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  • Horrorunfall im ersten freien Training

    Heute war es endlich soweit, das erste freie Training für die 24 Stunden von Le Mans stand auf dem Plan. Um 16 Uhr startete die vierstündige Session. Es dauerte nicht lange bis die ersten Fahrer ihre Runden drehten. Die erste Stunde verlief ohne größere Zwischenfällte. Die drei LMP1-Teams überboten ihre Zeiten am laufenden Band und auch in den GT-Kategorien fehlte es nicht an Spannung. Doch die Stimmung in Le Mans änderte sich kurz darauf schlagartig.
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    In der 65ten Minuten hob der Franzose Loic Duval im Audi R18 mit der Startnummer 1 bei 300 km/h von der Strecke ab. Das Auto stieg in die Luft auf und der Fahrer schlug mit dem Wagen in den Fangzaun der Porsche-Kurven ein. Der LMP1-Wagen und der Sicherheitszaun wurden beide fast vollständig zerstört. Der Audi verlor bei dem Einschlag das Dach und das Chassis wurde komplett zerlegt. Loic Duval wurde ins nahegelegene Krankenhaus eingeliefert. Während des Transports war er ansprechbar und bei Bewusstsein. Momentan sieht es nach Glück im Unglück aus, eine offizielle Entwarnung gibt es aber noch nicht, da er noch auf innere Verletzungen untersucht wird.

    Nach einer Stunde Unterbrechung durch die Rote Flagge wurde das Training wieder freigegeben. In den nächsten Stunden wurde es wieder etwas ruhiger und nur ein paar gelben Flaggen bremsten die Session etwas aus. In der letzten Stunde kam es erneut zu einer längeren Unterbrechung. Eine dreiviertel Stunde vor Schluss touchierte die Corvette Nummer 74 die Streckenbegrenzung und verteilte dabei diverse Flüssigkeiten über einen Großteil der Strecke. Bis kurz vor Ende blieb der Kurs gesperrt.

    Am Ende des Tages schaffte es Toyota den Wagen Nummer 8 mit einer Zeit von 3:23.652 an die Spitze der Tabelle zu setzten. Dicht dahinter mit nur 0.324 Sekunden Abstand landete der Audi Nummer 2, gefolgt vom Toyota #7 auf Position drei. Bei den GT-Wagen schaffte es David Heinemeier-Hansson, sich mit seinem Aston Martin #95 vor die GT-Pro Wagen zu setzten. Mit einer Zeit von 3.57:015 landete der Däne ganz 0.013 Sekunden vor dem eigentlich Überlegenen Ferrari #51 von Gianmaria Bruni.

    Um 22.00 Uhr folgt dann das erste Qualifying. Es ist unwahrscheinlich, das Audi den Wagen mit der Nummer 1 bis dahin wieder aufgebaut bekommt. Jedoch besteht eine kleine Chance, dass man für das zweite Qualifying morgen einen Ersatz organisieren kann. Sollte dieser Fall eintreten, würde Ersatzfahrer Marc Gene den Platz des Verletzten Loic Duval einnehmen.

    Via: Speedweek
    Bildquelle: Endurance World

  • Aus der Tragödie gelernt?

    Es war vor knapp einem Jahr bei den legendären 24 Stunden von Le Mans. Der Däne Allan Simonsen war in der dritten Runde unterwegs, als er in der Tertre Rouge die Kontrolle über seinen Aston Martin verlor. Aufgrund des fehlenden Platzes zwischen der Streckenbegrenzung und einem Baum war die Leitplanke nicht in der Lage die Wucht des Aufpralls zu absorbieren. Allan Simonsen schlug mit 77G ein und verlor an diesem Tag sein Leben.
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    Kurz vor beginn des 91. Auflage des Rennens hat man begonnen die Unfallstelle zu entschärfen. Die Veranstalter haben aus den Geschehnissen des vergangenen Jahres gelernt und investieren nun 2,2 Millionen Euro in die Renovierung der Strecke sowie Umbaumaßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit. So wurden sämtliche Unebenheiten auf der Strecke ausgebessert und ein Großteil neu asphaltiert. In der Corvette-Kurve hat man ein zusätzliches Kiesbett angelegt und die Schickanen auf der Hunaudieres-Geraden wurden verbreitert um zusätzlichen Platz zu schaffen, damit liegengebliebene Fahrzeuge nicht zum Hindernis werden.

