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  • Das Ferrari Hypercar startet 2023

    Das Ferrari Hypercar startet 2023

    Knapp 50 Jahre ist es her, dass Ferrari mit einem Werkengagement in der Spitzenklasse der Langstrecken-WM aktiv war. Im Jahr 2023 kehren die Italiener mit einem eigenen Hypercar zurück.

    Kommt Ferrari in die WEC-Spitzenklasse oder folgt der Ausstieg nach dem Vorbild von Aston Martin? Diese Frage haben sich die Fans lange gestellt. Endlich gibt es eine Antwort darauf! Mit Beginn der Saison 2023 tritt Ferrari erstmals in der LMH-Klasse der FIA WEC an. 

    Möglich wird das neue Hypercar-Werksprogramm durch die Kostenreduktion in der Formel 1. Dort werden die Jahresbudgets begrenzt und damit auch das zur Verfügung stehende Personal. Da die Arbeitsverträge jedoch längerfristig abgeschlossen sind, hat Ferrari schon eher durchblicken lassen, eine zweite Meisterschaft in Angriff nehmen zu wollen.

    Das neue WEC-Werksprogramm ist nun das Resultat und folgt auf das bisherige LMGTE-Pro-Engagement. Seit 2012 war Ferrari zusammen mit der AF Corse-Mannschaft in der LMGTE-Pro- sowie der AM-Klasse vertreten. Mit dem Ausstieg von Aston Martin, BMW und Ford aus der GTE-WM dezimierte sich das Feld in der Pro-Klasse auf Ferrari und Porsche. 

    Da beide Hersteller nicht nur zu zweit gegeneinander fahren wollen, kommt ab 2023 der Wechsel in die neue WEC-Spitzenklasse. Während der Ferrari 488 GTE EVO wohl noch viele Jahre im Umfeld der LMGTE-Am Privatteams zu sehen sein wird, ist die Pro-Klasse offiziell am Ende.

    Noch viele Fragen zum Ferrari Hypercar

    Mit der Bestätigung des Ferrari Hypercar stellen sich zugleich einige neue Fragen. Wird AF Corse weiter das Programm betreiben oder nur noch als Einsatzteam unterstützen? Wird es ein Straßenbasiertes- oder ein Prototypen-Basiertes Hypercar? Kommt es als Hybrid-Fahrzeug oder mit einem klassischen Verbrennungsmotor? Werden die bekannten Fahrer aus der LMGTE-Pro eine Chance bekommen?

    Genauere Antworten hierauf werden noch eine Weile auf sich warten lassen. Zunächst beginnt die Design- und Konzeptions-Phase in Maranello. Doch bereits jetzt ist schon klar, dass der Hypercar-Klasse mit Audi, Ferrari, Glickenhaus, Peugeot, Porsche und Toyota neue goldenen Zeiten bevorstehen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

    Quelle: Ferrari

  • WEC Saison 9: Was sich 2021 ändert

    WEC Saison 9: Was sich 2021 ändert

    WEC-Fahrzeuge in der Boxengasse

    Mit jeder neuen Saison beginnt ein neues Reglement. Was das Jahr 2021 für die WEC bereithält, haben verraten wir Euch in diesem Beitrag.

    LMH – Die neue Spitzenklasse

    Nach acht Jahren endete die Ära der bisherigen WEC-Spitzenklasse LMP1. Mit dem Beginn der 9. Saison wird diese ersetzt durch die LMH-Kategorie. LMH steht für Le Mans Hypercar und bezeichnet man umgangssprachlich schlicht als Hypercar-Klasse.

    Mit dieser einhergehend folgt auch die Anwendung des neuen Fahrzeug-Regelwerks, welches den Einsatz von Prototypen-basierten oder Straßen-basierten Hypercars vorschreibt. Teilnehmen können nur Fahrzeughersteller, die ein eigenes Hypercar entwickelt haben und eine begrenzte Stückzahl davon in den Handel bringen. 

    Hilfe von Partnern ist hier jedoch nicht verboten, was auch Gemeinschaftsprojekte wie jenes der Scuderia Cameron Glickenhaus zusammen mit Joest und Sauber ermöglicht. Im Folgejahr 2022 wird diese Klasse geöffnet für den amerikanischen Wagentyp der LMDh-Kategorie. Dieses Kürzel steht für Le Mans Daytona hybrid und ist die Weiterentwicklung der bisherigen DPi-Fahrzeuge (Daytona Prototyp international). Weitere Informationen zu diesen Thema gibt es hier.

