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  • Porsche setzt Siegesserie in Austin fort

    Porsche setzt Siegesserie in Austin fort

    In einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen duellierten sich Audi und Porsche um die Spitze am Circuit of the Americas. Nach sechs Stunden konnte Porsche die Oberhand gewinnen und seine Siegesserie fortsetzen. Dicht hinter der Nummer 1 kamen der Audi #8 und der Toyota #6 ins Ziel. In der LMP2 zeigte Signatech Alpine den Teams RGR Sport by Morand und G-Drive Racing die Schranken auf und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. In den LMGTE-Klassen konnte Aston Martin seine beiden Pole-Positionen ebenfalls in einen Sieg verwandeln.

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    Die zweite Hälfte der 6 Stunden vom Circuit of the Americas begann mit einem Schockmoment für die Audi-Mannschaft. Der Wagen mit der Nummer 7, welcher bis zu diesem Zeitpunkt das Gesamtfeld anführte, blieb auf der Strecke stehen. Nach einem Neustart konnten die Ingolstädter das Rennen wiederaufnehmen, mussten jedoch die Führung abgeben.

    In der LMGTE-Pro Klasse konnte Aston Martin weiter die erste Position verteidigen. Nicki Thiim, welcher das Steuer übernommen hatte, legte nochmals einen Gang zu und lieferte eine neue schnellste Rennrunde mit 2:05.405 Minuten. Dicht hinter den Briten konnten sich die beiden Ferrari platzieren, schafften jedoch noch nicht den entscheidenden Zug, um zu überholen.

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    In der LMP1-Kategorie war Toyota zunehmend schneller unterwegs. Von einem Moment auf den nächsten, wurde die Nummer 5 jedoch langsamer und kam an die Box. Ein Plattfuß am hinteren rechten Rad war der Grund für den ungeplanten Stopp. Weiter vorn im Feld gab es ebenfalls Probleme mit den Slicks. Der Porsche #2 meldete Auffälligkeiten am Heck und kam zum unplanmäßigen Reifenwechsel rein.

    Die Aufholjagt von Baxi DC Racing wurde unterdessen abrupt gestoppt. Durch eine Kollision mit dem Ford #66 drehte sich der Prototyp und musste mit einer beschädigten Frontpartie an die Box kommen. Für Stefan Mücke (#66) lief es nach dem Unfall nicht viel besser, den er landete im Kies und verlor durch die Bergung viele wertvolle Minuten.

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    Bereits wenige Runden später kam die #35 erneut an die Box. Durch einen Schaden an der Aufhängung wurde der Wagen ein weiteres Mal beschädigt und musste repariert werden. Die #27 von SMP Racing bog kurzdarauf ebenfalls in die Boxengasse ein, um die 20-Sekunden-Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung während einer FCY-Phase anzutreten.

    An der Spitze des Gesamtfeldes lag Audi unterdessen in Führung. Am Ausgang der 18. Kurve erwischte jedoch der Ford #66 die Nummer 7 und der Audi kollidierte mit der Wand. Nur langsam fand Benoit Treluyer den Weg an die Box, um mehrere Reparaturen durchführen zu lassen.

    Kurz vor Ende des Rennens wurde der Ford #66 erneut in die Box gerufen. Diesmal musste er eine Durchfahrtsstrafe absolvieren, da er die Anzahl der zulässigen Reifen pro Rennen überschritten hatte. Nur wenige Minuten später schleppte sich auch der Manor #44 rein, da die hintere rechte Aufhängung des Wagens beschädigt war.

    Bilder: FIA WEC Pressematerial (AdrenalMedia.com)

  • Halbzeit bei den 6 Stunden von COTA

    Halbzeit bei den 6 Stunden von COTA

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    Mit Temperaturen von 43°C und einer Luftfeuchte von 49% starteten die 6 Stunden von COTA (Circuit of the Americas) um 17:00 Uhr Ortszeit in die erste Rennstunde. Dank eines perfekten Starts konnte der Audi #7 seine Poleposition behaupten und die Kampfgruppe rund um den amtierenden Weltmeister Mark Webber im Porsche #1 hinter sich lassen.