    Der Baum in der Tertre-Rouge, welcher Allan Simonsen zum Verhängnis wurde, bleibt auch weiterhin an Ort und Stelle stehen. Der große Baum gehört zur Allen-Straße und ist somit ein Wahrzeichen von Le Mans. Man hat sich alternativ entschlossen, den Radius zu ändern und die Kurve 1,5 Meter vom Baum wegzuziehen. So gewinnt man den nötigen Sicherheitsabstand ohne den Baum fällen zu müssen. Die Leitplanke wurde um 150 Meter verlängert und eine Doppelreihe Reifenstapel von knapp 200 Metern länge ergänzt. Die gesamte Kurve wurde neu asphaltiert und mit einer größeren Auslaufzone versehen.

    Bis zum Beginn der Testtage am 01. Juni sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Hoffentlich tragen die Änderungen auch zu einer erhöhten Sicherheit bei den 24 Stunden von Le Mans bei. Solch eine Tragödie will keiner noch einmal erleben müssen.

    Quelle: 24h-lemans.com

  • Toyota sichert sich zweiten Saisonsieg

    Toyota sichert sich zweiten Saisonsieg

    Nach sechs packenden Stunden konnte der Toyota mit der Nummer 8 den Sieg bei den 6 Stunden von Spa einfahren. Auf Platz zwei landete das Weltmeisterfahrzeug von Audi mit der Startnummer 1. Der dritte Platz ging an den zweiten Toyota (#7). Porsche konnte aufgrund der nachlassenden Leistung zum Rennende die Poleposition nicht in einen Sieg verwandeln. Der Wagen Nummer 14 landete auf Platz 4, das Schwesterauto 20 auf Position 23.

    Die ersten drei Stunden des Rennens in Spa waren an Action schon kaum zu überbieten, doch in der zweiten Hälfte haben die Teams noch mal eine Schippe drauf gelegt. Mit Beginn der dritten Rennstunde, wurde der Toyota von Alexander Wurz langsamer und konnte nicht mehr mit dem Schwesterauto und dem Porsche mit der Startnummer #14 mithalten. Der Wagen verlor zusehend an Geschwindigkeit und erst durch einen Boxenstopp wurde das Problem behoben. Die schwäche von Toyota war wie ein Befreiungsschlag für Weltmeister Audi. Wie verwandelt legten die Fahrzeuge mit der Startnummer #1 und #2 kräftig zu und kämpften nun um die Spitzenplätze des Feldes.

    Mit 2:29 Stunden verbleibender Zeit auf der Uhr, beschädigte sich der Porsche mit der Startnummer #14 den Unterboden und verlor somit den zweiten Platz. Ein weiterer Konkurrent kam langsam aus der Puste. Während die Audis am Anfang des Rennens schwerfällig in Gang kamen, legten Porsche und Toyota mit einer starken Leistung vor. Doch kurz vor Schluss scheint Audi seine alte Stärke wiedergefunden zu haben. Der Porsche mit der Startnummer #20 welcher nach einem technischen Problem in die Box geschoben wurde, konnte nach gut 30 Minuten Boxenstopp wieder zurück auf die Strecke fahren. Seit dem gab es keine richtige Dominanz mehr. In einem Spannenden Finale kämpften Toyota, Audi und Porsche um ein Platz auf dem Treppchen. Bis zum Ende gab keiner nach, die Nerven lagen bei allen blank.

