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  • Aston Martin dominiert das zweite Training

    Aston Martin dominiert das zweite Training

    13843392_1115999371776356_713896317_o-800x533Das Aston Martin Team konnte am Freitagnachmittag nochmal einen Gang zulegen. Nach der verpassten Spitzenposition im ersten Training ließ man der Konkurrenz in der zweiten Session keine Chance und setzte sich an die Spitze. Unverändert hingegen das Bild in der LMP1-Kasse. Hier kämpfte das Porsche Team weiterhin gegen die beiden Audi, konnte sich erneut im Fernduell behaupten.

    Mit einer Rundunzeit von 1:56.908 sicherte sich Richie Stanaway die Spitzenposition der LMGTE-Pro. Gleich zu Beginn des zweiten Training konnten die Briten mit beiden Wagen schnelle Zeiten zurücklegen. Im weiteren Verlauf schloss die Konkurrenz auf, doch jeder neue Top-Wert wurde umgehend durch einen der beiden Aston Martin übertrumpft. Nach langem Kampf konnten sich schließlich die Mannschaft von AF Corse die Rängen zwei und drei sichern.

    In der LMGTE-Am lief es hingegen nicht ganz optimal für die Briten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden sie die passende Abstimmung, hatten jedoch schwer mit der immer stärker werdenden Konkurrenz zu kämpfen. Am Ende der 90 Minuten fuhr der AF Corse Ferrari #83 mit einer Zeit von 1:59.200 an die Spitze. Die Plätze zwei und drei sicherten sich Labbre Competition und die Nummer 88 von Abu Dhabi-Proton Racing.

    13843582_1198298620214449_1647188978_o-800x533In der LMP1-Klasse war Toyota auch im zweiten Training nicht wirklich konkurrenzfähig und kam nur schwer mit den Zeiten der beiden deutschen Teams mit. Der Porsche #1 konnte am Ende erneut gegen Audi gewinnen und  fuhr mit 1:40.997 auf die Spitzenposition. Toyota kam in der zweiten Session näher an die Konkurrenz ran, schaffte es mit seiner Nummer 6 (1:41.822) trotzdem nicht unter die Top-3.

    Bei den LMP2-Wagen fuhr G-Drive mit einer 1:48.965 ganze 1,066 Sekunden schneller als die Konkurrenz und konnte fehlerfrei den ersten Platz einfahren. Die Positionen zwei bis sechs machten die Wagen von Manor, Strakka und Signatech-Alpine unter sich aus. Alle fünf Fahrzeuge lagen nur wenige Zehntelsekunden auseinander und lieferten sich einen Kampf bis zum Ende der Session.

    Bilder: Endurance Archive

  • Porsche übertrumpft Audi im ersten Training

    Porsche übertrumpft Audi im ersten Training

    IMG_2507Bereits im ersten freien Training lieferten sich die Teams enge Duelle an der Spitze. Während sich bei den LMP1-Fahrzeugen Porsche knapp gegen Audi durchsetzen konnte, erwachte Aston Martin in der LMGTE-Pro zu neuem Leben und setzte der Konkurrenz ordentlich zu.

    Im ersten Training sicherte sich Porsche nach 90 Minuten die Positionen eins und zwei. Nachdem sich Audi am Anfang der Session vorne platzieren konnte, deutet alles auf eine Doppelspitze für die Ingolstädter hin. Doch kurz vor Ende fand man bei Porsche die richtige Abstimmung und konnte sich mit beiden Wagen vor der Konzerntochter platzieren. Mit 1:41.703 (#2) und 1:41.750 (#1) setzten sich die Porsche  919 an die Spitze.

    IMG_2493In der LMP2-Klasse bewies Alex Brundle, dass er den Platz bei G-Drive verdient und fuhr den Oreca 05 mit einer 1:50.748 an die Spitze. Auf den Rängen zwei, drei und vier lieferten sich Manor, Strakka und Extreme Speed Motorsports ein Duell im Bereich von Zehntelsekunden. Am Ende schaffte es die #44 mit einer 1:51.436 knapp vor die beiden Kontrahenten.

