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  • Die Startaufstellung für die 24h Le Mans

    Die Startaufstellung für die 24h Le Mans

    Die Pole-Position für die 87. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans geht auch 2019 an Toyota. Im Q2 konnte Kamui Kobayashi den Circuit de la Sarthe in 3:15.4977 Minuten umrunden und so Startrang eins vor dem Schwesterfahrzeug sichern. Der schnellste Nicht-Hybride war die #17 von SMP Racing, welcher in der Startaufstellung von Rang drei ins Rennen geht.

    Aston Martin Racing auf Pole-Position in Le Mans
    Aston Martin Racing konnte die schnellste Rundenzeit in der LMGTE-Pro verzeichnen.

    Fallende Temperaturen machen in der Nacht Verbesserungen fast unmöglich. Nur wenige Fahrzeuge waren in der Lage, die eigenen Rundenzeiten aus dem Q1 zu unterbieten. Ganz unerwartet verlief das zweite und dritte Qualifying beim Team von Rebellion Racing.

    Diesmal war es die Startnummer eins, welche 20 Minuten vor Ende der Session auf der Strecke liegen blieb. Ein Schaden am Motor war die Ursache, ähnlich wie zuvor schon beim Schwesterwagen. Die großen Rückschläge verhinderten bessere Startplätze für die Schweizer.

    Überraschungs-Pole für Aston Martin Racing

    Für große Augen bei allen beteiligten sorgte das Trio Thiim, Sørensen und Turner im Aston Martin #95. Mit einer unglaublichen Rundenzeit von 3:48.000 positionierte sich das britische Team an der Spitze des LMGTE-Feldes.

    Die zweitschnellste Rundenzeit kam von Tincknell, Priaulx und Bornarito, die schon in den Sessions zuvor mit Ihrem Ford #67 glänzen konnten. Startrang drei sicherten sich die Gaststarter von Corvette Racing im Fahrzeug #63 mit Garcia, Magnussen und Rockenfeller am Steuer.

    Graff SO24 startet von der LMP2-Pole ins Rennen
    Die Pole-Position in der LMP2-Klasse ging an Graff SO24.

    Unerwartete Spitzenposition für Graff SO24

    Gleich mehrere Veränderungen gab es im LMP2-Feld. Die Gaststarter aus der ELMS, das Team Graff SO24, lieferten unerwartet die schnellste Rundenzeit (3:25.073) ab und übernehmen die so die Pole-Position für das Rennen.

    Der zweite Platz in der Startaufstellung geht an das Fahrzeug #28 von TDS Racing. Loic Duval, Francois Perrodo und Mathieu Vaxivière positionierten sich mit 3:25.345 nur knapp hinter dem Bestwert. Die im Q1 noch schnellste Mannschaft (DragonSpeed – #31) konnte nicht mithalten und landete so auf Startrang drei.

    Weiterhin in Porsche-Hand ist hingegen das LMGTE-Am Feld. Die Dempsey-Proton-Mannschaft machte einen guten Job und konnte die Pole-Position mit der #88 beibehalten. Das zweite Fahrzeug mit der #77 verbesserte sich hingegen sogar auf Startrang zwei und zog am Project 1-Porsche vorbei.


    Die vollständige Startaufstellung für die 24h Le Mans gibt es hier zum Nachlesen. Weitere Details zur Rennstrecke und den vergangenen Jahren haben wir in unserem Rennkalender zusammengefasst.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Vorläufige Pole-Position für Toyota und Ford in Le Mans

    Vorläufige Pole-Position für Toyota und Ford in Le Mans

    Im ersten Qualifying zu den 24 Stunden von Le Mans konnte sich das Toyota-Trio Kobayashi/López/Conway die vorläufige Pole-Position sichern. Bei den LMGTE-Pro-Fahrzeugen platzierte sich die Mannschaft des Ford #67 vorerst auf Startplatz eins.

    Toyota steht nach derm ersten Qualifiyng vorläufig auf der Pole-Positon
    Toyota steht nach dem ersten Le Mans Qualifiyng vorläufig auf der Pole-Positon.

    Auch in der ersten Qualifying-Session war es der Japaner Kamui Kobayashi, der die schnellste Rundenzeit verzeichnen konnte. Bereits im Freien Training markierte der Toyota-Pilot die Spitzenzeit und bestätigte seine Leitung kurz darauf bei der Qualifikation mit 3:17.161.