    Nach gut einer Stunde ohne Probleme auf der Strecke, wurde der Rebellion mit der Nummer #13 wieder zurück in die Box gerufen. Die Benzinleitung hatte ein Leck bekommen und es hatte sich ein kleiner Brand im Motorraum gebildet. Glücklicherweise schaffte es der Wagen in die Box und keiner wurde verletzt. Bei Rebellion besteht nach diesem Rennen noch einiges an Verbesserungsbedarf. Hoffentlich lernt man bis zum 14. Juni aus den Fehlern von heute.

    In der vierten Rennstunde lieferten sich in der LMP2 Klasse KCMG und Jota einen Kampf über 20 Runden. Das KCMG-Team entschied das packende Duell nach einem Boxenstopp von Jota für sich. Fast gleichzeitig lieferten sich in der LMP1 Klasse der Toyota mit der Nummer #7 und der Audi mitder Nummer #1 einen Kampf um die Führung. Nach einem klassischen Bremsmanöver konnte der Toyota am Audi vorbeifahren und sich nach wenigen Minuten wieder absetzten. Mit 1:39 Stunde verbleibend kamen die führenden Fahrzeuge von Toyota und Audi an die Box und der Porsche von Dumas mit der Nummer #14 konnte sich die Führungsposition schnappen. Als Dumas jedoch zu einem Boxenstopp rein musste, sah das Feld wieder aus wie Momente zuvor. Vierzig Minuten vor Schluss flog einer der SMP-Fahrzeuge von der Strecke ab, schlug jedoch nicht ein und konnte weiterfahren.

    In der gering besetzten LMP2 Klasse konnte sich G-Drive den Sieg vor Gaststarter Jota und Neuling KCMG sichern. Bei den GT-Fahrzeugen machte AF Corse eine Punktlandung. Toni Vilander und Gianmaria Bruni in der #51 konnten die Poleposition in einen Sieg verwandeln. Dahinter landeten der Manthey Porsche #91 und der zweite Ferrari rund um James Calado mit Nummer 71. Nach dem starken Duell am Rennanfang ließ Aston Martin zum Ende hin nach und konnte mit den Ferrari nicht mehr mithalten und landete am Ende der GT-Pro Tabelle.

    In der LMGTE-Am fuhr der AF Corese mit der Nummer 61 zum Sieg. Dicht dahinter landeten die beiden Aston Martin mit den Nummern #95 und #98. Rückblickend haben uns die 6 Stunden nicht enttäuscht. Nach dem spannenden Qualifying folgte ein ebenso packendes Rennen. Ein Kopf-an-Kopf Rennen in allen Klassen bis in die Dunkelheit. Es ist ein klasse Start in die neue Langstreckensaison und auch der Rest der Saison wird ein wahres Erlebnis werden.

    Bild © fiawec.com

  • Halbzeit bei den 6 Stunden von Spa

    Nach dem spektakulären Qualifying gestern Abend waren die Erwartungen an das heutige Rennen große. Pünktlich 14.30 Uhr fiel der Startschuss und wir wurden nicht enttäuscht. Neel Jani startete von Position 1 und konnte den Vorsprung gut nutzen. Dicht gefolgt vom Toyota ging es durch die ersten Kurven. Am Ausgang der Eau-Rouge hatten die Audis Probleme das Tempo mitzuhalten und vielen von der Spitze zurück. Über die erste halbe Stunde setzte sich der Kampf zwischen Porsche und Toyota fort.
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    Nach 20 Minuten gab es einen Zwischenfall beim Porsche #20. Diese kam für 5 Minuten in die Garage und musste einer kleinen Reparatur unterzogen werden. Parallel konnte sich das Schwesterauto #14 stark absetzten. Zwischen dem Toyota #7 und ihm lagen 15 Sekunden Vorsprung. Die Audis mit der Le Mans Aerodynamik hatten schwer zu kämpfen und verloren immer weiter den Anschluss. Nach 40 Minuten meldete die Rennleitung, das der SMP mit der Nummer 27 eine Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart bekommt. Zur gleichen Zeit kommen der SMP #37 und der KCMG #47 für einen Reifenwechsel an die Box. So hielt der Kampf um die Führung im LMP2-Feld auch nach dem Boxenstopp weiter an.

