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  • Kommentar: Ein Rennen für die Ewigkeit

    Kommentar: Ein Rennen für die Ewigkeit

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    Jedes Jahr Mitte Juni gibt es einen Sonntag-Nachmittag, wo ich völlige Leere in mir fühle. Zu diesem Zeitpunkt bin ich 36 Stunden wach und mental sowie körperlich völlig am Ende. Der Nachmittag nach diesem besonderen Rennen hinterlässt ein Loch, welches ich ein ganzes Jahr ertragen muss, bis es sich wieder füllt. Über die Jahre gewöhnt man sich langsam daran, doch nach dem jüngsten Rennen war es besonders schlimm.

    Es gibt Jahre, wo sich diese Leere mit tieferen Gefühlen verbindet und mich nicht mehr loszulassen schein. Solch eine Zeit war 2013, als Allan Simonsen im Rennen sein Leben verlor oder auch 2007, als McNish, Capello und Kristensen mit unzähligen Kilometern Vorsprung kurz vor Ende kollidierten und das Rennen nicht beenden konnten. Es sind diese besonderen Emotionen die dich als Fan auf ewig zeichnen und das Rennen so einzigartig machen.

    Das 84. Rennen in Le Mans war für mich eines dieser ganz besonderen, dass auf ewig bleiben wird. Über die gesamte Distanz kämpften Porsche und Toyota gegeneinander und schenkten sich nichts. In der letzten Stunde behielt Toyota die Oberhand und führte das Rennen auch nach Fahrertausch und Full-Service weiter an. Nach 31 Jahren und 18 Versuchen war der Le Mans Sieg für die Japaner zum Greifen nahe. Die Langstrecken-Welt rückte zusammen, um Toyota auf seinen letzten Metern zu unterstützen.

    Doch eine Runde vor Schluss ging ein Schock durch meinen Körper, als der Prototyp der Japaner liegenblieb. Kurz darauf holte der Porsche auf und gewann die 24 Stunden. In mir sprudelten die unterschiedlichsten Gefühle und in jeder Sekunde übernahm eine andere Emotion die Führung. Mit diesem Ausgang hätte niemand rechnen können und ich konnte meine Gedanken eine ganze Weile nicht in Worte fassen.

    13493535_1616763961967336_1240892378_oDie Emotionen, welche wir an diesem Sonntag-Nachmittag erlebten, zeigt in nur wenigen Sekunden, was diesen Sport ausmacht. Langstreckenrennen sind nicht nur irgendeine Art von Motorsport, es ist ein ganz besonderes Erlebnis, welches für zukünftige Generationen erhalten werden muss.

    Für Toyota wird der Schmerz schneller vorübergehen und man wird zuversichtlich in die nächsten Rennen starten, ohne einen Gedanken an die Niederlage zu verschwenden. Den größten Sieg der eigenen Fahrerkarriere jedoch kurz vor dem Ende zu verlieren, ist sehr schmerzhaft und die Piloten werden vermutlich etwas länger brauchen, um drüber hinweg zu kommen.

    Doch am Ende kann es nur einen Sieger geben und das 84. Rennen in Le Mans konnte Porsche für sich entscheiden. Wir gratulieren dem Team zu seinem 18. Le Mans-Sieg und bedanken uns bei allen Teilnehmern für diese Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich werde mich noch lange an dieses Rennen zurückerinnern und freu mich schon auf nächstes Jahr, wenn Toyota gestärkt zurückkommen wird, um zu zeigen das sie gewinnen können.

    Bild 1: Toyota Motor Corp. – Pressematerial
    Bild 2: Endurance Archive (Ton Kerdijk)

  • Nachträgliche Strafen für Ferrari und Ford

    Nachträgliche Strafen für Ferrari und Ford

    13453400_1176759215701723_808792348_o-800x533Der LMGTE-Pro-Gewinner Ford und der Zweitplatzierte Risi Competizione Ferrari wurden nach dem gestrigen Lauf beide nachträglich mit Strafen belegt. Trotz dieser Maßnahme bleibt das Rennergebnis unverändert und das Trio Müller, Hand und Bourdais weiterhin Sieger der 24 Stunden von Le Mans.

    Knapp 20 Minuten vor Schluss wurde dem Fahrzeug #82 von Giancarlo Fisichella, Toni Vilander und Matteo Malucelli die Schwarz-Orange Flagge gezeigt. Diese signalisiert einer Mannschaft umgehende die Box anzusteuern, um eine Beschädigung zu beheben. Im Fall von Risi Competizione war das Lead-Light-System defekt und die Rennleitung bestand auf einer Reparatur.

