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  • Training in São Paulo: Toyota dominiert im FP2, Peugeot überrascht im Regen

    Training in São Paulo: Toyota dominiert im FP2, Peugeot überrascht im Regen

    Gestern Abend fanden auf dem Autódromo José Carlos Pace in São Paulo das Freie Training statt. Dabei zeigte sich ein wetterabhängiges Kräfteverhältnis an der Spitze des Feldes.

    Im ersten, regnerischen Training setzte Nico Müller im Peugeot 9X8 mit 1:26.341 Minuten die Bestzeit. Bedingt durch die extreme Höhenlage scheint das Hypercar hier bei Regen besonders gut auf der Strecke zu liegen. Ob diese überraschend gute Performance nur eine Momentaufnahme ist, wird das weitere Rennwochenenden zeigen.

    Bemerkenswert in dieser Session war hier die Kräfteverteilung des Hypercar-Feld. So lagen im ersten Training sechs verschiedene Hersteller in den Top 6. Das verspricht ein spannendes Rennen am Sonntag!

    Die Session wurde jedoch nach einem schweren Unfall des Akkodis ASP Lexus LMGT3 vorzeitig beendet. Fahrer Arnold Robin konnte das Krankenhaus nach Untersuchungen wieder verlassen. Das Fahrzeug wurde durch den Einschlag jedoch so stark beschädigt, dass es an keiner weiteren Session an diesem Wochenende teilnehmen kann und auch das Rennen vorzeitig gelaufen ist.

    Toyota im 2. Freien Training in Brasilien

    Toyota glänzt beim zweiten Training in São Paulo

    Das zweite Freie Training bei trockenen Bedingungen sah dann Toyota an der Spitze. Sébastien Buemi fuhr im GR010 Hybrid eine 1:25.727 und war damit nur knapp vor seinem Teamkollegen Nyck de Vries. Ferrari folgte auf den Plätzen drei und vier, was die aktuelle Stärke der beiden Top-Teams unterstreicht. Peugeot konnte auf trockener Fahrbahn die Spitzenplätze nicht verteidigen.

    In der LMGT3-Klasse wechselte die Führung: Nachdem im FP1 noch der United Autosports McLaren mit Lokalmatador Nicolas Costa vorne lag, übernahm im FP2 der Akkodis ASP Lexus mit José María López die Spitze.

    Mit zwei Full-Course-Yellow-Phasen im FP2 zum Entfernen von Trümmerteilen verlief das Training ansonsten ohne größere Zwischenfälle. Die Teams können sich nun auf das wichtige Qualifying heute Abend vorbereiten. Es bleibt spannend in São Paulo!

    Alle Trainingszeiten vom FP1 und FP2 gibt es hier zum nachlesen. Alle Zeiten der kommenden Sessions haben wir hier zusammengefasst.

    Bilder © Toyota Gazoo Racing-Pressematerial (via Toyota Motor Corporation)

  • Mit dem Verbrenner in die Wasserstoff-Zukunft der WEC

    Mit dem Verbrenner in die Wasserstoff-Zukunft der WEC

    Die Wasserstoff-Zukunft der FIA WEC nimmt langsam Gestalt. Bei den 24 Stunden von Le Mans 2024 zeigten Bosch Engineering und Ligier Automotive einen echten Innovationsträger, der Motorsport-Fans und Technik-Enthusiasten gleichermaßen begeistern dürfte.

    Der Wasserstoff-Rennwagen Ligier JS2 RH2

    Im Mittelpunkt der Ankündigung steht der Ligier JS2 RH2, ein Rennwagen mit Wasserstoffmotor. Basierend auf einem herkömmlichen Verbrennungsmotor, wurde dieser speziell für den Betrieb mit flüssigem Wasserstoff optimiert und könnte als Grundlage für spätere Entwicklungen im weltweiten Motorsport dienen. Vorab die technischen Highlights vom Wagen:

    • Leistung: 443 kW (rund 600 PS)
    • Maximales Drehmoment: 650 Nm
    • Spezielles Einspritzsystem für präzise Wasserstoffdosierung
    • Angepasste Motorsteuerung für optimale Verbrennung
    • Innovatives Tanksystem mit bis zu 700 bar Druck

    Vom Testgelände auf die Rennstrecke

    Nach intensiven Tests und über 5.000 zurückgelegten Testkilometern folgten für den Ligier JS2 RH2 nun die ersten Demo-Fahrten in Le Mans. Die Wahl des Antriebs fällt bewusst auf Wasserstoff, weil er laut Bosch und Ligier CO2-neutral verbrennt.