    Weniger erfolgreich lief es beim Schwesterfahrzeug mit der Nummer acht. Die Fahrer kratzten mit Mühe an der Marke von 3:19 Minuten, schaffte es jedoch vorerst nicht über Startrang vier hinaus. Auf diesen überraschen Rückschlag folgt etwa zur Mitte der Session ein heftiger Unfall des Toyota #7. Mike Conway kollidierte Ausgangs der Ford-Kurven mit dem Boliden von DragonSpeed (#31) und hob kurz darauf ab. Die Schäden an beiden Wagen hielten sich jedoch in Grenzen.

    Die zweitschnellste Zeit in der LMP1 kam von der #17 (SMP Racing), welche nur eine halbe Sekunde langsamer als der Spitzenreiter war. Routinier Stéphane Sarrazin konnte den BR1 in einer Zeit von 3:17.633 um den Kurs bewegte. Damit unterbot er die bisherige Rekordzeit des Teams aus dem vergangenen Jahr und zeigte eindrucksvoll, wie gut SMP Racing den Prototyp weiterentwickelt hat. Startplatz drei geht vorläufig an die #3 von Rebellion Racing.

    Ford liegt knapp an der Spitze der LMGTE-Pro

    Der Ford GT #67 war der schnellste LMGTE-Wagen im ersten Qualifying. Nur mit Mühe schaffte es das Team einen Vorsprung von knapp 0,5 Sekunden auf die Konkurrenz herauszufahren und eine Zeit von 3:49.530 in den Asphalt zu brennen. Dicht darauf folgt Nick Tandy im Porsche #93 mit 3:49.558 und Aston Martin Racing mit einer Rundenzeit von 3:50.037.

    Alle Teams kämpften bis zum Äußersten, um möglichst weit vorn in der Startaufstellung zu landen. Mehrere Kollisionen ausgangs der Porsche-Kurven zerstörten jedoch vorerst die Chancen des Ford #66 und andere Teilnehmer. Eine Verbesserung der Rundenzeiten war zum Ende des Q1 nicht mehr möglich.

    Trotz einer Kollision schaffte es DragonSpeed in der LMP2 auf Startplatz eins
    Trotz einer Kollision schaffte es DragonSpeed in der LMP2 auf Startplatz eins.

    DragonSpeed und Porsche in Le Mans auf Pole-Kurs

    In der LMP2 konnte DragonSpeed das erste Qualifying mit einem lachenden und einem weinenden Auge beenden. Die gute Nachricht kam mit der Rundenzeit von 3:26.804, welche die vorläufige Pole-Position bedeutet. Durch die Kollision mit dem Toyota steht der Mannschaft jedoch viel Arbeit bevor, um den Prototyp für Q2 und Q3 fit zu bekommen. Die Startplätze zwei und drei sicherten sich vorerst Signatech Alpine Mammut und die #22 von United Autosports.

    Die Top-3 in der LMGTE-Am ging vollständig an Porsche. Die Dempsey-Proton-Mannschaft fuhr mit den Wagen #88 und #77 auf die Startplätze eins und drei. Der aktuelle Meisterschafsführende, die #56 vom Team Project 1, geht voraussichtlich von Startrang zwei ins Rennen.


    Alle Rundenzeiten und Startplätze aus dem Q1 sind noch nicht final, da noch im zweiten und dritten Qualifying eine Möglichkeit zur Verbesserung besteht. Erst nach Abschluss des Q3 wird die vollständige Startaufstellung durch die Rennleitung bekannt gegeben. Alle Rundenzeiten des ersten Qualifyings gibt es hier noch einmal zum Nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Porsche und Toyota im FP1 ganz oben

    Porsche und Toyota im FP1 ganz oben

    In einem ereignisreichen FP1 schaffte es der Toyota #7 an die Spitze des Feldes. Bei den LMGTE-Wagen war die Nummer 92 von Porsche das Maß aller Dinge. Die #48 (Idec Sport) und die #77 (Dempsey-Proton Racing) lieferten in der LMP2 bzw. LMGTE-Am die besten Rundenzeiten ab.

    Porsche in Le Mans 2019
    Porsche lieferte im FP1 die schnellste GTE-Rundenzeit ab.

    Ein großer Teil der vierstündigen Session wurde stark durch das Wetter beeinflusst. Kurz nach dem Start des Freien Training sorgte starker Regen für schwierigste Bedingungen auf dem Rundkurs. Die Fahrer vom Rebellion #1 kamen am Besten mit dem Regen klar und markierten zunächst die schnellste Rundenzeit. Doch Stoffel Vandoorne im SMP #11 schaffte es schließlich die Schweizer zu überbieten.