    Da man mit einem solch späten Boxenstopp den Podiumsplatz riskieren würde und bereits weitere Mannschaften mit defektem Lead-Light unterwegs waren, entschlossen die Teamleitung, die Ansage der Rennkommisare zu ignorieren. Das Verhalten hatte eine Durchfahrtsstrafe für den Ferrari #82 zur Folge, die man aber ebenfalls nicht antrat. Risi Competizione bekam von der Rennleitung nachträglich die 20 Sekunden Strafe auf die Abschlusszeit angerechnet. Dank des Vorsprungs auf den Ford #69, kann das US-Team seinen 2. Platz jedoch halten.

    Das Siegerfahrzeug #68 war in der letzten Slowzone zu schnell gefahren und wurde durch das Verfolgerfahrzeug #82 bei der Rennleitung gemeldet. Dieser Regelverstoß hatte 50 Strafsekunden zur Folge, welche noch während des Rennens angerechnet wurden, sich aber nicht auf das Endergebnis auswirkten. Beim abschließenden Scrutineering wurden jedoch Unstimmigkeiten bei den Reifensensoren festgestellt, welche kurz nach dem Rennen mit weiteren 20 Strafsekunden belegt wurden.

    Die Zusatzstrafe hätte zur Folge gehabt, dass der Ferrari #82 den LMGTE-Pro-Sieg erben würde. Doch aufgrund der eigenen Strafe wegen des Vorfalls mit dem defekten Lead-Light, ändert sich auch die Abschlusszeit von Risi Competizione und das Podiumsergebnis bleibt unverändert.

    Quelle: Sportscar365
    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans: Porsche holt Sieg in letzter Minute

    Le Mans: Porsche holt Sieg in letzter Minute

    Die Porsche-Mannschaft um Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas gewinnt die 24 Stunden von Le Mans in der finalen Runde. Durch einen technischen Defekt im Toyota #5 von Kazuki Nakajima musste sich die Japaner nach 24 Stunden geschlagen geben.

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    Nachdem sich Porsche über die gesamte Distanz mit dem führenden Toyota an der Spitze duellierte, sah eine Stunde vor Schluss alles nach einem Sieg für den Toyota TS050 Hybrid #5 aus. Doch das vermeintliche Siegertrio Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima verlor in der vorletzten Runde an Leistung und wurde vom Verfolger-Porsche #2 rund um Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas in überholt.

    Die Toyota-Piloten Kamui Kobayashi, Mike Conway und Stéphane Sarrazin, welche in den Nachtstunden für lange Zeit die Spitze anführten, landeten nach einem außerplanmäßigen Boxenstopp auf dem zweiten Gesamtrang. Platz drei sicherten sich die Audi-Piloten Lucas Di Grassi, Oliver Jarvis und Loic Duval im Audi #8.

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    In der GTE-Pro Klasse konnte Ford Chip Ganassi Racing mit dem Auto #68 Geschichte schreiben. Genau 50 Jahre nach dem phänomenalen Dreifachsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, gelang es den Polsettern Dirk Müller, Joey Hand und Sébastien Bourdais einen Start-Ziel-Sieg zum Jubiläumsrennen einzufahren.

    Die amerikanische Ferrari-Mannschaft Risi Competizione, die bis zum Ende um den Sieg in der GTE-Pro Klasse kämpfte, beendete den Rennklassiker mit den Piloten Toni Vilander, Giancarlo Fishchella und Matteo Malucelli auf Rang zwei. Den dritten Platz sicherten sich die Ford-Kollegen Ryan Brisco, Richard Westbrook und Scott Dixon im Fahrzeug mit der Startnummer #69.

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    Das Fahrertrio Richelmi Stéphane, Nicolas Lapierre und Gustavo Menezes fuhr im LMP2-Boliden von Signatech Alpine den ersten Klassensieg in Le Mans ein. Mit einer Runde Rückstand überquerte das amtierende LMP2-Meisterteam G-Drive Racing rund um Roman Rusinov, René Rast und Will Stevens die Ziellinie auf dem zweiten Rang. Das russische Gespann Vitaly Petrov, Victor Shaytar und Kirill Ladygin landeten im eigenentwickelten SMP-Boliden auf Platz drei.

    In der GTE-Am Klasse sicherte sich Ferrari einen Doppelsieg. Die Scuderia-Corsa-Piloten William Sweedler, Townsend Bell und Segal Jeffrey holten nach einem nahezu fehlerfreien Rennen den Klassensieg vor den Markenkollegen Emmanuel Collard, Rui Aguas und Francois Perrodo im AF Corse Ferrari #83. Das Porsche Team Abu Dhabi Proton Racing sicherte sich mit den Fahrern Khaled Al Qubaisi, David Heinemeier Hansson und Patrick Long den dritten Rang der Amateur-Kategorie.