    Bei den GT-Fahrzeugen gab es bei einer verbleibenden Zeit von 5:19 eine Kollision in der ersten Kurve. Der Aston Martin #95 und der Proton #80 stießen aneinander als der Porsche des deutschen Team zu früh in die Kurve einbog und dem Aston Martin die Bahn abschnitt. Außer einem Dreher und resultierenden Platzverlust für Proton gab es keine nennenswerten Schäden. Bei 5:15 machte Toyota seinen ersten Boxenstopp. Porsche zog gleich und tauschte ebenfalls Fahrer und Reifen. Während Audi weiter den Anschluss suchte kämpften Porsche und Toyota weiter Kopf-an-Kopf.

    Nach der ersten Stunde verlor der 8-Star-Ferrari in der Kurve den rechten Vorderreifen und schaffte es mit mühe und Not an die Box. Das Rad rollte quer über die Strecke und die folgenden LMP-Fahrzeuge mussten ausweichen. Eine halbe Stunde später entbrannte eine harter Kampf um die Führungsposition in der GT-Pro Klasse. Fernando Rees im Aston Martin #99 und Toni Vilander im Ferrari #51 kämpften auf jedem freien Millimeter um die erste Position. Fast 20 Minuten hielt der Zweikampf an. In fast jeder Kurve überholten sich die beiden gegenseitig und kämpften sich quer durch das Restfeld. Erst mit Ablauf der zweiten Stunde mussten beide an die Box um ein überschreiten der maximalen Fahrtzeit zu verhindern. Danach entspannte sich die Situation zwischen den beiden Teams.

    Für Rebellion läuft es bisher alles andere als Positiv. Der Wagen mit der Nummer 13 welcher schon seit Freitag mit technischen Problemen kämpft ist nach wie vor geplagt von Pannen und Pleiten. Aller paar Runden kommt er an die Box und wird reingeschoben. Nach gut 30-40 Minuten kommt er erneut für einige Runden auf die Strecke und muss nach wenigen Runden wieder für Reparaturen zurückzukehren. Auch das Schwesterfahrzeug hat Mühe und Not überhaupt Anschluss an das eigentlich langsamere LMP2-Feld zu finden. Man spürt deutlich, dass dem Team Erfahrung mit dem neuen Fahrzeug fehlt. Die Performance stimmt nicht und an einen regulären Rennbetrieb ist nicht zu denken. Das ganze Rennen wirkt mehr wie eine private Testsession für Rebellion Racing.

  • Dramatisches Qualifying in Spa

    Normalerweise ist das Qualifying immer eine kurze Session mit einigen spannenden Momenten. Doch was an diesem Samstag geschah ist an Spannung nicht zu überbieten. Über eine Stunde lieferten sich die Teams packende, spannende und dramatische Kopf-an-Kopf Duelle mit teils Nervenaufreibenden Szenen.
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    Um 19.20 wurde die Qualifying-Session für die GT-Fahrzeuge eröffnet. Im Vorfeld hatte es heftige Schauer gegeben und die Strecke stand in vielen Bereichen unter Wasser. Die Rennleitung entschied sich das Qualifying unter „Wet-Conditions“ zu fahren. Das bedeutete für die Teams das sie freie Wahl bei den Reifen haben. Noch vor beginn der ersten 30 Minuten reihten sich alle Ferraris von AF Corse in einer Reihe hinter der Boxenlinie. Kurz nach dem Startschuss folgten die Porsche 911 vom Team Manthey und blieben die gesamte Zeit dicht hinter den Ferraris. Mit jeder Runde verbesserten sich die Bedingungen und bei AF Corse wechselte man aller 3-4 Runden die Reifen und wenig Später auch die Fahrer. Dank der „Wet-Conditions“ stand den Teams eine unbegrenzte Anzahl an Regenreifen und Intermediates zur Verfügung. Diese hektische Taktik sollte sich am Ende auszahlen, Toni Vilander und Gian-Maria Bruni holten mit einer Zeit von 2:32.338 die Poleposition bei den GT-Pro Fahrzeugen. Auf den hinteren Plätzen landete der Aston Martin mit der Nummer 97 mit einer Zeit von 2:32.505 gefolgt vom Manthey Porsche #92 auf Position 3 mit knappen 2:32.581.