    Personalbegrenzung beim Einsatzteam

    Erstmals in der WEC-Geschichte gibt es eine konkrete Maßgabe, wie viele Personen aktiv am Einsatz eines LMH-Wagens mitwirken dürfen. Hintergrund sind die zuletzt immer weiter ausufernden Kosten der LMP1-Mannschaften gewesen, die zum Ausstieg einiger Teilnehmer führten.

    Mit der Saison 2021 ist diese Zahl auf 40 Mitarbeiter gedeckelt. Eine Ausnahme besteht für alle Hypercars mit ERS (Energierückgewinnung), diese dürfen von maximal 43 Mitarbeitern betreut werden, da die Technik komplexer ist und mehr Knowhow erfordert.

    Ausgenommen von dieser Regelung sind alle sekundären Gruppen, die nicht aktiv am Wagen mitwirken. Hierzu zählen unter anderem das Catering, das medizinische Personal, Marketing- und PR-Mitarbeiter, die Fahrer und weitere. Die vollständige Übersicht gibt es in unserem Regelwerk

    Die Steilkurve in Monza

    Zwei neuen Strecken in der WEC-Saison 2021

    Bedingt durch die Corona-Pandemie hat es auch beim Rennkalender erhebliche Veränderungen gegeben. Schon zur ersten Bekanntgabe 2020 wurde die Anzahl der Saisonrennen von 8 auf 6 reduziert, um Kosten zu sparen und eine Pandemie-bedingte Flexibilität zu ermöglichen.

    Da Großbritannien aufgrund des Brexit eine unsichere Konstante wurde, ersetzte man den Lauf kurzerhand durch die 6 Stunden von Monza. Ein zweiter, sehr kurzfristiger, Tausch kam wenige Wochen nach dem Jahreswechsel mit der Absage des Saisonauftakts. 

    Einreisesperren und die aktuelle Pandemie-Entwicklung machen die 1000 Meilen von Sebring unmöglich, weshalb die Organisatoren nach Portugal ausweichen. Hier sollen nach aktuellem Stand die 8 Stunden von Portimão als erstes Rennen 2021 stattfinden.

    Neue Gesichter im Starterfeld

    Doch Veränderung gibt es auch auf der Strecke. Gleich mehrere Teams wagen den Aufstieg in die WEC und gehen zur Saison 2021 erstmals an den Start. Zu den frischen Gesichtern gehören unter anderem Glickenhaus Racing mit zwei Hypercars, das Richard Mille Racing Team, das Team WRT, Inter Europol Competition und Realteam Racing, die alle mit einem Oreca 07 in der LMP2 starten. Den einzigsten Ligier JSP217 im LMP2-Feld bringt Neueinsteiger Arc Bratislava.

    Das Team Inter Europol Competition

    Doch auch die beliebte LMGTE-Am-Kategorie feiert Zuwachs. Neben D’Station Racing (Aston Martin Vantage AMR) treten unter anderem Iron Lynx (Ferrari 488 GTE EVO) und Cetilar Racing (Ferrari 488 GTE EVO) erstmals in der kleinsten Klasse an. Die komplette Meldeliste mit allen 33 Fahrzeugen und ersten bestätigten Fahrern gibt es hier zum nachlesen.

    Neue Wertungsklassen in der Rangliste

    Mit dem Wechsel an der WEC-Spitze folgt auch ein neuer Weltmeistertitel für Hersteller und Fahrer. Dieser Trägt im Englischen den Namen „Hypercar World Champion“ und wird 2021 erstmals vergeben.

    Ebenfalls frisch eingeführt wird die „LMP2 Pro/Am-Wertung“. Hierbei handelt es sich um eine virtuelle Sub-Klasse innerhalb der LMP2. Teilnahmeberechtigt sind alle LMP2-Mannschaften, die mindestens einen Bronze-Fahrer im Cockpit aufweisen können. Am Ende der Saison bekommt das beste Team und der beste Fahrer der Pro/Am-Wertung eine eigene Trophäe, abseits der normalen LMP2-Langstrecken-Trophäen.

    Änderungen bei der Reifenwahl

    Michelin wird als exklusiver Reifenpartner die Fahrzeuge in der Klasse LMH. Der Hersteller Goodyear, welcher 2020 zunächst einige LMP2-Mannschaften belieferten, wird in diesem Jahr exklusiv die LMP2-Kategorie beliefern. In den beiden LMGTE-Klassen dürfen die Teams zwischen Michelin und Goodyear wählen.