    Die beiden LMGTE-Klassen dominierte zur Überraschung vieler das Aston Martin Team. Nach vielen Testfahrten in den vergangenen Wochen, konnten die Briten ihr GT-Fahrzeug verbessern und fuhren im erste Training den Gegnern davon. Während sich die #98 in der Am-Kategorie Platz eins sichern konnte, verlor die #97 ihre Führung wenige Sekunden vor Schluss an den Ferrari #51.

    Bilder: Endurance Archive

  • Henzler rechnet mit Podium am Nürburgring

    Henzler rechnet mit Podium am Nürburgring

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    An diesem Wochenende gastiert die Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem GP-Kurs des Nürburgrings. In Vorbereitung auf das 6-Stunden-Rennen haben wir von Endurance Archive mit Porsche-Pilot Wolf Henzler über sein Heimspiel und die bisherige Saison gesprochen. 

    WM: Wolf, wie würdest du deine bisherige Saison beim Team KCMG beschreiben?
    WH: „Ich glaube man kann wirklich sagen, dass wir in der aktuellen WEC-Saison nicht mit Erfolgen verwöhnt wurden. Das gesamte Team hat in Silverstone, Spa und Le Mans einen super Job gemacht, doch leider machten uns zusätzliche Boxenstopps und Reparaturen immer wieder einen Strich durch die Rechnung.“

    WM: Konntet Ihr wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Fahrzeugs in Le Mans sammeln?
    WH: „Natürlich. Wir Fahrer konnten an dem Le Mans Wochenende viel Zeit im Fahrzeug verbringen und somit zahlreiche Kilometer abspulen. Zudem lagen wir bei nassen Bedingungen besonders gut im Rennen.“

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    Am Nürburgring möchte Wolf Henzler mit seinen Teamkollegen in die Top-3 fahren

    WM: Wie blickst du auf dein bevorstehendes WEC-Heimrennen? Ist der persönliche Erfolgsdruck  bei solch einem Event größer oder gehst du an jeden Weltmeisterschaftslauf gleich heran?
    WH: „Ich blicke dem Rennen auf dem Nürburgring sehr positiv entgegen und freue mich auf mein Heimspiel. Der Druck ist allerdings nicht viel größer als bei allen anderen Rennen.“

    WM: Was ist eure Zielsetzung für den Nürburgring? Welches Ergebnis ist realistisch betrachtet für euch drin?
    WH: „Jetzt nach den 24 Stunden von Le Mans sind die Karten neu gemischt. Ohne größere Probleme im Rennen dürfte ein Podestplatz im Bereich des Möglichen sein.“

    WM: Wenn du die letzten Jahre Revue passieren lässt, was ist der Moment am Nürburgring an den du dich gern zurück erinnerst?
    WH: „Da gibt es so einige Momente. Wenn ich etwas weiter zurück blicke, dann erinnere ich mich natürlich gern an meine Porsche Carrera Cup Rennen auf der GP-Strecke. Aber auch an die Nordschleife habe ich viele schöne Erinnerungen, wie beispielsweise meinen dritten Platz beim 24-Stunden-Rennen im Jahr 2015.“

    Bilder: 1:Porsche-Motorsport, 2:Endurance Archive

     

     

     

  • Schafft Ford auch einen Sieg am Nürburgring?

    Schafft Ford auch einen Sieg am Nürburgring?

    27960021086_509da66f34_zBei den 24 Stunden von Le Mans 2016 schaffte Ford das Unglaubliche und holte einen Comeback-Sieg, 60 Jahre nach dem Debüt. Bereits im Vorfeld gab es viel Kritik an der Vorgehensweise des US-Teams und auch die Balance of Performance (BoP) trug einen großen Teil zum Überraschungserfolg bei. Nun steht mit den 6 Stunden vom Nürburgring das vierte WEC-Rennen ins Haus. Doch wie aussagekräftig ist die gezeigte Leistung im Hinblick auf die weitere Saison?