    Bei den GT-Am Wagen ging es ähnlich spannend zu. Auch hier domminierte Ferrari die gesamte Session. Dank regelmäßigen Reifen- und Fahrerwechseln landete das Auto 61 mit einer Zeit von 2:33.962 auf der Poleposition. Den zweiten Platz sicherte sich das belgische Prospeed-Team mit 2:33.981 gefolgt vom AF Corse #81 auf der Position 3. Der Wagen von 8-Star Motorsport drehte sich nach 15 Minuten in einer schnellen Rechtskurve aufgrund der falschen Reifen. Er prallte in die Streckenbegrenzung und beschädigte sich die Frontpartie. Aufgrund der Verzögerung landete man nur auf Startplatz 5. Das Schlusslicht im Feld bilden die beiden Aston Martin Nummer 98 und 95. Hier hatte man sich zu viel Zeit gelassen und in den letzten Sprints keine vernünftigen Zeiten mehr zu Stande gebracht.
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    Punkt 20 Uhr startete die Qualifying-Session für die LMP-Fahrzeuge. Hier ging es noch enger zu als zuvor bei den GT-Autos. Alle LMP1-Wagen versammelten sich an der Boxenlinie und wollten so schnell wie möglich eine erste Rundenzeit abliefern. Bereits in der Out-Lap gab es Kopf-an-Kopf Duelle zwischen nahezu allen Fahrzeugen. Jeder wollte noch vor beginn der ersten gewerteten Runde vor den anderen Fahrzeugen stehen um möglichst optimale Bedingungen zu haben. Zwischen Toyota und Porsche gab es mehrfach Berührungen, jedoch ohne nennenswerte Schäden. Die beiden Toyotas konnten sich schließlich am besten durch die Wagenmenge kämpfen und beide lieferten prompt Top-Zeiten ab. Dicht gefolgt von den beiden Porsche 919. Mit jeder Runde wurde es noch dunkler auf dem Kurs und die drei Audis hatten zusehend mit den Bedingungen zu kämpfen. Auf den Geraden war man schnell, konnte jedoch nicht an die Spitzenwerte der Konkurrenz heranreichen.

    Nach 15 Minuten wechselten alle Fahrzeuge auf Slicks. Kaum hatte Toyota die Reifen gewechselt schaffte man das unglaubliche. Unter voller Nutzung der Hybridsysteme und des V8-Motors schaffte man am Ausgang der Eau-Rouge eine Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h. Als die Uhr noch 5 verbleibende Minuten anzeigte, gab man bei Porsche noch mal alles. Beide Fahrzeuge bekamen neue Fahrer und neue Reifen. Nach Ablauf der Zeit lieferte man sich mit Toyota ein Haarscharfes Duell. Am Ende konnte sich Mark Lieb im Wagen Nummer 14 mit einer Zeit von 2:01.198 die Poleposition sichern. Bereits im zweiten Rennen sichert sich Porsche seine erste Pole, eine unglaubliche Leistung. Dicht dahinter landete der Toyota Nummer 8 mit 2:01.836 gefolgt vom Weltmeister des Jahres 2012 Audi #2 und einer Rundenzeit von 2:02.499. Auf Platz vier landete der Toyota #7, der zweite Porsche auf der fünf gefolgt von den beiden Audis #1 und #3.