    Der Goodyear Zeppelin in Le Mans

    Doch ob es wirklich zu einem Reifenkampf in den GTE-Kategorie kommt ist fraglich. In den vergangenen Jahren haben viele Teams trotz Wahlfreiheit auf die Michelin-Modelle zurückgegriffen. Noch gibt es keine offizielle Liste, doch die Chancen sind hoch das wir Goodyear in der 9. Saison gar nicht sehen werden.

    Ein (fast) einheitliches BoP-System

    Bereits in der vorhergehend Saison experimentierte die WEC mit einem Computer-gestützten Balance of Performance-System (BoP). Ein KI-Programm wird hierzu vor, während und nach einem Rennwochenende fortlaufend mit Daten gefüttert. Sobald die Berechnungen ein Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Fahrzeug-Modellen ergeben, folgt die Empfehlung an die Rennleitung mit entsprechenden Maßnahmen.

    Mit Beginn der Saison 2021 kommt dieses System in weiterentwickelter Form bei den LMH- und LMGTE-Pro-Fahrzeugen zum Einsatz. Änderungen können je nach Situation bis wenige Stunden vor Rennbeginn veranlasst werden. Die LMP2 und die LMGTE-Am sind von diesem System jedoch ausgenommen.

    Während die LMP2 Bauart-bedingt auf standardisierte Fahrzeuge und einen Einheitsmotor setzt, wird in der LMGTE-Am das System der Erfolgsgewichte angewendet. Eine genaue Erläuterung zu den Funktionsweisen der BoP 2021 gibt es in unserem Regelwerk.

    Ein neues Qualifying-Format

    Zum Schluss gibt es noch eine Änderung, die vermutlich kommen wird. Bereits zu den 24 Stunden von Le Mans 2020 gab es erstmals ein neues Qualifying-Format, das sich am Formel E-Prinzip orientiert. Hierbei erhalten die schnellsten Teilnehmer jeder Klasse die Chance auf eine zusätzliche Qualifying-Session.

    Bis zuletzt gab es immer wieder Informationen, das die WEC ein adaptiertes System mit Beginn der Saison 2021 verwenden möchte. Doch bisher fehlte der entsprechende Paragraph im Regelwerk und auch von offizieller Seite gab es noch keine Informationen. Änderungen in diesem Bereich sind jedoch mit weniger Aufwand verbunden und theoretisch bis kurz vor Saisonbeginn möglich.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Aston Martin, Toyota und andere Meldungen

    Aston Martin, Toyota und andere Meldungen

    Mit dem neuen Jahr startet auch die 2. Staffel unseres Podcasts. In der 1. Folge sprechen wir über Aston Martin, Toyota und andere Meldungen der vergangenen Wochen.

    In der Januar-Folge sprechen wir zu dritt mit unserem Redakteur Dominic über die jüngsten Themen der vergangenen Wochen. Neben einer individuellen Saisonvorschau schauen wir auf den Ausstieg von Aston Martin, das neue Hypercar von Toyota, AsLMS-Kalender und weitere Themen.

    Hinweis: Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Absage von Sebring noch nicht bekannt und die finale WEC-Starterliste noch nicht veröffentlicht. Beide Themen werden von uns erwähnt, entsprechen jedoch nicht mehr zu 100% dem aktuellen Stand.

    Wir wünschen Euch viel Spaß beim anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • Vorhang auf für das Toyota Hypercar

    Vorhang auf für das Toyota Hypercar

    Als erstes Team hat Toyota ein fertiges Hypercar für die Saison 2021 vorgestellt. Wir haben die Bilder und die technischen Details für Euch.

    Auf den TS050 Hybrid folgt der GR010 Hybrid. Mit diesem neuen Namen macht Toyota den Wechsel im Reglement klar und deutlich. Während in den vergangenen Jahren die Bezeichnung TS0XX immer für einen Prototyp der Japaner stand, läutet die Kennzeichnung GR0XX die Hypercar-Baureihe ein.

    Abseits der neuen Bezeichnung setzt der Autobauer jedoch auf eine Evolution beim Hypercar-Einstieg. Bestehende und ausgereifte Bauteile des Vorgängers wurden wiederverwendet und mit spannenden Hypercar-Elementen kombiniert.