    Hier geht es zu den Stunden 19-24

    Bilder: Endurance Archive

  • Le Mans: Toyota kurz vor erstem Le Mans Sieg

    Le Mans: Toyota kurz vor erstem Le Mans Sieg

    Die 24 Stunden von Le Mans 2016 entwickeln sich zum wahren Nervenkitzel. Toyota hält sich mit seinem Fahrzeug #5 wacker an der Spitze und könnte in wenigen Minuten seinen ersten Le Mans Sieg einfahren. Jedoch folgt der Porsche #2 den Japanern auf Schritt und Tritt mit dem festen Ziel eines Start-Ziel-Sieges vor Augen.

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    Sébastien Buemi konnte sich am Vormittag problemlos mit seiner Nummer 5 an der Spitze des Feldes halten. Mike Conway versuchte mehrfach die Führung zurückzuerobern, wurde aber vom Schweizer Teamkollegen blockiert. Fast wäre das Rennen für den Wagen #6 vorzeitig zu Ende gewesen, da Conway bei einem Manöver knapp von einem LMGTE-Am-Ferrari verfehlt wurde. Hätte er ein paar Sekunden später reagiert, wäre der italienische Sportwagen mit ihm kollidiert und die Siegesträume dahin.

    In der LMGTE-Pro-Klasse konnte Dirk Müller trotz absolvierter Durchfahrtsstraße seine Podiumschancen aufrechterhalten. Da der Ferrari #82 etwas Tempo rausnahm und der Ford #68 hingegen an Geschwindigkeit zulegte, konnte sich der Deutsche pro Runde um fünf Sekunden verbessern und sich damit wieder in Schlagdistanz bringen.

    Nachdem der Aston Martin #98 vergangenes Jahr bereits kurz vor Schluss kollidierte, wiederholt sich das Bild auch 2016 und das Trio schied erneut vorzeitig aus.
    Nachdem der Aston Martin #98 vergangenes Jahr bereits kurz vor Schluss kollidierte, wiederholt sich das Bild auch 2016 und das Trio schied erneut vorzeitig aus.

    Kurze Zeit später schloss der Porsche #2 in der LMP1 schnell zum Toyota #6 von Mike Conway auf und kam dem japanischen Prototypen gefährlich nahe. Doch bevor es zum Angriff der Stuttgarter kam, rettet sich der Brite in die Box und zwang somit sein Schwesternfahrzeug #5 und den Polesetter mit der #2 in der Folge Runde zum Stopp. Der Porsche kam wenige Sekunden eher auf die Strecke und konnte die Führung vor den Fahrzeugen #5 und #6 übernehmen.

    Nachdem sich Kambi Kobayashi lange Zeit hinter dem Porsche in Stellung gebracht hat, wollte der Japaner zum Angriff ansetzten. Doch in diesem Moment drehte er sich  Ausgangs der Porsche-Kurven und parkte den Wagen im Kies. Nach 20 Sekunden konnte er sich wieder aus eigenem Antrieb befreien, verlor aber den Anschluss zur Spitzengruppe und begrub damit die letzte Chance auf den Le Mans Sieg für die #6.

    Nach dem der Bereich in den Porsche-Kurven gesichert war, dauerte es nicht lange, bis Matthew Rao im selben Bereich die Kontrolle über seinen Manor #44 verlor. Grund für den Einschlag in die Streckenbegrenzung war ein Teil des Radkastens, welcher sich bei einer Berührung auf Höhe der Indianapolis-Kurve gelöst hatte und nun die Lenkung blockierte.

    Beim Le Mans Debüt schaffte es die britische Manor-Mannschaft nicht, 24 Stunden zu bestehen. Für die #44 war das Rennen kurz vor Schluss zu Ende.
    Beim Le Mans Debüt schaffte es die britische Manor-Mannschaft nicht, 24 Stunden zu bestehen. Für die #44 war das Rennen kurz vor Schluss zu Ende.

    Kurz vor 12 Uhr drehte sich der Ferrari #82 ebenfalls am Ausgang der Porsche-Kurven und landete im Kiesbett. Durch diesen ungeplanten Ausflug verlor Toni Vilander wertvolle Zeit und verschaffte dem Ford #68 eine weitere Möglichkeit um aufzuschließen.

    In der LMP2-Klasse scheint währenddessen der Sieg von Signatech-Alpine fest zementiert. Das französische Team konnte in den vergangenen Stunden einen Vorsprung von zwei Runden gewinnen und die Konkurrenz um den G-Drive #26 wird es schwer haben wieder aufzuschließen. Sollte der Wagen nicht unvorhergesehene den Geist aufgeben, ist die Nummer #36 der Klassensieg nicht mehr zu nehmen.

    Der jüngste Ausfall des Rennens kommt aus der LMP2-Klasse. Nachdem die deutsche Pegasus-Mannschaft schon mehrfach in der Mulsanne-Kurve strandete, hatte Ines Taittinger ihren Prototypen nicht mehr unter Kontrolle und steuerte ihn ins Kiesbett. Nachdem sie sich ausgraben konnte, qualmte das Heck wenige Minuten später und der Wagen ging in Flammen auf.

