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  • Ferrari dominiert das Premieren-Training in Barcelona

    Ferrari dominiert das Premieren-Training in Barcelona

    Ferrari dominiert das erste Training zum neuen WEC-Lauf in Barcelona – ein Rennwochenende, das Anfang 2026 noch nicht einmal im Kalender stand.

    Robert Kubica setzte im Ferrari 499P mit 1:31,891 die erste WEC-Bestzeit auf der spanischen Strecke. Bei den LMGT3 setzt sich Alessio Rovera im AF-Corse-Ferrari #21 in einer nahezu unterbrechungsfreien Session durch.

    Hypercar: Aston Martin hinter Ferrari

    Kubica, der in Barcelona bereits acht Formel-1-Rennen bestritten hat, lag im ersten Training 0,107 Sekunden vor dem Aston Martin Valkyrie #009. Dessen Bestzeit platzierte der Lokalmatador Alex Riberas. Die Werks-Ferrari #51 und #50 folgen auf den Plätzen drei und vier, getrennt nur durch 0,013 Sekunden Abstand.

    Der zweite Valkyrie (#007, Tincknell/Gamble) wurde fünfter. Der führende Toyota #8 mit Buemi, Hirakawa und Hartley belegt Rang sechs. Der Schwester-Toyota wird Elfter, hinter Cadillac #38, Alpine #36, Cadillac #12 und Genesis #19.

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    LMGT3: Doppelschlag für AF Corse

    Die #21 (Rovera/Hériau/Mann) liegt nach dem Training 0,431 Sekunden vor dem Schwester-Ferrari #54 (Flohr/Rigon/Castellacci). Die Corvette vom Racing Team Turkey folgte auf Platz drei. Danach reihten sich die Teams Garage 59 (McLaren), Iron Lynx (Mercedes-AMG) und Akkodis ASP (Lexus) in der Liste ein.

    Die Tabellenführer von TF Sport schafften es nur auf Position zehn. Nach aktuellem Stand steuert Jonny Edgar trotzdem alleine auf den Titel zu, sollte es im Rennen keine Überraschungen geben. Hintergrund ist ein Ausfall seiner beiden Teamkollegen die jeweils mindestens ein Rennen in dieser Saison verpassten.

    Ausblick auf das Rennen

    Die WEC-Premiere der 6 Stunden von Barcelona startet am Sonntag um 12:00 Uhr MESZ. Der Circuit de Barcelona-Catalunya misst 4,657 km, hat 14 Kurven und ist der 16. WEC-Austragungsort in der Geschichte der Weltmeisterschaft. Michelin erwartet das härteste Reifenrennen des Jahres. Die Seitenkräfte wirken auf fast einem Drittel der Runde mit über 2 g. Die zusätzlich erhöhte Beanspruchung aufgrund der Streckenführung wird bei den linken Reifen erwartet.

    Der Barcelona-Auftakt in Bildern

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    Bilder © Endurance-Archive (Walter Schruff)

  • Ferrari profitiert vom Toyota-Pech in Austin

    Ferrari profitiert vom Toyota-Pech in Austin

    Der Ferrari 499P mit der Startnummer 50 von Niklas Nielsen, Antonio Fuoco und Miguel Molina hat das Lone Star Le Mans-Rennen auf dem Circuit of the Americas (COTA) in Austin, Texas gewonnen. Der Sieg fiel jedoch erst zehn Minuten vor Rennende: Der bis dahin führende Toyota schied aufgrund eines technischen Problems aus.

    Bereits das Qualifying hatte ein enges Rennen erwarten lassen. Die vier schnellsten Fahrzeuge – eingesetzt von vier verschiedenen Herstellern – trennten gerade einmal 0,05 Sekunden. Noch knapper ging es an der Spitze zu: Ferrari #51 und Cadillac #38 erzielten mit 1:52,445 exakt die gleiche Zeit. Weil Giovinazzi die Bestzeit bereits zu Beginn des Qualifyings gesetzt hatte, ging die Pole-Position an Ferrari.

    Auch im Rennen lagen die acht vertretenen Hersteller über weite Strecken eng beieinander. Cadillac, Alpine, Toyota und Aston Martin gehörten zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf den Sieg. Besonders stark präsentierte sich Aston Martin mit dem Valkyrie, der wohl seine bislang beste Leistung in der FIA-WEC zeigte.

    Showdown in der letzten Stunde

    Ein virtuelles Safety Car und das anschließende echte Safety Car – ausgelöst durch Probleme am Lexus #78 des Akkodis ASP Teams – sorgten eine Stunde vor dem Ende dafür, dass das Feld wieder enger zusammenrückte.

    An der Spitze lag zu diesem Zeitpunkt der Toyota #7 von Nyck de Vries. Der Niederländer hatte offenbar das nötige Tempo, um den Sieg für seine Crew nach Hause zu fahren.

    Direkt dahinter befand sich der Ferrari #50, während auch die beiden Alpine noch in Schlagdistanz lagen. Das Auto mit der Startnummer 36 hatte allerdings Pech: Ein unglücklich getimter Boxenstopp kurz vor dem späten Safety-Car-Einsatz warf den Alpine aus dem Kampf um den Sieg.

    Pech für Toyota – Ferrari wieder ganz oben

    Nach dem Restart schien de Vries auf sicherem Kurs zu einem wichtigen Sieg für Toyota und die Crew des #7 zu sein. Auch in der Meisterschaft hätte der Erfolg Gewicht gehabt, zumal Titelrivale BMW zu diesem Zeitpunkt außerhalb der Punkteränge lag.

    Doch zehn Minuten vor dem Ende kam die entscheidende Wende: Ein Verlust des Hydraulikdrucks zwang den Toyota GR010 Hybrid #7 an die Box. Das Fahrzeug konnte das Rennen nicht mehr fortsetzen.

    Ferrari #50 profitierte unmittelbar davon. Nielsen übernahm die Führung und brachte den 499P sicher ins Ziel. Für Ferrari war es der erste FIA-WEC-Rennsieg seit den 24 Stunden von Le Mans 2025. Für die #50-Crew war es zugleich der erste Sieg seit dem Saisonauftakt in Katar.

    „Ich bin wirklich glücklich“, sagte Molina nach dem Rennen. „Wir haben hinter den Kulissen sehr hart daran gearbeitet, wieder an diese Position zurückzukehren, und wir sind ein wirklich gutes Rennen ohne Fehler gefahren. Letztendlich war es unser Tag, daher ein großes Dankeschön an das Team. Jetzt müssen wir diesen Schwung mitnehmen.“

    Heimsieg für „The Heart of Racing“

    Auch in der LMGT3-Klasse gab es einen Heimsieg: „The Heart of Racing“ nutzte den Heimvorteil optimal und feierte den ersten Klassensieg seit zwei Jahren.

    Nachdem das Team bereits die komplette erste Startreihe für sich beansprucht hatte, setzten sich Ian James, Zach Robichon und Mattia Drudi gegen die Konkurrenz von Ford, Mercedes und anderen Herstellern durch und holten den Klassensieg.

    Das Schwesterauto #23 komplettierte den Erfolg mit Platz drei und erzielte damit das beste Gesamtergebnis des Teams in der FIA-WEC-Geschichte. Zwischen den beiden Aston Martin landete der Porsche #91 von Manthey DK Engineering.

    Für Tabellenführer TF Sport verlief das Wochenende dagegen enttäuschend. Sowohl die Corvette #33 als auch die #34 verpassten die Punkteränge.

    Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft wird am Wochenende des 23. September mit dem 6-Stunden-Rennen von Fuji fortgesetzt. Alle Ergebnisse des Lone Star Le Mans finden ihr hier.

    Bilder © FIA WEC-Pressematerial via Photo Charly López / DPPI

  • COTA: Ferrari und Cadillac teilen sich die Pole bis auf die Tausendstelsekunde

    COTA: Ferrari und Cadillac teilen sich die Pole bis auf die Tausendstelsekunde

    Erstmals in der WEC-Geschichte fahren zwei Autos exakt dieselbe Zeit und dennoch holt sich Ferrari hauchdünn vor Cadillac die Pole in COTA.

    Was sich in den beiden freien Trainings bereits angedeutet hatte, gipfelte bei der Hyperpole-Session von Austin in einem Moment, den es in 106 Läufen der FIA WEC so noch nicht gegeben hat. Antonio Giovinazzi und Jack Aitken fuhren exakt dieselbe Zeit und doch trennt die beiden Piloten am Sonntag ein ganzer Startplatz.

    Der engste Hyperpole-Kampf aller Zeiten

    Nachdem Ferrari bereits im Freien Training die schnellste Zeit markiert hatte, bestätigte sich die Vermutung. Auf dem Circuit of The Americas hat dem Ferrari 499P in zwei Jahren Streckengeschichte noch niemand die Pole streitig gemacht. Auch diesmal blieb die Bilanz makellos, wenn auch nur hauchdünn. Giovinazzi setzte sich in der #51 zunächst an die Spitze der von Aitken angeführten Zeitenliste. Der Brite im Cadillac konterte jedoch mit exakt derselben Rundenzeit – auf die Tausendstelsekunde genau. Da Giovinazzi seine Zeit zuerst ins Ziel gebracht hatte, wandert die Pole an Ferrari, während Aitken den Cadillac V-Series.R auf Startplatz zwei stellt.

    Bemerkenswert ist zudem der Blick auf die gesamte Spitzengruppe. Nur fünf Hundertstelsekunden trennen die ersten vier Hypercars, jedes von einem anderen Hersteller gestellt – ein neuer Rekordwert, der die bisherige Bestmarke aus Imola im April unterbietet. Charles Milesi (Alpine, #35) und Harry Tincknell (Aston Martin, #007) komplettieren dieses enge Quartett auf den Rängen drei und vier.

    Für die Gesamtwertung liefert das Qualifying durchaus Zündstoff über den reinen Rundenrekord hinaus. Nicklas Nielsen brachte den zweiten Ferrari (#50) auf Platz fünf, gefolgt vom Alpine-Youngster Victor Martins, der ebenfalls seinen starken Eindruck vom Training bestätigte. Genesis schaffte es mit beiden GMR-001 erst zum zweiten Mal in der Debütsaison in die Top Ten. Toyota, in der Fahrerwertung weiterhin an der Spitze, muss sich mit den Startplätzen acht und neun begnügen, während Hauptrivale BMW deutlich zurückfällt. Die deutschen Hypercars, die in FP2 noch mit Platz neun und zehn überzeugten, starten nur von elf und 13.

    Aston Martin räumt in der LMGT3 ab

    Während sich die Hypercar-Klasse in Rekordnähe duellierte, setzte sich in der LMGT3 ein seit Frühsommer bestehender Trend fort. Eduardo Barrichello holte in der #23 die dritte Aston-Martin-Pole in Folge. In seinen vier Hyperpole-Teilnahmen war es für Ihn die dritte Pole, eine in der LMGT3 bislang unerreichte Quote. Mit 0,124 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Zacharie Robichon im Schwesterauto (#27) gelang Heart of Racing Team zugleich die erste reine Doppelpole in diesem Jahr.

    Für Ford, welche vor einem Jahr am selben Ort noch die Pole geholt hatten, reichte es diesmal nur zu Platz vier durch Ben Tuck. Porsche holte mit Timur Boguslavskiy am Steuer den dritten Startplatz. Die größten Verlierer der Session sitzen jedoch in der Corvette, denn nach den jüngsten Siegen in Le Mans und São Paulo kommt TF Sport in Austin nicht über die Startplätze zwölf und 17 hinaus. Als einziger Hersteller schaffte es Corvette nicht mit einem Auto in die Hyperpole-Session. Auch der titelverteidigende Manthey-Porsche (#92) scheiterte früh und startet nur von Rang 13.

    Die vollständigen Qualifying-Zeiten gibt es hier.

    Titelbild © FIA WEC-Pressematerial via Photo Charly López / DPPI

  • Ferrari, Alpine und Aston Martin auf Augenhöhe in Texas

    Ferrari, Alpine und Aston Martin auf Augenhöhe in Texas

    Zum Auftakt in Texas zeigte sich in den Freien Trainings ein enges Kräftemessen zwischen Ferrari, Alpine und Aston Martin. Während die Italiener in der ersten Session noch die Nase vorn hatte, drehte Aston Martin im zweiten Durchgang den Spieß um – sowohl in der Hypercar- als auch in der LMGT3-Klasse.

    Ferrari eröffnete die zweite Saisonhälfte mit einer Doppelführung im ersten freien Training. Antonio Giovinazzi brachte den #51-499P, den er sich mit den Titelverteidigern James Calado und Alessandro Pier Guidi teilt, auf 1:53.824 und blieb damit 0,205 Sekunden vor Teamkollege Antonio Fuoco im #50er Auto.

    Dahinter zeigte Alpine mit der #36 (Victor Martins, Ferdinand Habsburg und Frédéric Makowiecki) bereits am Freitagmorgen starke Form, knapp vor dem Toyota #8 auf Rang vier. Die Publikumslieblinge vor Ort von Cadillac kamen mit Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jack Aitken auf Position sieben, ergänzt durch Aston Martin, Genesis und Peugeot in den Top Ten.

    In der LMGT3-Klasse setzte McLaren hingegen früh ein Ausrufezeichen. Der junge Brite Tom Fleming fuhr im Garage-59-Auto eine 1:06.016 und lag damit rund zwei Zehntel vor dem Iron-Lynx-Mercedes-AMG. Ein zweiter McLaren (#58) komplettierte Platz drei, während der schnellste Ferrari 296 (#21) knapp vor Aston Martin und dem Ford Mustang von Proton Competition landete. Die WM-führende TF-Sport-Corvette (#33) hielt sich mit Platz 16 auffällig zurück.

    FP2: Aston Martin übernimmt in beiden Klassen

    Im zweiten Training drehte sich schließlich das Bild: Harry Tincknell setzte im #007 Aston Martin mit 1:52.567 die Bestzeit und verwies den Alpine A424 (#35) mit 0,122 Sekunden Abstand auf Platz zwei. Genesis Magma Racing bestätigte mit Rang drei erneut starke Pace im Debütjahr, knapp vor dem zweiten Alpine (#36).

    Ferrari musste sich im FP2 hinten anstellen. Bestplatzierter Ferrari-Pilot war Robert Kubica im #83er Auto auf Rang fünf, vor den beiden Werkswagen #50 und #51. Aston Martins zweiter Valkyrie (Marco Sørensen/Alex Riberas) sowie die beiden eng beieinanderliegenden BMW M Hybrid V8 (#15 und #20) rundeten die Top Ten ab.

    In der LMGT3-Klasse setzte sich Zacharie Robichon mit einer späten 2:05.609 im Heart-of-Racing Aston-Martin (#27) an die Spitze, nachdem Iron Lynx über weite Strecken der 90 Minuten mit seinen beiden Mercedes-AMGs (#61 Maxime Martin, #79 Matteo Cressoni) das Feld angeführt hatte. McLaren blieb erneut vorne dabei, diesmal mit dem #58er Auto. Porsche und Lexus meldeten sich auf den Rängen sechs und sieben zurück.

    Hier gibt es die gesamten Ergebnisse vom FP1 und FP2.

    Titelbild © FIA WEC Pressematerial via Fabrizio Boldoni / DPPI

  • ELMS: Inter Europol siegt nach Doppel-Disqualifikation in Spa

    ELMS: Inter Europol siegt nach Doppel-Disqualifikation in Spa

    Inter Europol Competition gewinnt das chaotische 4-Stunden-Rennen der ELMS in Spa. Sechs Safety-Cars und zwei nachträgliche Disqualifikationen sorgten für einen wahren Ardennen-Krimi.

    Der Oreca #43 von Jakub Smiechowski, Nick Yelloly und Tom Dillmann stand in Spa wieder ganz oben. Für Inter Europol Competition ist es der erste ELMS-Sieg seit Le Castellet 2024. Das Trio hatte zuvor schon die LMP2-Klasse der 24h Le Mans gewonnen – zum zweiten Mal in Folge. In der ELMS warteten sie dagegen seit Monaten auf den nächsten großen Erfolg.

    Die eigentliche Show lieferte aber nicht nur die Strecke mit ihrer eindrucksvollen Kulisse. Gleich zwei Fahrzeuge verloren nach der Zielflagge ihre Podestplätze. Das Ergebnis wurde dadurch mehrfach umgeschrieben.

    Der Start der 4 Stunden von Spa

    Sechs Safety-Cars stellen Inter Europol vor eine harte Prüfung

    Das Rennen begann turbulent. Jamie Chadwick startete als erste Frau überhaupt einen ELMS-Lauf von Startreihe eins aus, nachdem Teamkollege Valerio Rinicella die Pole geholt hatte. Sie führte zunächst kurz, verlor die Spitze aber schon in der Anfangsphase. Im Gemenge der Startphase touchierte Bijoy Garg den Fahrer Griffin Peebles beim Bremsen und kassierte dafür eine 10-Sekunden-Strafe. Kurz danach flog Alex Bukhantsov mit dem LMP3-Ligier #13 in die Reifenstapel. Es war erst das erste von sechs Safety-Cars an diesem Nachmittag.

    Die Unfallserie riss nicht ab. Ein Dreher von Georgios Kolovos brachte das Virtual Safety Car zum Einsatz. Ein Crash zwischen Kessel Racing und High Class Racing in Kurve 7 folgte kurz danach. Wenig später kollidierten der Kessel-Ferrari #57 und der Team-Virage-Ligier #8 gemeinsam in Kurve 12 – fast gleichzeitig drehte sich der Aston Martin von Racing Spirit of Léman in Kurve 9. Zur Rennhalbzeit schlug Custodio Toledo mit seinem Ferrari #50 hart ein, nachdem ihn ein LMP2-Fahrzeug abgeschossen hatte. Die Marshals brauchten 15 Minuten für die Bergung.

    Erst danach wurde das Rennen für einen kurzen Moment ruhiger. Nick Yelloly übernahm die Führung in der #43, gejagt von Vlad Lomko im Vector-Sport-Oreca #10. Beim letzten Boxenstopp verschaffte sich Inter Europol den entscheidenden Vorteil: ein zehn Sekunden schnellerer Halt spülte Tom Dillmann zurück an der Spitze. Pietro Fittipaldi kam bis auf zwei Sekunden heran, mehr blieb ihm nicht. Der #43er Oreca von Inter Europol gewann mit 3,3 Sekunden Vorsprung.

    Rennaction bei den 4-Stunden-von-Spa

    Doppel-Strafe wirbelt das Ergebnis durcheinander

    Der zweite Platz von Vector Sport hielt keine 24 Stunden. Fittipaldi hatte die Mindestfahrzeit mit 1:15,791 Minuten unterschritten. Die Stewards verhängten eine Strafe von 1:50,791 Sekunden – Vector Sport fiel auf Rang 17 in der Gesamtwertung zurück. Forestier Racing by Panis rückte auf Platz zwei vor, IDEC Sport auf Platz drei.

    Auch in der LMP3-Klasse gab es eine Disqualifikation. Mikkel Gaarde Pedersen fuhr im Rinaldi-Racing-Ligier #5 mit 54 Sekunden Vorsprung zum vermeintlichen Sieg. Die Nachkontrolle ergab jedoch einen Tank mit 1,5 Liter mehr Sprit als erlaubt. CLX Motorsport erbte damit den Klassensieg vor R-ace GP Duqueine und Eurointernational.

    In der LMP2-Pro/Am-Kategorie lieferten sich Matthieu Vaxiviere (AF Corse #83) und Louis Delétraz (AO by TF #99) ein knallhartes Duell. Delétraz griff am Ende der Kemmel-Geraden an, Vaxiviere verteidigte – beide Autos berührten sich beim Bremsen in Les Combes. Delétraz drehte sich, Vaxiviere rettete seine Führung über die Ausweichspur. Am Ende trennten nur 3,3 Sekunden den AF Corse-Boliden vom zweitplatzierten Algarve Pro Racing.

    GR Racing gewinnt nach 11 Jahren endlich wieder in der ELMS

    GR Racing nach elf Jahren wieder mit ELMS-Sieg

    Für die Mannschaft von GR-Racing endete in Spa ein langer Leidensweg. Mike Wainwright, Mex Jansen und Lorcan Hanafin holten für das Team den ersten ELMS-Sieg seit 2015. Der Ferrari mit der Startnummer 86 kam nur 2,7 Sekunden vor dem Proton-Competition-Porsche #77 ins Ziel. Das Team Qatar by Iron Lynx rundet mit dem Mercedes-AMG #62 das Podium ab. Trotz vier Stunden Renndistanz trennten am Ende nur zehn Sekunden die drei besten LMGT3-Fahrzeuge.

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  • ELMS in Spa: Erste Impressionen

    ELMS in Spa: Erste Impressionen

    Die ELMS ist zurück aus der Sommerpause und gastiert in diesen Tagen in Spa. Wir haben erste Impressionen von der Strecke für Euch.

    Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu und traditionell eröffnet die ELMS in Europa die zweite Jahreshälfte der Langstrecken-Saison. Wie auch in den vergangenen Saisons ist die Europameisterschaft zu Gast in Belgien. Unser Fotograf Walter ist an diesem Wochenende vor Ort in Spa und fängt das Geschehen auf und neben der Strecke für Euch ein. Die ersten Impressionen aus dem Freien Training haben wir hier für Euch verlinkt:

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  • Toyota holt 6. Le-Mans-Sieg nach packendem Dreikampf mit BMW und Cadillac

    Toyota holt 6. Le-Mans-Sieg nach packendem Dreikampf mit BMW und Cadillac

    Toyota Racing hat die 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans gewonnen und damit seinen sechsten Gesamtsieg beim Langstreckenklassiker gefeiert. Nach einem packenden Rennen setzte sich der japanische Hersteller gegen BMW und Cadillac durch.

    Der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 7, pilotiert von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries, überquerte nach 24 Rennstunden die Ziellinie mit einem Vorsprung von lediglich zehn Sekunden auf den BMW M Hybrid V8 des BMW M Team WRT mit Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde. Weitere zehn Sekunden dahinter komplettierte das Schwesterfahrzeug von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa das Podium.

    Für Conway und Kobayashi war es der zweite Gesamtsieg in Le Mans. Nyck de Vries feierte dagegen seinen ersten Triumph beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt. Der Niederländer wurde damit der dritte überhaupt, der die Gesamtwertung gewann – nach Jan Lammers (1988) sowie Gijs van Lennep (1971 und 1976).

    Bei Temperaturen von rund 30 Grad Celsius entwickelte sich das Rennen zu einer material- und kräftezehrenden Herausforderung. Die Führung wechselte mehrfach, und Toyota musste sich den Weg an die Spitze hart erarbeiten.

    „Wir hatten einen Reifenschaden, dazu ein Problem mit einem Antriebswellensensor, wodurch wir Leistung verloren haben“, erklärte Kamui Kobayashi. „Es war kein einfaches Rennen, aber am Ende haben wir es geschafft. Das gesamte Team hat einen fantastischen Job gemacht.“

    Strategisch setzte Toyota früh auf versetzte Boxenstopps seiner beiden Fahrzeuge. Dadurch konnten die Fahrer häufiger in freier Fahrt agieren und ihre Pace effizienter nutzen, anstatt im dichten Verkehr festzustecken – eine Herangehensweise, die an die erfolgreiche BMW-Taktik beim Rennen in Spa-Francorchamps erinnerte.

    „Es gab Phasen, in denen Cadillac, BMW und Ferrari unglaublich stark waren. Das hat es für uns sehr schwierig gemacht“, sagte Mike Conway. „Selbst drei Stunden vor Schluss war völlig offen, wie das Rennen ausgehen würde.“

    LMP2: Inter Europol feiert Doppelsieg

    In der LMP2-Klasse sicherte sich Inter Europol Competition einen eindrucksvollen Doppelsieg. Jakub Śmiechowski, Nick Yelloly und Tom Dillmann gewannen im Fahrzeug mit der Startnummer 343 und sorgten damit zugleich für das vierte Podium des Teams in Folge in Le Mans.

    Den zweiten Platz belegte das Schwesterfahrzeug des polnischen Rennstalls. Rang drei ging an Forestier Racing by Panis mit der Startnummer 29, das von einem späten Ausfall des Duqueine-Racing-Autos mit der Nummer 30 profitierte. Bemerkenswert: Es blieb der einzige Ausfall im gesamten LMP2-Feld.

    LMGT3: Corvette setzt sich durch

    In der LMGT3-Kategorie triumphierte die Corvette Z06 LMGT3.R von TF Sport mit der Startnummer 33. Ben Keating, Nicky Catsburg und Johnny Edgar sicherten dem Team den Klassensieg.

    Keating hatte noch mit den Folgen eines Ellenbogenbruchs zu kämpfen, den er sich neun Wochen zuvor zugezogen hatte. Nachdem er seine vorgeschriebenen Stints bereits am Samstag absolviert hatte, konnten Catsburg und Edgar die Corvette kontrolliert ins Ziel bringen.

    Den zweiten Platz belegte der Lexus des Akkodis ASP Teams mit der Startnummer 78. Das Podium komplettierte der Aston Martin von Heart of Racing mit der Nummer 23.

    Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier zum nachlesen.

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  • Zwischenstand Sonntag: Cadillac führt vor BMW und Toyota

    Zwischenstand Sonntag: Cadillac führt vor BMW und Toyota

    Das Cadillac Hertz Team Jota liegt am Sonntagmorgen bei den 24 Stunden von Le Mans nach einem intensiven Rennen mit nur wenigen Unterbrechungen und größeren Zwischenfällen an der Spitze. Der Cadillac V-Series.R mit der Startnummer 12, pilotiert von Will Stevens, Norman Nato und Louis Delétraz, hält die Führung bereits seit den frühen Morgenstunden.

    Die Temperaturen fielen in der Nacht auf kühle 13 Grad Celsius, sollen im Tagesverlauf jedoch wieder auf das bereits am Samstag herrschende Hitzeniveau ansteigen oder dieses sogar übertreffen.

    Im Laufe der Nacht verloren die Verfolger des führenden Cadillacs zunehmend an Boden. Als ernsthafter Herausforderer verbleibt derzeit lediglich der BMW M Hybrid V8 des BMW M Team WRT mit der Startnummer 20, gefahren von René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde und der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 8.

    Der zweite Cadillac von Hertz Team Jota mit der Startnummer 38, besetzt mit Sébastien Bourdais, Jack Aitken und Earl Bamber, wurde durch eine durchgebrannte Sicherung der Servolenkung zurückgeworfen. Die daraus resultierenden Reparaturarbeiten an der Box kosteten wertvolle Zeit. Auch der Toyota GR010 Hybrid von Brendon Hartley, Sébastian Buemi und Ryo Hirakawa mischte zwischenzeitlich im Kampf um die Spitzenpositionen mit, fiel jedoch nach einer Durchfahrtsstrafe wegen eines Vergehens unter Gelb zurück.

    Die beiden Fahrzeuge von Genesis Magma Racing zeigten über weite Strecken der Nacht eine starke Leistung, wurden jedoch von technischen Problemen gebremst. Einer der Wagen blieb sogar auf der Strecke stehen und löste damit die bereits erwähnte Gelbphase aus. Fahrer Paul-Loup Chatin gelang es jedoch, seinen Genesis GMR-001 Hypercar neu zu starten und das Rennen fortzusetzen.

    Alles offen in LMP2 und GT3

    In der LMP2-Klasse bleibt das Rennen äußerst spannend. Die ersten fünf Fahrzeuge liegen innerhalb von lediglich 30 Sekunden. Angeführt wird das Feld vom Duqueine-Team-Fahrzeug mit der Startnummer 30 und Richard Verschoor am Steuer. Dahinter folgen die beiden Fahrzeuge von Inter Europol Competition, während Proton Competition mit der Startnummer 9 auf Rang vier liegt.

    In der LMGT3-Kategorie führt derzeit die Corvette Z06 GT3.R von TF Sport mit der Startnummer 33, gefahren von Nicky Catsburg, Jonny Edgar und Ben Keating. Keating, der sich aktuell von einem gebrochenen Ellenbogen erholt, hat seine vorgeschriebene Mindestfahrzeit bereits absolviert. Den verbleibenden Teil des Rennens werden daher Catsburg und Edgar bestreiten.

    Alle Bilder von der Le-Mans-Woche sind hier verfügbar.

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  • Hanses: In Le Mans geht ein Traum in Erfüllung

    Hanses: In Le Mans geht ein Traum in Erfüllung

    Für Julian Hanses zählt ein Start bei den 24 Stunden von Le Mans seit Jahren zu seinen größten Karrierezielen. 2026 wird dieser Traum Wirklichkeit: Der 28-Jährige geht im Mercedes-AMG LMGT3 mit der Startnummer 62 für das Team Qatar by Iron Lynx an den Start.

    Hanses und Abdulla Al-Khelaifi verbindet bereits seit längerer Zeit eine enge Zusammenarbeit. Das Duo bestreitet sowohl die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans als auch die European Le Mans Series gemeinsam. Für das Saisonhighlight kommt Giuliano Alesi dazu. Für Hanses ist eine stabile und vertrauensvolle Partnerschaft ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Langstreckensport.

    “Im Motorsport hat es sich dahin entwickelt, dass vieles immer noch auf ein Jahr fokussiert ist. Die meisten Fahrer fahren ein Jahr hier und ein Jahr da. Es ist sehr viel Sprunghaftigkeit im Allgemeinen. Wir aber arbeiten seit drei Jahren zusammen, und das schafft ein gewisses Basis. Abdulla und ich kennen uns gut, wir sind sogar richtige Freunde geworden, und wir können dadurch tiefer sprechen als manch andere Teamkollegen.”

    Mit seinem Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans erfüllt sich Hanses einen lang gehegten Traum. Die Freude über die Nachrichten war dementsprechend groß: “Le Mans war schon immer auf meine Bucket-List. Ich habe das Rennen immer zusammen mit meinem Vater geschaut, und wir hatten beide Tränen in den Augen, als wir gehört haben, dass ich hier starte. Wir arbeiten seit 20 Jahren zusammen darauf hin. Es war auf jeden Fall ein sehr emotionaler Moment.”

    “Ich bin hierhergekommen und bin die ersten Runden gefahren und dachte mir, ich will nirgendwo mehr anders fahren,” erzählt der Mercedes-Fahrer. “Und dann am Mittwoch bin ich im Dunkeln gefahren und habe gedacht, ich habe eigentlich alles erlebt, was ich im Leben erleben möchte. Das war unbeschreiblich, der Peak meines Lebens bisher.”

    Wenn es um seinen Lieblingsabschnitt an der Strecke geht, Hanses ist sich sicher: “Ich mag eigentlich die Passagen, in denen man am Limit ist, der Adrenalinspiegel steigt und man alles geben muss, um schnell zu sein. Von daher sind es auf jeden Fall die Porsche-Kurven, die ich am meisten mag. Da habe ich das größte Grinsen im Gesicht, wenn ich dadurch fahre.”

    Mit Blick auf das diesjährige Rennen zeigt sich der 28-Jährige mit der bisherigen Leistung zufrieden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass keiner der drei Fahrer des Teams zuvor in Le Mans angetreten ist: “ Wir sind ein komplett Rookie-Setup, deswegen streben wir vor allem an, so viel Erfahrung wie nur möglich zu sammeln. Wenn eine gute Position dabei rumkommt – und der Speed ist dafür da –, dann ist das umso schöner. Aber wir wissen auch, Le Mans sucht sich immer den Sieger aus. Also werden wir uns einfach darauf fokussieren, so wenig Fehler wie möglich zu machen und keine Strafen zu bekommen. Das ist für uns das Ziel.”

    Nach Le Mans wird Hanses die verbleibenden Rennen der ELMS-Saison in Imola, Spa-Francorchamps, Silverstone und Portimão bestreiten. Darüber hinaus kann sich der Deutsche weitere Renneinsätze durchaus vorstellen.

    “FIA WEC wäre ein Riesen-Traum, wenn es klappen würde. Ich habe in meiner Karriere viele Hochs und Tiefs erlebt, manche falsche Entscheidungen getroffen. In den letzten Jahren ging es aber ständig aufwärts. ELMS für die komplette Saison war schon eine sehr schöne Überraschung, dazu macht Le Mans die Sache noch schöner. Zukünftig in der WEC zu starten wäre unglaublich, aber ich bin erstmal dankbar für den ganzen Support hier. Man muss einfach jeden Moment genießen, wie er ist, und das große Bild sehen.”

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • 24h Le Mans 2026 Bingo – spiel das Rennen mit

    24h Le Mans 2026 Bingo – spiel das Rennen mit

    Für die 24h Le Mans 2026 haben wir ein eigenes Bingo gebaut. Eine leichte Version für alle, die das Rennen entspannt verfolgen und eine schwere Version mit historischen und absurden Momenten für die Nerds.

    So funktioniert das Le‑Mans‑Bingo

    • Sucht Euch eine Karte aus: leicht oder schwer.
    • Immer wenn eine Szene oder Aussage im Rennen zu einem Feld passt, kreuzt Ihr es an.
    • Wer zuerst fünf Felder in einer Reihe (waagrecht, senkrecht oder diagonal) voll hat, ruft „BINGO!“ und gewinnt die Runde.
    • Ihr könnt alleine spielen, mit Freunden vor dem TV, im Fahrerlager‑Zelt oder digital im Watch‑Along.

    Optional: Wer es richtig durchziehen will, spielt den „Vollkarten‑Modus“ – gewonnen hat hier, wer nach 24 Stunden zuerst alle Felder abgehakt hat.

    Einfacher Spielmodus

    Die leichte Karte ist für den Einfachen Spielmodus. Darauf findest du typische Le‑Mans‑Momente, die fast jedes Jahr passieren: Kommentatorensprüche, Regie‑Bilder, Szenen aus Boxengasse, Slow‑Zones etc. Diese Karte ist ideal, wenn du:

    • mit Freunden oder Familie schaust,
    • eher „casual“ im Thema bist,
    • oder einfach das Rennen bewusster erleben willst, ohne ständig Statistiken nachzuschlagen.

    Schwerer Spielmodus

    Die schwere Karte ist für alle, die Le‑Mans‑Historie atmen. Hier findest du Felder zu legendären Szenen, Rekorden und kuriosen Momenten aus der Geschichte des Rennens. So könnt ihr sie nutzen:

    • Als Ersatz für den leichten Modus, wenn Ihr das Rennen besonders intensiv verfolgen wollt.
    • Parallel zur leichten Karte mit einem Punktesystem (z. B. 1 Punkt für ein leichtes Feld, 3 Punkte für ein schweres Feld).

    Download & Mitmachen

    Beide Bingo‑Karten gibt es hier als kostenlosen Download zum Ausdrucken und fürs Handy. Schnapp dir deine Karte, markiere deine Bingo‑Felder während des Rennens und poste ein Foto in deiner Insta‑Story. Tagge uns mit @endurance_archive – wir teilen die besten Bingo‑Karten, Setups und Le‑Mans‑Momente in unseren Stories.

    -> Download Leichte Version

    -> Download Schwere Version

  • Gray Newell findet bei Le Mans-Debüt zu seiner Bestform

    Gray Newell findet bei Le Mans-Debüt zu seiner Bestform

    Gray Newell, Fahrer des Aston Martin Vantage LMGT3 mit der Startnummer 23 des Teams Heart of Racing, blickt seinem Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans mit Zuversicht entgegen. Im Gespräch mit Endurance Archive sprach er über seine ersten Eindrücke vom berühmtesten Langstreckenrennen der Welt.

    „Bislang war es eine sehr positive Woche“, sagte der 28-Jährige. „Das Auto fühlt sich fantastisch an. Ich würde sogar sagen, dass dies eines der besten Qualifyings war, die ich je gefahren bin. Durch die Road to Le Mans kenne ich die Strecke bereits, sie ist also kein Neuland für mich. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich hier noch einmal einen besonderen Rhythmus gefunden habe.“

    Besonders lobt Gray Newell die Arbeit seines Teams in Le Mans, das ihm und seinen Teamkollegen Eduardo Barrichello und Johnny Adam eine starke Ausgangsposition verschafft hat: „Das Team hat beim Aston Martin Vantage LMGT3 hervorragende Arbeit geleistet. Das Auto fährt sich unglaublich angenehm und vermittelt viel Vertrauen. Man findet leicht das Limit, und wenn man sich darauf verlassen kann, dass das Fahrzeug genau das tut, was man erwartet, wird es deutlich einfacher, schnelle Rundenzeiten zu erzielen.“

    Neben der technischen Arbeit hebt der Amerikaner auch die Atmosphäre innerhalb des Teams hervor. „Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Dinge, die man nicht messen kann: der Teamgeist, die Kultur und die gegenseitige Unterstützung. Das Team versteht das Fahrzeugkonzept, weiß genau, wie es funktioniert und wie man das Maximum herausholt. Das verschafft uns zusätzliche Möglichkeiten und hilft uns dabei, unser volles Potenzial auszuschöpfen.“

    Dank seiner Erfahrung im GT-Sport in den USA und auf internationalen Rennstrecken ist Newell den Herausforderungen des Multiklassen-Rennsports bestens vertraut. Dennoch bringt Le Mans mit seinen zwei schnelleren Fahrzeugkategorien besondere Anforderungen mit sich.

    „Dank des ABS in den LMGT3-Fahrzeugen liegen unsere Bremspunkte ungefähr auf dem Niveau der Hypercars. Durch kontrolliertes Bremsen können wir oft selbst bestimmen, wann wir sie passieren lassen, ohne dabei viel Zeit einzubüßen. Das richtig hinzubekommen, ist anspruchsvoll, aber äußerst befriedigend, wenn es funktioniert.“

    Nach seinem Lieblingsabschnitt auf dem Circuit de la Sarthe gefragt, muss Newell nicht lange überlegen: „Die Porsche-Kurven sind einfach fantastisch. Dort spürt man die Geschwindigkeit am intensivsten. Wir bremsen nur leicht an, um das Auto exakt dort zu platzieren, wo wir es haben wollen – selbst dann, wenn wir schnellere Fahrzeuge vorbeilassen müssen. In diesem Streckenabschnitt muss man jedes Mal hundert Prozent geben. Gleichzeitig spielt die Aerodynamik eine enorme Rolle: Hängt man hinter einem anderen Auto fest, kann man dort innerhalb kürzester Zeit bis zu einer Sekunde verlieren.“

    Mit Blick auf das Rennen am Samstag und Sonntag weiß Newell genau, worauf es ankommt.

    „Bei einem 24-Stunden-Rennen geht es vor allem darum, Fehler zu vermeiden – keine Kollisionen, keine Strafen. Wir müssen unsere Leistung maximieren und gleichzeitig im Hinterkopf behalten, dass es oft besser ist, etwas vorsichtiger zu agieren, um am nächsten Tag noch um ein gutes Ergebnis kämpfen zu können.“

    Unabhängig vom Rennausgang zieht der Amerikaner bereits jetzt ein positives Fazit seiner ersten Le-Mans-Woche.

    „Für mich ist diese Woche schon jetzt ein Erfolg. Ich habe das Gefühl, meinen Rhythmus gefunden zu haben, und gehe mit viel Selbstvertrauen ins Rennen. Manchmal steht man sich selbst im Weg, und das wirkt sich auf die Leistung aus. Doch indem ich mich mit den schnellsten Bronze-Fahrern messen konnte und dabei gute Entscheidungen getroffen habe, habe ich vor allem mir selbst bewiesen, dass ich hierhergehöre.“

    Bild (c) Aston Martin Press Materials

  • Große Namen verpassen nach hektischem Qualifying Hyperpole

    Große Namen verpassen nach hektischem Qualifying Hyperpole

    Das zweite Qualifying für die 24 Stunden von Le Mans hielt einige große Überraschungen bereit, da sich weder die beiden Werks-Peugeots noch der Titelverteidiger, der Ferrari #83 von AF Corse, einen Platz unter den Top 15 sichern konnten. Damit verpassen sie die Hyperpole-Sessions am Donnerstag und gehen von ihren heute festgelegten Startpositionen ins Rennen.

    Da den Teams nur 30 Minuten zur Verfügung standen, um eine schnelle Runde zu setzen, verlief die Session entsprechend hektisch, wobei sich die schnellsten Zeiten im Minutentakt verschoben. Am Ende setzte sich der Alpine #35 von Ferdinand Habsburg mit einer Zeit von 3:23,135 an die Spitze – drei Zehntel schneller als die Pole-Zeit des Vorjahres.

    Zweit- und drittschnellste waren die beiden Cadillacs von Hertz Team JOTA (#12) und Wayne Taylor Racing, was einmal mehr unterstreicht, dass es dem US-Hersteller auf dem Circuit de la Sarthe nicht an Ein-Runden-Tempo mangelt.

    Genesis Magma Racing feierte derweil ein gelungenes Le-Mans-Qualifying-Debüt mit beiden Fahrzeugen. Die GMR-001 mit den Startnummern 19 und 17 belegten die Plätze elf und 13 und ziehen damit beide in die Hyperpole ein.

    McLaren in der LMGT3 im Hintertreffen

    Die wohl größte Überraschung im LMGT3-Qualifying war das Aus für beide McLaren von Garage 59, die sich nicht für die Hyperpole qualifizieren konnten. Die Fahrzeuge mit den Startnummern 10 – der Sieger von Spa – und 58 belegten lediglich die Plätze 17 und 23 und starten das Rennen am Samstag entsprechend aus dem Mittelfeld bzw. hinteren Feld.

    Angeführt wurde die Session von der #34 des Racing Team Turkey by TF (Corvette) mit Peter Dempsey, Salih Yoluç und Charlie Eastwood, die den #77 Ford von Proton Competition mit Powell/Tuck/Priaulx um zwei Zehntelsekunden knapp hinter sich ließ.

    In der LMP2-Kategorie verpassten ausschließlich Pro-Am-Teilnehmer den Sprung unter die Top 15, während sich alle Pro-Fahrzeuge sicher für die Hyperpole qualifizieren konnten. Betroffen waren die #44 Proton Competition, #25 Algarve Pro Racing, #48 RD Limited und #3 DKR Engineering.

    Am Mittwochabend um 22:00 Uhr Ortszeit folgt ein zweistündiges Nachttraining, bevor die Fahrer am Donnerstag ab 20:00 Uhr in der Hyperpole um die Pole-Position kämpfen. Die finalen Ergebnisse könnt ihr hier nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • FP1: Cadillac setzt im ersten Training von Le Mans die Bestzeit

    FP1: Cadillac setzt im ersten Training von Le Mans die Bestzeit

    Cadillac hat bei der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans bereits im ersten freien Training ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Nach der dreistündigen Auftaktsession führte der Cadillac V-Series.R mit der Startnummer 38 die Zeitenliste an, gefolgt vom Schwesterfahrzeug mit der Nummer 101 von Wayne Taylor Racing.

    Die Bestzeit der Session markierte Earl Bamber mit einer Runde in 3:23,786 Minuten. Der Neuseeländer fuhr die Zeit auf seiner vorletzten Runde auf dem 13,6 Kilometer langen Circuit de la Sarthe. Damit blieb er lediglich eine halbe Sekunde über der Pole-Zeit des Vorjahres, die ebenfalls von einem Cadillac V-Series.R erzielt worden war.

    „Wir haben uns vor allem auf die Rennvorbereitung konzentriert – Reifennutzung, Longruns und ähnliche Aspekte“, erklärte Bambers Teamkollege Jack Aitken. „Insgesamt verlief die Session sehr positiv und wir sind mit der aktuellen Fahrzeugbalance zufrieden. Es ging hauptsächlich um Feinarbeit und kleinere Anpassungen, um das Paket weiter zu optimieren.“

    Bambers Bestzeit ragte deutlich heraus: Kein anderer Fahrer kam bis auf 1,5 Sekunden an seine Marke heran. Die zweitschnellste Runde ging an den Schwester-Cadillac von Ricky Taylor, Jordan Taylor und Felipe Albuquerque mit der Startnummer 101.

    Auf Rang drei folgte der BMW mit der Nummer 20 von René Rast, knapp vor dem dritten Cadillac, den Will Stevens auf Platz vier brachte. Für den Titelverteidiger AF Corse verlief die Session hingegen nicht ohne Zwischenfall: Yifei Ye rutschte gegen Ende des Trainings in Mulsanne ins Kiesbett und schlug anschließend in die Reifenstapel ein. Trotz des heftigen Einschlags konnte der Chinese den Ferrari aus eigener Kraft zurück an die Box bringen.

    Pin vor Estre in der LMP2

    In der LMP2-Klasse setzte Doriane Pin bei ihrer Rückkehr nach Le Mans nach zweijähriger Pause ein Ausrufezeichen. Die Französin fuhr im Oreca 07 des Duqueine Teams mit der Startnummer 30 eine Bestzeit von 3:35,248 Minuten und war damit sieben Zehntelsekunden schneller als Porsche-Werksfahrer Kévin Estre im TDS-Racing-Oreca mit der Nummer 14.

    Für Proton Competition verlief die Session dagegen enttäuschend. Der Oreca 07 mit der Startnummer 9 schied bereits nach neun Runden aus, nachdem ein Defekt an der Aufhängung Fahrer Harry King ins Schleudern geraten ließ. Der Brite schlug in die Leitplanken ein und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

    Lexus an der Spitze der LMGT3-Klasse

    In der LMGT3-Kategorie sicherte sich der Lexus RC F GT3 des Akkodis ASP Teams mit der Startnummer 78 die Bestzeit. Jack Hawksworth umrundete den Kurs in 3:55,737 Minuten.

    Augusto Farfus fehlte im BMW M4 GT3 Evo mit der Startnummer 31 lediglich eine Zehntelsekunde auf die Spitze. Sein Markenkollege Sean Gelael brachte den zweiten WRT-BMW mit der Nummer 46 auf Rang drei. Dahinter folgte das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 31, das nur eine Tausendstelsekunde langsamer war.

    Weiter geht es am Mittwochabend mit den Qualifyings. Je eine 30-minütige Session entscheidet über die Startplätze für LMGT3 und LMP2 sowie für die Hypercar-Klasse. Nur die jeweils fünfzehn Schnellsten ihrer Kategorie qualifizieren sich für die Hyperpole-Shootouts am Donnerstag.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Aston Martin an der Spitze am Testtag

    Aston Martin an der Spitze am Testtag

    Das Aston Martin Thor Team sorgte beim offiziellen Testtag zu den 24 Stunden von Le Mans 2026 für eine kleine Überraschung und erzielte in der zweiten von zwei jeweils dreistündigen Sessions die Bestzeit des Tages. Der Brite Tom Gamble fuhr im Aston Martin mit der Startnummer 007 eine Runde in 3:26,293 Minuten und war damit lediglich fünf Hundertstelsekunden langsamer als die Bestmarke des Testtags 2025.

    Die zweitschnellste Zeit ging an den Toyota mit der Startnummer 8, der in 3:26,401 Minuten umrundete. Für den japanischen Hersteller verlief der Testtag jedoch nicht ganz reibungslos: Zu Beginn der ersten Session kollidierte ein außer Kontrolle geratener APR-LMP2-Prototyp mit dem GR010 Hybrid. Dabei wurde Fahrer Ryo Hirakawa kurzzeitig durchgeschüttelt, blieb jedoch unverletzt. Mit der zweitschnellsten Tageszeit zeigte Toyota anschließend, dass das Team weiterhin zu den Favoriten zählt.

    Cadillac und Alpine komplettierten die Top Sechs. Der Cadillac mit der Startnummer 12 lag dabei vor den Alpine-Fahrzeugen mit den Nummern 35 und 36 sowie dem Cadillac mit der Nummer 101.

    In der LMP2-Klasse war der IDEC Sport Oreca 07 mit der Startnummer 28 das schnellste Fahrzeug. Der Niederländer Job van Uitert sicherte dem Team die Bestzeit. Auf Rang zwei folgte der TDS-Racing-Oreca von Mathias Beche, dicht gefolgt von Matthieu Vaxivière im AF-Corse-Fahrzeug mit der Startnummer 183.

    In der LMGT3-Kategorie belegten Ferrari, Porsche und Corvette die ersten drei Plätze. Der AF Corse Ferrari 296 GT3 mit der Startnummer 54 setzte sich mit einer Bestzeit von 3:56,646 Minuten knapp an die Spitze. Der Manthey-DK-Engineering-Porsche mit der Startnummer 91 lag lediglich neun Tausendstelsekunden zurück, während die TF Sport Corvette mit der Startnummer 33 den dritten Platz belegte.

    Der Action geht am Mittwoch, den 10. Juni mit dem ersten freien Training weiter.

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  • Pesage: Le Mans bereit für die Rennwoche

    Pesage: Le Mans bereit für die Rennwoche

    Mit der traditionellen öffentlichen technischen Abnahme (le pesage) im Stadtzentrum ist an diesem Wochenende der Startschuss für die 24 Stunden von Le Mans gefallen. Während die Fans die diesjährigen Fahrzeuge erstmals aus nächster Nähe erleben konnten, nahmen die technischen Kommissare jedes Detail der Rennwagen genau unter die Lupe, um die vollständige Einhaltung des Reglements sicherzustellen.

    Auf der Strecke beginnt die Action am Sonntag, 7. Juni, mit zwei jeweils dreistündigen Testsessions. Dabei haben die Fahrer erstmals seit dem Rennen im vergangenen Jahr wieder die Gelegenheit, den kompletten Circuit de la Sarthe zu befahren. Die erste Session startet um 10:00 Uhr Ortszeit, die zweite folgt um 14:00 Uhr.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Langstrecke für Kids: „Die Helden der langen Nacht“

    Langstrecke für Kids: „Die Helden der langen Nacht“

    Wer schon einmal nachts an der Strecke stand, weiß: Ein 24‑Stunden‑Rennen ist für Kinder mindestens so geheimnisvoll wie für uns Erwachsene. Zwischen grellem Flutlicht, Motorensound und Boxenstopps entsteht diese ganz eigene Stimmung, in der Minuten gleichzeitig rasen und stillstehen. Genau diese Atmosphäre wollte ich in ein Kinderbuch holen – verständlich, spannend und geeignet für Erstleser ab etwa sechs Jahren.

    Mit „Die Helden der langen Nacht – Abenteuer beim 24‑Stunden‑Rennen“ ist jetzt mein erstes Kinderbuch erschienen, das genau dort spielt, wo wir uns mit Endurance Archive zuhause fühlen: an einem legendären 24‑Stunden‑Rennen. Im Mittelpunkt steht Marco, der bei seiner Oma ein altes Rennplakat findet und mit ihr spontan an die Strecke fährt. Zwischen Boxengasse, Tribüne und langer Nacht entdeckt er eine Welt, in der nicht nur Rundenzeiten zählen, sondern vor allem das Zusammenspiel des gesamten Teams.

    Was Kinder in der Boxengasse lernen können

    Langstreckenrennen sind perfekte Lehrstücke für Werte, die im Alltag von Kindern eine große Rolle spielen: Teamarbeit, Rücksicht und Konzentration. Wenn ein Auto nachts zum Boxenstopp hereinkommt, müssen Mechaniker, Ingenieure und Fahrer einander vertrauen – sonst geht nichts. Marco erlebt im Buch, wie im Hintergrund viele Menschen zusammenarbeiten und gemeinsam ein 24‑Stunden‑Rennen möglich machen. Er merkt dabei, dass Fehler passieren dürfen und wie wichtig es ist, fair und rücksichtsvoll miteinander umzugehen.

    Mir war wichtig, dass Motorsport im Buch nicht nur Kulisse ist, sondern ein Umfeld, in dem Verantwortung, Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit eine echte Rolle spielen. Kinder sollen mitfiebern können – und gleichzeitig ganz nebenbei mitnehmen, was ein Team stark macht.

    Die Rückseite vom neuen Kinderbuch für Erstleser: Die Helden der langen Nacht - Abenteuer beim 24-Stunden-Rennen

    Für Fans, Familien und kleine Nachteulen

    Das Buch richtet sich an Kinder im Erstlesealter und an Familien, die ihre Begeisterung für Langstrecke weitergeben möchten. Ob als Vorlesegeschichte vor dem nächsten Rennwochenende oder als erstes „eigenes“ Buch für junge Leserinnen und Leser. Mein erstes Kinderbuch soll Lust aufs Lesen machen und zeigen, warum wir diese lange Nacht an der Strecke so lieben.

    „Die Helden der langen Nacht – Abenteuer beim 24‑Stunden‑Rennen“ erscheint am 8. Juni 2026 als eBook und kann auf allen Plattformen vorbestellt werden. Die Print-Ausgabe ist bereits bei den großen Online‑Plattformen erhältlich und kann auch im örtlichen Buchhandel auf nachfrage bestellt werden. Wer mehr erfahren oder das Buch bestellen möchte, findet weitere Infos und alle Bestelllinks auch auf meiner Autorenseite tobias-schreibt.de.

  • Historischer Doppelsieg für BMW in Spa

    Historischer Doppelsieg für BMW in Spa

    Das BMW M Team WRT zeigte beim 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 2026 eine herausragende Vorstellung und feierte mit den Plätzen eins und zwei einen historischen Doppelsieg.

    Vor mehr als 100.000 Zuschauern überzeugte der BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 20 von Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde mit einer perfekten Mischung aus Tempo, Zuverlässigkeit und strategischer Raffinesse. Das Trio setzte sich am Ende mit einem Vorsprung von nur zwei Sekunden gegen das Schwesterfahrzeug von Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor durch.

    Den Grundstein für den Triumph legte BMW bereits in der Anfangsphase des Rennens. Die Startnummer 20 absolvierte ihren Boxenstopp versetzt zum restlichen Feld und zeitgleich mit dem Toyota #8, um sich im weiteren Rennverlauf eine günstigere Position im Hypercar-Klassement zu sichern.

    Da die Spitzengruppe mit dem Cadillac #12, dem Alpine #35 und dem Peugeot #94 eng beisammenlag, entwickelte sich ein packender strategischer Schlagabtausch zwischen den unterschiedlichen Taktiken und Boxenstopp-Zyklen.

    Mit freier Strecke konnte die #20 ihr Tempo deutlich steigern und sich schrittweise vom restlichen Hypercar-Feld absetzen. Im letzten Renndrittel fiel das Fahrzeug durch den abweichenden Boxenstopp-Rhythmus dann nur auf Rang fünf zurück und genoss an der Spitze bereits einen Vorsprung von rund 50 Sekunden.

    Mehrere Safety-Car-Phasen in der turbulenten Schlussphase ließen diesen Vorsprung allerdings rasch schmelzen. In der letzten Rennstunde entwickelte sich schließlich ein dramatischer Vierkampf zwischen den beiden BMWs, dem Ferrari #50, dem Toyota #7 und dem stark aufholenden Aston Martin #007.

    Mit frischeren Reifen setzte Antonio Fuoco im Ferrari 499P #50 den zweitplatzierten Kevin Magnussen im BMW #15 massiv unter Druck. Trotz mehrerer Angriffsversuche fand der Italiener jedoch keinen Weg am kompromisslos verteidigenden Dänen vorbei.

    An der Spitze brachte Robin Frijns den führenden BMW nach sechs intensiven Rennstunden sicher ins Ziel und löste damit großen Jubel in der WRT-Box sowie ausgelassene Feierlichkeiten unter den belgischen Fans aus.

    „Das ist eine unglaubliche Geschichte für uns“, sagte Rast. „Es hat lange gedauert – wir haben die letzten zwei oder drei Jahre auf diesen Moment hingearbeitet. Jeder im Team hat unglaublich hart gearbeitet, und strategisch haben wir heute alles perfekt umgesetzt. Unseren ersten Sieg in Belgien zu feiern, der Heimat von WRT, macht diesen Erfolg noch besonderer. Es ist einfach ein fantastischer Tag.“

    Mehrere Top-Anwärter schieden in der Schlussphase nach teils heftigen Unfällen aus. Der von Malthe Jakobsen pilotierte Peugeot #94 hatte keine Chance auszuweichen, als sich der Mercedes von Iron Lynx mit der Startnummer 61 direkt vor ihm drehte. Der Ferrari #51 von Alessandro Pier Guidi wurde zudem von einem außer Kontrolle geratenen BMW von Augusto Farfus getroffen.

    Auch der aussichtsreich platzierte Aston Martin #009 fiel nach einer eifrigen Verteidigung von Antonio Félix da Costa im Alpine #35 auf der Kemmel-Geraden zurück. Kurz darauf zerstörte da Costa mit einem Dreher im Raidillon und einem Einschlag in die Leitplanke schließlich auch die Podiumshoffnungen von Alpine.

    McLaren macht Enttäuschung von Imola in der LMGT3 wett

    In der LMGT3-Klasse gelang dem McLaren 720S GT3 Evo #10 von Garage 59 die perfekte Wiedergutmachung für das späte Drama in Imola. Marvin Kirchhöfer, Thomas Fleming und Antares Au fuhren ein fehlerfreies Rennen, behielten trotz zahlreicher Unterbrechungen die Nerven und sicherten sich mit zwei Sekunden Vorsprung den Klassensieg.

    Der Ferrari #21 von Vista AF Corse mit François Heriau, Simon Mann und Alessio Rovera hatte die Ziellinie zwar zunächst als Sieger überquert, erhielt nach einem unsicheren Freigabemanöver beim letzten Boxenstopp jedoch eine Fünf-Sekunden-Strafe. Dadurch fiel das Trio noch auf Rang vier zurück.

    Zu Beginn des Rennens bestimmten die beiden Ford Mustang LMGT3 das Geschehen. Besonders das Fahrzeug mit der Startnummer 77 sorgte für Aufsehen, als Eric Powell bereits in den ersten Runden mit einem spektakulären Überholmanöver in Eau Rouge die Führung übernahm. Wenige Umläufe später verbremste sich Powell jedoch in Stavelot und strandete im Kiesbett.

    In der ersten Rennhälfte lieferten sich der Ferrari #21 und der McLaren #10 ein intensives Duell mit dem Schwesterauto #88 von Giammarco Levorato, Stefano Gattuso und Logan Sargeant. Zwei Durchfahrtsstrafen wegen Überschreitens der Streckenbegrenzungen zerstörten jedoch die Hoffnungen der #88 auf ein Spitzenresultat.

    Platz zwei in der Klasse ging an den Aston Martin #27 von Heart of Racing mit Ian James, Zach Robichon und Matteo Drudi. Rang drei sicherte sich der Porsche #92 von Manthey mit Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz.

    Die nächste Runde der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft bildet zugleich den Saisonhöhepunkt: die 24 Stunden von Le Mans am Wochenende des 13. und 14. Juni. Alle Ergebnisse des Rennens in Spa sind hier verfügbar.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Jakobsen mit sensationeller Pole für Peugeot in Spa

    Jakobsen mit sensationeller Pole für Peugeot in Spa

    Peugeot schreibt im Spa-Qualifying Geschichte, als Malthe Jakobsen die erste Pole für den Hersteller holt, während Lexus die LMGT3-Klasse dominiert und ein Abflug in Eau Rouge für zusätzliches Drama sorgt.

    Zwischen Regenschauern, Windböen und dem typischen Spa-Halbdunkel hat das Qualifying in Spa alles geboten, was man von der Ardennen-Achterbahn erwartet. Malthe Jakobsen holte mit dem Peugeot #94 und einer 2:00.653 Spitzenzeit die erste WEC-Pole der Markenhistorie. Knapp dahinter ist das Feld enger zusammen denn je. Cadillac (nur 0,043 Sekunden langsamer) und Alpine lauern in Schlagdistanz. Für den spektakulärsten Moment des Nachmittags sorgte eben jener Pole-Setter mit einem heftigen Zwischenfall im Bereich Eau Rouge/Raidillon. Sein Hypercar drehte sich am Kurvenausgang und rutsche quer über die Strecke – der Einschlag konnte zum Glück vermieden werden.

    Für das Rennen erwartet uns eine ungewöhnliche Startaufstellung. Hinter dem Peugeot #94 und dem Cadillac #12 folgen beide Alpine auf Startplatz drei und vier. Danach reiht sich der zweite Cadillac vor den Aston Martins ein. Ferrari und Toyota blieben im Qualifying klar hinter den Erwartungen zurück. Der bestplatzierte Ferrari #50 schaffte es nur auf Startplatz acht. Der zweite Werks-Ferrari #51 kam sogar nur auf Position 15, während der AF‑Corse-Ferrari #83 Rang 13 belegte. Auch die Toyota mussten Federn lassen. Die #7 geht von Startplatz 12 ins Rennen und die #8 nur von Rang 16.

    Lexus holte die Pole in Spa in der GT3-Klasse

    LMGT3: Lexus setzt die Messlatte in Spa

    In der LMGT3-Klasse setzte sich Akkodis ASP Team am Ende des Qualifyings durch. Hadrien David holte mit der #78 und einer Zeit von 2:16.612 Minuten die Pole. Dahinter folgt Aston Martin #27, welcher 0,194 Sekunden langsamer war. Die Top Drei komplettiert die #77 von Proton Competition. Bereits im Vorlauf hatte Petru Umbrarescu im Lexus #87 dafür gesorgt, dass beide Fahrzeuge im Shootout vertreten waren. Am Ende stand für die Startnummer 87 eine 2:16.968 und Startplatz vier auf der Ergebnisliste.

    Dahinter reihen sich die GT3-Teams in Sekundenbruchteilen-Abständen auf. Vista AF Corse, Team WRT, Iron Lynx, Manthey und TF Sport liegen allesamt innerhalb weniger Zehntel und sorgen für ein extrem kompaktes Mittelfeld. Damit ist die Basis für einen intensiven Sechs-Stunden-Fight in Spa gelegt.

    Alle Zeiten im Detail gibt es hier zum Nachlesen. Das Rennen startet am Samstag um 14:00 Uhr.

    Bilder © Endurance Archive

  • Ferrari, Aston Martin und Alpine geben in Spa das Tempo vor

    Ferrari, Aston Martin und Alpine geben in Spa das Tempo vor

    Ferrari und das Alpine Endurance Team bestimmten das Geschehen in den freien Trainings zu den 6 Stunden von Spa-Francorchamps, dem zweiten Lauf der FIA World Endurance Championship 2026.

    Der #50 Ferrari 499P mit Antonio Fuoco, Miguel Molina und Niklas Nielsen war unter kalten und feuchten Bedingungen im ersten freien Training am schnellsten und erzielte eine Zeit von 2:02,055 Minuten. Dahinter folgte der #009 Aston Martin Thor Team Valkyrie mit Alex Ribeiras und Marco Sørensen am Steuer, rund eine halbe Sekunde zurück.

    Die drittschnellste Zeit im ersten Training fuhr der #36 Alpine mit Jules Gounon, Victor Martins und Fred Makowiecki – ein Vorgeschmack auf ihre starke Form, die sie auch im zweiten freien Training bestätigten. Unter trockeneren Bedingungen waren die Zeiten dort rund eine Sekunde schneller. Gounon setzte sich schließlich mit einer Runde in 2:01,816 Minuten auf dem sieben Kilometer langen Kurs an die Spitze des Tagesklassements.

    Charles Milesi machte den Alpine-Doppelerfolg in der Hypercar-Klasse perfekt, während der #20 BMW die drittschnellste Zeit erzielte. Der #009 Aston Martin bestätigte seine starke Leistung aus FP1 mit der viertschnellsten Runde in FP2.

    Aston Martin auch in der LMGT3 stark

    Ein weiterer schneller Aston Martin auf dem Circuit de Spa-Francorchamps war der #23 Heart of Racing Vantage AMR LMGT3. Eduardo Barrichello fuhr mit 2:17,769 Minuten die Bestzeit des Tages in der Klasse.

    Die zweitschnellsten Zeiten am Donnerstag gingen an zwei Corvette-Piloten: Peter Dempsey und Charlie Eastwood, beide am Steuer des #34 Racing Team Turkey by TF.

    Probleme gab es im zweiten freien Training für den #78 Akkodis ASP Team Lexus RC F LMGT3: Fahrer Tom van Rompuy verlor ein Rad, wodurch die Session vorzeitig beendet werden musste.

    Weiter geht es am Freitag mit dem dritten freien Training ab 11:00 Uhr Ortszeit.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • United Autosports siegt in Le Castellet

    United Autosports siegt in Le Castellet

    Der Oreca 07 mit der Startnummer 22 von United Autosports, pilotiert von Griffin Peebles, Grégoire Saucy und Ben Hanley, gewann das 4-Stunden-Rennen von Le Castellet – den zweiten Lauf der European Le Mans Series 2026. Das Trio setzte sich vor dem Fahrzeug mit der Startnummer 34 von Inter Europol Competition sowie zwei Fahrzeugen von IDEC Sport durch.

    Den Grundstein für den Erfolg legte der junge Australier Peebles mit einem herausragenden ersten Stint. Vom zweiten Startplatz aus erwischte er einen Blitzstart, übernahm früh die Führung und bestimmte zunächst das Tempo. Saucy knüpfte daran an und steuerte den Oreca 07 im Mittelteil des Rennens souverän durch mehrere Safety-Car-Phasen.

    Hanley übernahm den Schlussstint und schien alles im Griff zu haben, ehe ein Zwischenfall kurz vor Rennende für Spannung sorgte. Rund 15 Minuten vor Schluss setzte Reshad de Gérus im Inter-Europol #34 in der Mistral-Schikane zu einem gewagten Überholmanöver an. Dabei kam es zur Kollision mit Hanley, woraufhin sich beide Fahrzeuge drehten.

    Beide Fahrer konnten das Rennen jedoch ohne nennenswerten Schaden fortsetzen. Hanley behauptete die Führung und sicherte schließlich den Sieg mit acht Sekunden Vorsprung vor de Gérus und Bijoy Garg, die damit ihren zweiten zweiten Platz in Folge einfuhren.

    In der LMP2-Fahrerwertung liegen Hanley, Saucy und Peebles nun mit drei Punkten Vorsprung vor de Gérus und Garg in Führung.

    Drama in der Schlussphase der LMP2 Pro-Am

    In der LMP2-Pro-Am-Kategorie profitierte Nielsen Racing in der Schlussphase von Strafen gegen die Konkurrenz. Die Startnummer 27, pilotiert von Kriton Lentoudis, Alex Quinn und James Allen, lag zunächst auf Rang drei hinter dem AF-Corse-Fahrzeug (#83) und dem CLX-Motorsport-Einsatz (#47).

    Ein Dreher des #47 sowie eine Strafe gegen den #83 warfen beide Konkurrenten zurück, wodurch Lentoudis, Quinn und Allen den Sieg erbten.

    Platz zwei ging an den #99 AO by TF – Spitzname „Spike“ – mit PJ Hyett, Johnny Edgar und Dane Cameron. Den letzten Platz auf dem Klassenpodium sicherte sich der #30 Oreca des Duqueine Teams.