    Direkt nach dem Start des sechsten Laufes der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft entfachte in der LMP1-Klasse ein Positionskampf auf Augenhöhe. Die Beteiligten von Audi, Porsche und Toyota schenkten sich nichts und kämpften unerbittlich um die Spitze.

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    Nach dem Start konnte konnte Le-Mans-Klassensieger Gustavo Menezes vor heimischen Publikum mit seinem Team Signatech Alpine die LMP2-Führung übernehmen.

    In der LMP2-Klasse ging es im Führungskampf ebenfalls heiß her. Die Piloten der Mannschaften von Manor Racing #44, RGR Sport by Morand #43 und Signatech Alpine #36 lieferten sich faire Rad-an-Rad-Kämpfe und sorgten somit für eine eindrucksvolle Anfangsphase in COTA.

    Auch in der LMGTE-Pro konnte der Polesetter Nicki Thiim seinen Aston Martin Vantage GT8 auf dem ersten Platz behaupten und sich an der Spitze des Feldes absetzen. Stefan Mücke im Ford hatte mit technischen Problemen zu kämpfen und musste vorzeig seinen Wagen zu einer Reparatur an die Box bringen.

    Während Audi die Doppelführung weiter ausbauen konnte, starteten die Ingolstädter den ersten längeren Boxenstopp des Rennens. Zugleich konnte Toyota weiter Boden auf die beiden Porsche gutmachen und setzten die Weltmeister sichtlich unter Druck.

    In der LMGTE-Am kam Gaststarter Kévin Estre im Porsche #88 zeitgleich zum Fahrerwechsel an die Box. Ein Fehler beim Nachtanken brachte die Mannschaft für einen kurzen Moment in eine kritische Situation, als sich auf dem heißen Carbon ein Feuer entfachte, das jedoch durch schnelle Löscharbeiten unter Kontrolle gebracht werden konnte.

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    Die Gulf Racing Mannschaft hatte mit mehreren Problemen zu kämpfen und rutschte nach einem Ausritt ins Kiesbett ans Ende des Feldes zurück.

    Nach der zu Anfang starken Performance von Strakka-Racing hatte die britische Mannschaft mit einem Reifenschaden zu kämpfen und rutschte bis ans Ende der Klasse zurück. Unterdessen konnte Lokalmatador Gustavo Menezes in der LMP2-Klasse die Führung übernehmen und sogar den höher eingestuften LMP1-Boliden von ByKolles #4 hinter sich lassen.

    In der gleichen Kategorie hatte der Russe Kirill Ladygin mit technischen Problemen an seinem SMP-Prototypen #37 zu kämpfen und kam in einer Auslaufzone kurzzeitig zum Stehen. Durch diesen Vorfall sah sich die Rennleitung aus Sicherheitsgründen gezwungen, die erste Full-Course-Yellow-Phase (FCY) des Rennens auszurufen.

    Vor der Halbzeit des 6-Stunden-Rennens verlor Porsche-Pilot Michael Wainwright vom Gulf Racing Team (#86) seinen 911 RSR in der ersten Kurve und landete im Kiesbett. Da sich der Brite nicht aus eigener Kraft aus seiner misslichen Lage befreien konnte, rief die Rennleitung zur gefahrenlosen Bergung eine weiter FCY-Phase aus.

    Bilder: FIA WEC Pressematerial – AdrenalMedia.com

  • Aus Fahrersicht: Simon Trummer in Mexiko

    Aus Fahrersicht: Simon Trummer in Mexiko

    14303685_1239344862776491_304770043_oDas Debüt in Mexiko war etwas ganz besonderes. Allein schon zum Land könnte man eine ganze Geschichte schreiben. Auch wenn ich in bestimmten Gegenden gemischte Gefühle habe, bin ich dennoch fasziniert von der Kultur und den Menschen hier.

