im Rennen mindestens den dritten Platz, ist ihm die Weltmeisterschaft nicht mehr zu nehmen. Für die Fahrer des Schwesterautos mit der Startnummer 7 – Nyck de Vries, Mike Conway und Kamui Kobayashi – ist dagegen ein Podiumsplatz Pflicht, um ihre Titelchancen zu wahren.

Conway bestreitet sein letztes Rennen

Für Mike Conway wird das Rennen im „Temple of Speed“ zugleich zu einem besonderen Abschied: Der Brite wird in Monza zum letzten Mal als aktiver Rennfahrer an den Start gehen, nachdem er im Oktober seinen Rücktritt angekündigt hatte.

„Es ist mein letztes Rennen in Monza, aber um den Fahrertitel geht es noch um einiges“, erklärte der 43-Jährige. „Ich habe zwölf Saisons mit dem Team verbracht und jede einzelne davon genossen. Nun geht es zu Ende, aber für mich ist es der Abschluss eines Kapitels und gleichzeitig der Beginn eines neuen. Ein großes Dankeschön an Toyota und persönlich an [den Vorsitzenden der Toyota Motor Corporation] Morizo-san, dass er uns all diese großartigen Möglichkeiten eröffnet hat.“

Corvette mit besten Karten im Kampf um den LMGT3-Titel

Auch in der LMGT3-Klasse ist die Meisterschaftsentscheidung noch offen. Rechnerisch haben vor dem Saisonfinale in Monza noch drei Teams Chancen auf den Titel. Die besten Aussichten hat derzeit die Corvette-Besatzung mit der Startnummer 33 von TF Sport, die mit einem Vorsprung von 18 Punkten auf den zweitplatzierten Porsche mit der Startnummer 92 von The Bend Manthey nach Italien reist.

Allerdings hat das Porsche-Trio Yasser Shahin, Richard Lietz und Riccardo Pera mit dem Porsche 911 GT3 R #92 beim Rennen in Barcelona seinen ersten Saisonsieg gefeiert und damit noch einmal wichtige Punkte im Titelkampf gesammelt. Gelingt den drei Fahrern in Monza ein ähnliches Ergebnis, könnten auch sie sich noch die Meisterschaft sichern.

Für die Corvette-Besatzung mit der Startnummer 33 ist die Ausgangslage deutlich komfortabler: Ein fünfter Platz reicht aus, um den Titel perfekt zu machen und Corvette erstmals zum LMGT3-Weltmeister zu krönen.

Das gesamte Rennen live im Free-TV

Motorsportfans in Deutschland können das komplette 6-Stunden-Rennen live und frei empfangbar bei Eurosport verfolgen. Die Übertragung beginnt am Sonntag um 10:30 Uhr und endet mit der Zieldurchfahrt um 17:30 Uhr. Wer auf einen werbefreien Livestream setzt, kann das Rennen alternativ über FIAWEC+ verfolgen.

Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)