    Inter Europol Competition gewinnt in der LMP3

    Inter Europol Competition machte die Enttäuschung im Gesamtklassement wett. Das Team sicherte sich mit einer fehlerfreien Leistung von Alex Bukhantsov, Henry Cubides Olarte und Jimmy Chou den LMP3-Sieg.

    Die Besatzung des #13 führt nun die Meisterschaft vor dem #5-Team von Rinaldi Racing an, das den siebten Platz belegte. M Racing (#68) und DKR Engineering (#4) komplettierten das Klassenpodium.

    Kessel Racing dominiert in der LMGT3

    Takeshi Kimura, Mathys Jaubert und Daniel Serra im Ferrari 296 LMGT3 Evo von Kessel Racing (#57) knüpften an ihren dritten Platz beim Saisonauftakt in Barcelona an und feierten in Le Castellet den Klassensieg.

    TF Sport, das die Anfangsphase des Rennens dominierte, belegte mit der #33 Corvette Z06 (Blair McDonald, Alex Udell, Charlie Eastwood) den zweiten Platz. Rang drei ging an Mike Wainwright, Lorcan Hanafin und Mex Jansen im #86 Ferrari von GR Racing.

    Die nächste Runde der European Le Mans Series findet im Juli mit dem 4-Stunden-Rennen von Imola statt. Zuvor richten viele Teams ihren Fokus auf den Saisonhöhepunkt: die 24 Stunden von Le Mans.

    Foto (c) ELMS Press Material

  • Premierensieg für Toyota in Imola – Ferrari geschlagen

    Premierensieg für Toyota in Imola – Ferrari geschlagen

    Toyota schockt Ferrari beim WEC‑Auftakt in Imola: Premierensieg für den TR010, Drama in der LMGT3 mit einem geplatzten Debüt‑Traum.

    Toyota Gazoo Racing erwischt den Einstand des neuen TR010 nahezu perfekt. Beim 100. WEC‑Start der Marke holt das Fahrzeug #8 (Brendon Hartley, Ryō Hirakawa und Sébastien Buemi) den 50. Toyota-Sieg – und das ausgerechnet im Wohnzimmer von Ferrari. Auf einer Strecke, auf der Überholen traditionell schwierig ist, waren Toyota und Ferrari auf eine Runde praktisch gleich schnell. Am Ende gab aber eine mutige und konsequent durchgezogene Boxenstrategie den Ausschlag.

    Den Ton bestimmte zunächst Ferrari. James Calado in der #51 verteidigte die Pole gleich von Beginn an. Miguel Molina sortierte Ferrari #50 dahinter ein und die Tifosi auf den vollen Tribünen in Imola bekamen früh das erhoffte Rot‑Rot an der Spitze. Hartley fiel am Start zunächst auf Rang drei zurück, konterte aber schon im ersten Boxenfenster und schnappte sich die #50 mit einer starken Outlap und sauberem Stoppverlauf.

    Ferrari blieb bis zum Schluss dicht hinter dem Toyota TS010

    Die Strategie entscheidet das Rennen für Toyota

    Der eigentliche Stich ins Ferrari‑Konzept folgte im zweiten Service. Toyota ließ am Wagen #8 die Reifen drauf, schickte Ryō Hirakawa mit gebrauchten Pneus zurück auf die Strecke und der Japaner kam vor Alessandro Pier Guidi in der #51 wieder raus. Entscheidend: Kurz nach Abschluss dieses Stopps rückte die Rennleitung das Feld mit einer Virtual‑Safety‑Car‑Phase ein.

    Toyota konnte so noch einmal ohne Zeitverlust frische Reifen nachlegen, während Ferrari auf der Strecke bleiben musste – ein doppelter strategischer Wirkungstreffer, der dem #8 nicht nur die Führung, sondern auch den Reifenvorteil in der Mitte des Rennens sicherte. Pier Guidi blieb Hirakawa im Mittelstint zwar permanent im Rückspiegel, fand aber auf der schmalen Linie von Imola keinen Weg vorbei.

    Am Ende blieb Toyota unangefochten an der Spitze und entschied den Saisonauftakt für sich. Ferrari schaffte es trotz zahlreicher Mühen im letzten Renndrittel nicht wieder nach vorn. Hinter der siegreichen Nummer 8 komplettieren Kobayashi, Conway und de Vries im #7 das Toyota‑Podium mit Rang drei. Als beste Verfolger sichern sich Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi im Ferrari #51 den zweiten Platz und.

    Beim ersten Rennen zeigte Neuzugang Genesis eine gute Figur

    Alpine stark, Genesis überrascht

    Im vorderen Mittelfeld meldet sich Alpine mit einem sauber gefahrenen Rennen zurück in der erweiterten Spitzengruppe. António Félix da Costa, Charles Milesi und Ferdinand Habsburg bringen den A424 #35 auf Platz vier nach Hause. Kein Schlaglichtmoment, aber ein wertvoller Formcheck, der zeigt, dass das französische Paket auf eine Renndistanz konkurrenzfähig ist. Rang fünf geht an den BMW #20, der sich im dichten Verkehr der Schlussphase unter anderem gegen den starken Ferrari #50 behaupten konnte.

    Der zweite Ferrari hingegen rettet sich nach einer frühen Drive‑Through wegen eines Gelbverstoßes auf Platz sechs. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass der identisch bestrafte Cadillac #12 am Ende nur als 13. gewertet wird. Dahinter folgen der zweite BMW (#15), der Cadillac #38 sowie der Aston Martin #007 und der AF Corse Ferrari #83, welche die Top‑10 komplettieren.

    Peugeot erlebt hingegen einen herben Realitätsschock. Die starke Qualifying‑Vorstellung der #94 lässt sich im Rennen nicht ansatzweise bestätigen. Am Ende steht statt Kampf ums Podium nur Rang zwölf auf dem Tableau. Der Schwesterwagen #93 fällt nach einem Ausrutscher von Neuzugang Nick Cassidy direkt nach einem Stopp weit zurück. Positiv überrascht hingegen Genesis Magma Racing. Der neue GMR‑001 mit der #17 hält sich lange in den Top‑10, bevor er als 15. gewertet wird. Die #19 kämpft sich nach einem Sensorproblem und frühem Boxenstopp noch auf Platz 17 in der Hypercar‑Klasse.

    BMW holte den 1. Platz in der LGT3 in Imola

    LMGT3: WRT profitiert vom McLaren‑Drama

    In der LMGT3‑Klasse erzählt Imola eine dieser Geschichten, die Langstreckenrennen prägen: Lange alles im Griff, dann ein Defekt – und der sicher geglaubte Sieg ist weg. Für Garage 59 hätte das WEC‑Debüt mit dem McLaren #10 kaum besser beginnen können. Tom Fleming setzt das Auto am Samstag sensationell auf die Pole. Auch zu Rennbeginn behauptet sich das Trio Au, Fleming und Kirchhöfer konstant an der Spitze.

    Den scheinbar entscheidenden Moment setzt Fleming zu Beginn der vorletzten Stunde, als er sich nach einem Stintlange Duell in Tamburello an der TF‑Sport‑Corvette von Jonny Edgar vorbeibremst. Kirchhöfer übernimmt mit frischeren Reifen, kontrolliert das Tempo und hat 35 Minuten vor Schluss einen komfortablen Vorsprung – bis ein elektrisches Problem den McLaren auf der Start‑/Zielgeraden schlagartig einbremst. Vom Traum‑Debüt bleibt zunächst nur die bittere Erkenntnis, dass selbst eine perfekte Strategie technisch nicht abgesichert ist.

    Der McLaren von Garage 59 holte die Pole aber hatte Pech kurz vor Schluss

    Die Nutznießer sitzen im BMW #69: Anthony McIntosh, Parker Thompson und Dan Harper hatten sich von Beginn an im Vorderfeld festgebissen und profitieren nun vom Pech der Konkurrenz. Harper übernimmt für den Schlussstint, dicht verfolgt durch Nicky Catsburg in der TF Sport Corvette #33. Catsburg reduziert den Rückstand von sechs auf zwei Sekunden und startet in der letzten Runde einen finalen Angriff, doch Harper hält dem Druck stand und bringt den BMW mit 0,265 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

    Porsche stark, Lexus im Pech

    Hinter dem siegreichen BMW und der knapp geschlagenen Corvette komplettiert der „The Bend“ Manthey Porsche das Podium. Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz fingen sich früh im Rennen einen Dreher ein, arbeiteten sich aber mit sauberer Pace und cleveren Stopps wieder nach vorne. Dahinter landet die Schwester‑Crew im DK‑Engineering Porsche #91 vor dem BMW #32 und dem AF Corse Ferrari #21.

    Der Ford Mustang #88, der zu Rennbeginn überraschend lange an der Spitze mitmischt, fällt in der Schlussphase noch auf Rang sieben zurück. Garage 59 schickt den reparierten #10 McLaren nach einem langen Stopp in der Box immerhin noch einmal für die letzte Runde auf die Strecke und sichert so Platz 13 in der Klasse – ein kleines Trostpflaster nach dem geplatzten Siegtraum.

    Für beide Lexus-GT3-Fahrzeuge hätte das Rennen besser ausgehen können - das Potential war vorhanden

    Für Akkodis ASP wird Imola zum frühen Tiefpunkt. Beide Lexus, obwohl aus den Startreihen zwei und drei gestartet, werden kurz nach dem ersten Boxenstopp von augenscheinlich ähnlichen Getriebeproblemen getroffen. Die #87 muss direkt an der Strecke abgestellt werden, die #78 kehrt nach längerer Reparatur zwar noch ins Rennen zurück, spielt im Klassement aber keine Rolle mehr.

    Mit Imola hat die WEC damit gleich zum Auftakt den Ton gesetzt: Die Hypercar‑Spitze ist enger denn je, Strategieentscheidungen unter Gelb oder VSC können Rennen gewinnen – oder verlieren – und in der LMGT3 reicht eine einzige elektrische Komponente, um aus einem sicheren Sieg eine bittere Fußnote in der Ergebnisliste zu machen. Die vollständigen Rennergebnisse gibt es hier.

    Bilder © Endurance Archive

  • Ferrari entreißt Toyota in Imola in letzter Sekunde die Pole-Position

    Ferrari entreißt Toyota in Imola in letzter Sekunde die Pole-Position

    Ferrari startet beim 6-Stunden-Rennen von Imola 2026 von der Pole-Position, nachdem die packende Hyperpole-Session bis in die letzten Sekunden offen blieb. Der Ferrari 499P mit der Startnummer 51, pilotiert von Antonio Giovinazzi, hob sich das Beste bis zum Schluss auf und verwies den Toyota #8 sowie die beiden Ferrari #50 und Peugeot #94 auf die Plätze.

    Da die Hypercar-Teams eng beieinander lagen, kam es auf den Zeitentafeln zu ständigen Verschiebungen, während die Fahrer ihre schnellen Runden absolvierten. Den ersten Richtwert setzte Malthe Jakobsen im Peugeot 9X8 #94: Mit einer Zeit von 1:30,237 sicherte sich der Däne nach den ersten Versuchen die vorläufige Pole.

    Anschließend konterte Ryo Hirakawa im überarbeiteten Toyota GR010 Hybrid und unterbot Jakobsens Zeit mit einer 1:30,138. Als sich bereits abzeichnete, dass der japanische Hersteller die Oberhand behalten könnte, gelang Antonio Giovinazzi in seinem letzten Versuch eine perfekte Runde: Mit 1:30,127 überquerte er die Ziellinie und sicherte sich die Pole-Position.

    Den dritten Platz belegte der Schwesterwagen #50 mit Antonio Fuoco am Steuer, gefolgt vom Peugeot #94 auf Rang vier und dem Cadillac #12 auf Platz fünf. Bemerkenswert: Die ersten vier Fahrzeuge trennten lediglich drei Hundertstelsekunden – ein eindrucksvoller Beleg für die Ausgeglichenheit im Feld.

    Debüt-Pole für Garage 59

    In der LMGT3-Klasse ging die Pole-Position an den McLaren #10 von Garage 59, gefahren von Antares Au. Damit feiert das Team einen gelungenen Einstand in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Lexus bestätigte seine starke Form aus der Vorsaison und sicherte sich mit den beiden RC F LMGT3 von Akkodis ASP die Plätze zwei und drei.

    Das Rennen startet am Sonntag um 13:00 Uhr Ortszeit und geht über sechs Stunden.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Ferrari an der Spitze, Toyota und Alpine in Imola dicht auf den Fersen

    Ferrari an der Spitze, Toyota und Alpine in Imola dicht auf den Fersen

    Ferrari startete mit starken Leistungen in den freien Trainings zum 6-Stunden-Rennen von Imola 2026 in die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Der italienische Hersteller führte sowohl die erste als auch die dritte der drei Sessions an, während Alpine im zweiten Training die Bestzeit setzte.

    Der Freitag begann auf grüner Strecke, nachdem Regen zuvor im Wochenverlauf das Wetter bestimmt hatte. Ferrari fand offenbar am schnellsten in den Rhythmus: Die drei Fahrzeuge des Teams belegten die ersten drei Plätze der Session, wobei Robert Kubica mit einer Runde in 1:31,739 die Bestmarke setzte.

    Diese Zeit wurde im zweiten freien Training von mehreren Fahrern aus den Top Ten unterboten. Charles Milesi erzielte im Alpine mit der Startnummer 35 die schnellste Runde, gefolgt von Nyck de Vries im Toyota mit der Startnummer 7.

    Am Samstagmorgen herrschten auf dem Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari frühsommerliche Bedingungen. Dank der verbesserten Streckenhaftung wurden im dritten freien Training die bislang schnellsten Zeiten gefahren. Antonio Fuoco setzte sich im Ferrari mit der Startnummer 50 an die Spitze und umrundete die 4,9 Kilometer lange Strecke in 1:30,370.

    Das neue Team Genesis Magma Racing absolvierte ein weitgehend problemloses freies Training und belegte am Samstag mit seiner Leistung den zwölften Platz.

    Aston Martin vorn in LMGT3

    In der LMGT3-Klasse setzte der Italiener Mattia Drudi im Aston Martin #27 von Heart of Racing die bislang schnellste Zeit des Wochenendes. Im dritten freien Training war er lediglich 0,025 Sekunden schneller als Jonny Edgar im Corvette #33 von TF Sport. Der Mercedes-AMG #61 von Iron komplettierte die Top drei und deutete mit der drittschnellsten Zeit einen vielversprechenden Saisonstart an.

    Das Programm wird am Samstagnachmittag mit der Hyperpole fortgesetzt, bevor das Rennen am Sonntag um 13:00 Uhr Ortszeit startet.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Unsere Bilder vom Prolog in Imola

    Unsere Bilder vom Prolog in Imola

    Mit dem Prolog in Imola ist die FIA WEC in Ihre Saison 2026 gestartet. Unser Fotograf Walter war vor Ort und hat beide Sessions festgehalten.

    Der Prolog ist traditionell der erste Schlagabtausch jeder neuen WEC-Saison. Die Teams gehen erstmals vor versammelter Mannschaft auf die Strecke, testen Ihre neuen Fahrzeuge und geben eine grobe Tendenz für die ersten Rennen. Eine kombinierte Ergebnissliste mit den Zeiten beider Sessions haben wir hier verlinkt. Weitere Informationen zu den 6 Stunden von Imola gibt es hier.

    Der Prolog in Imola aus Sicht unseres Fotografen

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    Bilder © Endurance Archive

  • Forestier Racing stiehlt Nielsen den ELMS-Auftakt

    Forestier Racing stiehlt Nielsen den ELMS-Auftakt

    Die European Le Mans Series (ELMS) ist mit einem intensiven, von Zwischenfällen geprägten Saisonauftakt in Barcelona gestartet. Am Ende jubelte der Titelverteidiger: Forestier Racing by Panis trotz mehrerer Strafen.

    Schon auf den ersten Metern wurde klar, dass die 4 Stunden von Barcelona kein Spaziergang werden. In der LMP2-Pro/Am-Gruppe drehte sich der Proton-Oreca mit der Startnummer 9 von Jonas Ried quer über die Strecke und wurde von Giorgios Kolovos im CLX-Motorsport-Oreca getroffen. Kurz darauf rutschte auch der Nielsen-Racing-Oreca #27 in die Szene hinein. Parallel dazu verlor Antti Rammo im DKR-Ligier beim Anbremsen von Kurve 1 die Kontrolle, rutschte über die Kerbs und räumte zwei weitere LMP3-Fahrzeuge ab – alle drei blieben im Kies stecken.

    Die Rennleitung reagierte zunächst mit dem Safety Car, wenig später folgte die rote Flagge, um Fahrzeuge zu bergen und die Strecke zu säubern. Kolovos klagte nach dem Aussteigen über Rückenschmerzen, wurde vorsorglich auf einer Trage abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte diagnostiziert einen Bruch des L2-Wirbels – der Grieche ist stabil und steht unter Beobachtung. Die übrigen beteiligten Piloten konnten das Medical Centre nach Checks wieder verlassen. Die knapp 25 Minuten Unterbrechung wurden nach dem Restart auf die Renndistanz aufgeschlagen.

    LMP§ Race start during the 4h of Barcelona, Round 1 of the 2026 European Le Mans Series, from April 9th to 12th on the Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmelo, Barcelona, Spain - Photo Marcel Wulf / European Le Mans Series - FocusPackMedia
    Der Start des ersten ELMS-Rennens 2026 in Barcelona.

    Strafenfestival für Forestier Racing

    Beim Restart führte zunächst der Inter-Europol-Oreca #34 mit Bijoy Garg, vor Louis Rousset im Forestier-Oreca #29. Doch das blieb nicht lange so denn für die Titelverteidiger folgten gleich mehrere Strafen am Stück. Zunächst kassierte Rousset eine Drive-Through-Strafe wegen eines Fehlers beim Startprozedere und fiel im Klassement zurück. Später kamen zwei Zehn-Sekunden-Strafen hinzu – einmal wegen Missachtung der Anweisungen des Rennleiters in Kurve 2, außerdem wegen Überholens außerhalb der Track Limits.

    Vorne übernahm zwischenzeitlich der United-Autosports-Oreca #22 mit Griffin Peebles die Spitze, nachdem der Australier Garg in Kurve 13 überholte. Auch im LMP2-Pro/Am-Feld ging es eng zu: Giorgio Roda (Duqueine Team) und PJ Hyett (AO by TF) duellierten sich rundenlang um die Führung, bis sich Roda kurz vor Ende der ersten Stunde in Kurve 3 verbremste und Hyett vorbeiließ. Ein Abflug des IDEC-Sport-Orecas #28 von Paul Lafargue in Kurve 5 führte zunächst zum Virtual Safety Car und anschließend erneut zum Safety Car.

    Langer Weg zur Spitze und dramatische Schlussphase

    Nach weiteren Neutralisationen – unter anderem nach einem Kontakt zwischen dem AO-by-TF-Oreca #99 und dem IDEC-Sport-Oreca #28 – sortierte sich das Feld allmählich. Als das Rennen in die letzte Stunde einbog, lag plötzlich der Nielsen-Racing-Oreca #24 mit Jack Doohan an der Spitze, rund elf Sekunden vor Ben Hanley im United-Autosports-Oreca #22, Esteban Masson im Forestier-Oreca #29 und Reshad De Gerus im Inter-Europol-Oreca #34. Inter Europol spielte derweil eine alternative Strategie: De Gerus blieb länger draußen, baute einen Vorsprung von rund 40 Sekunden auf und kam erst spät zum Splash-and-Dash.

    In der Schlussphase nutzte Masson den Verkehr perfekt, arbeitete sich zunächst auf Platz zwei vor und nahm anschließend die Verfolgung des führenden Inter-Europol-Orecas auf. De Gerus konnte den Nielsen-Racing-Oreca von Doohan nicht mehr hinter sich halten und fiel auf Rang drei zurück. Doch das Drama war noch nicht vorbei: Auf der letzten Runde brach am führenden Nielsen-Oreca ein Querlenker, Doohan schleppte sich nur noch langsam um den Kurs.

    Masson nutzte die Gelegenheit, übernahm und sah schließlich als Gesamtsieger die Zielflagge in Barcelona – ein kaum erwarteter Auftaktcoup für Forestier Racing by Panis trotz dreifacher Strafe und schwieriger Anfangsphase. De Gerus im Inter-Europol-Oreca #34 und Hanley im United-Autosports-Oreca #22 komplettierten das Podium.

    20 JENSEN Michael (DEN), TRULLI Enzo (ITA), JAKOBSEN, Malthe (DEN), ALGARVE PRO RACING, #20, Oreca 07 - Gibson, LMP2 PRO/AM, action during the official Test days of the 2026 European Le Mans Series, from April 4th to 5th on the Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmelo, Barcelona, Spain - Photo Marcel Wulf / European Le Mans Series - FocusPackMedia
    Algarve Pro Racing holte im blauen LMP2-Boliden den Pro/Am-Sieg.

    Siege für Algarve Pro Racing und Rinaldi Racing

    In der LMP2-Pro/Am-Klasse setzte sich nach einer turbulenten Distanz Algarve Pro Racing durch. Das Team profitierte von Fehlern und Zwischenfällen der Konkurrenz und holte vor AF Corse und Duqueine Team den Klassensieg.

    Im Rennverlauf spielte sich zudem AO by TF immer wieder nach vorn, verlor jedoch durch die Kollision von Dane Cameron im Oreca #99 mit dem IDEC-Sport-Oreca #28 in Kurve 11 alle Chancen auf den Sieg. Ganz am Ende drehte Malthe Jakobsen im APR-Oreca #20 noch richtig auf, arbeitete sich durch das Feld und brachte das Auto 19 Sekunden vor dem AF-Corse-Oreca #83 von Antonio Fuoco ins Ziel. Der Duqueine-Oreca #30 folgte mit weiteren sechs Sekunden Rückstand.

    In der LMP3 gab es über weite Strecken einen engen Mehrkampf zwischen mehreren Teams. Zunächst führte Douwe Dedecker im Eurointernational-Ligier #11 vor Pierre-Alexander Provost im R-ace-GP-Duqueine #85 und Alvise Rodella im Rinaldi-Ligier #5. Im Ziel jubelte aber Rinaldi Racing. Mikkel Gaarde Pedersen brachte den Ligier #5 mit elf Sekunden Vorsprung auf den R-ace-GP-Duqueine ins Ziel. Der Inter-Europol-Ligier #13 komplettierte die Top-3, 2,3 Sekunden hinter dem Duqueine.

    LIETZ, Richard (AUT), PROTON COMPETITION, Porsche 911 GT3 R LMGT3, #75, LMGT3, portrait, SARGENT, Thomas (USA), PROTON COMPETITION, Porsche 911 GT3 R LMGT3, LMGT3, portrait during the 4h of Barcelona, Round 1 of the 2026 European Le Mans Series, from April 9th to 12th on the Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmelo, Barcelona, Spain - Photo JAN PATRICK WAGNER / European Le Mans Series - FocusPackMedia
    Porsche bestritt das erste Saisonrennen in einer historischen Silber-Lackierung.

    LMGT3: Porsche-Sieg im historischen Design

    Auch in der LMGT3-Klasse wurde einiges geboten – inklusive einer emotionalen Siegesstory für Porsche. Proton Competition setzte sich hier am Ende mit der Startnummer 75 durch. Tom Sargent überquerte die Ziellinie im Porsche 911 knapp drei Sekunden vor dem United-Autosports-McLaren 720S #23. Die besondere Note: Die Proton-Lackierung erinnert an den ersten Klassensieg von Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans 1951.

    Zuvor hatte Abdulla Ali Al-Khelaifi im Mercedes-AMG #62 das Tempo bestimmt, bevor er an Julian Hanses übergab, der sich gegen den heranstürmenden Porsche von Richard Lietz wehren musste. Lietz fand zwar keinen Weg vorbei, bereitete aber den Boden für Sargents Schlussstint. Eine spätere Kollision zwischen der TF-Sport-Corvette #33 und dem GR-Racing-Ferrari #86, in die auch die Kessel-Ferrari #74 verwickelt war, brachte weitere Unruhe und ein Full Course Yellow ins Rennen.

    In der Schlussphase schnappte sich Daniel Serra im Kessel-Ferrari #57 noch den letzten Podiumsplatz und machte damit den Markenmix Porsche–McLaren–Ferrari auf dem Treppchen perfekt.

    Die finalen Ergebnisse aller Teilnehmer gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Marcel Wulf & Jan Patrick Wagner – FocusPackMedia via European Le Mans Series Pressematerial

  • Bulgariens neues Tor zum Langstrecken-Motorsport

    Bulgariens neues Tor zum Langstrecken-Motorsport

    Eine traumhafte Bergkulisse, ein FIA‑Grade‑3‑Layout und Potenzial für Langstrecken-Motorsport prägen den neuen A1 Motor Park in Bulgarien.

    Der europäische Strecken-Vielfalt bekommt Zuwachs – diesmal jedoch nicht irgendwo zwischen Atlantik und Nordsee, sondern tief im Rila‑Gebirge südlich von Sofia. Mit dem A1 Motor Park ist in Samokov vor wenigen Wochen eine neue Rennstrecke an den Start gegangen, die nicht nur für Bulgarien, sondern für die gesamte Balkanregion motorsportlich Neuland bedeutet.

    Auf 3,9 Kilometern, eingerahmt von Bergen und oft noch schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund, trifft modernes Streckendesign auf eine Kulisse, die man im GT‑ oder Tourenwagen‑Sport bislang eher mit Ski‑WM als mit Boxenstopps verbindet.

    Der Kurs selbst wirkt wie ein Statement gegen die beliebigen „Asphaltwüsten“ der vergangene Jahre. Es warten 15 Kurven, kaum Füllpassagen, eine rund 900 Meter lange Gerade und ein Layout, das von der ersten Installationsrunde an nach „Fahrerstrecke“ aussieht.

    Ein Layout mit Langstrecken-DNA

    Vor allem der letzte Sektor mit seinen technischen Kombinationen fordert Rhythmus und Präzision – genau jene Zutaten, die über Stunden hinweg den Unterschied zwischen kontrollierter Pace und schleichendem Zeitverlust ausmachen. Auf der langen Geraden dürfen GT‑Fahrzeuge knapp an die 280 km/h heran, bevor es bergab in die erste Bremszone geht.

    Dass der A1 Motor Park nach FIA‑Grade‑3‑ und FIM‑Grade‑B‑Standard gebaut wurde, merkt man den Auslaufzonen und der Infrastruktur an. Hier ist kein ambitionierter „Trackday‑Ring“ entstanden, sondern eine Strecke, die von Beginn an für ernsthaften Wettbewerb gedacht ist. Besonders spannend ist zudem die Einordnung im Langstrecken‑Kontext.

    Eine traumhafte Bergkulisse, ein FIA‑Grade‑3‑Layout und Potenzial für Langstrecken-Motorsport prägen den neuen A1 Motor Park in Bulgarien.
    Das Layout vom neuen A1 Motor Park in Bulgarien – © A1-Motorpark (LTHProductions – Thoussaint Liam)

    Mit seiner Homologation öffnet der A1 Motor Park die Tür für GT‑Langstreckenrennen, nationale und regionale Serien sowie Markenpokale mit 2‑ bis 8‑Stunden‑Formaten. Die Charakteristik passt: Die technische Mittel‑ und Schlusssektion belohnt sauberes Reifen‑ und Verkehrmanagement, während die lange Gerade ein klarer Überholpunkt bleibt, an dem sich Mehrklassen‑Felder sortieren können.

    Gerade auf Dauer dürfte der Kurs jene Teams belohnen, die ihr Paket nicht nur auf eine schnelle Quali‑Runde, sondern auf konstante Rundenzeiten im dichten Verkehr ausgelegt haben. Erste Referenzzeiten um die 1:31 Minuten zeigen, dass das Layout für moderne GT‑Fahrzeuge ausreichend Tempo bereithält, ohne in reine High‑Speed‑Monotonie zu verfallen.

    Das motorsportliche Zentrum für den Balkan

    Für die Region hat der A1 Motor Park eine Bedeutung, die über die bloße Zahl neuer Streckenkilometer hinausgeht. Bulgarien verfügt damit über seine erste voll homologierte, international anschlussfähige Rennstrecke – und die Balkanhalbinsel insgesamt gewinnt einen Schauplatz, den es bisher in dieser Form nicht gab.

    Teams aus Südosteuropa mussten für Testprogramme und Langstrecken‑Auftritte bislang weite Wege nach Mitteleuropa in Kauf nehmen. Samokov bietet ihnen nun einen „Home Track“, der logistisch erreichbar ist und gleichzeitig hoch genug hängt, um auch internationale Serien anzulocken. Boxengebäude, Race Control, Hospitality und Zuschauerkapazitäten im fünfstelligen Bereich unterstreichen den Anspruch, mehr zu sein als nur ein weiterer Punkt für Trackday‑Kalender.

    Das Team vom A1 Motor Park bei der Eröffnung im März
    Die Berge des Rila‑Gebirges sind allgegenwärtig am A1 Motor Park – © A1-Motorpark (LTHProductions – Thoussaint Liam)

    Dass eine neue Strecke 2026 überhaupt eröffnet, ist für sich genommen schon bemerkenswert. In vielen europäischen Ländern dominieren Debatten über Lärmschutz, Nutzungseinschränkungen oder drohende Schließungen traditionsreicher Anlagen. Vor diesem Hintergrund wirkt der A1 Motor Park fast einmalig. Ein bewusst gesetztes Signal, dass Motorsport seinen Platz haben kann, wenn moderne Sicherheits‑ und Umweltstandards von Anfang an mitgedacht werden. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch eine traumhafte Bergkulisse, welche auf TV‑Bildern sofort wiedererkennbar sein dürfte.

    Für den Langstrecken‑Sport ist der A1 Motor Park deshalb weniger eine Randnotiz, sondern eher eine offene Einladung. Noch stehen konkrete 4‑, 6‑ oder 8‑Stunden‑Rennen auf GT‑Niveau am Anfang der Diskussion. Aber die nötigen Zutaten sind alle da. Es wartet eine Region mit motorsportlichem Nachholbedarf und eine Strecke, die 2026 genau das verspricht, was im dicht gepackten europäischen Kalender selten geworden ist – echter Neuland‑Charakter.

    Bilder © A1-Motorpark (LTHProductions – Thoussaint Liam)

  • ALMS-Rückblick 25/26: Wüsten-Finale, Titel‑Drama und Le‑Mans‑Tickets

    ALMS-Rückblick 25/26: Wüsten-Finale, Titel‑Drama und Le‑Mans‑Tickets

    Die Asian Le Mans Series (ALMS) hat in Dubai und Abu Dhabi noch einmal gezeigt, warum sie längst mehr ist als nur der “kleine Ableger” der WEC. Wir blicken zurück auf die Saison 25/26.

    Was in der Wüste entschieden wurde

    Als sich der Tross der Asian Le Mans Series aus Sepang verabschiedete und in Richtung Dubai und Abu Dhabi aufbrach, war die Saison scheinbar bereits entschieden. Doch was dann folgte, war genau das, was Langstrecken‑Fans lieben – ein Spannungsbogen vom dominanten Titelrun bis zum Zitterfinale, mit all den kleinen Brüchen und Zufällen.

    Das Rekordfeld, die Dichte an Profis und Werksfahrern sowie die Aussicht auf die Le‑Mans‑Wildcards hoben das sportliche Gewicht deutlich an. Wer hier in den Emiraten unter die Top‑Teams wollte, brauchte Nervenstärke, gute Planung und viel Glück.

    Dubai: Der Doppelerfolg von CrowdStrike Racing

    In Dubai zwängten sich 48 Fahrzeuge mit 142 Fahrer aus 35 Nationen durch das Autodrom, ein Rekordfeld, das in den vier Stunden praktisch jede Runde eine andere Konstellation im Verkehr bot. Gerade auf diesem Kurs wurde deutlich, wie brutal der Mix aus Prototypen und GT3 für die Fehlerquote sein kann, wenn die Abstände auf der Strecke zu gering sind.

    CrowdStrike Racing by APR machte hier ernst: Der Oreca mit George Kurtz, Malthe Jakobsen und Louis Delétraz setzte mit einem Doppelsieg in der Wüste ein fettes Ausrufezeichen in Richtung Titel. Pace, Strategie und ein fast schon unverschämt sauberes Überrundungsmanagement legten den Grundstein für den späteren LMP2‑Coup. Beide Rennen konnte die Mannschaft für sich entscheiden und im Meisterschaft-Duell direkt mit Cetilar Racing gleichziehen.

    Hinter ihnen tobte in allen Klassen das, was die Serie seit Jahren auszeichnet. Wer nur “Kilometerschrubben” erwartet hatte, bekam ein permanentes Gerangel um Track Position, FCY‑Fenster und Reifenzustand serviert.

    GT und LMP3: Zwischen Risiko und Konstanz

    Im GT‑Feld war Dubai der Ort, an dem sich die Meisterschaft in die Köpfe der Protagonisten fräste. Kessel Racing mit Dustin Scott Blattner, Chris Lulham und Dennis Marschall mussten sich hier erstmals entscheiden, welchen Kurs sie einschlagen: volles Risiko auf den Einzelsieg oder der lange Blick auf die Punkte. Mehr als einmal entschieden Boxenfenster und ein verspäteter Splash‑and‑Dash in den letzten Rennminuten über Sieg oder Podium, während im Hintergrund schon gerechnet wurde, ob das für den großen Wurf in Abu Dhabi reichen könnte.

    Gleichzeitig zeigte die LMP3 mit den künftigen Titelträgern von CLX Motorsport, dass Konstanz auch in einem Feld mit den neuen LMP3‑Gen3‑Fahrzeugen mehr wert sein kann als spektakuläre Einzelauftritte. Während sich andere Programme an Set‑up‑Fenstern und Kinderkrankheiten der neuen Autos abarbeiteten, lieferte CLX über das Wochenende konstant solide Stints ab. Das war nicht immer spektakulär, aber im Saisonkontext Gold wert. So entstand in der „kleinen“ Prototypenklasse ein Meisterschaftsbild, das weniger vom großen Knall, sondern von sauberer Detailarbeit geprägt war.

    Abu Dhabi: Titel, Druck und Nervenkitzel

    Abu Dhabi brachte dann den Schlusspunkt der kompakten ALMS-Saison. Die Strecke war eine echte Brennkammer, in der die Meisterschaften in Echtzeit durchgerechnet wurden. Yas Marina mit seiner Mischung aus schnellen Passagen, engen Infield‑Sektionen und Nachtrhythmus stellte in beiden Rennen ganz andere Anforderungen an Reifen, Bremsen und Konzentration als Dubai. Dazu kam der mentale Druck, dass jeder Fehltritt im Dunkeln die gesamte Winterarbeit zunichtemachen konnte.

    Im ersten 4‑Stunden‑Rennen von Abu Dhabi setzte CrowdStrike Racing by APR ihre Performance aus Dubai fort. Vorne dabei, taktisch fehlerfrei und mit dem Wissen, dass jeder Punkt das Le‑Mans‑Ticket greifbarer macht. Als DKR Engineering den finalen Lauf gewann und die Startnummer 4 „nur“ auf Rang acht ins Ziel kam, war der Titel trotzdem eingetütet. Die Serie krönte damit nicht nur ihre LMP2‑Champions, sondern schrieb gleich mehrere Geschichten. Der nächste ALMS‑Titel für Algarve Pro Racing (APR) ist zugleich der zweite für Kurtz, der dritte für Jakobsen.

    Parallel sicherten sich CLX Motorsport, trotz Renn‑DNF nach Kontakt im Finale, mit genügend Vorsprung die LMP3‑Krone, während Kessel Racing in einem nervösen, von Strategien zerschnittenen GT‑Rennen gerade so den Punktvorteil gegenüber BMW Team WRT über die Linie rettete.

    ALMS 25/26: Eine Reifeprüfung für Teams und Serie

    Über die Saison hinweg erzählte die Asian Le Mans Series (ALMS) damit eine sehr moderne Langstrecken‑Geschichte. Auf der Habenseite standen das Rekordfeld, eine Fahrerpaarungs‑Dichte, die man vor ein paar Jahren eher in WEC und ELMS erwartet hätte, und eine Meisterschaft, die bis in die letzten Rennminuten offen blieb. Viele Teams nutzten die Wintermonate als Generalprobe für größere Programme, testeten Fahrer‑Line‑ups und Abläufe im scharfen Wettbewerb, anstatt nur privat zu testen.

    Auf der anderen Seite wurden auch die Schattenseiten sichtbar. Gerade in Dubai führten die Kombination aus enormem Traffic, die Mischung aus Profis, Rookies und ambitionierten Gentlemen sowie das enge Reglement zu mehreren Situationen wo Gelbphasen, Kontakte und Strafen das Bild prägten. In Abu Dhabi verschob sich der Fokus dann stärker auf Strategie und Nervenstärke, aber auch dort blieb die Fehlerquote hoch, sobald der Druck im Titelkampf anstieg.

    Wer die Saison 2025/26 in einem Satz zusammenfassen will, landet irgendwo zwischen „sportlichem Reifezeugnis“ und „Stresstest“ für alle Beteiligten.

    Le Mans im Blick: Was die Wildcards bedeuten

    Der eigentliche Clou der ganzen Geschichte liegt aber, wie immer, am Ende der Nahrungskette: die Wildcards für Le Mans. Die LMP2‑Meister von CrowdStrike Racing by APR und die GT‑Champions von Kessel Racing dürfen sich nun in die Startliste der 24 Stunden von Le Mans einreihen. Das ist einer der Gründe, warum das Starterfeld der ALMS 25/26 so voll war. Für die beiden Meister ist die Wildcard mehr als nur ein Bonus‑Startplatz: Es ist ein Qualitätssiegel für die gesamte Organisation.

    Für das Ferrari‑GT‑Programm bedeutet der Sprung an die Sarthe zugleich eine Bühne, auf der Kundenteams, Hersteller und potenzielle Partner genau hinschauen. In der LMP2 trifft das APR‑Trio auf die geballte Erfahrung der ELMS‑Stammkräfte. Doch wer gesehen hat, mit welcher Selbstverständlichkeit sie in Dubai und Abu Dhabi ihr Programm abgespult haben, werden sie sich in Le Mans keinesfalls nur im Mittelfeld einsortieren. Eher wirkt es so, als hätten beide Teams in der Asian Le Mans Series schon einmal im Kleinen geprobt, was sie an der Sarthe im Großen erwartet.

    Ausblick: Von der Wüste an die Sarthe

    So schließt sich für diese Asian‑Le‑Mans‑Saison der Kreis. Sepang hat die Basis gelegt, Dubai das Feld gesiebt, Abu Dhabi die Titel verteilt. Le Mans ist nun der Ort, an dem sich zeigen wird, wie viel von diesem Wüsten‑Momentum bis nach Frankreich trägt. Für alle, die die Serie in den Wintermonaten verpasst haben, gilt: Die Punktetabellen erzählen nur die halbe Wahrheit. Die ALMS-Rennen in dieser Saison waren so hektisch, unplanbar und eindrucksvoll wie selten zuvor.

    Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass die Rolle der Asian Le Mans Series im globalen Langstreckengefüge weiter wachsen wird. Die Saison 2026/27 bringt erstmals private Hypercars und damit eine zusätzliche Klasse in eine der „WEC-Juniorserien“. Größere Felder, stärkere Fahrerpaarungen und der direkte Draht nach Le Mans machen sie zu einem Pflichttermin für aufstrebende Programme. Wer in den nächsten Jahren im Juni an der Sarthe mitreden will, kommt an der ALMS kaum noch vorbei.

    Titelbild © Endurance Archive

  • Dritter Daytona-Triumph in Folge: Porsche dominiert IMSA-Saisonauftakt

    Dritter Daytona-Triumph in Folge: Porsche dominiert IMSA-Saisonauftakt

    Porsche Penske Motorsport feierte seinen dritten Sieg in Folge bei den Rolex 24 von Daytona und eröffnete damit erfolgreich die IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2026. Das prestigeträchtige Blue-Riband-Event verlief jedoch nicht ohne Zwischenfälle: Dichter nächtlicher Nebel zwang die Rennleitung zu einer mehr als sechsstündigen Neutralisation unter Full-Course-Yellow auf der gesamten Strecke.

    Nach einem spannenden Duell mit Cadillac in den Schlussstunden ging der Gesamtsieg an den Porsche 963 mit der Startnummer 7, pilotiert von Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich. Für den Brasilianer Nasr war es bereits der dritte Daytona-Sieg in Folge – eine Leistung, die zuvor erst zwei Fahrern in der Geschichte des Rennens gelungen war.

    Porsche war als einer der Topfavoriten in der GTP-Klasse an den Start gegangen und hatte bereits im freien Training sowie bei den offiziellen Testfahrten mit schnellen Rundenzeiten überzeugt. Die Pole Position sicherte sich jedoch der Cadillac Whelen mit der Startnummer 31, knapp vor dem Acura ARX-06 mit der Startnummer 93.

    Two Porsche Penske Motorsport cars battle in the night at the Rolex 24 at Daytona 2026

    Porsche gibt das Tempo vor

    Am Renntag bestätigte Porsche seine starke Form und präsentierte sich insbesondere im Renntrimm als Maß der Dinge. Zwar musste der Porsche mit der Startnummer 6, gefahren von den FIA-WEC-Piloten Laurens Vanthoor und Kévin Estre sowie Matt Campbell, in der Nacht umfangreiche Reparaturen über sich ergehen lassen und fiel zeitweise aus der Führungsrunde zurück, blieb jedoch bis weit in den Sonntag hinein konkurrenzfähig.

    Als der Samstag in den Sonntag überging, zog dichter Nebel über den Daytona International Speedway und reduzierte die Sichtverhältnisse derart, dass das Rennen für mehr als sechs Stunden neutralisiert wurde. Mehrere Spitzenmannschaften, darunter beide Porsche-Teams, nutzten die Unterbrechung für längere Boxenstopps und Reparaturarbeiten.

    Bei der Wiederaufnahme am frühen Sonntagmorgen lagen zehn der elf GTP-Fahrzeuge wieder in der Führungsrunde – einzig der Aston Martin Valkyrie mit der Startnummer 23 hatte den Anschluss verloren. Trotz der Porsche-Dominanz blieben Cadillac, Acura und BMW realistische Anwärter auf Podestplätze und sogar auf den Gesamtsieg.

    Cadillac setzt Porsche unter Druck

    Nach den letzten regulären Boxenstopps entwickelte sich ein direkter Zweikampf um die Spitze zwischen dem Porsche #7 mit Nasr am Steuer und dem Cadillac V-Series.R #31 von Jack Aitken. Der britisch-koreanische Fahrer setzte den Porsche mit mehreren entschlossenen Angriffen unter Druck, doch Nasr verteidigte seine Position souverän und brachte den Wagen schließlich als Sieger ins Ziel – ein historischer Erfolg für Fahrer und Team.

    Obwohl Laurin Heinrich und Julien Andlauer zuvor jeweils nur einmal in Daytona in einem GTP-Fahrzeug gestartet waren, ließen sie ihre relative Unerfahrenheit nicht erkennen und leisteten einen entscheidenden Beitrag zum Gesamtsieg. Für beide war es der erste Gewinn einer Rolex Cosmograph Daytona.

    Die Pechsträhne von Cadillac beim Saisonauftakt hält damit an: Der US-Hersteller wartet in Daytona nun bereits seit sechs Jahren auf einen Sieg. Auch der V-Series.R bleibt bei den Rolex 24 weiterhin ohne Gesamterfolg.

    A battle-scarred #24 BMW negotiates a turn in the early hours of the 2026 Rolex 24 at Daytona

    Podestplatz für BMW

    Der dritte Rang ging an das BMW M Team WRT mit der Startnummer 24, besetzt mit Sheldon van der Linde, Dries Vanthoor, Robin Frijns und René Rast. Das Podiumsergebnis war der verdiente Lohn für eine konstante Leistung des belgischen Teams, das zur Saison 2026 die IMSA-Einsätze von BMW vom Team RLL übernommen hat.

    In der LMP2-Klasse setzte sich CrowdStrike Racing by APR mit dem Oreca #04 durch, gefahren von George Kurtz, Toby Sowery sowie den beiden Peugeot-Werksfahrern Malthe Jakobsen und Alex Quinn. Den Sieg in der GTD Pro sicherten sich BMW und Paul Miller Racing dank einer starken Teamleistung von Connor De Phillippi, Dan Harper, Max Hesse und Neil Verhagen. In der GTD-Klasse behauptete sich der Mercedes-AMG GT3 #57 von Winward Racing mit Philip Ellis gegen einen späten Angriff des Aston Martin von Magnus Racing mit Nicki Thiim und bescherte dem Team den ersten Klassensieg in Daytona.

    Die nächste Runde der IMSA WeatherTech SportsCar Championship ist das 12-Stunden-Rennen von Sebring am 21. März.

    Bilder: © Porsche AG (1, 2), BMW M Motorsport (3)

  • Toyota TR010: Toyotas neues Le Mans Hypercar für 2026

    Toyota TR010: Toyotas neues Le Mans Hypercar für 2026

    Zum Jahreswechsel überrascht Toyota nicht nur mit dem neuen Hypercar TR010, sondern auch mit einem frischen Design und anderen Teamnamen.

    Toyota geht mit dem Toyota TR010 Hypercar in die FIA-WEC-Saison 2026 und läutet damit die nächste Evolutionsstufe seines Langstrecken-Programms ein. Der Nachfolger des GR010 soll die Japaner im Duell mit Ferrari und der immer breiter werdenden Hypercar-Konkurrenz wieder in Schlagdistanz um die Gesamtsiege bringen.

    Auf dem Papier bleibt Toyota seiner bekannten Philosophie treu: In dem effizienten Hypercar arbeiten ein Turbo-Benziner mit einem Hybrid-System an der Vorderachse zusammen und bildet das Herzstück des neuen Toyota TR010. Das Konzept bleibt innerhalb des Le-Mans-Hypercar-Reglements (Bautyp LMH), doch der TR010 geht deutlich weiter, als es die reine Typenbezeichnung vermuten lässt.

    Aerodynamik und Design des Toyota TR010

    Unter der Karosserie wurden Aerodynamik und Packaging grundlegend überarbeitet, um über eine Saison hinweg konstanter im BoP-Fenster zu liegen und weniger stark auf Einstufungen angewiesen zu sein. Ziel ist ein Auto, das sowohl auf Highspeed-Strecken wie Le Mans als auch auf winkligen Kursen wie Imola oder São Paulo ein breiteres Arbeitsfenster bietet.

    Die Aerodynamik gilt als zentrales Element im Entwicklungsprogramm des Toyota TR010. Toyota hat die Karosserie so angepasst, dass das Hypercar effizienter durch die Luft schneidet und die Balance zwischen Abtrieb und Luftwiderstand besser trifft.

    Optisch orientiert sich der TR010 stärker an straßentauglichen Formen, wie es der ursprüngliche Hypercar-Gedanke vorsah, ohne auf den notwendigen Abtrieb für die 24 Stunden von Le Mans zu verzichten. Damit versucht Toyota, Marken-DNA, Showeffekt und Performance in einem Paket zu bündeln, das sich von LMDh-Konkurrenten klar absetzt.

    Der neue Toyota TR010

    Neuer Name und bekannter Fahrerkader

    Parallel zum neuen Auto setzt Toyota auf Kontinuität in der Struktur und beim Fahrerkader. Das Werksteam bleibt mit seinen zwei Hypercars als Kernkraft im Titelkampf bestehen, die Abläufe an der Box und am Komandostand sind eingespielt. Was sich jedoch ändert ist der Name, denn aus Toyota Gazoo Racing wird künftig Toyota Racing. Der Name wird begleitet von der frische Designsprache in Rot-Weiß, die an die eigenen Anfänge in Le Mans angelehnt ist.

    Die Fahrerbesetzung hingegen bleibt 2026 gleich: Die bisherigen Crews werden im Toyota TR010 weitergeführt, was die Lernkurve mit dem neuen Chassis deutlich verkürzen soll. Nach dem Doppelsieg in Bahrain 2025 und Platz zwei in der Herstellerwertung sieht Toyota den größten Hebel nicht im personellen Umbruch, sondern in der konsequenten Weiterentwicklung eines stabilen Gesamtsystems.

    Im kurzfristigen Fokus steht für Toyota, die Lücke zu Ferrari und anderen Hypercar-Herstellern zu schließen und gleichzeitig auf Balance-of-Performance-Anpassungen flexibler reagieren zu können. Der Toyota TR010 ist dabei als Antwort auf ein Starterfeld gedacht, in dem Le-Mans-Siege längst nicht mehr unter wenigen Werken ausgemacht werden.

    Mit seinem evolvierbaren Chassis und einer bewussten Ausrichtung der Hybrid-Architektur auf künftige Reglementsanpassungen ist der TR010 jedoch nicht nur für 2026 geplant, sondern als Basis für die Jahre darüber hinaus. Für Toyota ist das neue Hypercar damit zugleich Werkzeug für den unmittelbaren Angriff auf Siege und Fundament für ein langfristig tragfähiges Werkseinsatz-Programm in der FIA WEC.

    Bilder © Toyota Racing

  • Die 24 Stunden von Dubai 2026 im Überblick

    Die 24 Stunden von Dubai 2026 im Überblick

    Vom 16.–18. Januar startet die Langstreckensaison 2026 mit dem ersten großen Highlight des Jahres. Auf dem Dubai Autodrome kämpfen 52 Fahrzeuge um den Sieg in der Wüste. Dieser Überblick fasst alle wichtigen Informationen zum Zeitplan, Livestream und der Starterliste zusammen.

    Zeitplan zu den 24h Dubai

    Das Rennwochenende in Dubai ist kompakt strukturiert. Aufgrund der Zeitverschiebung ist Dubai (GST) der deutschen Zeit (MEZ) drei Stunden voraus. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die deutsche Zeit (MEZ):

    Freitag, 16. Januar 2026

    • 07:30 – 09:30 Uhr: Freies Training (Alle Klassen)
    • 10:45 – 11:40 Uhr: Qualifying GT3 (Sessions 1-3)
    • 11:50 – 12:45 Uhr: Qualifying 992 Cup (Sessions 1-3)
    • 12:55 – 13:50 Uhr: Qualifying TCE, GT4 & GTX (Sessions 1-3)
    • 14:20 – 14:45 Uhr: Top 10 Shootout (GT3 & 992)
    • 16:30 – 18:00 Uhr: Nacht-Training

    Samstag, 17. Januar 2026

    • 10:00 Uhr: Start der 24 Stunden von Dubai 2026

    Sonntag, 18. Januar 2026

    • 10:00 Uhr: Zieleinlauf und anschließende Siegerehrung

    Livestream und TV-Übertragung

    Die 24H Series stellt eine umfassende Berichterstattung für das gesamte Rennwochenende zur Verfügung:

    • YouTube-Stream: Der offizielle Kanal der 24HSeries überträgt alle Sessions live. Der Kommentar erfolgt in englischer Sprache.
    • TV-Übertragung: Motorsport Television bietet eine durchgehende Live-Übertragung mit deutschem Kommentar an.
    • Live-Timing: Echtzeit-Daten zu Rundenzeiten und Abständen sind über getraceresults.nl abrufbar.

    Die Starterliste im Detail

    Insgesamt nehmen 52 Fahrzeuge die 21. Ausgabe der 24 Stunden von Dubai in Angriff. Das Kontingent verteilt sich auf verschiedene Klassen, wobei der Kampf um den Gesamtsieg in der GT3-Kategorie im Fokus steht.

    Die gesamte Starterliste gibt es hier.

    Bilder © Martin Bormann | Martin.Motorsport

  • Doppeltriumph für Cetilar Racing in Sepang

    Doppeltriumph für Cetilar Racing in Sepang

    Cetilar Racing setzt beim ALMS-Saisonauftakt in Sepang ein frühes Ausrufezeichen: Zwei Siege in zwei Rennen trotz Regen und Safety Cars.

    Zwei packende Vier-Stunden-Rennen, tropische Regenphasen und hauchdünne Zielentscheidungen sorgten für den perfekten Start in die neue Saison der Asian Le Mans Series. Am Ende dominierte ein Team die Szene: Cetilar Racing. Die LMP2-Mannschaft traf in beiden Läufen die richtigen Entscheidungen und feierte einen Doppelsieg ALMS-Spitzenklasse.

    Regen, Safety Cars und Sekundenkrimis

    Schon das erste Rennen am Samstag bot alles, was Langstreckenfans lieben – wechselhaftes Wetter, taktische Kniffe und knappe Finalläufe. Mehrere Regenphasen forderten von den Strategen an der Box Mut und Fingerspitzengefühl. Gleich vier Safety-Car-Phasen und zwei „Full Course Yellows“ mischten das Feld immer wieder durch.

    In der LMP2-Kategorie setzten Charles Milesi, Roberto Lacorte und Antonio Fuoco in der #47 von Cetilar früh ein Ausrufezeichen. Fuoco übernahm gegen Rennende die Führung. Trotz einer Zeitstrafe wegen eines FCY-Vergehens baute er am Ende ausreichenden Vorsprung für den Sieg auf. Knapp dahinter fuhr Tom Dillmann im Algarve Pro Racing #25 und Malthe Jakobsen im Crowdstrike by APR #4 in Ziel. Alle drei trennte am Ende nur ein Wimpernschlag.

    Chaos in der LMP3 – Triumph für Inter Europol Competition

    Dramatisch begann das Rennen in der LMP3-Klasse, als es schon in Kurve zwei zu einem Massencrash kam. Fünf der zehn Starter wurden in Mitleidenschaft gezogen, zwei davon mussten aufgeben. Das öffnete den Weg für eine sensationelle Aufholjagd von Inter Europol Competition, die vom Ende des Feldes nach ganz vorn stürmten.

    Henry Cubides brachte den Ligier JS P320 (#13) mit nur 0,218 Sekunden Vorsprung ins Ziel und bescherte der polnischen Mannschaft einen emotionalen Klassensieg.

    GT-Drama bis zur letzten Kurve

    In der GT-Klasse lieferten sich AMG, Porsche und Aston Martin ein grandioses Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einer späten Berührung in der letzten Kurve zwischen Loek Hartog (Manthey EMA Porsche #10) und Fabien Schiller (Getspeed Mercedes-AMG #9) schien Hartog als Erster über die Linie zu gehen – doch die Rennleitung sprach nachträglich eine Strafe aus.

    So wurde Getspeed nachträglich zum Sieger erklärt. Ecurie Ecosse Blackthorn komplettierte als Dritter das Podium. Die Zuschauer vor Ort erlebten einen der engsten GT-Kämpfe in der der ALMS-Geschichte.

    Ein perfektes Wochenende für Cetilar Racing

    Der zweite Saisonlauf am Sonntag brachte eine fast schon sinnbildliche Kulisse: tropische Gewitter, wechselnde Bedingungen und am Ende eine rote Flagge 20 Minuten vor Schluss. Wieder traf Cetilar Racing die richtige Reifenentscheidung und wieder stand Fuoco gemeinsam mit Lacorte und Milesi ganz oben.

    Hinter ihnen belegten Algarve Pro Racing (#25) und Crowdstrike by APR (#4) erneut die Plätze zwei und drei – eine exakte Kopie des Samstags-Podiums.

    LMP3: Die Strategiemeister von CLX Motorsport

    Die LMP3-Sieger im Sonntagsrennen hießen diesmal CLX Motorsport. Paul Lanchere nutzte clever eine frühe Safety-Car-Phase, um beide Pflichtboxenstopps abzusitzen. Ein Schachzug, der sich später auszahlen sollte.

    Gemeinsam mit Kevin Rabin und Alexander Jacoby holte das Trio seinen ersten Saisonsieg. Dahinter belegten 23-Events Racing (#71) und Forestier Racing by VPS (#29) die weiteren Podestplätze.

    GT-Klasse: Kessel Racing mit Volltreffer

    In der GT-Klasse feierte Kessel Racing ein glänzendes Comeback. Dank einer mutigen Reifenstrategie pflügte Dustin Scott Blattner von Startplatz 15 nach vorn.
    Gemeinsam mit Chris Lulham und Dennis Marschall verwandelte das Trio kluge Taktik in einen Sieg.

    Dahinter glänzte Team WRT (#69) im BMW nach einem Motorwechsel über Nacht mit Rang zwei. Origine Motorsport (#87) mit seinem Porsche zeigte ebenfalls eine starken Aufholjagd und komplettiert das Podium.

    Der Sepang-Auftakt zeigte alles, was die Asian Le Mans Series ausmacht: packende Racing-Action, unberechenbares Wetter und taktische Tiefe. Cetilar Racing setzt nach dem Doppelerfolg ein frühes Ausrufezeichen für den Titelkampf der LMP2-Klasse. Weiter geht’s mit der Asian Le Mans Series auf dem Wüstenkurs in Dubai am 31. Januar und 1. Februar.

    Titelbild © Endurance Archive (Archivbild)

  • Toyota feiert Bahrain-Doppelsieg – Ferrari sichert sich die Titel

    Toyota feiert Bahrain-Doppelsieg – Ferrari sichert sich die Titel

    Toyota Gazoo Racing hat die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2025 mit einem Doppelsieg beim 8-Stunden-Rennen von Bahrain abgeschlossen und damit seine beeindruckende Siegesserie in Sakhir fortgesetzt.

    Der Triumph des GR010 Hybrid mit der Startnummer 7 von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries markierte bereits den neunten Bahrain-Sieg in Folge für den japanischen Hersteller – eine Serie, die bis ins Jahr 2017 zurückreicht.

    In einem intensiven Acht-Stunden-Rennen mit nur wenigen Unterbrechungen war Toyotas Erfolg vor allem einer klugen Strategie und starken Stints geschuldet – allen voran von de Vries. Der #7-Wagen sah 19 Sekunden vor dem Schwesterauto #8 die Zielflagge, nachdem ein späte Safety-Car-Phase das Feld kurzzeitig wieder zusammengeschoben hatte.

    Gerade dieses Safety Car begünstigte die #8 von Sébastien Buemi, Brendan Hartley und Ryo Hirakawa, die nach einer Durchfahrtsstrafe zuvor weit aus den Top Ten gefallen waren.

    Der Doppelsieg – kombiniert mit dem Nuller von Porsche bei deren vorerst letztem FIA-WEC-Auftritt in dieser Form – sicherte Toyota zudem den zweiten Platz in der Herstellerwertung.

    Ferrari sichert den Titel mit Stil

    Ferrari AF Corse brachte beide Werks-499Ps auf Platz drei und vier ins Ziel und beseitigte damit die letzten Zweifel am Gewinn der Herstellermeisterschaft.

    Nach einem schwachen Qualifying war die Stimmung im Ferrari-Lager zunächst verhalten: Die #51 von Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi schaffte den Einzug in die Hyperpole nur hauchdünn, während die #50 und #83 im Shootout fehlten.

    Im Rennen bewiesen die Roten jedoch, dass sie über die Distanz die Pace hatten. Am Ende durfte die #50 von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Niklas Nielsen an der #51 vorbeiziehen, um dem #6-Porsche den dritten Platz in der Fahrerwertung abzunehmen.

    Porsche verabschiedet sich enttäuschend – Aston Martin mit starkem Statement

    Für Porsche Penske Motorsport endete die Saison in Ernüchterung. Der #6-Porsche 963 von Kevin Estre, Matt Campbell und Laurens Vanthoor kam nur als 13. ins Ziel, die #5 von Julien Andlauer, Mathieu Jaminet und Rookie Laurens Heinrich direkt dahinter als 14.

    Dafür beeindruckte Aston Martin Thor Team mit den beiden Valkyries: Der #009 von Alex Ribeira, Marco Sørensen und Romain de Angelis führte rund zur Halbzeit aus eigener Kraft das Rennen an – damit hat in der Saison 2025 jeder Hypercar-Hersteller einmal geführt. Eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Safety-Car-Vergehens warf die #009 später zurück, doch das Team zeigte klares Podium- und Siegpotenzial für 2026.

    Lexus entscheidet enge LMGT3-Finalrunde für sich – Porsche holt den Titel souverän

    Der #87 Akkodis ASP Team Lexus RC F LMGT3 von Petru Umbrarescu, Clemens Schmid und José María López wurde der siebte verschiedene Sieger im achten Saisonrennen, verfolgt von einer Reihe eng aufgestellter Konkurrenten. Dahinter überzeugte besonders der #61 Iron Lynx Mercedes-AMG, der mit knapp einer Sekunde Rückstand sein bestes Saisonresultat einfuhr. Dritter wurde der #27 Heart of Racing Aston Martin Vantage.

    Für Manthey 1ST Phorm begann das Rennen nach Startplatz 17 alles andere als optimal. Doch Ryan Hardwick, Riccardo Pera und Richard Lietz kämpften sich bis auf Platz vier nach vorne – und sicherten sich damit dennoch den LMGT3-Meistertitel.

    Die vollständigen Ergebnisse findet Ihr hier. Der FIA WEC-Saisonauftakt 2026 findet am 28. Februar beim 1812 km-Rennen in Katar statt.

  • Saisonfinale in Bahrain: Toyota und Lexus auf Pole

    Saisonfinale in Bahrain: Toyota und Lexus auf Pole

    Toyota startete dominant in das letzte Rennwochenende der FIA-WEC-Saison 2025 und sicherte sich in der Qualifikation für das Acht-Stunden-Rennen von Bahrain die komplette erste Startreihe. Kamui Kobayashi fuhr im GR010 Hybrid mit der Startnummer 7, den er sich mit Nyck de Vries und Mike Conway teilt, in 1:46,826 zur Pole-Position.

    Daneben geht am Samstag der Toyota mit der Startnummer 8 von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa ins Rennen – nur eine Zehntelsekunde hinter dem Schwesterauto im Hyperpole.

    Die zweite Startreihe gehört komplett Peugeot: Der 9X8 mit der Nr. 94 von Loïc Duval sowie den beiden Neulingen Malthe Jakobsen und Théo Pourchaire startet von Position drei, während der Wagen mit der Nr. 93 von Paul Di Resta, Mikkel Jensen und Jean-Éric Vergne die viertbeste Zeit markierte.

    Meisterschaftsleader Ferrari erreichte mit der Nr. 51 die Hyperpole und startet von Rang sieben – für Porsche verlief die Qualifikation jedoch enttäuschend. Der Porsche 963 mit der Nr. 6 von Kévin Estre, Matt Campbell und Laurens Vanthoor startet als Letzter (18.), während der Porsche Nr. 5 zwar in die Hyperpole vorzurücken vermochte, Julien Andlauer, Mathieu Jaminet und Laurens Heinrich dort aber nicht über die vierte Startreihe hinauskamen.

    Überraschungen in der LMGT3

    In der LMGT3-Klasse zeigte das Zeitentableau mehrere unerwartete Namen an der Spitze. Die Pole Position ging an den Lexus RC F LMGT3 mit der Nr. 78 des Akkodis ASP Teams – Youngster Finn Gehrsitz setzte für die französische Mannschaft eine herausragende Runde.

    Gehrsitz’ Rundenzeit von 2:01,661 genügte, um eine weitere Überraschung abzuwehren: Mercedes-AMG. Das Iron Lynx Duo zeigte seine mit Abstand stärkste Qualifying-Performance des Jahres und belegte die Plätze zwei und drei.

    Im Kampf der Meisterschaftsanwärter liegt Vista AF Corse vor dem Finale leicht vorne. Der Ferrari mit der Nr. 21 startet von Position acht, während der Porsche von Manthey 1st Phorm die Hyperpole verpasste und aus der neunten Reihe ins Rennen gehen muss.

    Der Rennstart erfolgt am Samstag, 8. November, um 12:00 Uhr MEZ. Alle Qualifying-Ergebnisse findet Ihr hier.

  • Aston Martin und BMW setzen die Pace in Bahrain

    Aston Martin und BMW setzen die Pace in Bahrain

    WEC-Saisonfinale: Aston Martin beeindruckt im FP1, BMW dominiert im FP2 unter Flutlicht.

    Der Auftakt zum Saisonfinale der FIA World Endurance Championship, den Bapco Energies 8 Stunden von Bahrain, brachte wechselnde Bestzeiten und überraschend starke Leistungen abseits der Titelkandidaten. Besonders der Aston Martin Valkyrie Hypercar des Heart of Racing Teams und der BMW M Team WRT V8 setzten die entscheidenden Marken auf dem 5,412 Kilometer langen Bahrain International Circuit (BIC).

    Hypercar: Überraschende Ergebnisse im Training

    Im ersten freien Training am Donnerstagnachmittag sorgte der Aston Martin Valkyrie für Aufsehen. Das #009 Hypercar, pilotiert von Marco Sørensen, setzte mit einer Rundenzeit von 1:49.697 Minuten die Bestmarke der 90-minütigen Session. Dies unterstrich die deutlich gestiegene Pace des britischen Hypercars gegen Ende seiner Debütsaison. Die Titelkandidaten hielten sich noch zurück, wobei der #83 AF Corse Ferrari mit Robert Kubica (+1,4 Sekunden) der schnellste Titelanwärter war. Dazwischen schob sich der #93 Peugeot TotalEnergies 9X8 auf den dritten Rang. Die beiden TOYOTA GAZOO Racing GR010 belegten die Plätze fünf (#8) und sechs (#7).

    BMW im Training zu den FIA WEC 8 Stunden von Bahrain.

    Mit Einbruch der Dunkelheit im zweiten freien Training übernahmen die BMW M-Mannschaft das Kommando. Sheldon van der Linde verbesserte die Bestzeit des Tages im #20 BMW M V8 auf 1:48.780 Minuten – fast eine ganze Sekunde schneller als die FP1-Bestzeit. Der #009 Aston Martin Valkyrie blieb jedoch auf Tuchfühlung und belegte Platz zwei, nur 0,262 Sekunden hinter dem BMW. Abgerundet wurde die Spitze vom #93 Peugeot mit Jean-Éric Vergne, der bei seinem letzten Wochenende für das Team den dritten Rang sicherte. Die Titelrivalen zeigten unterschiedliche Leistungen: Der Meisterschaftsführende #51 Ferrari AF Corse landete auf Platz sechs, während der #6 Porsche Penske Motorsport von Kévin Estre und Laurens Vanthoor das Training auf dem 16. Rang der Hypercar-Klasse abschloss.

    LMGT3: Lexus und Ford im Duell

    Auch in der LMGT3-Klasse dominierten verschiedene Marken die Sessions, was einen spannenden Titelkampf verspricht. Im FP1 setzte der #77 Proton Competition Ford Mustang mit Ben Barker (2:02.681 Minuten) die erste Bestzeit, gefolgt von den beiden Lexus RC F LMGT3 des Akkodis ASP Teams (#87 und #78) auf den Plätzen zwei und drei. Der meisterschaftsführende Porsche (Manthey #92) platzierte sich auf Rang sechs.