    Was die Strecke und die Organisatoren betrifft, ziehe ich meinen Hut! Das war eine fantastische Veranstaltung. Ich fand die Tage auf dem Autódromo Hermanns Rodríguez wirklich toll! Allerdings ist die Strecke etwas gewöhnungsbedürftig und nach meinem Geschmack nicht hundertprozentig für die WEC geeignet.

    Aus sportlicher Sicht betrachtet, verlief das Rennwochenende für uns zufriedenstellend. Abgesehen vom ersten Training, in welchem der Motor streikte, konnten wir in den folgenden Sessions eine gute Performance abliefern. Mit meinen eigenen Leistungen bin ich ebenfalls zufrieden, meine Rundenzeiten waren in der LMP1-Privatklasse wirklich konkurrenzfähig.

    Im Rennen konnte ich darauf aufbauen. Leider fing unser Bolide erneut Feuer – doch wir hatten Glück im Unglück und ich konnte das Auto zurück an die Box bringen. Dort gaben die Jungs alles und wir konnten nach 20 Minuten wieder zurück auf die Strecke und das Rennen beenden.

    Aktuell ist es nicht einfach für uns aber wir sind auf einem guten Weg und ich denke, dass wir in Texas daran anknüpfen können.

    Beste Grüsse
    Simon

     

  • Porsche gewinnt Debütrennen in Mexiko

    Porsche gewinnt Debütrennen in Mexiko

    Das Finale der ersten sechs Stunden von Mexiko war die Krönung eines unvergesslichen Rennens. Alle Teilnehmer gingen mit ihren Fahrzeugen ans Limit und sorgten für einen der besten Läufe des Jahres. Das Duell Audi gegen Porsche überschattete die gesamte Renndauer und blieb auch bis zum Ende spannend, als sich die Stuttgarter den Debüt-Sieg in einem spannendes Finale sicherten.

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    Bereits in den ersten drei Stunden des Rennens sorgten zahlreiche Abflüge und Dreher für Aufregung. Diese legte sich auch in der zweiten Hälfte nicht, denn kurz nach Beginn der vierten Stunde berührte Wolf Henzler im KCMG-Porsche die Labbre Corvette, so dass diese vom Kurs abkam. Nur eine Runde später kam es nicht weit entfernt zur nächsten Berührung mit der Corvette. Diesmal war es jedoch der SMP-Bolide mit der #27, welcher in Mitleidenschaft gezogen wurde und sich drehte.

    Im Bereich des Stadions wurde die Strecke zunehmend nasser und Porsche nutzte das für ein geschicktes Überholmanöver. Brandon Hartley zog knapp an Loic Duval im Audi vorbei und scherte vor der Corvette wieder ein. Durch die nachfolgende Kurven-Kombination kam der Audi-Pilot nicht  am GT-Fahrzeug vorbei und musste Porsche erneut die Spitze überlassen.

    Als erstes LMP1-Team wechselte Toyota auf Regenreifen. Es dauerte nicht lange bis auch Porsche seine beiden Boliden in die Box holte, um auf Nummer sicher zu gehen. Audi schätzte die Gefahr geringer ein und beschloss den Wagen von Oliver Jarvis weiter auf Trockenreifen zu lassen. Zwar konnte er dadurch die Gesamtführung zurückgewinnen, musste diese aber schnell wieder abgeben, als seine Bremsen nicht reagierten und er das Fahrzeug frontal in die Wand steuerte. Durch diesen Unfall war ein längerer Reparatur-Aufenthalt nötig und ein Sieg rückte in weite ferne.

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    Souverän gestartet zeigte Aston Martin ein fehlerfreies Rennen und konnte sich die Plätze eins und drei sichern.