    Die technischen Daten zum Toyota Hypercar

    Herausgekommen ist ein Prototypen-basiertes Hybridfahrzeug gemäß dem aktuellen LMH-Reglement. Der Vierradantrieb wird durch einen 3,5 Liter V6 Twinturbo-Hybridmotor gespeist. Auf dem Heck liefert die Verbrennungseinheit 680 PS, während das Elektro-Aggregat von ASIN AW und DENSO 272 PS auf die Vorderachse bringen kann. Die nötige Batterie ist eine Eigenentwicklung von Toyota. Bedingt durch das Reglement wird die gesamte Energiemenge im Rennbetrieb gedrosselt bei maximal 500 kW bzw. 680 PS liegen.

    Die Optik des Chassis basiert auf dem Toyota GR Super Sport, ein Straßenfahrzeug, welches bereits zu den 24 Stunden von Le Mans präsentiert wurde. Der Fokus bei der Entwicklung lag auf einer noch stärkeren Verbindung zwischen Straßenfahrzeug und Rennwagen. Erkenntnisse aus dem Rennbetrieb werden direkt in die Fertigstellung des GR Super Sport einfließen.

    Im Vergleich zum Vorgänger, dem TS050 Hybrid, ist das neue Hypercar 162 kg schwerer und verfügt über 32% weniger Leistung. Vorgabe hierfür war die Rundenzeit in Le Mans, welche ab 2021 im Schnitt 10 Sekunden langsamer sein soll. Zudem ist der GR010 Hybrid 250 mm länger, 100 mm breiter und 100 mm höher als der vorherige LMP-Bolide. Die maximale Tankkapazität beträgt 90 Liter.

    Beständigkeit bei den Fahrer-Trios

    Für den Hypercar-Einsatz in der WEC setzt Toyota auf die bestehende Erfolgsmannschaft der vergangenen Saison. Die amtierenden Weltmeister Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López werden das Fahrzeug mit der Startnummer 7 pilotieren, während das Trio Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley in der #8 startet. Test- und Ersatzfahrer für die gesamte Saison bleibt Nyck de Vries. 

    Die offiziellen Pressebilder vom Toyota GR010 Hybrid haben wir in dieser Galerie für Euch zusammengestellt. Bisher bekannte Details zur Konkurrenz gibt es in unserem Überblick-Artikel zu den neuen Hypercars.

  • WEC-Magazin Podcast #27

    WEC-Magazin Podcast #27

    Um Euch die Weihnachtstage etwas zu versüßen, haben wir die neuste Folge des WEC-Magazin Podcast im Gepäck.

    Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es die neuste Folge unseres Podcast pünktlich zu den Feiertagen für Euch. Wir werten unser Tippspiel vom Saisonbeginn aus, sprechen über das Comeback von Audi sowie Porsche und werfe einen Blick auf die Zukunft der GTE-Klasse.

    • 00:00 – Einleitung
    • 01:06 – Auswertung unseres Tippspiels
    • 13:20 – Das Comeback von Audi und Porsche
    • 37:20 – Erste Schnappschüsse vom Toyota-Hypercar
    • 43:00 – Die Zukunft der GTE-Klasse

    Wir wünschen Euch viel Spaß bei anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • Die neuen WEC Hypercars auf einen Blick

    Die neuen WEC Hypercars auf einen Blick

    Das Logo der Hypercar-Klasse
    Bild © FIA WEC / Adrenalmedia.com

    Jedem Monat werden neue Infos zu den WEC Hypercars bekannt. In diesem Beitrag fassen wir alle bisher veröffentlichten Fakten für Euch zusammen.

    Mit Start der Saison 2021 löst die LMH-Klasse (Le Mans Hypercar) die LMP1 (Le Mans Prototyp) als bisherige Spitzenklasse ab. Kern der neuen Fahrzeugkategorie sind die sogenannten Hypercars. Das Regelwerk ist sehr frei gestaltet und bietet einen großen Gestaltungsspielraum für die Teilnehmer, was ganz individuelle Fahrzeuge ermöglicht.

    Das aktuelle Regelwerk gibt es hier zum nachlesen. Die genauen Vorgaben für die einzelnen Fahrzeugklassen sind auf dieser Seite zu finden. Nachfolgend haben wir alle offiziell bestätigten Infos der einzelnen Teilnehmer kurz und kompakt zusammengetragen.