    Unter Anbetracht des auf der Strecke nötigen Gesamtpaketes aus Leistung, Effizienz und Atmosphäre ist ein Wasserstoff-Ansatz die vielversprechendste Option für nachhaltigen Motorsport. Ein weiterer Vorteil: Die Technologie kann relativ einfach in bestehende Rennserien integriert werden, da sie auf bekannter Verbrennungsmotortechnik aufbaut.

    Der Wasserstoff-Antrieb des Ligier JS2 RH2
    Die Lage der Wasserstoff-Tanks im Ligier JS2 RH2

    Von der Rennstrecke auf die Straße

    Die im Rennsport gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Entwicklung von Wasserstofftechnologien für Nutzfahrzeuge und Hochleistungs-Sportwagen ein. So profitieren nicht nur Motorsport-Enthusiasten, sondern auch die Umwelt und der Transportsektor von diesen Innovationen.

    Die FIA und der ACO planen bereits den Start der eigenen Wasserstoffklasse für das Jahr 2028. Der Ligier JS2 RH2 von Bosch und Ligier ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und zeigt, dass nachhaltige Technologien (in Form von flüssigem Wasserstoff) und Hochleistungsmotorsport durchaus vereinbar sind. Ob und wie der Ansatz des vorgestellten Konzept-Fahrzeugs final zur Anwendung kommt, ist stand jetzt aber noch unklar. Der Weg zur Praxistauglichkeit ist jedoch nicht weit entfernt.

    Bilder & Quelle: Bosch

  • Eine Rückkehr nach 10 Jahren Pause

    Eine Rückkehr nach 10 Jahren Pause

    Das gab es noch nie in der WEC: Ein Rennen kehrt nach 10 Jahren Pause wieder in den Kalender zurück. Anlass für uns über die 6 Stunden von São Paulo zu sprechen.

    Brasilien gehörte im Jahr 2012 zu den ersten Austragungsorten in der damals neuen Weltmeisterschaft. Doch nur drei Jahre später verschwand das Land im WEC-Kalender, da die Logistik-Kosten zu hoch waren. Nach genau zehn Jahren Pause kehrt die Langstrecken WM an die Traditionsstrecke in São Paulo zurück.

    Wir sprechen in dieser Folge über das bevorstehende Rennen, die Starterliste, die Zeiten und die Neuerungen vor Ort. Gleichzeitig blicken wir aber auch zurück auf die letzten WEC-Rennen in Brasilien.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Das Hybrid-System der WEC einfach erklärt

    Das Hybrid-System der WEC einfach erklärt

    Heute werfen wir einen Blick in die Welt der Hybrid-Technologie der FIA World Endurance Championship (WEC) und möchten Euch das Thema einfach zugänglich machen. Wir hatten die Gelegenheit, hierzu mit Michael Muerlebach von Bosch zu sprechen, der für das Customer Account & Product Management zuständig ist und uns die Details erklärt hat. 

    Die Hauptkomponenten des Hybrid-Systems

    Zu Beginn möchten wir einen Blick auf die wichtigsten Komponenten werfen. Diese bilden das den Kern der Hybrid-Technologie und sind in der Regel in allen Systeme aufzufinden. Da die Haupt-Komponenten des Hybrid-Systems eigene Abkürzungen haben, die nicht immer leicht verständlich sind, haben wir diese hier kurz erklärt:

    • MCU (Motor Control Unit): Dies ist die Leistungselektronik, die den Elektromotor steuert und die Leistung regelt.
    • ECU (Electronic Control Unit): Ein elektronisches Steuergerät, das in vielen Fällen den Verbrennungsmotor steuert.
    • VCU (Vehicle Control Unit): Diese Einheit ist das Gehirn des Antriebssystems. Sie steuert den gesamten Antrieb und regelt die Aufteilung zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Einheit.