    Hier geht es zu den Stunden 13-18

    Bilder: Endurance Archive

  • Le Mans: Nach 18 Stunden noch kein Sieger in Sicht

    Le Mans: Nach 18 Stunden noch kein Sieger in Sicht

    Die 24 Stunden von Le Mans liegen zu drei Vierteln hinter uns und noch immer ist kein klarer Sieger zu erkennen. Über die vergangenen 6 Stunden setzten Porsche und Toyota ihr Wechselspiel an der Spitze fort und ließen keine Chance ungenutzt, um dem Gegner die Führung abzujagen.

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    Zur Halbzeit ging der Toyota Nummer 6 mit 43 Sekunden in Führung. Der Porsche #2 war gerade zum „Full Service“ in der Box und nahm die Verfolgungsjagd vom zweiten Gesamtrang auf. Mit jedem Boxenstopp übernahm der Gegner die Spitze. Der Kampf um die Führung glich einem Wechselspiel, welches die Piloten beider Wagen trotz einsetzender Müdigkeit und nachlassender Konzentration fehlerfrei fortsetzten.

    Während in der LMP1-Klasse Strategie und Durchhaltevermögen das Bild prägten, war in der LMP2 Glück der wichtigste Faktor. Nachdem sich der G-Drive #26 mühsam die Führung zurückerobert hatte, folgte wenige Minuten später eine Strafe für zu schnelles Fahren in einer Slowzone. Das Schicksal teilte der SMP #27, welcher aus gleichem Grund eine ganze Minute in der Box stehenbleiben musste. Während der Signatech-Alpine erneut die Spitzenposition übernahm, setzte sich der Thiriet by TDS hinter den Franzosen fest und setzte die Piloten in der #36 zusehend unter Druck.

    Trotz mehrere Rückschläge ließ der G-Drive #38 nicht locker und kehrte immer wieder zur Spitze zurück.

    In den Folgestunden kehrte so etwas wie Ruhe auf der Strecke ein und die Fahrer nahmen Tempo raus, um die Wagen zu schonen. In der LMP1-Klasse führte der Toyota #6 mit 14 Sekunden Abstand auf das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 5. Porsche hielt sich zurück und führte nur spärlich Angriffe auf die beiden Fahrzeuge durch. Auch in den anderen Kategorien gingen die Überholmanöver zurück und niemand wagte unnötige Manöver.

    Kurz vor sechs Uhr begann es zu dämmern und die Sonne ließ sich wieder am Circuit de la Sarthe blicken. Es schien, als würden die Fahrer aus ihrem Ruhezustand erwachen und schlagartig wurde die Rundenzeiten in allen Kategorien schneller. Den ersten Abflug bei Tageslicht machte der Pegasus-Wagen mit der #28. Zum vierten Mal in diesem Rennen steuerte ein Pilot des Teams den Wagen ins Kiesbett bei der Mulsanne-Kurve. Wie durch ein Wunder konnte Leo Roussel auch diesmal das Rennen unbeschädigt fortsetzen.

    Nach einer längeren Ruhephase in den LMGTE-Feldern, setzte Corvette dieser mit einem Paukenschlag ein Ende. Kurz vor dem Dunlop-Bogen verlor Tommy Millner die Kontrolle über seine Corvette #64 und fuhr Frontal in einen Reifenstapel. Das Rennen für den gelben US-Boliden war damit frühzeitig beendet und eine längere Slowzone folgte für den Streckenabschnitt. Die Streckenposten benötigten eine ganze Weile um den Boliden zu bergen und die Sicherheitselemente wiederherzurichten. An der LMP1-Spitze nutzten die Kontrahenten den Moment um die Box anzusteuern. Während der Toyota #6 voll im Plan lag, änderte man beim Porsche #2 kurzerhand die Strategie und holte den Wagen bereits nach 10 anstatt 14 Runden rein.

    Nachdem Ford die Nachtphase gut überstanden hatte, folge in den Morgenstunden der Angriff auf den Ferrari #82.
    Nachdem Ford die Nachtphase gut überstanden hatte, folge in den Morgenstunden der Angriff auf den Ferrari #82.

    Keine 20 Minuten später folgte die nächste Slowzone, als Nelson Panciatici seinen Prototypen mit der Nummer 35 in die Schikane auf der Hunaudieres-Geraden lenkte. Durch einen Ausritt ins Kiesbett blockierte die Lenkung beim Fahrzeug von Baxi DC Racing und der Wagen landete in der Beton-Mauer. Durch eine gebrochene Radaufhängung konnte Panciatici sein Heimrennen nicht mehr fortsetzen.