    In der LMP2-Klasse war wenig Action zu sehen. Die vier verbliebenen Fahrzeuge spulten ihre Runden ab und verschwanden ohne viel Aufsehen zu erregen wieder in der Box. Der Gaststarter Jota Sport lieferte hier die beste Gesamtperformance ab, schaffte es jedoch nicht über den vierten Startplatz hinaus. Auf der Poleposition landete der KCMG. Auch hier schafft man mit einer Zeit von 2:12.163 in der Premieren-Saison eine starke Leistung. Einige Zeit sah alles nach einer Dominanz durch das SMP-Fahrzeug #27 aus, jedoch reichte es am Ende nur für Startplatz 2. Dahinter landete das Fahrzeug von G-Drive mit der Startnummer 26.

    Bei Rebellion hatte man sichtbar mit dem neuen R-One zu kämpfen. Das beste Ergebnis für die Schweizer fuhr mit Gesamtstartplatz 12 der Wagen Nummer 12 von Nicolas Prost ein. Das Schwesterfahrzeug um Fabio Leimer schaffte gerade mal eine Runde unter weißer Flagge und landete auf Gesamtplatz 27. Hier gab es noch technische Probleme, welche das nutzbare Gesamtpotential zurückhielten. Die späte Fertigstellung des R-One machte sich im Qualifying stark bemerkbar. Insgesamt war die Performance alles andere als zufriedenstellend und man war mit beiden Fahrzeugen langsamer als die LMP2-Wagen. Im ganzen war es ein Qualifying wie man es noch nicht erlebt hat. Eine Spannung anhaltend über die ganze Stunde. Dramatische Szenen bereits in den ersten Runden. Wir dürfen sehr gespannt sein wie sich das Rennen morgen entwickelt.

  • Das zweite Freie Training in Spa

    Nach dem Audi das erste Freie Training für sich entscheiden konnten, schafften es diesmal Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani mit einer Spitzenzeit von 1:59.887 Minuten auf den ersten Platz. Mit nur 0.751 Sekunden hinter dem Porschetrio landete der Toyota von Sebastien Buemi, Nicolas Lapierre und Anthony Davidson. Auf Position drei fuhr der Audi R18 von Andre Lotterer, Marcel Fässler und Bernoit Treluyer. Die viert schnellste Zeit holte der Toyota von Alexander Wurz, Stephane Sarrazin und Kazuki Nakajima. Das Weltmeisterauto von Audi mit der Startnummer 1 landete nur auf dem fünften Rang. Dahinter reihten sich der zweite Porsche sowie Audi Nummer 3 ein.
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    Das 2. Freie Training wurde aufgrund von Unfällen zweimal unterbrochen. Nach rund 60 Minuten schlug der SMP-Pilot Viktor Shaitar in der Eau-Rouge in die Streckenbegrenzung ein, die Rennleitung entschied sich die Session zu unterbrechen. Shaitar konnte seinen Boliden glücklicherweise unverletzt verlassen, jedoch ist die Teilnahme am heutigen Qualifying sowie am Rennen morgen kaum noch möglich. Wenig später kam es zu einem Dreher durch einen Wagen vom Gaststarter Jota Sport. Aufgrund der nassen Fahrbahn drehte er sich in der Kurve, konnte jedoch einen Aufprall mit der Streckenbegrenzung verhindern.

    Für Rebellion Racing lief es nur bedingt erfolgreich. Während der R-One von Nick Heidfeld, Matthias Beche und Nicolas Prost einige Runden zurücklegte und auf Position zwölf fuhr, konnte Neueinsteiger Fabio Leimer mit seinen Fahrzeug nicht ausrücken. Probleme mit dem Datalogger verhinderten einen Einsatz. Bei den GT-Fahrzeugen setzten sich Toni Vilander und Gian-Maria Bruni mit einer Zeit von 2:18.913 an die Spitze dicht gefolgt von Davide Rigon ebenfalls im AF Corse. Die beiden Porsche fuhren auf die Ränge drei und vier. Bei den Junioren war der Porsche von Proton Competition der schnellste, dicht gefolgt vom 8Star-Ferrari mit der Nummer 90.