    Die Unterschiede zwischen LMDh und Hypercar

    Es ist wichtig zu wissen, dass in den LMDh-Fahrzeugen ein standardisiertes Hybrid-System von Bosch zum Einsatz kommt. Alle Teams mit einen Fahrzeug auf LMDh-Basis (zum Beispiel Porsche, BMW, Alpine oder auch Lamborghini) verwenden identische Komponenten.

    Bei den reinen Hypercars ist es nicht zwingend erforderlich, dass MCU und ECU von Bosch stammen. Interessanterweise werden diese Komponenten in den meisten WEC Hypercars aber trotzdem von Bosch geliefert und auch hier findet sich ein überwiegend homogenes Feld wieder.

    Das System zur Energie-Rückgewinnung (ERS)

    Unser Fotograf Ton (Links) im Gespräch mit Michael Mürlebach von Bosch (Mitte).
    Unser Fotograf Ton (Links) im Gespräch mit Michael Muerlebach von Bosch (Mitte).

    Ein zentraler Aspekt des Hybrid-Systems ist das Energierückgewinnungssystem. In der WEC sprechen wir hier vom ERS (Energy Recovery System), nicht zu verwechseln mit dem KERS (Kinetic Energy Recovery System) aus der Formel 1.

    Das ERS in der WEC ist darauf ausgelegt, in kurzer Zeit viel Energie aufzunehmen. Beim Bremsvorgang wird der Elektromotor als Generator zur Stromerzeugung genutzt, wodurch eine beträchtliche Menge Energie zurückgewonnen werden kann. Diese Energie steht dann für die Beschleunigung zur Verfügung, was die Effizienz und Leistung der Fahrzeuge erheblich steigert.

    Hardware und Software auf einer Hand

    Bosch spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Integration des Hybrid-Systems für die LMDh-Fahrzeuge. So liefert Bosch Motorsport nicht nur die Elektronik und Komponenten für den Hybrid-Antrieb sondern entwickelt auch die Hybrid-Performance-Management-Software, um das Maximum aus dem System herauszuholen.

    Die Hybrid-Technologie in der WEC ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie moderne Technik den Motorsport revolutioniert. Sie verbindet Leistung mit Effizienz und trägt zu spannenderen Rennen bei. Gleichzeitig dient sie als Testfeld für Technologien, die auch bereits in Straßenfahrzeugen zum Einsatz kommen können, dank der Entwicklung auf der Strecke.

    Die Synergie aus Motorsport und Serienproduktion hat übrigens eine lange Tradition im Langstreckensport. Mehr dazu lest Ihr hier.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • News-Radar: Die Meldungen der vergangenen Wochen

    News-Radar: Die Meldungen der vergangenen Wochen

    Die 24 Stunden von Le Mans sind immer ein Anlass für eine Vielzahl an Meldungen und Neuigkeiten. Wir haben diese für Euch gesichtet.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Das geilste Le Mans aller Zeiten

    Das geilste Le Mans aller Zeiten

    Gezeichnet vom Schlafmangel sprechen wir am Tag nach dem 24-Stunden-Rennen über das vermutlich geilste Le Mans-Wochenende aller Zeiten.

    Selten haben wir so ein packendes und offenes Langstreckenrennen an der Sarthe gesehen wie in diesem Jahr. Die 24 Stunden von Le Mans 2024 haben viel versprochen und noch mehr geliefert.

    In dieser XXL-Folge sprechen wir ausführlich über die Sieger, die Höhepunkte, die kritischen Momente und alle Details auf der Strecke. Zu Schluss gibt es noch einen Blick auf die Entwicklung im Kampf um die Weltmeisterschaft.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Sicherheit auf der Rennstrecke: Die Wartung der Safety Cars

    Sicherheit auf der Rennstrecke: Die Wartung der Safety Cars

    Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der WEC und beleuchten die wichtige Rolle von René Röhn und die Wartung der Safety Cars.