    Bei Toyota zahlte sich die Reifenstrategie aus, denn im weiteren Rennverlauf konnte Stephane Sarrazin mit seinem Wagen den Porsche-Pilot Marc Lieb überholen und den dritten Gesamtrang einnehmen. Durch das geschickte Manöver der Japaner bildete sich eine zweite Kampfgruppe an der Spitze. Während der Porsche #1 mit dem Audi #7 weiter um die Gesamtführung kämpfte, duellierte sich der Porsche #2 mit den Toyota #6 um den dritten Platz.

    In der LMP2-Klasse führte G-Drive unangefochten die Spitze an, während sich Signatech-Alpine und RGR Sport by Morand dahinter um die zweite Position stritten. Dieser Kampf fand jedoch ein schnelles Ende, als die französische Mannschaft eine Boxendurchfahrtsstrafe antreten musste. Daraufhin konnte RGR Sport by Morand den zweiten Platz übernehmen.

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    Nach der Poleposition konnte sich RGR Sport by Morand auch den großen Traum vom ersten Sieg in Mexiko erfüllen.

    In der Schlussphase spitzten sich die Kämpfe an den beiden LMP-Spitzen nochmals zu. Nachdem die russische G-Drive-Mannschaft über lange Zeit die LMP2-Klasse  anführte, sorgte ein Feuer an der rechten Vorderradbremse für einen Dreher und den anschließenden Führungsverlust. In der LMP1 bereitete der wiedereinsetzende Regen den Teams Kopfzerbrechen. Während der Audi Nummer sieben auf Intermediate Reifen wechselte, blieb der Porsche #1 bei seinen Slicks und konnte sich so schließlich den Sieg vor den Ingolstädtern sichern. Den dritten Platz holte der Toyota mit der Startnummer sechs.

    Der LMP2-Sieg ging an das mexikanische Team von RGR Sport by Morand, welche vor Signatech-Alpine und Extreme Speed Motorsport die Ziellinie überqueren konnten. In der LMGTE-Pro konnte der Ferrari #51 kurz vor Ende nochmal aufholen, schaffte es aber nicht, der #97 von Aston Martin den Sieg abzujagen. Die Polesetter vom Fahrzeug #95 kamen nur auf Position drei ins Ziel. Der Sieg in der LMGTE-Am Klasse ging an den Wagen mit der #88 von Abu Dhabi-Proton Racing vor AF Corse (#83) und dem KCMG-Porsche.

    Bilder. FIA WEC Pressematerial

  • Halbzeit bei den 6 Stunden von Mexiko

    Halbzeit bei den 6 Stunden von Mexiko

    2016-6-Heures-de-Mexico-Adrenal-Media-GT7D5608_hdDie Hälfte des ersten Mexiko-Rennens ist vorbei und in allen Klassen kämpfen die Teams weiter um die Spitze. Während Audi und Porsche um die LMP1-Krone streiten, musste RGR Sport by Morand herbe Rückschläge in der LMP2 einstecken.

    Noch in der Startphase konnte der Audi Nummer sieben am Porsche 919 Hybrid vorbeiziehen und sich hinter dem Schwesternfahrzeug mit der Nummer acht platzieren. Toyota hatte nach den Turbulenzen der vergangenen Tage weiter schwer zu kämpfen und konnte keine Position gutmachen. Besser lief es hingegen in der LMP1-Privatwertung. Hier konnte das ByKolles-Team den Start gewinnen und ließ den Rebellion mit der Startnummer 13 hinter sich.

    In den anderen drei Klassen konnten die Polesetter ihre Position verteidigen und in einen Führungsplatz umwandeln. Größere Kämpfe gab es jedoch im Hinterfeld. So wollte der Ford #66 in der GT-Pro zum Überholen ansetzen, als er von der Strecke abkam und sich drehte. In der LMP2 legte G-Drive einen Gang zu und zog nach nur wenigen Runden am Signatech Alpine vorbei.

