In einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen duellierten sich Audi und Porsche um die Spitze am Circuit of the Americas. Nach sechs Stunden konnte Porsche die Oberhand gewinnen und seine Siegesserie fortsetzen. Dicht hinter der Nummer 1 kamen der Audi #8 und der Toyota #6 ins Ziel. In der LMP2 zeigte Signatech Alpine den Teams RGR Sport by Morand und G-Drive Racing die Schranken auf und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. In den LMGTE-Klassen konnte Aston Martin seine beiden Pole-Positionen ebenfalls in einen Sieg verwandeln.

Die zweite Hälfte der 6 Stunden vom Circuit of the Americas begann mit einem Schockmoment für die Audi-Mannschaft. Der Wagen mit der Nummer 7, welcher bis zu diesem Zeitpunkt das Gesamtfeld anführte, blieb auf der Strecke stehen. Nach einem Neustart konnten die Ingolstädter das Rennen wiederaufnehmen, mussten jedoch die Führung abgeben.
In der LMGTE-Pro Klasse konnte Aston Martin weiter die erste Position verteidigen. Nicki Thiim, welcher das Steuer übernommen hatte, legte nochmals einen Gang zu und lieferte eine neue schnellste Rennrunde mit 2:05.405 Minuten. Dicht hinter den Briten konnten sich die beiden Ferrari platzieren, schafften jedoch noch nicht den entscheidenden Zug, um zu überholen.

In der LMP1-Kategorie war Toyota zunehmend schneller unterwegs. Von einem Moment auf den nächsten, wurde die Nummer 5 jedoch langsamer und kam an die Box. Ein Plattfuß am hinteren rechten Rad war der Grund für den ungeplanten Stopp. Weiter vorn im Feld gab es ebenfalls Probleme mit den Slicks. Der Porsche #2 meldete Auffälligkeiten am Heck und kam zum unplanmäßigen Reifenwechsel rein.
Die Aufholjagt von Baxi DC Racing wurde unterdessen abrupt gestoppt. Durch eine Kollision mit dem Ford #66 drehte sich der Prototyp und musste mit einer beschädigten Frontpartie an die Box kommen. Für Stefan Mücke (#66) lief es nach dem Unfall nicht viel besser, den er landete im Kies und verlor durch die Bergung viele wertvolle Minuten.

Bereits wenige Runden später kam die #35 erneut an die Box. Durch einen Schaden an der Aufhängung wurde der Wagen ein weiteres Mal beschädigt und musste repariert werden. Die #27 von SMP Racing bog kurzdarauf ebenfalls in die Boxengasse ein, um die 20-Sekunden-Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung während einer FCY-Phase anzutreten.
An der Spitze des Gesamtfeldes lag Audi unterdessen in Führung. Am Ausgang der 18. Kurve erwischte jedoch der Ford #66 die Nummer 7 und der Audi kollidierte mit der Wand. Nur langsam fand Benoit Treluyer den Weg an die Box, um mehrere Reparaturen durchführen zu lassen.
Kurz vor Ende des Rennens wurde der Ford #66 erneut in die Box gerufen. Diesmal musste er eine Durchfahrtsstrafe absolvieren, da er die Anzahl der zulässigen Reifen pro Rennen überschritten hatte. Nur wenige Minuten später schleppte sich auch der Manor #44 rein, da die hintere rechte Aufhängung des Wagens beschädigt war.
Bilder: FIA WEC Pressematerial (AdrenalMedia.com)






Das Debüt in Mexiko war etwas ganz besonderes. Allein schon zum Land könnte man eine ganze Geschichte schreiben. Auch wenn ich in bestimmten Gegenden gemischte Gefühle habe, bin ich dennoch fasziniert von der Kultur und den Menschen hier.




Die Hälfte des ersten Mexiko-Rennens ist vorbei und in allen Klassen kämpfen die Teams weiter um die Spitze. Während Audi und Porsche um die LMP1-Krone streiten, musste RGR Sport by Morand herbe Rückschläge in der LMP2 einstecken.
Die ersten Stunden wurden dominiert durch viele Ausreißer und Dreher im gesamten Feld. So kam es in der GT-Am zu einer Berührung zwischen dem Führenden Aston Martin #98 und dem Gulf-Porsche #83, welcher einen Dreher zur Folge hatte. Nur kurze Zeit später touchierte der Manor #44 den Wagen von Extreme Speed Motorsports (#31) und kam ebenfalls von der Strecke ab.
In der LMP2-Klasse ging der Kampf zwischen RGR Sport by Morand und G-Drive Racing ungehindert weiter und beide machten sich gegenseitig die Spitze streitig. Nach einer Berührung beider konnte Signatech Alpine als Sieger hervorgehen und die Führung übernehmen. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch an der Gesamtspitze ab, wo Audi den Kampf gegen Porsche auf eine neue Stufe hob und erneut den ersten Platz einnehmen konnte.
Nachdem das Aston Martin Werksteam bereits in den Trainings eine unglaubliche Performance an den Tag legte, konnten die Briten diese auch im Qualifying beibehalten und sich die Pole-Position für das Rennen sichern. In der LMP1-Klasse platzierte sich Audi knapp vor Porsche auf dem ersten Startplatz. Bei den LMP2-Fahrzeugen sorgte RGR Sport by Morand für ein wahres Highlight.
In der LMP1 waren Loic Duval und Lucas di Grassi nicht zu bremsen und sicherten dem Team dank fehlerfreier Runden den ersten Startplatz. Der Porsche Nummer zwei kämpfte mit allen Mitteln gegen den starken Audi, konnte sich durch den dichten Verkehr auf der Strecke aber nicht verbessern. Am Ende mussten sich die Stuttgarter mit dem zweiten Startplatz zufriedengeben. Den dritten Startrang belegte der Audi Nummer sieben in letzter Sekunde, als er sich kurz vor Ende der Session auf 1:25.350 verbessern konnte.
Die ersten beiden Trainings in Mexiko sind vorbei und noch scheint das Kräfteverhältnis ausgeglichen. Während Audi im FP1 vorlegte und sich die beiden vordersten Positionen sicherte, zog Porsche in der zweiten Session nach und schnappte den Ingolstädtern die Spitze weg.


An diesem Wochenende feiert die WEC ihr Debüt in Mexiko. Das Autódromo Hermanos Rodríguez ist unerforschtes Terrain und alle gehen mit den gleichen Voraussetzungen an den Start. Wir haben mit Audi-Pilot Lucas di Grassi über seine Vorbereitung und den Neuzugang im Rennkalender gesprochen.

Am 3. September startet die WEC erstmals in Mexiko. Es ist ein neues Rennen und ein neues Land, das Teil der Langstrecken-Weltmeisterschaft wird. Doch was wissen wir wirklich über den Neuzugang im Kalender? Wir haben mit Promoter und Rennfahrer Ricardo González über das bevorstehende Rennen gesprochen.