    Nur zehn Minuten nach diesem Zwischenfall ging der ByKolles ausgangs der Porsche-Kurven in Rauch auf. Ähnlich wie im freien Training brach ein Feuer am Heck aus und Flammen loderten aus dem hinteren rechten Radkasten. Trotz schnellen Eingreifens von Simon Trummer, konnte er einen größeren Schaden nicht mehr abwenden und der Wagen blieb am Streckenrand liegen.

    Kurz bevor die Rennleitung alle Slowzones aufheben konnte, strandete der Thiret by TDS im Kiesbett. Der Oreca 05 mit der Startnummer #46 steckte so tief fest, dass man den zweiten Platz nicht mehr halten konnte und das Rennen vorzeitig beenden musste. Mit jeder Minute ließ die Konzentration der Piloten sichtlich nach und immer mehr Trümmerteile sammelten sich auf der Strecke. Zur Sicherheit aller Beteiligten entschied sich die Rennleitung, das Safety Car einzusetzen um die Ordnung wiederherzustellen.

    Der Porsche #2 lieferte sich ein Wechselspiel mit den beiden Toyota-Boliden und hat derzeit noch beste Chancen auf den Gesamtsieg.
    Der Porsche #2 lieferte sich ein Wechselspiel mit den beiden Toyota-Boliden und hat derzeit noch beste Chancen auf den Gesamtsieg.

    Nach der langen Safety Car-Phase hatte der Porsche #2 die Führung übernommen und die beiden Toyota lauerten dicht hinter ihm. Bereits wenige Minuten nach dem Restart konnte sich Sebastien Buemi nicht mehr halten und attackierte seinen Teamkollegen mit aller Kraft. Mit Mike Conway im Schlepptau konnte Buemi den Porsche #2 von Neel Jani noch vor der Boxenausfahrt überholen und somit die Spitze übernehmen.

    Ähnlich spannend entwickelte sich auch der Kampf in der LMGTE-Pro nach dem Safety Car. Viele Stunden konnte der Ferrari #82 von Giancarlo Fisichella, Toni Vilander und Matteo Malucelli die Spitzenposition verteidigen. Doch nach den vielen langsamen Runden wollten die Fahrer der beiden Ford #68 und #69 endlich am italienischen Sportwagen vorbei und feuerten aus allen Rohren.

    Nach vielen erfolglosen Angriffen, kamen die beiden US-Fahrzeuge nicht über die Plätze zwei und drei hinaus. Zu allem Unglück wurde gegen die #68 eine Strafe wegen Unstimmigkeiten beim Tankstopp verhängt und der Wagen verlor so endgültig den Anschluss auf die Spitze.

    Hier geht es zu den Stunden 7-12

    Bild 1: FIA WEC Pressematerial (AdrenalMedia.com)
    Bilder 2-4: Endurance Archive

  • Le Mans: Porsche macht Boden gut

    Le Mans: Porsche macht Boden gut

    Nachdem die ersten sechs Stunden der 24 Stunden von Le Mans durch eine lange Regenphase und zahlreiche Rad-an-Rad Kämpfe geprägt wurden, gingen die Duelle in der Nacht zwischen 21:00 und 03:00 Uhr in allen Fahrzeug-Klassen weiter.  

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    Nach den ersten sechs Rennstunden konnte sich die Toyota-Mannschaft #6 an der Spitze weiter vom Porsche #2 absetzen und einen Vorsprung von mehr als einer Sekunde heraus fahren. Während in der GTE-Pro Klasse Toni Vilander im Ferrari 488 vom Team Risi Competizione drei Ford GT Boliden hinter sich halten konnte.

    Mit Beginn der siebten Stunde entstand eine erneute „Slowzone“ in der Mulsanne-Kurve. Grund dafür war erneut der Prototyp vom Team Pegasus Racing, welcher mit Inès Taittinger am Steuer in der Streckenbegrenzung landete. Zeitgleich wurde auch in den Porsche-Kurven die gelben Flaggen geschwenkt, da die Corvette vom Team AAI nach einem Bremsfehler ins Kiesbett landete. Gut zehn Minuten nach der Bergung des GTE-Am Fahrzeuges, rutschte der Aston Martin mit der Startnummer #99 an der gleichen Stelle ins Aus und verursachte eine weitere „Slowzone“.

    Auch Ford-Pilot Mario Franchitti machte sich in der siebten Stunde des Rennens vertraut mit der Streckenbegrenzung in der Mulsanne-Kurve und schlug nahezu ungebremst mit seinem Boliden in die Reifenstapel der Strecke ein. Währenddessen konnte das Audi Team #7, welches im Laufe des Rennens einen Turbolader austauschen musste, weiter Boden gut und verbesserte sich Runde für Runde. Nachdem der Porsche 919 Hybrid #1 knapp neun Stunden auf Rang drei mit der Spitze mithalten konnte, wurde das Team erneut vom Pech heimgesucht und in die Box geschoben. Die Mechaniker rund um das Fahrertrio Bernhard/Webber/Hartley arbeiteten fieberhaft am Fahrzeug der amtierenden Weltmeister um es so schnell wie möglich wieder auf die Strecke zu schicken.