    2016-6-Heures-de-Mexico-Adrenal-Media-GT7D0478_hdDie ersten Stunden wurden dominiert durch viele Ausreißer und Dreher im gesamten Feld. So kam es in der GT-Am zu einer Berührung zwischen dem Führenden Aston Martin #98 und dem Gulf-Porsche #83, welcher einen Dreher zur Folge hatte. Nur kurze Zeit später touchierte der Manor #44 den Wagen von Extreme Speed Motorsports (#31) und kam ebenfalls von der Strecke ab.

    Eine Kollision des SMP-Protoypen #37 mit der Bande sorgte schließlich dafür, dass die erste Full-Course-Yellow-Phase des Rennens ausgerufen wurde. Viele Wagen nutzte diesen Moment für einen längeren Aufenthalt in der Box. Durch einen geschickten Stopp schaffte es die Mannschaft von G-Drive, RGR Sport by Morand zu überholen und die Spitzenposition einzunehmen. Mark Webber konnte unterdessen die Gesamtführung von Lucas di Grassi übernehmen.

    Stabil blieb das Feld hingegen in der LMGTE-Pro. Aston Martin konnte mit seinen Wagen #95 und #97 seit Rennbeginn die Spitze anführen und musste keine Angst vor der Konkurrenz haben. Hauptgegner Ferrari war zwischenzeitlich mit dem immer stärker werdenden Ford-Team beschäftigt und konnte nur mit großer Mühe gegen die US-Amerikaner bestehen.

    2016-6-Heures-de-Mexico-Adrenal-Media-GT7D4240_hdIn der LMP2-Klasse ging der Kampf zwischen RGR Sport by Morand und G-Drive Racing ungehindert weiter und beide machten sich gegenseitig die Spitze streitig. Nach einer Berührung beider konnte Signatech Alpine als Sieger hervorgehen und die Führung übernehmen. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch an der Gesamtspitze ab, wo Audi den Kampf gegen Porsche auf eine neue Stufe hob und erneut den ersten Platz einnehmen konnte.

    Kurz vor Ende der dritten Stunde wurde es zunehmend feuchter in Mexiko und die Rennleitung gab die Regenreifen offiziell zur Verwendung frei. Nur wenige Minuten später folgte zudem eine weitere Full-Course-Yellow-Phase, um Trümmerteile in mehreren Kurven zu bergen.

    Bilder: FIA WEC Pressematerial

  • Beeindruckende Doppelpole für Aston Martin

    Beeindruckende Doppelpole für Aston Martin

    DSC_7643Nachdem das Aston Martin Werksteam bereits in den Trainings eine unglaubliche Performance an den Tag legte, konnten die Briten diese auch im Qualifying beibehalten und sich die Pole-Position für das Rennen sichern. In der LMP1-Klasse platzierte sich Audi knapp vor Porsche auf dem ersten Startplatz. Bei den LMP2-Fahrzeugen sorgte RGR Sport by Morand für ein wahres Highlight.

    Aston Martin geht bei den 6 Stunden von Mexiko in beiden GT-Kategorien von der Poleposition an den Start. Mit einer Rundenzeit von 1:40.458 sicherte sich das Trio aus der #95 die vorderste Startposition. Knapp dahinter landete das Schwesterfahrzeug #97. Ferrari kämpfte auch im Qualifying schwer, schaffte es jedoch über einen dritten Startplatz nicht hinaus. Erstaunlich gut war hingegen der Proton-Porsche #77 unterwegs. Dieser konnte sich gegen die beiden Ford und den Ferrari #71 beweisen und die vierte Startposition einfahren.

    Auch in der LMGTE-Am steht beim Rennen ein Aston Martin auf Pole. Das Trio der #98 konnte seine Trainingsergebnisse nochmals verbessern und mit 1:42.437 die schnellste Zeit einfahren. Hinter den Briten geht Proton-Porsche #88 gefolgt vom ebenfalls starken Gulf Racing Team an den Start.