    Das kommende Rennen am Nürburgring wird ein Schlüsselmoment für das junge Werksteam. Denn nach dem Sieg in Le Mans blickt die Langstreckenwelt gespannt auf den nächsten Lauf und viele Fans hoffen auf einen erneuten Podiumsplatz. Doch die Umstände sind nicht die gleichen wie an der Sarthe und die Herausforderung wird um einiges schwieriger.

    Im Juni trat das Ford Chip Ganassi Team mit vier LMGTE-Pro Fahrzeugen beim 24-Stunden-Rennen an. Während die beiden IMSA-Wagen #68 und #69 dank den vergangenen Saisonrennen bereits auf mehr Knowhow zurückblicken konnten, stand das WEC-Gespann #66 und #67 erst vor seinem dritten Saisonrennen.

    In Le Mans schaffte es der Ford #69 auf Platz drei und verpasste die bessere Position nur um wenige Sekunden.

    Im vergangenen Rennen hat das Ford Chip Ganassi Team UK einen großen Sprung nach vorne gemacht und konnte von der Erfahrung des „Team US“ profitieren. Doch unklar ist wie viel weiter vorne beide Wagen aktuell sind. Hinzu kommt noch die äußerst starke Konkurrenz um die beiden Ferrari #51 und #71, welche unabhängig von den BoP-Vorgaben durchweg Glanzleistungen ablieferte. Nicht zu unterschätzen ist auch das Aston Martin-Duo. In den vergangenen Wochen hat die Mannschaft viel in der Eifel getestet und wird mit einigen Updates nach Deutschland reisen.

    Ein weiterer Ford-Sieg in Folge ist trotz des Ergebnisses aus Le Mans eher unwahrscheinlich. Sollten sie aber erneut nach ganz vorn fahren können, würden die 25 Punkte eine stabile Basis im Hinblick auf den Meisterschaftstitel schaffen. In diesem Falle wäre es einzig und allein die Zuverlässigkeit, welche über ein Wunder am Jahresende entscheidet.

    Bilder: Endurance Archive (James Clarke)

  • Ford verlängert WEC-Programm bis 2019

    Ford verlängert WEC-Programm bis 2019

    Nach dem eindrucksvollen Comeback-Sieg in Le Mans, hat Ford die Lust am Langstreckensport wiederentdeckt und will weitere Siege erringen. Heute kündigte der US-Autobauer an, dass man der WEC über die nächsten drei Jahre die Treue halten wird.

    Mindestens bis Ende des Jahres 2019 wird Ford sein Werksprogramm in der WEC unterstützen. Als Ziel für die kommenden Jahre steckt sich Ford die Erprobung neuer Technologien, welche in der Serienproduktion Verwendung finden sollen. „Wir betreiben Motorsport zwar, um Rennen zu gewinnen, in erster Linie wollen ihn jedoch für die Weiterentwicklung bestehender Technologien nutzen.“ erklärt Ford-Vizepräsident Raj Nair.

    Bereits seit Jahrzehnten dient Le Mans als Bühne für neue Ansätze und Ford will diese Tradition in den kommenden drei Jahren mit seinem GT-Programm fortsetzen. So soll der EcoBoost-Motor maßgeblich die Entwicklung der Serien-Antriebe beeinflussen.

    Nach dem Sieg in Le Mans steht Ford hinter seinem Werksprogramm und wird den GT bis 2019 weiterentwickeln.
    Wie bereits in den 60er Jahren will Ford sein Langstrecken-Programm nutzen, um neue Materialien und Technologien unter härtesten Bedingungen zu testen.

    Neben dem Antrieb will man das radikale Design des Ford GT in den kommenden Jahren weiter anpassen, um diese Aerodynamik-Bauteile auf Serienfahrzeuge zu übertragen. Außerdem wird die Materialforschung einen wichtigen Punkt bei Ford einnehmen. Leichtere und stabilere Stoffe sollen im Motorsport getestet werden, bevor sie in Serienwagen Verwendung finden.