    Manthey Porsche #92 im Titelkampf in der LMGT3-Klasse der FIA WEC bei den 8 Stunden von Bahrain.

    Im FP2 unter Flutlicht schlug das Akkodis ASP Team zurück: Finn Gehrsitz fuhr im #78 Lexus eine beeindruckende 2:02.613 Minuten, fast eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz. Die Iron Dames (#85 Porsche) fuhren mit Rahel Frey auf einen starken zweiten Platz. Von den Titelrivalen verbesserte sich der #21 VISTA AF Corse Ferrari signifikant auf Platz acht, während der führende #92 Manthey Porsche auf Platz 12 zurückfiel.

    Das dritte freie Training findet am Freitag um 12:00 Uhr Ortszeit (10:00 Uhr MEZ) statt. Das Qualifying zu den 8h Bahrain startet um 16:00 Uhr Ortszeit. Weitere Informationen zum Rennwochenende gibt es in unserer Übersicht zum Saisonfinale.

    Bilder © Endurance Archive

  • ELMS-Finale 2025: VDS by Panis Racing holt Sieg und Meisterschaft

    ELMS-Finale 2025: VDS by Panis Racing holt Sieg und Meisterschaft

    Das ELMS-Finale 2025 in Portimão bot Spannung bis zum Schluss. VDS by Panis Racing feierte einen emotionalen Sieg und sicherte sich den Meistertitel.

    Das ELMS-Finale 2025, die 4 Stunden von Portimão, boten ein Fest für Langstreckenfans: Hochspannung bis zum letzten Umlauf, strategische Finesse, spektakuläre Duelle und emotionale Höhepunkte. Der Kampf um die Titel in LMP2, LMP2 Pro/Am und LMGT3 entschied sich erst in den letzten Rennminuten. Selten war ein Saisonfinale der ELMS so offen und dramatisch.

    LMP2: VDS by Panis Racing – clever, konstant, meisterhaft

    Die #48 von VDS by Panis Racing mit Charles Milesi, Ollie Gray und Esteban Masson zeigte auch in Portimão absolute Nervenstärke. Im ersten Renndrittel positionierte sich das Team clever in der Spitzengruppe, verschaffte sich durch einen schnellen und fehlerfreien ersten Stint. Zahlreiche Gelbphasen sowie ein zwischenzeitlicher Rückfall aufgrund einer Boxenstrategie verlangten höchste Flexibilität.

    Doch das Team behielt die Übersicht und nutzte die entscheidenden Momente für einen erfolgreichen Angriff. In der Schlussphase setzte Milesi ein Ausrufezeichen, als er nach dem letzten Restart unter Druck von Inter Europol Competition keine Fehler zeigte, das Tempo kontrollierte und so mit fünf Sekunden Vorsprung den dritten Saisonsieg sicherte.

    Mit dem gleichzeitigen Gewinn der Meisterschaft sowie der Einladung zu den 24 Stunden von Le Mans hat sich die belgisch-französische Crew endgültig an der Spitze der europäischen Prototypen etabliert.+

    Die Sieger der LMP2 Pro/Am-Klasse

    LMP2 Pro/Am: Sieg für TDS aber Meisterschaft für AO by TF

    Die LMP2 Pro/Am-Kategorie lieferte bis zur letzten Runde Hochspannung. TDS Racing (#29, Sales/Novalak/Beche) dominierte das Rennen über weite Strecken, führte durch clevere Strategie und starkes Überholmanöver von Clement Novalak früh die Klasse an. Doch AO by TF mit PJ Hyett, Dane Cameron und Louis Deletraz behielt im Titelrennen die nötige Ruhe.

    Nach einem soliden Mittelstint arbeitete sich das Team von Rang vier wieder bis auf Platz zwei nach vorn und ließ sich auch durch den sehenswerten Schlussspurt von TDS Racing nicht aus dem Konzept bringen. Die Entscheidung fiel am Ende auf der Strecke.

    Während der Tagessieg an TDS Racing ging, reichte es für AO by TF zum ersten Team-Titel. Louis Deletraz schreibt mit vier Meisterschaften in fünf Jahren ELMS-Geschichte, und die Crew bekommt die Chance, ihren Klassensieg von Le Mans 2025 im kommenden Jahr zu verteidigen.

    LMGT3: Historischer erster Titel für Corvette – Herzschlagfinale bis zum Zielstrich

    Besonders umkämpft präsentierte sich das Saisonfinale der LMGT3-Klasse. Insgesamt sieben Fahrzeuge hatten rechnerisch noch Titelchancen in der Algarve. Die TF Sport-Corvette (#82) von Hiroshi Koizumi, Rui Andrade und Charlie Eastwood setzte markante Akzente. Zunächst die Pole, dann ein ständiger Schlagabtausch mit dem Aston Martin von Racing Spirit of Leman.

    Speziell in der zweiten Rennhälfte legte Charlie Eastwood in atemberaubenden Stints den Grundstein für den späteren Triumph. Über Runden hinweg verteidigte er die Spitze gegen Wayne Boyd im McLaren, der mehrfach im Windschatten angriff, aber nie vorbei kam. Am Ende waren es dramatische 0,3 Sekunden, die nach vier Stunden über Sieg und Titel entschieden.

    Für Corvette ist es der erste Titel in der ELMS-Geschichte. Für das siegreiche Trio das perfekte Beispiel für internationalen Erfolg in einer atemberaubend besetzten GT3-Szene. Das Podium vervollständigten die Iron Dames mit der Porsche 911 GT3 R und unterstrichen einmal mehr die Vielfalt und Stärke der Serie.

    Corvette siegte in der LMGT3

    LMP3: Dominanz von CLX Motorsport krönt eine perfekte Saison

    In der LMP3-Klasse zeigte CLX Motorsport ein weiteres Mal, warum sie in 2025 das Maß aller Dinge waren. Bereits vor dem Finale als Meister feststehend, ließen sich Paul Lanchere, Adrien Closmenil und Theodor Jensen auch in Portimão nicht bremsen.

    Souverän setzten sie sich im Ligier JS P325 an die Spitze und widerstanden allen Angriffen – insbesondere von Team Virage und DKR Engineering. Mit beeindruckenden 13 Sekunden Vorsprung überquerte das Trio die Ziellinie. Hinter den Siegern sicherten sich Virage und DKR Engineering die weiteren Podestplätze.

    CLX Motorsport beeindruckte mit fünf Siegen in sechs Saisonrennen 2025. Wie kaum ein anderes Team wies sich die Mannschaft als dominierende Kraft im Nachwuchsprototypensport der ELMS aus.

    Der Gala-Abend rundet das Wochenende ab

    Neben dem harten sportlichen Wettkampf wurde im Rahmen der großen Abschlussgala sehr emotional der Rückblick auf die Saison gezogen. Die Goodyear Golden Wingfoot Awards gingen an Tom Dillmann (LMP2), Mathias Beche (LMP2 Pro/Am) und Conrad Laursen (LMGT3) als schnellste Fahrer der Saison.

    Weiterhin ehrte die ELMS herausragende Persönlichkeiten und Leistungen mit Sonderpreisen. Rookie of the Year wurde Mathys Jaubert und Personality of the Year Paola Depalmas. Der Stolz auf das Geleistete und die Freude über den Zusammenhalt im Fahrerlager zogen sich durch alle Dankesreden und ließen das ELMS-Finale 2025 in einem würdigen Rahmen ausklingen.

    Alle Ergebnisse vom letzten Rennen gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Endurance-Archive

  • WEC-Schock: Porsche zieht Werksteam nach Saisonende zurück

    WEC-Schock: Porsche zieht Werksteam nach Saisonende zurück

    Paukenschlag in der Langstrecken-Weltmeisterschaft: Porsche stellt das LMDh-Werksprogramm mit dem 963 nach Ende der aktuellen WEC-Saison ein.

    Dies gab der Sportwagenhersteller im Zuge einer Neuausrichtung seiner Motorsport-Strategie bekannt. Demnach wird die Mannschaft Porsche Penske Motorsport ab 2026 nicht mehr in der FIA WEC antreten.

    „Wir bedauern sehr, dass wir aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen unser WEC-Engagement nach dieser Saison nicht fortsetzen werden“, erklärte Dr. Michael Steiner, Entwicklungsvorstand der Porsche AG.

    Fokus auf IMSA und Formel E

    Wie der Konzern mitteilte, wird sich Porsche im Werkssport künftig auf zwei Säulen konzentrieren:

    IMSA WeatherTech SportsCar Championship

    Das Engagement mit dem Porsche 963 in der IMSA-Serie soll fortgesetzt werden. Laut Pressetext unterstreicht diese Ausrichtung Bedeutung des Langstreckensports für die Marke sowie die Relevanz des nordamerikanischen Marktes.

    FIA Formel-E-Weltmeisterschaft

    Die zweite Säule in der Motorsport-Strategie 2026 bildet die Teilnahme in der Formel E. Dort möchte der Sportwagenbauer das elektrische Engagement mit dem Porsche 99X Electric als zentrales Entwicklungsfeld für hochperformante E-Antriebe stärken. Mit der Einführung der vierten Formel-E-Fahrzeuggeneration (Saison 2026/27) erhofft sich Porsche eine steilere Lernkurve für seine vollelektrischen Serienfahrzeuge.

    Porsche Motorsport-Leiter Thomas Laudenbach bekräftigte die Ausrichtung: „Mit dem Porsche 963 in der nordamerikanischen IMSA-Serie und dem Porsche 99X Electric in der Formel-E-Weltmeisterschaft wollen wir auch zukünftig um Gesamtsiege kämpfen. Das ist unsere Tradition und unser Fokus.“

    Quelle: Porsche Newsroom

  • Doppel-Debüt: Verstappen gewinnt vor Scherer auf der Nordschleife

    Doppel-Debüt: Verstappen gewinnt vor Scherer auf der Nordschleife

    Die Motorsport-Welt blickte am vergangenen Wochenende gebannt in Richtung Nordschleife, wo Max Verstappen und Fabio Scherer ihre GT3-Debüts feierten. Am Ende standen sowohl der vierfache Formel-1-Weltmeister als auch der Le-Mans-Klassensieger auf dem Gesamtpodium.

    Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Chris Lulham dominierte Max Verstappen das neunte Saisonrennen der NLS im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing. Nachdem sich Verstappen im Qualifying noch geschlagen geben musste, übernahm der Niederländer nach der ersten Kurve die Spitze.

    Ab diesem Zeitpunkt stellte Max Verstappen sein Können unter Beweis und baute seinen Vorsprung während seines Doppelstints auf rund eine Minute aus. Zusätzlich sicherte sich der F1-Pilot mit einer Zeit von 7:51.514 Minuten die schnellste Rennrunde des Tages.

    Max Verstappen beim NLS9 auf der Nürburgring Nordschleife.

    „Es fühlt sich super an, hier bei meinem ersten Rennen zu gewinnen“, freute sich Verstappen. Er bestätigte zudem seine Ambitionen für die Zukunft: „Mein Ziel ist, irgendwann beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring dabei zu sein. Daher fahren wir nächstes Jahr hoffentlich auch noch mehr NLS-Rennen“.

    Geglücktes Debüt für Fabio Scherer

    Neben Max Verstappen und Chris Lulham fuhr auch Fabio Scherer sein erstes GT3-Rennen in der ‚Grünen Hölle‘. Im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams (HRT) erwischte der DTM-Pilot einen guten Start und verbesserte sich vom neunten auf den fünften Rang. Trotz kalter Temperaturen zeigte der Schweizer im zweiten Stint konstant schnelle Rundenzeiten und hielt mit der Spitze, inklusive Verstappen, mit. Er übergab den Mustang nach rund zwei Stunden an seinen Teamkollegen Dennis Fetzer, bevor Jann Mardenborough den Schlussstint fuhr.

    Am Ende überquerte das Ford-Trio die Ziellinie 24,496 Sekunden hinter dem siegreichen Ferrari und feierte einen sehenswerten zweiten Platz. „Für mein Nordschleifen-Debüt war das ein fantastisches Gefühl. Ich habe mich im Auto unglaublich wohlgefühlt und es freut mich riesig, dass ich gleich bei der Premiere solche Leistungen zeigen konnte“, so Scherer.

    Fabio Scherer im Ford Mustang GT3 auf der Nürburgring Nordschleife.

    Sein persönliches Highlight: „Neben Max Verstappen auf dem Podium zu stehen, ist eine große Ehre. Er gehört für mich zu den besten Fahrern aller Zeiten – und zu wissen, dass er heute vor mir im Auto saß, war schon etwas Besonderes“.

    Der dritte Platz ging ebenfalls an HRT. Frank Stippler und Vincent Kolb komplettierten das Podium im Schwesterfahrzeug und sorgten für einen starken Doppelerfolg.

    Bilder © Martin Bormann | Martin.Motorsport

    Quelle: PM NLS / PM Fabio Scherer

  • Alpine feiert historischen WEC-Sieg in Fuji

    Alpine feiert historischen WEC-Sieg in Fuji

    Die Alpine-Piloten Charles Milesi, Ferdinand Habsburg und Paul-Loup Chatin gewinnen das vorletzte Saisonrennen der FIA WEC 2025 in Fuji. Peugeot und Porsche komplettieren das Podium in Japan.

    Mit einem Vorsprung von über sieben Sekunden überquerte Charles Milesi als strahlender Sieger die Ziellinie der 6 Stunden von Fuji. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Ferdinand Habsburg und Paul-Loup Chatin sichert er sich den Sieg des 100. WEC-Rennens der Geschichte und den ersten Hypercar-Triumph für den Alpine A424.

    Hinter den freudestrahlenden Siegern kamen die Peugeot-Piloten Paul di Resta, Mikkel Jensen und Jean-Éric Vergne auf Rang zwei ins Ziel und bestätigten die Leistung des 9X8 aus COTA erneut. Platz drei ging an die amtierenden Weltmeister Kévin Estre und Laurens Vanthoor im Porsche #6, die sich nach einem schlechten Qualifying-Ergebnis von Startplatz 17 durch das Feld kämpften.

    Start 6 Stunden von Fuji 2025.

    Das Rennen am Fuße des Mount Fuji ließ Fahrern, Fans und Teams wenig Verschnaufpausen. Nachdem die Cadillac-Mannschaft das Rennen aus der ersten Startreihe aufnahm, dominierten sie das Geschehen für rund zwei Stunden. Gelbphasen und Safety-Car-Einsätze sorgten dafür, dass die Abstände immer wieder zusammengeschoben wurden. Nach einem ungewöhnlichen Abflug von BMW-Pilot Raffaele Marciello auf kalten Reifen, übernahm der Peugeot #93 zur Rennhälfte die Führung. Dank einer cleveren Boxenstopp-Taktik konnte sich jedoch die Alpine #35 in der letzten Stunde an die Spitze setzen und das Jubiläumsrennen für sich entscheiden.

    Platz vier ging an den Porsche #5 von Andlauer und Jaminet. Dahinter bejubelte die Peugeot-Mannschaft #94 einen starken fünften Rang, vor dem Aston Martin #009, der mit Marco Sørensen und Alex Riberas das beste Saisonergebnis einfuhr. Toyota und Ferrari blieben in Fuji abgeschlagen von der Spitzengruppe.

    FIA WEC Fuji 2025 LMGT3 Sieger.

    LMGT3: Kampf bis zur Ziellinie

    In der LMGT3-Klasse lieferten sich die Protagonisten erneut einen sehenswerten Kampf über die gesamte Renndistanz von sechs Stunden. Nach spektakulären Tankstopps in den letzten fünf Minuten vor Rennende, überquerte Alessio Rovera im Ferrari #21 die Ziellinie als Führender, wurde aber aufgrund einer 5-Sekunden-Strafe auf Rang zwei gewertet. Demnach ging der Sieg an die Corvette-Mannschaft #81 rund um Charlie Eastwood, Tom van Rompuy und Rui Andrade. Der BMW #31 komplettierte das hartumkämpfte Podium in der LMGT3-Kategorie.

    Das gesamte Renngeschehen aus Japan kann in unserem Live-Ticker nachgelesen werden. Die gesamte Ergebnisliste ist gibt es hier.

    Foto-Copyright: Javier Jimenez & Julien Delfosse / DPPI

  • Cadillac auf Pole in Fuji – Aston Martin feiert LMGT3-Bestleistung

    Cadillac auf Pole in Fuji – Aston Martin feiert LMGT3-Bestleistung

    Das Cadillac Hertz Team Jota sicherte sich mit einer starken Qualifying-Leistung für die 6 Stunden von Fuji seinen dritten Podiumsplatz der Saison.

    Alex Lynn, Fahrer des V-Series.R mit der Startnummer 12, setzte sich in einer packenden Hyperpole-Session wenige Minuten vor Schluss knapp gegen seinen Teamkollegen Sébastien Bourdas (#38) durch. In seiner letzten Runde legte er noch einmal nach und holte mit 0,439 Sekunden Vorsprung souverän die Pole-Position.

    Aus der zweiten Reihe startet der Aston Martin Valkyrie (#009), nachdem Marco Sørensen mit seiner sechsten Hyperpole-Runde in letzter Sekunde den dritten Platz erkämpfte. Damit feierte Aston Martin in seiner Debütsaison in der Hypercar-Kategorie der FIA WEC das bislang beste Qualifying-Ergebnis.

    Komplettiert wird die zweite Startreihe vom Peugeot 9X8 (#93), der mit Mikkel Jensen am Steuer knapp eine halbe Sekunde langsamer war als die Pole-Zeit. Die Meisterschaftsanwärter Ferrari (#51) und Porsche (#5) mussten sich dagegen mit den Plätzen fünf und sechs zufriedengeben.

    Barrichello glänzt für Aston Martin in der LMGT3

    Racing Spirit of Léman (#10) sicherte sich dank einer starken Qualifikationsleistung von Eduardo Barrichello die erste Poleposition der Saison. Der Brasilianer setzte seinen Aston Martin Vantage AMR LMGT3 mit 0,03 Sekunden Vorsprung vor den #95 United Autosports McLaren 720S.

    Auch die zweite Startreihe für das Rennen am Sonntag ist fest in McLaren- und Aston-Martin-Hand. Der United Autosports (#59) belegte Platz drei, gefolgt vom Heart of Racing Team Aston Martin (#27) auf Rang vier.

    Das 6-Stunden-Rennen von Fuji startet am Sonntag um 11:00 Uhr Ortszeit (4:00 Uhr MEZ). Auf unserer Seite findet ihr alle Informationen zur Live-Übertragung. Die vollständigen Qualifying- und Hyperpole-Zeiten können hier nachgelesen werden.

    Foto-Copyright: Charly López / DPPI

  • Max Verstappen im Ferrari 296 GT3 auf der Nordschleife

    Max Verstappen im Ferrari 296 GT3 auf der Nordschleife

    Der 57. ADAC Barbarossapreis am 27. September 2025 wirft seine Schatten voraus. Erstmalig startet der vierfache Formel-1-Weltmeister Max Verstappen in einem GT3-Boliden auf der Nürburgring-Nordschleife. Das Rennen kann kostenlos im Live-Stream verfolgt werden.

    Für Verstappen wird im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing ein lang gehegter Traum wahr. Gemeinsam mit dem Briten Chris Lulham greift der F1-Pilot am Wochenende in das Ferrari-Lenkrad. Bereits im Vorfeld bereitete sich das Duo akribisch vor und erarbeiteten sich die notwendige DMSB-Permit-Nordschleife in der Kategorie A.

    WEC-Champion und Le Mans-Sieger in der Startauftsellung

    Neben dem GT3-Debüt von Max Verstappen, bietet das vorletzte Rennen der NLS-Saison 2025 noch weitere spannende Verpflichtungen im Fahrerfeld.

    In der SP9-Klasse, der höchsten Kategorie, erwartet Verstappen und Lulham starke Konkurrenz. So schickt das Haupt Racing Team beispielsweise zwei Ford Mustang GT3 ins Rennen. Eines dieser Fahrzeuge wird von den Nordschleifen-Experten Frank Stippler und Vincent Kolb pilotiert, die kürzlich den ersten Mustang-Sieg am Ring feierten. Im zweiten Ford Mustang GT3 wird DTM-Pilot und Le Mans-Klassensieger Fabio Scherer gemeinsam mit Dennis Fetzer und Jann Mardenborough antreten.

    Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Porsche 911 GT3 von Dinamic GT mit Bastian Buus und dem amtierenden WEC LMGT3 Champion Joel Sturm am Steuer. Auch Rundenrekordhalter Christian Krognes wird im Aston Martin Vantage GT3 mitmischen und dabei für spannende Duelle sorgen.

    Los geht es am Samstag, dem 27.09.2025, um 12:00 Uhr. Das Rennen kann kostenlos im Live-Stream der ADAC Nürburgring Langstrecken Serie verfolgt werden.

    Bilder © Martin Bormann | Martin.Motorsport

  • Starke Performance von Peugeot und Lexus beim Fuji-Training

    Starke Performance von Peugeot und Lexus beim Fuji-Training

    Der Auftakt zum 100. WEC-Rennen in Fuji präsentierte die Hypercar-Klasse äußerst ausgeglichen und zeigte erneut die Stärke von Peugeot nach ihrem Podiums-Erfolg in Austin.

    Bereits im FP1 legte Loic Duval im #94 Peugeot 9X8 mit 1:30.152 Minuten die schnellste Runde vor und verwies das Schwesterauto von Jean-Eric Vergne auf Platz zwei. Ein positives Zeichen, dass die Franzosen ihr Setup weiter perfektionieren konnten. Die beiden Aston Martin Valkyrie (#009 und #007) platzierten sich direkt dahinter und bestätigten die kontinuierliche Fortschritt der britischen Crew.

    Beim Porsche Penske-Team stach insbesondere die #5 hervor. Julien Andlauer und Mathieu Jaminet fuhren die fünftbeste Zeit, nur knapp vor der favorisierten Toyota-Crew (#8), die mit Hartley, Buemi und Hirakawa auf einen historischen zehnten Sieg in Fuji schielt. Alpine und Ferrari komplettierten die Top-10, mit allen großen Herstellern innerhalb weniger Zehntel Sekunden.

    Im FP2 knüpfte Peugeot an starke Ausgangslage an: Mikkel Jensen fuhr im #93 9X8 die Tagesbestzeit (1:29.495 Minuten). Porsche Penske blieb in Schlagdistanz, Aston Martin zeigte weiterhin eine starke Pace, während Toyota und Alpine nach wie vor auf Podiumskurs arbeiten. Der Ferrari (#50) rangierte hingegen auf Platz acht und die Vorjahressieger von Porsche (#6) landeten gar auf Rang zehn.

    Der Fuji Speedway am Fuße des namensgebenden Berges.
    Der namensgebenden Berg unweit der Strecke – in diesem Jahr erneut ohne Schnee am Gipfel.

    LMGT3: Lexus auf der Heimstrecke dominant

    Das LMGT3-Feld in Fuji profitierte die Lexus-Mannschaft vom Heimvorteil. Ben Barnicoat markierte im FP1 mit 1:41.257 Minuten die Bestzeit im #78 Akkodis ASP Lexus, dicht gefolgt von der TF Sport Corvette (#81). Beide Fahrzeuge trennte gerade einmal 0,033 Sekunden.

    Die McLaren-Crew von United Autosports setzte ihre starke Linie der vergangenen Rennen fort und landete auf Rang drei, während Ferrari, BMW und Ford die Verfolgergruppe bilden. Fünf verschiedene Hersteller in den Top-5 zeigen, wie ausgeglichen die LMGT3-Klasse aktuell ist. Das Vista AF Corse-Team, das in COTA nachträglich zurückgestuft wurde, rangiert erneut vorn und will Wiedergutmachung.

    Auch im FP2 dominierte Lexus, diesmal mit dem #87 von Clemens Schmid (1:41.431 Min.), knapp vor dem United Autosports McLaren (#59) und dem #78-Lexus. Porsche (Manthey 1stPhorm) als Punkteführer landete auf Rang vier. Ferrari (#21), Ford Mustang und Aston Martin komplettierten die starke Top-6.

    BoP-Ausblick und Favoriten-Chancen

    Die Trainings zeigen in Fuji erneut, wie ausgeglichen das Feld ist. Peugeot setzt einen frühen Favoritenstatus, doch Porsche, Aston Martin und Toyota bleiben in Lauerstellung. Die Balance of Performance dürfte am Renntag den entscheidenden Unterschied ausmachen. Gerade in der LMGT3-Klasse, in der Hundertstel entscheiden, kommt es in Fuji auf starke Nerven an. Die Herstellervielfalt in den Toprängen verspricht für den Rennsonntag ein Duell auf höchstem Niveau.

    Ob Lexus auf der Heimstrecke den LMGT3-Heimsieg holt und Peugeot die Trainingsdominanz in ein Top-Ergebnis umwandelt? Das vorletzte Saisonlauf der WEC in Fuji lässt alle Optionen offen für ein packendes Rennen. Alle Zeiten vom FP1 und FP2 haben wir entsprechend verlinkt.

    Bilder © FIA WEC-Pressematerial (Julien Delfosse / DPPI)

  • Fabio Scherer vor GT3-Debüt auf der Nordschleife

    Fabio Scherer vor GT3-Debüt auf der Nordschleife

    Le-Mans-Sieger Fabio Scherer steht vor seinem GT3-Debüt auf der Nürburgring-Nordschleife. Am kommenden Wochenende wird der Schweizer beim 57. ADAC Barbarossapreis (4h) im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Team an den Start gehen.

    Nach seinem überraschenden Wechsel in die DTM, wo Scherer den Ford Mustang GT3 in der laufenden Saison pilotiert, hatte der Schweizer bereits angedeutet, dass er auch eine Rückkehr auf die Langstrecke anstrebt. Der Le-Mans-Klassensieger ist mit der Nordschleife bereits vertraut, da er im Laufe dieser Saison seine Permit, den Führerschein für die Top-Klassen, auf einem Hyundai i30N absolvierte.

    „Ich freue mich riesig, mein Nordschleifen-Debüt zu geben, vor allem mit HRT und Ford“, berichtet Scherer freudig gegenüber Endurance Archive und fügt hinzu: „Ich glaube, wir haben uns in eine gute Richtung entwickelt und ich hoffe, wir können das auch auf der Nordschleife abrufen. Mein Fokus liegt darauf, einfach mal meine Runden zu drehen und gar nicht zu viel auf die Zeiten zu schauen.“

    Fabio Scherer DTM Nürburgring 2025
    Fabio Scherer im Ford Mustang GT3 beim diesjährigen DTM-Wochenende auf dem Nürburgring.

    Vor seinem Einsatz beim 4-Stunden-Rennen möchte der Ford-Pilot bewusst Druck herausnehmen und sich auf das Sammeln von Erfahrung auf der anspruchsvollen Nordschleife konzentrieren. „Klar würde ich einen Sieg mitnehmen, wenn es möglich ist, aber das ist nicht Prio Nummer eins“, so Scherer.

    Dabei wird der 26-Jährige vor allem von der Erfahrung seines HRT-Teamkollegen Frank Stippler profitieren, der beim letzten NLS-Lauf mit Vincent Kolb den ersten Ford Mustang GT3-Sieg in der Grünen Hölle einfuhr.

    „Einen Stippi als Teamkollegen zu haben, ist natürlich super. Da kann man sicher auch viel lernen. Ich freue mich riesig darauf und möchte mich bei HRT für die Möglichkeit bedanken.“

    Zeitplan und Livestream am Nürburgring

    Das Wochenende verspricht eine besondere Premiere für Motorsport-Fans: Neben Fabio Scherer wird auch Formel-1-Weltmeister Max Verstappen sein GT3-Debüt auf der Nordschleife geben. Der erwartete Zuschaueransturm an der Strecke sowie vor den Bildschirmen dürfte damit riesig sein.

    Für alle Fans gibt es auf dem offiziellen YouTube-Kanal der NLS einen kostenlosen Livestream zum Rennen.

    • Qualifying: Samstag, 27.09., 8:30 Uhr – 10:00 Uhr
    • Rennen: Samstag, 27.09., 12:00 Uhr – 16:00 Uhr

    Bilder © Martin Bormann | Martin.Motorsport

  • Die 6 Stunden von Fuji 2025 live verfolgen: Der große Überblick

    Die 6 Stunden von Fuji 2025 live verfolgen: Der große Überblick

    Am kommenden Wochenende (26.–28. September) macht die FIA WEC Halt in Japan. Mit den 6 Stunden von Fuji steht das vorletzte Saisonrennen an, und der Kampf um die WM-Krone geht in die heiße Phase.

    Nach den spektakulären Rennen in São Paulo und Texas ist das Interesse an den verbleibenden Läufen groß. Hier ist unser Überblick, wie man die FIA WEC in Fuji live verfolgen kann.

    Die Action beginnt am Donnerstag

    Die ersten beiden freien Trainings am Donnerstag werden nicht live übertragen. Fans können die Rundenzeiten und das Geschehen auf der Strecke jedoch über das offizielle Live-Timing auf fiawec.tv verfolgen. Das erste freie Training startet um 04:00 Uhr und das zweite um 08:30 Uhr (beide MESZ).

    Wie gewohnt überträgt die Serie das dritte freie Training live und kostenlos auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal. Die einstündige Session beginnt am Freitag, dem 27. September, um 03:20 Uhr MESZ.

    Qualifying und Rennen

    Das Qualifying und die Hyperpole finden am Freitag statt. Das Qualifying für die LMGT3-Klasse beginnt um 07:20 Uhr MESZ, die Hyperpole um 07:40 Uhr MESZ. Anschließend folgen das Qualifying (08:00 Uhr MESZ) und die Hyperpole (08:20 Uhr MESZ) für die Hypercars.

    Der Startschuss für das 6-Stunden-Rennen von Fuji fällt am Samstag um 04:00 Uhr morgens und dauert bis 10:00 Uhr MESZ.

    Streaming-Angebote: Alles in voller Länge sehen

    Für alle, die das Qualifying und das gesamte Rennen live verfolgen möchten, gibt es verschiedene Streaming-Anbieter. Der einfachste Weg, um die FIA WEC-Rennen in voller Länge zu verfolgen, ist die Nutzung von Anbietern wie FIA WEC TV oder Discovery+.

    Hier werden die Sessions in der Regel vollständig übertragen. Auch in den USA und Kanada gibt es mit Max eine Option, die allerdings kostenpflichtig ist. Für Fans aus Österreich ist die Übertragung der ORF TVthek eine kostenfreie Alternative, allerdings nur mit englischem Kommentar. Eine detaillierte Auflistung aller Anbieter gibt es in unserer Streaming-Übersicht.

    TV-Übertragungen: 6h Fuji im Free-TV

    Aufgrund der Zeitverschiebung und der langen Renndistanz werden die 6 Stunden von Fuji nicht immer vollständig im Fernsehen übertragen. In Deutschland zeigen voraussichtlich Eurosport 1 und Sport 1 Teilausschnitte, während Fans in Österreich das Rennen auf ORF Sport+ verfolgen können. Weitere Informationen zu den Übertragungen in Europa und den USA gibt es in unsere TV & Streaming-Übersicht.

    Bild © Toyota Gazoo Racing

  • IDEC Sport triumphiert bei ELMS-Rückkehr nach Silverstone

    IDEC Sport triumphiert bei ELMS-Rückkehr nach Silverstone

    Der Oreca mit der Startnummer 18 von IDEC Sport feierte seinen zweiten Gesamtsieg der Saison, als die European Le Mans Series nach sechs Jahren erstmals wieder in Silverstone gastierte – und dabei vor 110.000 Zuschauern ein turbulentes Rennen bot.

    Mehrere schwere Unfälle und wechselhaftes Wetter prägten den Lauf. Aus Sorge vor einer nahenden Wetterfront war der Start um eine Stunde vorgezogen worden. Dennoch musste das Rennen zweimal mit der roten Flagge unterbrochen werden. Am Ende verlängerte sich die Distanz beinahe wieder auf die ursprüngliche Dauer. Die Vorsicht der Organisatoren erwies sich als richtig: Zehn Minuten vor Schluss führte starker Regen zum endgültigen Abbruch.

    Mit einem souveränen Auftritt wahrten Jamie Chadwick, Daniel Juncadella und Mathys Jaubert ihre Titelchancen. Vor dem Saisonfinale in Portimão liegt das Trio nur noch sechs Punkte hinter Spitzenreiter VDS Panis Racing.

    IDEC Sport setzte dabei auf eine clevere Strategie: Nach einem starken Start von Chadwick übernahm Silber-Fahrer Jaubert, bevor sich die Wetterlage verschlechterte. So konnte Platin-Pilot Juncadella das Auto im Schlussteil sicher ins Ziel bringen.

    Der zweite Platz ging an Inter Europol Competition, das bereits zum fünften Mal in Folge Zweiter wurde. Mit nur einem Punkt Rückstand auf IDEC Sport und sieben Punkten auf Tabellenführer VDS Panis Racing reist das Team mit realistischen Titelchancen nach Portugal.

    Der Oreca #43 von Tom Dillmann, Jakub Śmiechowski und Nick Yelloly lag vor dem Regen deutlich in Führung, doch ein Dreher von Yelloly kostete entscheidende Zeit. Platz drei ging an Vector Sport (#10) mit Ryan Cullen, Pietro Fittipaldi und Vladislav Lomko – ihr erstes Podium in dieser Saison.

    Zweiter Pro-Am-Sieg in Folge für Algarve Pro Racing

    Olli Caldwell, Kriton Lendoudis und Alex Quinn holten im Algarve Pro Racing Oreca #20 ihren zweiten Sieg in Serie. Matchwinner war der 24-jährige Brite Quinn, der im Schlussstint den Profi Louis Deletraz im AO by TF Oreca #99 souverän hinter sich hielt.

    Für Dramatik sorgte ein Unfall in der LMP2-Pro-Am-Klasse: François Perrodo (#83, AF Corse) kollidierte auf der Gegengeraden mit einem LMP3-Wagen, der daraufhin in den von Giorgio Roda pilotierten Proton-Oreca #77 krachte. Roda schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Mauer ein, blieb aber unverletzt. Perrodo erhielt eine Durchfahrtsstrafe.

    CLX Motorsport sichert LMP3-Titel vorzeitig

    Der Ligier JS P320 #17 von CLX Motorsport krönte eine dominante Saison und sicherte sich bereits vor dem Finale den Meistertitel in der LMP3. Paul Lanchere, Adrien Closmenil und Theodor Jensen feierten nach dem Ausfall in Spa ihren vierten Sieg im fünften Rennen.

    Platz zwei ging an Quentin Antonel und Stéphane Tribaudini (M Racing, #68), knapp vor dem Ultimate-Ligier #35 von Louis Stern sowie Jean-Baptiste und Matthieu Lahaye.

    Richard Mille AF Corse gewinnt turbulente LMGT3-Wertung

    In der LMGT3-Klasse entwickelte sich ein packendes Duell zwischen den beiden Ferraris #50 (Richard Mille AF Corse) und #86 (GR Racing). Kurz vor der roten Flagge überholte Riccardo Pera (GR Racing) Lilou Wadoux (#50), sodass es zunächst nach dem ersten Klassensieg für GR Racing seit Jahren aussah.

    Die Wertung erfolgte jedoch nach der Runde vor dem Überholmanöver – und so ging der Sieg an Wadoux und ihre Teamkollegen Riccardo Agostini und Custodio Toledo. Mit zwölf Punkten Vorsprung führen sie nun die Meisterschaft an. Platz drei belegte die TF Sport Corvette von Rui Andrade, Charlie Eastwood und Hiroshi Koizumi.

    Das Saisonfinale der European Le Mans Series 2025 – die 4 Stunden von Portimão – steigt am 12. Oktober.

    Alle Bilder: Photo©JEP – www.jakobebrey.com

  • Porsche siegt im Taktik-Krimi beim Lone Star Le Mans

    Porsche siegt im Taktik-Krimi beim Lone Star Le Mans

    Beim Lone Star Le Mans zeigte Porsche die beste Performance und sicherte sich unter unberechenbaren und wechselhaften Bedingungen den ersten Sieg der Saison 2025.

    Die sonst auf dem Circuit of The Americas wichtige Pole-Position war beim sechsten Lauf der FIA WEC bedeutungslos. Strategische Wechsel, Starkregen und unvorhersehbare Überraschungsmomente dominierten das diesjährige 6-Stunden-Rennen.

    Ein Rennen voller Wendungen

    Der Lone Star Le Mans 2025 begann so turbulent wie selten zuvor. Über Texas ging ein stundenlanger Starkregen nieder, der das Rennen von Anfang an auf den Kopf stellte. Die ersten zwei Stunden verbrachten die 36 Fahrzeuge fast ausschließlich hinter dem Safety Car und unter roten Flaggen.

    Die ersten Positionsverluste ließen nicht lange auf sich warten: Porsche-Pilot Matthieu Jaminet drehte sich spektakulär im nassen Asphaltband. BMW wurde frühzeitig durch einen Hybriddefekt gestoppt, die Peugeot-Mannschaft #93 handelte sich eine Drive-Through-Strafe wegen eines Boxenvergehens ein.

    Trotz langwierigen Reparaturen und zahlreichen Neutralisierungen ging es erst nach knapp zwei Stunden mit echten Rennduellen los. Der AF Corse-Ferrari #83 mit Phil Hanson führte das Feld zurück auf die Strecke, konnte sich aber unter den Extrembedingungen nur schwer behaupten.

    Der Start des Rennens war von Regen dominiert

    Kampf um die Spitze: Ferrari und Porsche im Fokus

    Kaum war das Rennen freigegeben, begann das Taktik-Spiel zwischen Ferrari, Porsche und den Herausforderern von Peugeot und Aston Martin. Hanson im #83 Ferrari zog das Tempo an, Calado im #51 Ferrari folgte dicht dahinter. Porsche mischte mit dem Werkswagen #6 und den beiden Markenkollegen ebenfalls vorne mit.

    Doch wieder und wieder zwangen Unfälle – etwa die Crashes von Alpine und Aston Martin am Turn 4/5-Komplex – die Rennleitung zur Safety-Car-Phase und sorgten für Verschiebungen im Klassement. Das Streckenteam leistete über die Renndistanz hinweg in Rekordzeit Aufbauarbeit an den Barrieren.

    Mit dem nächsten Neustart verteidigte Ferrari die Führung, während Porsche sich zur Attacke bereitmachte. Matt Campbell in der #6 nutzte einen fehlerfreien Mittelstint, ehe Kévin Estre bei einem Safety-Car-Restart gegen Alessandro Pier Guidi entschlossen ansetzte. In Turn One gelang die entscheidende Attacke, der Porsche lag nun vorne.

    Die wechselnden Wetterbedingungen verlangten den Fahrern eine taktische Glanzleistung ab, denn der Asphalt trocknete zum Ende hin langsam. Das Team Penske Pokerte mit Reifenentscheidungen und baute nach jedem Neutralisations-Intervall den Vorsprung in kleinen Schritten weiter aus.

    Der Porsche 963 in Texas

    Porsche siegt dank meisterhafter Rennausführung

    Im weiteren Rennen überzeugte Estre mit Ruhe. Jeder Führungswechsel wurde mit schnellen Runden und kontrolliertem Risiko abgewehrt. Porsche Penske Motorsport holt mit knapp zehn Sekunden Vorsprung seinen ersten Sieg in der laufenden FIA WEC-Saison. Miguel Molina brachte den Ferrari #50 auf Rang zwei durchs Ziel.

    Peugeot feiert mit den Plätzen drei und vier das beste Ergebnis seit dem Einstieg in die FIA WEC. Alessandro Pier Guidi wurde nach einem Reifenschaden zurückgeworfen, schaffte aber mit kämpferischem Einsatz eine spektakuläre Aufholjagd. Am Ende steht Rang fünf – und die Tabellenführung wird knapp verteidigt.

    Der privat eingesetzte Ferrari #83 kann mit Rang sieben leben und sichert AF Corse die frühzeitige Hypercar-Teamkrone. Cadillac und Aston Martin kämpfen sich ebenfalls in die Top-10, wobei der São-Paulo-Sieger trotz Aufholjagd nicht über Rang acht hinauskommt.

    Der siegreiche McLaren in der LMGT3

    LMGT3: Reifenpoker und Drama bis zur Ziellinie

    Auch bei den LMGT3-Fahrzeugen drehte sich alles um Strategie und Durchhaltevermögen. Proton Competition mit dem Ford Mustang #77 dominierte zunächst Teile des Rennens. Doch abtrocknende Bedingungen zwangen die Teams zu mutigeren Reifenwechseln und risikoreichen Schlussattacken.

    Wenige Minuten vor Schluss übernahm Ferrari mit Davide Rigon kurz die Führung, doch eine Zeitstrafe nach Kontakt warf das Team zurück. Dieser Umstand bescherte United Autosports im McLaren #95 seinen ersten WEC-Klassensieg. der zweite Platz ging an den BMW #46 (Team WRT), gefolgt vom Vista AF-Corse Ferrari #54. Der beste Ford Mustang (#77) musste sich am Ende mit Rang sechs begnügen.

    Die Zeitstrafen und technische Defekte mischten das Fled insgesamt heftig durch. Von den Iron Dames, über den Manthey-Porsche bis hin zum Akkodis ASP Lexus mussten viele Favoriten Federn lassen ohne Chancen auf den Sieg.

    Schwierige Bedingungen zur Mitte des Rennens

    Rennhöhepunkte, Rückschläge und wissenswertes

    Das Rennen war reich an bemerkenswerten Momenten. Unfälle häuften sich, die engen Duelle zwischen Ferrari, Porsche und Peugeot sorgten für Adrenalin und taktische Finessen. Besonders Peugeot zeigte sein bisher stärkstes WEC-Gesicht und katapultierte zwei Autos auf die Plätze drei und vier – ein Meilenstein für das französische Werksteam.

    In der LMGT3-Kategorie zeigte sich, wie unbarmherzig Langstreckenrennen sein können. Reifenwechsel zur letzten Sekunde, Strafen wegen Berührungen, große Namen am Limit. McLaren und United Autosports schrieben mit ihrem Überraschungssieg Geschichte.

    Das Lone Star Le Mans 2025 bleibt ein Paradebeispiel, wie Wetterextreme, Strategie und Teameinsatz die Dynamik eines Langstreckenrennens prägen können. Die Entscheidung über Reifen, das Erkennen des richtigen Moments für Attacken und ein kühler Kopf am Steuer waren der Schlüssel.

    Porsche hat gezeigt, wie man ein Rennen perfekt ausführt, und McLaren holt sich seinen ersten Triumph in der LMGT3-Klasse. Ferrari muss seine Titelambitionen nach Rückschlägen auf Fuji vertrösten, während Peugeot langsam in die Liga der Spitzenteams vorrückt.

    Die kompletten Rennergebnisse gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Alessandro Sala

  • Kubica, Ferrari & Ford dominieren das Qualifying in Texas

    Kubica, Ferrari & Ford dominieren das Qualifying in Texas

    Die Qualifikation zum Lone Star Le Mans 2025 in Texas lieferte eine teils chaotische Bühne für den sechsten Lauf der FIA WEC. Davon profitierten Kubica, Ferrari und Ford.

    Pole für Kubica und Ferrari: Ein Statement im Titelkampf

    Der Circuit of the Americas zeigte einmal mehr seine Launenhaftigkeit, als nach brütender Hitze im Training mitten in der Qualifikation leichter Regen für rutschige Fahrbedingungen und taktische Unsicherheit sorgte.

    Robert Kubica sicherte sich im privat eingesetzten Ferrari 499P in Texas die Hypercar-Pole und hält damit die Titelhoffnungen im Duell gegen das Werksteam weiter hoch. Nach riskanten Wechseln auf Regenreifen der Cadillacs und des #7 Toyota, die zunächst aufzugehen schienen und dann jäh zurückfielen, nutzte das AF Corse Team die Chance und setzte alles auf einen späten Angriff.

    Kubica bewies dabei erneut seine Ausnahmestellung unter schwierigen Bedingungen und holte sich die erste Hypercar-Pole der Saison für ein Privatteam, knapp vor dem Werks-Ferrari von Pier Guidi, Calado und Giovinazzi, welcher durch einen Fahrfehler gegen Ende den Angriff auf die Pole einbüßte.

    Stark im Qualifying zeigte sich der private Proton-Porsche #99

    Kräfteverhältnisse und Überraschungen in der Hypercar-Klasse

    Das verflixte Wetter sorgte für etliche Verschiebungen im gewohnten Kräftefeld. Nach einer Steward-Entscheidung verlor Peugeot alle Rundenzeiten seines #93 Hypercars und stand am Schluss des Klassements. Damit rückten Kévin Estre im Porsche Penske auf Rang drei und Nicklas Nielsen im zweiten Werks-Ferrari auf Position vier.

    Beeindruckend war auch Nicolas Varrone, der im privaten Proton-Porsche Fünfter wurde. Alpine und Toyota komplettierten die Top 7, während BMW und der neue Aston Martin Valkyrie zum ersten Mal in die Hyperpole der Top Ten fahren konnten. Die Wettbewerbsdichte an der Spitze lässt für das Rennen eine offene Strategie und spannende Überholmanöver erwarten.

    Ford verwies beim Heimrennen den starken McLaren auf Startlatz drei und sichert sich die Pole

    LMGT3: Ford Mustang-Doppelspitze auf heimischen Boden

    In der LMGT3-Klasse setzte Proton Competition mit den beiden Ford Mustangs ein Ausrufezeichen auf amerikanischem Boden. Ben Tuck (#77) und Giammarco Levorato (#88) lieferten sich ein brisantes Teamduell, das Levorato mit einem blitzsauberen Schlusssprint hauchdünn für sich entschied.

    Levorato profitierte von einer nachträglichen Aufnahme ins Hyperpole-Feld, nachdem der #87 Lexus disqualifiziert wurde. Die Startpositionen eins und zwei im Rennen sind für Ford ein besonders emotionales Highlight und eine tolle Belohnung für die Fans vor Ort.

    Den dritten Startplatz übernimmt der McLaren #95, welcher sich ebenfalls stark an diesem Wochenende zeigte. Dahinter auf den Rängen vier und fünf platzierten sich der BMW #46 und die Corvette #33.

    Die Flagge von Texas über dem Circuit of the Americas

    Ausgangslage und Vorschau für das Rennen

    Die Topteams in der Hypercar-Klasse gehen von unterschiedlichen Startplätzen ins Rennen. Sowohl der private Ferrari von Kubica, als auch die Werksfahrzeuge erscheinen stark in Texas. Ebenfalls in Bestform zeigt sich die Porsche-Penske-Mannschaft, doch auch die Underdogs wie Proton und Alpine können im Sechs-Stunden-Rennen auf ihre Chance hoffen.

    Die Bedingungen auf dem Circuit of The Americas bleiben unberechenbar – das Qualifying hat gezeigt, dass sowohl Erfahrung als auch Mut bei schnellen Entscheidungen über Sieg und Niederlage entscheiden können. Das Rennen startet am Sonntag um 13:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ) und verspricht, ein Schlüsselmoment im WM-Kampf zu werden.

    Alle Zeiten vom Qualifying gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Alessandro Sala

  • BMW dominiert den Trainingsauftakt beim Lone Star Le Mans in COTA

    BMW dominiert den Trainingsauftakt beim Lone Star Le Mans in COTA

    Die Eröffnungstrainings zum Lone Star Le Mans 2025 auf dem Circuit of the Americas (COTA) lieferten spannende Performance-Trends und zeigten die hohe Motivation der Top-Teams.

    Besonders BMW setzte mit Bestzeiten im FP2 ein Ausrufezeichen und unterstrich seine starke Ausgangsleitung zu Beginn des Rennwochenendes.

    Hypercar: BMW vor Ferrari an der Spitze beim Lone Star Le Mans

    Das FP1 eröffnete das Cadillac Hertz Team JOTA (#12) mit Will Stevens am Steuer als schnellsten der Session – ein Statement, das dem US-Hersteller auf heimischem Boden zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Die Zeit von 1:53.584 Minuten setzte bei hochsommerlichen Bedingungen den Maßstab, dicht gefolgt von Aston Martin Valkyrie (#007) und der Vorjahressieger-Crew von AF Corse Ferrari (#83).

    Die Session endete jedoch abrupt: Der führende Cadillac landete im Kiesbett von Kurve 7, während Sheldon van der Linde im BMW (#20) eine weitere rote Flagge auslöste – beide Zwischenfälle zeigen, wie intensiv das Team-Setup und die Fahrwerksarbeit im Fokus stehen.
    Im FP2 des Lone Star Le Mans konnte BMW das Blatt wenden: Sheldon van der Linde gelang eine beeindruckende Rundenzeit von 1:51.946 Minuten, rund vier Zehntel vor Antonio Giovinazzi im Ferrari AF Corse (#51).

    Aston Martin (#009) schloss nach konstant guter FP1-Performance erneut knapp hinter Ferrari ab, während Porsche Penske Motorsport im zweiten Training einen deutlichen Sprung nach vorne machte. Der letztjährige COTA-Sieger (#83 Ferrari) hielt sich stabil im Vorderfeld, genauso wie die Schwester-Autos von Ferrari und Aston Martin. Toyota (#7) und Cadillac (#12) platzieren sich ebenfalls unter den Top-10.

    Besonders auffällig: Die Strecke zeigt sich in diesem Jahr gnadenlos. Technische Defekte (BMW #15 mit MGU-Problemen, diverse Rot-Flaggen) und zahlreiche gestrichene Runden wegen Track Limits bestätigen den Testcharakter der Sessions.

    McLaren / United Autosports dominiert in der LMGT3-Klasse

    LMGT3: Corvette stark, United Autosports mit Podiumstendenz

    In der LMGT3-Klasse konnte TF Sport Corvette sowohl im ersten Training als auch auf die Gesamtperformance einen ersten Platz verbuchen. Daniel Juncadella und Charlie Eastwood trennten nur 0,057 Sekunden auf den schnellsten Runden.

    United Autosports bestätigte jedoch mit dem #95 McLaren den Podiumserfolg aus dem Vorjahr und landete im FP2 auf Platz eins. Sean Gelael sicherte mit 2:06.545 Minuten den Bestwert. Der Iron Dames Porsche und die Proton Competition Mustang kämpften sich ebenfalls ins Vorderfeld, wobei die Zeitabstände zwischen den Top-Teams minimal bleiben und auf ein enges Rennen am Sonntag hindeuten.

    Auffällig ist die erneut starke Vorstellung der McLaren-Truppe (United Autosports), wie auch die vordere Platzierung des Akkodis ASP Lexus (#78). Die Damen von Iron Dames und die beiden Ford Mustang von Proton Competition bringen weitere Vielfalt an die Spitze. Der Manthey 1stPhorm zeigte im FP2 ungewohnte Schwächen mit einem 14. Platz – eine Momentaufnahme, die für die Rennaussichten allerdings wenig Relevanz haben dürfte.

    Schlüsselmoment: Der Unfall von Racing Spirit of LeMan (#10 Aston Martin) führte im FP1 zu einer längeren Unterbrechung. Deboer konnte zwar unversehrt aussteigen, doch zeigt schon jetzt: Auch die LMGT3 werden sich am Limit bewegen.

    Hektisches Treiben in der Boxengasse beim freien Training

    BoP-Ausblick und Favoriten

    Noch sagt das Training wenig über die endgültigen Kräfteverhältnisse aus. Gleichwohl deuten die Sessions an, dass BMW, Ferrari, Aston Martin sowie US-Teams wie Cadillac und TF Sport mit Corvette besonders gute Grundspeed finden und ihre Setup-Arbeit gut umsetzen.

    Die Balance of Performance wird entscheidend sein, um die minimalen Zeitunterschiede in den Klassen auszugleichen. Ferrari und AF Corse stehen nach dem Vorjahr unter Druck, ihre Siegambitionen zu bestätigen, während BMW nach dem Top-Speed in FP2 als Geheimfavorit gehandelt werden könnte.

    Das Wochenende verspricht nach den ersten Trainings einen engen Schlagabtausch – mit mehreren Herstellern, die auf Augenhöhe agieren. Ob BMW beim Lone Star Le Mans letztlich vorn landet, bleibt trotz starker Einzelrunden offen. Die BoP und Rennentwicklung dürften die Karten für das 6-Stunden-Rennen beim Lone Star Le Mans noch ordentlich mischen.

    Die vollständigen Zeiten aus FP1 und FP2 haben wir entsprechend für Euch verlinkt.

    Bilder © Alessandro Sala

  • WEC in Austin: Neue Fahrer und ein offener Titelkampf

    WEC in Austin: Neue Fahrer und ein offener Titelkampf

    Nach einer achtwöchigen Sommerpause startet die FIA WEC auf dem Circuit of the Americas (COTA) in die finale Phase der Saison. Die Lokalmatadoren von Cadillac werden nach ihrem Doppelsieg in Brasilien alles daran setzen, um auch vor heimischer Kulisse zu triumphieren.  

    In São Paulo hat sich das Blatt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft gewendet. Nach vier Rennen Ferrari-Dominanz, gab plötzlich Cadillac den Ton an. Dahinter freute sich das Porsche-Werksteam über die Plätze drei und vier – auch BMW, Peugeot und Alpine sammelten zuletzt wichtige WM-Punkte. Ferrari verpasste hingegen mit beiden Werksautos ein Top-10-Ergebnis. 

    Für das bevorstehende 6-Stunden-Rennen in COTA, auch Lone Star Le Mans genannt, werden die Karten jedoch neu gemischt. Eine große Rolle werden dabei die erwarteten Temperaturen spielen, wie Urs Kuratle, LMDh-Leiter bei Porsche, erklärt. „Anfang September liegen die Temperaturen in Austin oft deutlich über der 30-Grad-Marke. Der Asphalt heizt sich enorm auf und stellt alle Teams im Hinblick auf die Reifennutzung vor große Herausforderungen.“

    Neue Fahrer im Hypercar

    Aufgrund der Wettervorhersage hat sich die Porsche-Mannschaft dazu entschieden, die Fahrer-Duos Julien Andlauer und Michael Christensen #5 sowie Kévin Estre und Laurens Vanthoor #6 durch je einen weiteren Fahrer zu unterstützen. Somit kehren der Australier Matt Campbell sowie der Franzose Mathieu Jaminet für das Rennen in Texas zurück in die WEC.

    Auch in den anderen Teams gibt es für das Gastspiel in COTA Veränderungen im Cockpit. Toyota begrüßt José María López zurück im GR010 HYBRID #7. Der Argentinier, welcher regulär im Lexus RC F LMGT3 unterwegs ist, ersetzt an diesem Wochenende Mike Conway, der sich vor wenigen Tagen das Schlüsselbein verletzte. Zusätzlich kehrt Stammfahrer Sébastien Buemi zurück zu seinen Teamkollegen Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, die zuletzt in Brasilien als Duo an den Start gingen. 

    Formel-E-Vizeweltmeister Nick Cassidy startet 2026 für Peugeot in der WEC.

    Neben Buemi fehlten auch die beiden Peugeot-Werksfahrer Jean-Eric Vergne und Stoffel Vandoorne beim WEC-Rennen in Interlagos. Grund dafür waren Überschneidungen mit ihren Aktivitäten in der Formel-E-Meisterschaft. In Austin starten sie wieder in der WEC und bringen den frisch gekrönte Formel-E-Vizeweltmeister Nick Cassidy mit an die Strecke. Wie das französische Team bekannt gab, wird Cassidy ab 2026 Stammfahrer im Peugeot 9X8 und in COTA seine ersten Testkilometer fahren. 

    „Ich bin sehr stolz, für Peugeot in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2026 anzutreten. Für eine so ikonische Marke im Langstreckensport zu fahren – insbesondere bei den 24 Stunden von Le Mans – ist eine Traumchance“, so der 31-Jährige nach seiner Verpflichtung als Peugeot-Werksfahrer.

    Titelkampf um die Herstellerwertung

    Nach dem starken Saisonstart liegt Ferrari mit 175 Punkten aktuell an der Spitze der Herstellerwertung. Trotz komfortabler Führung darf sich die Mannschaft aus Maranello bei den bevorstehenden Saisonläufen jedoch keine Fehler erlauben. Sowohl Cadillac als auch Porsche liegen in Schlagdistanz und werden in Austin den WM-Kampf weiter anheizen.

    Porsche bei den WEC 6 Stunden von COTA 2025 live.

    „Zuletzt in São Paulo wollten wir so viele Punkte wie möglich mitnehmen und den Abstand zu den Führenden in der Herstellermeisterschaft verringern. Tatsächlich haben wir mit beiden Autos ein fehlerfreies, schnelles Rennen absolviert und kamen auf den Positionen drei und vier ins Ziel – mehr lag für unser Team nicht in Reichweite“, schildert Jonathan Diuguid, Leitender Direktor Porsche Penske Motorsport. „In Austin treten wir mit dem gleichen Ziel an. Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Performance sowie die operativen Abläufe und wollen den Rückstand in der Herstellerwertung weiter schrumpfen.“

    Los geht es am Freitag, 05.09., mit dem FP1. Die Qualifikation zu den 6 Stunden von COTA startet am Samstag um 22:00 Uhr deutscher Zeit. Rennstart ist am Sonntag, dem 07.09., um 20:00 Uhr. Der gesamten Zeitplan zu den Lone Start Le Mans ist in der Rennübersicht zu finden. Die Übertragungen gibt auf der Seite zu TV & Livestream.

    Titelbild: Toyota Gazoo Racing, Bild 2: Stellantis Media, Bild 3: Porsche Newsroom


  • Fabio Scherer über DTM-Saison und Langstrecken-Pläne

    Fabio Scherer über DTM-Saison und Langstrecken-Pläne

    Auf der Langstrecke hat sich Fabio Scherer in den vergangenen Jahren bereits einen Namen gemacht. Nach sehenswerten Rennen in der WEC und ELMS sowie einem Le Mans-Sieg wechselte der Schweizer in diesem Jahr überraschend in die DTM. Gegenüber Endurance Archive sprach er über seine Zukunft im Langstrecken-Motorsport.

    Bei der 100. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans sorgte Fabio Scherer im Jahr 2023 für große Schlagzeilen in der Motorsportwelt. Trotz gebrochenem Fuß fuhr der Schweizer ganze 158 Runden und sicherte sich mit seinen Teamkollegen Albert Costa und Jakub Śmiechowski den Klassensieg des Langstrecken-Klassikers. Nach einer Saison mit United Autosports in der ELMS verkündete Scherer für 2025 sein DTM-Comeback und somit auch sein Debüt im GT3-Sport.

    Le Mans-Sieger Fabio Scherer im DTM Ford Mustang GT3 auf dem Sachsenring 2025.

    „Die Rückkehr in die DTM war extrem schwierig“, berichtete Fabio Scherer am Sachsenring gegenüber Endurance Archive und fügte hinzu: „In den letzten fünf Jahren bin ich vielleicht vier Qualifyings gefahren. Auf dieser Basis in eine der größten Quali-Meisterschaften zu kommen, war natürlich eine große Umstellung.“

    Dass sich der Engelberger über die Saison stetig weiterentwickelt, stellte er bei den Saisonläufen am Sachsenring unter Beweis. Auf der Strecke, die Scherer schon zu Formel-4-Zeiten gern fuhr, sicherte er sich mit den Plätzen acht und elf wichtige Meisterschaftspunkte. „Es geht in die richtige Richtung. Bei den letzten beiden Rennwochenenden werden wir noch ein paar Lorbeeren sammeln können“, zeigt sich Scherer zuversichtlich.

    LMP2 zu GT3: Kein leichter Umstieg

    In der DTM startet Fabio Scherer mit einem Ford Mustang GT3 seiner Mannschaft HRT Ford Performance. Den Umstieg ins GT3-Cockpit beschreibt der Schweizer, der vor Saisonstart nur wenige Testkilometer sammeln konnte, als Sprung ins kalte Wasser. „Ich bin zuvor noch nie einen Rennwagen mit ABS gefahren – das war in erster Linie wirklich eine Umstellung für mich. Im Vergleich zum LMP2-Fahrzeug hat ein GT3-Bolide natürlich ein höheres Gewicht und weniger Aero, was einen anderen Fahrstil verlangt.“

    DTM-Pilot Fabio Scherer auf dem Sachsenring mit seiner Ford-Mannschaft von HRT.

    Dass sich Scherer im hart umkämpften DTM-Feld behaupten kann, bestätigen die jüngsten Ergebnisse. Auch wenn die Rennserie von seinem gewohnten Umfeld abweicht, ist ihm der Umstieg in die GT3-Klasse sichtlich geglückt. „Ein Rennwochenende in der DTM kannst du nicht mit der WEC oder ELMS vergleichen“, so Scherer auf die Frage nach markanten Unterschieden. „Neben einigen PR-Terminen haben wir in der DTM sowohl Samstag als auch Sonntag Qualifying und Rennen, bei denen man immer am Limit fährt. Auf der Langstrecke ist es die Kunst, das Rennen zu lesen und im richtigen Moment Gas zu geben. In der DTM hingegen ist jede Runde Vollgas – egal ob Outlap oder Inlap.“

    Zukunft: DTM und Le Mans fest im Blick

    Egal ob WEC, IMSA oder VLN – das Einsatzfahrzeug von Fabio Scherer, der Ford Mustang GT3, ist inzwischen auch von der Langstrecke nicht mehr wegzudenken. Diese Entwicklung verfolgt auch der Ford-Pilot mit Blick auf die Zukunft.

    „Es gibt nichts Besseres, als mit einem solchen Auto in der DTM unterwegs sein zu dürfen! Dann auch noch als Schweizer in dieser Rennserie zu starten, ist ein tolles Gefühl. Die DTM ist noch immer die DTM – die Magie der Rennserie ist wieder zurück und ich genieße jede Sekunde, in der ich fahren kann“, freut sich Scherer.

    Le Mans, Nürburgring oder Spa - Ford-Pilot Fabio Scherer möchte alle 24-Stunden-Rennen gewinnen.

    „Es wäre natürlich richtig cool, als erster Schweizer die DTM-Meisterschaft zu gewinnen. Natürlich ist auch die WEC eine fantastische Rennserie und Le Mans, Nürburgring und Spa sind Events, die ich in der Gesamtwertung gewinnen möchte. Aber die DTM hat für mich persönlich schon eine spezielle Bedeutung.“

    Ob wir Fabio Scherer zukünftig auch im Ford auf der Langstrecke erleben werden, bleibt abzuwarten. Gespräche soll es jedoch schon gegeben haben. Seine nächsten Stationen in der DTM sind der Red Bull Ring (12. bis 14. September 2025) sowie der Hockenheimring (03. bis 05. Oktober 2025), zu welchem auch immer zahlreiche Fans aus der Schweiz anreisen.

    Bilder © Martin.Motorsport

  • VDS Panis Racing siegt in Spa, die ELMS tritt in die heiße Phase ein

    VDS Panis Racing siegt in Spa, die ELMS tritt in die heiße Phase ein

    VDS Panis Racing ging am 24. August als Sieger aus dem 4-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps hervor – ein Lauf, der durch zahlreiche Zwischenfälle, Safety-Car-Phasen und Gelbperioden stark beeinflusst wurde.

    Für die Besatzung des Oreca 07 mit der Startnummer 48 – Oliver Gray, Esteban Masson und Charles Milesi – war es bereits der zweite Sieg in Folge. Mit nur noch zwei ausstehenden Rennen konnte das Trio seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 20 Punkte ausbauen.

    Das Safety Car, genauer gesagt der Zeitpunkt seiner Einsätze, erwies sich als rennentscheidend. Nachdem VDS Panis Racing in der Anfangsphase durch einen Zwischenfall seine Führung verloren hatte, kam dem Team später eine weitere Neutralisierung zugute. Während die Konkurrenz mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs war, konnte die Crew ihren vorletzten Boxenstopp einlegen und so entscheidend Zeit gutmachen.

    Auf der Strecke belegte der IDEC Sport Oreca 07 (#18) mit Jamie Chadwick, Dani Juncadella und Mathys Jaubert zunächst Rang zwei, rund zehn Sekunden hinter dem Siegerfahrzeug. Nachträglich erhielt das Team jedoch eine Drei-Minuten-Zeitstrafe, da es während einer Gelbphase die Box angesteuert hatte – ein Regelverstoß, der es bis auf Platz 18 zurückwarf.

    Profiteure dieser Strafe waren die Fahrer des Inter Europol Oreca 07 (#43): Tom Dillmann, Jakub Śmiechowski und Nick Yelloly sicherten sich dadurch ihren dritten zweiten Platz in Folge.

    Das Podium komplettierte der Nielsen Racing Oreca 07 (#24) mit Filipe Albuquerque, Ferdinand Habsburg und Cem Bölükbaşı. Für das Trio war es der erste Podestplatz in der ELMS-Saison 2025.

    Algarve Pro Racing triumphiert in chaotischem LMP2-Pro-Am-Duell

    Auch in der LMP2-Pro-Am-Klasse ging es turbulent zu. Algarve Pro Racing feierte dabei seinen ersten Saisonsieg: Olli Caldwell, Kriton Lendoudis und Alex Quinn bewahrten die Nerven und steuerten den Oreca 07 mit der Startnummer 20 souverän ins Ziel.

    Rang zwei sicherte sich der United Autosports Oreca (#21), während der bisherige Tabellenführer AO by TF (#99) auf Platz drei kam. Damit liegt das Team nun drei Punkte hinter Algarve Pro Racing (#20) – bei noch zwei ausstehenden Rennen.

    Neuer Sieger in der LMP3-Klasse

    Für die bislang dominierende Mannschaft der Saison in der LMP3 lief es in Spa alles andere als nach Plan. Der CLX Motorsport Ligier JS P325 (#17) schied kurz vor Rennende nach einem Zwischenfall aus, als Adrien Closmenil im Duell mit dem Eurointernational Ligier (#11) von Ian Aguilera von der Strecke abkam und im Kiesbett strandete. Damit verpasste das Team die Chance, in Belgien bereits beide LMP3-Titel zu sichern.

    Den Sieg holten sich stattdessen Rik Koen, Daniel Nogales und Jacek Zielonka im Ligier JS P320 (#8) des polnischen Teams Virage. Auf Rang zwei folgte der RLR M Sport Ligier (#15) mit Michael Jensen, Gillian Henrion und Nick Adcock. Das Podium komplettierte schließlich der Eurointernational Ligier (#11) mit Ian Aguilera und Fabien Michal.