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    G-Drive Pilot Will Stevens wartet in der Box auf seinen Renneinsatz

    Doch auch der Audi #7 hatte erneut mit technischen Problemen zu kämpfen und das Team musste den LMP1-Boliden zurück an die Box rufen. Im Gegensatz zu Porsche , konnten die Ingolstädter das Problem schnell beheben und den Wagen nach zirka zehn Minuten wieder auf die Strecke bringen. Um so tiefer die Nacht wurde, um so mehr häuften sich die Ausrutscher und Unfälle der Teams. Eine halbe Stunde vor Mitternacht gab es so viele Fahrzeuge neben der Strecke und Trümmerteile auf dem Kurs, das die Rennleitung das Safety Car auf die Strecke sendete. Nach dieser zwanzigminütigen Phase, in welcher unter anderem Leitplanken repariert wurden, gab es einen Führungswechsel. Durch einen Boxenstopp schaffte es die Porsche-Mannschaft #2 am Toyota #6 vorbei.

    Fünfzehn Minuten nach Mitternacht sorgte die Mannschaft von Pegasus Racing erneut für Aufsehen. Diesmal landete der LMP2-Bolide im Kiesbett der Arnage. Währenddessen bog der Polesetter Neil Jani zu einem Boxenstopp ein und gab Toyota-Pilot Mike Conway somit die Möglichkeit, den ersten Rang wieder zu übernehmen. Derweil konnte das Porsche-Team #1 die Reparaturen am Fahrzeug beenden und es mit einem Rückstand von 15 Runden zurück auf den Kurs schicken. Allerdings schaffte Brendon Hartley nichtmal eine halbe Runde und das Auto blieb erneut stehen. Nach einer langsamen Fahrt konnte der Neuseeländer den 919 Hybrid zurück an die Box bringen.

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    In der GTE-Pro Klasse absolviert die AF Corse Mannschaft bisher die schnellsten Boxenstopps

    KCMG-Pilot Richard Bradley war auf dem französischen Kurs ebenfalls sehr langsam unterwegs. Nachdem er das Fahrzeug wieder in den höheren Drehzahlbereichen fahren konnte, verlor der Brite seinen LMP2-Boliden bei den Porsche-Kurven und schied somit aus dem Rennen aus. Während Porsche weiter unter Hochdruck an der defekten Wasserpumpe des Autos mit der Nummer #1 arbeitete, festigte sich das Bild an der Gesamtspitze mit einer Doppelführung von Toyota. In der GTE-Pro Klasse mussten die Stuttgarter währenddessen einen Verlust hinnehmen. Nach einem Ölleck musste das Team den Porsche 911 GTE #91 aus dem Rennen zurück ziehen.

    Nachdem der Porsche massig Öl auf der Strecke verteilt hatte, musste das Safety Car erneut ausrücken. Während dieser Phase setzte leichter Nieselregen über der Strecke ein, welcher die Taktiken der Teams jedoch nicht beeinflusste. Nach dem Neustart hatte Ferrari-Pilot Davide Rigon mit einem Problem zu kämpfen und rutschte mit seinem Boliden in der Tertre Rouge ins Kiesbett. Somit war das Rennen für ihn und sein AF Corse Team #71 vorzeitig beendet. Gegen Ende der zwölften Stunde pilotierten die Fahrer ihre Autos konzentriert um den Kurs an der Sarthe und es gab kaum Positionswechsel. Lediglich der LMP2-Bolide von Race Performance #36 krachte gegen 02:48 Uhr in die Streckenbegrenzung der Mulsanne-Kurve. An der Gesamtspitze übergab Mike Conway nach einem großen Stint den in Führung liegenden Toyota #6 an seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi. Durch diesen Boxenstopp gelang es Romain Dumas im Porsche #2 die erste Position zu übernehmen.

    Hier geht es zu den Stunden 1-6

    Bilder: 1: FIAWEC 2,3: Endurance Archive

  • Le Mans: Toyota nach Regenstart in Führung

    Le Mans: Toyota nach Regenstart in Führung

    In den ersten sechs Stunden zeigte sich Toyota wie verwandelt und konnte sich sowohl im Regen, als auch unter trockenen Bedingungen gegen Audi und Porsche behaupten. Trotz vieler Manöver, gelang es der Nummer 6 immer wieder nach vorne zu fahren und sich festzusetzen. Ein ähnliches Bild zeigte die LMGTE-Pro, wo Ford nach zahlreichen Positionsverlusten immer wieder zurück an die Spitze fand und sich mehrfacht festsetzen konnte.