    Der Schritt von Ford ist wichtig für die Automobilindustrie und die Enge Verzahnung von Motorsport mit der Serienentwicklung ist das, was die Langstrecke ausmacht. Mit der Zusicherung bis 2019 zeigt Ford der Konkurrenz, dass die WEC eine Rennserie mit Zukunft ist und könnte so weiteren Herstellern den Weg ebnen.

    Quelle: Ford-Pressemitteilung
    Bild: Endurance Archive (James Clarke)

  • Leena Gade nimmt Abschied von Audi

    Leena Gade nimmt Abschied von Audi

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    Leena Gade bekommt die Le-Mans-Tropähe von 2011 als Abschiedsgeschenk überreicht. Bild mit (links nach rechts) André Lotterer, Ralf Jüttner, Benoit Tréyuler and Marcel Fässler

    Über die vergangenen 15 Jahre betrachtet sind die Erfolge von Audi in Le Mans sowie im gesamten Langstreckensport einzigartig. Oft sind es nur die Fahrer, welche die Ovationen für Rennsiege und Meistertitel in empfang nehmen. Doch hinter jedem Audi-Erfolg steht eine Armee aus Mechanikern und Ingenieuren, die Tag und Nacht arbeiten um sicherzustellen das jedes Rennen nach Plan verläuft.  

    Leena Gade hatte bei den 24 Stunden von Le Mans 2016 ihren letzten Einsatz für die Audi-Mannschaft, nachdem sie fast ein ganzes Jahrzehnt für den deutschen Wagenbauer als Ingenieurin fungierte. Im Jahr 2007 begann sie für die Ingolstädter zu arbeiten und konnte bereits bei ihrem zweiten Le-Mans-Rennen einen Erfolg feiern. An der Seite von Howden “H” Haynes betreute Gade als Dateningenieurin den siegreichen Audi R10 #2 vom Team Sport North America.

    Schon bald darauf macht Leena Gade den Schritt von der Dateningenieurin zur Renningenieurin und betreute erstmals im Jahr 2011 das Erfolgstrio André Lottere, Marcel Fässler und Benoit Tréyuler im Le Mans Cup. In einem der atemberaubendsten Le-Mans-Rennen, in welchem Audi zwei von drei Prototypen in heftigen Unfällen verlor, gelang es Gade ihren noch verbleibenden R18 mit einem 13 sekündlichen Vorsprung als erstes über die Ziellinie zu leiten.

    Auch in den Folgejahren konnte Gade mit ihrem Audi-Team weitere Erfolge einfahren. Mit Lotterer, Tréyuler und Fässler holte sie 2012 und 2014 zwei weitere Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans. Zudem sicherte sich die Mannschaft im Jahr 2012 den Weltmeistertitel der FIA Langstrecken-WM.

    Trotz einer gewissen Zurückhaltung beim Thema „Frauen im Motorsport“, schrieb Leena Gade in Le Mans Geschichte und siegte als erste Renningenieurin beim Kultrennen an der Sarthe. Zudem ist sie eine Vertreterin der FIA-Kommission „Frauen im Motorsport“, welche mehr talentierte weibliche Ingenieure in den Motorsport einbinden möchte.

    Trotz ihrer Verabschiedung vom Audi-Kader, wird sich die Britin auf keinen Fall aus dem Motorsport zurück ziehen. Für die Schwestermarke Bentley wird Gade zukünftig das Kundensport-Programm in den USA leiten. Als Abschiedsgeschenk bekam sie die Le-Mans-Siegestrophäe aus dem Jahr 2011 überreicht. Es gibt keine Zweifel daran, dass Leena Gade in den vergangenen Jahren für Le Mans, die WEC und den Motorsport im allgemeinen einen großen Beitrag geleistet hat. Das Team von Endurance Archive wünscht ihr alles Gute für die Zukunft.