    Racing Spirit of Léman übernimmt nach LMGT3-Sieg die Meisterschaftsführung

    Der Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (#59) von Racing Spirit of Léman mit Erwan Bastard, Valentin Hasse-Clot und Clément Mateu entschied die LMGT3-Klasse in Spa für sich – nach einem packenden Duell in der letzten Runde mit dem Iron Lynx Mercedes-AMG GT3 (#63) von Martin Berry, Lorcan Hanafin und Fabian Schiller.

    Hasse-Clot kam beim letzten Boxenstopp knapp vor Schiller wieder auf die Strecke und verteidigte die Führung trotz massiven Drucks bis ins Ziel. Mit diesem Sieg machte das RSL-Trio in der Meisterschaft einen großen Sprung nach vorn: Das Team überholte gleich sechs Konkurrenten im Titelkampf und führt nun mit einem Punkt Vorsprung auf die Iron Dames (#85).

    Rang drei ging an den Kessel Racing Ferrari 296 GT3 (#57) mit Takeshi Kimura, Ben Tuck und James Calado.

    Die nächste Runde der European Le Mans Series 2025 steht am 14. September an: Mit dem 4-Stunden-Rennen von Silverstone kehrt die Serie erstmals seit 2019 wieder nach Großbritannien zurück. Alle Ergebnisse der vierten Runde in Spa-Francorchamps findet ihr hier.

  • Algarve Pro Racing an der Spitze in Spa

    Algarve Pro Racing an der Spitze in Spa

    Mit einer 90-minütigen Trainings-Session beendete die ELMS in Spa-Francorchamps ihre Sommerpause.

    In der Vorbereitung auf das 4-Stunden-Rennen am Sonntag umrundete Alexander Quinn #20 die Strecke im FP1 als schnellster Fahrer. Mit einer Zeit von 2:01.091 Minuten setzte sich der Brite in seinem Boliden aus der LMP2 Pro/Am-Klasse vor den Spitzenreiter in der LMP2-Kategorie.

    Schnellster Fahrer in der LMP2-Klasse war Nick Yelloly im Inter Europol Competition #43. Hinter ihm fuhr Doppelsieger Daniel Juncadella #18 die drittschnellste Trainingszeit. Mit einer Runde von 2:01.595 Minuten sicherte sich die #77 von Proton Competition den vierten Rang und damit den zweiten Platz in der LMP2 Pro/Am-Wertung, vor TDS Racing #29.

    European Le Mans Series in Spa-Francorchamps 2025.

    In der LMP3-Klasse beendete Team Virage #8 das erste Freie Training an der Spitze des Feldes. Die zweitschnellste Trainingszeit sicherte sich CLX Motorsport #17 im baugleichen Ligier JS P325-Toyota. Griffin Peebles komplettierte die Top-3 in seinem Boliden von WTM by Rinaldi Racing #12.

    Mit einer Zeit von 2:17.981 Minuten fuhr McLaren-Pilot Wayne Boyd #23 frühzeitig die schnellste Runde in der LMGT3-Kategorie. Lokalmatador Alessio Picariello beendete den Freitag mit seinem Porsche #60 auf der zweiten Position. Rang drei sicherte sich der Ferrari 296 LMGT3 #74 der Kessel Racing-Mannschaft, gefolgt vom Schwesterauto #57 und dem GR Racing-Ferrari #86.

    ELMS-Zeitplan in Spa

    Weiter geht es am Samstag, dem 23. August, mit dem FP2 sowie der Qualifikation. Das 4-Stunden-Rennen startet am Sonntag um 13:00 Uhr und kann im kostenlosen Livestream verfolgt werden. Alle Ergebnisse aus dem FP1 gibt es hier.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • ELMS in Spa: Start in den Titelkampf

    ELMS in Spa: Start in den Titelkampf

    Vom 22. bis 24. August startet die European Le Mans Series (ELMS) in die zweite Saisonhälfte. Mit Blick auf die aktuelle Meisterschafts-Wertung wird klar, dass die 4 Stunden von Spa-Francorchamps viel Spannung bereiten werden.

    Mit 44 Fahrzeugen und 129 Fahrern aus aller Welt verspricht das Rennen in Spa erneut Hochspannung. Besonders im Fokus steht dabei der Kampf um die denkbar knappe Meisterschafts-Führung.

    In der LMP2-Klasse liegt das Team von VDS Panis Racing nur einen Punkt vor IDEC Sport, während Inter Europol Competition nur wenige Zähler dahinter lauert. Auch in der LMP2 Pro/Am-Wertung ist alles offen: Hier trennen die sechs besten Teams lediglich 13 Punkte.

    Einzig in der LMP3-Kategorie dominiert aktuell nur eine Mannschaft. Mit einem Vorsprung von 45 Punkten könnte sich das Team von CLX Motorsport bereits in Spa vorzeitig den Titel sichern.

    Spannung wird hingegen auch in der LMGT3-Klasse geboten, wo das Ferrari-Team Spirit of Race die Wertung mit knappen sechs Punkten anführt.

    Kostenloser Eintritt am Freitag

    Für alle Fans vor Ort gibt es tolle Neuigkeit: Am Freitag, den 22. August, ist der Zutritt zur Rennstrecke kostenfrei. Somit haben Langstrecken-Fans die Möglichkeit die Trainings der ELMS sowie der Rahmenserien Michelin Le Mans Cup und Ligier European Series live zu erleben. Für das gesamte Rennwochenende sind Tickets bereits ab 10 Euro erhältlich.

    Livestream und Zeitplan

    Für alle, die das Rennen nicht vor Ort verfolgen können, gibt es einen kostenlosen Livestream auf YouTube zu den 4 Stunden von Spa-Francorchamps.

    Um keine Session zu verpassen, hier der offizielle Zeitplan für die ELMS:

    Freitag, 22. August

    • 11:00 – 12:30 Uhr: Training 1

    Samstag, 23. August

    • 09:00 – 10:30 Uhr: Training 2
    • 12:30 – 14:00 Uhr: Qualifying

    Sonntag, 24. August

    • 13:00 – 17:00 Uhr: Rennen
  • Fokus Le Mans 2026: Genesis vor Hypercar-Debüt

    Fokus Le Mans 2026: Genesis vor Hypercar-Debüt

    Mit Genesis, Ford und McLaren bereichern in den kommenden Jahren drei weitere Hersteller die Hypercar-Klasse der FIA WEC. Den Anfang macht die Hyundai-Tochter Genesis in der Saison 2026, bevor Ford und McLaren im Jahr 2027 an den Start gehen werden. 

    Entsprechend des Zeitplans steckt die Genesis-Mannschaft inmitten der Vorbereitungen für die Debütsaison in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Im Rahmen der diesjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans präsentierte Genesis den Plan bis zum ersten Renneinsatz des GMR-001. Dabei wurde schnell deutlich, dass es der Autohersteller aus Südkorea ernst meint. 

    Neben dem erfolgreich absolvierten Dauertest von Motor und Getriebe, dessen Technologie aus dem WRC-Programm von Hyundai Motorsport stammt, berichtete Teamchef Cyril Abiteboul auch über neue Verpflichtungen im Team. Demnach werden der Teamchef und sein technischer Direktor François-Xavier Demaison künftig von Anouck Abadie (Teammanagement), Justin Taylor (Chefingenieur) und dem mehrfache Tourenwagen-Champion Gabriele Tarquini (Sportdirektor) unterstützt. 

    Genesis Magma Racing LMP2 in Le-Mans 2025 mit Jamie Chadwick Mathys Jaubert und Andre Lotterer.

    Die ambitionierten Wachstumspläne von Genesis Magma Racing sorgen dabei auch für einen Ausbau bei Hyundai Motorsport. Künftig operiert das Team vom neuen Hauptsitz in Le Castellet, welcher unweit vom Oreca-Standort entfernt liegt. Mit diesem Schritt stellt Genesis die stetige Weiterentwicklung des LMDh-Boliden GMR-001 sicher. 

    Le-Mans-Sieger am Steuer von Genesis Magma Racing

    Um für den Einstieg in die Top-Klasse der WEC gewappnet zu sein, sammelt die Genesis-Mannschaft bereits in der aktuellen Saison strategische Erfahrung im Prototypen-Sport. Bei den 24 Stunden von Le Mans ging das Team gemeinsam mit Jamie Chadwick und Mathys Jaubert in der LMP2-Klasse an den Start. Unterstützung erhielt das Duo dabei durch den amtierenden Langstrecken-Weltmeister und dreifachen Le Mans-Sieger André Lotterer. 

    Jamie Chadwick, Mathys Jaubert und Andre Lotterer für Genesis Magma Racing in Le Mans.

    „Es war eine tolle Erfahrung, aber ich glaube nicht, dass man sich jemals richtig auf sein erstes Mal in Le Mans vorbereiten kann. Deshalb freue ich mich umso mehr, Teil des Teams zu sein. Anfangs wollte ich einfach nur am Rennen teilnehmen und plötzlich kämpften wir um einen Podiumsplatz. Das Ergebnis ist enttäuschend, aber das gesamte Team hat eine unglaubliche Arbeit geleistet“, erklärte Jamie Chadwick nach dem vorzeitigen Aus bei ihrem Le Mans-Debüt.

    Neben dem französischen Langstrecken-Klassiker fahren Chadwick und Jaubert auch in der European Le Mans Series. Nach einem Klassensieg in Barcelona sowie ihrem Gesamtsieg in Le Castellet befinden sie sich aktuell auf Rang zwei in der Meisterschaftswertung.

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    Quelle: Genesis Motor Europe Media Centre

  • 48 Stunden am Limit: Joel Sturm bezwingt Eifel und Ardennen

    48 Stunden am Limit: Joel Sturm bezwingt Eifel und Ardennen

    Für Langstreckenfans gab es im Juni wenig Gelegenheit, um ausreichend Schlaf nachzuholen: Innerhalb kurzer Zeit standen die drei legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans, Nürburgring und Spa auf dem Kalender. Ein wahres Mammutprogramm, das sowohl von Fans als auch von Fahrern einiges abverlangte.

    Einer der Piloten, der sich dieser Herausforderung stellte, war der amtierende WEC-Champion der LMGT3-Klasse, Joel Sturm. In einem exklusiven Gespräch mit Endurance Archive blickt er auf die Tage zurück, in denen er an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden ins Lenkrad griff und dabei einmal mehr sein Talent unter Beweis stellte. Gemeinsam mit seinem Team sicherte er sich ein Podium in der „Grünen Hölle“ und fuhr nur wenige Tage später die Pole-Position des Gold Cup in Spa ein. Ein doppelter Erfolg, der nicht nur fahrerisches Können, sondern auch optimale Vorbereitung erforderte.

    Joel Sturm bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2025

    Platz drei auf der Nordschleife

    Auf dem Nürburgring ging Joel Sturm mit dem Porsche 911 GT3 R des Teams Dinamic GT an den Start und lieferte gemeinsam mit seinen Teamkollegen Bastian Buus, Matteo Cairoli und Loek Hartog eine beeindruckende Performance ab. „Ein solches Rennen auf dem Podium zu beenden, vor allem, wenn niemand damit gerechnet hat, ist unglaublich“, blickt Sturm freudig zurück und fügt hinzu: „Die Anspannung in den letzten Minuten weicht dann einer riesigen Freude und Erleichterung. In dem Moment überwiegen die Emotionen einfach alles und man kann nur noch genießen.“

    Regeneration als Schlüssel zwischen den Rennen

    Ein Langstreckenrennen allein stellt bereits eine enorme körperliche Belastung dar. Bei ungewöhnlich heißen Temperaturen gleich zwei hintereinander zu bestreiten, ist eine ganz andere Liga.

    „Ich bin von vornherein mit dem Bewusstsein an den Start gegangen, dass Spa anstrengender werden würde als der Nürburgring. Deshalb habe ich mir meine Kräfte gezielt eingeteilt, da ich wusste, dass das Rennen mit nur drei Fahrern deutlich intensiver sein würde.“

    Joel Sturm im Porsche vom Team Herbert Motorsport bei den 24 Stunden von Spa 2025.

    Sein Fokus, damit er in Spa wieder 100 Prozent geben konnte, lag dabei auf der Regeneration: „Ich habe die Tage davor so gut es ging genutzt, um meine Kräfte zu sammeln und meinen Körper und Kopf zu regenerieren.“

    Die Grundlage bildete dabei seine Vorbereitung: „Ich habe mich mit intensivem Training und viel Simulator-Arbeit auf die beiden 24-Stunden-Rennen vorbereitet. Das war natürlich intensiver als vor einem normalen Rennen, aber der grundsätzliche Ablauf war ähnlich. Es kommen dann aber noch besondere Aspekte hinzu, wie Nacht-Trainings im Simulator und die gezielte Vorbereitung auf den wenigen Schlaf.“

    Sowohl am Nürburgring als auch in Spa hatten die Piloten mit hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht zu kämpfen. „Heiße Temperaturen sind bei einem so langen Rennen immer deutlich stressiger für die Fahrer, da jeder Stint anstrengender ist“, erklärt Sturm.

    „Zum Glück haben wir im Porsche eine Klimaanlage. Die lasse ich normalerweise auch immer eingeschaltet, außer in Ausnahmesituationen wie bei Überholmanövern oder in der letzten Rennstunde, wenn ich noch einmal extrem pushen muss. Wenn die Klimaanlage ausfällt, wird es natürlich brachial heiß im Auto – das Problem hatten wir auch in Spa.“

    Mit seinem dritten Platz am Nürburgring und der Pole-Position in Spa hat Joel Sturm diesen Sommer erneut bewiesen, dass er als Spezialist auf der Langstrecke gilt, der auch unter extremen Bedingungen Höchstleistungen abrufen kann.

    Titelbild © Martin.Motorsport, Bild 2 & 3 © Porsche Newsroom

  • WEC-Champion testet im neuen Porsche 911 Cup

    WEC-Champion testet im neuen Porsche 911 Cup

    Porsches Markenpokale sind seit Jahrzehnten entscheidend für die Nachwuchsförderung im Motorsport und gelten als Sprungbrett in den Langstreckensport. In der Saison 2026 wird ein neuer Porsche 911 Cup-Rennwagen debütieren, welcher gegenwärtig ein umfangreiches Testprogramm durchläuft. Ins Steuer greift dabei auch der amtierende LMGT3-Fahrer-Weltmeister Klaus Bachler, dessen Expertise zur Verfeinerung des Fahrzeugs beitragen wird.

    Was 1990 mit dem deutschen Porsche Carrera Cup begann und sich schnell international ausbreitete, ist heute eine weltweite Erfolgsgeschichte mit über zwölf nationalen Carrera Cups und 23 weiteren von Porsche sanktionierten Sprint- und Endurance Challenges. Mit 5.381 produzierten Einheiten gehören die Markenpokal-Fahrzeuge zu den meistgebauten Rennwagen der Welt.

    Porsche 911 Cup 992.2 Testfahrten Lausitzring für Saison 2026.

    Seit Januar 2024 entwickelt Porsche einen neuen Cup-911er, der offiziell im Sommer 2025 präsentiert und mit der Saison 2026 an den Start gehen soll. Die Basis bietet dabei die aktuelle 992.2-Generation, welche Seite an Seite mit den Serienmodellen in Stuttgart-Zuffenhausen vom Band laufen werden.

    eFuel-Erprobung und prominente Testfahrer

    Ein wegweisender Aspekt der Entwicklung ist die ausschließliche Verwendung von eFuels während der gesamten Testphase. Der alternative Kraftstoff kommt sowohl auf dem Prüfstand als auch bei den realen Testfahrten zum Einsatz. Der im Porsche Mobil 1 Supercup eingesetzte eFuel-Blend erfüllt die strengen FIA-Anforderungen für erneuerbaren Kraftstoff und ermöglicht eine beeindruckende CO₂-Äquivalente-Reduktion von 66 Prozent im Vergleich zu fossilem Kraftstoff. Dieser hochperformante Rennkraftstoff besteht zu fast 80 Volumenprozent aus erneuerbaren Komponenten, hauptsächlich synthetischem Rohbenzin (MtG) und erneuerbarem Ethanol, optimiert für die spezifischen Anforderungen der Boxermotoren.

    Klaus Bachler Testfahrt Porsche 911 Cup 2026 Lausitzring.

    Die Testfahrten fanden auf anspruchsvollen Strecken wie in Monza, dem Lausitzring und der hauseigenen Strecke in Weissach statt. Dabei holte sich Porsche erfahrene Piloten in Cockpit der Prototypen.

    Beispielsweise testete der Österreicher Klaus Bachler, der 2024 die FIA Endurance-Trophy für LMGT3-Fahrer gewann, den neuen Cup-Rennwagen auf dem Lausitzring. Neben ihm griffen auch der Supercup-Champion Bastian Buus sowie IMSA-Champion Laurin Heinrich und Routinier Marco Seefried ins Lenkrad.

    Quellen: Porsche Newsroom

  • Nissan GT-R LM Nismo: Radikale Idee, kurzer Auftritt

    Nissan GT-R LM Nismo: Radikale Idee, kurzer Auftritt

    Im Jahr 2015 sorgte Nissan für Aufsehen. Mit dem GT-R LM Nismo betrat ein Fahrzeug die Bühne, das mutiger kaum hätte sein können.

    In einer Klasse, die von Mittelmotoren und Allradantrieb dominiert wurde, entschied sich Nissan bewusst für das genaue Gegenteil – Frontmotor und Frontantrieb. Ein Konzept, das so radikal war, wie es selten zuvor im Prototypensport.

    Schon vor dem ersten Renneinsatz polarisierte der GT-R LM Nismo. Für die einen war er ein Geniestreich, für die anderen ein technisches Wagnis ohne Zukunft. Was dabei in seinen Grundzügen steckte, war zweifellos ein faszinierendes Stück ingenieurstechnischer Ambition.

    Technische Daten im Überblick:

    • Motor: 3,0-Liter-V6-Twinturbo
    • Leistung (Verbrenner): ca. 500 PS
    • Hybridsystem: KERS-basiert, geplante Zusatzleistung bis 750 PS
    • Antrieb: ausschließlich Frontantrieb
    • Getriebe: sequenzielles 5- oder 6-Gang-Getriebe, vor dem Motor platziert
    • Top-Speed: bis zu 366 km/h auf der Mulsanne-Gerade in Le Mans

    Fortschritt trifft Realität

    Natürlich war klar: ein derart unkonventionelles Konzept würde seine Zeit brauchen, um zu reifen. Erste Tests zeigten Leistungsspitzen und viel Potenzial, doch der Übergang in den Renneinsatz offenbarte gravierende Schwächen. Diese lagen besonders beim komplexen Hybridsystem. Was auf dem Papier nach einer Revolution aussah, funktionierte auf der Rennstrecke nur bedingt – oder gar nicht.

    Als der GT-R LM Nismo seinen einzigen offiziellen Auftritt bei den 24 Stunden von Le Mans 2015 hatte, stand das Projekt unter enormem Druck. Die drei eingesetzten Fahrzeuge erreichten am Ende nie die Ziellinie und verschwanden anschließend aus dem Motorsport. Der GT-R LM Nismo mag gescheitert sein, aber er scheiterte groß. Genau das macht ihn bis heute interessant. Er steht für Innovationswille, für das bewusste Austesten von Grenzen, für den Willen, Konventionen nicht nur infrage zu stellen, sondern aktiv zu brechen.

    Mehr über diesen einmaligen Prototypen erfahrt Ihr in unserem Video:

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  • Doppelsieg für Cadillac in Interlagos

    Doppelsieg für Cadillac in Interlagos

    Bei den 6 Stunden von São Paulo feierten die Fans mit Cadillac und Lexus gleich zwei neue Sieger auf dem Treppchen der FIA WEC.

    Bereits nach der Qualifikation zu den 6 Stunden von São Paulo wurde deutlich, dass die Cadillac-Mannschaft vom Hertz Team JOTA ihre Hausaufgaben für die zweite Saisonhälfte ernstgenommen hat. Aus den ersten beiden Startreihen ins Rennen gegangen, wurden die Amerikaner von Julien Andlauer im Porsche #5 überrascht und verloren frühzeitig die Führung des Rennens.

    Dem Platzverlust und einer Durchfahrtsstrafe zum Trotz kämpften sich Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens mit der richtigen Strategie im Cadillac #12 zurück an die Spitze. Auch ihre Teamkollegen Earl Bamber, Jenson Button und Sébastien Bourdais #36 nahmen es mit Andlauer und Christensen im Porsche #5 auf und sicherten sich Rang zwei.

    Die amtierenden Fahrer-Weltmeister Kévin Estre und Lauren Vanthoor belegten in ihrem Penske-Porsche #6 den vierten Platz. Dahinter sicherte sich das BMW M Team WRT #20 mit Position fünf wichtige WM-Punkte. Die beiden Hypercars von Peugeot folgten auf den Plätzen sechs und sieben. Die diesjährigen Le Mans-Sieger im Ferrari #83 belegten Rang acht, während beide Werksboliden eine Top-10-Platzierung verpassten. Ebenfalls ohne Punkte blieben die Vorjahressieger von Toyota Gazoo Racing.

    Erster LMGT3-Sieg für Lexus

    Die gesamte erste Saisonhälfte hat das Akkodis ASP Team gezeigt, dass mit ihnen in der Meisterschaft zu rechnen ist. Nach einer starken Teamleistung überquerten José María López, Clemens Schmid und Petru Umbrărescu #87 die Ziellinie auf dem ersten Platz in der LMGT3-Klasse und machten den ersten WEC-Sieg für Lexus perfekt.

    Die Corvette-Mannschaft von TF Sport #81 sicherte sich Rang zwei, vor dem Lokalmatador Eduardo Barrichello, der mit seinem Aston Martin #10 in den letzten Runden auf das LMGT3-Podium fuhr. Die brasilianischen Fans auf den Tribünen feierten das Podium von Barrichello wie einen Sieg.

    Nach den 6 Stunden von São Paulo verabschiedet sich die WEC traditionell in die Sommerpause. Der nächste Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft findet vom 5. bis 7. September auf dem Circuit of the Americas in Austin statt.

    Bilder © Javier Jimenez, Fabrizio Boldoni / DPPI (FIA WEC Pressematerial)

  • WEC-Qualifying: Cadillac auf Pole in São Paulo, Barrichello sorgt für Emotionen

    WEC-Qualifying: Cadillac auf Pole in São Paulo, Barrichello sorgt für Emotionen

    Cadillac sichert sich überraschend die Pole in São Paulo, während Barrichello im GT3 vor heimischem Publikum für Begeisterung sorgt.

    Das Qualifying zu den 6 Stunden von São Paulo brachte eine faustdicke Überraschung: Alex Lynn sicherte Cadillac Hertz Team JOTA die Pole-Position und setzte damit die beeindruckende Serie des US-Herstellers fort. Obwohl vorab vor allem Porsche und BMW als Favoriten galten, gelang Lynn im entscheidenden Moment eine herausragende Runde im #12 V-Series.R. Damit holte er bereits die dritte Pole seiner WEC-Karriere.

    Das Team zeigte sich in den letzten Tagen äußerst zuversichtlich und wusste um die eigene Stärke auf eine schnelle Runde. Im Fokus stand jedoch vor allem, das Tempo auch über die Renndistanz zu halten, weshalb man gezielt daran gearbeitet hat.

    Ein Doppelerfolg für Cadillac schien zunächst möglich: Sébastien Bourdais stellte den Schwesterwagen #38 auf Rang zwei. Nachträglich wurde er jedoch von den Stewards um einen Startplatz zurückversetzt, da er in Turn 12 während der Qualifikation den Peugeot #93 von Paul di Resta behinderte. Die Folge war eine Grid-Strafe, wodurch Cadillac der erhoffte Front-Row-Lockout verwehrt blieb. Bourdais startet nun von Platz drei, während Julien Andlauer im Porsche #5 neben Lynn aus der ersten Reihe ins Rennen geht.

    Die Startaufstellung: Überraschungen und Enttäuschungen

    • Malthe Jakobsen brachte den zweiten Peugeot 9X8 auf einen starken vierten Startplatz.
    • Sheldon van der Linde wurde im bestplatzierten BMW M Hybrid V8 Fünfter.
    • Für Ferrari verlief das Qualifying enttäuschend. Le-Mans-Sieger Robert Kubica kam in der #83 nicht über Rang neun hinaus.
    • Die Werksferrari #50 (Fuoco) und #51 (Giovinazzi) verpassten die Hyperpole und starten nur von den Plätzen 14 und 17.
    • Toyota hatte ebenfalls einen schwierigen Tag. Ryō Hirakawa (#8) wurde Zehnter, Kamui Kobayashi (#7) musste sich mit dem letzten Platz im Hypercar-Feld begnügen.
    BARRICHELLO Eduardo (bra), Racing Spirit of Léman, Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo #10, LM GT3, portrait during the Rolex 6 Hours of Sao Paulo 2025, 5th round of the 2025 FIA World Endurance Championship, from July 11 to 13, 2025 on the Interlagos Circuit in Sao Paulo, Brazil - Photo Fabrizio Boldoni / DPPI

    LMGT3: Barrichello lässt São Paulo beben

    In der LMGT3-Klasse sorgte Lokalmatador Eduardo Barrichello für einen besonderen Moment. Der 23-Jährige sicherte sich im Aston Martin #10 seine erste Pole-Position mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,024 Sekunden. Barrichello stammt aus São Paulo, lebt in unmittelbarer Nähe der Strecke und kennt den Kurs bestens. Die starke Leistung vor heimischem Publikum und Familie unterstreicht seine aufsteigende Form in der Serie.

    Akkodis ASP bestätigte mit Clemens Schmid und Finn Gehrsitz im Lexus RC F die gute Leistung der bisherigen Saison und sicherte die Plätze zwei und drei. Lin Hodenius (Iron Lynx Mercedes) überzeugte als Vierter in der Hyperpole-Session.

    Zeitplan und Ausblick

    Das Rennen über sechs Stunden startet am Sonntag, 13. Juli, um 11:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MESZ). Alle Details zur Liveübertragung des Rennens findet Ihr hier. Wer alle Ergebnisse vom Qualifying noch einmal im Detail nachlesen will, finde die Rundenzeiten hier.

    Bilder © Fabrizio Boldoni, Julien Delfosse / DPPI (FIA WEC Pressematerial)

  • Starker Auftakt für Porsche Penske Motorsport in Interlagos

    Starker Auftakt für Porsche Penske Motorsport in Interlagos

    Der Porsche 963 mit der Startnummer 6 von Kévin Estre und Laurens Vanthoor setzte zum Auftakt des fünften FIA-WEC-Rennwochenendes in Interlagos in beiden Trainingssessions die Bestzeit.

    Bei warmem, sonnigem Wetter nutzten die Teams den ersten Tag des 6-Stunden-Rennens von São Paulo intensiv, um ihre Setups für das Rennen am Sonntag abzustimmen. Vanthoors schnellste Runde im ersten freien Training (1:25,176 Minuten) wurde am Nachmittag von Estre deutlich unterboten: Mit einer Zeit von 1:23,508 Minuten profitierte er von den verbesserten Streckenbedingungen.

    Im ersten freien Training komplettierten der Ferrari AF Corse mit der Startnummer 50 und das BMW M Team WRT (#20) die Top drei – beide lagen nur wenige Zehntelsekunden hinter dem führenden Porsche.

    Auch das Schwesterauto stark im zweiten Training

    Im zweiten freien Training fuhr das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 5, pilotiert von Julien Andlauer und Michael Christensen, auf Platz zwei. Dahinter folgten der BMW mit der Startnummer 15 sowie der Cadillac des Hertz Team JOTA (#12) auf den Rängen drei und vier.

    Für eine Überraschung sorgte der Aston Martin vom Thor Team Valkyrie (#007), der mit einer Rundenzeit von 1:24,006 Minuten Platz fünf belegte.

    Lexus weiterhin das Maß der Dinge in der LMGT3

    In der LMGT3-Klasse dominierten erneut die beiden Lexus RC F LMGT3 des französischen Akkodis ASP Teams. Die Fahrzeuge mit den Startnummern 87 und 78 belegten im ersten Training die Plätze eins und zwei und unterstrichen damit die starke Form des Teams in dieser Saison. Im FP2 wurde die #78 allerdings von einem stark aufgelegten Aston Martin Vantage AMR LMGT3 (#10) des Racing Spirit of Léman Teams vom Spitzenplatz verdrängt.

    Das dritte freie Training wird live auf YouTube übertragen. Die vollständigen Zeitenlisten der ersten beiden Sessions findet man hier.

  • Wo kann man das 6-Stunden-Rennen von São Paulo live verfolgen?

    Wo kann man das 6-Stunden-Rennen von São Paulo live verfolgen?

    Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft wird am kommenden Wochenende (11.–13. Juli) mit dem 6-Stunden-Rennen von São Paulo in Interlagos, Brasilien, fortgesetzt. Nach dem unvergesslichen Rennen in Le Mans ist das Interesse an der restlichen Saison groß. Hier findet ihr unseren Überblick, wie ihr die FIA WEC in São Paulo live verfolgen könnt.

    Die Action beginnt am Freitag

    Die Action beginnt am Freitag mit zwei freien Trainings, die jedoch nicht live übertragen werden. Über das Live-Timing auf fiawec.tv können sich Fans dennoch über die Rundenzeiten und das Geschehen auf der Strecke informieren. Das erste freie Training startet um 11:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr MESZ), das zweite um 15:45 Uhr Ortszeit (20:45 Uhr MESZ).

    Wie gewohnt überträgt die Serie das dritte freie Training live und kostenlos auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal. Die Session dauert eine Stunde und beginnt um 10:10 Uhr Ortszeit (15:10 Uhr MESZ).

    Das Qualifying und die Hyperpole finden am Samstag, dem 11. Juli, von 14:45 bis 15:55 Uhr Ortszeit (19:45–20:55 Uhr MESZ) statt. Der Rennstart erfolgt am Sonntag um 11:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MESZ); die Renndistanz beträgt planmäßig sechs Stunden.

    Kostenpflichtige Streams

    Für das Qualifying, die Hyperpole und das Rennen selbst stehen den Fans mehrere Übertragungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wer die offizielle Übertragung der FIA WEC bevorzugt, kann das Rennen für 8,99 € bei FIA WEC TV erwerben. Auch für die zweite Saisonhälfte sind Paketangebote erhältlich.

    Die gleiche Übertragung ist zudem über discovery+ verfügbar – mit Kommentar in zahlreichen Sprachen. Abonnements für den Dienst sind ab 3,99 € pro Monat erhältlich.

    Kostenlose Übertragungen

    Eine der komfortabelsten Möglichkeiten, das Rennen kostenlos zu verfolgen, bietet Österreich: Der öffentlich-rechtliche Sender ORF überträgt das gesamte Rennen live mit englischem Kommentar über seinen Streamingdienst.

    In Deutschland zeigt Eurosport 1 am Sonntagabend die letzten dreieinhalb Stunden des Rennens live im Free-TV.

    Informationen zu Übertragungen in anderen Ländern finden Sie in den lokalen Programmübersichten oder in der offiziellen TV-Verteilerliste der FIA WEC.

    Title image copyright: Proton Competition (Paola Depalmas)

  • Imola: VDS by Panis Racing siegt im ELMS-Chaos

    Imola: VDS by Panis Racing siegt im ELMS-Chaos

    VDS by Panis Racing feiert in Imola den ersten ELMS-Saisonsieg nach einem chaotischem Rennen mit vielen Unfällen und wechselhaftem Wetter.

    Das belgisch-französische Team VDS by Panis Racing hat die 4 Stunden von Imola in der European Le Mans Series 2025 für sich entschieden. In einem Rennen voller Zwischenfälle und strategischer Wendungen setzten sich Job van Uitert, Manuel Maldonado und Tijmen van der Helm im Oreca 07 #65 durch – und feierten damit den ersten Saisonsieg für die Mannschaft.

    Schon der Start ins Rennen verlief turbulent: Nach nur einer Runde sorgte ein Unfall zwischen dem Algarve Pro Racing-Oreca und dem DKR Engineering Duqueine für die erste Safety-Car-Phase. In der Folge entwickelte sich ein Rennen, das von mehreren Gelbphasen und Unterbrechungen geprägt war. Immer wieder wurden die Strategien der Teams durcheinandergewirbelt, Boxenstopps mussten angepasst und Führungspositionen neu erkämpft werden.

    VDS by Panis Racing zeigte sich davon unbeeindruckt und hielt sich konstant in der Spitzengruppe. Besonders van Uitert überzeugte mit schnellen Rundenzeiten und cleveren Überholmanövern. In der Schlussphase profitierte das Team von einer weiteren Safety-Car-Phase, die das Feld noch einmal zusammenführte. Beim Restart behielt van Uitert die Nerven, verteidigte die Führung gegen die hartnäckige Konkurrenz von COOL Racing und IDEC Sport und brachte den Sieg souverän ins Ziel.

    Podestplätze und Dramen in allen Klassen

    Hinter den Siegern komplettierten der COOL Racing Oreca #37 mit Malthe Jakobsen, Lorenzo Fluxa und Ritomo Miyata sowie der IDEC Sport Oreca #28 mit Paul-Loup Chatin, Reshad de Gerus und Laurents Hörr das Podium. Beide Teams kämpften bis zuletzt um den Sieg, mussten sich am Ende aber knapp geschlagen geben.

    Auch in den weiteren Klassen ging es hoch her. In der LMP2 Pro/Am-Kategorie triumphierte der AF Corse Oreca #83, während Proton Competition nach einer starken Aufholjagd den zweiten Platz belegte.

    In der LMP3-Klasse setzte sich das Team von DKR Engineering durch, nachdem mehrere Favoriten durch Zwischenfälle zurückgeworfen wurden.

    Corvette holt ersten LMGT3-Sieg

    Die TF Sport Corvette mit der Startnummer 82 setzte sich in der LMGT3-Klasse knapp gegen eine Gruppe von Ferraris durch. Damit sicherte sich das Team seinen ersten Saisonsieg. Der #74 Kessel Racing Ferrari belegte den zweiten Platz, während der #55 Spirit of Race Ferrari das Podium auf Rang drei komplettierte. Zu den Opfern des Unfalls in der ersten Rennstunde zählten der #86 Ferrari, der #63 Mercedes und der #57 Ferrari.

    Das nächste Rennen der ELMS-Saison findet Ende August auf dem Circuit de Spa-Francorchamps statt. Die vollständigen Rennergebnisse aus Imola sind hier zu finden.

    Images copyright: Photo©JEP – www.jakobebrey.com

  • Premierensieg für Lamborghini in Spa

    Premierensieg für Lamborghini in Spa

    Mirko Bortolotti, Jordan Pepper und Luca Engstler erzielen den ersten Sieg für Lamborghini bei den 24 Stunden von Spa. Mit ihrem Team GRT Grasser Racing triumphiert das Trio bei der 78. Auflage des größten GT-Rennens der Welt.

    Nach viel Pech in den vergangenen Jahren ist für den italienischen Autobauer der Knoten bei den 24 Stunden von Spa geplatzt. Erstmalig steht Lamborghini mit dem Grasser Racing-Team auf dem obersten Treppchen des Ardennen-Klassikers und kann sich neben Marken wie Porsche, Ferrari und Aston Martin in die Siegerliste des Rennens eintragen.

    Die Lamborghini-Mannschaft #63 übernahm zur Rennhälfte erstmals die Führung des Langstreckenrennens, nachdem der Mercedes-AMG vom Team GetSpeed #17 in eine Kollision verwickelt wurde. Als größter Konkurrent um den Sieg galt der Rutronik Racing Porsche #96. Das Team übernahm zwischendurch die Führung, musst diese aber aufgrund eines Reifenschadens unfreiwillig abgeben.

    Am Ende überquerte Patric Niederhauser die Ziellinie nur weniger Sekunden hinter dem siegreichen Lamborghini #63 und erzielte gemeinsam mit seinen Teamkollegen Sven Müller und Alessio Picariello einen starken zweiten Platz. Die Ferrari-Piloten Alessandro Pier Guidi, Vincent Abril und Alessio Rovera #51 komplettierten das Podium in Spa.

    Der Pole-Setter Marvin Kirchhöfer belegte mit seinem McLaren-Teamkollegen Joseph Loake und Benjamin Goethe den sechsten Platz.

    Bilder (2024) © Martin.Motorsport

  • 24 Stunden von Spa mit Rekord-Starterfeld

    24 Stunden von Spa mit Rekord-Starterfeld

    Vom 25. bis 29. Juni 2025 verwandelt sich Spa-Francorchamps wieder in das Epizentrum des Langstreckensports. Die 77. Ausgabe der 24 Stunden von Spa stehen bevor und in diesem Jahr wird es historisch: Ein Rekordfeld von 75 Fahrzeugen geht an den Start – die höchste Anzahl in der GT-Ära des Rennens.

    Zehn verschiedene Automobilhersteller kämpfen in fünf stark besetzten Klassen um den Sieg: Pro, Gold, Silber, Bronze und Pro-Am. Besonders die Pro-Klasse verspricht mit 21 Boliden und zahlreichen Top-Piloten wie Valentino Rossi, Marco Sørensen oder Kevin Magnussen packende Duelle.

    Doch nicht nur auf der Strecke wird Spektakel geboten. Die 24 Stunden von Spa sind ein wahres Motorsport-Festival: Neben hochklassigen Rahmenrennen erwartet die Fans Live-Musik und die traditionelle Fahrer-Parade. Nachdem 2024 fast 100.000 Zuschauer das Rennen besuchten, wird auch in diesem Jahr mit großer Nachfrage gerechnet.

    Der Startschuss für das Rennen in den Ardennen fällt am Samstag, dem 28. Juni, um 16:30 Uhr. Informationen wie Livestream, Zeitplan und Co. findet Ihr in unserer Spa-Übersicht.

    Titelbild © Martin.Motorsport

  • Luca Ludwig: 24h Nürburgring 2025 aus Fahrersicht

    Luca Ludwig: 24h Nürburgring 2025 aus Fahrersicht

    Für Luca Ludwig und das Team Scherer Sport PHX verliefen die 24 Stunden vom Nürburgring 2025 anders als erhofft. Im Gespräch mit uns schildert Ludwig seine Eindrücke und gibt Einblicke in die Herausforderungen aus Fahrersicht.

    Die diesjährige Ausgabe des Nürburgring-Klassikers bot erneut alles, was den Langstreckensport so einzigartig macht: große Emotionen, ein beeindruckendes Teilnehmerfeld und 280.000 begeisterte Fans. Allerdings gab es auch zahlreiche Zwischenfälle und Kollisionen im gesamten Feld. Nach einem vielversprechenden Start endete das Rennen für Luca Ludwig leider vorzeitig.

    Ein Wochenende voller Erwartungen

    Mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II und den erfahrenen Teamkollegen Christopher Haase und Markus Winkelhock reiste Ludwig mit berechtigtem Optimismus in die Eifel. „Das Paket hat gestimmt, die Stimmung im Team war hervorragend und die Trainingszeiten haben uns gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind“, so der Audi-Pilot. Die Voraussetzungen für ein starkes Rennen schienen gegeben.

    Im Rennen zeigte sich jedoch schnell, wie hoch das Niveau in diesem Jahr war. Besonders die Teams von BMW und Porsche setzten sich früh an der Spitze fest. „Die Pace der Konkurrenz war beeindruckend – im Vergleich dazu fehlte uns im Rennen das letzte Quäntchen Speed. Wir lagen in etwa auf Augenhöhe mit Mercedes und Lamborghini, aber auch da war es schwierig, entscheidend Boden gutzumachen“, analysiert Ludwig nüchtern.

    Herausforderungen in der Nacht

    Mit Einbruch der Dunkelheit konnte das Team die Rundenzeiten zwar verbessern, doch kleinere Zwischenfälle warfen die Mannschaft immer wieder zurück. Ein Ausritt von Christopher Haase und unglückliche Code-60-Phasen sorgten für zusätzliche Herausforderungen. „In der Nacht sind wir besser zurechtgekommen, aber durch kleinere Probleme und Zeitverluste war die Ausgangslage alles andere als ideal“, fasst Luca zusammen.

    Der entscheidende Moment kam in der Nacht: „In meinem ersten Stint hatte ich plötzlich ein technisches Problem, das dazu führte, dass ich mit etwa 80 km/h in die Leitplanken eingeschlagen bin.“ Nach dem Unfall entschied das Team, das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht fortzusetzen. „Wir wussten nicht sofort, was genau passiert war, aber klar war: Ein Defekt lag vor und das Risiko war zu groß, weiterzufahren.“

    Ein enttäuschendes Ende für das Team

    Das frühe Aus war für Scherer Sport PHX besonders bitter, zumal bereits im Qualifying das Schwesterauto nach einem Unfall ausschied. „Das Team ist sehr erfolgreich unterwegs, da tut so ein Wochenende doppelt weh. Für mich persönlich war es schade, weil das Paket so vielversprechend war wie lange nicht mehr. Leider konnten wir die Performance nicht zeigen, die in uns steckt.“

    Trotz der Enttäuschung blickt Luca Ludwig nach vorn: „So ist der Motorsport – manchmal liegt Erfolg und Misserfolg dicht beieinander. Wir lassen uns davon nicht entmutigen und greifen beim nächsten Mal wieder an.“

    Einen vollständigen Rückblick zu den 24 Stunden vom Nürburgring mit Ergebnissen gibt es hier.

    Titelbild © Martin.Motorsport

  • BMW gewinnt Hitzeschlacht am Nürburgring

    BMW gewinnt Hitzeschlacht am Nürburgring

    Jubelnd fährt Kelvin van der Linde nach 141 Runden der schwarz-weiß karierte Flagge des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring entgegen. Obwohl der BMW-Pilot die Ziellinie hinter seinem Konkurrenten Kévin Estre #911 überquerte, sichert er sich und seiner Rowe Racing-Mannschaft aufgrund einer Strafe den Gesamtsieg in der „Grünen Hölle.“

    Zuschauer-Rekord, heiße Temperaturen, spannende Duelle und hitzige Diskussionen: Die 53. Auflage der 24 Stunden vom Nürburgring hatte einiges zu bieten. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Zweikampf um den Gesamtsieg zwischen den Pole-Settern im Manthey-Porsche #911 (Estre, Güven, Preining) und dem Rowe-BMW #98 (Farfus, Krohn, Marciello, van der Linde).

    Nachdem sich die Rowe-BMW-Mannschaft dank Augusto Farfus und Kelvin van der Linde vom Start aus souverän durch das Feld kämpfen konnte, entwickelte sich nach den Ausfällen des Falken-Porsche #33, des Scherer-Audi #1 sowie beider Getspeed-Mercedes ein Zweikampf zwischen dem „Grello“ und dem BMW #98.

    Kevin Estre, Ayhancan Güven und Thomas Preining im Grello-Porsche #911 vom Team Manthey.

    Mit Raffaele Marciello im Rückspiegel berührte Kévin Estre im Überrundungs-Verkehr einen GT4-Aston Martin, der folglich in die Leitplanke rutschte und sich durch den Aufprall überschlug. Für dieses Vergehen erhielt Estre eine 100-Sekunden-Strafe, gegen die seine Manthey-Mannschaft Protest einlegte. Dieser wurde von den Sportkommissaren kurz vor Rennende abgewiesen, sodass der Porsche #911 nach Zieleinlauf auf Rang zwei gewertet wurde. Platz drei ging an den Dinamic-Porsche #54 mit Bastian Buus, Matteo Cairoli, Loek Hartog und Joel Sturm am Steuer.

    Dritter Nürburgring-Sieg für Kelvin van der Linde

    Nach 2020 ist der Erfolg in der Eifel der zweite 24-Stunden-Gesamtsieg für die Rowe-Mannschaft. Für Zielfahrer Kelvin van der Linde – der in diesem Jahr alle aufeinanderfolgenden 24-Stunden-Rennen in Le Mans, am Nürburgring und in Spa bestreitet – ist es der dritte Sieg am Ring. Nach 2017 und 2022 kann sich der 29-Jährige Südafrikaner in diesem Jahr erneut in die Geschichtsbücher eintragen. Sein Teamkollege Augusto Farfus gewann den Klassiker zuletzt im Jahr 2010 und kürte sich zum ersten brasilianischen Doppelsieger. Raffaele Marciello und Jesse Krohn siegten zum ersten Mal auf der Nordschleife.

    Starterfeld zu den 24h Nürburgring 2025 vor ausverkaufter Tribüne.

    Stromausfall sorgte für Rennunterbrechung

    Am Samstagnachmittag kam es bei den 24h Nürburgring zu einer ungewöhnlichen Rennunterbrechung. Untypisch für die Eifel war dieses Mal jedoch nicht das Wetter der Auslöser, sondern ein umfassender Stromausfall. Die Ursache dafür war eine defekte Kälteanlage, welche aufgrund der hohen Auslastung bei den sommerlichen Temperaturen überhitzte und das Boxengebäude vom Strom nahm. Nachdem das Problem behoben war, wurde das Rennen nach etwa 2 Stunden und 15 Minuten neugestartet.

    Bilder © Martin.Motorsport

  • Manthey auf Pole am Nürburgring

    Manthey auf Pole am Nürburgring

    Kévin Estre sichert sich und seinem Porsche-Team Manthey EMA die Pole-Position zu den 24 Stunden vom Nürburgring 2025. Mit einer Rundenzeit von 8:12,741 Minuten setzte der Franzose eine Bestmarke, die kein Teilnehmer aus dem Top-Qualifying knacken konnte.

    Nur fünf Tage nach dem Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans, hat die Mannschaft von Manthey Racing erneut Grund zu jubeln. Mit dem Fahrergespann Kévin Estre, Ayhancan Güven und Thomas Preining wird das Team aus Meuspath die 53. Auflage der 24 Stunden vom Nürburgring aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen.

    „Ich bin sehr stolz auf meine Runde: Der Porsche lag perfekt und ich habe jeden Fehler vermieden“, gab Estre zufrieden gegenüber Porsche zu Protokoll und fügte hinzu: „Jetzt liegt ein langes Rennen vor uns. Wir konnten beweisen, dass wir unter allen Bedingungen stark sind. Jetzt haben wir zwar die besten Karten, aber die Konkurrenz schläft nicht.“

    Die schnellsten Konkurrenten im Top-Qualifying waren Thomas Neubauer im Rinaldi-Ferrari #45 und Maro Engel im Getspeed-Mercedes-AMG #14, die auf den Positionen zwei und drei landeten.

    Rote Flagge nach Vanthoor-Crash

    Laurens Vanthoor, der WEC-Teamkollege von Pole-Setter Kévin Estre, sorgte im Top-Qualifying mit einem heftigen Unfall für eine Unterbrechung der Session. Der Belgier verlor in seiner fliegenden Runde seinen Porsche 911 GT3 R #16 im Bereich Aremberg und schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung ein. Auch wenn die Ärzte nach dem Unfall Entwarnung gaben, wird das Auto von Scherer Sport nicht am Rennen teilnehmen können.

    Nach einer längeren Unterbrechung, bedingt durch notwendige Reparaturen an der Leitplanke, wurde das Top-Qualifying um 16:00 Uhr fortgesetzt. Im Anschluss folgte das Qualifying 3, für die Startpositionen ab der neunten Startreihe.

    Das 24-Stunden-Rennen im TV und Stream verfolgen

    Rennstart ist am Samstag, dem 21. Juni, um 16:00 Uhr. Wer das Geschehen live von zu Hause aus verfolgen möchte, kann dies im Free-TV bei RTL NITRO oder im kostenlosen Live-Stream auf YouTube tun.

    Bilder © Martin.Motorsport

  • FIA WEC 2026: Keine Experimente – der Kalender bleibt wie er ist

    FIA WEC 2026: Keine Experimente – der Kalender bleibt wie er ist

    Die FIA WEC hat den Kalender für 2026 veröffentlicht. Überraschungen sucht man vergeblich. Die WM bleibt ihrem Kurs der letzten Jahre treu.

    Acht Rennen in den bekannten Regionen, keine neuen Strecken, nahezu keine Verschiebungen. Die Langstrecken-WM baut auf das, was in den vergangenen Saisons für volle Tribünen und stabile Starterfelder gesorgt hat.

    Der FIA WEC Kalender 2026 im Überblick:

    DatumOrtDistanz
    28.03.2026Doha, Katar1812 km
    19.04.2026Imola, Italien6 Stunden
    09.05.2026Spa, Belgien6 Stunden
    13.06.2026Le Mans, Frankreich24 Stunden
    12.07.2026São Paulo, Brasilien6 Stunden
    06.09.2026COTA / Austin, USA6 Stunden
    27.09.2026Fuji, Japan6 Stunden
    07.11.2026Sakhir, Bahrain8 Stunden

    Auffällig ist, wie konsequent die Verantwortlichen am Status quo festhalten. Nach der Erweiterung auf acht Läufe im Jahr 2024 folgt nun die Phase der Konsolidierung.

    Die Argumente sind klar: Planungssicherheit für Teams sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Hersteller und Veranstalter. Dazu ein bewährtes Format, das sowohl bei den Fans als auch bei den Partnern ankommt. Die FIA WEC profitiert derzeit von Rekordbesuchen (zuletzt über 750.000 Zuschauer pro Saison) und setzt darauf, dass die Mischung aus Tradition und globaler Präsenz weiterhin zieht.

    Für die einen ist diese Stabilität ein Segen: Keine Experimente, keine logistischen Überraschungen, klare Strukturen. Für andere bleibt die Hoffnung auf frische Impulse zunächst unerfüllt. Neue Märkte oder spektakuläre Kalenderwechsel stehen nicht auf der Agenda. Die FIA WEC 2026 bleibt eine Weltmeisterschaft der bekannten Größen – mit Le Mans als Fixpunkt und Bahrain als traditionellem Abschluss im Kalender.

    Titelbild © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans-Sieg für Kubica, Hanson und Ye im Ferrari

    Le Mans-Sieg für Kubica, Hanson und Ye im Ferrari

    Das Ferrari 499P Hypercar bleibt auch 2025 in Le Mans ungeschlagen! Zum dritten Mal in Folge gewann der italienische Sportwagenhersteller auf dem Circuit de la Sarthe. Nach 24-Rennstunden feierten Robert Kubica, Philip Hanson und Yifei Ye einen historischen Sieg bei der 93. Ausgabe des Langstrecken-Klassikers.

    Zum ersten Mal in der Geschichte der Hypercar-Klasse, sichert sich eine Privatmannschaft den Gesamtsieg bei den 24-Stunden von Le Mans. Der #83 AF Corse-Bolide setzte sich in Frankreich gegen die beiden Vorjahressieger von AF Corse durch und gewann somit das Saisonhighlight.

    Die Siegesserie des Ferrari 499P begann 2023, als die #51 als erster Ferrari seit 1965 wieder den Gesamtsieg in Le Mans einfuhr. Im vergangenen Jahr triumphierte dann das Schwesterauto mit der #50. Auch in diesem Jahr waren die beiden Werksautos wieder an der Spitze vertreten. Eine Reihe von Strafen und ein unglücklicher Reifenschaden in der Nacht setzte den roten Boliden jedoch zu, sodass die #83 ihren Vorsprung ausbauen konnte.

    Die Piloten Hanson und Ye zeigten eine starke Leistung, allerdings war es ihr Teamkollege Robert Kubica, der die Zuschauer begeisterte. Der ehemalige Formel-1-Pilot saß beeindruckende elf Stunden hinter dem Steuer, absolvierte vor Rennende fünf Stints in Folge und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 14 Sekunden.

    Kubica ist somit der erste Pole, der sich auf die Siegerliste in Le Mans schreiben darf. Nachdem er 2021, aufgrund eines defekten Sensors der Drosselklappe, seinen LMP2-Sieg in der letzten Runde verlor, schmeckt der diesjährige Sieg sicherlich besonders süß. Für Philip Hanson ist dies nach seinem LMP2-Sieg 2020 nun der erste Gesamtsieg in Le Mans, während Yifei Ye als erster chinesischer Fahrer auf dem französischen Kurs triumphierte.

    Ebenso beeindruckend wie die Leistung des Ferrari-Trios, die von Rang 13 aus ins Rennen starteten, war die Aufholjagd des Porsche 963 mit der Nummer #6. Nach der Disqualifikation im Qualifying startete das Auto vom letzten Platz der Hypercar-Klasse und kämpfte sich vor bis auf Position zwei.

    Innerhalb von nur 23 Runden kämpfte sich Kévin Estre bis auf den zweiten Platz hinter seinen Teamkollegen Julien Andlauer im Schwesterauto #5. Der amtierende Fahrer-Weltmeister war über das gesamte Rennen hinweg einer der schnellsten Piloten im Feld. Gemeinsam mit Laurens Vanthoor und Matt Campbell setzte er die führenden Ferraris sichtbar unter Druck und feierte ein weiteres Podium in Le Mans.

    Die Führenden in der Weltmeisterschaft, Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi, behielten trotz Problemen mit dem Motor einen kühlen Kopf und komplettierten im Ferrari #51 das Podium. Der #50 499P mit Antonio Fuoco, Nicklas Nielsen und Miguel Molina folgte dicht dahinter, während der von der Pole gestartete Cadillac #12 die Top-5 abrundete.

    Manthey mit LMGT3-Klassensieg

    Mit der Mannschaft #92 rund um Richard Lietz, Riccardo Pera und Ryan Hardwick sicherte sich das deutsche Manthey-Team den zweiten Le-Mans-Sieg in Folge. Auf den Rängen zwei und drei landeten der #21 Vista AF Corse Ferrari und die #81 TF Sport Corvette. Mit diesem Erfolg krönte sich der 41-Jährigen Richard Lietz zum sechsfachen Le Mans-Sieger.

    Porsche-Mannschaft Manthey gewinnt die 24 Stunden von Le Mans in der LMGT3-Klasse

    Herzschlag-Finale in der LMP2

    Inter Europol Competition schien mit dem #43 ORECA-Gibson bereits auf Siegkurs in der LMP2-Kategorie, doch eine späte Durchfahrtsstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse ließ das Team hinter VDS Panis Racing zurückfallen.

    Dies schien die Entscheidung gewesen zu sein, bis Esteban Masson in den letzten 20 Minuten plötzlich langsamer wurde. Dies ermöglichte Nick Yelloly wieder vorbeizuziehen und dem polnischen Team den zweiten Le Mans-Sieg in drei Jahren zu sichern.

    Auch die 93. Ausgabe der 24-Stunden von Le Mans sorgte für viel Spannung und Nervenkitzel an der Strecke sowie vor den Fernsehgeräten. Einen Rückblick zu den ersten Rennstunden sowie zur Nachtphase gibt es in unserem Archiv.

    Bilder Podium © Martin.Motorsport | Weitere Bilder © Endurance Archive

  • Porsche bleibt stark, Ferrari schwächelt – Zwischenstand nach 15 Stunden in Le Mans

    Porsche bleibt stark, Ferrari schwächelt – Zwischenstand nach 15 Stunden in Le Mans

    Zwischenstand in Le Mans: Ferrari führt nach 15 Stunden, während Porsche mit starker Nachtperformance das Rennen weiter offen hält.

    Nach 15 Stunden an der Sarthe hat sich das Bild an der Spitze komplett gewandelt: Während Ferrari in den ersten Stunden dominierte, hat eine Serie von Strafen und Zwischenfällen das Rennen auf den Kopf gestellt. Porsche nutzt die Gunst der Stunde und führte zur Rennhalbzeit – doch Le Mans wäre nicht Le Mans, wenn damit schon alles entschieden wäre.

    Ferrari verliert die Spitze durch Strafen

    Was sich in den ersten Stunden noch als Ferrari-Festspiele andeutete, wurde in der Nacht jäh gestoppt. Alles begann mit einer Drive-Through-Strafe für den #50 Ferrari (Fuoco/Molina/Nielsen) wegen eines Gelbvergehens kurz nach der sechsten Rennstunde.

    Es folgten weitere Rückschläge: Der #51 Ferrari (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) kassierte erst eine Fünf-Sekunden-Strafe, dann sogar eine 20-Sekunden-Stop-and-Go. Auch die #50 blieb nicht verschont und musste erneut fünf Sekunden in der Box absitzen. Die bis dahin souveräne Dreifachführung der Italiener war damit Geschichte – plötzlich war nur noch der AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Ye/Hanson) in den Top 3 vertreten.

    Porsche führt in der Nacht von Le Mans

    Porsche führt in der Nacht, Toyota meldet sich zurück

    Die Strafen für Ferrari öffneten die Tür für Porsche: Der Werks-963 mit der Startnummer 6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell) übernahm zur Halbzeit die Führung – eine bemerkenswerte Aufholjagd, nachdem das Auto von ganz hinten gestartet war. Auch die Schwesterfahrzeuge #4 und #5 arbeiteten sich nach zwischenzeitlichen Rückschlägen zurück in die Top Ten. Die Porsche-Strategie mit längeren Stints und cleveren Stopps zahlte sich aus, während die Konkurrenz patzte.

    Toyota, lange Zeit unauffällig, nutzte das Chaos an der Spitze und schob sich mit der #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) auf Rang zwei. Die Japaner profitierten von konstanten Rundenzeiten und blieben von größeren Problemen verschont. Der zweite Toyota (#7) kämpfte sich nach einer Strafe und Reparaturarbeiten ebenfalls zurück in die Top 10.

    Safety-Car-Phase bringt das Feld zusammen

    Kurz vor der Halbzeit sorgte ein längerer Safety-Car-Einsatz für einen weiteren Spannungshöhepunkt: Nach einem Unfall und anschließender Bergung wurde das Feld für rund 45 Minuten neutralisiert. Das brachte nicht nur die Führenden wieder näher zusammen, sondern ermöglichte auch einigen Verfolgern, verlorene Zeit aufzuholen.

    Ferrari beim Boxenstopp in der Nacht

    Zwischenfälle, Ausfälle und Drama in der Nacht

    Doch die Nachtstunden in Le Mans blieben nicht ohne Drama. Der BMW #46 (Rossi/Farfus/Al Harthy) schied nach einem Unfall aus, während die Iron Dames im Manthey-Porsche #85 nach einer Kollision mit dem Lexus #78 im Kiesbett strandeten. Der Alpine #36 (Gounon/Makowiecki/Schumacher) drehte sich beim Ausweichen ins Grün, konnte aber weiterfahren.

    Auch in der LMGT3-Klasse ging es turbulent zu. Der Manthey-Porsche #92 kämpfte sich an die Spitze, während Ferrari und Aston Martin um die Führung rangen. Immer wieder sorgten Slow Zones und Full-Course-Yellow-Phasen für Verschiebungen im Klassement.

    Der Zwischenstand in Le Mans nach 15 Stunden:

    • Ferrari führt das Feld derzeit vor Porsche und Toyota an. Alle drei marken bleiben auf Augenhöhe und werden vermutlich das Rennen entscheiden.
    • Cadillac und BMW mischen in den Top 10 mit, während Alpine und Peugeot weiterhin keine Rolle im Kampf um den Gesamtsieg spielen.
    • In der LMGT3-Klasse liefern sich Porsche, Ferrari und Aston Martin ein enges Duell um die Spitze und werden hier ebenfalls das weitere Rennen entscheiden.
    Aston Martin kämpft weiter um die GT3-Spitze

    Le Mans bleibt unberechenbar

    Die Stunden 6 bis 15 haben das Rennen auf den Kopf gestellt. Ferrari ist nach Strafen und Zwischenfällen ins Hintertreffen geraten, während Porsche mit Cleverness und Konstanz die Führung übernommen hat. Toyota ist zurück im Kampf, BMW und Cadillac lauern im Hintergrund. Die Nacht hat gezeigt: In Le Mans ist nichts sicher – und der Morgen verspricht weitere Dramatik.

    Aktuelle Kurzmeldungen und Live-Updates gibt es wie immer in unseren Instagram-Stories!

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Ferrari dominiert, Porsche lauert – Zwischenstand nach 5 Stunden in Le Mans

    Ferrari dominiert, Porsche lauert – Zwischenstand nach 5 Stunden in Le Mans

    Ferrari führt nach fünf Stunden das Feld in Le Mans an, während Porsche mit starker Strategie in Schlagdistanz bleibt und lauert.

    Nach fünf Stunden Renn-Action an der Sarthe ist klar: Die 24 Stunden von Le Mans 2025 liefern Motorsport auf absolutem Top-Niveau – mit packenden Duellen, cleveren Strategien und ersten Rückschlägen für Favoriten. Hier der ausführliche Überblick für alle, die das Rennen bisher nicht begleiten konnten.

    Startphase: Porsche setzt das erste Ausrufezeichen

    Der Start verlief überraschend ruhig, doch schon in der ersten Runde zeigte Julien Andlauer im Porsche #5 (Andlauer/Christensen/Jaminet) seine Klasse und schnappte sich die Führung von den beiden Cadillac. Die US-Boliden, welche von der Pole ins Rennen gegangen waren, konnten dem starken Porsche nichts entgegensetzen.

    Besonders auffällig in der Startphase war Kevin Estre im Schwesterauto #6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell). Nach der Disqualifikation im Qualifying fuhr dieser vom letzten Startplatz los und konnte bereits in der ersten Runde sieben Plätze gutmachen. Die Porsche-Strategie mit frühen Stopps und aggressiven Stints zahlte sich zunächst aus – beide 963er etablierten sich in den Top-Positionen.

    Der Start in Le Mans 2025

    Ferrari übernimmt das Kommando

    Doch ab der zweiten Rennstunde wurde klar: Ferrari hat im Longrun die Pace. Antonio Fuoco im Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen) übernahm auf der Indianapolis-Geraden die Führung von Porsche und baute diese kontinuierlich aus. Der Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) und der AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Ye/Hanson) rückten ebenfalls nach vorn und sorgten für eine Dreifach-Präsenz der Italiener in der Spitzengruppe.

    Ferrari scheint noch Reserven zu haben und kontrolliert das Rennen mit kühlem Kopf. Auch eine Fünf-Sekunden-Strafe für den Ferrari #83 (nach einem harten Zweikampf mit dem Porsche #6) bringt das Team bisher nicht aus dem Konzept.

    Cadillac und Alpine schwächeln

    Porsche hält sich mit beiden Werkswagen in Schlagdistanz. Kevin Estre und Laurens Vanthoor liefern sich packende Zweikämpfe mit den Ferraris, können das Tempo aber nicht ganz mitgehen. Der Porsche #5 musste nach Problemen mit der Bremsbalance zurückstecken und wurde von den Ferraris sowie dem Schwesterauto #6 überholt. Die Jota-Cadillac #12 und #38, die im Qualifying noch glänzten, fallen im Rennen noch deutlicher ab. Es fehlt an Topspeed und Rennpace, beide Fahrzeuge sind aktuell chancenlos und kämpfen nur noch um Plätze in den Top 10.

    Alpine, mit Mick Schumacher im Fahrzeug #36 und dem Schwesterauto #35, hatte sich mehr erhofft, doch beide Autos kassierten bereits Strafen wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse. Auch die Pace reicht nicht, um ganz vorne mitzumischen. Alpine ist aktuell nur sechste Kraft und muss auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

    Alpine ist in Le Mans chancenlos

    Toyota und BMW in Lauerstellung

    Der Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) hat sich nach anfänglichem Verkehr inzwischen in der erweiterten Spitzengruppe etabliert und kann das Tempo der Führenden einigermaßen mitgehen. Beim BMW #20 (Rast/Frijns/S. van der Linde) hält sich das Trio ebenfalls wacker in den Top 10, während die zweite BMW-Crew (#15) und die Peugeots nach einem frühen Abflug des #93 zurückgefallen sind.

    Zwischenfälle, Ausfälle und Probleme

    • Der erste größere Unfall ereignete sich nach etwa dreieinhalb Stunden: Der Ford Mustang #88 (Gattuso/Levorato/Olsen) flog in Tertre Rouge ab und ist damit aus dem Rennen.
    • Peugeot #93 (Di Resta/Mik. Jensen/Vergne) verzeichnete ebenfalls einen Abflug, konnte aber zunächst weiterfahren.
    • Die ersten Full-Course-Yellow-Phasen wurden durch Trümmer auf der Strecke ausgelöst, größere Massenkarambolagen blieben bislang aus.
    • Strafen prägten die Anfangsphase: Neben den Alpine-Piloten musste auch der AF-Corse-Ferrari #83 eine Zeitstrafe absitzen.
    Porsche ist Ferrari in Le Mans auf den Versen

    Strategische Ausgangslage nach 5 Stunden

    Ferrari hat aktuell die beste Ausgangsposition: Die #50 kontrolliert das Rennen mit einem Vorsprung von rund 20 Sekunden auf den besten Porsche, während die Teamkollegen #51 und #83 auf Schlagdistanz bleiben.

    Porsche hält sich mit beiden Werkswagen in der Verfolgerrolle und bleibt durch clevere Strategieoptionen gefährlich. Toyota und BMW lauern auf Fehler der Führenden, während Cadillac und Alpine aktuell keine Rolle im Kampf um den Gesamtsieg spielen.

    Nach fünf Stunden kristallisiert sich ein klarer Dreikampf zwischen Ferrari und Porsche in Le Mans heraus, mit Toyota als Wackelkandidat für eine Überraschung. Die ersten Ausfälle und Rückschläge haben bereits Spuren hinterlassen, doch im längsten Rennen des Jahres ist noch alles möglich. Die Nacht wird zeigen, ob Ferrari die Pace halten kann – oder ob Porsche mit Strategie und Konstanz zurückschlägt.

    Aktuelle Kurzmeldungen zum Rennen gibt es zusätzlich in unseren Instagram-Stories.

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  • Le Mans 2025: Cadillac feiert historischen Hyperpole-Erfolg

    Le Mans 2025: Cadillac feiert historischen Hyperpole-Erfolg

    Zum 75. Jahrestag ihres Le Mans-Debüts hat Cadillac Motorsportgeschichte geschrieben. Erstmals sicherte sich die US-Marke die Hyperpole samt erster Startreihe für das 24-Stunden-Rennen.

    Alex Lynn setzte im Cadillac #12 mit einer Spitzenzeit von 3:23.166 Minuten die Bestmarke und holte damit seine zweite WEC-Pole. Teamkollege Earl Bamber komplettierte mit der #38 die historische erste Startreihe für die Marke aus Detroit. Für Cadillac ist es die erste Pole seit 1967, für einen britischen Fahrer die erste seit Johnny Herbert 2004.

    Neues Hyperpole-Format sorgt für Drama

    Das neue Qualifying-Format brachte zusätzliche Spannung in den Donnerstag Abend. In Hyperpole-Session 1 kämpften 15 Hypercars um zehn Finalplätze, die in Hyperpole-Session 2 die Pole unter sich ausmachten.

