Große Namen verpassen nach hektischem Qualifying Hyperpole

Das zweite Qualifying für die 24 Stunden von Le Mans hielt einige große Überraschungen bereit, da sich weder die beiden Werks-Peugeots noch der Titelverteidiger, der Ferrari #83 von AF Corse, einen Platz unter den Top 15 sichern konnten. Damit verpassen sie die Hyperpole-Sessions am Donnerstag und gehen von ihren heute festgelegten Startpositionen ins Rennen.

Da den Teams nur 30 Minuten zur Verfügung standen, um eine schnelle Runde zu setzen, verlief die Session entsprechend hektisch, wobei sich die schnellsten Zeiten im Minutentakt verschoben. Am Ende setzte sich der Alpine #35 von Ferdinand Habsburg mit einer Zeit von 3:23,135 an die Spitze – drei Zehntel schneller als die Pole-Zeit des Vorjahres.

Zweit- und drittschnellste waren die beiden Cadillacs von Hertz Team JOTA (#12) und Wayne Taylor Racing, was einmal mehr unterstreicht, dass es dem US-Hersteller auf dem Circuit de la Sarthe nicht an Ein-Runden-Tempo mangelt.

Genesis Magma Racing feierte derweil ein gelungenes Le-Mans-Qualifying-Debüt mit beiden Fahrzeugen. Die GMR-001 mit den Startnummern 19 und 17 belegten die Plätze elf und 13 und ziehen damit beide in die Hyperpole ein.

McLaren in der LMGT3 im Hintertreffen

Die wohl größte Überraschung im LMGT3-Qualifying war das Aus für beide McLaren von Garage 59, die sich nicht für die Hyperpole qualifizieren konnten. Die Fahrzeuge mit den Startnummern 10 – der Sieger von Spa – und 58 belegten lediglich die Plätze 17 und 23 und starten das Rennen am Samstag entsprechend aus dem Mittelfeld bzw. hinteren Feld.

Angeführt wurde die Session von der #34 des Racing Team Turkey by TF (Corvette) mit Peter Dempsey, Salih Yoluç und Charlie Eastwood, die den #77 Ford von Proton Competition mit Powell/Tuck/Priaulx um zwei Zehntelsekunden knapp hinter sich ließ.

In der LMP2-Kategorie verpassten ausschließlich Pro-Am-Teilnehmer den Sprung unter die Top 15, während sich alle Pro-Fahrzeuge sicher für die Hyperpole qualifizieren konnten. Betroffen waren die #44 Proton Competition, #25 Algarve Pro Racing, #48 RD Limited und #3 DKR Engineering.

Am Mittwochabend um 22:00 Uhr Ortszeit folgt ein zweistündiges Nachttraining, bevor die Fahrer am Donnerstag ab 20:00 Uhr in der Hyperpole um die Pole-Position kämpfen. Die finalen Ergebnisse könnt ihr hier nachlesen.

Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)