    Bild: Audi Media Center

     

  • Unsere 24 besten Bilder aus Le Mans

    Vor einer Woche sicherte sich die Porsche-Mannschaft rund um Neel Jani, Romain Dumas und Marc Lieb den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. In einem packenden Finale konnte das Team mit der Startnummer #2 den in der letzten Runde liegengebliebenen Toyota #5 überholen und sich den Gesamtsieg sichern. In diesem Bilder-Rückblick  lassen wir von Endurance Archive das Spektakel an der Sarthe noch einmal Revue passieren.

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    Bilder: Endurance Archive

  • Aus Fahrersicht: Simon Trummer in Le Mans

    Aus Fahrersicht: Simon Trummer in Le Mans

    Simon_Trummer_LeMansDie Le Mans Woche startete für uns sehr positiv. Mein Team hat das Auto nach dem offiziellen Testtag optimal vorbereitet und alle neuen Teile rechtzeitig anpassen können. Auch unser Test auf dem Flugplatz, welchen wir am Dienstag absolvierten, verlief zufriedenstellend.

    Doch dann der grosse Schock im freien Training. Unser Auto fing Feuer und brannte hinter dem Monocoque fast vollständig aus. Die Jungs mussten die ganze Nacht durchgearbeitet, um unseren Boliden wieder an den Start zu bekommen. Was sie innerhalb der kurzen Zeit geleistet haben, ist einfach unglaublich!

    Wir schafften es an der Qualifikationen teilnehmen, konnten jedoch den Grossteil unserer Runden nur im Regen absolvieren. Aufgrund dieser langsamen Rundenzeiten kam es dann zur Rückversetzung in der Startaufstellung.

    ByKolles_LeMansNach einer wunderschönen und eindrucksvollen Fahrerparade, folgte dann endlich der Rennstart am Samstag. Leider streikte unser Motor schon vor der Startaufstellung und wir mussten das Rennen aus der Box in Angriff nehmen. Sofort merkten Pierre, Oliver und ich, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis wir aufgeben müssen.

    Wir hatten nie die volle Leistung zur Verfügung und fuhren am Ende gegen die GT-Fahrzeuge. Das war nicht nur eine schlechte Performance, sondern auch ein gefährliches Unterfangen. Zwei Mal hatte ich Pech und der Motor ging Geraden mangels Öldruck einfach aus.

    Schliesslich konnten wir bis Sonntagmorgen sieben Uhr weiterfahren, ehe ich unser Auto wegen eines Motorschadens in den Porsche Kurven abstellen musste. Erneut brannte im hinteren Teil fast alles aus. Ich muss sagen, dass ich von meinem zweiten Le-Mans-Wochenende sehr enttäuscht bin.

    Das Team hat wirklich einen tollen Job gemacht, wurde dafür aber überhaupt nicht belohnt. Auch wir drei Fahrer haben keine grossen Fehler gemacht und mussten trotzdem mit leeren Händen nach Hause gehen. Sei es so, die Zukunft wird neues bringen. Am Nürburgring, wo wir im letzten Jahr die Privatwertung gewinnen konnten, werden wir erneut angreifen.

    Beste Grüsse
    Simon

    Bilder: Endurance Archive

  • Ferrari gegen Ford: Neuauflage einer Rivalität

    Ferrari gegen Ford: Neuauflage einer Rivalität

    01_Ford_Ferrari_StartIm Jahr 1966 faszinierte Ford mit einem Dreifachsieg in Le Mans die Massen und schrieb sich auf ewig in die Geschichtsbücher ein. Noch heute erzählt man sich von den 60er Jahren, als der US-Fahrzeugbauer nach Europa kam und alle sprachlos machte. Zum Jubiläum 50 Jahre später kehrte Ford zurück, um ein weiteres Mal Geschichte zu schreiben. Viele hielten es für Größenwahn und die Kritiker waren skeptisch. Doch genau diesen hat es Ford gezeigt und sich mit dem Sieg ein weiteres Mal in den Geschichtsbücher verewigt.