    Die Favoriten Ferrari und Toyota erlebten dabei eine erste bittere Niederlage. Jeweils nur ein Fahrzeug beider Marken schaffte es in die letzte Hyperpole-Session. Der beste Ferrari startet in diesem Jahr nur von Platz sieben – ein herber Rückschlag nach zwei Le Mans-Siegen und drei WEC-Podien in Folge.

    Porsche und BMW forderten unterdessen Cadillac heraus. Mathieu Jaminet brachte den Porsche #5 auf Startplatz drei, trotz eines spektakulären Radverlusts im ersten Segment. Der BMW mit Dries Vanthoor (#15) und der Porsche (#4, Nick Tandy) komplettieren die Top 5.

    Aston Martin sichert sich die Pole-Position in der GT3-Klasse

    Klassen-Pole für Aston Martin und TDS Racing

    In der LMP2 setzte sich Mathias Beche mit der #29 von TDS Racing durch. In der neuen LMGT3-Klasse sicherte Mattia Drudi im Heart of Racing Aston Martin die Pole. MotoGP-Legende Valentino Rossi startet bei seinem zweiten Le-Mans-Einsatz von Platz drei – ein Highlight für die Fans des Motorrad-Weltmeisters.

    Das Cadillac-Doppel an der Spitze ist ein Paukenschlag und verspricht ein spannendes Rennen. Die Favoritenrolle ist jedoch trügerisch: Le Mans schreibt seine eigenen Geschichten, und mit Porsche, BMW, Ferrari und Toyota lauern starke Herausforderer. Ähnlich zeigt sich die Ausgangslage in der LMP2 und LMGT3, wo die Top 10 auf Augenhöhe agieren.

    Die vollständige Startaufstellung für das Rennen gibt es hier zum nachlesen. Weitere Informationen rund um die 24 Stunden von Le Mans 2025 gibt es hier.

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  • Le Mans Qualifying 2025: Cadillac dominiert, Toyota patzt

    Le Mans Qualifying 2025: Cadillac dominiert, Toyota patzt

    Das Qualifying für die 93. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans 2025 brachte bereits am Mittwochabend einige Überraschungen mit sich. Im Zentrum stand das Werksteam von Cadillac.

    Alex Lynn stellte mit seinem Cadillac #12 beim Qualifying einen neuen Hypercar-Streckenrekord auf dem Circuit de la Sarthe auf. Mit einer Rundenzeit von 3:22.847 Minuten war Lynn fast zwei Sekunden schneller als der Vorjahres-Pole-Setter – ein klares Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

    Die Qualifying-Performance im Überblick

    • Cadillac: Mit zwei Fahrzeugen in den Top 5 bestätigte Cadillac die starke Form aus dem Training. Die #12 von Lynn, Nato und Stevens setzte die Bestzeit in der Session. Das Schwesterauto #38 (Bamber, Bourdais, Button) folgte auf Rang fünf.
    • BMW: Dries Vanthoor in der Nummer 15 verpasste die Bestzeit um nur 0,040 Sekunden und zeigte, dass BMW in diesem Jahr ein echter Herausforderer ist im Kampf um die Pole ist.
    • Ferrari: Antonio Giovinazzi mit der #51 komplettierte die Top 3, während auch das zweite Ferrari-Hypercar (#50) in die Hyperpole-Session einzieht.
    • Porsche: Trotz starker Einzelleistungen wurde der #6 Porsche Penske nachträglich wegen Unterschreitung des Mindestgewichts disqualifiziert und startet vom Ende des Feldes. Die weiteren Werks-Porsche (#5 und #4) sind jedoch in der Hyperpole vertreten.
    • Toyota: Der große Schock folgte im Qualifying bei Toyota. Die Starnummer 7 (Conway, Kobayashi, de Vries) verpasste als 17. die Hyperpole deutlich – ein Rückschlag für das erfolgsverwöhnte Team. Nur der Toyota #8 schaffte es als Zehnter in die nächste Runde.
    Porsche wurde nach dem Qualifying disqualifiziert

    Neues Qualifying-Format

    2025 wurde das Qualifying bei den 24h Le Mans erneut überarbeitet. Nach dem 30-minütigen Zeittraining am Mittwoch ziehen die 15 schnellsten Hypercars, 12 LMP2 und 12 LMGT3 in die Hyperpole am Donnerstag ein. Die Hyperpole ist nun zweigeteilt:

    • Hyperpole 1 (20 Minuten): Die besten 15 Hypercars, 12 LMP2 und 12 LMGT3 kämpfen um den Einzug in die finale Session. Bei den Hypercars kommen die Top 10 weiter, bei LMP2 und LMGT3 jeweils die besten acht.
    • Hyperpole 2 (15 Minuten): In diesem Shootout wird die Pole Position in jeder Klasse vergeben. Wichtig: In H2 muss ein anderer Fahrer als in H1 eingesetzt werden – strategische Planung ist gefragt.

    Was ist von der Hyperpole zu erwarten?

    Cadillac geht als Favorit in die Hyperpole, profitiert von einer perfekten Abstimmung und hoher Konstanz. Doch BMW und Ferrari sind mit minimalem Rückstand in Lauerstellung. Porsche hingegen muss nach der Disqualifikation der #6 auf Wiedergutmachung setzen, hat aber mit den verbleibenden Autos Außenseiterchancen.

    Toyota hat zwar mehr Leistung als im Vorjahr, bleibt aber das schwerste Auto im Feld und hat im Qualifying enttäuscht. Das Team steht entsprechend stark unter Druck, mit nur einem Auto in der Hyperpole und einer schwierigen Ausgangslage. Ganz anders bei Alpine und Aston Martin, diese könnten von der neuen BoP profitieren. Ein Angriff auf die vorderen Startplätze ist aber nur mit perfekten Runden realistisch.

    Aston Martin schaffte es bei der Premiere in die Hyperpole Session

    Die Hyperpole wird ein hochspannender Kampf, in dem jede Zehntelsekunde zählt und strategische Fahrerwechsel eine entscheidende Rolle spielen können. Die Leistungsdichte verspricht einen engen Kampf um die Pole Position – Cadillac, BMW und Ferrari sind die heißesten Anwärter, doch Überraschungen sind bei den neuen Rahmenbedingungen nicht ausgeschlossen.

    Die vollständigen Ergebnisse aller Hypercars gibt es hier und von LMP2 und LMGT3 hier.

    Bilder © Endurance-Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans Testtag 2025: Erste Eindrücke und Ausblick

    Le Mans Testtag 2025: Erste Eindrücke und Ausblick

    Mit dem offiziellen Testtag 2025 ist die Vorbereitung auf die 93. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans in ihre heiße Phase gegangen. Der Testtag bot einen Vorgeschmack auf das, was uns beim diesjährigen Klassiker erwartet.

    Wir blicken auf die beiden Sessions – ohne die Rundenzeiten zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken, sondern mit Fokus auf die übergeordneten Tendenzen, Entwicklungen und Geschehnisse.

    Hypercar: Dichte Spitze, neue Dynamik

    Das Hypercar-Feld präsentierte sich so geschlossen wie selten zuvor. Alle 21 Fahrzeuge blieben unter der Marke von 3:30 Minuten, die ersten elf sogar innerhalb einer Sekunde. Ganz klar ein Indiz für die Wirksamkeit der neuen Balance of Performance (BoP) und den Einfluss des neuen Asphalts auf Teilen der Strecke.

    Toyota setzte mit Brendon Hartleys 3:26.246 Minuten im #8 GR010 Hybrid die Bestmarke, dicht gefolgt von Ferrari und Alpine. Auffällig: Die schnellsten Zeiten wurden jeweils zu Beginn der Nachmittagssession gesetzt, häufig im Rahmen von Qualifying- oder Semi-Qualifying-Runs, gefolgt von längeren Stints – ein klassisches „Täuschen und Tarnen“, das sich bereits in den Vorjahren bewährt hat.

    Die beiden Hersteller Toyota und Ferrari scheinen erneut das Maß der Dinge zu sein. Doch auch Porsche, Alpine und BMW mischten an der Spitze mit. Besonders Alpine überzeugte mit dem vierten Platz – nach dem Desaster im Vorjahr ein Hoffnungsschimmer für das französische Team. Sorgenkinder bleiben hingegen Aston Martin und Peugeot: Während Aston Martin als Neueinsteiger mit dem Valkyrie erwartungsgemäß noch hinterherfährt, scheint Peugeot mit dem aktuellen BoP-Setup erneut an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.

    LMP2: Zwischenfälle prägen das Bild


    In der LMP2-Klasse dominierte United Autosports mit einer Bestzeit von 3:35.770 Minuten. Doch auch hier war das Feld eng beisammen, die Top-Teams trennten nur wenige Zehntel. Die Session blieb nicht ohne Zwischenfälle: Unfälle – etwa von Luca Ghiotto (Inter Europol) am Vormittag und Giorgio Roda (Proton Competition) am Nachmittag – sorgten für längere Unterbrechungen.

    Der Testtag zeigt eindrucksvoll, wie schmal der Grat zwischen Angriff und Risiko gerade für die Pro-Am-Besatzungen ist. Die Zeit nutzten viele Teams, um das Safety-Car-Prozedere und Abläufe bei Unterbrechungen zu trainieren – wertvolle Erkenntnisse für das Rennen.

    LMGT3: Lexus und Ferrari mit starker Pace

    Die LMGT3-Klasse zeigte sich beim Testtag extrem ausgeglichen. Die schnellste Zeit markierte Jack Hawksworth im Akkodis-ASP-Lexus (3:55.276 Minuten), gefolgt von mehreren Ferrari 296 LMGT3. Doch auch Porsche, BMW, Ford und McLaren lagen in Schlagdistanz, was auf ein spannendes und markenoffenes Rennen hoffen lässt.

    Die Bestzeiten wurden auch hier meist zu Beginn der Sessions gefahren, während im weiteren Verlauf Longruns und Fahrerwechsel im Fokus standen.

    Ausblick: Was erwartet uns in diesem Jahr

    Der Testtag in Le Mans hat gezeigt: Das Feld ist so eng wie nie und die BoP scheint für ein äußerst ausgeglichenes Kräfteverhältnis zu sorgen. Toyota und Ferrari gehen als Favoriten ins Rennen, doch Porsche, Alpine und BMW dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, in den Kampf um den Gesamtsieg einzugreifen. Cadillac zeigte sich ebenfalls stark und könnte – wie schon 2023 – ein Podiumsanwärter sein. Bei den Neueinsteigern wird vor allem auf Aston Martin und deren Entwicklung im Rennverlauf zu achten sein.

    In LMP2 und LMGT3 ist das Feld ebenfalls dicht beisammen. Hier könnten Zuverlässigkeit, Strategie und fehlerfreie Abläufe den Unterschied machen. Die hohe Leistungsdichte verspricht in allen Klassen ein spannendes, unvorhersehbares Rennen.

    Die Trainings- und Qualifying-Sessions ab Mittwoch werden weitere Hinweise auf die tatsächlichen Kräfteverhältnisse liefern. Doch wie immer gilt: Der Testtag ist ein erster Fingerzeig, aber noch lange keine Generalprobe. Täuschen, Tarnen und das Zurückhalten von Reserven gehören zum Le-Mans-Spiel dazu – die wahren Karten werden erst im Rennen aufgedeckt. Die Zeiten der ersten und zweiten Session haben wir für Euch verlinkt.

    Die Bilder vom Testtag

    Unser Fotograf Walter war für Euch beim Testtag live dabei und hat die Sessions in dieser Bildergalerie für Euch festgehalten:

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    Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Flickr (öffnet in neuem Tab).

    Bilder © Endurance-Archive (Walter Schruff)

  • Zitterpartie in Spa: Ferrari holt Doppelsieg in Belgien

    Zitterpartie in Spa: Ferrari holt Doppelsieg in Belgien

    Nach sechs intensiven Rennstunden überquerte Ferrari-Pilot Alessandro Pier Guidi die Ziellinie in Spa-Francorchamps als strahlender Sieger. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Antonio Giovinazzi und James Calado führte der Italiener seinen Ferrari 499P zum dritten Ferrari-Sieg in Folge.

    Bereits vor dem Rennwochenende in Belgien zeigte sich die Mannschaft aus Maranello siegessicher. Trotz Zusatzgewicht und Leistungsreduktion waren James Calado und Nicklas Nielsen überzeugt davon, dass der Ferrari 499P auch in Spa schnell sein wird.

    Nach dieser Ansage ließ Ferrari Taten folgen. Der Sportwagenhersteller beendete zwei Trainings-Sitzungen an der Spitze und besetzte im Qualifying, mit Rundenzeiten unter der Zweiminuten-Marke, die ersten drei Startpositionen. Im Rennen konnten die Ferrari-Piloten an die Leistung vom Vortag anknüpfen und das Verfolgerfeld kontrollieren. Paul di Resta im Peugeot 9X8 (#93) und Alpine-Fahrer Frédéric Makowiecki (#36) waren die Einzigen, die den Italienern im ersten Renndrittel gefährlich wurden.

    Enges Verfolgerfeld in der Hypercar-Klasse der WEC 6 Stunden von Spa-Francorchamps.

    Trotz souveräner Führung, blieb Ferrari auch eine Stunde vor Rennende keine Zeit zum durchatmen. Die schnellsten Verfolger, Mick Schumacher (#36) und Robin Frijns (#20), blieben in Schlagdistanz und sorgten für spannende Taktikspiele an der Boxenmauer. 

    Am Ende behielt Ferrari die Oberhand und sicherte sich einen Doppelsieg bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps. Mit einem Abstand von 0,9 Sekunden fuhr Mick Schumacher mit seinen Alpine-Teamkollegen Jules Gounon und Frédéric Makowiecki ein weiteres Saisonpodium ein. 

    „In gewisser Weise ist dieses Ergebnis eine Art Revanche für das letzte Jahr in Spa, welches wirklich schmerzhaft war. Dieses Jahr lächeln wir“, freute sich Zielfahrer Pier Guidi über den Doppelerfolg für Ferrari. 

    Ferrari vs. Ford:
    Kampf der Legenden

    Vista AF Corse Ferrari (#21) fährt in Spa zum Sieg.

    Auch zum dritten Saisonrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft lieferte die LMGT3-Klasse fesselnde Duelle. Nach Start von der Pole-Position, sah es im ersten Rennabschnitt nach einem Tag für Lexus aus. Arnold Robin setzte sich schnell an der Spitze ab und erarbeitete sich einen zehnsekündigen Vorsprung. Ein missglückter Boxenstopp löste die Siegchance des Akkodis ASP-Team jedoch in Rauch auf. 

    Währenddessen entfachte ein Podiumskampf zwischen zwei Marken-Rivalen aus den 1960er-Jahren. Mit Alessio Rovera, François Heriau und Simon Mann im Ferrari (#21) an der Spitze, kämpfte das Ford Mustang-Trio (#88) spannungsvoll gegen den Ferrari 296 (#54) und die Teamkollegen (#77) um Position zwei. Lediglich drei Sekunden trennten die Kontrahenten bei Zieleinfahrt. 

    Vor knapp 100.000 Fans auf den Zuschauertribünen, lieferte die WEC bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps einen tollen Vorgeschmack auf das bevorstehende Saison-Highlight – die 24 Stunden von Le Mans. Diese finden am 15. und 16. Juni 2025 statt. Alle Infos rund um den Langstrecken-Klassiker, findet Ihr auf Endurance-Archive.de. 

    Titelbild © Martin.Motorsport | Weitere Bilder © Endurance Archive

  • Ferrari dominiert Qualifikation in Spa

    Ferrari dominiert Qualifikation in Spa

    Ausgelassener Jubel in der Ferrari-Box: In Spa sicherte sich der italienische Sportwagenbauer demonstrativ die ersten drei Startplätze und fuhr dabei zwei Bestzeiten unter der Zwei-Minuten-Marke. 

    Antonio Fuoco (#50) war am Freitag in Spa-Francorchamps der schnellste Fahrer in der Hypercar-Klasse. In einer eindrucksvollen Runde von 1:59.617 Minuten erzielte der Ferrari-Werksfahrer die Pole-Position für das bevorstehende 6-Stunden-Rennen. Mit einem Abstand von 0.347 Sekunden sicherte sich sein Markenkollege Robert Kubica (#83) den zweiten Startplatz. Der dritte Ferrari 499P im Feld umrundete den Kurs in 2:00.201 Minuten und vollendete den Top-3-Erfolg der Italiener. 

    Hinter Ferrari konnte sich Peugeot als zweitschnellster Hersteller durchsetzen und platzierte den Peugeot 9X8 (#94) auf Rang vier. Dicht dahinter landete der JOTA-Cadillac (#12), gefolgt vom Alpine-Hypercar (#36).

    Die beiden Werks-Porsche vom Penske Motorsport-Team landeten außerhalb der Top-10 und werden das morgige Rennen aus dem Mittelfeld aufnehmen müssen. Auch Toyota erlebte mit den Plätzen 15 und 16 ein Qualifying zum vergessen.

    Erste Startreihe für Lexus und Aston Martin

    Akkodis ASP Team, Pole-Position Spa-Francorchamps 2025

    Mit einer Rundenzeit von 2:17.732 Minuten sicherte sich das Lexus-Akkodis ASP Team (#78) die Pole-Position in der hart umkämpften LMGT3-Klasse. Mit einer fehlerfreien Runde setzte der Brasilianer Eduardo Barrichello seinen Aston Martin Vantage (#10) auf Rang zwei und verwies die Konkurrenz von Proton Competition in die zweite Startreihe. 

    Nach einer starken Vorstellung im Training, qualifizierte sich der schnellste Ferrari (#54) auf Position fünf. Das Schwesterauto (#21) wird die 6 Stunden von Spa-Francorchamps vom siebten Startplatz aus in Angriff nehmen. 

    Die Gesamtübersicht aller Qualifying-Ergebnisse gibt’s hier.

  • FP3 in Spa: Ferrari in beiden Klassen an der Spitze

    FP3 in Spa: Ferrari in beiden Klassen an der Spitze

    Das finale Training zu den 6 Stunden von Spa-Francorchamps ist absolviert: Auf dem traditionsreichen Kurs nutzten die Teams die einstündige FP3-Session intensiv, um die Autos auf das heutige Qualifying abzustimmen.

    In der Hypercar-Klasse knüpfte Ferrari an die Performance aus dem ersten freien Training an und setzte mit dem Trio Fuoco/Molina/Nielsen die Trainingsbestzeit in Spa.

    1. Nr. 50, Ferrari AF Corse (2:00.596 Minuten)
    2. Nr. 38, Cadillac Hertz Team JOTA (2:00.793 Minuten)
    3. Nr. 12, Cadillac Hertz Team JOTA (2:00.82 Minuten)

    Die engen Abstände an der FP3-Spitze sorgten auf den Zuschauertribünen für einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Kampf um die Pole-Position.

    LMGT3

    Auch in der hart umkämpften LMGT3-Klasse ist das Feld nah beieinander. Am schnellsten umrundete die Ferrari-Mannschaft von Vista AF Corse den Ardennen-Kurs im finalen Trainingslauf. Die Top-3 sieht wie folgt aus:

    1. Nr. 21, Vista AF Corse (2:17.831 Minuten)
    2. Nr. 88, Proton Competition (2:18.181 Minuten)
    3. Nr. 87, Akkodis ASP Team (2:18.676 Minuten)

    Mit dem LMGT3-Qualifying steht um 14:40 Uhr die nächste Session auf dem Circuit de Spa-Francorchamps an. Die Qualifikation in der Hypercar-Klasse folgt um 15:25 Uhr.

    Alle FP3-Ergebnisse im Überblick.

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  • Trotz fehlender Testfahrten: Ferrari selbstbewusst in Spa

    Trotz fehlender Testfahrten: Ferrari selbstbewusst in Spa

    Nach einem Saisonauftakt nach Maß, zeigt sich Ferrari auch vor den 6-Stunden von Spa-Francorchamps angriffsbereit. Trotz fehlender Testkilometer auf der neu asphaltierten Strecke, blicken die Scuderia Ferrari-Piloten James Calado und Nicklas Nielsen wenig beunruhigt auf das dritte Rennwochenende 2025.

    „Wir haben in Spa nicht getestet, genauso wenig wie in Imola – und dort hat es bekanntlich gut für uns funktioniert“, gab James Calado im Vorfeld des Rennwochenendes zu Protokoll. Der Brite ist überzeugt, dass die Streckenanpassungen primär den Grip beeinflussen und schnellere Rundenzeiten ermöglichen werden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und intensiv im Simulator gearbeitet“, so Calado zuversichtlich.

    Auch Teamkollege Nicklas Nielsen unterstreicht die Bedeutung der virtuellen Vorbereitung. „Natürlich ersetzt der Simulator keinen Test auf der Strecke, aber wir haben uns umfangreich vorbereitet“, erklärte der Däne. Er verweist auf die bereits in anderen Serien beobachteten Rundenzeitenverbesserungen durch den neuen Asphalt, warnt aber gleichzeitig vor möglichen Auswirkungen auf den Reifenverschleiß. „Damit werden allerdings alle Teams zu kämpfen haben“, so Nielsen.

    Enges Qualifying erwartet

    Trotz der Ungewissheit über die tatsächlichen Auswirkungen des neuen Asphalts auf das Fahrverhalten, blickt Nielsen optimistisch auf das Wochenende. „Unsere Stärken liegen traditionell in schnellen Kurven, und Spa ist eine Strecke, die unserem Auto sehr entgegenkommt“, betont der Ferrari-Pilot. 

    Der Blick auf die Konkurrenz ist bei Ferrari jedoch von gesundem Respekt geprägt. Calado erwartet ein enges Qualifying und ist sich sicher, dass sowohl Porsche, Toyota und auch BMW eine ernstzunehmende Rolle spielen werden.

    Welche Leistung Ferrari tatsächlich auf die optimierte Strecke in Spa bringen kann, erfahren wir in der Qualifikation am Samstag, den 10. Mai.

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  • Ferrari und Porsche an der Spitze im Spa-Training

    Ferrari und Porsche an der Spitze im Spa-Training

    Ferrari setzt zum Auftakt des WEC-Rennwochenendes in Spa-Francorchamps das erste Ausrufezeichen. Mit einer Rundenzeit von 2:02.835 Minuten, war der Italiener Antonio Fuoco (50) der schnellste Pilot im FP1.

    Trainingszweiter wurde Robert Kubica im AF Corse-Ferrari (83). Der ehemalige Formel-1-Pilot umrundete den Kurs 0.222 Sekunden langsamer als Fuoco.

    Mick Schumacher im Alpine (36) komplettierte die Top-3 mit einer Zeit von 2:03.094 Minuten. Dahinter reihten sich die beiden Peugeot 9X8 mit den Startnummern 93 und 94 ein.

    Kurze „Full Course Yellow“-Phasen unterbrachen die 90-minütige Session zweimal. Ursächlich dafür waren Dreher von Paul-Loup Chatin (Alpine, 35) in Les Combes, der aus dem Kies befreit werden musste, sowie ein ähnlicher Vorfall von Sébastien Bourdais (Cadillac, 38) an der Campus-Schikane.

    BMW M Team WRT #20, Spa-Francorchamps 2025

    Porsche mit Tagesbestzeit im FP2

    Im 2. Freien Training war es Kévin Estre, der sich in seinem Porsche 963 an die Spitze des Feldes setzten konnte. Mit seiner Rundenzeit von 2:01.475 Minuten umrundete der Franzose die Strecke rund 1,3 Sekunden schneller als Fuoco im FP1. Dieser beendete das zweite Training mit seinen Teamkollegen Molina und Nielsen auf Rang zwei. Dahinter landete das BMW M Team WRT mit dem Fahrerduo Frijns/Rast (20).

    Geprägt wurde die Session durch drei rote Flaggen. Für die erste sorgte Antonio Giovinazzi im Ferrari 499P, der zu Beginn des Trainings in Höhe der Eau Rouge einschlug. Ein ähnliches Schicksal ereilte kurz darauf Stephen Grovees im Mercedes-AMG (60). Die dritte Unterbrechung verursachte Tom Gamble, der mit seinem Aston Martin Valkyrie (007) in Pouhon im Reifenstapeln landete.

    LMGT3

    Im FP1 trennte die Top-4 der LMGT3-Kategorie nur eine halbe Sekunde. Der Lexus (78) sicherte sich die Bestzeit (2:18.432 Minuten) und verwies den (21) Vista AF Corse Ferrari auf Platz zwei. Der zweite Lexus im Feld, mit der Startnummer (87) belegte den dritten Platz.

    Vista AF Corse, Ferrari 296 LMGT3, Spa-Francorchamps 2025

    Im FP2 war es der Heart of Racing Aston Martin (27), der die Trainingsbestzeit setzte (2:18.326 Minuten). Dahinter reihten sich der Lexus (87) und der Ferrari (54) ein.

    Eine Gesamtübersicht zu den Rundenzeiten aus FP1 und FP2 gibt es hier.

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  • Porsche: Vanthoor über Herausforderungen vor seinem Heimrennen

    Porsche: Vanthoor über Herausforderungen vor seinem Heimrennen

    Der Porsche-Penske-Motorsport-Pilot Laurens Vanthoor ist bereit für sein Heimrennen, die 6 Stunden von Spa-Francorchamps.

    Seit dem letzten Gastspiel der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft in Belgien, gab es auf dem Circuit de Spa-Francorchamps umfangreiche Asphalterneuerungen. Im Rahmen einer von Mobil 1 organisierten Diskussionsrunde lobte Vanthoor die Streckenanpassungen gegenüber Endurance Archive.

    „Der neue Belag ist wirklich toll, und wir sind pro Runde bis zu zwei Sekunden schneller“, sagte Vanthoor. „An manchen Stellen gibt es deutlich mehr Grip, was das Fahren sehr angenehm macht.“

    Allerdings merkte der Belgier an, dass sich die veränderten Bedingungen auf das Auto auswirken würden: „Dies ändert die Herangehensweise an unser Setup, da die Belastungen für das Auto höher sind – ebenso wie die Geschwindigkeiten. Auch die Reifenbelastung muss im Blick behalten werden.“

    Laurens Vanthoor, Porsche-Penske-Motorsport #6.

    Ein Auge auf Le Mans

    Die 24 Stunden von Le Mans, der Saisonhöhepunkt, stehen kurz bevor. Im Vorfeld sprach Laurens Vanthoor über die Bedeutung der 6 Stunden von Spa-Francorchamps als Generalprobe.

    „Aus Fahrersicht gibt es in Spa nicht viel zu lernen. Le Mans hat seine ganz eigenen Besonderheiten, welche nur schwer zu simulieren sind. Aus technischer Sicht gibt es jedoch viel mehr Gemeinsamkeiten. Im Vergleich zu Katar und Imola gibt es mehr Ähnlichkeiten hinsichtlich Setup, Fahrzeughöhe und Streckenverhalten bei hoher Geschwindigkeit. Es kommt also mehr auf das Auto an.“

    Neue Gesichter in beiden Autos

    Porsche Penske Motorsport bereitet sich intensiv auf die 24 Stunden von Le Mans vor. Ein wichtiger Schritt ist die Verpflichtung von Pascal Wehrlein, der im Auto mit der Startnummer 6 neben Laurens Vanthoor und Kévin Estre antreten wird. Im Schwesterauto mit der Startnummer 5 gibt es ebenfalls eine Änderung: Dort übernimmt Nico Müller das Lenkrad von Mathieu Jaminet.

    Für Vanthoor ist der Einsatz seines neuen Fahrerkollegen ein positiver Schritt für das Team, welcher aber auch Herausforderungen mit sich bringt: „Pascal ist da, um vor Le Mans mehr Erfahrung und Fahrpraxis zu sammeln, was völlig fair und verständlich ist. Wir müssen unser Bestes geben.“

    Laurens Vanthoor, Porsche-Penske-Motorsport #6, Spa-Franchorchamps.

    Gemischte Gefühle vor dem Saisonhöhepunkt

    Der Saisonstart verlief für die Mannschaft von Porsche Penske Motorsport eher enttäuschend. Mit Blick auf die 24 Stunden von Le Mans sprach Vanthoor von einer gemischten Stimmung im Team.

    „Letztes Jahr hat unser Programm einen offensichtlich großen Schritt nach vorne gemacht“, sagte der Belgier. „Wir haben fast alles gewonnen, außer Le Mans. Demgegenüber steht ein sehr erfolgreicher Saisonstart in der IMSA mit drei Siegen. Doch trotz starker Bemühungen hatten wir in den ersten WEC-Rennen 2025 zu kämpfen. Als Team funktionieren wir hervorragend und unser Auto ist stark, weshalb ich positiv nach Le Mans schaue.“

    Das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps startet am Samstag, den 10. Mai, um 14:00 Uhr Ortszeit.

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  • Kampf in den Ardennen: Vorschau auf die WEC in Spa

    Kampf in den Ardennen: Vorschau auf die WEC in Spa

    Das belgische Spa-Francorchamps bietet den Austragungsort des dritten Saisonrennens der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2025. Vor dem Start der ersten Session werfen wir einen Blick darauf, was an diesem Wochenende wichtig ist.

    Ferrari mit BoP-Anpassungen

    Nachdem Ferrari sowohl beim Saisonauftakt in Doha als auch vor heimischer Kulisse in Imola den Ton angeben konnte, reisen die Italiener mit breiter Brust nach Belgien. Trotz komfortabler Ausgangslage, wird es für Ferrari in Spa kein Spaziergang werden. Die Mannschaft aus Maranello wird nach den jüngsten BoP-Anpassungen mit 12 Kilogramm Zusatzgewicht und einer geringeren Grundleistung von -25,5 PS an den Start gehen.

    AF Corse FERRARI 499P bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps 2025.

    Für eine Unterbrechung der roten Siegesserie würde gerne das Hertz Team JOTA sorgen. Im vergangenen Jahr feierte die Mannschaft in Spa, mit dem Porsche 963, den ersten Gesamtsieg eines Privat-Hypercar-Teams. Ob dieser Erfolg mit dem aktuell eingesetzten Cadillac V-Series.R in Belgien wiederholt werden kann, bleibt abzuwarten.

    Mitwirken im Kampf um den Sieg möchten auch die Lokalmatadoren vom BMW M Team WRT. Die Mannschaft aus Lüttich konnte in den vergangenen WEC-Läufen überzeugen und feierte zuletzt in Imola einen Podestplatz. Auch wenn Stammfahrer Dries Vanthoor auf seiner Heimstrecke nicht ins Lenkrad greifen wird, werden dem BMW-Team gute Chancen in Spa vorhergesagt.

    Iron Dames PORSCHE 911 GT3 R LMGT3 bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps.

    Spannung in der LMGT3-Klasse erwartet

    Bereits beim Auftaktrennen in Katar bot die LMGT3-Klasse spannende Action über die gesamte Renndistanz. Auch in Imola hielt die hartumkämpfte Kategorie, was sie verspricht, und lieferte den Fans ein Fotofinish zwischen den beiden Führenden. Es wird sich zeigen, wer in Spa die Nase vorn haben wird. Vor heimischer Kulisse werden speziell die Belgier Tom Van Rompuy (Corvette #81) und Maxime Martin (Mercedes #61) glänzen wollen.

    CORVETTE Z06 LMGT3.R bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps 2025.

    Zeitplan und TV-Übertragung

    Los geht es am Donnerstag, 8. Mai, mit dem ersten freien Training. Die Qualifikation sowie die Hyperpole folgen am Freitag, bevor Samstag um 14:00 Uhr der Startschuss für das Rennen fällt. Alle wichtigen Informationen zu den 6-Stunden von Spa-Francorchamps, wie TV & Livestream-Übertragung, haben wir für Euch hier zusammengefasst. Zusätzlich könnt Ihr das Rennen am Samstag, wie gewohnt, in unserem Endurance Archive-Liveticker verfolgen.

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  • Heimsieg für IDEC Sport im Regenchaos von Le Castellet

    Heimsieg für IDEC Sport im Regenchaos von Le Castellet

    Was für ein Krimi beim zweiten Lauf der ELMS 2025 auf dem Circuit Paul Ricard! IDEC Sport sicherte sich beim Heimspiel in Le Castellet einen hart erkämpften Gesamtsieg – und schrieb dabei erneut mehrfach Geschichte.

    Starkregen, Strategiechaos und Safety Cars

    Schon vor dem Start war klar: Das Wetter würde eine entscheidende Rolle spielen. Der Kurs war offiziell als „nass“ deklariert, doch der große Regen setzte erst während der Formationsrunden ein. Das sorgte für erste Dreher schon vor dem Start, gefolgt von einer turbulenten Anfangsphase mit mehreren Unfällen und gleich drei Safety-Car-Phasen.

    Die Teams standen vor der schwierigen Wahl zwischen Slicks und Regenreifen – ein Poker, der die Reihenfolge im Feld immer wieder durcheinanderwirbelte. Das französische IDEC Sport-Team mit Jamie Chadwick, Daniel Juncadella und Mathys Jaubert (#18) zeigte in dieser Situation Nervenstärke. Nach einem Dreher von Chadwick in der Anfangsphase und einem Zwischenfall mit dem Schwesterauto kämpfte sich das Trio zurück an die Spitze.

    Die wechselnden Bedingungen und clever getimte Boxenstopps spielten dem Team in die Karten: Als die Strecke abtrocknete, setzte Jaubert im letzten Stint alles auf eine Karte, verteidigte die Führung und überquerte nach vier Stunden mit nur 1,8 Sekunden Vorsprung vor dem Nielsen Racing Oreca (#27) die Ziellinie.

    Start - European Le Mans Series - 4h of Le Castellet - Circuit Paul Ricard - France -

    Historischer Sieg für Jamie Chadwick

    Nach dem historischen Erfolg in Barcelona schreibt das Team mit Jamie Chadwick erneut Motorsportgeschichte. Sie ist die erste Frau, die einen Gesamtsieg bei einem ELMS-Rennen gewinnen konnte. Ein bedeutender Meilenstein für die Serie und ein starkes Signal für Frauen im Motorsport.

    Hinter IDEC Sport sicherte sich das Nielsen Racing-Trio James Allen, Tony Wells und Sergio Sette Camara den Klassensieg in LMP2 Pro/Am und Platz zwei im Gesamtklassement. Besonders stark: Tony Wells‘ Eröffnungsstint auf Regenreifen brachte das Team früh in Führung. Louis Delétraz im AO by TF Oreca (#99) zeigte eine beeindruckende Aufholjagd und holte Platz zwei in der Klasse sowie den dritten Gesamtrang.

    LMP3: CLX Motorsport bleibt das Maß der Dinge

    In der LMP3-Klasse setzte CLX Motorsport seine Dominanz fort. Adrien Closmenil, Paul Lanchère und Theodor Jensen feierten im Ligier JS P320 den zweiten Saisonsieg in Folge. Das Team überzeugte trotz schwieriger Bedingungen mit einem Start-Ziel-Sieg. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte M Racing-Team betrug am Ende fast 25 Sekunden.

    #50 - RICHARD MILLE AF CORSE - Ferrari 296 LMGT3 - European Le Mans Series - 4h of Le Castellet - Circuit Paul Ricard - France -

    LMGT3: Ferrari siegt hauchdünn vor Mercedes

    Das LMGT3-Finale war auch in Le Castellet ein echter Thriller. Lilou Wadoux brachte den Ferrari (#50) mit nur 0,3 Sekunden Vorsprung vor dem Mercedes von Fabien Schiller ins Ziel. Die Französin profitierte von einer klugen Boxenstrategie und verteidigte sich in den letzten Runden mit aller Kraft gegen den heranstürmenden Schiller. Platz drei ging an den GR Racing Ferrari. Die Top Fünf der GT3-Klasse lagen am Ende innerhalb von nur fünf Sekunden.

    Weiter geht’s mit der ELMS am 6. Juli mit den 4 Stunden von Imola. Doch zuvor steht für viele Teams das große Highlight an: die 24 Stunden von Le Mans Mitte Juni. Wer alle Rennergebnisse aus einen Blick sucht, findet diese hier.

    Titelbild © ELMS-Pressematerial (Photo Copyright 2025 – FocusPackMedia – Marcel Wulf) | Bild 2 © ELMS-Pressematerial (Photo Copyright 2025 – FocusPackMedia – Jan Patrick Wagner) | Bild 3 © ELMS-Pressematerial (Photo Copyright 2025 – FocusPackMedia – Marcel Wulf)

  • Ferrari triumphiert vor heimischer Kulisse in Imola

    Ferrari triumphiert vor heimischer Kulisse in Imola

    Über 65.500 Fans wurden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola Zeugen, wie Ferrari beim Heimspiel einen historischen WEC-Sieg feierte.

    Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi verwandelten die Pole-Position im Ferrari 499P #51 in den ersten Heimsieg der Italiener und bauten damit Ferraris perfekte Bilanz in der FIA WEC-Saison 2025 weiter aus.

    Strategie, Nervenstärke und packende Duelle

    Von Beginn an dominierte der Ferrari #51 das Geschehen mit einem zeitweise Vorsprung von fast einer halben Minute. Doch das Rennen war alles andere als ein Selbstläufer. Zahlreiche Full Course Yellows und zwei Safety-Car-Phasen wirbelten das Feld immer wieder durcheinander. Ferrari ließ sich jedoch nicht beirren, traf bei Reifen- und Boxenstrategie stets die richtigen Entscheidungen und behauptete sich gegen die Angriffe von Porsche, Toyota und BMW.

    Der siegreiche Ferrari #51

    Besonders in der Schlussphase von Imola wurde es noch einmal eng für Ferrari. Trotz des Drucks der Konkurrenz verteidigte das Trio den Vorsprung und überquerte die Ziellinie mit knapp zehn Sekunden Vorsprung – der erste Ferrari Werkssieg auf italienischem Boden seit 1973.

    BMW und Alpine überraschen

    Hinter Ferrari setzte sich das BMW M Team WRT mit der #20 (René Rast, Robin Frijns, Sheldon van der Linde) auf Platz zwei. Trotz eines beschädigten Heckflügels nach der Kollision mit einem Toyota schaffte es das Trio auf’s Podest. Für die Fahrer war es der erste Podiumsplatz in der FIA WEC. Die Piloten von Alpine (Mick Schumacher, Jules Gounon, Frédéric Makowiecki) komplettierte das Podium und bestätigte die zuvor starke Qualifying-Performance der Franzosen.

    Packende Duelle in der Hypercar-Klasse

    Schlüsselduelle und Aufholjagden

    • Der Toyota #8 (Buemi, Hartley, Hirakawa) zeigte eine beeindruckende Defensivleistung. Sébastien Buemi schaffte es Ferrari-Pilot Antonio Fuoco hinter sich zu halten und zeitweise die Führung zu übernehmen.
    • Nicklas Nielsen im zweiten Ferrari (#50) begeisterte die Tifosi mit einer furiosen Aufholjagd vom letzten Startplatz im Feld bis in die Top-6.
    • Matt Campbell im Porsche 963 #6 lieferte sich in der vierten Rennstunde ein sehenswertes Duell mit Giovinazzi und verteidigte sich auf alten Reifen erfolgreich gegen seine Angriffe.

    LMGT3: Porsche siegt nach Herzschlagfinale

    Auch in der LMGT3-Klasse blieb es bis zum Schluss spannend. Der von Valentino Rossi auf Pole gestellte BMW M4 führte lange. Nach einer Kollision mit dem ebenfalls starken Vista AF Corse-Ferrari und einer anschließenden Stop-and-Go-Strafe fiel dieser jedoch zurück.

    In den letzten Minuten des Rennens kämpfte sich Kelvin van der Linde im #46 BMW noch einmal an den führenden Richard Lietz (#91) heran. Doch der Österreicher verteidigte sich nervenstark und bescherte Manthey den ersten Saisonsieg im Jahr 2025. Rossi musste sich – wie schon 2024 – beim Heimrennen mit Platz zwei begnügen. Das Akkodis ASP Team sorgte mit den Plätzen drei und vier für das erste Lexus-Podium in der FIA WEC.

    Der Pole-Setter wurde am Ende nur zweiter

    Die 6 Stunden von Imola 2025 boten alles, was Langstreckenfans lieben. Von Taktik über packende Zweikämpfe, dramatische Wendungen bis zu einem Heimsieg, der in die Geschichte eingeht. Ferrari bleibt das Maß aller Dinge in diesem Jahr. Doch die Konkurrenz von BMW, Porsche, Alpine und Toyota ist aufgerückt und zumindest in Schlagdistanz. Wer die Details nachlesen möchte, findet hier unseren Live-Ticker zum Rennen. Die finale Wertung des Rennen ist hier zu finden.

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  • Rossi erstmals auf Pole, Ferrari wiederholt Imola-Erfolg

    Rossi erstmals auf Pole, Ferrari wiederholt Imola-Erfolg

    Das Qualifying zu den 6 Stunden von Imola stand ganz im Zeichen von Ferrari und Valentino Rossi. Während Antonio Giovinazzi mit einer beeindruckenden Bestzeit von 1:28.920 Minuten die Hypercar-Pole sicherte, sorgte Valentino Rossi im Team WRT BMW für eine echte Sensation.

    Giovinazzi ließ der Konkurrenz in der Hypercar-Klasse keine Chance und distanzierte den zweitplatzierten Robert Kubica im privaten #83 AF Corse Ferrari um satte 0,758 Sekunden. Die beiden Ferrari stehen damit am Sonntag in der ersten Startreihe und unterstreichen die Dominanz der Marke in Imola. Dahinter reihen sich der #15 BMW M Team WRT sowie die beiden Toyota Gazoo Racing-Boliden auf den Plätzen drei bis fünf ein.

    HypercarZeitAbstand
    #51 Ferrari AF Corse1:28.920—
    #83 AF Corse 1:29.678+0.758
    #15 BMW M Team WRT1:29.885+0.965
    #8 Toyota Gazoo Racing1:30.042+1.122
    #7 Toyota Gazoo Racing1:30.043+1.123

    Alle Zeiten vom Qualifying gibt es hier.

    Rossi erstmals auf Pole

    In der LMGT3-Klasse setzte Ahmad Al-Harthy im ersten Quali-Abschnitt die Bestmarke, doch Rossi brachte den BMW im Hyperpole-Shootout souverän auf Startplatz eins. Mit einer Runde von 1:42.355 Minuten war er knapp drei Zehntel schneller als Clemens Schmid im Akkodis ASP Team Lexus, während Zacharie Robichon im Heart of Racing Aston Martin die Top 3 komplettierte.

    Ein ganz besonderer Tag war das Qualifying jedoch für Valentino Rossi. Der neunfache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi holte im #46 BMW M4 LMGT3 EVO seine erste Pole-Position in der FIA WEC überhaupt – und das ausgerechnet auf heimischem Boden in Imola.

    LMGT3ZeitAbstand
    #46 BMW M4 LMGT3 EVO 1:42.355—
    #87 Akkodis ASP Team Lexus 1:42.661+0.306
    #27 Heart of Racing Aston Martin1:42.703+0.348
    #21 Vista AF Corse1:42.920+0.217
    #78 Akkodis ASP Team Lexus 1:43.132+0.212

    Alle Zeiten vom Qualifying gibt es hier.

    Die Bilder vom Qualifying

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  • Ferrari vs. BMW: Die Ausgangslage nach dem Imola-Training

    Ferrari vs. BMW: Die Ausgangslage nach dem Imola-Training

    Mit Ferrari und BMW im Fokus startete das Training am ersten Tag in Imola. Die ersten Sessions lieferten bereits klare Hinweise auf das Kräfteverhältnis im Hypercar- und LMGT3-Feld. Die Trainings-Analyse zeigt: Ferrari und BMW setzen im Kampf um die Favoritenrolle ein Ausrufezeichen und sorgen für Spannung vor dem Qualifying.

    Ferrari im Heimspiel vorn, BMW auf Augenhöhe

    Ferrari präsentiert sich beim Heimspiel in Imola als das Team, das es zu schlagen gilt. Bereits im ersten freien Training setzte Robert Kubica im AF Corse Ferrari #83 die Bestzeit auf abtrocknender Strecke (1:32.065 Min.). Dieser wurde dicht gefolgt vom Werks-Ferrari #50 (Fuoco) und dem Cadillac #12 (Lynn). Die Bedingungen waren dabei alles andere als einfach: Der Morgen begann nass, erst gegen Ende der Session waren echte Zeitenjagden auf Slicks möglich – ein Vorgeschmack auf die strategischen Herausforderungen, die das wechselhafte Aprilwetter in Imola bieten kann.

    Im zweiten Training von Imola dann das Novum: Ferrari (#51, Giovinazzi) und BMW (#15, Vanthoor) fuhren exakt die gleiche Rundenzeit von 1:31.040 – ein Ereignis, wie es in der WEC-Historie erst einmal zuvor passierte. Ferrari wurde aufgrund der früher gesetzten Zeit als Sessionsieger gewertet. Dahinter bestätigte Alpine (#36, Schumacher) mit Platz drei die positive Entwicklung des Teams. Der zweite Werks-Ferrari (#50) und BMW (#20) rundeten die Top 5 ab. Der Cadillac (#38) blieb ebenfalls in Schlagdistanz, schaffte es jedoch nicht mehr in die Spitzengruppe.

    Toyota, 2024 noch Sieger in Imola, zeigte sich zwar solide, aber noch nicht auf Augenhöhe mit der Spitze. Die Startnummer #7 fuhr auf P8, die #8 sogar nur auf P14 im FP2. Die Japaner arbeiteten intensiv an der Abstimmung und Reifenauswertung, haben jedoch noch einiges an Luft nach oben.

    Das Kräfteverhältnis in der Hypercar-Klasse

    • Ferrari ist in Imola der Benchmark – konstant schnell, sowohl im Werksteam als auch mit der privaten #83.
    • BMW hat den Anschluss geschafft und ist erstmals in der Hypercar-Ära ein echter Siegkandidat.
    • Alpine und Cadillac profitieren von guter Vorbereitung und zeigen Podiumspotenzial für die 6h Imola.
    • Toyota muss nachlegen, ist aber bekannt für seine starke Rennpace und überraschende Strategien.
    • Porsche, Peugeot und Aston Martin blieben in den Trainings unter ihrem Potential mit wenig Chancen auf den Sieg aus eigener Kraft.

    Die Bilder vom 1. Training

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    Lexus in Führung, BMW in Schlagweite

    In der LMGT3-Klasse war es in beiden Sessions eng und abwechslungsreich. Im ersten Training setzte sich Augusto Farfus im WRT BMW #31 an die Spitze, hauchdünn vor dem Akkodis Lexus #78 (Masson). Im zweiten Training schlug Lexus zurück: Clemens Schmid (#87) fuhr die Bestzeit, knapp vor dem Schwesterauto #78 (Gehrsitz). BMW (#46, van der Linde) und Ferrari (#21 Vista AF Corse, Rovera) etablierten sich als stärkste Verfolger, während Porsche (#92) und Ford (#77) die Top 6 abrundeten. Ferrari zeigte mit beiden Vista-AF-Corse-Autos eine solide Pace (jeweils P4 und P11 in beiden Sessions), sucht aber noch das letzte Quäntchen zur Spitze.

    Das Kräfteverhältnis in der LMGT3:

    • Lexus ist mit beiden Autos in Imola erstmals klarer Favorit auf die Pole. Das Team profitiert von einer starken Entwicklung der letzten Rennen.
    • BMW bleibt ebenfalls ein heißer Kandidat auf die Spitze, besonders die #46 mit Rossi und van der Linde.
    • Ferrari und Porsche sind im erweiterten Favoritenkreis, müssen aber auf Fehler der Konkurrenz hoffen, um glänzen zu können.

    Die Bilder vom 2. Training

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    Nachfolgend haben wir alle Rundenzeiten und Ergebnisse der Trainings für Euch verlinkt: FP1 | FP2

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  • Porsche reist Angriffslustig und zuversichtlich nach Imola

    Porsche reist Angriffslustig und zuversichtlich nach Imola

    Porsche Penske Motorsport blickt optimistisch auf das zweite Saisonrennen, die 6 Stunden von Imola. Nach einem enttäuschenden Saisonauftakt in Katar stimmt die Basis für Imola zuversichtlicher.

    Im Rahmen eines Roundtable-Gesprächs in Zusammenarbeit mit Mobil 1 sprachen wir vor dem zweiten Saisonlauf mit Urs Kuratle, Director Factory Racing LMDh und dem Fahrer des Porsche 963 (#5), Michael Christensen.

    „Wir haben hier im vergangenen Jahr gut abgeschnitten und wissen, wo wir das Auto im Vergleich zu damals verbessert haben“, sagt Kuratle. „Aber es ist unmöglich zu wissen, wie sich unsere Konkurrenten entwickelt haben. Ich denke, es ist klar, dass das Feld sehr eng zusammengerückt ist.

    Das Team hat eine klare Vorstellung davon, wo es mit seiner Strategie steht und wird das Wetter genau im Auge behalten. Im Vergangenen Jahr war das Wetter ein entscheidendes Element im Rennen. „Wir sind strategisch gut aufgestellt, vor allem was die Reifen angeht“, so Kuratle weiter. „In der vergangenen Saison konnten wir unsere Reifen schnell auf Temperatur bringen, aber auch hier haben die anderen Hersteller Fortschritte gemacht.

    Porsche bei der Imola-Premiere 2024.
    Porsche bei der Imola-Premiere 2024.

    Der Druck vor dem Rennen ist immer hoch

    Michael Christensen freut sich darauf, zum zweiten Mal mit Porsche Penske Motorsport auf dem Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari zu fahren, weiß aber, dass das Rennen eine Herausforderung wird: „Es ist eng, schmal und hügelig, eine echte Old-School-Strecke. Daher wird die Streckenposition extrem wichtig sein. Auch auf die Randsteine müssen wir Fahrer aufpassen, vor allem wenn es regnet.“

    Christensen wies Gerüchte über zusätzlichen Druck auf das Team zurück, nachdem er beim Saisonauftakt in Katar auf den letzten Plätzen gelandet war. „Ich denke, dass es bei jedem WEC-Rennen Druck gibt und Imola ist nicht anders“, so der Däne. „Sechs Stunden sind natürlich eine lange Zeit und es kann wirklich alles passieren. Wir werden uns auf das Rennen und unsere Strategie konzentrieren. Insgesamt sind wir sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren können.

    Das Rennen beginnt am Sonntag, den 20. April um 13:00 Uhr Ortszeit. Live-Übertragungen sind auf fiawec.tv und Eurosport zu sehen.

    Erste Eindrücke aus Imola

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  • Ein ELMS-Auftakt für die Geschichtsbücher in Barcelona

    Ein ELMS-Auftakt für die Geschichtsbücher in Barcelona

    Der Auftakt der ELMS 2025 in Barcelona lieferte spannende Duelle, einen LMP2-Sieg für IDEC Sport und den Gesamtsieg von AF Corse.

    Die European Le Mans Series (ELMS) startete mit einem packenden Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in die Saison 2025. Das 4-Stunden-Rennen bot Motorsport auf höchstem Niveau, mit spannenden Duellen, historischen Momenten und Überraschungen in allen Klassen.

    IDEC Sport feierte gemeinsam mit seinem neuen Teampartner Genesis einen beeindruckenden Premierensieg in der LMP2-Kategorie. AF Corse sorgte mit einem Pro/Am-Fahrzeug für eine Überraschung und sicherte sich den Gesamtsieg.

    LMP2: Historischer Erfolg für Jamie Chadwick und IDEC Sport

    Das Team IDEC Sport feierte einen beeindruckenden Sieg in der LMP2-Kategorie bei ihrem ELMS-Debüt. Der Oreca #18, pilotiert von Daniel Juncadella, Mathys Jaubert und Jamie Chadwick, setzte sich nach einem intensiven Rennen gegen die starke Konkurrenz durch. Besonders bemerkenswert: Jamie Chadwick schrieb Geschichte, indem sie als erste Frau den obersten Podestplatz in der LMP2-Klasse jemals erreichte.

    Nach einer turbulenten Schlussphase überquerte Jaubert die Ziellinie knapp 1,187 Sekunden hinter dem Gesamtsieger von AF Corse und sicherte sich den Klassensieg vor dem #48 VDS Panis Racing und der #10 von Vector Sport. Die drei Fahrzeuge trennten am Ende weniger als zwei Sekunden – ein Beleg für die nach wie vor enge Konkurrenz in der LMP2-Kategorie.

    Das Siegerauto #83 an der Box

    LMP2 Pro/Am: AF Corse triumphiert erstmals mit Gesamtsieg

    Die größte Überraschung des Rennens lieferte das Team AF Corse in der LMP2 Pro/Am-Kategorie. Mit einer spektakulären Schlussrunde katapultierte sich Matthieu Vaxiviere im Oreca-Gibson #83 an die Spitze des Feldes und sicherte damit den Gesamtsieg – ein historischer Erfolg für ein Pro/Am-Team. Vaxiviere überholte gleich drei Fahrzeuge auf der letzten Runde, darunter den bis dato führenden Oreca von IDEC Sport.

    Gemeinsam mit seinen Teamkollegen François Perrodo und Alessio Rovera zeigte AF Corse eine herausragende Leistung, die nicht nur den Klassensieg, sondern auch den ersten Gesamtsieg eines LMP2 Pro/Am-Fahrzeugs in der ELMS bedeutete. Die Plätze zwei und drei in der Pro/Am-Klasse gingen an Algarve Pro Racing (#20) und TDS Racing (#29).

    LMP3: CLX Motorsport setzt sich durch

    In der LMP3-Kategorie triumphierte das Team CLX Motorsport mit dem Ligier JS P320 #17. Adrien Closmenil brachte das Fahrzeug nach einem spannenden Duell gegen Gillian Henrion im RLR MSport (#15) als Erster ins Ziel. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Paul Lanchere und Theodor Jensen zeigte Closmenil eine starke Leistung. Untermauert wurde diese durch eine perfekte Strategie und eine fehlerfreie Fahrweise.

    Das Rennen in der LMP3 war geprägt von intensiven Kämpfen um die Spitzenpositionen. Nach einem frühen Führungswechsel behauptete sich CLX Motorsport gegen die Konkurrenz von RLR MSport und Inter Europol Competition (#88), die das Podium komplettierten.

    Der pinke Porsche vom Team Iron Dames

    LMGT3: Iron Dames mit hart erkämpften Sieg

    Die LMGT3-Klasse bot ebenfalls Spannung bis zur letzten Sekunde. Das reine Frauenteam Iron Dames feierte mit ihrem Porsche #85 einen hart erkämpften Sieg. Michelle Gatting hielt in den finalen Runden einem massiven Angriff von Daniel Serra im Kessel Racing Ferrari (#57) stand und brachte das Fahrzeug mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,7 Sekunden ins Ziel. Alessio Picariello im Proton Competition Porsche (#60) folgte dicht dahinter auf Platz drei.

    Der Erfolg des Iron Dames-Teams – bestehend aus Celia Martin, Sarah Bovy und Michelle Gatting – markiert bereits ihren dritten ELMS-Sieg. Damit unterstreicht das Trio seine Rolle als ernstzunehmende Titelanwärterinnen in der LMGT3-Kategorie 2025.

    Der Saisonauftakt der ELMS 2025 in Barcelona bot alles, was Langstreckenfans lieben. Von packenden Überholmanövern und strategische Boxenstopps bis hin zu einem Ergebnis für die Geschichtsbücher. Das vollständige Rennergebnis findet Ihr hier. Weiter geht es mit dem nächsten Lauf am 4. Mai auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet.

    Titelbild © FocusPackMedia | Weitere Bilder © Martin.Motorsport

  • Die Pläne von Katar für seine Zukunft im Langstreckensport

    Die Pläne von Katar für seine Zukunft im Langstreckensport

    Das Land Katar hat große Pläne, um seine Strecke zu einem ganzjährigen Zentrum für Motorsport auszubauen. Denkbar sind unter anderem noch mehr Langstreckensport auf der Strecke und ganzjährigen Events.

    In der Wüste von Katar, nur 30 Kilometer nördlich Doha entfernt, liegt eine der modernsten Rennstrecken der Welt – der Lusail International Circuit. Diese Strecke ist nicht nur ein Symbol für Katars wachsende Bedeutung im globalen Motorsport, sondern auch ein Zeugnis für die rasante Entwicklung des Landes.

    “Die Entstehung des Lusail International Circuit ist eine bemerkenswerte Geschichte von Vision und Umsetzung”, erklärt Abdulaziz Ali Al-Mohannadi, der neue CEO der Rennstrecke. “Innerhalb kürzester Zeit wurde mitten in der Wüste eine Weltklasse-Anlage geschaffen, die heute zu den besten Rennstrecken im Nahen Osten zählt.”

    Die 5,38 Kilometer lange Strecke, die 2004 eröffnet wurde, kostete 58 Millionen US-Dollar und wurde von fast 1.000 Arbeitern rund um die Uhr errichtet. Von Anfang an war klar: Hier entsteht etwas Besonderes. Die 16 Kurven der Strecke wurden speziell für spannende Rennen konzipiert, während künstliches Gras um die Strecke herum verhindert, dass Sand aus der nahen Wüste auf den Asphalt geweht wird.

    Eine der bemerkenswertesten Innovationen des Lusail International Circuit ist sein Beleuchtungssystem. Mit der Installation von über 3.600 Lampen wurde Lusail im Jahr 2008 zu einer der ersten Rennstrecke weltweit, die Nachtrennen für Fahrzeuge ohne eigene Beleuchtung ermöglichte. Diese technische Meisterleistung eröffnete völlig neue Möglichkeiten für den Motorsport in der Region.

    Eine Rennstrecke mit lokaler Verknüpfung

    Der Lusail International Circuit ist jedoch weit mehr als nur eine Rennstrecke. Er ist ein Katalysator für die Entwicklung der gesamten Region. “Unser Ziel ist es, die Strecke nicht nur als Austragungsort für Weltklasse-Rennen zu etablieren, sondern auch als ganzjähriges Zentrum für Motorsport, Community-Aktivitäten und Unterhaltung”, erläutert Al-Mohannadi seine Vision.

    Die Strecke ist Teil eines größeren Plans zur Entwicklung von Lusail City. Hierbei handelt es sich um ein ambitioniertes Stadtentwicklungsprojekt, das im Rahmen der Vorbereitungen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2022 begann. “Die Integration der Rennstrecke in dieses neue urbane Zentrum zeigt, wie Motorsport und Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können”, so Al-Mohannadi.

    Seit seiner Eröffnung hat der Lusail International Circuit eine beeindruckende Liste von Veranstaltungen beherbergt. Von der MotoGP über die Superbike-Weltmeisterschaft, die Formel 1 bis hin zur FIA WEC – die Strecke hat sich als vielseitiger Austragungsort bewährt.

    Die Zukunft des Langstreckensport in Katar

    Doch nicht nur Katar bemüht sich um Motorsport in der Region. Auch die Nachbarländer bauen Ihre Präsenz in den Rennkalender stark aus. Wie stehen da die Chancen für künftigen Langstreckensport in Katar?

    “Langstreckenrennen haben in Katar einen besonderen Stellenwert. Ihre technische Komplexität und das Teamwork faszinieren unser Publikum”, erklärt der Streckenchef. “Unsere Anlage ist für Langstreckenrennen bis zu 24 Stunden ausgerüstet. Wir sind offen für neue Rennformate und Partnerschaften, um den Lusail International Circuit als Top-Destination für Motorsportfans zu etablieren. Dies unterstützt Katars Vision 2030, ein globales Sportzentrum zu werden. Die Asian Le Mans Series würde perspektivisch perfekt zu unserer Strategie passen und unsere Position im internationalen Motorsport stärken.”

    Der Chef des Lusail International Circuit Abdulaziz Ali Al-Mohannadi
    Der Chef des Lusail International Circuit Abdulaziz Ali Al-Mohannadi

    Darüber hinaus setzt die Strecke aktiv auf das Thema Nachwuchs und Förderung, um auch einheimische Rennfahrer im Motorsport zu etablieren. “Mit unserer Kart-Strecke und der Qatar Motorsports Academy wollen wir die nächste Generation von Rennfahrern aus der Region fördern”, so Al-Mohannadi. “Wir sehen uns nicht nur als Austragungsort für internationale Events, sondern als Brutstätte für lokale Talente.”

    Der Lusail International Circuit spiegelt Katars Ambitionen im internationalen Motorsport wider. Die moderne Infrastruktur und die Ausrichtung auf verschiedene Rennformate zeigen das Potenzial der Anlage. Die Bereitschaft, neue Partnerschaften einzugehen und sich für Langstreckenrennen zu öffnen, könnte die Position der Strecke im globalen Rennkalender stärken.

    Die Einbindung in das Stadtentwicklungsprojekt Lusail City verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung über den Sport hinaus. Die Bemühungen um Nachwuchsförderung könnten langfristig zur Entwicklung einer lokalen Motorsportkultur beitragen.

    Dennoch steht der Rundkurs vor Herausforderungen: Die Konkurrenz durch andere Rennstrecken in der Region ist groß. Zusätzlich bleibt die Nachhaltigkeit von Motorsportanlagen in der Wüste bleibt ein diskutiertes Thema. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Katar seine Ziele verwirklichen und sich als feste Größe im Motorsport etablieren kann.

    Titelbild © Endurance-Archive | Weitere Bilder © Lusail International Circuit

  • Dreifach-Podium für Ferrari beim Saisonauftakt in Katar

    Dreifach-Podium für Ferrari beim Saisonauftakt in Katar

    Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) startete mit einem ereignisreichen Rennen in die Saison 2025. Beim 1812 km langen Rennen in Katar setzte sich Ferrari am Ende mit einem beeindruckenden Dreifachsieg durch.

    Das Rennen begann mit Antonio Giovinazzi im Ferrari #51 auf der Pole-Position. Der italienische Rennstall zeigte von Beginn an seine Stärke, als alle zwei Ferrari-Fahrzeuge zeitweise das 18 Fahrzeuge starke Feld anführten. Die Anfangsphase war geprägt von intensiven Positionskämpfen und einigen Zwischenfällen vor allem im GT3-Feld, die erste Full-Course-Yellow-Phasen zur Folge hatten. Diese Ereignisse brachten Dynamik ins Rennen und zwangen die Teams nach wenigen Stunden zu taktischen Anpassungen.

    Im weiteren Verlauf zeigte sich die überlegene Stärke der Ferrari in Katar. Der #51 Ferrari schien zunächst das Rennen zu kontrollieren, bis eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Vergehens unter VSC-Bedingungen das Team zurückwarf. Dies eröffnete dem privaten Ferrari #83 von AF Corse die Chance, die Führung zu übernehmen. Der #50 Werksferrari geriet nach einer Kollision mit dem #15 BMW ins Trudeln, was die Führungssituation weiter veränderte.

    Ferrari gegen Toyota in der Schlussphase

    Trotz dieser Herausforderungen demonstrierten alle drei Ferrari 499P Hypercars ihre beeindruckende Pace über die gesamte Renndistanz und konnten sich schnell an die Spitze Zurückkämpfen. Eingebremst wurden die Italiener jedoch zeitweise durch die beiden Toyota-Hypercars, welche sich dank geschickter Boxenstopp-Strategie einen Vorteil erarbeiten konnten.

    Zum Ende der zweiten Rennhälfte war Ferrari jedoch mit allen drei Fahrzeugen wieder an der Spitze und es entwickelte sich ein packendes Duell zwischen den beiden führenden Boliden. Antonio Fuoco im Werksferrari und Robert Kubica im Schwesterauto #83 lieferten sich einen engen Kampf um die Spitze. Fuoco zeigte einen herausragenden Stint und überholte Kubica während der letzten Boxenstoppphase. In einer meisterhaften Vorstellung verteidigte er anschließend die Führung erfolgreich bis zur Zielflagge.

    Jubel bei Ferrari nach dem Sieg

    Herausforderungen in Katar für die Konkurrenz

    Während Ferrari dominierte, hatten andere Topteams mit guter Ausgangslage doch erheblich zu kämpfen:

    • Toyota konnte trotz starker Phase im zweiten Drittel nicht an frühere Erfolge anknüpfen und musste sich mit den Plätzen 5 und 6 begnügen.
    • Porsche konnte in der ersten Rennphase in den Top 5 mithalten, erlebte am Ende aber ein enttäuschendes Rennen und landete nur auf Rang 10.
    • Die Cadillacs zeigten zunächst eine gute Pace und führte Zeitweise das Feld an, verlor jedoch den Anschluss nach einer Kollision beider Fahrzeuge beim Restart.

    LMGT3-Klasse: Corvette triumphiert vor McLaren

    In der LMGT3-Klasse bot sich den Zuschauern ein nicht minder spannendes Rennen. Die Corvette #33 von TF Sport mit Daniel Juncadella am Steuer zeigte eine beeindruckende Aufholjagd über die 10 Stunden Renndistanz. Von Startplatz 13 aus arbeitete sich das Team kontinuierlich nach vorne.

    In der zweiten Rennhälfte kristallisierten sich McLaren und Corvette als dominierende Fahrzeuge der GT3 heraus und bestimmten das Rennen weitestgehend. In der Schlussphase lieferte sich Juncadella schließlich ein packendes Duell über viele Runden mit Grégoire Saucy im McLaren. In einem nervenaufreibenden Finish setzte sich Juncadella hauchdünn durch und sicherte Corvette den ersten Klassensieg in der neuen Saison.

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    Hypercar Top 5:

    1. #50 Ferrari (Fuoco/Nielsen/Molina)
    2. #83 AF Corse Ferrari (Kubica/Ye/Hanson)
    3. #51 Ferrari (Calado/Pier Guidi/Giovinazzi)
    4. #15 BMW M Team WRT (Vanthoor/Marciello/Magnussen)
    5. #8 Toyota Gazoo Racing (Buemi/Hartley/Hirakawa)

    LMGT3 Top 3:

    1. #33 Corvette (Juncadella/Edgar/Keating)
    2. #59 McLaren (Saucy/Baud/Cottingham)
    3. #31 BMW (Shahin/Farfus/Boguslavskiy)

    Der Ferrari Dreifachsieg in Katar verschafft dem italienischen Hersteller einen deutlichen Vorsprung in der Herstellerwertung. Die Fahrer des Siegerteams #83 Ferrari AF Corse übernehmen die Führung in der Fahrerwertung. In der LMGT3-Klasse sichert sich Corvette durch den Sieg eine gute Ausgangsposition für die kommenden Rennen.

