
Die Audi-Mannschaft sichert sich zum großen Saisonfinale der WEC in Bahrain die letzte Pole-Position des Jahres. Im Kampf um den Weltmeistertitel gelang es dem Porsche-Trio Marc Lieb, Neel Jani und Romain Dumas den 919 Hybrid vor Konkurrent Toyota auf Rang zwei zu stellen.
Der Audi mit der Starnummer #8 von Lucas di Grassi, Loic Duval und Oliver Jarvis fuhren die schnellste Zeit der Qualifying-Session und sicherten sich somit die Pole-Position. Mark Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley setzten ihren Porsche #1 auf den zweiten Platz und treten somit vor ihren Teamkollegen im Fahrzeug mit der Nummer zwei an. Benoit Treluyer, Marcel Fässler und André Lotterer werden ihr letztes WEC-Rennen für Audi von der vierten Startposition in Angriff nehmen. Die Titelanwärter von Toyota #6, schafften es nur auf den fünften Platz, vor ihren Teamkollegen im TS050 mit der Startnummer #5.
Die Rebellion Racing Mannschaft startet von Rang sieben in das letzte Rennen als LMP1-Team. Die Österreicher von ByKolles konnten kein Zeit in der Qualifikation zurücklegen und nehmen den Kampf daher von Ende des Feldes auf.

G-Drive Racing sicherte sich in der LMP2-Klasse die siebte Pole der Saison und geht mit bester Ausgangslage in die 6-Stunden von Bahrain. Signatech Alpine #36 fuhr die zweitschnellste Zeit der Klasse und landete vor dem Manor Racing Wagen #44 und der Mannschaft von RGR Sport by Morand. Der Ligier von Extreme Speed Motorsport #30 rundet die Top-5 ab.
In der LMGTE-Pro Klasse konnte Aston Martin Racing das Feld kontrollieren. Das Fahrer-Duo Darren Turner und Jonny Adam fuhr exakt gleiche Rundenzeiten von 1:56:953 Minuten und holte somit die Pole-Position. Auf Rang zwei qualifizierten sich die Teamkollegen Nicki Thiim und Marco Sorensen, die morgen als Tabellenführer den Fahrertitel einfahren möchten. Vier Zehntel hinter der Pole-Zeit landeten James Calado und Gianmaria Bruni im Ferrari #51 auf dem dritten Rang.

Aston Martin sicherte sich auch in der GTE-Am Klasse die beste Ausgangsposition. Die Konkurrenten im Ferrari #83 fuhren die zweitschnellste Zeit ein. Auch die Corvette-Mannschaft Larbre Competition überzeugte im letzten Qualifying der Saison und holte sich Startplatz drei.
Das große Saisonfinale der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft startet morgen um 14:00 Uhr deutscher Zeit. Bereits jetzt ist klar: es wird ein spannendes und emotionales 6-Stunden-Rennen in der Wüste von Bahrain. Neben den noch offenen Titelkämpfen, wird die Audi-Mannschaft nach 18 Jahren an der Spitze des Motorsports der LMP1-Klasse den Rücken kehren.
Bilder: Endurance Archive





Nachdem sich das Feld etwas stabilisiert hatte, startete Alex Brundle im G-Drive zur Aufholjagt und schloss zum LMP2-Führenden auf. Über mehrere Runden kämpfte der Signatech-Alpine gegen den russischen Prototypen, musste sich aber schließlich geschlagen geben.
Beim vorletzten Qualifying der Saison konnte das Porsche-LMP1-Team seine Trainingsstärke bestätigen und sich erneut die erste Startposition sichern. Überraschend stark zeigte sich auch die Toyota-Mannschaft, welche am Sonntag vom zweiten Platz aus ins Rennen geht.
In der LMP2-Klasse duellierten sich die jungen Fahrer der Teams Manor, Signatech Alpine und ESM auf Augenhöhe. Ohne nachzulassen wechselten sich die Wagen an der Spitze ab und kämpften bis zur letzten Minute um die Poleposition.
Ebenfalls für eine Überraschung sorgte Ford in der LMGTE-Pro. Mit einer Rundenzeit von 2:01.391 Minuten ließen die GTE-Boliden #66 und #67 die Konkurrenz alt aussehen und sicherten sich die erste Startreihe. Ferrari und Aston Martin kamen nicht in Reichweite und konnten sich lediglich um den dritten Platz duellieren. Doch auch dieser war dem Ferrari-Duo Bruni/Calado nicht vergönnt und sie mussten sich den Aston Martin Fahrern Thiim/Sorensen geschlagen geben.

In einer Pressemitteilung gab Audi heute bekannt, dass sich der Autobauer mit dem Ende der Saison aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft zurückziehen wird. Es ist das Ende einer Ära für den Langstreckensport und für Audi zugleich ein Neuanfang.
In einem spannenden Finale sicherte sich G-Drive Racing den Meistertitel der European Le Mans Series 2016. Der Klassentitel in der LMP3 ging an United Autosport, welche nach einer eindrucksvollen Saison uneinholbar an der Spitze lagen. Bei den LMGTE-Fahrzeugen kämpfte Aston Martin Racing mit JMW Motorsport auf Augenhöhe um den Titel. Ein früher Ausfall des Ferrari brachte jedoch schnell die Entscheidung in der GTE-Klasse.
In der LMP3-Klasse hatte United Autosport schwer mit den feuchten Streckenbedingungen zu kämpfen und konnte nicht an die Erfolge der vergangenen Saisonrennen anknüpfen. Trotz des enttäuschenden Finalrennens reichte auch hier der Punktevorsprung aus, um Meister in der LMP3-Klasse zu werden.


Während sich Oliver Jarvis im Audi mit der Startnummer #8 an der Spitze des Feldes problemlos absetzten konnte, hatten seine Teamkollegen im Boliden mit der #7 weniger Glück. Auf Rang drei liegend hatte die Mannschaft mit Bremsproblemen zu kämpfen und konnte die Ideallinie nicht mehr halten. Der Audi R18 rutschte bis auf den sechsten Platz ab und kam schließlich zur Reparatur an die Box. Währenddessen ging der Kampf in der LMP1 weiter und Kamui Kobayashi im Toyota #6 setzte einen entscheidenden Angriff gegenüber dem Porsche #1 von Webber und sicherte sich Position zwei.