    IMG_3647In der LMP1 waren Loic Duval und Lucas di Grassi nicht zu bremsen und sicherten dem Team dank fehlerfreier Runden den ersten Startplatz. Der Porsche Nummer zwei kämpfte mit allen Mitteln gegen den starken Audi, konnte sich durch den dichten Verkehr auf der Strecke aber nicht verbessern. Am Ende mussten sich die Stuttgarter mit dem zweiten Startplatz zufriedengeben. Den dritten Startrang belegte der Audi Nummer sieben in letzter Sekunde, als er sich kurz vor Ende der Session auf 1:25.350 verbessern konnte.

    Ein wahres Highlight lieferte RGR Sport by Morand in der LMP2. Organisator, Teamchef und Lokalmatador Ricardo González legte die entscheidende Rundunzeit zurück und sicherte dem ersten mexikanischen WEC-Team die Poleposition beim Renndebüt in Mittelamerika. Signatech Alpine schaffte es trotz einer Kollision kurz vor Schluss, eine 1:35.819 abzuliefern und Position zwei zu holen. Vom dritten Rang nimmt das britische Strakka-Team das Rennen morgen in Angriff.

    Bilder: Endurance Archive

  • Zusammenfassung der ersten Freien Trainings

    Zusammenfassung der ersten Freien Trainings

    Die ersten beiden Trainings in Mexiko sind vorbei und noch scheint das Kräfteverhältnis ausgeglichen. Während Audi im FP1 vorlegte und sich die beiden vordersten Positionen sicherte, zog Porsche in der zweiten Session nach und schnappte den Ingolstädtern die Spitze weg.

    In der LMP1-Klasse bahnt sich ein Duell auf Augenhöhe an. Sowohl im ersten, als auch im zweiten Training kämpften Audi und Porsche auf dem gleichen Level und konnten sich nur knapp vor den Konkurrenten setzen.

    Weniger erfolgreich lief es hingegen für Toyota. Während Anthony Davidson nach einer Prellung nicht weiter in Mexiko teilnehmen kann und auch beim Rennen fehlen wird, schaffte es die Nummer sechs gar nicht erst konkurrenzfähige Zeiten zu fahren. Nach einem Unfall wurde der TS050 Hybrid so stark beschädigt, dass ein Einsatz in beiden Trainings nicht mehr möglich war.

    Während Aston Martin den Ton in der LMGTE-Pro angibt, liegt Manor in der LMP2 aktuell nur auf dem zweiten Rang.
    Während Aston Martin den Ton in der LMGTE-Pro angibt, schaffte es Manor in der LMP2 nur auf dem dritten Rang.

    Ebenfalls spannend ging es in der LMGTE-Pro zu. Aston Martin überraschte mit starken Rundenzeiten und schaffte es Ferrari und Ford in Schach zu halten. Nach der Überraschung im FP1 legten die Italiener in der zweiten Session jedoch nach und platzierten sich mit nur 0,005 Sekunden Abstand auf dem dritten Rang. Bei Ford hingegen ist noch Luft nach oben, denn auch nach dem zweiten Freien Training fahren die US-Amerikaner der Konkurrenz mehr als eine Sekunde hinterher.

    Bei den LMP2-Fahrzeugen enttäuschten die Lokalmatadoren von RGR Sport by Morand im ersten Training. Trotz zahlreicher Runden schaffte es das Team rund um Ricardo González nicht über Rang acht hinaus. Der Druck, die Fans vor Ort zu beeindrucken, ist jedoch immens und so gaben die Mechaniker alles um den Prototypen zu verbessern. Die Arbeit zahlte sich aus, denn bereits im zweiten Training positionierte sich die #43 von G-Drive und Manor an der Klassen-Spitze.

    Nach einer langen Durststrecke geht es bei Gulf Racing endlich aufwärts. In beiden Trainings lag die #86 an der Spitze ihrer Klasse.

    Eine große Überraschung gab es in der LMGTE-Am. Nachdem das Team Gulf Racing die ganze erste Saisonhälfte mit Problemen zu kämpfen hatte, schien in Mexiko der Fluch gebrochen. In beiden Trainings-Sessions fuhr die #86 vor den Proton-Porsche #88 und den Aston Martin #98.