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    Nach dem kurz vor Rennbeginn heftige Regenschauer einsetzten, war ein sicherer Start nicht mehr möglich. Die Rennleitung entschied sich für einen Start hinter dem Safety Car, um größere Unfälle zu vermeiden. Nach knapp einer Stunde war die Strecke endlich abgetrocknet und das Rennen konnte freigegeben werden.

    Der erste freie Rennstart erfolgte ohne größere Kollisionen und die LMP1-Werksteams konnten sich schnell vom restlichen Feld absetzen. In einem fantastischen Dreikampf gaben sich die sechs Fahrzeuge nichts und kämpften lange um jeden freien Meter. Nach den ersten Runden konnte sich Brendon Hartley im Porsche #1 knapp vor Mike Conway im Toyota Nummer 6 festsetzen.

    Als Hartley seinen Wagen später an Mark Webber übergab, konnte Conway die Führung übernehmen. Da Toyota einen Stint auf 14 Runden geplant hatte, gewannen die Japaner einen strategischen Vorteil gegenüber dem Porsche Team, welches nur 13 Runden pro Stint zurücklegte. Für Audi lief der Beginn des Rennens alles andere als geplant. Wegen Problemen am Turbolader, musste André Lotterer mit seinem Wagen Nummer 7 frühzeitig zur Reparatur rein und verlor gut 20 Minuten.

    Das Manor Team konnte nach der hart umkämpften Anfangsphase als Sieger hervorgehen. Nach einer längeren Reparatur mussten die Briten jedoch ihre Führung abgeben.

    In der LMP2 kam G-Drive nach dem Safety Car frühzeitig an die Box und verlor daraufhin die Führung. Roberto Merhi im Manor #44 nutzte seine Chance und konnte sich im Rennverlauf gegen den starken Signatech-Alpine durchsetzen. Nach mehreren Runden betrug sein Vorsprung fast 45 Sekunden und das junge Team konnte viele Führungskilometer sammeln.

    Doch als Matt Rao das Steuer übernahm, drehte sich dieser nur wenige Minuten später und das Team Thiriet by TDS Racing übernahm von da an die Führung. Hinter der französischen Mannschaft blieb der Signatech-Alpine #36 weiterhin stabil auf dem zweiten Rang und konnte den Schwesterwagen von Baxi DC Racing hinter sich lassen.

    Das chinesische Team hingegen tat sich schwer beim Le Mans Debüt und musste sich im Rennverlauf der Konkurrenz auf Hongkong geschlagen geben. Das KCMG-Team konnte nach vielen Attacken erfolgreich den dritten Platz übernehmen.

    Nach anfänglichen Problemen, fanden Ferrari und Ford schnell zu alter Stärke zurück und konnten das Rennen unter sich ausmachen.

    Bei den LMGTE-Pro Fahrzeugen konnte sich Porsche in den ersten Rennstunden durchsetzen und überraschenderweise die Fahrzeuge von Ferrari und Ford hinter sich lassen. Die beiden Werksporsche #91 und #92 Team kamen mit den feuchten Bedingungen bestens zurecht und konnten problemlos die Führung übernehmen. Doch lange währte die Freude nicht, den mit jeder neuen Runde trocknete die Strecke mehr ab und spielte der Konkurrenz in die Karten.

    Schnell verloren die Porsche an Boden und der Kampf um die Spitze spielte sich wieder zwischen Ferrari und Ford ab. Nach einem langen harten Kampf, meldete James Calado technische Probleme an seinem Fahrzeug mit der Starnummer #51 und kam im Anschluss in die Box. Nach einer längeren Reparaturpause konnte er das Rennen fortsetzen, hatte jedoch den Anschluss an die Spitzengruppe verloren.

    Während die beiden Porsche die Startphase der LMGT-Pro dominieren konnte, fand Corvette in beiden Klassen nur schwer ins Rennen.

    Ein ähnliches Bild spielte sich beim Ford #67 ab. Auch das US-Fahrzeug kam mit Technikproblemen an die Box und musste eine längere Zwangspause einlegen. Giancarlo Fisichella und Toni Vilander nutzen diese Gelegenheiten um sich an die Spitze zu setzten. Nach harte Zweikämpfen konnte der IMSA-Ferrari mit der #82 schließlich die Führung übernehmen und ließ den beiden Ford #68 und #69 keine Chance. Doch Ford fand schnell zu alter Stärke zurück und konnte den Ferrari auf den dritten Platz verweisen.

    In der LMGTE-Am verlor Ferrari durch die Nässe schnell an Boden und mussten sich einem Porsche-Duo geschlagen geben. Über viele Runden beherrschten der Proton-Porsche #88 und der KCMG-Porsche #78 die Spitze der Klasse. Auch das Aston Martin Team schloss mit jeder trockenen Runde weiter auf, kam trotz aller Mühen nicht in Schlagdistanz um die Spitze zu übernehmen.