    (Letzte Anpassung: 31.01.2022)

    Aktuelle Hypercar-Teilnehmer

    Toyota Gazoo Racing

    Das Hypercar von Toyota
    Bild © Endurance Archive

    Toyota ist seit Anbeginn der WEC vertreten und hat auch in schwierigen Zeiten der Langstrecken-WM die Treue gehalten. Mit Blick auf die neue LMH-Klasse ist der japanische Autobauer auch in Zukunft Teil des Starterfeldes.

    • Fahrzeug: Toyota GR010
    • Fahrzeugtyp: Prototypen-basiertes Hypercar
    • Anzahl der Fahrzeuge: 2
    • Antriebsstrang: Hybridantrieb (Benzin-Elektro)
    • Motor: V6 Twinturbo (3,5 Liter – Mittelmotor)
    • Motorenhersteller: Toyota (Benzinmotor) / ASIN AW + DENSO (Elektromotor)
    • Motorenleistung: 500 kW (680 PS)
    • Antrieb: Allradantrieb
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2021

    Glickenhaus Racing

    Das Hypercar von Glickenhaus
    Bild © Endurance Archive

    Ein Neuzugang im Jahr 2021 war der US-Sportwagenbauer Glickenhaus. Mit dem SCG007 stiegen die Amerikaner erstmals in die Langstrecken-WM ein und sind seither ein fester Teil des Feldes.

    • Fahrzeug: Glickenhaus SCG007 
    • Fahrzeugtyp: Prototypen-basiertes Hypercar
    • Anzahl der Fahrzeuge: 2
    • Antriebsstrang: Verbrennungsantrieb (Benzin)
    • Motor: V8 Twin-Turbo – 90 Grad (3,5 Liter – Heckmotor)
    • Motorenhersteller: Pipo Moteurs
    • Motorenleistung: 500 kW (670 PS) Benzinmotor
    • Antrieb: Heckantrieb
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2021

    Team Peugeot Totalenergies

    Bild © Peugeot Sport

    Peugeot ist zurück und hat für die Saison 2022 der FIA WEC zwei Fahrzeuge gemeldet. Aktuell ist unklar, wann das Auto sein Debüt im Wettbewerb geben wird. Bisher deutet aber alles auf einen Start bei den 6 Stunden von Monza 2022 hin.

    • Fahrzeug: Peugeot 9X8
    • Fahrzeugtyp: Prototypen-basiertes Hypercar
    • Anzahl der Fahrzeuge: 2
    • Antriebsstrang: Hybridantrieb „Hybrid4“ (Benzin-Elektro)
    • Motor: V6 Twin-Turbo – 90 Grad (2,6 Liter – Heckmotor)
    • Motorenhersteller: Peugeot
    • Motorenleistung: 500 kW (680 PS) Benzinmotor + 200 kW Elektromotor (700 kW Gesamtleistung)
    • Antrieb: Allradantrieb
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2022

    Kommende Hypercar-Teilnehmer

    Porsche (ab 2023)

    Bild © Porsche Newsroom

    Porsche hat sein Auto nach dem LMDh-Reglement gebaut und wird ab 2023 in der Hypercar-Klasse der FIA WEC sowie in der GTP-Klasse der IMSA SportsCar Championship antreten. Das US-Team Penske Motorsports wird das Programm leiten.

    • Fahrzeug: ???
    • Fahrzeugtyp: LMDh
    • Anzahl der Fahrzeuge: 2
    • Antriebsstrang: Verbrennungsantrieb (Benzin) mit Spezialhybrid
    • Motor: Twin-turbo V8 Motor (?? Liter – ??)
    • Motorenhersteller: Porsche
    • Motorenleistung: 500 kW (680 PS)
    • Antrieb: Allradantrieb
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2023

    Ferrari (ab 2023)

    Bild © Ferrari

    Ferrari hat sein Engagement für das WEC-Hypercar im Jahr 2021 angekündigt. Es wurden keine weiteren Details zum Auto oder seiner Entwicklung bekannt gegeben. Sobald die ersten Bilder und Informationen zum Ferrari-Hypercar vorliegen, werden wir sie hier einfügen. Das Renndebüt ist für 2023 geplant. Das Hypercar wird von AF Corse eingesetzt werden.