    Das finale Training beginnt heute um 17:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Später am Abend ab 21:10 Uhr starten dann die GTE-Fahrzeuge in Qualifying, bevor die beiden Prototypen-Klassen um 21:40 Uhr an der Reihe sind.

    Bilder: Endurance Archive

  • „Es wird eines der besten Rennen des Jahres“

    „Es wird eines der besten Rennen des Jahres“

    DSC_7856An diesem Wochenende feiert die WEC ihr Debüt in Mexiko. Das Autódromo Hermanos Rodríguez ist unerforschtes Terrain und alle gehen mit den gleichen Voraussetzungen an den Start. Wir haben mit Audi-Pilot Lucas di Grassi über seine Vorbereitung und den Neuzugang im Rennkalender gesprochen.

    „Die sechs Stunden von Mexiko werden eines der besten Rennen des Jahres.“ erzählte Lucas di Grassi im Interview mit Endurance Archive. „Ich bin froh, dass die WEC den Weg nach Mexiko wagt. Die Menschen dort lieben den Motorsport und sind stolz ein Teil davon zu sein. Das wurde mir erstmals im Rahmen der Formel E Anfang des Jahres bewusst.“

    In einem Interview berichtete uns Ricardo González, dass die 6 Stunden von Mexiko gewissermaßen die 6 Stunden von Sao Paul ersetzen. Dessen ist sich auch Lucas di Grassi bewusst. Auch wenn er lieber ein Heimrennen im Kalender hätte, ist der Lauf in Mexiko für ihn ein nahezu ebenbürtiger Ersatz: „Das Rennen der Formel E war einfach grandios. Nicht nur die Strecke hat Spaß gemacht, es waren vor allem die Fans vor Ort. Wenn das Stadion mit 50.000 Menschen voll besetzt ist, gibt es dir ein unbeschreibliches Gefühl und man freut sich jedes Mal wenn man durchfährt.“

    Noch alles offen: Lucas di Grassi, Oliver Jarvis und Loic Duval teilen sich aktuell den zweiten Rang in der WM-Wertung.

    Trotz gleicher Strecke kann der Audi-Fahrer jedoch keinerlei Vorteile aus seinem Formel E-Rennen gewinnen. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Layouts. Während die WEC die „Pista Completa“ der Formel 1 benutzt, wurde für Formel E eine eigene Streckenführung entworfen. „Das einzige was ich schon kenne ist die Start-Ziel-Gerade mit der Boxengasse“, scherzt der 32-Jährige.

    Der fünfte Saisonlauf markiert die Halbzeit im WEC-Kalender und ist Maßgebend im Hinblick auf die Weltmeisterschaft. Aktuell führt Porsche mit 106-Punkten die Tabelle an, doch sein Wagen mit der Nummer 8 ist nur 33-Zähler entfernt. „Wir befinden uns nicht in der besten Ausgangslage, aber trotzdem ist noch alles möglich“, resümiert der LMP1-Fahrer. „Noch sind fünf Rennen mit je 25 Punkten zu entscheiden. Der WM-Titel ist definitiv in Reichweite und wir werden alles geben, um uns diesen zu sichern.“

    Interview: Endurance Archive
    Bilder: Endurance Archive

  • Ricardo González über das WEC-Debüt in Mexiko

    Ricardo González über das WEC-Debüt in Mexiko

    DSC_7471Am 3. September startet die WEC erstmals in Mexiko. Es ist ein neues Rennen und ein neues Land, das Teil der Langstrecken-Weltmeisterschaft wird. Doch was wissen wir wirklich über den Neuzugang im Kalender? Wir haben mit Promoter und Rennfahrer Ricardo González über das bevorstehende Rennen gesprochen.