    Das nächste WEC-Rennen findet am Ostersonntag in Imola statt. Es bleibt abzuwarten, ob Ferrari seine starke Form bestätigen kann oder ob Konkurrenten wie Toyota, Porsche und Cadillac zurückschlagen werden. Einen vollständigen Blick auf die Rennergebnisse gibt es hier.

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  • Perfekter WEC-Auftakt für Ferrari: Pole-Position in Katar

    Perfekter WEC-Auftakt für Ferrari: Pole-Position in Katar

    Beim Qualifying zum WEC-Auftakt 2025 in Katar zeigte Ferrari in der Hypercar-Klasse eine perfekte Leistung und wurde mit der Pole-Position belohnt.

    Antonio Giovinazzi sicherte Ferrari in Katar die erste Pole-Position der noch jungen Saison. Dabei hatte der Ferrari-Pilot mühe sich gegen den BMW zu behaupten, der ähnlich stark unterwegs war. Am Ende platzierte jedoch die Startnummer 51 mit einer Zeit von 1:38,359 Minuten die schnellste Runde. Dries Vanthoor im BMW #20 landete auf dem zweiten Platz und verpasste die erste Pole-Position für den bayerischen Hersteller nur knapp.

    Die Startaufstellung für das Rennen in Katar:

    1. Ferrari #51
    2. BMW #20
    3. Ferrari #50
    4. Cadillac #12
    5. Cadillac #30
    6. BMW #25

    McLaren im Qualifying unschlagbar

    In der LMGT3-Klasse setzte United Autosports seine beeindruckende Form aus dem Training fort. Sean Gelael sicherte sich im McLaren #95 seine erste WEC-Pole, dicht gefolgt von Teamkollege Sebastien Baud im Schwesterauto #59. Der am Trainingstag noch stärkere Lexus #78 schaffte es am Ende nur auf den dritten Startplatz.

    Die Top-6 der LMGT3-Klasse für das Rennen:

    1. McLaren #95 (United Autosports)
    2. McLaren #59 (United Autosports)
    3. Lexus #78 (Akkodis ASP)
    4. Ferrari #54 (Vista AF Corse)
    5. Ferrari #21 (Vista AF Corse)
    6. Lexus #86 (Akkodis ASP)

    Die Ergebnisse vom Qualifying und der Hyperpole-Session haben wir hier verlinkt: #1 #2 #3 #4. Das Rennen startet am Freitag, 28.02.2025, gegen 12 Uhr deutscher Zeit.

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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Training in Katar: Ferrari und Cadillac an der Spitze

    Training in Katar: Ferrari und Cadillac an der Spitze

    Die FIA WEC startete heute in Katar mit dem Training in die neue Saison 2025. Bereits in den ersten beiden Sessions zeigten sich Ferrari und Cadillac souverän an der Spitze.

    Hypercar: Cadillac und Ferrari dominieren

    In den ersten beiden Freien Trainings (FP1 und FP2) kristallisieren sich Cadillac und Ferrari als frühe Favoriten heraus. James Calado im Ferrari AF Corse 499P setzte im FP1 mit 1:42,123 die Bestzeit, während Alex Lynn im Cadillac vom Hertz Team JOTA das FP2 dominierte und die beiden Ferrari hinter sich lassen konnte.

    Die Top-Zeiten im Überblick:

    • FP1: James Calado (Ferrari) – 1:42,123
    • FP2: Alex Lynn (Cadillac) – 1:39,601

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    Walter’s Bilder vom ersten Training

    LMGT3: Ein dichtes Feld auf Augenhöhe

    In der LMGT3-Klasse zeigt sich ein äußerst enges Feld. Ben Barnicoat im Akkodis ASP Lexus führte das FP1 an, während Sean Gelael im United Autosports McLaren im FP2 die Spitze übernahm.

    Die Rundenzeiten der Spitze auf einen Blick

    • FP1: Ben Barnicoat (Akkodis ASP Lexus) – 1:55,623
    • FP2: Sean Gelael (United Autosports McLaren) – 1:54,557

    Prognose für das Rennwochenende

    Basierend auf den bisher gezeigten Trainingsleistungen zeichnet sich ein spannendes Kräftemessen ab. In der Hypercar-Klasse scheinen Cadillac und Ferrari im Moment die Nase vorn zu haben, doch Toyota und BMW lauern dicht dahinter. Die Leistungsdichte ist beeindruckend, mit nur 1,2 Sekunden Abstand zwischen den Top 10 Hypercars im FP2.

    In der LMGT3-Kategorie ist es aktuell schwieriger. Die Vielfalt der Hersteller und die engen Zeitabstände versprechen packende Duelle. Besonders Lexus, McLaren und Ferrari zeigen sich bisher stark – jedoch ist der Ausgang hier besonders offen und Abhängig vom Renngeschehen.

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    Das zweite Freie Training in Bildern

    Nach dem bereits spannenden Training in Katar verspricht die WEC im Jahr 2025 mit 36 Teilnehmern, 13 Herstellern und 108 Fahrern ein wahres Spektakel zu werden. Richtig zur Sache geht es am Donnerstag mit dem Qualifying und der Hyperpole ab 14 Uhr (MESZ). Wer die vollständigen Trainingsergebnisse sehen möchte, findet hier das FP1 und hier das FP2 als Tabelle.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Kräfteverhältnisse in der WEC 2025 nach dem Prolog

    Kräfteverhältnisse in der WEC 2025 nach dem Prolog

    Die FIA WEC hat mit dem Prolog auf dem Lusail International Circuit in Katar einen ersten Eindruck der Kräfteverhältnisse für die Saison 2025 vermittelt. Mit beeindruckenden Zeiten und engen Abständen zeichnet sich eine extrem spannende Saison ab.

    Das Wichtigste in Kürze

    • BMW dominiert die Tabelle: Robin Frijns im BMW M Team WRT (#20) setzte mit einer Runde von 1:38.971 Minuten die Bestzeit beim Prolog. BMW zeigte eine äußerst starke Entwicklung, nachdem die Fahrzeuge am ersten Tag noch außerhalb der Top-10 lagen.
    • Cadillac und Ferrari knapp dahinter: Sébastien Bourdais (Cadillac Hertz Team JOTA) und Robert Kubica (AF Corse Ferrari) folgten mit minimalen Rückständen von +0.145 bzw. +0.170 Sekunden auf den BMW. Beide Marken waren beim Prolog auf Augenhöhe mit BMW und sind heiße Kandidaten für die Spitzenpositionen im ersten Rennen.
    • Toyota und Porsche kämpfen: Toyota zeigte sich konstant, aber nicht konkurrenzfähig genug für die Spitze. Porsche hatte technische Probleme, darunter ein Motorwechsel, was wertvolle Zeit kostete. Zudem haben beide Teams durch die WM-Erfolge im Jahr 2024 eine sehr hohe BoP-Einstufung bekommen, was sich ebenfalls auf die Gesamtleistung auswirkt.

    Unsere Prognose für die Saison

    • Favoritenrolle: BMW und Cadillac gehen nach den vier Prolog-Sessions als Favoriten in die neue Saison. Beide Teams verfügen für den Moment sowohl über eine starke Pace als auch über die nötige Konstanz, was die ersten Rennen entscheiden könnte.
    • Herausforderer: Ferrari hat ebenfalls das Potenzial, regelmäßig um Siege zu kämpfen und wäre ebenfalls ein heißer Kandidat in Sachen WM-Titel. Alpine und Toyota müssen sich unterdessen noch steigern, um in dieser Saison mithalten zu können.
    • Ungewissheit bei Porsche: Trotz technischer Probleme könnte Porsche durch strategische Stärke und Erfahrung wieder in den Titelkampf eingreifen. Für das Rennen in Katar scheint die Ausgangslage zunächst aber äußerst schwierig.

    Die extrem engen Abstände zwischen den Herstellern versprechen eine spannende Saison, in der jedes Detail – von der Strategie bis zur Zuverlässigkeit – entscheidend sein wird.

    Der zweite Tag des Prolog in Bildern

    Unser Fotograf Walter war auch am zweiten Tag beim Prolog vor Ort und hat die Sessions für Euch festgehalten.

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    Die Ergebnisse von allen vier Sessions beim Prolog und einen detaillierten Überblick der Kräfteverhältnisse findet Ihr unter diesen Links zum nachlesen: Test 1, Test 2, Test 3, Test 4. Weiter geht es in Katar am Mittwoch mit dem ersten Freien Training zu den 1812 km von Katar.

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  • Prolog 2025: Impressionen von Tag 1

    Prolog 2025: Impressionen von Tag 1

    Auch 2025 ist die WEC mit einem Prolog in die neue Saison gestartet. Unser Fotograf Walter ist Katar und begleitet für Euch den Auftakt.

    Zum zweiten Mal findet der Prolog der FIA WEC in der Wüste von Katar statt. Eine Woche später folgt an der gleichen Stelle das Auftaktrennen der Saison 2025. Einen umfangreichen Einblick von den Impressionen des ersten Tages hat unser Fotograf Walter in diesem Fotoalbum für Euch festgehalten. Mehr Infos zu den 1812 km von Katar gibt es hier.

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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • WEC-Magazin wird zum Endurance Archive

    WEC-Magazin wird zum Endurance Archive

    Das WEC-Magazin wandelt sich zum Endurance Archive und bewahrt künftig die Geschichte des Langstrecken-Motorsports.

    Die Leidenschaft für den Langstrecken-Motorsport hat uns, Dominic und Tobias, 2013 dazu inspiriert, das WEC-Magazin zu gründen. Unser Ziel war es, die faszinierende Welt der FIA World Endurance Championship (WEC) für Fans zugänglich zu machen. Nach über einem Jahrzehnt intensiver Arbeit und Entwicklung freuen wir uns, mit Endurance Archive ein neues Kapitel aufzuschlagen.

    Unsere Namensänderung spiegelt die Evolution unserer Mission wider. Wir sind längst kein klassisches Online-Magazin mehr, sondern haben uns zu einem umfassenden Archiv des Langstrecken-Motorsports entwickelt. Als Plattform dieses faszinierenden Sports möchten wir ein einzigartiges digitales Erbe schaffen.

    Was sich ändert:

    • Unser Name: Von WEC-Magazin zu Endurance Archive
    • Unser Fokus: Von tagesaktueller Berichterstattung hin zu relevanten, langlebigen Inhalten
    • Unser Umfang: Erweiterung um verwandte Langstrecken-Serien

    Was bleibt:

    • Unsere Leidenschaft für den Langstrecken-Motorsport
    • Unser Kernfokus auf die FIA WEC und die 24 Stunden von Le Mans
    • Unser Engagement für frei zugängliche Inhalte ohne Paywalls

    Unser Archiv: Ein Schatz für Generationen

    Mit dem Endurance Archive leiten wir den zielgerichteten Aufbau für eine Schatzkammer des Langstrecken-Motorsports ein. Bereits jetzt gibt es vielfältige Inhalte wie etwa Fotos, Texte und Podcasts bei uns zu entdecken. Diese werden wir künftig noch besser zugänglich machen und um weitere Medien erweitern. Dabei legen wir großen wert auf historische Tiefe. Wir verändern nicht, was schon besteht und lassen das Geschriebene unangetastet. So wollen wir authentische Zeitdokumente bewahren.

    Unser Archiv steht dank des Internets allen Interessierten offen. Wir stehen Euch als Ansprechpartner zur Seite, falls Ihr Fragen habt oder tiefer in einen bestimmten Bereich eintauchen möchtet. Während die FIA WEC und die 24 Stunden von Le Mans unser Herzstück bleiben, öffnen wir uns jedoch auch für verwandte Langstrecken-Formate. Zum Start des Archivs haben wir bereits begonnen, unsere Berichterstattung zur European Le Mans Series (ELMS) aufzubereiten und zu integrieren. In den kommenden Jahren planen wir zudem ein zielgerichtetes, aber behutsames Wachstum mit einer Erweiterung unserer Archivbestände rund um die einzelnen Rennwochenenden – so wie ihr es bereits aus WEC-Magazin-Zeiten gewohnt seid (vom Live-Ticker, über Bildergalerien bis hin zum Rennbericht).

    Unser Versprechen an die Community

    Mit dem Übergang zum Endurance Archive bekräftigen wir unser Engagement für den Langstrecken-Motorsport. Wir bleiben unserem ursprünglichen Ziel treu, das wir schon mit dem Start vom WEC-Magazin hatten: Das Wissen über diesen faszinierenden Sport aufzubereiten und allen zugänglich zu machen. Was in den letzten 12 Jahren galt, wird auch künftig bestand haben: Niemand muss bei uns für den Zugriff auf Webseiten-Inhalte zahlen, da Wissen allen frei zugänglich sein soll. 

    Wir laden Euch alle ein, Teil dieses spannenden neuen Abschnitts zu werden. Taucht ein in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Langstrecken-Motorsports. Im Endurance Archive habt Ihr ein neues digitales Zuhause für alles rund um Motorsport, Geschwindigkeit und Adrenalin.

    Euer Team vom Endurance Archive

  • Rückblick: Das Saisonfinale 2024

    Rückblick: Das Saisonfinale 2024

    Die WEC-Saison 2024 liegt hinter uns, die Weltmeister stehen fest und das Rennen ist Geschichte – Zeit für einen emotionalen Rückblick.

    In diesem Jahr hat uns Maksym Lobachov erstmals als Fotograf begleitet und war gleich mehrfach für uns im Einsatz. Auch das Saisonfinale hat er sich nicht nehmen lassen und das gesamte Rennwochenende in seinem ganz besonderen Stil festgehalten.

    Mit einer kleinen Fotogalerie seiner emotionalsten Bilder aus Bahrain möchten wir Ihm für seine Hilfe in diesem Jahr danken. Falls Ihr mehr von seiner Arbeit sehen möchtet, schaut gern auf seiner Webseite vorbei. Wie das Rennen ausgegangen ist, lest Ihr hier.

    Unser Rückblick auf das Saisonfinale 2024

    Bilder © Maksym Lobachov

  • Toyota holt Titel im Herzschlagfinale von Bahrain

    Toyota holt Titel im Herzschlagfinale von Bahrain

    Der #8 Toyota Gazoo Racing GR010 Hybrid mit den Fahrern Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa sicherte sich den Sieg und krönte Toyota im hart umkämpften Saisonfinale in Bahrain zum Hersteller-Weltmeister in der FIA Hypercar World Endurance Championship.

    Alles oder nichts

    Die Ausgangslage vor dem letzten Rennen der Saison war simpel: Das Team, welches von Toyota oder Porsche besser abschneiden würde, würde den hart umkämpften Weltmeistertitel gewinnen. Ferrari hatte zwar eine Außenseiterchance, brauchte jedoch ein Missgeschick beider Konkurrenten.

    Das Rennen startete gleich für mehrere Titelanwärter mit Schwierigkeiten. Die beiden Porsche-Werksautos gingen von schlechten Startpositionen ins Rennen und gerieten in das Gedränge des Mittelfelds. Der Porsche #6 fiel bis auf Platz 15 zurück. Das Trio André Lotterer, Laurens Vanthoor und Kévin Estre brauchte mindestens Platz neun, um die Fahrermeisterschaft nach Stuttgart zu holen.

    Der Toyota GR010 Hybrid #8 startete von der Pole-Position und erwischte mit Sébastien Buemi am Steuer einen hervorragenden Start. Doch eine Kollision mit einer LMGT3 Corvette führte dazu, dass Buemi ins Schleudern geriet und mehrere Positionen verlor. Der Ferrari #51 übernahm die Führung und setzte ein hohes Tempo, während das Rennen in der gesamten ersten Hälfte ohne Unterbrechung blieb.

    #7 an der Spitze

    Nach Buemis Rückschlag übernahm der Toyota #7 von Kobayashi, Conway und de Vries die Führung. Das Fahrzeug lag an der Spitze des Feldes und hatte eine gute Position, um dem Trio den benötigten Sieg für die Fahrermeisterschaft zu sichern und Porsche mit Estre, Lotterer und Vanthoor auszustechen. Doch etwa zur Rennmitte traten bei Kamui Kobayashi und später bei Nyck de Vries sporadische Elektronikproblem im Antriebsstrang auf. Trotz aller Bemühungen des Teams, das Problem zu lösen, musste der Toyota #7 nach etwa sechs Stunden aufgeben.

    #5 hält Porsches Hoffnungen am Leben

    Mit dem Ausfall des Toyota #7 und dem einzigen verbleibenden Konkurrenten – dem Ferrari #50 – weit abgeschlagen, sah Porsche zumindest einen Titel gesichert. Die zweite Rennhälfte verlief chaotisch mit mehreren Safety-Car-Phasen, die das Feld wieder zusammenschoben und die Strategien durcheinanderbrachten. Im letzten Renndrittel entwickelte sich ein Zweikampf zwischen dem Toyota #8 – der offenbar nicht das gleiche Problem wie das Schwesterauto hatte – und dem Porsche #5, der sich von Platz sieben im Starterfeld nach vorn gekämpft hatte. 

    Titelkampf zwischen Toyota und Porsche

    Eine Stunde vor Rennende befanden sich die beiden Meisterschaftsanwärter direkt hintereinander auf der Strecke – Buemi im Toyota und Vanthoor im Porsche. Dank frischerer Reifen hatte Buemi die Oberhand, überholte den Porsche und sicherte Toyota den Rennsieg sowie den Herstellertitel. Der Porsche #5 belegte den zweiten Platz – das beste Ergebnis der Saison für das Trio. Für Toyota ist dies der sechste aufeinanderfolgende Herstellertitel und insgesamt der siebte WEC-Titel. Der Fahrertitel ging an Estre, Lotterer und Vanthoor, die das Rennen auf Platz zehn beendeten.

    Ferrari verliert Platz zwei – Peugeot feiert erstes Podium 2024 

    Der AF Corse Ferrari #51 war über weite Strecken des Rennens ein ernstzunehmender Anwärter auf den Sieg, musste sich jedoch Buemis später Aufholjagd geschlagen geben. Nach der Zieldurchfahrt auf Platz zwei wurde das Fahrzeug nachträglich von den Stewards bestraft, da es das Reifenlimit von 26 überschritten hatte. Dadurch rückte der Peugeot #93 auf Platz drei vor und erzielte das erste Podium des französischen Teams in dieser Saison. Vierter wurde der Alpine #35, dicht gefolgt vom BMW #15 auf Platz fünf.

    Vista AF Corse gewinnt in der LMGT3

    Den Klassensieg in der LMGT3 sicherte sich die Crew des Vista AF Corse #55 und holte damit den zweiten Sieg in Folge nach dem Triumph der #54 in Fuji. Die beiden TF Sport Corvettes komplettierten das Podium, während die Meistermannschaft Manthey Purerxcing #92 auf Rang neun landete.

    Eine vollständige Ergebnisliste des Rennens gibt’s hier.

  • Toyota holt Doppel-Pole in Bahrain

    Toyota holt Doppel-Pole in Bahrain

    Toyota Gazoo Racing zeigte einmal mehr seine Dominanz und sicherte sich mit einer Bestzeit von 1:46.714 Minuten seine dritte Pole in Bahrain.

    Das letzte Qualifying der WEC-Saison 2024 liefert eine spannende Ausgangslage für das bevorstehende 8-Stunden-Rennen in Bahrain. In der Hypercar-Klasse zeigte Toyota Gazoo Racing einmal mehr seine Dominanz: Brendon Hartley sicherte sich im No.8 GR010 Hybrid mit einer Bestzeit von 1:46.714 Minuten seine dritte Pole-Position in Bahrain in Folge. Zusammen mit Nyck de Vries, der das Schwesterauto mit der Startnummer #7 auf Platz zwei brachte, sichert sich die Toyota-Mannschaft die besten Voraussetzungen für ihre Ambitionen im Titelkampf.

    Das AF Corse Ferrari-Team schnappte sich mit Antonio Giovinazzi am Steuer des No.51 Ferrari 499P den dritten Platz und landete mit 0,043 Sekunden Rückstand nur knapp hinter de Vries.

    Neel Jani sicherte sich als bestplatzierter Porsche-Pilot im Proton Competition den vierten Platz. Antonio Fuoco, der im dritten Freien Training noch mit technischen Problemen kämpfte, qualifizierte seinen Ferrari AF Corse 499P #50 auf Rang fünf, während der Porsche #6 von Kevin Estre das Qualifying als Sechster abschloss.

    Enttäuschung herrschte dagegen bei Peugeot und Alpine: Beide Teams verpassten die Qualifikation für die Hyperpole und konnten nicht um die vorderen Startplätze zum Saisonfinale kämpfen.

    McLaren dominiert im LMGT3-Qualifying

    In der LMGT3-Klasse glänzte United Autosports mit einem 1-2-Erfolg für den britischen Hersteller McLaren. Joshua Caygill holte im Auto #59 die Pole mit einer Zeit von 2:02.201 Minuten, dicht gefolgt von seinem Teamkollege James Cottingham, der nur 0,002 Sekunden dahinter lag.

    Auf Rang drei platzierte sich der No.55 VISTA AF Corse Ferrari, während Sarah Bovy im Lamborghini der Iron Dames-Mannschaft als Vierte das Qualifying beendete. Das Porsche-Team von Manthey PureRxcing, die frischgebackenen Meister in der LMGT3-Klasse, qualifizierte sich auf dem fünften Platz mit einer starken Runde von Aliaksandr Malykhin.

    Die Übersicht aller Qualifying-Ergebnisse findet ihr hier.

    Rückblick FP3

    Im letzten Freien Training vor dem Qualifying setzte Peugeot ein Zeichen: Jean-Eric Vergne markierte im Peugeot 9X8 Hypercar #93 die Bestzeit mit einer Runde von 1:49.443 Minuten. Damit verwies er den AF Corse Ferrari 499P mit Yifei Ye am Steuer um 0,219 Sekunden auf Platz zwei. Erfreulich präsentierte sich auch Iron Lynx, das mit Daniil Kvyat im grünen Lamborghini SC63 den dritten Platz einfuhr.

    Knapp hinter der Top-3 fand sich der zweite Peugeot mit Paul di Resta am Steuer, auf Position vier wieder. Dahinter belegten die beiden Alpines von Mick Schumacher und Ferdinand Habsburg die Plätze fünf und sechs.

    Im LMGT3-Segment setzte sich Manthey PureRxcing an die Spitze: Aliaksandr Malykhin erzielte im Porsche 911 RSR die schnellste Zeit von 2:03.987 Minuten.

  • Vier Stunden, vier Titel: Das Saisonfinale der ELMS

    Vier Stunden, vier Titel: Das Saisonfinale der ELMS

    Das Saisonfinale der ELMS 2024 in Portimão bot Motorsport der Spitzenklasse. Die 4-Stunden-Distanz sorgte für intensive Zweikämpfe und taktische Schachzüge in allen Klassen.

    Besonders bemerkenswert: Alle Meisterschaftsentscheidungen fielen erst in den Schlussminuten des Rennens, was die Spannung bis zur Zielflagge hochhielt.

    Die Meister der Saison 2024

    Louis Delétraz, Robert Kubica und Jonny Edgar sicherten dem Team AO by TF den LMP2-Titel. Für Delétraz ist es bereits der dritte Triumph in dieser Klasse, während Rookie Edgar gleich in seinem Debütjahr den Titel holt.

    Im Titelkampf der LMP2 Pro/Am-Klasse setzte sich in einem dramatischen Finale das Trio Francois Perrodo, Matthieu Vaxiviere und Alessio Rovera im AF Corse Oreca mit zwei Punkten Vorsprung durch.

    Michael Jensen, Nick Adcock und Gaël Julien feierten im RLR MSport Ligier den LMP3-Titel. Eine starke Aufholjagd in den Schlussminuten sicherte ihnen den entscheidenden zweiten Platz im Rennen.

    Hiroshi Hamaguchi, Axcil Jefferies und Andrea Caldarelli im Iron Lynx Lamborghini krönten sich zu den ersten LMGT3-Champions der ELMS. Mit einem spektakulären Überholmanöver in der letzten Runde sicherten sie sich Sieg und Titel.

    Podium European Le Mans Series - 4h of Portimao - Autodromo Internacional do Algarve  - Portugal -

    Die Höhepunkte des Rennens

    Bereits der vorletzte Saisonlauf sorgte für viel Spannung und auch das Abschlussrennen 2024 stand dem in nichts nach. Das Rennen war geprägt von taktischen Schachzügen und unerwarteten Wendungen. Drei Safety-Car-Phasen und drei Full-Course-Yellows sorgten für ständige Strategieänderungen.

    In der LMP2-Klasse setzte sich am Ende das COOL Racing Team durch. Malthe Jakobsen überquerte als Erster die Ziellinie und sicherte damit den zweiten Saisonsieg für sich und seine Teamkollegen Lorenzo Fluxá und Ritomo Miyata. Besonders dramatisch verlief das Rennen jedoch für Inter Europol Competition. Eine 10-Sekunden-Strafe, die später annulliert wurde, kostete das Team wertvolle Zeit und möglicherweise den Titel.

    In der LMP3-Klasse lieferten sich die Titelanwärter einen packenden Dreikampf. Adam Ali im Eurointernational Ligier schien lange auf Meisterschaftskurs, wurde aber in den Schlussminuten von Gaël Julien im RLR MSport Ligier überholt.

    Das LMGT3-Rennen bot ein packendes Finale zwischen dem Iron Dames Porsche und dem Iron Lynx Lamborghini. Michelle Gatting im Porsche wehrte sich lange gegen Andrea Caldarellis Angriffe, musste sich aber in der letzten Runde geschlagen geben.

    Mit diesem spektakulären Saisonfinale geht die European Le Mans Series 2024 zu Ende. Die Fans dürfen sich aber bereits auf die neue Saison freuen, die im April 2025 in Barcelona startet. Alle Ergebnisse vom Rennen gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © ELMS Pressematerial | FocusPackMedia – Gabi Tomescu & Marcel Wulf

  • ELMS: Fünf Safety Cars und ein Premierensieg

    ELMS: Fünf Safety Cars und ein Premierensieg

    Das fünfte Saisonlauf der ELMS in Mugello bot den Zuschauern ein packendes Spektakel mit fünf Safety Cars und einem Premierensieg als Abschluss.

    Das Rennen in Italien konnte erstmals das Iron Lynx-Proton-Trio Jonas Ried, Macéo Capietto und Matteo Cairoli für sich entscheiden.

    Turbulentes Rennen mit vielen Unterbrechungen

    Der Rennverlauf war geprägt von insgesamt fünf Safety-Car-Phasen und einer Roten Flagge, die regelmäßig für Chaos bei den Teams sorgten. Besonders dramatisch war der Unfall des Proton Competition-Porsche #60. Nach einer Kollision mit dem Iron Dames Porsche schlug Claudio Schiavoni in die Streckenbegrenzung ein. Der Fahrer konnte glücklicherweise unverletzt aus dem stark beschädigten Fahrzeug aussteigen, sorgte jedoch für eine Rote Flagge im Rennen.

    Spannung in allen Klassen

    • LMP2: Nach einem spannenden Dreikampf zwischen Iron Lynx-Proton, Inter Europol Competition und Panis Racing setzte sich am Ende die Nummer 9 von Iron Lynx-Proton durch und erzielte seinen Premierensieg in der ELMS. Das Team überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 6,5 Sekunden vor dem Algarve Pro Racing Oreca auf Platz zwei.
    • LMP2 Pro/Am: Richard Mille by TDS triumphierte mit Rodrigo Sales, Grégoire Saucy und Mathias Beche. Das Team profitierte von Problemen der Konkurrenz und übernahm die Führung in der zweiten Rennhälfte.
    • LMP3: In einem taktischen Finish sicherte sich das Team Virage mit Julien Gerbi, Bernado Pinheiro und Gillian Henrion den Sieg. Die Entscheidung fiel erst in den letzten Minuten, als der führende RLR M-Sport Ligier zum finalen Tankstopp an die Box musste.
    • LMGT3: Kessel Racing (Takeshi Kimura, Esteban Masson, Daniel Serra) feierte den zweiten Sieg in Folge. In einem packenden Finish überholte Serra den bis dahin führenden Aston Martin von Grid Motorsport by TF erst sieben Minuten vor Rennende.

    Titelentscheid erst in Portimão

    Die Meisterschaftsentscheidungen in allen Klassen der European Le Mans Series 2024 werden erst beim Saisonfinale in Portimão fallen. In der LMP2-Gesamtwertung führt AO by TF mit 75 Punkten vor Inter Europol Competition (69 Punkte) und Panis Racing (60 Punkte). Noch enger geht es in der LMP2 Pro/Am-Wertung zu, wo AF Corse (86 Punkte) nur knapp vor Richard Mille by TDS (84 Punkte) und Algarve Pro Racing (78 Punkte) liegt.

    Besonders aufregend ist die Situation in der LMP3-Klasse: Hier trennen die Top 3 nur zwei Punkte. Eurointernational führt mit 83 Zählern hauchdünn vor Team Virage (82) und RLR MSport (81). In der LMGT3-Kategorie ist die Lage ebenfalls völlig offen. Theoretisch können hier noch neun Teams den Titel gewinnen. Aktuell teilen sich Kessel Racing und Racing Spirit of Léman mit jeweils 64 Punkten die Tabellenführung

    Mit 26 zu vergebenden Punkten beim Finale in Portugal verspricht der Showdown am 19. Oktober Hochspannung bis zur letzten Runde. Die engen Punktestände in allen Klassen garantieren ein spannendes Saisonfinale, bei dem die Meistertitel erst in den letzten Runden entschieden werden könnten.

    Alle Ergebnisse vom Rennen gibt es hier zum nachlesen. Die Bilder vom Testtag und Training gibt es hier.

    Die Bilder vom Rennen

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • ELMS: Bilder aus Mugello

    ELMS: Bilder aus Mugello

    Für die ELMS steht in Mugello an diesem Wochenende das vorletzte Rennen der Saison an. Unser Fotograf Walter ist vor Ort und erste Bilder im Gepäck.

    Auch im Vorfeld des Mugello-Wochenendes konnten sich die Teams bei einem Testtag auf die Strecke einstimmen. Weiter ging es am Freitag mit dem Training. Das Qualifying folgt am Samstag, bevor es Sonntag für vier Stunden zur Sache geht.

    Der Start der 4h Mugello ist am 29.09.2024 um 11:30 Uhr MESZ. Das Rennen kann kostenlos in voller Länge mit englischem Audiokommentar auf der ELMS Live-Seite verfolgt werden.

    Bilder vom Testtag

    Bilder vom Training

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Porsche siegt in Fuji mit unerwarteten Podiumsgästen

    Porsche siegt in Fuji mit unerwarteten Podiumsgästen

    Das 6-Stunden-Rennen von Fuji erwies sich als wahres Feuerwerk der Emotionen und Entscheidungen in der WEC mit Porsche als Sieger. Bei sommerlichen Temperaturen und über 65.000 begeisterten Zuschauern lieferten sich die Teams ein packendes Rennen bis zur letzten Minute.

    Porsche holt den Sieg in Fuji und die WM-Führung

    Das Werksteam Porsche Penske Motorsport feierte einen überragenden Sieg mit der Startnummer sechs. Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor fuhren ein fehlerfreies Rennen über 213 Runden und sicherten sich nicht nur den Sieg, sondern auch die Führung in der Fahrerwertung.

    Für André Lotterer war es ein besonders emotionaler Moment, da der gebürtige Deutsche viele Jahre seines Lebens in Japan verbracht hat und Fuji für Ihn immer wie ein Heimrennen war. Mit diesem Sieg konnte er sich endlich diesen Traum vom Sieg in Japan erfüllen.

    Während Porsche in Fuji jubelte, erlebten Toyota und Ferrari ein wahres Debakel. Der Toyota #7 schied nach 163 Runden aus und auch das Schwester-Fahrzeug musste nach Problemen seine Podiums-Hoffnungen vor heimischen Fans begraben. Bei Ferrari war eine Kollision in Runde zwei die #51 und die #83 früh zurück, während der Ferrari #50 nach zwischenzeitlicher Führung am Ende nur den neunten Platz belegte.

    SCHUMACHER Mick (ger), Alpine Endurance Team, Alpine A424, portrait during the 2024 6 Hours of Fuji, 7th round of the 2024 FIA World Endurance Championship, from September 13 to 15, 2024 on the Fuji Speedway in Oyama, Shizuoka, Japan - Photo Charly Lopez / DPPI

    Erstes Podium für BMW und Alpine

    Das BMW M Team WRT sorgte für eine große Überraschung, indem es mit der Nummer 15 den zweiten Platz belegte. Dries Vanthoor, Raffaele Marciello und Marco Wittmann fuhren ein starkes Rennen und sicherten BMW das erste Podium in der Hypercar-Klasse der WEC. Mit einem Abstand von 16,601 Sekunden zum Porsche meisterte das Trio die Fahrt auf’s Podium ohne Probleme und lies sich auch im unvorhersehbaren Rennen nix dazwischenkommen.

    Die zweite große Sensation des Tages war das erste Podium für Alpine in der WEC mit dem neuen A424, herausgefahren von Nicolas Lapierre, Matthieu Vaxiviere und Mick Schumacher. Das Trio belegte den dritten Platz und lag am Ende 42,321 Sekunden hinter dem Sieger. Besonders packend und brenzlig zugleich waren die letzten 20 Minuten des Rennens. Mick Schumacher saß für den Schluss-Stint im Cockpit und lieferte sich ein Duell ohne Gnade mit dem JOTA #12, der zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei lag.

    20 VAN DER LINDE Sheldon (zaf), FRIJNS Robin (nld), RAST René (ger), BMW M Team WRT, BMW Hybrid V8 #20, Hypercar, action during the 2024 6 Hours of Fuji, 7th round of the 2024 FIA World Endurance Championship, from September 13 to 15, 2024 on the Fuji Speedway in Oyama, Shizuoka, Japan - Photo Julien Delfosse / DPPI

    JOTA sichert sich vorzeitig den FIA World Cup

    Das Hertz Team JOTA hat mit dem fünften Platz seines Porsche #12, pilotiert von Will Stevens, Callum Ilott und Norman Nato, vorzeitig den FIA World Cup für private Hypercar-Teams einfahren können, trotz eines Rückschlags zum Rennende.

    In der Schlussphase deutete alles auf einen Podiumsplatz für die #12 hin, doch nachlassende Reifen sorgten für Probleme im direkten Duell mit Alpine und Peugeot und das Fahrer-Trio rutschte ans Ende der Top 10. Dennoch reichte das Ergebnis für den erstmaligen Sieg der Privatteam-Trophäe.

    Der Autobauer Cadillac dürfte sich darüber freuen, denn die JOTA-Mannschaft wird im kommenden Jahr die Werksfahrzeuge für den Hersteller einsetzen. Die neue Partnerschaft könnte sich für Cadillac 2025 als wahrer Glücksgriff erweisen, nachdem auch die Pole-Position in diesem Rennen nicht reichte, um bis zum Ende in Führung zu bleiben.

    54 FLOHR Thomas (swi), CASTELLACCI Francesco (ita), RIGON Davide (ita), Vista AF Corse, Ferrari 296 GT3 #54, LM GT3, action during the 2024 6 Hours of Fuji, 7th round of the 2024 FIA World Endurance Championship, from September 13 to 15, 2024 on the Fuji Speedway in Oyama, Shizuoka, Japan - Photo Charly Lopez / DPPI

    GT3-Sieg für Ferrari & WM-Titel für Porsche

    Das Team Vista AF Corse mit Thomas Flohr, Francesco Castellacci und Davide Rigon setzte sich nach einem harten Rennen an die Spitze der LMGT3-Klasse und konnte diese mit einem Sieg beenden. Für die Mannschaft und den Hersteller ist es jedoch nicht nur eine Belohnung für ein gutes Rennen, der Triumph in Fuji markiert zugleich auch etwas historische – den ersten Sieg eines Ferrari 296 in der GT3-Klasse.

    Dicht dahinter folgte der Porsche von Manthey PureRxcing auf Platz zwei. Trotz 40 Kilogramm Erfolgsballast und einem Start von Rang 14 in Fuji zeigte das Porsche-Trio Alex Malykhin, Joel Sturm und Klaus Bachler eine starke Leistung und lies die Konkurrenz auf weiten Teilen Chancenlos hinter sich. Auch wenn es für den Sieg im Rennen nicht reichte, so genügt das Resultat, um vorzeitig den WM-Titel für GT3-Teams sowie jenen für die GT3-Fahrer zu gewinnen.

    46 MARTIN Maxime (bel), ROSSI Valentino (ita), AL HARTHY Ahmad (omn) Team WRT, BMW M4 GT3 #46, LM GT3, portrait during the 2024 6 Hours of Fuji, 7th round of the 2024 FIA World Endurance Championship, from September 13 to 15, 2024 on the Fuji Speedway in Oyama, Shizuoka, Japan - Photo Javier Jimenez / DPPI

    Podiums-Premiere für Valentino Rossi

    Ein besonderes Highlight des Rennens war der erste Podiumsplatz für MotoGP-Legende Valentino Rossi in der FIA WEC. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Ahmad Al Harthy und Maxime Martin fuhr er den BMW M4 GT3 des Teams WRT auf den dritten Platz in der LMGT3-Klasse.

    Für den „Doktor“ war es ein emotionaler Moment, der seine erfolgreiche Umstellung vom Zweirad- auf den Vierrad-Motorsport unterstreicht. Diese Leistung ist besonders bemerkenswert, da Rossi erst seit dieser Saison in der WEC antritt. Sein Podiumsplatz zeigt, dass er auch in der Langstrecken-Weltmeisterschaft zu den Top-Fahrern gehören kann.

    Den detaillierten Rennverkauf gibt es wie immer in unserem Live-Ticker zum nachlesen. Die vollständige Ergebnis-Liste haben wir hier verlinkt.

    Bilder © FIA WEC Pressematerial – Charly Lopez & Javier Jimenez / DPPI

  • Cadillac überrascht mit Pole Position in Fuji

    Cadillac überrascht mit Pole Position in Fuji

    Der Fuji Speedway bot heute ein Qualifying der Superlative, bei dem Cadillac mit seiner Pole für die große Überraschung sorgte.

    Cadillac schlägt Toyota auf der Heimstrecke

    Im Qualifying der Hypercar-Klasse setzte das Duo Lynn/Bamber mit der Startnummer 2 ein deutliches Zeichen. Der Cadillac fuhr auf dem Fuji Speedway eine beeindruckende Zeit von 1:29.090 und sicherten dem Team im Kampf um die Pole den Spitzenplatz im ersten Teil des Qualifyings.

    Porsche Penske Motorsport mit der Startnummer 6 folgte dicht dahinter, während das Proton Competition Team mit ihrem Porsche 963 auf dem dritten Platz landete. Überraschend war die Performance der Toyota-Teams, die auf ihrem Heimkurs nur die Positionen 5 und 8 im Qualifying belegten. Auch Ferrari enttäuschte mit Rängen im Mittelfeld.

    In der Hyperpole-Session bestätigte Cadillac seine starke Form mit einem erneuten Bestwert. Dank der nochmals verbesserten Zeit von 1:28.901 sicherten sich Bamber und Lynn die Pole Position in Japan. Toyota konnte sich zum Ende hin doch noch einmal steigern und landete mit der Startnummer 8 auf dem zweiten Startplatz, dicht gefolgt vom BMW M Team WRT auf Rang drei.

    55 HERIAU François (fra), MANN Simon (usa), ROVERA Alessio (ita), Vista AF Corse, Ferrari 296 GT3 #55, LM GT3, action during the 2024 6 Hours of Fuji, 7th round of the 2024 FIA World Endurance Championship, from September 13 to 15, 2024 on the Fuji Speedway in Oyama, Shizuoka, Japan - Photo Julien Delfosse / DPPI

    Vista AF Corse dominiert die LMGT3

    In der LMGT3-Klasse zeigte Vista AF Corse mit der Startnummer 55 eine dominante Leistung. Das Team fuhr im Qualifying mit 1:40.932 die schnellste Zeit. TF Sport mit ihrer Corvette Z06 LMGT3.R folgte auf dem zweiten Rang, während das Iron Dames Team mit dem Lamborghini Huracan die dritte Position belegte.

    In der Hyperpole-Session konnte Vista AF Corse die Leistung sogar noch einmal steigern. Mit einer Zeit von 1:40.537 sicherten sie sich souverän die Pole Position. Das Heart of Racing Team überraschte mit dem zweiten Platz, gefolgt von der TF Sport-Corvette auf Startposition drei.

    Die Samstags-Sessions in Fuji boten einige Überraschungen. Besonders Cadillac konnte mit seiner konstant starken Leistung überzeugen, während etablierte Teams wie Toyota und Ferrari hinter den Erwartungen zurückblieben. Es bleibt spannend, ob die Amerikaner diesmal die gute Ausgangslage auch bis zum Rennende durchhalten können. In der LMGT3-Klasse zeigte Vista AF Corse eine beeindruckende Dominanz. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese auch im Rennen bestätigt.

    Die offiziellen Ergebnislisten haben wir entsprechend verlinkt: Qualifying Hypercar, Qualifying LMGT3, Hyperpole Hypercar, Hyperpole LMGT3.

    Bilder © FIA WEC Pressematerial – Julien Delfosse & Charly Lopez / DPPI

  • Spannender Auftakt in Fuji: Porsche und Toyota im Sekundenduell

    Spannender Auftakt in Fuji: Porsche und Toyota im Sekundenduell

    Porsche setzte sich im ersten freien Training in Fuji knapp vor Toyota an die Spitze, während BMW im zweiten Training überraschend die Bestzeit fuhr.

    Das erste freie Training der FIA WEC in Fuji lieferte gleich zu Beginn Spannung pur. Der Werksporsche #6 setzte sich mit einer blitzschnellen Rundenzeit von 1:30,561 Minuten an die Spitze des Feldes. Laurens Vanthoor, der sich das Cockpit mit Kevin Estre und Andre Lotterer teilt, konnte diese Zeit bereits in den ersten Runden der Session aufstellen.

    Doch die Konkurrenz schlief nicht: Der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 8, pilotiert von Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, lag nur hauchdünne 0,010 Sekunden zurück. Damit waren diese beiden Boliden die einzigen, die die 1:30er-Marke knacken konnten.

    Auf dem dritten Platz landete der Ferrari 499P mit der Nummer 50. Miguel Molina, Antonio Fuoco und Nicklas Nielsen kamen auf eine Bestzeit von 1:31,104 Minuten. Bemerkenswert: Die Top 10 der Hypercar-Klasse lagen im ersten Training innerhalb von nur 0,7 Sekunden!

    In der LMGT3-Klasse setzte United Autosports im McLaren die Bestzeit. Joshua Caygill, Marino Sato und Nico Pino fuhren eine 1:40,528. Doch es gab auch Pech für das Team: Gregoire Saucy sorgte für die einzige rote Flagge der Session, als er nach einer Kollision mit Alex Lynn (Cadillac) bei Kurve 10 stehen blieb.

    Das BMW-Hypercar in der Box

    FP2: BMW in Fuji vor Porsche und Toyota

    Das zweite freie Training brachte eine Überraschung mit sich: Das BMW M Team WRT sicherte sich mit Dries Vanthoor die Bestzeit. Mit 1:29,577 Minuten war er nur 0,009 Sekunden schneller als Matt Campbell im Porsche #5.

    Auch Cadillac mischte zur Überraschung ganz vorn mit. Alex Lynn fuhr im US-Boliden die drittschnellste Zeit der Session. Das Feld rückte nochmals näher zusammen, den gerade einmal 0,015 Sekunden trennen die aktuellen Top 3! Die schnellste Zeit für den Lokalmatador Toyota setzte Ryo Hirakawa im GR010 Hybrid #8. Er positionierte das japanische Hypercar auf Rang fünf.

    Doch nicht für alle Teams lief es rund. Der Peugeot 9X8 #93 kassierte eine 5-Minuten-Strafe wegen Missachtung gelber Flaggen. Auch der Ferrari #50 hatte technische Probleme und verbrachte die letzten Minuten in der Box.

    In der LMGT3-Klasse setzte sich Alessio Rovera im VISTA AF Corse Ferrari durch. Doch auch hier ging es eng zu. Die Plätze 2 bis 4 trennten nur 0,027 Sekunden! Mit diesen spannenden Ergebnissen verspricht das Rennwochenende in Fuji hochklassigen Motorsport. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Teams im Qualifying und im Rennen schlagen werden.

    Die vollständigen Zeiten der beiden Trainings haben wir hier und hier verlinkt.

    Bilder © FIA WEC-Pressematerial – Charly Lopez & Javier Jimenez / DPPI

  • Ferrari Sieg in COTA nach Toyota-Drama

    Ferrari Sieg in COTA nach Toyota-Drama

    Ferrari sichert sich einen dramatischen sieg beim Rennen am COTA, während Toyota durch eine Strafe zurückgeworfen wird.

    Die 6 Stunden von COTA 2024 markierten die Rückkehr der FIA WEC auf den ikonischen Circuit of The Americas in Austin (Texas). Doch nicht nur die Strecke wusste zu begeistern, auch das Rennen boten einiges an taktischer Raffinesse und dramatischer Wendungen.

    Ferrari-Dominanz und Drama bei Toyota

    Zu Beginn des Rennens war es die Ferrari Mannschaft, die von der Pole-Position startete und sich sofort an die ersten drei Plätze des Feldes setzte. Die 499P zeigten ihre gewohnte Stärke und führten das Rennen lange Zeit souverän an. Toyota unterdessen ging zunächst vom achten Rang in die erste Rennstunde und war lange Zeit vom Podium entfernt. Im Verlauf der sechs Stunden schaffte es die Werksmannschaft jedoch, durch effiziente und kluge Abläufe systematisch nach vorn zu fahren.

    In den letzten Stunden schaffte Toyota dann den Sprung auf Platz eins und hatte den Sieg fast in der Tasche. Doch ein entscheidender Fehler von Kamui Kobayashi im Toyota #7, der eine Durchfahrtsstrafe wegen Missachtung der gelben Flaggen erhielt, veränderte den Rennverlauf dramatisch. Diese Strafe ermöglichte es dem AF Corse Ferrari #83, pilotiert von Robert Schwarzman, Robert Kubica und Yifei Ye, die Führung zu übernehmen. Mit einem Vorsprung von 1,7 Sekunden sicherten sie sich den Sieg, was einen erfolgreichen Sonntag für Ferrari markierte.

    Trotz des Drucks von Toyota und anderen Konkurrenten blieb der AF Corse Ferrari standhaft und verteidigte seine Führung bis zur Ziellinie. Der Toyota musste sich am Ende mit Position zwei zufrieden geben. Der von Pole gestartete Werksferrari #50 komplettierte das Podium auf drei. Der beste Porsche hingegen landete auf Rang sechs, was den Kampf um die WM-Titel weiter spannend hält.

    Heart of Racing glänzt in der LMGT3-Klasse

    Das Heart of Racing Team, welches mit seinem Aston Martin #27 von Pole-Position an den Start ging, zeigte eine herausragende Leistung in der LMGT3-Kategorie. Von ganz vorn aus gestartet, gelang es dem Team, die Führung während des gesamten Rennens zu verteidigen und schließlich den Sieg einzufahren. Die Fahrer Roman De Angelis, Ian James und Alex Riberas boten eine fehlerfreie Vorstellung und ließen die Konkurrenz die komplette Distanz über hinter sich.

    Besonders bemerkenswert war die strategische Entscheidung des Teams, bei einem Boxenstopp nur die Reifen auf der linken Seite zu wechseln. Diese Zeitersparnis erwies sich als entscheidend, um die Führung im GT3-Feld zu behaupten. Trotz des Drucks von der Konkurrenz, insbesondere von den Iron Dames im Lamborghini #85, die zeitweise die Lücke zum führenden Aston Martin schlossen, blieb das Heart of Racing Team unbeeindruckt und sicherte sich den Sieg.

    Auf das Podium schaffte es das Iron Dames-Trio trotz starker Duelle nicht. Die Positionen zwei und drei (hinter dem Heart of Racing Aston Martin) holte das Manthey-Team mit seinen beiden Porsche #92 und #91. Die vollständigen Rennergebnisse haben wir hier verlinkt. Wer den Rennverlauf im Detail nachlesen will, findet alle Höhepunkte in unserem Live-Ticker.

    Die Bilder von Rennen

    Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte und entsprechend darf auch die Galerie unserer Fotografen am Ende nicht fehlen. In diesem Rückblick vom COTA gibt es die schönsten Aufnahmen des Rennens sowie vom Kampf zwischen Ferrari und Toyota um den Sieg.

    Bilder © Maksym Lobachov

  • Giovinazzi bringt Ferrari auf Pole in Texas

    Giovinazzi bringt Ferrari auf Pole in Texas

    Das Qualifying für das Lone Star Le Mans bot Spannung pur und endete mit einem Triumph für die Italiener. Antonio Giovinazzi sicherte dem Ferrari #51 mit einer beeindruckenden Rundenzeit von 1:50.390 Minuten die Pole für das WEC Rennen in Texas.

    Hypercar: Rote Dominanz in Texas

    Ferrari zeigte eine starke Performance und belegte gleich die ersten beiden Startplätze. Robert Kubica im AF Corse Ferrari #83 komplettierte die erste Startreihe mit nur 0,277 Sekunden Rückstand auf Giovinazzi. Alex Lynn im Cadillac sicherte sich den dritten Platz, gefolgt von einer Überraschung. Charles Milesi im Alpine #35 landete auf einem starken vierten Rang.

    Die Top 6 wurden durch Antonio Fuoco im zweiten Werksferrari und Matt Campbell im Porsche 963 vervollständigt. Bemerkenswert: Der in der Meisterschaft führende Porsche #6 mit Kevin Estre am Steuer startet nur von Platz 14, nachdem er Schwierigkeiten hatte, eine schnelle Runde zu setzen.

    LMGT3: Heimsieg für Heart of Racing

    In der LMGT3-Klasse sicherte sich Ian James im Aston Martin Vantage des Heart of Racing Teams die Pole-Position. Mit einer Zeit von 2:05.587 Minuten holte der Brite den ersten Startplatz für das amerikanische Team auf der Heimstrecke.

    Sarah Bovy im Iron Dames Lamborghini Huracan komplettiert die erste Startreihe, gefolgt von Francois Heriau im VISTA AF Corse Ferrari auf Rang drei. 

    Nach dem sehr hart umkämpften Training und ähnlich guten Leistungen im Qualifying, dürfte das Rennen nicht weniger spannend werden. Mit Ferrari auf Pole in Texas und überraschenden Ergebnissen im gesamten Feld können sich die Fans auf packende Duelle beim Lone Star Le Mans freuen.

    Wer einen Blick auf die Startaufstellung für das heutige Rennen werfen will, findet hier alle Teilnehmer.

    Bilder vom Qualifying

    Bilder © Maksym Lobachov

  • Porsche und Ferrari dominieren in den Trainings

    Porsche und Ferrari dominieren in den Trainings

    Die WEC feiert nach vier Jahren Abwesenheit ihr Comeback am COTA mit einem Feld auf Augenhöhe. Bereits in den Trainings dominierten Porsche und Ferrari das Geschehen.

    FP1: Porsche an der Sitze des Feldes

    Im ersten freien Training dominierte Porsche Penske Motorsport die Hypercar-Klasse. Matt Campbell setzte im Porsche #5 die Tagesbestzeit von 1:53.574 auf dem neu asphaltierten 5,514 Kilometer langen Kurs.

    Robert Kubica im AF Corse Ferrari #83 war zunächst der Schnellste, musste sich jedoch am Ende mit dem zweiten Platz begnügen, knapp vor Oliver Rasmussen im Hertz Team Jota Porsche #38.

    Die Ferrari-Piloten Antonio Fuoco und Antonio Giovinazzi platzierten sich auf den Rängen vier und fünf, während Cadillac Racing mit Alex Lynn auf Platz sechs landete. Die Titelanwärter im Porsche #6, Andre Lotterer, Kevin Estre und Laurens Vanthoor, beendeten die Session auf Rang sieben.

    In der LMGT3-Kategorie setzte sich Alessio Rovera im Vista AF Corse Ferrari #55 mit einer Zeit von 2:06.316 an die Spitze. Der Proton Competition Ford Mustang #88 folgte dicht dahinter, während TF Sport mit ihren Corvette GT3s die Plätze vier und fünf belegten.

    FP2: Ferrari übernimmt die Führung

    Das zweite freie Training am Freitagnachmittag (Samstag früh in Europa) brachte schnellere Rundenzeiten auf der griffigeren Strecke. Antonio Giovinazzi im Ferrari #51 fuhr mit 1:52.268 Minuten die neue schnellste Runde und sicherte Ferrari damit die Doppelführung, gefolgt von Antonio Fuoco im Schwesterfahrzeug.

    BMW M Team WRT platzierte sich mit Robin Frijns auf Rang drei, bevor ein Dreher von Sheldon van der Linde das Training kurzzeitig unterbrach. Cadillac Racing zeigte weiterhin starke Leistungen und belegte mit Alex Lynn den vierten Platz.

    In der LMGT3-Klasse setzte sich Daniel Juncadella in der TF Sport Corvette Z06 an die Spitze. Die Vista AF Corse Ferraris belegten die Plätze zwei und drei, während der Akkodis ASP Lexus auf Rang vier folgte.

    Nur selten zeigten sich zwei Teams wie Ferrari und Porsche direkt in den Trainings auf Augenhöhe. Auch der Rest des Feldes ist so dicht beisammen wie noch nie. Die ersten beiden Trainings am COTA boten einen spannenden Vorgeschmack auf das, was uns erwarten wird. Mehr Infos zum Rennen und der Strecke gibt es hier.

    Bilder von der Strecke

    Unser Fotograf Maksym ist für Euch vor Ort und hat erste spannende Einblicke von der Strecke im Gepäck. In dieser Galerie gibt es Bilder vom Track Walk und den Freien Trainings.

    Bilder © Maksym Lobachov

  • ELMS: Herzschlagfinale in Spa – AO siegt knapp

    ELMS: Herzschlagfinale in Spa – AO siegt knapp

    AO by TF triumphiert beim Rennen der ELMS in Spa. Louis Delétraz holte einen denkbar knappen Sieg in einem packenden Rennen bis zum Schluss.

    Das Team AO by TF hat mit seiner Startnummer #14 einen beeindruckenden Sieg bei der ELMS in Spa eingefahren. Die Fahrer Jonny Edgar, Robert Kubica und Louis Delétraz sicherten sich ihren ersten ELMS-Sieg der Saison, nachdem sie bereits von der Pole-Position in Rennen gehen konnten. In einem spannenden Rennen setzte sich Delétraz am Ende knapp mit nur 1,1 Sekunden Vorsprung gegen Tom Dillmann vom Inter Europol Competition durch.

    Das Rennen begann mit einem sauberen Start, doch schon nach 15 Minuten sorgte ein Unfall für die erste von vier Safety-Car-Phasen. Trotz der Unterbrechungen blieb das Rennen spannend, mit packenden Duellen in allen Klassen.

    Siege für AF Corse und Euro International

    In der LMP2 Pro/Am-Klasse triumphierte das Team AF Corse mit François Perrodo, Alessio Rovera und Matthieu Vaxiviere. Die amtierenden Meister holten ihren zweiten Saisonsieg und setzten sich gegen das Algarve Pro Racing Team durch.

    Matt Bell und Adam Ali von Eurointernational feierten ihren zweiten LMP3-Sieg in Folge. Trotz eines frühen Ausrutschers ins Kiesbett bei Les Combes kämpften sie sich zurück und überquerten die Ziellinie 14 Sekunden vor dem Racing Spirit of Leman Ligier.

    Ferrari-Dreifachsieg in der GT3-Klasse

    In der LMGT3-Klasse dominierte Kessel Racing mit dem Ferrari #57. Takeshi Kimura, Esteban Masson und Daniel Serra führten das Team zu einem souveränen Sieg, eine Runde vor den Konkurrenten. GR Racing und AF Corse komplettierten das Ferrari-Podium.

    Nach diesem eindrucksvollen Rennen richtet sich der Blick nun auf das nächste Event: die 4 Stunden von Mugello am 29. September. Es wird der vorletzte Lauf der Saison 2024 sein.

    Die Bilder vom Rennen

    Unser Fotograf Walter war für Euch vor Ort und hat das Rennen in Bildern festgehalten. Weitere Bilder vom Spa-Wochenende gibt es hier. Die vollständigen Ergebnisse des Rennens könnt Ihr hier nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • ELMS Bilder aus Spa

    ELMS Bilder aus Spa

    Dieses Wochenende startet die ELMS in Spa zum nächsten Rennen der Saison 2024. Unser Fotograf Walter ist vor Ort und erste Bilder im Gepäck.

    In den vergangenen Tagen konnten sich die Teams beim Testtag und beim Trainingstag bereits auf die kommenden Sessions einstimmen. Am Sonntag wird es dann ernst, wenn das volle Starterfeld zum 4-Stunden-Rennen in den Ardennen startet.

    Anders als in der WEC treten hier Fahrzeuge in den drei Klassen LMP2, LMP3 und LMGT3 gegeneinander an. Der Start ist am 25.08.2024 um 11:30 Uhr MESZ. Das Rennen aus Spa kann kostenlos in voller Länge mit englischem Audiokommentar auf YouTube und auf der Live-Seite der ELMS verfolgt werden.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Toyota triumphiert beim Comeback von São Paulo

    Toyota triumphiert beim Comeback von São Paulo

    Der Toyota #8 von Buemi/Hartley/Hirakawa siegt in São Paulo vor den beiden Werksporsche. In der LMGT3-Klasse gewinnt Manthey PureRxcing.

    Nach einer durchwachsenen Saison meldete sich Toyota Gazoo Racing eindrucksvoll zurück. Der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 8, pilotiert von Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa, dominierte das Rennen und sicherte sich einen überlegenen Sieg mit über einer Minute Vorsprung. Es war erst der zweite Saisonsieg für Toyota, der dem Team wichtige Punkte im Kampf um die Herstellerwertung einbrachte.

    Der Porsche 963 im Rennen

    Porsche verteidigt seine Spitzenposition

    Trotz des Toyota-Sieges konnte Porsche Penske Motorsport seine starke Ausgangslage im Kampf und die Weltmeisterschaft ausbauen. Mit einem beeindruckenden Doppel-Podium – die Startnummern 6 und 5 belegten die Plätze zwei und drei – bewies das Team seine Konstanz und Leistungsfähigkeit. Diese Platzierungen sind besonders wertvoll, da Porsche damit seine Führung in der Herstellerwertung so weiter ausbaut.

    Das Rennen verlief jedoch nicht für alle Teilnehmer reibungslos. Der Toyota mit der Startnummer 7 erlebte ein Rennen zum Vergessen. Nach Start von der Pole kostete ein technischer Defekt das Team wertvolle Zeit in der Box und verhinderte einen möglichen Doppelsieg für die Japaner. Nach der Reparatur ging es von Rang 19 zurück in Rennen. Aufgrund der besonderen Strecke und harten Zweikämpfe bleib der Weg zurück an die Spitze verwehrt.

    Die Sieger der LMGT3-Klasse

    Manthey PureRxcing dominiert LMGT3-Klasse

    In der LMGT3-Kategorie gab es einen klaren Sieger: Manthey PureRxcing. Das Team um Alex Malykhin, Joel Sturm und Klaus Bachler im Porsche 911 GT3 R fuhr einen souveränen Sieg ein. Es war bereits der vierte Triumph im fünften Rennen für das Team – eine beeindruckende Bilanz! Die Positionen zwei und drei gingen an den Heart of Racing-Aston Martin (#27) und den United Autosport-McLaren #95.

    Das Frauen-Team von Iron Dames sorgte im Qualifying für Aufsehen. Sarah Bovy holte im Lamborghini #85 (Bovy/Frey/Gatting) mit einer Zeit von 1:34.413 Minuten die Pole-Position der LMGT3-Klasse. Im Rennen konnten die „Iron Dames“ zunächst ihre starke Form bestätigen und führten die Klasse an. Doch im weiteren Verlauf fielen sie aufgrund eines technischen Defekts beim Boxenstopp zurück und mussten das Rennen vorzeitig beenden.

    Der Rennstart in Sao Paulo

    Analyse und Ausblick

    Das Rennen in São Paulo hat gezeigt, dass die WEC-Saison 2024 weiterhin hochspannend bleibt. Toyota konnte mit dem Sieg wichtige Punkte gutmachen, doch Porsche bleibt dank seiner Konstanz in Führung.

    Für die kommenden Rennen in Austin, Fuji und Bahrain können wir uns auf weitere enge Duelle an der Spitze freuen. Besonders interessant wird sein, ob Toyota seinen Aufwärtstrend fortsetzen kann und ob Ferrari, das in São Paulo hinter den Erwartungen zurückblieb, wieder zu alter Stärke findet.

    Die LMGT3-Klasse verspricht ebenfalls Spannung: Kann Manthey PureRxcing seine Dominanz aufrechterhalten, oder schlagen Teams wie Iron Dames oder Heart of Racing zurück? Alle Ergebnisse vom Rennen gibt es hier. Den Rennverlauf mit allen Höhepunkten gibt es zum nachlesen in unserem Live-Ticker.

    Bilder © Pressematerial FIAWEC / DPPI

  • Hyperpole in São Paulo: Toyota auf den ersten beiden Plätzen

    Hyperpole in São Paulo: Toyota auf den ersten beiden Plätzen

    Toyota Gazoo Racing sichert bei der Hyperpole in São Paulo die erste Startreihe für das Rennen. Iron Dames holte sich die Pole in der LMGT3.

    Nachdem Toyota bereits am Trainingstag den Ton angab, machten die Japaner auch die erste Startreihe in der Hyperpole-Session klar. Kamui Kobayashi fuhr im Toyota #7 mit einer beeindruckenden Zeit von 1:23.140 auf die Pole Position und holte damit den ersten Startplatz der Saison für den japanischen Hersteller. Sein Teamkollege Sébastien Buemi komplettierte im Schwesterauto #8 die erste Startreihe mit nur 0,122 Sekunden Rückstand.

    In der hart umkämpften Hyperpole-Session setzte sich Kobayashi gegen die starke Konkurrenz durch. Matt Campbell im Porsche 963 #5 landete trotz eines Ausrutschers in der Aufwärmrunde auf dem dritten Platz, gefolgt vom Cadillac #2 mit Alex Lynn am Steuer. Die Top-5 komplettierten Kevin Estre im zweiten Porsche #6 und Le Mans-Sieger Antonio Fuoco im Ferrari 499P #50.

    Der Iron Dames Lamborghini im Qualifying

    Iron Dames mit zweiter LMGT3-Pole des Jahres

    In der LMGT3-Klasse sicherte sich Sarah Bovy im Iron Dames Lamborghini mit einer Zeit von 1:34.413 die Pole-Position. Es ist bereits der zweite Startplatz eins in dieser Saison für das reine Frauenteam. Auf den weiteren Plätzen folgen der Manthey PureRxcing Porsche #92 und zwei United Autosports McLaren. Alle Qualifikations-Zeiten beider Klassen gibt es hier zum nachlesen.

    Das Rennen verspricht spannend zu werden, da die Abstände im Qualifying sehr eng waren. Für Toyota bietet sich die Chance, in der Herstellerwertung weiter auf Spitzenreiter Porsche aufzuholen. Der Start erfolgt am Sonntag um 11:30 Uhr Ortszeit (16:30 MESZ). Das Rennen könnt Ihr wie immer in unserem kostenfreien Live-Ticker verfolgen.

    Bilder © Pressematerial FIAWEC / DPPI

  • Training in São Paulo: Toyota dominiert im FP2, Peugeot überrascht im Regen

    Training in São Paulo: Toyota dominiert im FP2, Peugeot überrascht im Regen

    Gestern Abend fanden auf dem Autódromo José Carlos Pace in São Paulo das Freie Training statt. Dabei zeigte sich ein wetterabhängiges Kräfteverhältnis an der Spitze des Feldes.

    Im ersten, regnerischen Training setzte Nico Müller im Peugeot 9X8 mit 1:26.341 Minuten die Bestzeit. Bedingt durch die extreme Höhenlage scheint das Hypercar hier bei Regen besonders gut auf der Strecke zu liegen. Ob diese überraschend gute Performance nur eine Momentaufnahme ist, wird das weitere Rennwochenenden zeigen.

    Bemerkenswert in dieser Session war hier die Kräfteverteilung des Hypercar-Feld. So lagen im ersten Training sechs verschiedene Hersteller in den Top 6. Das verspricht ein spannendes Rennen am Sonntag!

    Die Session wurde jedoch nach einem schweren Unfall des Akkodis ASP Lexus LMGT3 vorzeitig beendet. Fahrer Arnold Robin konnte das Krankenhaus nach Untersuchungen wieder verlassen. Das Fahrzeug wurde durch den Einschlag jedoch so stark beschädigt, dass es an keiner weiteren Session an diesem Wochenende teilnehmen kann und auch das Rennen vorzeitig gelaufen ist.

    Toyota im 2. Freien Training in Brasilien

    Toyota glänzt beim zweiten Training in São Paulo

    Das zweite Freie Training bei trockenen Bedingungen sah dann Toyota an der Spitze. Sébastien Buemi fuhr im GR010 Hybrid eine 1:25.727 und war damit nur knapp vor seinem Teamkollegen Nyck de Vries. Ferrari folgte auf den Plätzen drei und vier, was die aktuelle Stärke der beiden Top-Teams unterstreicht. Peugeot konnte auf trockener Fahrbahn die Spitzenplätze nicht verteidigen.

    In der LMGT3-Klasse wechselte die Führung: Nachdem im FP1 noch der United Autosports McLaren mit Lokalmatador Nicolas Costa vorne lag, übernahm im FP2 der Akkodis ASP Lexus mit José María López die Spitze.

    Mit zwei Full-Course-Yellow-Phasen im FP2 zum Entfernen von Trümmerteilen verlief das Training ansonsten ohne größere Zwischenfälle. Die Teams können sich nun auf das wichtige Qualifying heute Abend vorbereiten. Es bleibt spannend in São Paulo!

    Alle Trainingszeiten vom FP1 und FP2 gibt es hier zum nachlesen. Alle Zeiten der kommenden Sessions haben wir hier zusammengefasst.

    Bilder © Toyota Gazoo Racing-Pressematerial (via Toyota Motor Corporation)

  • Mit dem Verbrenner in die Wasserstoff-Zukunft der WEC

    Mit dem Verbrenner in die Wasserstoff-Zukunft der WEC

    Die Wasserstoff-Zukunft der FIA WEC nimmt langsam Gestalt. Bei den 24 Stunden von Le Mans 2024 zeigten Bosch Engineering und Ligier Automotive einen echten Innovationsträger, der Motorsport-Fans und Technik-Enthusiasten gleichermaßen begeistern dürfte.