    • Fahrzeug: ???
    • Fahrzeugtyp: Hypercar
    • Anzahl der Fahrzeuge: ???
    • Antriebsstrang: ???
    • Motor: ???
    • Motorenhersteller: Ferrari
    • Motorenleistung: ???
    • Antrieb: ???
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2023

    Vanwall Racing (ab 2023)

    Bild © Vanwall Racing

    Auch ByKolles Racing ist seit einiger Zeit Teil der WEC. Das in Deutschland ansässige Privatteam hat sein eigenes Hypercar in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen F1-Hersteller Vanwall gebaut und plant ein erstes Strecken-Debüt 2022. Die Premiere des Vanwall-Hypercar in der Langstrecken-WM werden wir aber erst im Jahr 2023 sehen.

    • Fahrzeug: PMC Project LMH 
    • Fahrzeugtyp: Prototypen-basiertes Hypercar
    • Anzahl der Fahrzeuge: 1
    • Antriebsstrang: Verbrennungsantrieb (Benzin)
    • Motor: V8 Motor (?? Liter ??)
    • Motorenhersteller: ???
    • Motorenleistung: 500 kW (680 PS)
    • Antrieb: ???
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2023

    Cadillac (ab 2023)

    Bild © Cadillac Racing

    Durch die neue Zusammenarbeit von ACO und IMSA wurde es möglich, Fahrzeuge aus den USA (welche auf Basis der LMDh-Regeln konstruiert werden) auch in der FIA WEC einzusetzen. Die US-Marke Cadillac gehört zu jenen Teilnehmern, die von dieser Möglichkeit gebrauch machen und Ihre Wagen auch ab 2023 in der Langstrecken-WM starten lassen. Genauere Details abseits des Zieltermins sind noch nicht bekannt.

    • Fahrzeug: ???
    • Fahrzeugtyp: LMDh
    • Anzahl der Fahrzeuge: ???
    • Antriebsstrang: ???
    • Motor: ???
    • Motorenhersteller: ???
    • Motorenleistung: ???
    • Antrieb: ???
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2023

    Lamborghini (ab 2024)

    Bild © Lamborghini Squadra Corse

    Mit dem noch namenlosen Lamborghini Hypercar wagt sich die italienische Marke 2024 zum ersten Mal überhaupt an ein Langstreckenrennen der Spitzenklasse heran. Die bisherigen Motorsport-Aktivitäten beschränkten sich fast ausschließlich auf GT-Rennen, insbesondere in den USA mit einem GTD-Einsatz von mehreren Kundenautos.

    • Fahrzeug: ???
    • Fahrzeugtyp: LMDh
    • Anzahl der Fahrzeuge: ???
    • Antriebsstrang: ???
    • Motor: ???
    • Motorenhersteller: Lamborghini
    • Motorenleistung: ???
    • Antrieb: ???
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2024

    Alpine (ab 2024)

    Bild © Endurance Archive

    Alpine ist aktuell der einzigste WEC-Teilnehmer, der noch ein altes LMP1-Fahrzeug in der Hypercar-Klasse einsetzt. Dieses wurde Möglich durch eine Übergangsregelung, die mit der Saison 2022 ausläuft. Mit dem Jahr 2024 möchten die Franzosen jedoch in die Hypercar-Klasse zurückkehren und einen eigens konstruierten Wagen auf Basis des LMDh-Regelwerks an den Start bringen. Genauere Details stehen bisher noch aus.

    • Fahrzeug: ???
    • Fahrzeugtyp: LMDh
    • Anzahl der Fahrzeuge: ???
    • Antriebsstrang: ???
    • Motor: ???
    • Motorenhersteller: ???
    • Motorenleistung: ???
    • Antrieb: ???
    • WEC-Fahrzeugpremiere: 2024

    Andere Hypercar-Teilnehmer

    Eine Reihe weiterer Hersteller werden LMDh-Fahrzeuge in der IMSA WeatherTech Sportscar Championship einsetzen, sobald die Klasse im Januar 2023 ihr Debüt gibt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels gehören dazu BMW und Acura (Honda). Beide Hersteller haben signalisiert, dass sie künftig regelmäßig bei den 24 Stunden von Le Mans antreten wollen. Weitere Einsätze sind immer im Bereich des Möglichen und dürfen nicht ganz ausgeschlossen werden.

    Vermutete Hypercar-Teilnehmer

    Zu den Herstellern, die Gerüchten zufolge aktuell ein WEC- oder IMSA-Programm mit einem Hypercar bzw. LMDh in Erwägung ziehen, gehören McLaren und Dodge. Konkrete Ankündigungen der Autobauer gab es bisher aber noch nicht.