    Bildquelle: fiawec.com

  • Das erste Freie Training in Spa

    Das letzte Rennwochenende vor den 24 Stunden von Le Mans steht vor der Tür. Das erste Freie Training in Spa-Francorchamps begann wie gewohnt mit Regenschauern, welche jedoch gegen Ende der zweistündigen Session nachließen.

    Die Tabellenführer Toyota spulten im ersten Freien Training die meisten Runden ab und führten zirka 90 Minuten lang die Session mit beiden Fahrzeugen an, bis sich Audi an die Spitze setzen konnte. Somit kamen folgende Ergebnisse zu Stande: Der Audi mit der Startnummer 1 welcher von Tom Kristensen, Lucas Di Grassi und Loic Duval gefahren wird, holte die Bestzeit von 2:15.143 Minuten.

    Alexander Wurz im Toyota mit der Startnummer 7 wurde knapp zweiter mit einer Rundenzeit von 2:15.415 Minuten, vor seinem Teamkollegen Nicolas Lapierre mit der Startnummer 8 welcher eine Zeit von 2:15.467 in den Asphalt brannte. Vierter wurde der Audi mit der Startnummer 2 welcher von Andre Lotterer, Marcel Fässler und Bernoit Treluyer pilotiert wird. Auf den Plätzen fünf und sechs landeten die beiden Porsche 919 Hybrid mit den Startnummern 14 und 20. Felipe Albuquerque und Marco Bonanomi im neu eingesetzten Audi R18 erreichten nur den Platz sieben.

    In der LMP2 Klasse konnte sich der Oreca mit der Startnummer 27 gegen den Oreca mit der Startnummer 37 sowie gegen den Zytek mit der Startnummer 38 durchsetzen. In der GTE-Pro gab Ferrari den Ton an und behauptete sich gegen Porsche und Aston Martin. In der GTE-Am Klasse konnte Porsche den Spieß umdrehen und vor Ferrari und Aston Martin landen.

  • Starterliste für die 6 Stunden von Spa

    Die FIA hat die Finale-Version der Starterliste für die 6 Stunden von Spa-Francorchamps veröffentlicht. Bereits in der letzten Woche tauchte die Teilnehmerliste im Netz auf. Jedoch handelte es sich hierbei um eine vorläufige Fassung welche nur für die Teams bestimmt war. Große Überraschungen bietet die Starterliste nicht, jedoch ist die Situation in der LMP2 nach wie vor besorgniserregend.

    Die Änderungen an diesem Wochenende halten sich in Grenzen. In der LMP1-Klasse fehlt weiter hin der Kodewa-Lotus, welcher noch in den letzten Arbeiten am Chassis steckt. Rebellion Racing hat seinen neuen R-One in der letzten Sekunde fertig bekommen. Auch wenn in den privaten Testfahrten die Gesamtperformance noch nicht im wünschenswerten Bereich war, dürfte das Auto dennoch eine gute Leistung erzielen. Audi geht wie in den vergangenen Jahren in Spa mit drei R18 e-tron quattro an den Start um sich auf Le Mans vorzubereiten.

    Eine Klasse tiefer ist das Feld nach wie vor ausgedünnt. Die beiden LMP2-Wagen von Millennium Racing sind aufgrund fehlender finanzieller Mittel immer noch nicht vertreten. Das Auto von Strakka Racing wird ebenfalls noch umgebaut und kommt erst in Le Mans zum Einsatz. Einziger Hoffnungsschimmer ist das Team Jota aus der ELMS. Die Mannschaft auf Großbritannien ist in diesem Jahr zum inoffiziellen Juniorteam von Audi aufgestiegen und versucht sich nun in einem ersten WEC-Testlauf. Langfristig gibt es Pläne in der LMP2-Klasse der WEC anzutreten. Hier könnte es dank Unterstützung von Audi bereits im nächsten Jahr soweit sein.