    Als Ford 2015 ankündigte, nächstes Jahr in den Internationalen Langstreckensport zurückzukehren, geschah dies mit einem Ziel: Die 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen. Nach der Blamage von Nissan in der LMP1, wirkte diese Ankündigung Größenwahnsinnig und viele gaben den Amerikanern keine echte Chance sich zu beweisen.

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    Die vielen Testfahrten haben sich ausgezahlt: Dank der intensiven Vorbereitung, konnte Ford den eigenen Worten auch Taten folgen lassen.

    In Detroit wusste man mit den kritischen Stimmen umzugehen und startete mit ausreichend Zeit in die Entwicklung des neuen Ford GT. Nach monatelanger Arbeit ging es am Mittwoch vor dem Rennen schließlich ins erste Qualifying. Während Aston Martin, Corvette und Porsche mit der Balance of Performance zu kämpfen hatten und nur schwer auf gute Rundenzeiten kamen, entfachte an der Spitze der Kampf zweier Erzrivalen.

    Es wirkte wie ein Blick zurück in die 60er Jahre, als Ferrari und Ford Jahr für Jahr um die Spitze kämpften. Was 1966 mit einem überraschenden Top-3 Sieg in Le Mans begann, entwickelte sich mit jedem Rennen zu einer größeren Rivalität.

    Beim Qualifying erwachte der Zwist zu neuem Leben, als wäre Ford nie weg gewesen. Nachdem sich der US-Autobauer mit Ende des Q3 die Startplätze eins und zwei endgültig sichern konnte, war die Provokation perfekt und der Kampfgeist der bis dato dominanten Italiener geweckt.

    Bereits im Qualifying hatte Ferrari schwer gegen mit Ford GT zu kämpfen und ließ keine Strategie unversucht, um sich doch noch die Pole zu sichern.

    Das Rennen startete am Samstag regenbedingt hinter dem Safety Car und knapp eine Stunde musste Ferrari die Bremslichter der beiden Ford von hinten ertragen. Als der 84. Lauf in Le Mans dann freigegeben wurde, begann ein Kampf ohne Gnade. In der LMGTE-Pro formierten sich zwei Seiten und die vier Ford GT nutzten jede Chance um den Ferrari von AF Corse und Risi Competizione eins auszuwischen.

    Im Verlauf des Rennens musste Ford dann erste Rückschläge hinnehmen und mehrfach zur Reparatur an die Box. Ferrari ging vorbei und konnte sich einige Zeit an der Spitze festsetzen. Doch als man sich in Sicherheit wiegte, häuften sich die Probleme bei beiden AF Corse Ferrari und Ford konnte sich die Führung zurückholen.

    Am Ende Lag die #68 von Ford auf der ersten Position, nur wenige Sekunden vor dem Ferrari #82. Hinter dem 488 GTE fuhren zwei weitere Ford GT auf den Positionen drei und vier. Die Italiener hatten es nicht geschafft, die selbstsicheren Amerikaner in ihre Schranken zu weisen und konnten den für unmöglich gehaltenen Comeback-Sieg nicht verhindert.

    Nach 24 Stunden konnte sich Ford die Podestplätze eins (#68) und drei (#69) sichern. Der Ferrari #82 landete auf dem zweiten Rang.

    Was wir erlebt haben, ist der Beginn eines neuen großen Kapitels im Langstreckensport. Es ist die Rivalität zweier Marken, die Jahrzehnte überdauert hat und auch nach langer Pause wieder zu neuem Leben entfacht. Ford hat den Worten auch Taten folgen lassen und nur um ein Haar einen erneuten Dreifachsieg verpasst.

    In den kommenden WEC-Rennen geht es nun um den Titel der Weltmeisterschaft und auch diesen werden die Amerikaner versuchen, den Italienern vor der Nase wegzuschnappen. Wir dürfen gespannt sein, ob der Newcomer den Routinier auch am Saisonende schlagen kann. Möglich ist in dieser Saison jedenfalls alles.

    Bilder: Endurance Archive