  • Unser Gewinnspiel zum LMP1-Abschied

    Unser Gewinnspiel zum LMP1-Abschied

    Gewinnt 3 ByKolles Racing Teamcaps

    Mit dem Jahr 2020 endet auch die Ära der LMP1-Klasse und ein wichtiges Kapitel im Langstreckensport. Wir möchten diesen Moment mit einem kleinen Gewinnspiel feiern.

    ByKolles Racing gehört zu den wenigen Privatmannschaften, die über viele Jahre hinweg der LMP1-Klasse die Treue gehalten hat. Egal wie ausweglos die Situation auch schien, nie mangelte es am Kampfgeist und der Motivation.

    Während das Team 2021 mit einem eigenen Hypercar wieder zurückkehrt, geht es für den LMP1-Boliden in den Ruhestand. Wir möchten uns vom ENSO CLM P1/01 mit einem kleinen Gewinnspiel verabschieden.

    Mit freundlicher Unterstützung von ByKolles Racing verlosen wir drei limitierte Teamcaps aus der aktuellen Saison. Um Euch das besondere Andenken zu sichern, beantwortet uns einfach folgende Fragen:

    1. Wie viele vollständige WEC-Saisons hat ByKolles Racing bestritten?
    2. Wie viele verschiedene Motorenhersteller haben den LMP1-Boliden von ByKolles bereits beliefert?

    Für eine Teilnahme sende uns Eure Antworten bis zum 27.12.2020 per E-Mail an info@endurance-archive.de mit dem Betreff „LMP1 Gewinnspiel“.

    Tom Dillmann mit ByKolles Teamcap
    Tom Dillmann mit dem aktuellen ByKolles Racing Teamcap

    Teilnahmebedingungen

    • Teilnahmen dürfen alle Personen ab 18 Jahren.
    • Die Teilnahme erfolgt ausschließlich per E-Mail an info@endurance-archive.de.
    • Das Gewinnspiel beginnt am Freitag, den 11.12.2020 10 Uhr MEZ und endet am Sonntag, den 27.12.2020 um 12 Uhr MEZ.
    • Verlosten werden insgesamt drei ByKolles Teamcaps (jeweils eines pro Teilnehmer).
    • Die Gewinner werden nach Sichtung aller richtigen Antworten per Zufallsprinzip von der Endurance Archive-Redaktion ermittelt. Die Benachrichtigung erfolgt per E-Mail. Sollte der Gewinner innerhalb von 48 Stunden nicht antworten, wird ein neuer Sieger ermittelt und der Anspruch auf den Gewinn verfällt.
    • Eine Auszahlung des Gewinns in Geldform durch den Veranstalter Endurance Archive ist nicht möglich.
    • Alle Mitarbeiter von Endurance Archive sind nicht zur Teilnahme berechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
    • Alle im Rahmen des Gewinnspiels angefallen personenbezogenen Daten werden mit Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Es erfolgt keine Weiternutzung, Verarbeitung oder Speicherung dieser Daten.
    • Mit dem Absenden der E-Mail stimmen alle Teilnehmer den Teilnahmebedingungen sowie den Datenschutzhinweise von Endurance Archive zu und akzeptieren diese. Bei Fragen zu den Teilnahmebedingungen bzw. dem Datenschutz sind wir per E-Mail an info@endurance-archive.de jederzeit für Euch da.
    • Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zur FIA WEC oder dem By Kolles Racing Team und wird ausschließlich durch Endurance Archive veranstaltet und organisiert.

    Bilder © Endurance Archive

  • Die neuen LMDh Regeln im Überblick

    Die neuen LMDh Regeln im Überblick

    Ab 2022 wird es neben den Hypercars auch Prototypen nach LMDh Regeln geben. Wie diese aussehen, verraten wir Euch in diesem Beitrag.

    Die neue WEC-Spitzenklasse macht es möglich, dass Fahrzeuge nach unterschiedlichen Regelwerken in einer Kategorie gegeneinander fahren. Während die Hypercars nach LMH-Regelwerk frei in ihrer Konstruktion sind und sich entsprechend an die Designsprache des Herstellers anpassen können, geht die amerikanische IMSA mit den LMDh-Vorgaben einen anderen Weg. 