    In den beiden LMGTE-Klassen setzt das neue Team RAM-Racing für dieses Rennen aus. Grund hierfür ist ein finanzieller Engpass durch fehlende Zahlungen vom Hauptsponsor. In Le Mans will die Mannschaft aber wieder an den Start gehen. Fraglich ist, wie es für den Rest der Saison aussieht. Der italienische AF Corse Rennstall bereitet sich ebenfalls schon auf das Rennen in Le Mans vor. Hier will man in beiden GT-Klassen den Sieg einfahren. Um das auch zu schaffen setzt man bereits in Spa einen zusätzlichen Ferrari ein. So sollen die Fahrer möglichst viel Zeit zur Eingewöhnung bekommen. Wer sich selbst einen Überblick verschaffen will, findet hier die vollständige Starterliste.

  • Toyota siegt in Silverstone

    Für Toyota Racing hätte der Saisonstart in der WEC nicht besser laufen können. Nach einem schwierigen Rennen holte das Deutsch/Japanische Team einen Doppelsieg. Sebastien Buemi, Anthony Davidson und Nicolas Lapierre siegten vor ihren Teamkollegen Kazuki Nakajima, Alexander Wurz und Stephane Sarrazin. Porsche landete beim Comeback dank der souveränen Fahrweise von Mark Webber, Brendon Hartley und Timo Bernhard auf dem dritten Platz.

    Der Saisonstart wurde durch zahlreichen Wetterkapriolen geprägt. Zirka 40 Minuten nach dem Start mischte ein Regenschauer das Klassement durcheinander, bis dahin lieferten sich Audi, Porsche und Toyota einen harten Dreikampf um die Führung, den man so im Sportwagensport lange nicht mehr gesehen hat.

    Dank einer taktisch klugen Entscheidung bei Toyota, konnte man die Spitze übernehmen. Toyota wechselte aufgrund des Regens zu den Intermediates, bei Audi hingegen blieb man trotz der Wetterbedingungen auf Slicks, diese Entscheidung sorgte für die Unfälle des Audi-Kaders. Auf nasser Fahrbahn rutschte Audi-Pilot Lucas Di Grassi von der Strecke und schlug in die Leitplanke ein. Wenig später schied der zweite R18 mit dem Ex-Weltmeister Benoit Treluyer am Steuer aus, an der alten Boxengasse verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in die Streckenbegrenzung.

    Der Formel1-Star Nick Heidfeld landete mit seinen Teamkollegen Mathias Beche und Nicolas Prost auf dem vierten Platz. Das Schwesterauto mit Dominik Kraihamer, Andrea Belicchi und Fabio Leimer schied nach einem Getriebeschaden aus. Der Klassensieg in der LMP2 ging an G-Drive Racing mit Julien Canal, Roman Rusinov und Oliver Pla.

    In der GTE-Pro Klasse gab es bis zur Rennmitte einen straken Dreikampf zwischen den beiden Werks-Porsche und dem Ferrari 458 Italia von Bruni und Vilander, bis sich die Porsche in der zweiten Hälfte des Rennens absetzten konnten. Patrick Pilet, Jörg Bergmeister und Nick Tandy sahen kurz vor Schluss wie die sicheren Sieger aus, bis das Safety Car ihnen den Sieg kostete. Patrick Pilet kam zum letzten Boxenstopp rein, als das Safety Car auf die Strecke fuhr und fiel somit hinter das Schwesterfahrzeug von Makowiecki, Holzer und Lietz zurück. Der Deutsche Stefan Mücke und sein Teamkollege Darren Turner landeten aufgrund der Safety Car Phase im Aston Martin Vantage auf den dritten Platz.

    Doch nicht nur Toyota konnte einen Doppelsieg feiern, auch Aston Martin fuhr in der GTE-Am Klasse auf die Plätze eins und zwei. Der Porsche Supercup Champion Nicki Thiim fuhr zusammen mit Kristian Poulsen und David Heinemeier Hansson zum Sieg. Pedro Lamy, Christoffer Nygaard und Paul Dalla Lana landeten auf dem Platz dahinter.

    Bild © Toyota-Racing
    Via: Speedweek.com