    Der Wasserstoff-Rennwagen Ligier JS2 RH2

    Im Mittelpunkt der Ankündigung steht der Ligier JS2 RH2, ein Rennwagen mit Wasserstoffmotor. Basierend auf einem herkömmlichen Verbrennungsmotor, wurde dieser speziell für den Betrieb mit flüssigem Wasserstoff optimiert und könnte als Grundlage für spätere Entwicklungen im weltweiten Motorsport dienen. Vorab die technischen Highlights vom Wagen:

    • Leistung: 443 kW (rund 600 PS)
    • Maximales Drehmoment: 650 Nm
    • Spezielles Einspritzsystem für präzise Wasserstoffdosierung
    • Angepasste Motorsteuerung für optimale Verbrennung
    • Innovatives Tanksystem mit bis zu 700 bar Druck

    Vom Testgelände auf die Rennstrecke

    Nach intensiven Tests und über 5.000 zurückgelegten Testkilometern folgten für den Ligier JS2 RH2 nun die ersten Demo-Fahrten in Le Mans. Die Wahl des Antriebs fällt bewusst auf Wasserstoff, weil er laut Bosch und Ligier CO2-neutral verbrennt.

    Unter Anbetracht des auf der Strecke nötigen Gesamtpaketes aus Leistung, Effizienz und Atmosphäre ist ein Wasserstoff-Ansatz die vielversprechendste Option für nachhaltigen Motorsport. Ein weiterer Vorteil: Die Technologie kann relativ einfach in bestehende Rennserien integriert werden, da sie auf bekannter Verbrennungsmotortechnik aufbaut.

    Der Wasserstoff-Antrieb des Ligier JS2 RH2
    Die Lage der Wasserstoff-Tanks im Ligier JS2 RH2

    Von der Rennstrecke auf die Straße

    Die im Rennsport gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Entwicklung von Wasserstofftechnologien für Nutzfahrzeuge und Hochleistungs-Sportwagen ein. So profitieren nicht nur Motorsport-Enthusiasten, sondern auch die Umwelt und der Transportsektor von diesen Innovationen.

    Die FIA und der ACO planen bereits den Start der eigenen Wasserstoffklasse für das Jahr 2028. Der Ligier JS2 RH2 von Bosch und Ligier ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und zeigt, dass nachhaltige Technologien (in Form von flüssigem Wasserstoff) und Hochleistungsmotorsport durchaus vereinbar sind. Ob und wie der Ansatz des vorgestellten Konzept-Fahrzeugs final zur Anwendung kommt, ist stand jetzt aber noch unklar. Der Weg zur Praxistauglichkeit ist jedoch nicht weit entfernt.

    Bilder & Quelle: Bosch

  • Das Hybrid-System der WEC einfach erklärt

    Das Hybrid-System der WEC einfach erklärt

    Heute werfen wir einen Blick in die Welt der Hybrid-Technologie der FIA World Endurance Championship (WEC) und möchten Euch das Thema einfach zugänglich machen. Wir hatten die Gelegenheit, hierzu mit Michael Muerlebach von Bosch zu sprechen, der für das Customer Account & Product Management zuständig ist und uns die Details erklärt hat. 

    Die Hauptkomponenten des Hybrid-Systems

    Zu Beginn möchten wir einen Blick auf die wichtigsten Komponenten werfen. Diese bilden das den Kern der Hybrid-Technologie und sind in der Regel in allen Systeme aufzufinden. Da die Haupt-Komponenten des Hybrid-Systems eigene Abkürzungen haben, die nicht immer leicht verständlich sind, haben wir diese hier kurz erklärt:

    • MCU (Motor Control Unit): Dies ist die Leistungselektronik, die den Elektromotor steuert und die Leistung regelt.
    • ECU (Electronic Control Unit): Ein elektronisches Steuergerät, das in vielen Fällen den Verbrennungsmotor steuert.
    • VCU (Vehicle Control Unit): Diese Einheit ist das Gehirn des Antriebssystems. Sie steuert den gesamten Antrieb und regelt die Aufteilung zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Einheit.

    Die Unterschiede zwischen LMDh und Hypercar

    Es ist wichtig zu wissen, dass in den LMDh-Fahrzeugen ein standardisiertes Hybrid-System von Bosch zum Einsatz kommt. Alle Teams mit einen Fahrzeug auf LMDh-Basis (zum Beispiel Porsche, BMW, Alpine oder auch Lamborghini) verwenden identische Komponenten.

    Bei den reinen Hypercars ist es nicht zwingend erforderlich, dass MCU und ECU von Bosch stammen. Interessanterweise werden diese Komponenten in den meisten WEC Hypercars aber trotzdem von Bosch geliefert und auch hier findet sich ein überwiegend homogenes Feld wieder.

    Das System zur Energie-Rückgewinnung (ERS)

    Unser Fotograf Ton (Links) im Gespräch mit Michael Mürlebach von Bosch (Mitte).
    Unser Fotograf Ton (Links) im Gespräch mit Michael Muerlebach von Bosch (Mitte).

    Ein zentraler Aspekt des Hybrid-Systems ist das Energierückgewinnungssystem. In der WEC sprechen wir hier vom ERS (Energy Recovery System), nicht zu verwechseln mit dem KERS (Kinetic Energy Recovery System) aus der Formel 1.

    Das ERS in der WEC ist darauf ausgelegt, in kurzer Zeit viel Energie aufzunehmen. Beim Bremsvorgang wird der Elektromotor als Generator zur Stromerzeugung genutzt, wodurch eine beträchtliche Menge Energie zurückgewonnen werden kann. Diese Energie steht dann für die Beschleunigung zur Verfügung, was die Effizienz und Leistung der Fahrzeuge erheblich steigert.

    Hardware und Software auf einer Hand

    Bosch spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Integration des Hybrid-Systems für die LMDh-Fahrzeuge. So liefert Bosch Motorsport nicht nur die Elektronik und Komponenten für den Hybrid-Antrieb sondern entwickelt auch die Hybrid-Performance-Management-Software, um das Maximum aus dem System herauszuholen.

    Die Hybrid-Technologie in der WEC ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie moderne Technik den Motorsport revolutioniert. Sie verbindet Leistung mit Effizienz und trägt zu spannenderen Rennen bei. Gleichzeitig dient sie als Testfeld für Technologien, die auch bereits in Straßenfahrzeugen zum Einsatz kommen können, dank der Entwicklung auf der Strecke.

    Die Synergie aus Motorsport und Serienproduktion hat übrigens eine lange Tradition im Langstreckensport. Mehr dazu lest Ihr hier.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Sicherheit auf der Rennstrecke: Die Wartung der Safety Cars

    Sicherheit auf der Rennstrecke: Die Wartung der Safety Cars

    Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der WEC und beleuchten die wichtige Rolle von René Röhn und die Wartung der Safety Cars.

    Die Safety Cars der FIA WEC sind keine gewöhnlichen Fahrzeuge. Es handelt sich um normale Serien-Porsche, die von der renommierten Firma Manthey Racing speziell für ihren Einsatz umgebaut und betreut werden. Zu den zusätzlichen Bauteilen gehören unter anderem die Rundum-Beleuchtung, die Funkanlage sowie die Technik für den Einsatz (Feuerlöscher und Intercom-Systeme für die Flaggenkommunikation).

    Die Wartung und Instandsetzung der Safety Cars erfolgt sowohl vor Ort bei Manthey in Meuspath am Nürburgring, als auch direkt an der Rennstrecke. René Röhn und sein Team sind dabei stets im Einsatz, um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge in einwandfreiem Zustand sind. An jedem Rennwochenende sind zwei Personen vor Ort, die sich um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge kümmern.

    Wartungsintervalle und Betankung

    Die Wartungsintervalle der Safety Cars sind weitestgehend normal wie bei Serienfahrzeugen auch. Allerdings werden spezifische Dinge wie Ölwechsel und Bremsflüssigkeit nach nahezu jedem Rennen verkürzt behandelt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Betankung erfolgt über Kanister, wobei zwei Personen in feuerfester Kleidung das Fahrzeug betanken. Während des Tankvorgangs wird das Fahrzeug abgeschaltet, läuft aber ansonsten durchgehend im Leerlauf, um jederzeit einsatzbereit zu sein.

    Trotz des dauerhaften Leerlaufs haben die Safety Cars keine verkürzte Lebensdauer und werden so lange eingesetzt, wie sie funktionieren oder bis die nächste Baureihe erscheint. In Le Mans sind beispielsweise drei Porsche 911 als Safety Cars und sechs Porsche Panamera als Track & Medical Cars im Einsatz.

    Transport und Kraftstoff

    Die Safety Cars werden ausschließlich per LKW-Transport oder bei weiteren Anreisen per Container zur Strecke gebracht. An jeder Strecke kommen die gleichen Fahrzeuge zum Einsatz und werden jeweils vom Manthey-Team betreut. Getankt wird je nach Verfügbarkeit vor Ort Benzin mit 98 oder 102 Oktan. Im Stand verbraucht das Fahrzeug etwa 5 Liter pro Stunde, abhängig davon, ob die Klimaanlage läuft oder nicht. Der Füllstand wird turnusmäßig alle zwei Stunden kontrolliert und bei Bedarf nachgefüllt, sodass die Fahrzeuge immer vollgetankt sind.

    Die Arbeit von René Röhn und seinem Team ist von unschätzbarem Wert für die Sicherheit und Effizienz der FIA WEC. Durch die sorgfältige Wartung der Safety Cars wird erst sichergestellt, dass diese Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind. Ohne die Streckenfahrzeuge darf keine Session am Wochenende stattfinden. Für die Sicherheit der Fahrer und die reibungslose Durchführung der Rennen ist das funktionsfähige Safety-Car Bedingung. René Röhn und sein Team leisten somit einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der FIA WEC und zur Sicherheit im Motorsport.

    Mehr zur Arbeit des Saftey Car-Fahrers im Cockpit gibt es in diesem Beitrag zum Nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk)

  • Acht Rennen im Kalender für 2025

    Acht Rennen im Kalender für 2025

    Die FIA WEC nutzte den Rahmen der 24 Stunden von Le Mans, um den neuen Kalender für das Jahr 2025 mit acht Rennen zu enthüllen.

    Der Zeitplan für 2025 bleibt nahezu unverändert, wobei die Weltmeisterschaft insgesamt 8 Läufe auf 4 verschiedenen Kontinenten austrägt. Los geht es am 28. Februar in Katar und anschließend weiter in Europa bei den 6 Stunden von Imola im April und den 6 Stunden von Spa im Mai. In Le Mans findet am 14. Juni der Höhepunkt mit dem 24-Stunden-Rennen statt.

    Der Kalender 2025 wird am 13. Juli fortgesetzt, wenn die WEC nach Brasilien zu den Rolex 6 Hours of São Paulo reist. Am 7. September gastieren die Teams auf dem Circuit of the Americas zum „Lone Star Le Mans“, bevor im gleichen Monat auf dem Fuji Speedway das 6-Stunden-Rennen ausgetragen wird. Der traditionelle Saisonabschluss, das 8-Stunden-Rennen von Bahrain, findet am 8. November statt.

    Neuer langfristiger Vertrag für Imola

    Das Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari hat bestätigt, dass es bis einschließlich 2028 jährlich einen Lauf der FIA WEC ausrichten wird. Die Nachricht folgt auf das erfolgreiche Rennen in der Emilia Romagna in diesem Jahr, welches über 70.000 Fans anzog. Der Vertrag wurde mit Unterstützung des Bürgermeisters der Stadt Imola, Marco Panieri, geschlossen und beinhaltet die Verpflichtung, die Infrastruktur des Fahrerlagers zu verbessern und zusätzliche Boxen für das wachsende Starterfeld zu bauen.

    „Um den Geist von Le Mans zu fördern, hat die Stadt Imola daran gearbeitet, das historische Stadtzentrum mit der Rennstrecke zu verbinden“, sagte Panieri. „Dank dieser Veranstaltung werden wir in der Lage sein, die Infrastruktur wie Boxen und die Fanzone zu verbessern, um den Besuchern und dem Personal ein angenehmeres Erlebnis zu bieten.“

    Quelle
    Bild © Walter Schruff (Endurance Archive)

  • Änderung bei den Regeln und Verzögerung beim Wasserstoff

    Änderung bei den Regeln und Verzögerung beim Wasserstoff

    Der ACO hat auf seiner Jahrespressekonferenz mehrere Ankündigungen zu den aktuellen Regeln und zum Thema Wasserstoff bekanntgegeben. Wir haben das wichtigste für Euch im Überblick.

    Hypercar-Regeln bis einschließlich 2029 verlängert

    Die Gültigkeit der aktuellen Regeln für die Hypercars wurden vom Jahr 2027 hin zur Saison 2029 verlängert. Anlass war die momentane Rekordzahl an Herstellern in der höchste Kategorie des Sportwagenrennsports und die weiter anhaltende Nachfrage.

    Die Entscheidung schafft mehr Stabilität für die Teilnehmer unter den aktuellen Hypercar-Regeln und einen längeren Zeitrahmen für die Hersteller, um bestehende Fahrzeuge einsetzen zu dürfen. Den Herstellern werden zwei weitere Entwicklungszyklen zugestanden, einer im Jahr 2028 und einer im Jahr 2029, um die zweijährige Verlängerung zu berücksichtigen.

    Zwei-Fahrzeuge-Vorgabe für das Jahr 2025 bestätigt

    Der ACO bestätigte auch, dass die Hersteller ab 2025 verpflichtet sind, zwei Fahrzeuge in der Hypercar-Klasse einzusetzen. Damit erhöht sich die Teilnehmerzahl ab 2025 auf die Rekordzahl von 40 Fahrzeugen bei den WEC-Rennen.

    Von den derzeitigen Wettbewerbern wird die neue Regelung in erster Linie Cadillac, Lamborghini und Isotta Fraschini betreffen, die in der Saison 2024 mit nur einem Auto teilnehmen.

    Sie wird sich auch auf das Team von Heart of Racing auswirken, das mit dem Gedanken spielte, nächstes Jahr nur ein Aston Martin Hypercar in der WEC einzusetzen. Alle betroffenen Hersteller haben angedeutet, dass sie bereit sind, 2025 mit zwei Fahrzeugen anzutreten.

    Verzögerung bei den neuen Regeln für den Wasserstoff

    Ebenfalls wurde in Le Mans eine erneute Verschiebung des Wasserstoffreglements bekannt. Die neuen Regeln wurden nun auf 2028 verschoben. Der ACO benötigt mehr Zeit, um die genaue Anwendung der Wasserstofftechnologie in der Praxis zu erforschen.

    Die Einführung ist an das Ziel gekoppelt, einen CO2-neutralen Langstreckensport zu erreichen. Eine Arbeitsgruppe wurde jetzt eingesetzt, um genauere Details des neuen Reglements auszuarbeiten. Dabei wurde auch bestätigt, dass der Wasserstoff in der Klasse in flüssiger Form zum Einsatz kommen wird.

    Quelle
    Bild © Maksym Lobachov (Endurance Archive)

  • Ferrari holt dramatischen Sieg in Le Mans

    Ferrari holt dramatischen Sieg in Le Mans

    Ferrari hat im dramatisch umkämpften 24-Stunden-Rennen seinen zweiten Le Mans-Sieg in Folge eingefahren.

    Der Ferrari 499P mit der Startnummer 50 (Antonio Fuoco, Miguel Molina und Niklas Nielsen) setzte sich mit nur 14 Sekunden Vorsprung gegen den Toyota #7 (José Maria López, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries) durch. Dritter wurde das Siegerauto des letzten Jahres, der #51 Ferrari von James Calado, Alessandro Pier Guidi und Antonio Giovinazzi. Die beiden Werks-Porsche und der Schwester-Toyota rundeten die Top sechs ab.

    Der Start des Rennens in Le Mans

    Porsche, Ferrari und Toyota dominierten das Rennen

    Kévin Estre im Porsche 963 #6 setzte sich gleich zu Beginn an die erste Stelle bislang größten Feldes der Königsklasse. Cadillac und die beiden Werks-Ferraris folgten dicht dahinter. Estre wurde am Ende der ersten Runde vom Ferrari mit der Startnummer 50 überholt, nachdem der Däne Niklas Nielsen einen schnellen Start hingelegt hatte.

    Schnell wurde klar, dass sowohl Ferrari als auch Porsche beim Langstreckenklassiker 2024 ein starkes Tempo vorlegen würden. Aber auch Cadillac und Toyota waren in den ersten Stunden des Rennens gut unterwegs.

    Zu Beginn des Rennens blieb es trocken, doch nach 90 Minuten zog der erste von vielen Schauern über den Kurs. Die wechselhaften Bedingungen machten die Wahl der richtigen Strategie zu einem Albtraum für die Teams. Viele von ihnen waren im Laufe des 24-Stunden-Rennens phasenweise mit den falschen Reifen unterwegs.

    Der Ferrari #83

    Der Ferrari #83 auf dem Weg zum Sieg in Le Mans

    Während des ersten Regenschauers setzten beide Ferraris auf eine abweichende Strategie. Dadurch verlor das Team viel Zeit auf Trockenreifen, während andere auf Regenreifen wechselten. Diese Entscheidung verschaffte der Startnummer 83 (Robert Kubica, Robert Shwartzmann und Yifei Ye) einen Vorsprung. Nach sechs Stunden Rennzeit betrug dieser schon knapp eine Minute.

    Kurz darauf wurde der Führende in den ersten größeren Zwischenfall mit einem der Hypercars verwickelt. Als Kubica von Dries Vanthoor (BMW #15) in der Mulsanne-Kurve herausgefordert wurde, wich er nach rechts aus und berührte den Belgier. Der BMW mit der Startnummer 15 drehte sich in die Leitplanken und schied aus. Kubica wurde wegen des Vorfalls mit einer 30- Sekunden-Strafe belegt, wodurch die #83 die Führung verlor.

    Der Unfall löste die erste von drei Safety-Car-Phasen aus, da der Schaden an der Leitplanke repariert wurde. Nach 90 Minuten Safety Car wurde das Rennen um Mitternacht Ortszeit wieder aufgenommen, als ein weiterer Regenschauer über die Strecke ging.

    Cadillac und Porsche

    Toyota und Porsche im Zweikampf

    Nach dem Rückschlag für Ferrari waren es die Toyotas und die Werks-Porsche, die zu dominieren begannen. Nach acht Stunden führte der #8 Toyota GR010 Hybrid (Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa) vor dem Porsche #6.

    Die #8 und die #6 verbrachten die meiste Zeit des Abends im Gleichschritt und kamen in den frühen Morgenstunden meist in derselben Runde an die Box. Allein die geringfügigen Unterschiede in der Strategie (ob es sich um reine Tankstopps oder einen kompletten Service handelte) sorgten dafür, dass die Abstände schwankten.

    Safety Car durch Starkregen lange im Einsatz

    Der nächste Regenschauer setzte um 3:30 Uhr Ortszeit ein, und dieses Mal war der Niederschlag deutlich stärker als zuvor. Obwohl es auf der Strecke zu keinen nennenswerten Zwischenfällen kam, wurde das Rennen mit dem Safety Car neutralisiert.

    Die Bedingungen blieben mehrere Stunden lang unverändert. Trotzdem entschied sich die Rennleitung weiterhin unter Safety-Car-Bedingungen zu fahren und nicht unter roter Flagge. Insgesamt dauerte die Safety-Car-Phase über 4 Stunden und brachte das Rennen ins Tageslicht.

    Achtstündiges Sprintrennen bis ins Ziel

    Da sich das Feld hinter dem Safety-Car einreihte, wurde das Rennen acht Stunden vor Schluss neu gestartet. Zu diesem Zeitpunkt war der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 8 der Favorit. Buemi, Hirakawa und Hartley absolvierten ihre Stints in gleichmäßigen Abständen.

    Der Porsche mit der Startnummer 6 blieb in Schlagdistanz zum führenden Toyota, und auch Ferrari kämpfte sich wieder heran, da die Autos mit den Startnummern 50, 51 und 83 fehlerfrei unterwegs waren. Das Unglück ereilte dann aber die #83, die wegen eines Hybridproblems an die Box musste und gut vier Stunden vor Rennende vorzeitig ausschied.

    Als sich das Rennen dem Ende zuneigte, wurde der Toyota mit der Startnummer 8 nach einer beherzten Leistung von Kobayashi, López und de Vries durch das Schwesterauto an der Spitze des Feldes abgelöst. Die beiden begannen, sich zusammen mit dem Porsche #6 und den Ferraris #50 und #51 vom Rest des Feldes abzusetzen. Der Cadillac mit der Startnummer 2, der eine andere Strategie als die übrigen Fahrzeuge verfolgte, war ebenfalls noch im Rennen um die Spitze.

    Obwohl sich noch neun Fahrzeuge in der Führungsrunde befanden, schien es wahrscheinlich, dass der Sieger aus den ersten sechs Fahrzeugen hervorgehen würde.

    Ein Dreikampf für die Ewigkeit

    Die Fans erlebten dann einen der spektakulärsten Kämpfe um die Führung seit langem, bei dem die Führenden nur durch eine Handvoll Sekunden getrennt wurden. In einem der Schlüsselmomente des Rennens berührte der Ferrari #51 dann in der Mulsanne-Kurve den Toyota #8 und schickte Fahrer Brendon Hartley in einen Dreher. Durch den Zeitverlust wurde der Toyota aus dem Rennen genommen. Die anschließende Fünf-Sekunden-Strafe für den Wagen mit der Startnummer 51 machte dessen Hoffnungen auf den Sieg zunichte.

    Somit musste der Toyota mit der Startnummer 7 gegen den Ferrari mit der Nummer 50 um den Sieg kämpfen. Da weiterer Regen die Strecke feucht machte, hatte José María López als Fahrer der #7 einige Momente abseits der Strecke. Er versuchte, das Auto mit der #50 zu überholen, während sich die Uhr weiterdrehte.

    Ein Drama ereignete sich dann für den Ferrari, als die Tür auf der rechten Seite des Autos nach einem Boxenstopp nicht richtig verschlossen wurde. Trotz der Versuche von Fahrer Niklas Nielsen, sie zu schließen, musste das Auto außerplanmäßig an die Box kommen. Diese Zusatzstopp änderte den Tankrhytmus vom Ferrari und sorgte eröffnete ungewollt eine bessere Ausgangslage für den Sieg.

    Durch Ferraris Probleme ging die Führung zunächst an Toyota. López wusste aber, dass er vor der Zielflagge noch einmal an die Box musste. Da sich Nielsen im Energiesparmodus befand, bestand die Chance, dass López die rund 45 Sekunden aufholen konnte. Das war ein hartes Stück Arbeit für den Argentinier und am Ende war das Glück auf Seiten von Ferrari.

    Ferrari holt seinen 11. Sieg in Le Mans

    Niklas Nielsen hatte seinen letzten Stint perfekt getimt und überquerte die Ziellinie mit nur noch 2 % verbleibender Energie und 14 Sekunden Vorsprung vor dem starken Toyota. Für Ferrari war es der zweite Sieg in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans und der 11. insgesamt.

    Toyota wurde zum zweiten Mal in Folge Zweiter und wird sich fragen, was möglich gewesen wäre, nachdem die Berührung mit der Nummer 51 die Hoffnungen von Hartley, Buemi und Hirakawa zunichte machte. Trotz aller Bemühungen vom Porsche #6 schaffte es der Ferrari #51 als Dritter ins Ziel und bescherte dem „Prancing Horse“ einen zweiten Podiumsplatz und wichtige Punkte im Kampf um die Weltmeisterschaft.

    Der Toyota mit der Startnummer 8 kam auf Platz 5 ins Ziel, gefolgt vom Porsche mit der Startnummer 5 auf Rang 6. Cadillac kam auf Position 7 ins Ziel, dicht gefolgt von den Porsches mit den Startnummern 12 und 38 des Hertz Team Jota. Alle neun Fahrzeuge kamen in der ersten Runde ins Ziel (ein neuer Rekord für dieses Rennen).

    Eindrucksvolle Debütanten in Le Mans

    Was ist mit den anderen Hypercar-Teilnehmern? Lamborghini hat seinen ersten Auftritt in der Topklasse von Le Mans mit den Plätzen 10 und 13 eindrucksvoll beendet. Zwischen den beiden SC63 befanden sich die beiden Peugeot 9X8, die ein weiteres Mal schwierige 24 Stunden zu überstehen hatten.

    Der Isotta Fraschini #11 kam auf Platz 14 ins Ziel, was als Erfolg für das neue Team gewertet werden darf. Der Tipo 6-C hatte keine größeren Probleme oder Zwischenfälle und kam mit 9 Runden Rückstand auf die Spitze ins Ziel.

    Alpine hatte zwei Motorschäden zu beklagen, obwohl sie während des Rennens zeitweise ein gutes Tempo vorlegten. Zunächst blieb Ferdinand Habsburg in Arnage liegen, als sich der Motor seines LMDh-Boliden nach viereinhalb Stunden mit einer dramatischen Rauchwolke verabschiedete. Eine Stunde später kam das Aus für das Auto mit der Startnummer 36 wegen eines scheinbar ähnlichen Problems.

    Auch BMW musste bei seiner Rückkehr in die Königsklasse in Le Mans zum ersten Mal seit 1999 ein doppeltes DNF hinnehmen. Der M HYBRID V8 mit der Startnummer 15 schied aus, nachdem er vom Ferrari mit der Startnummer 83 gerammt worden war, während das “ Art Car “ mit der Startnummer 20 im Laufe des Abends an die Box kam und nicht mehr auf die Strecke zurückkehrte.

    Siege für United Autorsports und Manthey Racing

    United Autosports holte sich den Sieg in der LMP2-Kategorie, wobei der Oreca mit der Startnummer 22 rund 20 Sekunden vor dem amtierenden Meister mit der Startnummer 34 von Inter Europol ins Ziel kam. Der erfahrene Brite Oliver Jarvis zeigte an der Seite der jungen Amerikaner Nolan Siegel und Bijoy Garg eine hervorragende Leistung und holte einen denkwürdigen Sieg für die britische Mannschaft.

    Beim ersten Auftritt der LMGT3-Kategorie in Le Mans holte Manthey Racing den Sieg. Der 911 GT3 R mit der Startnummer 91 von Yassir Shahin, Morris Schuring und Richard Lietz sicherte sich den Sieg nach einem harten Kampf gegen die BMWs und Fords. Zweiter wurde das #31 Team WRT mit Darren Leung, Sean Gelael und Augusto Farfus.

    Alle Geschehnisse im chronologischen Verlauf gibt es in unserem Ticker zum nachlesen. Eine vollständige Liste der Endergebnisse gibt es hier.

    Bilder © Walter Schruff / Maksym Lobachov

  • Le Mans 2024: Die Woche in Bildern

    Le Mans 2024: Die Woche in Bildern

    Le Mans ist mehr als nur das Rennen am Wochenende, viel mehr ist es eine ganze Woche voller schöner Momente.

    Während das Rennen in seine letzten Stunden geht und die 24 Stunden von Le Mans 2024 auch bald Geschichte sind, blicken wir zurück auf die vergangenen sieben Tage. In dieser Galerie mit den schönsten Bildern unserer beiden Fotografen gibt es verschiedene Eindrücke vom Geschehen vor Ort.

    Geht noch einmal gedanklich auf Reise durch die letzte Woche und versüßt Eure Le Mans-Stimmung:

    Bilder © Walter Schruff / Maksym Lobachov

  • Le Mans 2024: Der Samstag in Bildern

    Le Mans 2024: Der Samstag in Bildern

    Fast ein Viertel der 24 Stunden von Le Mans 2024 sind vorüber. Wir blicken zurück auf die Startphase am Samstag zurück mit frischen Bildern unserer Fotografen vor Ort.

    Bilder @ Maksym Lobachov / Walter Schruff

  • Hyperpole-Qualifying: Estre auf Platz eins in Le Mans

    Hyperpole-Qualifying: Estre auf Platz eins in Le Mans

    Die Hyperpole-Session in Le Mans war an Spannung kaum zu überbieten. Sprichwörtlich im letzten Moment schaffte Kevin Estre die Überraschung und schnappte Cadillac den ersten Startplatz weg.

    In der Hypercar-Klasse hat Kevin Estre im Porsche Penske 963 (Starter 6) eine sensationelle Pole-Position mit einer denkbar knappen 3:24.634 Rundenzeit erzielt. Estre fuhrte diese in der letzten Sekunde der letzten Runde und überholte damit Alex Lynn im Cadillac #2 um nur 0,148 Sekunden. Lynn selbst hatte gerade den Schwester-Wagen von Sébastien Bourdais bezwungen und schien auf dem Weg zur Pole-Position zu sein. Für Cadillac reichte es damit nur zum zweiten Startplatz mit der #3. Der Wagen mi der #2 muss eine Strafe antreten und beginnt das Rennen fünf Platze weiter hinten im Feld.

    Ferrari trotz schneller Runden nicht in der ersten Reihe

    Zu Beginn der Session hatte Bourdais (Cadillac #3) vorübergehend die Pole-Position nachdem er eine anfängliche schnellste Runde in 3:24.816 Minuten gefahren war. Alessandro Pier Guidi im Ferrari 499P #51 kämpfte lange Zeit gegen den US-Boliden, wurde mit abkühlender Strecke jedoch chancenlos. Am Ende reichte es für den vierten Platz und einen dennoch stabile Ausgangslage im Kampf um den Sieg.

    Alpine in Le Mans

    Alpine und BMW nur im Mittelfeld

    Paul-Loup Chatin im Alpine A424 #35 holte aus dem Stand nur einen sechsten Platz. In der Session zeigte sich immer wieder, das die Franzosen beim Heimrennen das Tempo der Spitze nicht mitgehen konnten und der Wagen noch Luft nach oben hat.

    Dries Vanthoor im BMW #15 war hingegen eher in Schlagweite, verbaute sich die Spitzenposition aber selbst. Der Belgier fuhr von der Strecke ab und landete im Kiesbett, was die rote Flagge auslöste und die Session in 22 Minuten und eine finale 7-Minuten-Sprint aufteilte. Zur Strafe wurden seine Rundenzeiten gestrichen und sein Fahrzeug auf den achten Platz versetzt.

    Der Inception McLaren mit Pole

    LMGT3: Iribe holt die erste Pole-Position für McLaren

    Brendan Iribe hat im Inception Racing McLaren Geschichte geschrieben. Mit einer eindrucksvollen Leistung holte er die erste Pole-Position für McLaren seit der Rückkehr nach Le Mans und die erste in der LMGT3-Klasse für das Fahrzeug. Iribe fuhrte eine Bestzeit von 3:58.120 Minuten ein.

    Seine Verfolger lagen nur 0,8 Sekunden dahinter und hätten die Sensation fast verhindert, wäre da nicht ein leichter Ausflug ins Kiesbett gewesen. Startplatz zwei ging an den Manthey Porsche #92, gefolgt vom JMW-Ferrari auf Rang drei.

    Das LMP2-Fahrzeug von AO by TF

    Pole für Deletraz in der LMP2

    Louis Deletraz fuhr im AO by TF Sport Oreca eine aufregende Pole-Position ein. Mit einer Bestzeit von 3:33.217 war er hauchdünne 0,6 Sekunden schneller als die IDEC Sport-Mannschaft mit Job van Uitert am Steuer. Dritter wurde das Panis Racing-Fahrzeug von Matthias Beche. Der Cool Racing-Wagen #37 von Malthe Jakobsen belegte nach einer strategischen Entscheidung nur den fünften Platz.

    Die Hyperpole-Session im Detail gibt es hier zum nachlesen in unserm Ticker. Alle Rundenzeiten gibt es hier.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff / Maksym Lobachov)

  • BMW setzt sich beim Qualifying in Le Mans an die Spitze

    BMW setzt sich beim Qualifying in Le Mans an die Spitze

    Beim Qualifying am Mittwoch Abend ging es in Le Mans um alles! Nur acht Fahrzeuge jeder Klasse schafften den Einzug zur Hyperpole. BMW holte sich dabei die vorläufige Spitzenposition.

    Dries Vanthoor drehte die schnellste Runde der Session und setzte den BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 15 an die Spitze des Zeitentableaus. Der Belgier fuhr eine Runde von 3:24,465 Minuten und das bei nur noch zehn Minuten Restzeit.

    Zweitschnellster war der Cadillac #3 vor dem Ferrari #50 auf Platz drei. Ebenfalls in die Hyperpole-Session eingezogen sind der Toyota #7, die Alpine #35, der Cadillac #2, der Ferrari #51 und der Porsche #6. Von den Herstellern, die in der Hypercar-Klasse antreten, verpassten nur Peugeot, Isotta Fraschini und Lamborghini die Teilnahme an der Hyperpole-Session.

    Toyota-Rundenzeiten nach roter Flagge gelöscht

    Ein Dreher von Kamui Kobayashi im Toyota #7 auf Höhre der Porsche-Kurven brachte wenige Minuten vor Schluss eine rote Flagge. Der Japaner hatte die Zeit des #15 BMW in den ersten beiden Sektoren unterboten und hätte die vorläufige Pole Position übernehmen können, wenn er seine Runde beendet hätte.

    Zum Pech des japanischen Herstellers machte die gelbe Flagge und die darauf folgende rote Flagge die Hoffnungen seines Teamkollegen Brendon Hartley zunichte und verhinderte dessen Teilnahme an der Hyperpole-Session. Hartley gehörte zu einer Reihe hochkarätiger Teilnehmer, die am Donnerstagabend die Pole-Position verpassten.

    Zu den anderen, die bei der Festlegung der Startaufstellung keine Rolle mehr spielen werden, gehören der Porsche mit der Startnummer 12 vom Hertz Team Jota und der Porsche #5.

    Für Toyota kam es noch schlimmer, denn alle Zeiten von Kobayashi im Qualifying wurden gestrichen. Der Toyota mit der Startnummer 7 wird daher das Rennen vom Ende des Hypercar-Feldes aus in Angriff nehmen. Die Entscheidung der Stewards beförderte den #12 Hertz Team Jota Porsche auf P8, was ihm ein Ticket für die Hyperpole einbrachte.

    Ford stellte das schnellste LMGT3-Auto im Qualifying

    Ford am schnellsten im LMGT3-Qualifying

    Der Ford Mustang LMGT3 mit der Startnummer 77 war am schnellsten in der LMGT3-Kategorie. Doch nicht nur Ford zeigte sich start in dieser Klasse, denn die Konkurrenz war in Schlagweite.

    Auch in der GT3-Kategorie zeige sich eine gemischte Gruppe von Autos, die den Einzug in die Hyperpole-Session schafften, darunter die Corvette #82 von TF Sport, der Lamborghini #60 von Iron Lynx, der Ferrari #66 von JMW Motorsport und die beiden WEC-Aston Martins (#27 von Heart of Racing und #777 von D’Station Racing). Die aktuellen Meisterschaftsführenden im Porsche #92 von Manthey Purerxcing schafften es ebenfalls sicher in die Hyperpole am Donnerstag.

    COOL Racing führt die LMP2- Liste an

    Der dänische Jungstar Malthe Jakobsen fuhr für das Team COOL Racing (#37) die schnellste Zeit in der LMP2-Klasse. Nur wenige Zehntel dahinter folgte Louis Delétraz im lilafarbenen Fahrzeug mit der Startnummer 14 von AO by TF.

    United Autosports USA, Panis Racing, IDEC Sport, Vector Sport, DKR Engineering und United Autosports werden sich ihnen in der Hyperpole anschließen. Eine vollständige Liste der Qualifikationszeiten ist hier verfügbar.

    Die Hyperpole-Session beginnt am Donnerstagabend um 20:00 Uhr MESZ. Eine vollständige Übersicht aller Session-Zeiten gibt hier. Die Hyperpole-Session gibt es kostenfrei zum mitverfolgen bei uns im Live-Ticker.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Rückblick auf den Testtag in Le Mans

    Rückblick auf den Testtag in Le Mans

    Bevor es in den nächsten Tagen auf der Strecke zur Sache geht, fand am Sonntag in Le Mans ein offizieller Testtag statt. Wir haben Bilder und Infos für Euch.

    Der Testtag dient traditionell zum kennenlernen der Strecke und zum Ausloten der Grenzen. Zwar spielen die Rundenzeiten auch hier eine wichtige Rolle, doch der Fokus liegt vor allem auf dem ersten Setup für die kommenden Trainingstage in Le Mans.

    Die bis dahin schnellste Rundenzeit in Le Mans 2024 lieferte Kevin Estre im Werksporsche #6 ab. Mit 0,235 Sekunden Differenz reihten sich die Fahrer im Schwesterfahrzeug #4 ein, gefolgt vom Toyota #8 mit der drittschnellsten Tagesbestzeit.

    Große Überraschungen und Zwischenfälle blieben bisher aus. Die komplette Übersicht aller Rundenzeiten gibt es hier. Wer die technische Abnahme im Stadtzentrum verpasst hat, findet hier unseren Rückblick.

    Die Bilder vom Testtag

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Impressionen: Der Auftakt im Herzen von Le Mans

    Impressionen: Der Auftakt im Herzen von Le Mans

    Traditionell beginnt die Le Mans Woche im Herzen der Stadt mit der technischen Abnahme. Wir haben erste Impressionen vom Auftakt im Zentrum für Euch.

    Weitere Informationen zum Rennen sowie den Zeitplan für die kommenden Tage findet Ihr hier. Die Vorbereitung auf Le Mans mit Blick auf Änderungen sowie Starterliste haben gibt es in der neusten Folge unseres Podcast zu hören.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Ein Blick in die WEC-Geschichte

    Ein Blick in die WEC-Geschichte

    Unser Fotograf Walter war bei den Spa Classic 2024 vor Ort und eindrücke aus der WEC-Geschichte mitgebracht.

    Normalerweise liegt der Fokus bei uns auf den Rennen der Gegenwart und den Rennwagen von heute. Doch manchmal braucht es einen Blick in den Rückspiegel, um die Vielfalt des Langstreckensports völlig zu begreifen. Getreu diesem Motto haben wir heute die schönsten Aufnahmen vom Spa Classic 2024 für Euch.

    Mehr Informationen zur Geschichte der FIA WEC haben wir im zugehörigen Beitrag für Euch aufbereitet.

    Ein Mercedes aus der langen WEC-Geschichte

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • JOTA triumphiert nach 6 turbulenten Stunden in Spa 2024

    JOTA triumphiert nach 6 turbulenten Stunden in Spa 2024

    Unerwartete Wendungen und bittere Rückschläge prägten die 6 Stunden von Spa 2024. Der Lauf erwies sich als wahrer Test für Fahrer und Teams, den am Ende der JOTA-Porsche #12 als Sieger bestehen konnte.

    Das Rennen begann mit einer überraschenden Strafe für den Ferrari #50, der in der Nacht vor dem Renntag disqualifiziert wurde und daher vom Ende des Feldes starten musste. Dies öffnete die Tür für den Porsche #5, der die Pole-Position erbte und sie erfolgreich gegen den Cadillac auf Platz zwei verteidigte. Der Start verlief überraschend ruhig, ohne Zwischenfälle in der ersten Kurve oder in Eau Rouge.

    Der Start in Spa

    Bereits zehn Minuten nach dem Start zeigte der Proton-Porsche #99 beeindruckende Leistungen und überholte den Cadillac #2, um sich auf den zweiten Platz vorzuarbeiten. Julien Andlauer am Steuer des Porsche zeigte herausragende Fahrkünste und brachte das Team in eine vielversprechende Position.

    Rückschläge, Dramatik und umstrittene Entscheidungen

    In der zweiten Rennstunde ereignete sich ein tragischer Vorfall, als der BMW #20 und der JOTA #38 in einer missglückten Aktion kollidierten. Beide Fahrzeuge lagen zu diesem Zeitpunkt aussichtsreich im Rennen und hatten realistische Chancen auf das Podium. Die Kollision führte jedoch zu schweren Schäden an beiden Fahrzeugen und zwang sie zum vorzeitigen Aus.

    Ein weiterer Höhepunkt des Rennens war der dramatische Neustart nach einer längeren Unterbrechung. Grund hierfür war ein Unfall zwischen dem Cadillac #2 und dem BMW #31. Die Reparaturarbeiten an der Streckenbegrenzung dauerten fast zwei Stunden an. Die Rennleitung entschied sich, die verlorene Zeit auf die verbleibende Renndauer aufzuschlagen. Dies führte zu einer kontroversen Restart-Phase, die von verschiedenen Tankfüllungen der Fahrzeuge beeinflusst wurde und zu einem ungleichen Wettbewerbsumfeld führte.

    Das Safety Car in Spa

    Erschöpfung und Enttäuschung in der Schlussphase

    Nach einer unerwarteten Fortsetzung des Rennens und einer weiteren Rennpause kehrte das Feld auf die Strecke zurück. Viele Fahrer und Teams waren erschöpft und enttäuscht über die ungewöhnliche Entwicklung des Rennens. Am Ende schafften es die beiden Ferrari und der Proton-Porsche zwar zurück in die Top 5, jedoch blieb die Spitze für sie außer Reichweite.

    Der Sieg im Rennen ging an den JOTA-Porsche #12, gefolgt vom Werksporsche #5 auf Platz zwei. Die Ränge drei und vier holten die Ferrari #50 und #51. Bei den LMGT3-Fahrzeugen triumphierten die beiden Manthey-Porsche #91 und #92 auf den ersten beiden Rängen. Position drei holte der Iron Lynx Lamborghini #60 vor dem McLaren #59 auf Platz vier.

    Die 6 Stunden von Spa 2024 hinterließen ein Gefühl der Dramatik und Enttäuschung. Viele Fahrer und Teams werden die unerwarteten Herausforderungen des Rennens noch einige Zeit verarbeiten müssen. Den detaillierten Rennverlauf gibt es zum nachlesen in unserem Live-Ticker. Die genauen Rundenzeiten und Endergebnisse aller Teilnehmer gibt es hier.

    Die Bilder vom Rennen

    Bilder © Walter Schruff, Ton Kerdijk & Maksym Lobachov

  • Ferrari dominiert das Qualifying für die 6 Stunden von Spa

    Ferrari dominiert das Qualifying für die 6 Stunden von Spa

    Beim Qualifying zu den 6 Stunden von Spa setzte Antonio Fuoco im Ferrari ein eindrucksvolles Statement. Mit einer blitzschnellen Rundenzeit von 2:02.600 ließ er die Konkurrenz hinter sich und holte die Pole für die Italiener.

    Das Porsche Penske Team mit Matt Campbell am Steuer landete auf dem zweiten Platz, knapp hinter dem Werksferrari. Der Abstand war mit 0,507 Sekunden kaum wahrnehmbar und entsprechend angespannt die Stimmung während des Qualifying. Auf dem dritten Platz folgte zur Überraschung vieler das Cadillac Racing Team mit Alex Lynn, der eine starke Rundenzeit von 2:03.107 einfuhr.

    Eine Überraschung gab es, als ein Ferrari und ein Toyota es nicht in die Hyperpole-Session schafften und bereits im ersten Teil des Qualifyings ausschieden. Der beste Toyota sicherte sich immerhin den siebten Platz. Ein ungewohntes Bild für bisherigen WEC-Champions.

    Die Rivalität zwischen Porsche und Ferrari verspricht ein spannendes Rennen, da beide Marken gleichermaßen stark unterwegs sind, sowohl bei den Kundenteams als auch bei den Privatfahrzeugen.

    Iron Dames Lamborghini auf Pole

    Der Iron Dames Lamborghini

    In der LMGT3-Klasse sicherte sich das Iron Dames Team mit dem Lamborghini #85 die Pole-Position. Sara Bovy zeigte eine beeindruckende Leistung und fuhr eine Rundenzeit von 2:20.755.

    Knapp dahinter auf dem zweiten Platz lag der McLaren #95 von United Autosports, gesteuert von Joshua Caygill, mit einem Abstand von nur 0,337 Sekunden. Auf dem dritten Platz folgte der BMW #46 vom Team WRT. Der Bolide, gefahren von Ahmad Al Harty, verbuchte ebenfalls einem geringeren Abstand von nur 0,383 Sekunden.

    Auch das GT3-Feld verspricht ein enges Rennen, da die Top-7 Fahrzeuge alle innerhalb einer Zeit von nur 2 Minuten und 21 Sekunden liegen. Die Abstände sind nur minimalen und entsprechend hoch sind auch die Erwartungen in dieser Klasse.

    Das sonnige Wetter verspricht auch beste auf der Strecke am Sonntag. Los geht es um 13 Uhr. Alle Infos zur TV-Übertragung des Rennens gibt es hier. Die Zeiten vom Qualifying im Detail gibt es auf der Seite des Zeitnehmers Alkamel Systems.

    Die Bilder vom zweiten Tag

    Bilder © Walter Schruff, Ton Kerdijk & Maksym Lobachov

  • Vorhang auf in Spa: Die ersten Eindrücke vom Freien Training

    Vorhang auf in Spa: Die ersten Eindrücke vom Freien Training

    Die Ardennen begrüßten die Langstrecken-Elite im malerischen Spa zu einem spannungsgeladenen Freien Training. Die erste Bestzeit des Tages konnte Ferrari setzen.

    Das Freie Training zum dritten WEC-Lauf begann unter perfekten trockenen und sonnigen Bedingungen, wobei die Fahrer in der 90-minütigen Session ihre anfängliche Leistungsbreite ausloteten.

    Im Hypercar-Klassement zeigte sich Antonio Fuoco im Werksferrari #50 in Bestform und sicherte sich mit einer schnellsten Runde von 2:05.690 Minuten die Spitzenposition. Dicht dahinter folgte das Schwesterfahrzeug #51, gesteuert von Antonio Giovinazzi, mit einer Zeit von 2:06.831 Minuten. Eine ermutigende Leistung zeigte auch der Lamborghini SC63, welcher mit Daniil Kvyat am Steuer auf den dritten Platz fuhr, gefolgt vom Hypercar-Rückkehrer Alpine Rang vier.

    Die LMGT3-Kategorie am Circuit de Spa-Francorchamps wurde von TF Sport angeführt, wobei Daniel Juncadella in der gelb-schwarzen Corvette den Ton angab. Davide Rigon im Vista AF Corse Ferrari und Daniel Mancinelli im Heart of Racing Aston Martin vervollständigten die Top Drei.

    Die Session verlief größtenteils reibungslos ab. Lediglich eine kurze Full-Course-Yellow-Phase aufgrund von Streckenverschmutzung unterbrach das Geschehen. Alle Zeiten vom ersten Freien Training Spa gibt es hier zum nachlesen.

    Die Session in Bildern

    Fahrzeuge in Spa
    Ein Aston Martin in Spa
    Der LMGT3-Ferrari in Spa
    Ein GT3 und ein Hypercar im Duell
    Ein Fahrzeug in Eau-Rouge
    Mehrere Fahrzeuge in Spa auf einer schnellen Runde
    Das GT3-Fahrzeug von BMW
    Die Corvette auf einer schnellen Runde
    Ferrari, das schnellste Hypercar im FP1

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • ELMS: Die unerwarteten Sieger von Le Castellet

    ELMS: Die unerwarteten Sieger von Le Castellet

    Nach dem Start von Platz 12 feiert Inter Europol Competition einen historischen LMP2-Sieg beim zweiten Saisonlauf der ELMS in Le Castellet.

    Bereits bei den 24 Stunden von Le Mans 2023 zeigte Inter Europol Competiton sein ganzes können und holte den ersten Platz. Beim zweiten Lauf der ELMS kämpfte sich das Team unter der Führung von Sebastián Álvarez erneut eindrucksvoll durch das Feld. Von Rang zwölf gestartet schafften es die polnische Mannschaft zum Sieg. COOL Racing (#47) und AO by TF Sport (#14) sicherten sich die Plätze zwei und drei.

    In der LMP2 Pro/Am-Wertung kämpfte sich der Richard Mille by TDS Racing-Oreca (#29) nach einer anfänglichen Kollision mutig zurück und holte den Sieg. Dank einer eindrucksvollen Leistungen auf der Strecke und einer klugen Boxentaktik entschied das Trio den Lauf für sich. Proton Competition (#77) und United Autosports (#21) belegen den zweiten bzw. dritten Rang.

    Den Sieg in der kleinsten Klasse, der LMP3, ging an das Trio der Nummer 15 von RLR M Sport. Das Podium komplettieren DKR Engineering (#4) und Ultimate (#35).

    Ferrari-Sieg in der LMGT3-Klasse

    Besonders viel Bildschirmzeit nahmen im zweiten Saisonrennen die LMGT3-Fahrzeuge ein. Die Teilnehmer bewegten sich mit Ihren Boliden teils hart am Limit und zeigten einige spannende Szenen.

    Der Spirit of Race Ferrari (#55) behauptete die Führung, während der Iron Lynx Lamborghini (#63) und der Racing Spirit of Léman Aston Martin (#59) nach harten Zweikämpfen die anderen beiden Podiumsplätze beanspruchten. Eine vollständige Auflistung aller Rennergebnisse, Rundenzeiten und Platzierungen gibt es hier zum nachlesen.

    Die nächste Ausgabe der European Le Mans Series findet am 7. Juli in Imola statt. Zuvor stehen für einige Teams und Fahrer jedoch die legendären 24 Stunden von Le Mans am 15./16. Juni auf dem Programm.

    Das Rennen in Bildern

    Images © Maksym Lobachov

  • Technik und Präzision: Die Kunst der Zeitmessung

    Technik und Präzision: Die Kunst der Zeitmessung

    Heute tauchen wir ein in die Zeitmessung im Motorsport, wo Präzision und Technik auf atemberaubende Geschwindigkeiten treffen. Cristóbal Lopera, der Chief-Timekeeper der FIA WEC für Alkamel Systems, gewährt uns einen exklusiven Einblick in diese faszinierende Welt.

    Cristóbal Lopera
    Cristóbal Lopera

    „Zeitmessung ist ein interessantes Thema,“ erklärt Lopera, während er die Komplexität seiner Arbeit beschreibt. „Wir erfassen ständig alle Zeiten auf der Strecke und an den Autos mit verschiedenen Geräten. Diese Geräte werden Transponder genannt.“

    Doch was genau sind Transponder? Lopera erklärt: „Jedes Auto hat ein paar Transponder am Chassis installiert, die die Zeiten für jede Runde auf der Strecke senden. Diese senden die Zeiten in einer Schleife mit anderen Transpondern und sammeln sie in den Alkamel-Systemen für eine detaillierte Analyse und Veröffentlichung.“

    Die Technologie hinter der Zeitmessung ist ebenso beeindruckend wie komplex. „Alle Transponder am Auto und auf der Strecke sind verkabelt, und nur der Teil zwischen Auto und Strecke ist drahtlos. Dies ist eine komplexe Netzwerklösung aus Glasfaserkabeln,“ erläutert Lopera.

    Ein im Fahrzeug verbauter Transponder

    Ein wichtiger Akteur in diesem Bereich ist das Unternehmen „Mylaps“, das die leistungsstärksten Transponder auf dem Markt produziert, die sowohl in der FIA WEC als auch in der Formel 1 verwendet werden. „Ein Transponder ist im Kern eine kleine eingebettete Steuereinheit, die Informationen etwa vom Druck des Turbomotors bis hin zur Temperatur im Cockpit produziert.

    Es handelt sich um einen kleinen Computer zur Erfassung und Erzeugung von Daten, die wir mit verschiedenen Anbietern im Rahmen des Rennwochenendes teilen,“ sagt Lopera.

    Mehr als nur Zeitmessung

    Ein Blick ins Timekeeping Office
    Ein Blick ins Timekeeping-Office

    Für Neulinge mag die Zeitmessung im Motorsport zunächst sehr komplex erscheinen, aber Lopera betont die Bedeutung ihrer Arbeit für das Renngeschehen: „Das Timekeeping ist nicht nur für die Rundenzeiten verantwortlich, vielmehr ist es auch jene Abteilung, die beispielsweise eine Zeitstrafe ausführt. Wir sorgen dafür, das die Strafe auf den Zeiten des Autos so erscheint, wie diese vom Rennleiter angeordnet wird.“

    Abschließend gibt Lopera einen Tipp an alle Fans: „Alle gesammelten Zeiten sind nach den Sessions auf der Alkamel-Website frei zugänglich.“ 

    Dieser Blick in Zeitmessung gibt einen schönes Gefühl für die Technik und Präzision, die für das Renngeschehen nötig ist. Ohne dieses unscheinbare Element wäre ein Rennen nicht möglich.

    Bilder © Endurance Archive

  • Toyota siegt beim packenden Regenrennen in Imola

    Toyota siegt beim packenden Regenrennen in Imola

    Toyota triumphiert in regnerischem Thriller bei den 6 Stunden von Imola, während Ferrari enttäuscht. BMW dominiert die LMGT3-Klasse.

    Die Premiere der 6 Stunden von Imola versprach ein aufregender Kampf vor der malerischen Kulisse Italiens zu werden. Mit Ferrari, Lamborghini und dem Newcomer Isotta Frascini im Rampenlicht startete das Rennen mit geballter Spannung.

    Ferrari ließ seine Dominanz bereits in der Qualifikation erkennen, sicherte sich die Pole-Position sowie die Plätze zwei und drei in der Hypercar-Klasse. Doch das Rennen begann mit einem spektakulären Unfall zwischen Alpine, BMW und einem Lamborghini, der das Feld durcheinanderwirbelte und das erste Safety Car auf die Strecke brachte.

    Bis zur Rennhälfte zeigte Ferrari eine beeindruckend starke Performance, während die ersten Stunden von konstanten Leistungen und zahlreichen Überrundungen geprägt waren. Doch dann kam der Wendepunkt: Mit zunehmendem Regen verpokerte sich Ferrari beim Reifenwechsel, während Toyota, Porsche und BMW klug agierten und profitierten.

    Der Regen bringt die Spannung ins Rennen

    Regenschauer und taktische Manöver führten zu zahlreichen Zwischenfällen, darunter Full Course Yellow- und Virtual Safety Car-Phasen. In der letzten Stunde entbrannte ein strategisches Duell zwischen Toyota und Porsche um das Podium.

    Der Toyota #7 musste aufgrund von Energiesparmaßnahmen seinen bis dahin wahrnehmbaren Vorsprung aufgeben, was dem Porsche #6 die Tür zum Sieg öffnete. Trotz des Zusatzgewicht durch den Sieg in Katar lieferte Porsche eine perfekte Leistung und verpasste den ersten Platz nur mit knapp zwei Sekunden Abstand.

    Der Premieren-Sieg in Imola ging an den Toyota Nummer 7. Der dritte Podestplatz ging an den zweiten Werkporsche vom Porsche Team Penske (#5). Für Ferrari verlief das Heimrennen enttäuschend, mit einsetzendem Regen problematisch. Das Team verbaute durch eine falsche Strategie die Chancen auf jeglichen Podestplatz. Sie landeten auf den Plätzen vier, sieben und acht.

    Emotionaler Sieg für BMW in der LMGT3

    In der LMGT3-Klasse sahen wir ein ähnliches Bild wie bei den Hypercars. Hier waren es die Porsche, welche zunächst dominant waren. Später im Rennen wurde diese jedoch von Ferrari und BMW herausgefordert und sorgten für hitzige Duelle. Am Ende triumphierte der BMW #31, gefolgt vom Schwesterfahrzeug #46 und dem Porsche #92.

    Emotional war der Podestplatz nicht nur für die Sieger, die in Imola erstmals mit dem neuen GT3-BMW triumphierten, sondern auch für den ehemaligen Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi. Der Italiener stand unter besonders großem Druck und konnte vor heimischer Kulisse mit Bravur das Podium erreichen.

    Obwohl Alpine, Lamborghini und Peugeot starke Momente hatten, waren sie insgesamt nicht in der Lage, mit den Top-Teams mitzuhalten. Die drei Mannschaften waren von verschiedenen Problemen geplagt und wurden durch mehrere Rückschläge im Rennen zurückgeworfen.

    Ein Gastspiel in Imola ohne Fortsetzung

    Die Premiere in Imola wird sicherlich als ein spektakuläres Kapitel in der Geschichte der FIA WEC in Erinnerung bleiben. Nicht nur durch den packenden Rennverlauf, sondern auch durch die Einmaligkeit dieses Laufs. Das Rennen in Imola diente in diesem Jahr als einjähriger Ersatzort für die 6 Stunden von Monza und wird mit der Saison 2025 wieder auf unbestimmte Zeit verschwinden.

    Die vollständigen Ergebnisse der 6 Stunden von Imola gibt es hier zum nachlesen. Alle Details vom Rennverlauf gibt es in unserem Live-Ticker zum nachlesen. Die schönsten Momente vom Rennen haben wir in der nachfolgenden Galerie zusammengestellt:

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Qualifying in Imola: Ferrari dominiert die Hyperpole

    Qualifying in Imola: Ferrari dominiert die Hyperpole

    Ferrari sorgte für Furore beim Heimrennen in Imola. In der Hyperpole-Session konnte sich die Marke die ersten drei Startplätze sichern.

    Im Hypercar-Qualifying in Imola sichert sich Ferrari eine beeindruckende Pole Position. Die Startnummer 50, pilotiert von Antonio Fuoco, lieferte eine epische Runde von 1:29.466 ab und ließ die Konkurrenz aus dem eigenen Hause hinter sich. Fuoco setzte seine Bestzeit in den letzten Minuten und übertrumpfte Robert Shwartzman im Ferrari #83 um lediglich 0,419 Sekunden.

    Alessandro Pier Guidi im Schwesterauto #51 komplettierte die Startaufstellung für das italienische Team mit einer Zeit von 1:29.953. Trotz drohender Regenfälle blieben die Qualifying-Sessions auf dem Imola Circuit trocken. Insgesamt verlief alles nahezu reibungslos. Lediglich ein Dreher von Dries Vanthoor im BMW Nummer 15 auf Höhe der Piratella-Kurve sorgte kurz für eine gelbe Flagge.

    Der Porsche aus der LMGT3-Klasse auf Pole

    Malykhin holt die Pole für Manthey PureRxcing

    In der LMGT3-Klasse setzte sich der Manthey PureRxcing Porsche 911 RSR durch. Fahrer Aliaksandr Malykhin sicherte sich die Pole-Position auf dem Imola Circuit. Mit einer beeindruckenden Runde von 1:42.365 sicherte er sich einen klaren Vorsprung von 0,692 Sekunden in der Hyperpole-Session.

    Mit Ferrari als dominierender Kraft in der Hypercar-Klasse und der herausragenden Leistung des Manthey PureRxcing Porsche in der LMGT3-Klasse verspricht das zweite Saisonrennen ein echtes Spektakel zu werden. Start ist um 13 Uhr Ortszeit. Alle Infos zum Empfang haben wir hier zusammengefasst. Die Startaufstellung gibt es hier.

  • Bestzeit für Ferrari beim Training von Imola

    Bestzeit für Ferrari beim Training von Imola

    Der Ferrari mit der Startnummer 50 führte am Freitag das Freie Training in Imola an. Antonio Fuoco war der einzige Fahrer, der im FP2 mit einer Bestzeit von 1:30,957 Minuten unter die 1:31er-Marke kam.

    Zweitschnellster in Imola war der Porsche 963 mit der Nummer 6 von Kévin Estre. Mit rund drei Zehnteln Rückstand lag der Ferrari mit der Nummer 83 nach den ersten beiden freien Trainings auf Platz drei.

    Auch Toyota zeigte sich am ersten Renntag in der Emilia Romagna in guter Form, wobei Brendon Hartleys 1:31,729 rund sieben Zehntel hinter Fuocos Bestzeit lag.
    Der deutlich überarbeitete 9X8 von Peugeot debütiert an diesem Wochenende bei den 6 Stunden von lmola und die französische Mannschaft schien mit ihrem neuen Hypercar auf Anhieb konkurrenzfähig zu sein. Mikkel Jensen war mit einer 1:31,964 der schnellste der sechs Fahrer.

    Lamborghini, der Lokalfavorit, sorgte mit einer 1:32,015 von Mirko Bortolotti im FP1 (der viertschnellsten Zeit des Trainings) für einige Aufregung. Der Hauptsitz des Teams liegt nur einen Steinwurf von Imola entfernt in Sant’Agata Bolognese, nördlich von Bologna.

    Corvette und Lexus im Training in Imola

    Corvette als Maß aller Dinge in der LMGT3

    Sowohl die #81 als auch die #82 Corvette von TF Sport waren vom Start des Trainings gut eingestellt. Beide fuhren in den Training die schnellsten Zeiten der LMGT3-Klasse. Charlie Eastwood war hier der einzige Fahrer, der in beiden Sessions unter 1:42 Minuten bleiben konnte.

    Der nächste Verfolger war Alessio Rovera im AF Corse Ferrari #55 mit zwei Zehnteln Rückstand. Der Aston Martin mit der Startnummer 27 von Heart of Racing fuhr die viertschnellste Zeit in beiden Sessions.

    Eine vollständige Liste aller Zeiten gibt es hier.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • ELMS-Auftakt: COOL Racing holt Sieg in Barcelona

    ELMS-Auftakt: COOL Racing holt Sieg in Barcelona

    COOL Racing siegt bei strahlendem Wetter in Barcelona und eröffnet die ELMS-Saison mit einem beeindruckenden Gesamtsieg in der LMP2-Klasse.

    Malthe Jakobsen brachte sein LMP2-Fahrzeug (#37) ganze 16 Sekunden vor der Nummer 25 (Algarve Pro Racing) des amtierenden Champions Alex Lynn ins Ziel, während Ben Hanley im Wagen Nummer 22 (United Autosports) hart kämpfte, um die letzte Podiumsposition zu sichern.

    Die #83 von AF Corse
    Die #83 von AF Corse gewann in der LMP2 Pro/Am

    Die amtierenden LMP2 Pro/Am-Champions AF Corse legten einen großartigen Start in der Sub-Klasse hin. Matthieu Vaxiviere kam mit der Nummer 83 als Sechster ins Ziel und landete 18 Sekunden vor dem Richard Mille by TDS-Team, pilotieret von Mathias Beche.

    Der Sieg in der LMP3-Klasse ging an das Team Virage (#8), welche mit Julien Gerbi, Gillian Henrion und ihrem portugiesischen Teamkollegen Bernado Pinheiro ein perfektes ELMS-Debüt ablieferten.

    Rückschlag für Iron Dames in der LMGT3

    Der Sieg der LMGT3-Klasse ging an die Formula Racing-Mannschaft von Johnny Laursen, Conrad Laursen und Nicklas Nielsen. Lange Zeit hatte das Trio versucht am Iron Dames-Porsche vorbeizukommen, schaffte es aber nicht über Rang zwei hinaus. Erst in der Schlussphase änderte sich das.

    Der Iron Dames-Porsche war zunächst von der Pole-Position aus gestartet und führte die ersten drei Stunden des Rennens. Kurz vor Rennende kam es jedoch am Boxenausgang zu einem überraschenden Stillstand. Das Team konnte nicht mehr weiterfahren und der Sieg ging an Formula Racing.

    Wer gefallen an der Juniorserie der WEC gefunden hat, muss sich nicht lange gedulden. Das zweite Rennen der ELMS, die 4 Stunden von Le Castellet, starten bereits am 5. Mai. Diesmal kommt das Starterfeld auf dem Circuit Paul Ricard im malerischen Süden Frankreichs zusammen.

    Wer das Rennen verpasst hat, kann die vier Stunden hier in voller Länge nachschauen. Das vollständige Rennergebnis mit Rundenzeiten haben wir hier verlinkt.

    Bilder © Maksym Lobachov

  • Technische Einblicke: Der Ford Mustang GT3

    Technische Einblicke: Der Ford Mustang GT3

    Der Ford Mustang GT3 hat sich als leistungsstarkes Fahrzeug auf der Rennstrecke einen Namen gemacht. Kevin Groot, der Sportwagenprogramm-Manager für GT3 bei Ford Performance Motorsport gab uns spannende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung dieses neuen Rennwagens.

    Für viele war die Wahl der Proton-Mannschaft eine große Überraschung. Während das Team aus Deutschland viele Jahrzehnte nur mit Porsche-Fabrikaten an den Start ging, folgte 2024 der große Wechsel zu Ford. Wie Kevin Groot verrät, wählte jedoch Proton den amerikanischen Hersteller aktiv aus, was eine besondere Ehre für Ford war. Doch nicht nur die Entstehung der Partnerschaft in der WEC ist besonders, auch das Fahrzeug als solchen lässt sich kaum mit anderen GT3-Boliden vergleichen.

    Fotograf Ton Kerdijk im Gespräch mit Kevin Groot
    Unser Fotograf Ton (links) im Gespräch mit Kevin Groot

    Ein Schlüsselaspekt des Designs des Mustang GT3 ist die Platzierung des Motors hinter der Vorderachse, tief unten und nach hinten versetzt. Dieses Layout ermöglicht eine optimale Gewichtsverteilung, wobei die Radstände gestreckt werden, um ein möglichst ausgewogenes Verhältnis von 50/50 zu erreichen. Diese Feinabstimmung ist entscheidend für die Fahrleistung und Handhabung auf der Rennstrecke.

    Ein US-Fabrikat mit britischem Herz

    Groot erläuterte weiter, dass alles mit dem Bau der Rohkarosserie in Flat Rock beginnt. Dort werden die Baugruppen (wie bei jedem anderen Mustang auch) vormontiert. Anschließend geht das Fahrzeug dann zu Multimatic in North Carolina. Dieser Partner stellt den Mustang fertig, indem er den nötigen Käfig und mit weitere spezifische Teile anbringt. M-Sport in Großbritannien liefert das 5,4 Liter große V8-Triebwerk, welches von Ford Performance entwickelt wurde.

    Ein weiteres besonderes Merkmal des Ford Mustang GT3 ist seine Vielseitigkeit. Groot betonte, dass es keinen Unterschied zwischen verschiedenen Rennformaten gibt – sei es Sprint- oder Langstreckenrennen. Der Mustang ist gleichermaßen für beide Einsatzbereiche geeignet und stellt seine Leistungsfähigkeit auf jedem Terrain unter Beweis. Einzig durch die BoP (Balance of Performance) ist der Wagen bei der Höchstgeschwindigkeit begrenzt. Das Leergewicht ist bei 1289kg homologiert, variiert aber je nach BoP von Rennen zu Rennen. 

    Der Ford Mustang GT3 ist definitiv eines der ungewöhnlichsten und zugleich interessantesten Fahrzeuge im WEC-Feld 2024. Wir dürfen gespannt sein, wie sich der US-Bolide mit seinem deutschen Einsatz-Team im ersten Jahr der LMGT3-Klasse schlagen wird. Einen Rückblick auf das Premierenrennen der neuen GT3-Kategorie gibt es hier.