    Nach der Absage der 6 Stunden von Sao Paulo entstand eine Lücke auf der WEC-Weltkarte. Währen Europa, Asien und Nordamerika mindestens einen Lauf im Kalender haben, gehen die Lateinamerikanischen Länder zukünftig leer aus. Diesem Problem war sich auch Ricardo González bewusst und sah den Ausfall von Brasilien als Chance, die Langstrecken-Szene in seiner Heimat zu etablieren.

    Ricardo González zeichnet sich nicht nur für das erste mexikanische WEC-Team verantwortlich, sondern auch für die Premiere der Weltmeisterschaft im eigenen Land.

    „Die Gespräche mit Gerard Neveau begann bereits im letzten Jahr bei den 6 Stunden von Spa“, erzählt der Mexikaner Endurance Archive. „Wir waren uns beide schnell einig, dass wir Mittel- und Südamerika nicht aus den Augen verlieren dürfen. Kurz darauf begannen wir mit einer groben Planung und ich wurde zunächst Co-Promoter des Projektes.“ Im Verlaufe des letzten Jahres nahm der Rennfahrer jedoch eine immer zentralere Position ein und fand sich schnell in der Rolle des Chef-Promoters wieder.

    Oberstes Planungsziel war für ihn die Schaffung einer Basis, um eine neue Generation an Fans für den Motorsport zu begeistern. Das letzte Rennen in Mexiko fand im Jahr 1992 statt und ist nur noch den älteren gegenwärtig. Durch die lange Abwesenheit gingen die jungen Menschen verloren und hatten keine Chance den Motorsport für sich zu entdecken.

    Nach einer langen Planungsphase steht der 38-Jährige kurz vor dem Ziel, die WEC in seine Heimat zu bringen.

    Doch die Mexikaner sind von der Mentalität ähnlich wie die brasilianischen Fans und wollen wieder Autorennen in ihrer Heimat, verriet Ricardo González: „Die Menschen hier sind laut, bunt und treu. Wenn du ihnen eine Plattform bietest, nehmen sie diese dankend an und binden sich an sie. Die WEC ist perfekt, um der Jugend diese Basis zu bieten.“

    Mit der Rückkehr der Formel 1 im vergangenen Jahr wurde ein Stein ins Rollen gebracht. Doch für die Einwohner sind die Ticketpreise nach wie vor zu teuer und nur ein kleiner Teil kann sich diese leisten. „Wenn ich die WEC nach Mexiko bringe war meine Bedingung, dass jeder dieses Rennen verfolgen kann“, macht der 38-Jährige klar. „Mit den richtigen Partnern konnten wir dieses Ziel schließlich erreichen und die Eintrittspreise sogar noch unter dem Serien-Durchschnitt ansiedeln. Kinder, die kleiner sind als 1,20 Meter, können zudem an allen Tagen kostenfrei an die Strecke und auf die Tribünen.“

    Mit dem Autódromo Hermanns Rodríguez könnte der Nürburgring in Sachen Zuschauerrekord Konkurrenz bekommen, denn auch González rechnen mit 60.000 Fans an der Strecke.

    Ricardo González ist zufrieden mit der Planung und schaut optimistisch auf das kommende Event: „Beim ersten Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez rechnen wir mit rund 60.000 Zuschauern. Geöffnet sind alle permanenten Tribünen an der Strecke. Im Fahrerlager und den öffentlichen Bereichen gibt es zudem drei Fanzones, wo die Menschen die Serie kennenlernen können. Es gibt einen Go-Kart-Kurs und DJs werden an allen drei Tagen für Live-Musik sorgen.“

    Das die 6 Stunden von Mexiko ein Erfolg werden, scheint für die Organisatoren und die WEC-Führung bereits festzustehen. Aus diesem Grund wurde der Vertrag anders anfänglich beim Nürburgring nicht für ein Jahr, sondern gleich für drei Jahre geschlossen. Ob es eine Zukunft darüber hinaus gibt, ist einzig und allein von den Fans vor Ort abhängig. Der Grundstein für eine Etablierung von Mexiko im Kalender ist aber gelegt.

    Interview: Endurance Archive
    Bilder: Endurance Archive