    Die Safety Cars der FIA WEC sind keine gewöhnlichen Fahrzeuge. Es handelt sich um normale Serien-Porsche, die von der renommierten Firma Manthey Racing speziell für ihren Einsatz umgebaut und betreut werden. Zu den zusätzlichen Bauteilen gehören unter anderem die Rundum-Beleuchtung, die Funkanlage sowie die Technik für den Einsatz (Feuerlöscher und Intercom-Systeme für die Flaggenkommunikation).

    Die Wartung und Instandsetzung der Safety Cars erfolgt sowohl vor Ort bei Manthey in Meuspath am Nürburgring, als auch direkt an der Rennstrecke. René Röhn und sein Team sind dabei stets im Einsatz, um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge in einwandfreiem Zustand sind. An jedem Rennwochenende sind zwei Personen vor Ort, die sich um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge kümmern.

    Wartungsintervalle und Betankung

    Die Wartungsintervalle der Safety Cars sind weitestgehend normal wie bei Serienfahrzeugen auch. Allerdings werden spezifische Dinge wie Ölwechsel und Bremsflüssigkeit nach nahezu jedem Rennen verkürzt behandelt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Betankung erfolgt über Kanister, wobei zwei Personen in feuerfester Kleidung das Fahrzeug betanken. Während des Tankvorgangs wird das Fahrzeug abgeschaltet, läuft aber ansonsten durchgehend im Leerlauf, um jederzeit einsatzbereit zu sein.

    Trotz des dauerhaften Leerlaufs haben die Safety Cars keine verkürzte Lebensdauer und werden so lange eingesetzt, wie sie funktionieren oder bis die nächste Baureihe erscheint. In Le Mans sind beispielsweise drei Porsche 911 als Safety Cars und sechs Porsche Panamera als Track & Medical Cars im Einsatz.

    Transport und Kraftstoff

    Die Safety Cars werden ausschließlich per LKW-Transport oder bei weiteren Anreisen per Container zur Strecke gebracht. An jeder Strecke kommen die gleichen Fahrzeuge zum Einsatz und werden jeweils vom Manthey-Team betreut. Getankt wird je nach Verfügbarkeit vor Ort Benzin mit 98 oder 102 Oktan. Im Stand verbraucht das Fahrzeug etwa 5 Liter pro Stunde, abhängig davon, ob die Klimaanlage läuft oder nicht. Der Füllstand wird turnusmäßig alle zwei Stunden kontrolliert und bei Bedarf nachgefüllt, sodass die Fahrzeuge immer vollgetankt sind.

    Die Arbeit von René Röhn und seinem Team ist von unschätzbarem Wert für die Sicherheit und Effizienz der FIA WEC. Durch die sorgfältige Wartung der Safety Cars wird erst sichergestellt, dass diese Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind. Ohne die Streckenfahrzeuge darf keine Session am Wochenende stattfinden. Für die Sicherheit der Fahrer und die reibungslose Durchführung der Rennen ist das funktionsfähige Safety-Car Bedingung. René Röhn und sein Team leisten somit einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der FIA WEC und zur Sicherheit im Motorsport.

    Mehr zur Arbeit des Saftey Car-Fahrers im Cockpit gibt es in diesem Beitrag zum Nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk)

  • Acht Rennen im Kalender für 2025

    Acht Rennen im Kalender für 2025

    Die FIA WEC nutzte den Rahmen der 24 Stunden von Le Mans, um den neuen Kalender für das Jahr 2025 mit acht Rennen zu enthüllen.

    Der Zeitplan für 2025 bleibt nahezu unverändert, wobei die Weltmeisterschaft insgesamt 8 Läufe auf 4 verschiedenen Kontinenten austrägt. Los geht es am 28. Februar in Katar und anschließend weiter in Europa bei den 6 Stunden von Imola im April und den 6 Stunden von Spa im Mai. In Le Mans findet am 14. Juni der Höhepunkt mit dem 24-Stunden-Rennen statt.

    Der Kalender 2025 wird am 13. Juli fortgesetzt, wenn die WEC nach Brasilien zu den Rolex 6 Hours of São Paulo reist. Am 7. September gastieren die Teams auf dem Circuit of the Americas zum „Lone Star Le Mans“, bevor im gleichen Monat auf dem Fuji Speedway das 6-Stunden-Rennen ausgetragen wird. Der traditionelle Saisonabschluss, das 8-Stunden-Rennen von Bahrain, findet am 8. November statt.