    Unsere Bildergalerie zum neuen Ford Mustang GT3

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Die Zukunft des Motorsport in Katar

    Die Zukunft des Motorsport in Katar

    Die Meldung, dass die WEC in Katar gastiert, brachte viele Fragen zur Zukunft der WEC und zum Motorsport in der Region mit sich. Wir haben das erste Rennen am Losail International Circuit verfolgt und mit dem Strecken-Chef gesprochen.

    Vielen Motorsport-Fans ist der Kurs in der Wüste insbesondere durch die MotoGP bekannt und weniger für die Austragung eines Langstrecken-Rennens. Dass die Strecke durchaus auch für Disziplinen außerhalb des Motorradsports geeignet ist, stellte die Formel 1 erstmalig im Jahr 2021 unter Beweis.

    Die Regierung Katars erkannte frühzeitig das Potenzial der Strecke und investierte in die Zukunft, um Einwohnern und Fans spannenden Motorsport zu bieten. „In den letzten 20 Jahren hat sich einiges am Losail International Circuit getan“, so der CEO der Strecke Abdulrahman bin Abdullatif al-Mannai. „Durch die Regierung wurden uns Mittel zur Verfügung gestellt, die wir für den nachhaltigen Aus- und Umbau rund um die Strecke eingesetzt haben. Beispielsweise wurde die Energieversorgung aller Gebäude auf grünen Strom umgerüstet und die Flutlichtanlage rund um den Kurs durch effizientere LED-Lampen ersetzt.“

    Um auch in Zukunft große Rennserien wie die Langstrecken-Weltmeisterschaft anzuziehen, legten die Betreiber ein besonderes Augenmerk auf das Erlebnis an der Strecke. „Unser Ziel ist es allen Verantwortlichen, Teams und Fans einen angenehmen Aufenthalt zu bieten, damit sich jeder Wohlfühlen kann und eine tolle Zeit in Doha hat. Im Fokus stehen dabei vor allem die Zuschauer, die eine tolle Zeit an der Strecke erleben und puren Motorsport genießen sollen“, so Abdullatif al-Mannai.

    Die Fahrer nehmen Einfluss auf das Strecken-Layout

    Abdulrahman bin Abdullatif al-Mannai im Interview mit unserem Fotografen Ton
    Abdulrahman bin Abdullatif al-Mannai im Interview mit unserem Fotografen Ton

    Trotz aller baulichen Veränderungen war es den Strecken-Betreibern wichtig, dass das Layout des einstigen Motorrad-Kurses unverändert bleibt. Gegenüber Endurance Archive sagte der CEO des Losail International Circuit: „Als die Formel 1 das erste Mal während der Pandemie ein Rennen in Katar austrug, haben wir uns reichlich Feedback der Fahrer eingeholt. Ähnlich wie die MotoGP-Piloten, teilten sie uns mit, dass ihnen die Streckenführung in Katar sehr gefällt und sich gut für den Sport eignet.

    Dies freut uns natürlich sehr, da das Layout unser Markenzeichen und die Streckenführung bei Motorsport-Fans in der ganzen Welt bekannt ist. Wir haben den Kurs lediglich um ein paar Kurven erweitert, die ausschließlich für Trainings- und Testfahrten gedacht sind.“

    Das Gastspiel der WEC sowie der Ausbau und die stetige Weiterentwicklung der Strecke sind Teil eines umfangreicheren Motorsport-Programms des CEO. Denn neben seiner Rolle als Strecken-Betreiber ist Abdulrahman bin Abdullatif al-Mannai auch Vorsitzender der „Qatar Motor and Motorcycle Federation“ und verantwortlich für die Zukunft des Motorsports in Katar.

    „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, dank der WEC einen weiteren Weltmeisterschaftslauf auszutragen und all die großen Automobilhersteller in Katar begrüßen zu dürfen. Egal ob Porsche, Ford oder Ferrari – diese Rennserie zeigt vor allem unseren Nachwuchs-Rennfahrern, wohin ihre Motorsport-Zukunft führen kann.“ 

    Der Plan für die Zukunft: Teams und Fahrer aus Katar

    Für den Motorsport-Nachwuchs betreibt der Wüstenstaat die „Qatar Academy“, in welcher junge Fahrer und Fahrerinnen zwischen 7 und 17 Jahren auf ihrem Weg in den Motorsport unterstützt werden. „Wenn wir ein Talent erkennen, stecken wir unsere Nachwuchspiloten zunächst in den Kartsport und schauen anschließend, wohin die Reise gehen kann.

    Dabei ist von Motorradrennen über Langstreckensport bis Rallye alles möglich“, sagt Abdullatif al-Mannai stolz. „Ein großer Bestandteil des Programms ist es, dass wir unsere Talente im Sommer nach Europa schicken, wo sie sich mit den Besten messen und sich weiterentwickeln können. Wir hoffen in Zukunft mit einem eigenen Team in der WEC an den Start gehen zu können. Außerdem wünschen wir uns natürlich, irgendwann Fahrer aus unseren Reihen in der Formel 3, Formel 2 oder sogar Formel 1 zu sehen.“

    Zum Auftakt der WEC-Saison 2024 haben die Verantwortlichen des Losail International Circuit ein Ausrufezeichen gesetzt und dafür gesorgt, dass ein aufregendes und reibungsloses Rennen stattfinden konnte. Es bleibt spannend zu sehen, ob die WEC auch Lokalmatadoren aus Katar in den nächsten Jahren begrüßen kann. Die Grundlagen sind geschaffen und auch in den kommenden Jahren bleibt der Kurs fester Bestandteil des Rennkalenders.

    Interview & Bilder © Endurance Archive

  • Ein Blick auf den McLaren 720 EVO GT3

    Ein Blick auf den McLaren 720 EVO GT3

    Als technischer Direktor bei United Autosports ist Jakob Andreasen maßgeblich für den Einsatz des McLaren 720 EVO GT3 verantwortlich. Seine Erfahrung reicht bis ins Jahr 1995 zurück, als er Teil des renommierten McLaren Le Mans Programms war. In diesem kurzen Einblick verrät er uns interessante Details zum Fahrzeug und dem Einsatz in der WEC.

    Für Andreasen steht außer Frage, dass Le Mans das herausragendste Rennen aus sportlicher Sicht ist. Es vereint Ausdauer, historische Bedeutung und sportlichen Anspruch auf einzigartige Weise und ist das Ziel, an dem jeder teilnehmen und siegreich sein möchte. Dies gilt auch für United Autosports, die mit einem ganz besonderen Fahrzeug an den Erfolg von 1995 anknüpfen wollen.

    Jakob Andreasen
    Jakob Andreasen (links) im Interview mit unserem Fotografen Ton

    Der McLaren 720 EVO GT3 wurde speziell für die Anforderungen der WEC optimiert. So wurden vor Saisonbeginn etwa die Aerodynamik, die Fahrbarkeit und die Handhabung des Wagens im Verkehrs auf der Strecke verändert. Hinzu kommen komplexe Elektronikkomponenten, die eine Reaktion auf die neuen WEC-Vorschriften sind. Anders als bisher erfordert diese umfangreiche Softwareentwicklung, um Aspekte wie die Steuerung von Leistung und Energiemenge zu gewährleisten.

    Die Produktion des Fahrzeugs erfolgt in Woking (Großbritannien) durch McLaren, während das Team seinen Sitz in Leeds (Großbritannien) hat. Der McLaren 720 EVO GT3 wurde leicht modifiziert, um den WEC-Vorschriften zu entsprechen. Im Gesamten bleibt er jedoch ein charakterstarkes und leistungsfähiges Fahrzeug mit Eigenschaften, welches von den Fahrern sehr geschätzt wird.

    Obwohl das Team von United Autosports den Einsatz komplett eigenverantwortlich betreut, stehen ihnen Mitarbeiter aus dem McLaren-Werk unterstützend zur Seite. Alle Entscheidungen innerhalb des WEC werden jedoch allein von United Autosports getroffen. Das Team konzentriert sich stark darauf, das Auto für Le Mans optimal vorzubereiten, wobei der Fokus auf dem kontinuierlichen Lernprozess liegt, um das Fahrzeug mit jedem Rennwochenende zu verbessern.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Galerie: Prolog 2024

    Galerie: Prolog 2024

    Die FIA WEC beginnt an diesem Wochenende in Katar mit den 1812km of Qatar. Eine Woche vor dem Saisonanfang hatten die Teams im Prolog die Gelegenheit, ihre 2024er Boliden auf der Rennstrecke zu testen.

    Hier sind unsere Impressionen von den Testtagen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Frauenpower im Motorsport: Elise Bauquel

    Frauenpower im Motorsport: Elise Bauquel

    In diesem Beitrag blicken wir auf Elise Bauquel, die sich in einer männerdominierten Branche einen festen Platz als Chefmechanikerin erkämpft hat.

    Der Motorsport galt lange Zeit als Männerdomäne. Doch die vergangenen Jahre in der WEC beweisen eindrucksvoll, dass Leidenschaft und Talent keine Geschlechtergrenzen kennen. Eine Person, die hier besonders hervorsticht ist Elise Bauquel.

    Ursprünglich hatte sie nicht geplant, Rennmechanikerin zu werden. Ihr eigentlicher Studienschwerpunkt lag im Bereich des Maschinenbaus. Der Wendepunkt kam, als sie im Rahmen von Rallye-Veranstaltungen einem Freund bei der technischen Betreuung half. Diese Erfahrung weckte ihre Begeisterung für den Rennsport. Sie entschied sich dazu, an der Ecole de la Performance in Nogaro zu studieren, einer renommierten Einrichtung, die sich ausschließlich Rennmechanikern und Ingenieuren widmet.

    Ihre erste Anstellung als Chefmechanikerin fand sie bei Hexis Racing. In den Jahren 2008 und 2009 führte sie das Team auf dem Aston Martin DBRS9 GT3 an und wurde schließlich 2010 und 2011 mit dem Aston Martin DBR9 GT1 Team-Weltmeister.

    Die folgenden Jahre brachten neue Herausforderungen mit sich, darunter die Arbeit am McLaren MP4 12C, bevor sie schließlich in die LMP2 gelangte. Als Chefmechanikerin war Sie für den Ligier JSP217 von IDEC in der ELMS und jenes von JOTA in der WEC tätig. Diese Zusammenarbeit begann im August in Silverstone und dauert bis heute an.

    Elise Bauquel als Einzelkämpferin in ihrem Handwerk

    Elise betonte stets, dass sie sich von Männern respektiert gefühlt hat. Seit Kindertagen war sie es gewohnt, mit Jungen zu arbeiten, wodurch Geschlechterunterschiede für sie nie ein Problem waren. Trotzdem wurde ihr während der Ausbildung klar, dass sie mehr leisten und mehr beweisen musste als ihre männlichen Kollegen. Zwar gibt es vereinzelt mehr Frauen in der Szene, doch die überwiegende Mehrheit sind nach wie vor Männer.

    Ihr Ziel ist es bis heute unverändert geblieben: Sie möchte ihre Arbeit so gut wie möglich machen und sich ständig neuen Herausforderungen stellen. Als aktuelle Verantwortliche für den Fahrerwechsel am Porsche 963 vom Hertz Team JOTA ist sie außerdem für die Karosserie zuständig. Dies umfasst den Bau neuer Karosserieteile und die Anpassung an das Fahrzeug in Zusammenarbeit mit Fachleuten für Verbundwerkstoffe. Zusätzlich gehört das Verkleiden des Fahrzeugs zu ihren Aufgaben.

    Elise hat nicht nur bewiesen, dass Frauen im Motorsport erfolgreich sein können. Sie hat auch Pionierarbeit geleistet und den Weg für zukünftige Generationen geebnet. Ihre Leidenschaft, Entschlossenheit und ihre kontinuierliche Suche nach neuen Herausforderungen machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit in der Welt der FIA WEC. Wir sind gespannt darauf, welche weiteren Meilensteine sie auf ihrem Weg noch erreichen wird.

    Bilder © Endurance Archive

  • Perfekter Saisonabschluss für Toyota in Bahrain

    Perfekter Saisonabschluss für Toyota in Bahrain

    Mit einem starken Doppelsieg in Bahrain machte Toyota den Saisonabschluss perfekt und holte sich beide WM-Titel in der Hypercar-Klasse.

    Der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer acht (Brendon Hartley, Sébastien Buemi und Ryo Hirakawa) holte sich den Gesamtsieg und damit auch den Fahrertitel in der LMH-Klasse 2023. Zweiter wurde das Schwesterauto (#7) von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, die sich nach einem Zwischenfall in Kurve eins Zurückkämpfen mussten.

    Der dritte Platz ging an den Ferrari 499P von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Niklas Nielsen (#50). Trotz der starken Bemühungen vom Hertz Team JOTA(#38), reichte es am Ende nicht für einen Podestplatz. Das Porsche Trio musste sich mit Rang vier begnügen.

    Chaos in Kurve eins

    Start in bahrain

    Earl Bamber im Cadillac mit der Startnummer 2 hatte ein blockierendes Vorderrad gleich zu Rennbeginn und konnte nicht verhindern, dass er in das Heck von Mike Conway im Toyota #7 fuhr. Der Schwesterwagen mit der Startnummer 8, welcher von Pole-Position ins Rennen ging, überstand den Zwischenfall hingegen unbeschadet.

    Conway wurde gedreht und musste sich vom Ende des Feldes wieder Zurückkämpfen. Der Cadillac erhielt für den Kontakt eine einminütige Stop-and-Go-Strafe. Die beiden Ferraris profitierten am meisten von der Berührung und rückten vom fünften und sechsten Startplatz auf die Positionen zwei und drei vor. Als sich Conway jedoch einen Weg durch das Feld bahnte, war klar, dass Toyota die nötige Pace haben würde, um den Sieg zu holen.

    Ferrari und Porsche kämpfen um den letzten Podiumsplatz

    Während die Fahrer hart daran arbeiteten, ihre Reifen auf dem berüchtigten Kurs zu schonen, fand das Rennen seinen gewohnten Rhythmus. Doch etwa drei Stunden vor Schluss entbrannte der Kampf um Platz drei erneut, als sich Ferrari und das Hertz Team JOTA ein fantastisches Hypercar-Duell lieferten.

    Die Crew des Hertz Team JOTA, bestehend aus Antonio Felix da Costa, Will Stevens und Yifei Ye, machte den Ferraris in den letzten beiden Stints immer wieder zu schaffen. Zwischenzeitlich konnte sich das Trio einen Vorsprung auf die dritte Position herausfahren. Ein kleiner Fehler von da Costa führte jedoch dazu, dass sich der Portugiese in den Augen der Rennleitung unsicher auf die Strecke zurückkehrte. Eine Durchfahrtsstrafe war die Folge, wodurch die #38 hinter die beiden Ferraris auf P3 und P4 zurückfiel.

    Da Costa und sein Teamkollege Will Stevens ließen sich von diesem Rückschlag jedoch nicht beirren und machten sich daran, den verlorenen Podiumsplatz zurückzuholen. Dank der spektakulären Fahrweise überholte der Porsche #38 eine Stunde vor Schluss den Ferrari mit der Startnummer 51 und sicherte sich Platz 4.
    Stevens schloss den Fünf-Sekunden-Rückstand auf den drittplatzierten Fuoco mit Leichtigkeit, konnte den Italiener aber nicht mehr überholen, als die Zeit ablief.

    Historischer Sieg für Iron Dames

    Iron Dames als Sieger in der GTE

    Der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 85 von Iron Dames ging als letzter GTE-Am-Rennsieger in die Geschichte ein. Da diese Klasse im nächsten Jahr nicht mehr ausgetragen wird, ist der erste Sieg für das DamenTrio zugleich der Letzte eines GTE-Fahrzeugs.

    Nach einer brillanten Fahrt von Sarah Bovy und Rahel Frey sprang Michelle Gatting für den letzten Stint ein und verteidigte sich gekonnt gegen den stark aufspielenden Aston Martin mit der Startnummer 777 von D’Station Racing. Es war der erste Sieg des Teams in der Kategorie und ein würdiger Abschied aus der GTE-Kategorie.

    Doppelsieg und Titel für WRT

    Das Team WRT hat seine Probleme aus dem Qualifying hinter sich lassen können und im Finale einen überzeugenden Doppelsieg errungen. Die belgische Mannschaft, die in der nächsten Saison gemeinsam mit BMW antritt, sicherte sich damit den letzten LMP2-Fahrer- und Teamtitel in der WEC-Geschichte.

    Eine vollständige Übersicht aller Ergebnisse gibt es hier.

    Bilder © Endurance Archive

  • Ein historisches Qualifying in Bahrain – die Ergebnisse im Überblick

    Ein historisches Qualifying in Bahrain – die Ergebnisse im Überblick

    Historisches Qualifying für die LMP2 und LMGTE in Bahrain. Wer beim Saisonfinale von der Pole ins Rennen geht lest Ihr in diesem Beitrag.

    Brendon Hartley katapultierte sich im Toyota GR010 Hybrid #8 mit einer beeindruckenden Runde von 1:46.564 zur Pole-Position. Seine Leistung war ganze 0,4 Sekunden besser als die des Schwesterfahrzeugs. Die Nummer sieben von Toyota Gazoo Racing, gesteuert von Kamui Kobayashi, schaffte es nach einem dominanten Trainings-Tag nur auf Startplatz zwei.

    Alex Lynn im Cadillac #2 landete mit einer Zeit von 1:47.265 auf dem dritten Rang, gefolgt von Kevin Estre im Porsche Penske 963 mit der Nummer sechs. Die Plätze fünf und sechs wurden von den Ferraris beiden belegt, pilotiert von Antonio Fuoco (#50) und Alessandro Pier Guidi (#51).

    Historisches Qualifying in Bahrain für United Autosports und Iron Dames

    Iron Dames auf Pole

    In der LMP2-Klasse erzielte Tom Blomqvist im United Autosports-Wagen mit der #23 eine beeindruckenden Zeit von 1:52.290. Diese reichte zur letzten LMP2-Pole-Position in der WEC-Geschichte. Charles Milesi im Alpine ELF Oreca (#36) war mit lediglich 0,2 Sekunden Rückstand ein würdiger Herausforderer, schaffte es aber am Ende nicht vorbeizugehen.

    Das Iron Dames Porsche-Team (#85) erreichte in der LMGTE Am-Kategorie ebenfalls einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Die letzte Pole, die je in der LMGTE vergeben wird, ging mit einer Zeit von 1:58.692 an Sara Bovy. Doch leicht wird es am Samstag nicht. Der nur 0,2 Sekunden langsamere D’Station Aston Martin geht ebenfalls mit guten Voraussetzungen von Startrang zwei ins Rennen.

    Die Ergebnisse vom Qualifying versprechen ein packendes und dramatisches Finale für die FIA World Endurance Championship. Los geht es morgen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Alle Empfangsmöglichkeiten im TV und Online haben wir hier zusammengefasst. Die genauen Rundenzeiten der Qualifikation gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive

  • Extreme Bedingungen in Bahrain doch Toyota bleibt an der Spitze

    Extreme Bedingungen in Bahrain doch Toyota bleibt an der Spitze

    Extreme Bedingungen prägten das Freie Training in Bahrain. Toyota Gazoo Racing behauptete sich trotz widriger Umstände.

    Das erste freie Training der FIA WEC in Bahrain wurde von herausfordernden Wetterbedingungen geprägt. Unerwartete Sandstürme und Starkregen sorgten zeitweise für rote Flaggen. Kamui Kobayashi (Toyota Gazoo Racing) zeigte trotz herausforderndem Wetter eine beeindruckende Leistung und markierte die Tagesbestzeit, gefolgt von seinem Teamkollegen Sébastien Buemi.

    In der LMP2-Klasse setzte sich United Autosports an die Spitze, während in der LMGTE Am-Kategorie die D’Station Aston Martin das Training dominierte. Für die Hypercar-Debütanten auf der Strecke, etwa das Hertz Team JOTA und Cadillac Racing, reichte es immerhin zu einem respektablen Einstand.

    Weniger extreme Bedingungen im zweiten Training

    Toyota führt auch im FP2

    Im zweiten freien Training behauptete sich erneut Kamui Kobayashi im Toyota an der Spitze. Sein Vorsprung auf Brendon Hartley war markant und es blieb kaum eine Chance diesen zu verkleinern. Alex Lynn im Cadillac konnte sich ebenfalls behaupten und in die Top-3 fahren.

    Die LMP2-Klasse wurde von Filipe Albuquerque und dem United Autosports Team angeführt, während in der GTE-Am-Klasse Kessel Racing mit Daniel Serra die Spitze übernahm. Ein Unfall sorgte für eine vorzeitige Beendigung des Trainings, woraufhin die Session um zehn Minuten verlängert wurde.

    Aktuell ist noch nicht ganz klar, wie es mit dem Wetter und dann den Top-Platzierungen weitergeht. Es ist durchaus möglich, dass in Bahrain extreme Bedingungen von Sandsturm bis Starkregen erhalten bleiben und Einfluss auf das Rennen haben. Weitere Infos zum Rennen in Bahrain findet Ihr hier. Die Ergebnisse vom FP1 und FP2 haben wir ebenfalls verlinkt.

    Bilder © Endurance Archive

  • Toyota holt siebten Sieg in Fuji

    Toyota holt siebten Sieg in Fuji

    Toyota Gazoo Racing konnte die sechs Stunden von Fuji zum siebten Mal in Folge gewinnen, musste dafür jedoch hart gegen Porsche kämpfen.

    Nachdem Toyota die erste Startreihe für sich beansprucht hatte, schien der Sieg beim Heimrennen in Japan in greifbarer Nähe zu sein. Doch schon in der ersten Kurve des Sechsstundenrennens wurden die Pläne des Teams über den Haufen geworfen.

    Mehrere Hypercars verpassten am Ende der langen Start-Ziel-Geraden ihre Bremszonen. Während Rauch aus den Bremsen der Ferraris, Toyotas und Porsches aufstieg, wurden die beiden GR010 Hybriden in der ersten Reihe zudem noch von der Strecke gedrängt und mussten die Führung abgeben. Der Nutznießer des Chaos war Laurens Vanthoor im Porsche 963 #6, der nach einem hervorragenden Start aus der zweiten Reihe die Führung übernahm.

    Der Belgier machte rasch deutlich, dass sein Porsche auf dem Fuji International Speedway Toyota die Party vermiesen will. Vanthoor baute nach und nach einen großen Vorsprung auf, während sich seine Hypercar-Konkurrenten hinter ihm duellierten.

    Am Ende des zweiten Stints schloss Vanthoor sein Soll mit einem Vorsprung von rund 12 Sekunden ab und übergab das Steuer an seinen Teamkollegen Kévin Estre. Der Franzose machte dort weiter, wo der Belgier aufgehört hatte und behielt den Vorsprung für seinen eigenen zweistündigen Doppelstint.

    Toyota behält die Oberhand in Japan

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten kämpfte sich Toyota schnell wieder heran und hatte auf der heimischen Rennstrecke eindeutig das beste Paket. In den Händen von Mike Conway und Jose Maria Lopez war der GR010 Hybrid #7 der schnellere der beiden, während Buemi und Hartley in der #8 knapp dahinter lagen. Für die letzten Stints übergab Lopez an Kamui Kobayashi, während Ryo Hirakawa das Steuer der #8 übernahm.

    Trotz der Bemühungen von André Lotterer, dem dritten Fahrer im Bunde, waren es die Toyotas, die den entscheidenden Vorsprung herausfahren konnten. Hirakawa hatte sich kurz vor den letzten Boxenstopps die Führung geschnappt, fiel aber im Schlussstint zurück.

    So konnte Kobayashi seinen Vorsprung weiter ausbauen und der Nummer 7 den zweiten Sieg in Folge und damit Toyota die Hersteller-WM ein Rennen vor Saisonende sichern.

    Der Porsche mit der Startnummer 6 überquerte die Ziellinie auf einem beachtlichen dritten Platz mit nur acht Sekunden Rückstand auf den Zweitplatzierten. Der Porsche mit der Startnummer 5 beendete das Rennen auf dem 12. Platz, nachdem er in der ersten Kurve einen Reifenschaden erlitten hatte und eine dreiminütige Stop-and-Go-Strafe wegen eines Safety-Car-Verstoßes absitzen musste.

    Probleme für Ferrari und die Privatteams

    Die beiden AF Corse-Ferraris hatten bei den Sechs Stunden von Fuji mit ihrer Balance zu kämpfen und konnten nur die Plätze vier (#50) und fünf (#51) erreichen. Für beide Teams geht es noch um die Fahrermeisterschaft, allerdings muss Toyota beim Saisonfinale in Bahrain größere Probleme bekommen, damit dies gelingt.

    Die vom Hertz Team JOTA und Proton Competition eingesetzten Privatfahrzeuge zeigten im Rennen zeitweise eine gute Pace, waren aber von einigen Problemen betroffen. Das goldfarbene Hertz-Auto wurde für eine Berührung mit dem eigenen LMP2-Teamkollegen bestraft, während der Sicherheitsgurt des 963 von Proton Competition nach der Hälfte des Rennens beschädigt wurde und repariert werden musste.

    WRT und AF Corse siegreich in Fuji

    Mit dem Sieg beim sechsten Saisonlauf machte das Meisterschaftsführende Team WRT einen weiteren Schritt in Richtung Titelverteidigung. Die Fahrer Rui Andrade, Robert Kubica und Louis Deletraz lieferten ein fehlerfreies Rennen ab und gewannen mit fast einer Runde Vorsprung.
    Zweiter wurde das Auto mit der Startnummer 22 von United Autosports, dicht gefolgt vom Schwesterauto des Team WRT (Startnummer 31) auf Platz drei.

    Thomas Flohr, Francesco Castellaci und Davide Rigon holten sich in ihrem AF Corse-Ferrari ihren ersten Saisonsieg mit nur zwanzig Sekunden Vorsprung nach einem engen Kampf gegen Corvette Racing und Kessel Racing.
    Kessel überquerte die Ziellinie als Zweiter in der Klasse, wurde aber später auf den dritten Platz zurückgestuft, da sie aufgrund eines Verstoßes während der „Full Course Yellow“ eine Strafe von 10 Sekunden erhalten hatten. Die Strafe beförderte das Team von Corvette Racing (#33) auf den zweiten Platz.

    Die vollständige Liste der Rennergebnisse der Sechs Stunden von Fuji gibt es hier.

    Titelbild © 2023 FIA WEC (Pressematerial) – FocusPackMedia – Harry Parvin

  • Pole beim Heimrennen für Toyota

    Pole beim Heimrennen für Toyota

    Zum siebten Mal in Folge dominiert Toyota das Qualifying beim Heimrennen in Japan und sichert sich die Pole. United Autosports und Corvette holen sich die ersten Startplätze in ihren Klassen.

    Bei milden 23 Grad Lufttemperatur, 27 Grad Asphalttemperatur und abtrocknender Strecke konnte Toyota seine Trainingsleistung wiederholen. Die Japaner hatten die beste Performance unter den guten Bedingungen und gaben im Qualifying den Ton an. Mit einer 1:27.794 holte Kamui Kobayashi (#7) den ersten Startplatz im morgigen Rennen, dicht gefolgt vom Schwesterfahrzeug #8 auf Rang zwei. Knapp eine Sekunde langsamer waren die beiden Werksporsche (#6 und #5), welche sich in Fuji die Positionen drei und vier sicherten, gefolgt vom Cadillac auf P5.

    Wie zu erwarten fehlte Peugeot und Ferrari der Regen im Qualifying und beide Teams hatten schwer zu kämpfen. Der beste Ferrari (#51) auf Startrang sechs war ganze 1,2 Sekunden langsamer unterwegs als der Toyota. Der schnellste Peugeot (#93) landete noch weiter hinten auf Platz zehn (mit 2,1 Sekunden Abstand zur Spitze).

    Erste Startreihe für United Autosports und Corvette

    In der GTE-Klasse zeigten sich die frisch gebackenen GTE-Weltmeister 2023 (Corvette Racing #33) von ihrer besten Seite. Dicht gefolgt vom Iron Dames-Porsche #85 lieferten sich die Weltmeister ein spannendes Quali-Duell. Am Ende schaffte es Ben Keating mit hauchdünnen 0,035 Sekunden Differenz sich die Pole zu sichern und verwies Sarah Bovy auf Position zwei. Den dritten Startplatz sicherte sich Lokalmatador Satoshi Hoshino mit der Mannschaft von D’Station Racing.

    Auf Augenhöhe und entsprechen hart umkämpft war das Feld in der LMP2-Klasse. Die Top-10 der Kategorie blieben im Qualifying alle innerhalb der gleichen Sekunde. Entsprechend lange und oft waren die Teilnehmer mit Ihren Fahrzeugen auf der Strecke, da jede Runde entscheidend sein konnte. Am Ende brauchte es einen glücklichen Moment, um sich nach vorn absetzen zum können. Diesen hatte United Autosports mit der Startnummer 22. Philip Hanson holte hier den ersten Startplatz für das Rennen. Lediglich 0,091 Sekunden langsamer war die #41 vom Team WRT, die auf P2 fuhr. Abgerundet wird die Spitze durch das Schwesterfahrzeug von United Autosports (#23), welches mit 0,271 Sekunden auf Rang eins ebenfalls dicht dahinter liegt.

    Das vorletzte Saisonrennen in Fuji startet aufgrund der Zeitverschiebung bereits am zeitigen Sonntag (10.09.2023) früh gegen 04:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Die Übertragung der einzelnen TV-Sender und Livestreams startet in der Regel bereits 30 Minuten vorher. Wer später aufstehen möchte oder keine Gelegenheit hat, das Rennen am Bildschirm zu verfolgen, findet in unserem Live-Ticker alle Geschehnisse zum Nachlesen.

    Titelbild © Toyota Gazoo Racing Pressematerial

  • Ferrari glänzt im Regen, Toyota in der Sonne von Fuji

    Ferrari glänzt im Regen, Toyota in der Sonne von Fuji

    Die WEC ist aus der langen Sommerpause zurück und gastiert dieses Wochenende in Fuji. Bereits im Freien Training zeigte sich der Einfluss des Regen auf die Hypercars.

    Jedes Rennen in Fuji ist ein Glücksspiel zwischen Sonne und Regen, da der Kurs eingeklemmt zwischen dem mächtigen Berg und dem Ozean ist. Toyota konnte sich auf sein Heimrennen in der Vergangenheit immer bestmöglich vorbereiten und war sechs Jahre in Folge ungeschlagener Favorit. Doch in diesem Jahr gibt es erstmals wieder ein volles Starterfeld mit unterschiedlichen Gegnern in der Hypercar-Klasse. Wer am Sonntag die Nase vorn hat, wird wohl zu einem großen Teil das Wetter entscheiden.

    In der Nacht zum Freitag hatte es stark geregnet, am Fuji Speedway. Entsprechend nass und feucht waren die Bedingungen zum Start des ersten freien Trainings. Zur Überraschung kamen Ferrari und Peugeot mit dem Mix aus hoher Geschwindigkeit und nasser Fahrbahn am besten zurecht und konnten sich die Spitzenpositionen schnappen. Die #50 landete auf P1 vor dem Schwesterfahrzeug #51 und dem Peugeot #94. Der beste Toyota kam am Ende auf Rang sieben.

    Ganz anders war hingegen das Kräfteverhältnis in der zweiten Tageshälfte beim FP2. Peugeot hatte schwer zu kämpfen und musste sich mit Platz sieben (#93) begnügen. Ferrari kam schon etwas besser voran, war jedoch mit rund 1,1 Sekunden deutlich langsamer als die Toyotas. Während Ferrari auf die Ränge vier und sechs fuhr, platzierte sich Toyota mit der #8 und #7 auf den Positionen eins und zwei. Ebenfalls besser unterwegs im Trockenen war der Porsche 963. Der Wagen vom Hertz-Team (#38) fuhr auf Rang drei, während der beste Werksporsche (#5) auf Platz fünf fuhr.

    Der Regen wird somit noch bedeutsamer für das Rennen in Fuji als in den vergangenen Jahren. Während für das Qualifying am Samstag konstante und trockene Bedingungen bei strahlender Sonne angekündigt sind, stehen in der zweiten Rennhälfte vom Sonntag die Chancen auf Regen bei 50 – 60 %. Einen Rückblick auf die Wetterkapriolen der vergangenen Jahre in Japan haben wir in der jüngsten Folge unseres Podcast thematisiert. Die Ergebnisse beiden Session FP1 und FP2 haben wir entsprechend für Euch verlinkt.

    Titelbild © FIA WEC Pressematerial – 2022 Harry Parvin focuspackmedia.com

  • Toyota holt den Sieg in der Hitze von Monza

    Toyota holt den Sieg in der Hitze von Monza

    Die junge Hypercar-Klasse zeigte sich trotz Hitze in Monza auf Augenhöhe und sorgte für Spannung. Toyota behielt dabei den kühlsten Kopf und holte den Sieg.

    Die 6 Stunden von Monza starteten unter denkbar schwierigen Voraussetzungen für Mensch und Maschine. Bei 32 Grad Außentemperatur und 50 Grad auf dem Asphalt waren die Rahmenbedingungen für einen Sieg äußert anspruchsvoll. Die zusätzliche Belastung auf die Rennwagen durch den fordernden High-Speed-Kurs machten es in Kombination noch schwieriger die Distanz zu meistern.

    Den kühlsten Kopf behielt am Ende des Tages die Mannschaft des Toyota #7. Diese schnappte sich mit klarer Strategie und einem fehlerfreien Rennen den Sieg. Rang zwei ging an die Lokalmatadoren im Ferrari #50. Den dritten Rang holte Peugeot mit der #93 – der erste Podestplatz überhaupt für das Team.

    Der Start in Monza

    Sechs Stunden und kein klarer Sieger in Sicht

    Welche Auswirkung die Bedingungen auf die Spitze des Feldes hatten, wurde gleich nach dem Start klar. Regelmäßig wechselten sich Toyota, Ferrari, Cadillac, Porsche und Peugeot an der Spitze ab. Oft lagen die Fahrzeuge nur wenige Sekunden voneinander entfernt. Der Druck auf Toyota war entsprechend groß und gleich zu Beginn konnte nur die Startnummer 7 die Oberhand behalten. Das Schwesterfahrzeug mit Sebastien Buemi am Steuer wurde gleich zwei Mal in 30 Minuten zum Unfall-Verursacher. Was folgte waren zwei längere Standzeit-Strafen in der Box und ein Verlust jeglicher Chancen auf den Sieg.

    Ganz anders zeigte sich die bis dato gebeutelte Peugeot-Mannschaft. Die langen Geraden und schnellen Kurven kamen dem flügellosen Hypercar förmlich entgegen. Die Franzosen zeigten sich nach vielen Rückschlägen erstmals konkurrenzfähig. Regelmäßig schaffte es eines der beiden Fahrzeuge an die Spitze und konnte sowohl Toyota, als auch Ferrari in die Schranken weißen. Doch der Fehlerteufel war immer noch ein treuer Begleiter und plagte besonders die #94. Das Getriebe bereitete Sorgen und machte einen langen Reparatur-Stopp notwendig. Wie der Toyota #8 schaffte es auch die #94 nicht mehr zurück in die Spitzengruppe.

    Die Kundenteams zeigen dem Werksteam die Grenzen auf

    Besonders eindrucksvoll war das Rennen der beiden Porsche Kundenteams in der Hypercar-Klasse. Sowohl das Hertz Team JOTA (#38), als auch die Debütanten von Proton (#99) lieferten in Monza eine starke Leistung ab. Beide Teams haben kaum Erfahrung im Umgang mit dem Porsche 963 und konnten dennoch auf Anhieb glänzen. Sowohl an der Spitze, als auch im Mittelfeld der Klasse kämpften beide regelmäßig gegen die Werksporsche.

    Diese wiederum hatten ein schwieriges Wochenende in Monza und waren nur selten Teil der Spitzengruppe. Das Porsche Team Penske war zwar fehlerfrei unterwegs, konnte aber nicht wirklich aus dem Schatten der Kundenteams herausfahren. Zu oft steckten die beiden Hypercars im Mittelfeld fest. In der Schlussphase, ermöglicht durch diverse Saftey Cars und Full Course Yellow (FCY), gelang schließlich der Durchbruch für die Startnummer 5 und es gelang der Sprung nach vorn. Doch die Chancen auf ein Podium währten nur kurz und gingen in der letzten Stunde endgültig verloren.

    Vertrautes Bild in GTE und LMP2

    Auf der Abschieds-Tournee zeigten die beiden Klassen LMGTE und LMP2 noch einmal die gewohnten Szenen auf der Strecke. Die Fahrzeuge in beiden Kategorien wahren untereinander auf Augenhöhe. Auch im Rennen waren die Teilnehmer oft nur Zehntelsekunden auseinander.

    In der LMP2 waren es fast durchgängig United Autosports, JOTA und das Team WRT die das Rennen unter sich ausmachten. Doch in der letzten Stunde tauchte Alpine aus dem nichts aus und sorgte für eine große Überraschung. Das Team aus Frankreich übernahm bis kurz vor Schluss die Führung und verpasste die Spitze nur ganz knapp. Der Sieg im Rennen ging mit einer Runde Vorsprung an den JOTA #28. Alpine fuhr mit der #36 auf Rang zwei, gefolgt vom Team WRT #41 auf drei.

    Zum Rennbeginn in der LMGTE wirkte die Ausgangslage für die #85 von Iron Dames recht zuversichtlich. Das Damen-Trio konnte die Pole-Position holen und auch die Führung im ersten Renndrittel übernehmen. Doch zahlreiche Safety Cars wirbelten das Feld oft durcheinander. Nach und nach lösten sich alle einzelnen Kampfgruppen auf und das Feld rückte zusammen. Je weiter das Rennen fortschritt, umso überraschender wurde der Kampf um den Sieg. Nahezu jeder hatte eine reale Chance und es war oft der Zufall, Glück und die Reifen, welche über verbleib an der Spitze oder Ausfall entschieden. Am Ende triumphierte die #77 von Dempsey-Proton Racing vor der#60 von Iron Lynx und der #86 von GR Racing.

    Ein besonderes Highlight folgte zur Zielüberfahrt für die Corvette #33 auf Rang vier. Das Team verpasste zwar knapp das Podium, konnte aber genug Punkte einsammeln. Damit ist die letzte GTE-Meisterschaft vorzeitig entschieden. Einen vollständigen Rückblick zum Rennverlauf gibt es wie immer in unserem Live-Ticker. Alle Rennergebnisse und Rundenzeiten gibt es hier verlinkt. Nach einer kurzen Sommerpause im August reist die WEC weiter in Richtung Japan. Dort startet das Feld am 10.09.2023 gegen 3 Uhr früh zum Heimrennen des amtierenden Weltmeisters Toyota.

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  • Rückblick: Das Qualifying und die Highlight am Samstag

    Rückblick: Das Qualifying und die Highlight am Samstag

    Toyota holt die Pole im Qualifying

    Passend zum Wetter und der Stimmung in Italien war auch das Geschehen auf der Strecke. Im königlichen Park von Monza schenkten sich die Hypercar-Kontrahenten nichts und kämpften auf extrem hohem Niveau bis zur letzten Sekunde. Am Ende der Session war es der Toyota #7, der mit einer 1:35.358 die schnellste Zeit des Tages (und damit Startplatz eins im Rennen) einfuhr. Nur hauchdünn mit 0,017 Sekunden Abstand folgte der Ferrari #50 auf zwei und der Toyota #8 auf drei.

    Anders als im Freien Training hatten die Porsche-Teams stark zu kämpfen und schafften es nicht über Gesamt-Startplatz acht hinaus. Dafür glänzte der Peugeot 9X8 einem starken vierten Platz im Qualifying und nur 0.304 Sekunden Rückstand auf den Toyota #7.

    Ganz anders das Bild in der LMGTE-Klasse. Hier waren es die starken Ferrari, welche nicht gut ins Quali kamen und Federn lassen mussten. Die beste Startposition ging an die Startnummer #86 von Iron Dames mit einer 1:47.632. Position zwei im Grid wird die #25 von ORT by TF einnehmen, gefolgt vom Dempsey-Proton-Porsche #77.

    Maß aller Dinge in der LMP2-Kategorie war das Team WRT. Die Startnummer 41 platzierte sich mit einer eindrucksvollen 1:39.354 an der Spitze der Klasse. Die #28 von JOTA sicherte knapp den zweiten Startrang, vor der #22 von United Autosports. Alle Ergebnisse vom Qualifying gibt es hier.

    Streckenpremiere für Isotta Fraschini

    Lange wurde über einen WEC-Einstieg des bisher wenig bekannten Teams aus Italien berichtet. Der zum Schiffsbau-Giganten Fincantieri gehörende Motoren-Hersteller Isotta Fraschini ist in Bari beheimatet und plante bereits für die Saison 2023 sein WEC-Debüt.

    Verzögerungen und nötige Tests machten den Plänen jedoch einen Strich durch die Rechnung und die Rennpremiere verschob sich auf 2024. Doch passend zum Heimrennen in Italien zeigte sich das in Mailand beheimatete Werksteam des Motorenbauers erstmals im WEC-Rahmenprogramm. Die beiden Tipo 6 LMH Competizione waren fertig Lackiert und Fahrbereit bei mehreren Demo-Runden vor dem Qualifying unterwegs.

    Alfa Romeo mit historischen Fahrzeugen

    Eine weitere italienische Marke, die sich im Rahmenprogramm von Monza die Ehre gab, war Alfa Romeo. Die historischen Rennwagen des Autobauers waren mit dem „Alfa Revival Cup“ am Start und boten eine kleine Reise in die Vergangenheit.

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  • Toyota holt den WM-Titel und Porsche steigt aus der IMSA aus

    Toyota holt den WM-Titel und Porsche steigt aus der IMSA aus

    Die Rennpremiere in Barcelona ist vorbei und brachte Toyota nicht nur einen Doppelsieg, sondern auch einen vorzeitigen WM-Titel ein. Wir sprechen über dieses Thema und weitere Nachrichten.

    Es war das erste FIA WEC-Rennen in Spanien überhaupt und Toyota hat ihm ganz klar seinen Stempel aufgedrückt. Die Japaner bewiesen in einem nahezu perfekten Rennen, warum Sie erneut das Maß aller Dinge im Langstrecken-Sport sind. Begleitet wurde das Wochenende von einer Neuerung in der LMGT3-Klasse. Diese ändert ab 2027 die Zählweise der Meisterschaftspunkte – wir werfen einen genaueren Blick auf die Regelung. Den Abschluss der Folge bildet Porsche und die IMSA, denn das Werksteam trennt sich von Partner Penske und steigt Ende 2027 aus der US-Meisterschaft aus.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Toyota sichert sich mit Doppelsieg in Barcelona den Weltmeistertitel

    Toyota sichert sich mit Doppelsieg in Barcelona den Weltmeistertitel

    Toyota Racing dominierte das erstmalig ausgetragene 6 Stunden von Barcelona und feierte auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya einen souveränen Doppelsieg. Den Rennsieg sicherte sich der Toyota TR010 Hybrid mit der Startnummer 8, pilotiert von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa.

    Für den japanischen Hersteller war es der vierte Saisonsieg – und zugleich der vorzeitige Gewinn der Hypercar-Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, ein Rennen vor Saisonende.

    Der Toyota mit der Startnummer 8 nahm das Rennen aus der ersten Startreihe auf. Sébastien Buemi erwischte einen starken Start und nutzte die schwierigen Streckenbedingungen nach dem morgendlichen Regen, um sich gegen die beiden Genesis GMR-001-Hypercars durchzusetzen. Die Genesis-Prototypen waren nach einer sensationellen Qualifikation von den Startplätzen eins und drei ins Rennen gegangen. Buemi jedoch übernahm die Initiative und begann, einen Vorsprung herauszufahren.

    Das Trio der Startnummer 8, das vor dem vorletzten Saisonlauf die Fahrerwertung anführte, geriet in den ersten beiden Rennstunden durch das Schwesterauto mit der Nummer 7 unter Druck. Nyck de Vries, Kamui Kobayashi und Mike Conway hielten den teaminternen Kampf lange offen. Doch Buemi, Hartley und Hirakawa behaupteten ihre Führung über die gesamte Distanz von sechs Stunden – trotz mehrerer Safety-Car-Phasen und Neutralisierungen durch Full-Course-Yellow.

    „Es war ein fantastischer Tag für uns und das gesamte Team“, sagte Buemi, der sein 100. Rennen in der FIA-WEC bestritt. „Im vergangenen Jahr hatten wir große Schwierigkeiten. Deshalb sind wir mit einem überarbeiteten Auto in die Saison 2026 gestartet. Dass wir in diesem Jahr bereits drei Rennen gewinnen konnten und das Schwesterauto in Le Mans triumphierte, ist eine großartige Leistung. Mein Dank gilt dem gesamten Team für seine harte Arbeit.“

    Pech bestraft Ferrari

    Der Ferrari 499P mit der Startnummer 50 von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Niklas Nielsen überquerte rund 30 Sekunden hinter dem Sieger die Ziellinie auf Rang drei. Zwar fehlte den Italienern das Tempo, um Toyota ernsthaft um den Sieg herauszufordern, doch innerhalb des Ferrari-Lagers entwickelte sich zwischen den Fahrzeugen mit den Startnummern 50 und 51 ein intensiver Kampf um die Positionen.

    Für die Besatzung der Startnummer 51 nahm das Rennen in der Schlussphase jedoch eine unglückliche Wendung. Während einer kurzen Full-Course-Yellow-Phase musste das Auto an die Box. Da die Boxengasse während der Neutralisierung gesperrt war, war ein weiterer Boxenstopp nach deren Ende erforderlich. Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi fielen dadurch bis auf Rang 15 zurück.

    Die Top sechs komplettierten Cadillac mit den Plätzen vier und sechs sowie der Ferrari 499P mit der Startnummer 83 von AF Corse auf Rang fünf.

    Shahin glänzt bei Mantheys Sieg für The Bend

    Yasser Shahin legte einen herausragenden ersten Stint hin und ebnete damit den Weg zum Sieg des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 92 von The Bend Manthey. Der Australier war von Rang sechs gestartet, bewies auf der anspruchsvollen Strecke jedoch viel Übersicht und setzte sich mit einer kontrollierten, zugleich entschlossenen Fahrt bereits in der ersten Rennstunde an die Spitze.

    Auch seine Teamkollegen Riccardo Pera und Porsche-Werksfahrer Richard Lietz überzeugten in ihren Stints und bauten den Vorsprung weiter aus. Ganz ohne Gegenwehr blieb der Porsche-Sieg allerdings nicht: Der McLaren mit der Startnummer 10 von Garage 59 und der BMW mit der Nummer 60 von Team WRT hielten dagegen und sicherten sich schließlich die Plätze zwei und drei.

    Tabellenführer TF Sport belegte Rang sieben und sammelte damit sechs wichtige Meisterschaftspunkte. Da der Aston Martin mit der Startnummer 27 von Heart of Racing, einer der engsten Konkurrenten des Corvette-Teams, ein enttäuschendes Wochenende erlebte, bleibt TF Sport vor dem Saisonfinale der aussichtsreichste Kandidat auf den Titel in der Teamwertung.

    Der Saisonabschluss findet vom 6. bis 8. November beim Sechs-Stunden-Rennen von Monza statt. Die vollständigen Ergebnisse des Rennwochenendes sind hier zu finden.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Genesis holt sensationell die erste Pole-Position in Barcelona

    Genesis holt sensationell die erste Pole-Position in Barcelona

    Genesis Magma Racing setzt seine beeindruckende Debütsaison in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft fort: Beim Qualifying für das 6-Stunden-Rennen von Barcelona sicherte sich der koreanische Hersteller erstmals die Pole-Position.

    Mathys Jaubert fuhr den Genesis mit der Startnummer 17, den er sich mit André Lotterer und Luis Felipe Derani teilt, in der Hyperpole-Session mit einer Zeit von 1:30,166 Minuten auf den ersten Startplatz. Damit verwies er den Toyota TR010 Hybrid #8 von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa auf Rang zwei.

    Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte das Schwesterfahrzeug: Der Genesis #19 belegte den dritten Platz in der Hyperpole. Damit unterstrich das Team eindrucksvoll seine Wettbewerbsfähigkeit und verschaffte sich eine hervorragende Ausgangsposition für das vorletzte Rennen der Saison.

    „Das ist ein unglaubliches Gefühl!“, freute sich Jaubert. „Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, um sowohl Mathieu als auch mich unter die ersten Drei zu bringen, und das Auto war einfach unglaublich. Die Streckenbedingungen unterschieden sich deutlich vom freien Training. Sie veränderten sich stark, und der Grip war ziemlich gering, was die Aufgabe schwierig machte. Doch wir entschieden uns für die richtige Reifenstrategie, brachten alles zusammen und konnten dieses Ergebnis erzielen.“

    Zweite Saison-Pole für McLaren #10 in der LMGT3

    Auch in der LMGT3-Klasse fiel die Entscheidung in der Hyperpole denkbar knapp aus. Thomas Fleming sicherte sich im McLaren 720S GT3 #10 von Garage 59 die Pole-Position. Der Brite setzte sich mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,122 Sekunden gegen Ricardo Pera im Porsche 911 GT3 R #92 von The Bend Manthey durch.

    Der Ferrari #21 von Vista AF Corse sowie die in der Meisterschaft führende Corvette #33 von TF Sport komplettieren die zweite Startreihe.

    Das 6-Stunden-Rennen von Barcelona startet um 12:00 Uhr Ortszeit auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.

    Alle Ergebnisse aus dem Qualifying, der Hyperpole und den freien Trainings findet ihr hier.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • IMSA-Finale, ELMS-Titeldrama & Katar in Barcelona

    IMSA-Finale, ELMS-Titeldrama & Katar in Barcelona

    Nach einer unfreiwilligen Pause vergangene Woche sind wir wieder zurück mit einer Vielzahl an Themen im Gepäck. Wir sprechen über die Titelentscheidungen in IMSA sowie ELMS und werfen einen Blick auf die Neuigkeiten aus Barcelona.

    In kurzer Zeit ist ziemlich viel passiert im Langstreckensport, das wir aufarbeiten müssen. David und Tobias blicken detailliert auf die Ergebnisse beim Petit Le Mans und das IMSA-Finale zurück. Direkt danach geht es weiter mit dem Titeldrama bei der ELMS in Portugal, das bis zur Ziellinie für Spannung sorgte. Abgerundet wird die Folge mit einem kleinen WEC-Update aus Barcelona, denn das Rennen hat kurzfristig eine Partnerschaft mit Katar verkündet, die tiefer auf 2027 blicken lässt.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • ELMS-Finale: Dramatische Titelkämpfe in Portimão

    ELMS-Finale: Dramatische Titelkämpfe in Portimão

    Die European Le Mans Series (ELMS) gastierte zum Saisonfinale auf dem Autódromo Internacional do Algarve. Beim 4-Stunden-Rennen von Portimão wurden die letzten Titel der Saison vergeben – und in allen vier Klassen blieb die Spannung bis zur Zielflagge erhalten.

    United Autosports krönt sich zum Doppelchampion

    Als klare Favoriten auf den Titel ging die United-Autosports-Crew mit der Startnummer 22 ins Rennen. Ben Hanley, Griffin Peebles und Grégoire Saucy hatten in der LMP2-Klasse im bisherigen Saisonverlauf nur einmal den Sprung aufs Podium verpasst. Mit einem Vorsprung von 13 Punkten startete das Trio in das Finale und machte mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg von der Pole-Position aus alles klar: Sowohl der Fahrer- als auch der Teamtitel gingen an United Autosports. Für den britischen Rennstall war es der erste ELMS-Meistertitel seit 2020.

    „Es ist ein großartiges Gefühl, die Meisterschaft zu gewinnen – besonders nach unserem schwierigen Jahr 2025“, sagte Hanley. „Wir hatten ein großartiges Auto, insbesondere an diesem Wochenende, und alle haben fantastische Arbeit geleistet – von den Mechanikern über den Ingenieur bis hin zum gesamten Team.“

    Fünf-Sekunden-Strafe kostet TDS Racing den Titel

    In der LMP2-Pro-Am-Klasse spitzte sich der Titelkampf dramatisch zu. Zunächst schien die Meisterschaft an den TDS-Racing-Oreca mit der Startnummer 14 von Scott Huffaker, Sami Meguetounif und Steven Thomas zu gehen. Der bis dahin meisterschaftsführende AF-Corse-Wagen mit der Startnummer 83, pilotiert von Antonio Fuoco, François Perrodo und Matthieu Vaxiviere, war durch technische Probleme ans Ende des Feldes zurückgefallen.

    Doch eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung in der vorletzten Runde machte die Titelhoffnungen von TDS Racing zunichte. Die Crew fiel dadurch auf den zweiten Platz zurück. Die großen Gewinner waren Malthe Jakobsen, Michael Jensen und Enzo Trulli im Algarve-Pro-Racing-Wagen mit der Startnummer 20. Sie sicherten sich nicht nur den Rennsieg, sondern auch den Meistertitel und damit eine automatische Startberechtigung für die 24 Stunden von Le Mans 2027.

    LMGT3: TF Sport behält im Herzschlagfinale die Nerven

    Auch in der LMGT3-Klasse fiel die Titelentscheidung erst in der Schlussphase. Matt Kurzejewski, Richard Lietz und Tom Sargent starteten im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 75 von Proton Competition von Platz drei und lieferten ein nahezu perfektes Rennen ab. Mit einem souveränen Sieg brachten sie sich in eine aussichtsreiche Position im Titelkampf.

    Der Tabellenführer, der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 62 von Team Qatar by Iron Lynx, verlor durch eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse entscheidend an Boden. Damit hatte Proton Competition gute Chancen auf den Titel in der Fahrer- und Teamwertung – vorausgesetzt, die Corvette mit der Startnummer 33 von TF Sport würde nicht über Platz drei hinauskommen.

    Doch es kam anders: Der Nordire Charlie Eastwood lag in der Schlussphase auf Rang zwei und musste sich heftiger Angriffe erwehren. Benjamin Paque im Porsche mit der Startnummer 54 von High Class Racing und Mathys Jaubert im Ferrari mit der Startnummer 57 von Kessel Racing setzten ihn zunehmend unter Druck.

    Die letzte halbe Stunde entwickelte sich zu einem packenden Duell. Eastwood verteidigte seine Position mit beeindruckender Entschlossenheit und bewegte sich dabei zeitweise am äußersten Rand des Reglements. Dank starker Stints von Blake McDonald und Alec Udell, der mit dem Goodyear Wingfoot Award als LMGT3-Fahrer des Tages ausgezeichnet wurde, brachte TF Sport den zweiten Platz ins Ziel. Das reichte, um sich den Meistertitel mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung zu sichern.

    CLX Motorsport bleibt das Maß der Dinge in der LMP3

    In der LMP3-Klasse setzte CLX Motorsport seine Erfolgsgeschichte fort. Paul Lanchere, Alexander Jacoby und Louis Iglesias sicherten dem Team mit einer weiteren überzeugenden Vorstellung den vierten Titel innerhalb von fünf Jahren – zwei davon noch unter dem früheren Namen Cool Racing.

    Mit ihrem dritten Saisonsieg machte die Mannschaft den Titelgewinn souverän perfekt. Dahinter belegte die Rinaldi-Racing-Crew mit der Startnummer 5, bestehend aus José Cautela, Mikkel Gaarde Pedersen und Alvise Rodella, den zweiten Platz. Für das deutsche Team war dieses Ergebnis ebenfalls wertvoll: Es sicherte sich damit den Vizemeistertitel in der Gesamtwertung.

    Die vollständigen Rennergebnisse findet ihr hier. Die European Le Mans Series startet am 14. März 2027 mit dem 4-Stunden-Rennen von Barcelona in die neue Saison.

    Bilder (c) ELMS Press Material

  • Kein Qualifying in Fuji & Toyota mit Überraschungssieg

    Kein Qualifying in Fuji & Toyota mit Überraschungssieg

    Das Wochenende im japanischen Fuji war turbulent von Anfang bis Ende. Wir blicken zurück auf das fehlende Qualifying und den Überraschungssieg von Toyota.

    Der Regen war allgegenwärtig in Japan und machte den WEC-Teams die Planung fast unmöglich. Los ging es mit einer Absage es Qualifying und einer Ersatzauftstellung basierend auf den Trainingszeiten. Weiter ging es im Rennen mit vielen verrückten Momenten, einer starken Leistung von Alpine und einem für unmöglich gehaltenen Toyota-Sieg vor heimischem Publikum. Zum Ende der Folge sprechen wir über die 24 Stunden von Dubai, die 2027 erstmals nicht in Dubai ausgetragen werden.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Toyota triumphiert in Fuji dank strategischem Coup

    Toyota triumphiert in Fuji dank strategischem Coup

    Der Toyota TR010 Hybrid mit der Startnummer 8, pilotiert von Ryō Hirakawa, Brendon Hartley und Sébastien Buemi, hat dem japanischen Hersteller beim Heimrennen den Sieg beschert. Nach sechs Stunden überquerte der Toyota beim 6-Stunden-Rennen von Fuji als Erster die Ziellinie.

    Entscheidend war eine Wendung in der Schlussphase, durch die sowohl der Toyota #8 als auch der drittplatzierte BMW M Hybrid V8 #15 in der Schlussphase Plätze gutmachen konnten. Der Alpine A424 #36 mit Jules Gounon und Victor Martins belegte den zweiten Platz, nachdem das Fahrzeug von der Pole-Position gestartet war und das Rennen über weite Strecken angeführt hatte.

    Alpine dominiert die Anfangsphase

    Nachdem Regen das Qualifying am Samstag vorzeitig beendet hatte, blieb es am Renntag weitgehend trocken – sehr zur Erleichterung der meisten der 45 gestarteten Fahrzeuge. Von der ersten Startreihe aus bestimmten die beiden Alpine die Anfangsphase und bauten einen komfortablen Vorsprung auf. Dahinter etablierte sich der Aston Martin Valkyrie #007 des THOR Teams mit Harry Tincknell und Tom Gamble als überraschend starker Verfolger.

    Als der in der Meisterschaft führende Toyota #7 mit Nyck de Vries, Kamui Kobayashi und Mike Conway zum Angriff auf die Spitze ansetzte, leistete der zu diesem Zeitpunkt von Ferdinand Habsburg pilotierte Alpine #35 erbitterten Widerstand. Die Auseinandersetzung endete schließlich mit einem Dreher des Toyota #7. Ihre Meisterschaftshoffnungen erhielten im weiteren Rennverlauf einen zusätzlichen Dämpfer, als das Fahrzeug wegen eines Verstoßes gegen die Full-Course-Yellow-Regeln eine Durchfahrtsstrafe erhielt.

    Auch der Aston Martin #007, der bis dahin seine beste Saisonleistung zeigte, geriet anschließend ins Hintertreffen. Das britische Fahrerduo musste eine Durchfahrtsstrafe antreten, nachdem Gamble beim Einfahren in die Boxengasse die weiße Linie überfahren hatte. Ein zum ungünstigsten Zeitpunkt eingesetztes Safety-Car machte die Hoffnungen des Teams auf einen Podiumsplatz schließlich zunichte.

    Strategischer Coup nach spätem Safety-Car entscheidet das Rennen

    Etwa eine Stunde vor Rennende sorgte eine Kollision zwischen dem Aston Martin Vantage #27 des Heart of Racing Teams und dem McLaren 720S #58 für einen weiteren Safety-Car-Einsatz. Toyota und BMW rechneten offenbar mit einer längeren Neutralisationsphase und gingen ein Risiko ein: Beide Teams betankten ihre Hypercars mit weniger Kraftstoff und konnten dadurch gegenüber den Alpine-Fahrzeugen Positionen gutmachen.

    Der Alpine #36, inzwischen mit Pole-Setter Victor Martins am Steuer, hatte frischere Reifen und mehr Energie zur Verfügung als die beiden führenden Fahrzeuge. Als das Rennen rund 30 Minuten vor dem Ende wieder freigegeben wurde, ging Martins sofort in die Offensive. Nachdem er Dries Vanthoor im BMW #15 hinter sich gelassen hatte, nahm er den Toyota #8 von Hirakawa ins Visier. Den Rückstand auf den Japaner konnte er jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen.

    Damit feierte Toyota den ersten Heimsieg in Fuji seit 2023 und übernahm zugleich die Führung in der Fahrer- und Konstrukteurswertung.

    „Wenn man sich die Kraftstoffmenge ansieht, die wir in das Auto getankt haben, hätten wir es nicht bis zum Ende geschafft, wenn das Rennen früher wieder freigegeben worden wäre“, erklärte Buemi. „Aber wir wussten, dass die Beseitung des Unfalls eine ganze Weile dauern würde, also haben wir etwas weniger getankt und alle in der Boxengasse überholt. Das war eine geniale strategische Entscheidung des Teams.“

    LMGT3: Ein Rennen mit zwei Hälften

    In der LMGT3-Klasse entwickelte sich die Schlussphase zu einem äußerst turbulenten Schlagabtausch. In der letzten halben Stunde wechselten die Positionen beinahe minütlich.

    Während der vergleichweise ruhigen ersten Rennhälfte, hatten zunächst der von der Pole-Position gestartete Ford Mustang #77 von Proton Competition und der McLaren #10 von Garage 59 die Oberhand. Beide profitierten von den Stints ihrer Bronze-Fahrer. Auch die beiden Corvette von TF Sport hielten sich stets in Schlagdistanz, ebenso wie der BMW #32 des Teams WRT.

    Nach dem letzten Safety-Car-Einsatz gipfelte der Kampf um den Klassensieg in einer rasanten Überholschlacht, bei der es teilweise bis an die Grenzen des Erlaubten ging. Fahrer wie Augusto Farfus, Mattia Drudi, Charlie Eastwood und Nicky Catsburg lieferten sich packende Duelle. So entwickelte sich in der letzten halben Stunde ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einigen der besten GT3-Piloten auf der ganzen Welt.

    Als das Rennen wieder freigegeben wurde, führte Eastwood in der Corvette #32 vor dem Schwesterauto #33 und dem McLaren #10. Augusto Farfus, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz fünf lag, machte sich unterdessen daran, die vor ihm fahrenden Konkurrenten einzuholen. Mit einer herausragenden Schlussphase arbeitete er sich bis an die Spitze vor und sicherte seinem Team den Sieg. Hinter Farfus kam Drudi im Aston Martin ins Ziel, während der Ferrari #34 des Racing Team Turkey by TF als Dritter die Podiumsplätze komplettierte.

    „Ich bin mit allen im Team super zufrieden“, sagte Farfus’ Teamkollege Sean Gelael. „Wir haben in COTA viele Verbesserungen erzielt und kontinuierlich hart gearbeitet. Es war heute nicht einfach, aber am Ende ist alles zu unseren Gunsten gelaufen. Hoffentlich können wir diesen Schwung mitnehmen.“

    Für den Ferrari #21 von Vista AF Corse nahm das Rennen dagegen ein bitteres Ende. Das Fahrzeug, das vor dem Lauf in Fuji auf dem zweiten Platz der Meisterschaft lag, war in der letzten Runde in einen Zwischenfall mit dem Aston Martin Valkyrie #009 verwickelt und konnte das Rennen nicht beenden. Bei nur noch zwei ausstehenden Läufen bedeutete der Ausfall einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaftspunkte.

    Als Nächstes macht die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft Station in Spanien: Das 6-Stunden-Rennen von Barcelona findet vom 16. bis 18. Oktober statt. Die aktuelle Meisterschaftswertung findet ihr hier, die vollständigen Ergebnisse des 6-Stunden-Rennens von Fuji hier.

    Bilder (c) DPPI / Andrea Lorenzina, Antonin Vincent und Fabrizio Boldoni

  • Alpine auf der Pole nach wetterbedingtem Qualifying in Fuji

    Alpine auf der Pole nach wetterbedingtem Qualifying in Fuji

    Erneut sorgte schlechtes Wetter am Fuji Speedway für schwierige Bedingungen: Anhaltender Starkregen verhinderte, dass ein Großteil des Qualifyings für das 6-Stunden-Rennen von Fuji am Samstag absolviert werden konnte. Da keine aussagekräftigen Qualifying-Zeiten vorlagen, wurden die im freien Training erzielten Bestzeiten für die Startaufstellung herangezogen.

    Die schnellsten Zeiten waren im FP2 gefallen. Victor Martins setzte sich dort mit einer Zeit von 1:29,304 im Alpine mit der Startnummer 36 an die Spitze. Zweitschnellster war Harry Tincknell im Aston Martin THOR Team mit der Startnummer 007. Aufgrund einer nach einem Zwischenfall mit dem Aston Martin LMGT3 #27 ausgesprochenen Rückversetzung um zwei Startplätze durfte der Aston Martin jedoch nicht aus der ersten Reihe starten.

    Dadurch rückte der Alpine #35 auf den zweiten Startplatz vor und komplettierte eine reine Alpine-Startreihe. Auch Genesis profitierte von der Strafe: Der GMR-001 #19 von Mathieu Jaminet, Dani Juncadella und Paul-Loup Chatin startet von Platz drei und beschert dem koreanischen Hersteller damit sein bislang bestes Qualifikationsergebnis.

    Meisterschaftsanwärter mit viel Arbeit vor sich

    Das vom Wetter beeinträchtigte Qualifying sorgte für eine schwierige Ausgangslage für BMW und Toyota. Der BMW #20 wird das Rennen vom Ende des Hypercar-Feldes aufnehmen. Der Toyota #7, der vor dem sechsten Saisonlauf punktgleich mit der BMW-Crew auf Platz 20 lag, startet lediglich zwei Reihen davor von Position 13.

    Erste Pole-Position der Saison für Ford in der LMGT3

    Ford und Proton Competition sicherten sich mit dem Mustang LMGT3 #77 von Ben Tuck, Eric Powell und Sebastian Priaulx die erste Pole-Position seit dem Lone Star Le Mans 2025. Der Mercedes-AMG #79 war Zweitschnellster und bescherte Iron Lynx damit das bislang beste Qualifying-Ergebnis der Saison.

    Der Lexus #78 von Akkodis ASP und der McLaren #58 von Garage 59 komplettieren die ersten beiden Startreihen. Damit sind auf den ersten vier Positionen vier verschiedene Hersteller vertreten.

    Das Rennen wird live und kostenlos auf dem frei empfangbaren Sender Eurosport 1 sowie weltweit über den Streamingdienst FIA WEC+ übertragen.

    Fotos (c) Antonin Vincent / DPPI