    Schwierig lief das Rennen für die beiden Corvette-Fahrzeuge der GT-Am. Nach dem man nur langsam ins Rennen fand, unterbrachen Ausflüge ins Kiesbett und ungeplante Dreher gute Stints und man fand sich regelmäßig am Ende des Feldes wieder.

    Bilder: Endurance Archive

  • Le Mans: ACO verändert BoP erneut

    Le Mans: ACO verändert BoP erneut

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    Das Gremium des ACO hat sich dafür entschieden, die BoP (Balance of Performance) der GTE-Fahrzeuge noch vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans zu verändern. Grund für diese Entscheidung war die Dominanz der Ford und Ferrari Boliden, welche in der Qualifikation die ersten sieben Positionen besetzten konnten. Mit einem Abstand von über 3,5 Sekunden, landete der schnellste Porsche 911 RSR (#92) lediglich auf dem achten Rang.

    Nach den neuen Bestimmungen muss die Ford-Mannschaft für das morgige Rennen 10 Kilogramm Zusatzgewicht in ihre Rennfahrzeuge laden. Die Ferrari 488 GTE bekommen satte 15 Kilogramm hinzu. Die Teams von Aston Martin und Corvette können aus den BoP-Anpassungen hingegen einen Vorteil erzielen. Dank der Erlaubnis zur Verwendung von größeren Luftmengenbegrenzern, werden die Mannschaften dazu in der Lage sein, eine höhere Motorleistung abzurufen.

    Durch die starken Rundenzeiten der Ford-Boliden vom Team Chip Ganassi und der Ferrari von AF Corse und Risi Competizion, gab es schon nach den ersten Qualifikations-Sessions Gerüchte über mögliche BoP Veränderungen durch den ACO. Allerdings sind Anpassungen der Balance of Performance nach dem Qualifying sehr ungewöhnlich und die Teams haben nur eine 45-minütige Vorbereitungsphase vor dem Rennstart am Samstag. Somit verbleibt nicht viel Zeit um die finalen Set-Ups zu erproben.

    Quelle: Sportscar365
    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans: Dauerregen beherrscht das Q3

    Le Mans: Dauerregen beherrscht das Q3

    13467477_1175274259183552_1656375941_oAuch das dritte Qualifying der 24 Stunden von Le Mans wurde durch den Regen beherrscht. Nachdem die Session bereits Nass startete, dauerte es keine 15 Minuten, bis sinnflutartige Regenfälle den kompletten Kurs überschwemmten. Für die Fahrer war es nahezu unmöglich, die Zeiten vom Mittwoch zu unterbieten.

    Gleich zu Beginn des dritten Qualifyings stand die Strecke unter Wasser und viele Fahrzeuge hatten Probleme, eine fehlerfreie Runde zu absolvieren. Als sich die Wagen dann reihenweise drehten und die Piloten sie kaum noch unter Kontrolle bekamen, ließ Rennleiter Eduardo Freitas die rote Flagge für gut eine Stunde schwenken.

    Nachdem das Qualifying wieder freigegeben wurde, waren noch 45 Minuten verbleibend. Da die Anzeichen für das Rennen auf Regen hindeuten, nutzten fast alle Teams die Gelegenheit, um Daten für die veränderten Bedingungen zu sammeln. Das ByKolles Team hatte seinen Wagen nach langer Reparatur  rechtzeitig fertiggestellt und spulte mit allen drei Fahrern die nötigen fünf Nachtrunden ab, um beim Rennen starten zu dürfen.

    13467577_1175271922517119_679759820_oDurch den vielen Regen waren im Q3 keine Verbesserungen mehr möglich. Die Poleposition in der LMP1-Kategorie verbleibt damit beim Porsche Nummer 2 vor dem Weltmeister-Trio im Wagen #1. Toyota konnte sich gegen Audi behaupten und geht vor den Ingolstädtern mit beiden Fahrzeugen aus Startreihe zwei ins Rennen. In der LMP1-Privatwertung startet Rebellion mit beiden Wagen vor dem ByKolles.

    In der LMP2 konnte G-Drive seine Poleposition ebenfalls verteidigen und startet mit der #26 vor dem chinesischen Team Baxi DC Racing. Den dritten Startplatz sicherte sich Signatech-Alpine mit seinem Fahrzeug #36. In der LMGTE-Pro konnte Ford seine Doppelspitze gegen den immer stärker werdenden Ferrari #51 verteidigen und geht am Samstag von den Plätzen eins (#68) und zwei (#69) ins Rennen. Bei den LMGTE-Am Wagen kam Clearwater Racing mit dem Regen am besten zurecht und setzte sein Fahrzeug #61 vor dem Aston Martin #98 auf die Pole.

    Bilder: Endurance Archive