    Neuer langfristiger Vertrag für Imola

    Das Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari hat bestätigt, dass es bis einschließlich 2028 jährlich einen Lauf der FIA WEC ausrichten wird. Die Nachricht folgt auf das erfolgreiche Rennen in der Emilia Romagna in diesem Jahr, welches über 70.000 Fans anzog. Der Vertrag wurde mit Unterstützung des Bürgermeisters der Stadt Imola, Marco Panieri, geschlossen und beinhaltet die Verpflichtung, die Infrastruktur des Fahrerlagers zu verbessern und zusätzliche Boxen für das wachsende Starterfeld zu bauen.

    „Um den Geist von Le Mans zu fördern, hat die Stadt Imola daran gearbeitet, das historische Stadtzentrum mit der Rennstrecke zu verbinden“, sagte Panieri. „Dank dieser Veranstaltung werden wir in der Lage sein, die Infrastruktur wie Boxen und die Fanzone zu verbessern, um den Besuchern und dem Personal ein angenehmeres Erlebnis zu bieten.“

    Quelle
    Bild © Walter Schruff (Endurance Archive)

  • Änderung bei den Regeln und Verzögerung beim Wasserstoff

    Änderung bei den Regeln und Verzögerung beim Wasserstoff

    Der ACO hat auf seiner Jahrespressekonferenz mehrere Ankündigungen zu den aktuellen Regeln und zum Thema Wasserstoff bekanntgegeben. Wir haben das wichtigste für Euch im Überblick.

    Hypercar-Regeln bis einschließlich 2029 verlängert

    Die Gültigkeit der aktuellen Regeln für die Hypercars wurden vom Jahr 2027 hin zur Saison 2029 verlängert. Anlass war die momentane Rekordzahl an Herstellern in der höchste Kategorie des Sportwagenrennsports und die weiter anhaltende Nachfrage.

    Die Entscheidung schafft mehr Stabilität für die Teilnehmer unter den aktuellen Hypercar-Regeln und einen längeren Zeitrahmen für die Hersteller, um bestehende Fahrzeuge einsetzen zu dürfen. Den Herstellern werden zwei weitere Entwicklungszyklen zugestanden, einer im Jahr 2028 und einer im Jahr 2029, um die zweijährige Verlängerung zu berücksichtigen.

    Zwei-Fahrzeuge-Vorgabe für das Jahr 2025 bestätigt

    Der ACO bestätigte auch, dass die Hersteller ab 2025 verpflichtet sind, zwei Fahrzeuge in der Hypercar-Klasse einzusetzen. Damit erhöht sich die Teilnehmerzahl ab 2025 auf die Rekordzahl von 40 Fahrzeugen bei den WEC-Rennen.

    Von den derzeitigen Wettbewerbern wird die neue Regelung in erster Linie Cadillac, Lamborghini und Isotta Fraschini betreffen, die in der Saison 2024 mit nur einem Auto teilnehmen.

    Sie wird sich auch auf das Team von Heart of Racing auswirken, das mit dem Gedanken spielte, nächstes Jahr nur ein Aston Martin Hypercar in der WEC einzusetzen. Alle betroffenen Hersteller haben angedeutet, dass sie bereit sind, 2025 mit zwei Fahrzeugen anzutreten.

    Verzögerung bei den neuen Regeln für den Wasserstoff

    Ebenfalls wurde in Le Mans eine erneute Verschiebung des Wasserstoffreglements bekannt. Die neuen Regeln wurden nun auf 2028 verschoben. Der ACO benötigt mehr Zeit, um die genaue Anwendung der Wasserstofftechnologie in der Praxis zu erforschen.

    Die Einführung ist an das Ziel gekoppelt, einen CO2-neutralen Langstreckensport zu erreichen. Eine Arbeitsgruppe wurde jetzt eingesetzt, um genauere Details des neuen Reglements auszuarbeiten. Dabei wurde auch bestätigt, dass der Wasserstoff in der Klasse in flüssiger Form zum Einsatz kommen wird.

    Quelle
    Bild © Maksym Lobachov (Endurance Archive)