    Hier bilden vier Konstrukteure die Grundlage für jedes Fahrzeug. Möchte ein Team einen LMDh-Prototyp an den Start bringen, so muss zuerst eines der zertifizierten Chassis von Dallara, Ligier, Multimatic bzw. Oreca kaufen. Eigenkonstruktionen sind nicht möglich. 

    Um den Wagen möglichst an die eigene Firmen-Identität anzupassen, dürfen im begrenzten Umfang Modifikationen vorgenommen werden. So können etwa charakteristische Marken-Besonderheiten wie Lichter, Kühlergrill oder ähnliches einfließen. Weiterhin darf der Unterboden des Wagens im begrenzten Maße verändert werden.

    Begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten durch die LMDh Regeln

    Für jeden LMDh-Prototyp gelten die gleichen Vorgaben in IMSA und WEC. So darf das Mindestgeweicht von 1030 kg nicht unterschritten werden und der Antrieb gesamt nicht mehr als 500 kW liefern. Der Radabstand zwischen Vorder- und Hinterachse beträgt 3150 mm, die maximale Fahrzeugbreite 2000 mm bei einer Länge von 5100 mm.

    Angetrieben werden alle LMDh-Prototypen von einer verpflichtenden Hybrid-Einheit bestehend aus Benzin- und Elektromotor, wobei der Verbrenner mindestens 470 kW Energie erzeugen muss. Der Elektromotor von Bosch kann maximal 50 kW beisteuern und 200 kW an Energie zurückgewinnen. Das Getriebe stammt für alle Teilnehmer von Xtrac und die Batterie einheitlich von Williams Advanced Engineering.

    Die Kosten für Fahrzeuge nach dem IMSA-Standard sind ähnlich wie bei den Hypercars klar begrenzt und dürfen ein bestimmtes Limit nicht überschreiten. Doch aufgrund der Vielzahl an Einheitsbauteilen ist die Obergrenze deutlich niedriger und liegt bei 1.000.000€ für ein komplettes Auto ohne Motor.

    Wo die LMDh Prototypen zum Einsatz kommen

    Die ersten Fahrzeuge sollen laut IMSA schon ab 2022 zum Einsatz kommen. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist es möglich, das sie die Einführung des Regelwerks auf 2023 verschiebt. Nach Stand vom Dezember 2020 scheint der Fahrplan für 2022 jedoch noch möglich. 

    Die LMDh-Prototypen werden demnach sowohl in der amerikanischen IMSA-Serie, als auch in der WEC zum Einsatz kommen. Weiterhin dürfen diese auch in Le Mans teilnehmen. Umgekehrt ist es für Hypercars wie dem Toyota GR Super Sport jedoch nicht möglich, in der amerikanischen Langstrecken-Serie bzw. bei den 24 Stunden von Daytona anzutreten.

    Um eine Chancengleicheit bei den verschiedenen Ansätzen zu ermöglichen, wird es in der WEC und in Le Mans eine Balance of Performance geben. Diese baut im wesentlichen auf den aktuellen Erfolgshandicaps der LMP1-Klasse auf und nutz ein KI-System. Der Algorhytmus gibt vor jedem Rennen Empfehlungen für neue Änderungsmaßnahmen an den Fahrzeugen. Auf Basis dieser Daten erfolgt eine dynamische BoP-Anpassung über die gesamte Saison.

    Die offizielle Regelpräsentation zu den LMDh-Fahrzeugen gibt es hier noch einmal zum nachlesen. Den Überblick zur neuen WEC-Hypercar-Klasse und den entsprechen Regulation haben wir hier zusammengefasst.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • WEC-Magazin Podcast #26

    WEC-Magazin Podcast #26

    Mit den 8 Stunden von Bahrain ist die Saison 2019/2020 zu Ende gegangen. Wir blicken zurück auf das Saisonfinale der FIA WEC.

    In Folge 26 des WEC-Magazin Podcast dreht sich alles um das Gastspiel in Bahrain. Wir fassen das Rennen zusammen, werfen einen Ausblick auf die Winterpause und sprechen über unsere liebsten LMP1-Erinnerungen. Hier noch einmal alle Themen im Überblick:

    • 00:00 – Einleitung
    • 04:42 – Bekannte Probleme mit dem Live TV
    • 11:38 – Zusammenfassung der 8h Bahrain 2020
    • 25:55 – Ausblick auf die Winterpause
    • 30:58 – Abschied von der LMP1-Klasse

    Wir wünschen Euch viel Spaß bei anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.