    Mit Ende FP1 kehrte die Sonne zurück und Kamui Kobayashi nutzte das kurze Zeitfenster perfekt aus. Der Japaner umrundete die Strecke in Le Mans in 3:18.091 Minuten, die bisherige Tagesbestzeit.

    Zahlreiche Fahrzeuge neben der Strecke

    Mehrere gelbe Flaggen und Full-Course-Yellow-Phasen sorgten für Unterbrechungen im Freien Training. Die Fahrer gingen auf der nassen Fahrbahn ans Limit und zu oft darüber hinaus, was durch Dreher und Ausflüge ins Kiesbett quittiert wurde. Auch Kamui Kobayashi schaffte es nicht ohne Abflug. Sein TS050 Hybrid kam in der Mulsanne-Kurve von der Strecke ab.

    Den kritischsten Unfall verursachte Tracey Krohn im Dempsey-Proton Porsche #99. Auf der Mulsanne-Geraden schlug sein Porsche 911 RSR in die Streckenbarriere ein und blieb völlig Fahrunfähig auf der Fahrbahn liegen. Eine Stunde wurde die Session durch die rote Flagge unterbrochen, um den Schaden zu reparieren. Der Amerikaner wurde aufgrund von Rückenschmerzen ins örtliche Krankenhaus gebracht.

    Die vollständigen Trainings-Ergebnisse der 24 Stunden von Le Mans gibt es hier zum Nachlesen.

  • Ein Blick auf Le Mans 2019

    Ein Blick auf Le Mans 2019

    Es ist soweit, das Rennen in Le Mans 2019 steht vor der Tür. Auch dieses Jahr sind wir wieder für Euch mit der Kamera vor Ort und halten die schönsten Momente fest. Um die Wartezeit bis zum Rennstart zu verkürzen, haben wir eine erste Bildergalerie für Euch.

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    Mehr Informationen zu den 24 Stunden von Le Mans findet Ihr in unserem Rennkalender. Dort gibt es Details zu Strecke, Wettervorhersagen, Rückblicke auf die vergangenen Jahre und vieles mehr. Wem das immer noch nicht genügt, dem empfehlen wir einen Besuch auf der offiziellen Webseite.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Der Kampf um die letzten Meistertitel

    Der Kampf um die letzten Meistertitel

    Erstmals endet eine FIA WEC-Saison mit den 24 Stunden von Le Mans. Das es hier besonders spannend zugehen wird, verrät ein Blick in die aktuellen Ranglisten. Sechs Meistertitel gibt es beim Super Finale noch zu holen. Wer zu den Titelanwärtern gehört, verraten wir in diesem Artikel.

    Die Hersteller WM sicherte sich Toyota bereits in Spa.
    Die Hersteller WM sicherte sich Toyota bereits in Spa.

    Den einfachsten Job in dieser Saison hatte das Werksteam von Toyota Gazoo Racing in der LMP1-Klasse. Da es keine Konkurrenz durch weitere Hybrid-Fahrzeuge gab, konnte sich der Autobauer den Hersteller-Titel bereits in Spa sichern.

    Offen ist jedoch der Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft. Fernando Alonso, Kazuki Nakajima und Sébastien Buemi liegen derzeit in Führung und würden mit einem Sieg im Rennen auch Weltmeister.

    Sollte es jedoch zu technischen Problemen oder längeren Standzeiten für die Startnummer acht kommen, wäre die Tür offen für das Schwesterfahrzeug mit Kamui Kobayashi, José-Maria López und Mike Conway. Das Trio könnte sich so ebenfalls den WM-Titel schnappen.

    Porsche-Zweikampf um den LMGTE-Pro-Titel

    Auch der zweite Hersteller-WM-Titel ist bereits in Sack und Tüten. Porsche konnte sich die Krone der GTE-Fahrzeuge ebenfalls in Spa aufsetzen. Ausschlaggebend hierfür waren drei Siege in dieser Saison und der Doppelsieg in Le Mans vergangenes Jahr.

    Offen hingegen ist auch hier die Fahrer-WM. Aktuell deutet alles auf einen Zweikampf bei Porsche hin. Michael Christensen und Kévin Estre sind bereits in greifbarer Nähe und müssten einen Totalausfall im Rennen erleiden, damit Sie nicht Weltmeister werden.

    Ein ebenfalls denkbarer Titelverlust wäre durch Rang 11 oder schlechter möglich, wenn das Schwesterauto #92 mit Richard Lietz und Gianmaria Bruni zeitgleich am Sonntag gewinnt.

    Spannender Finalkampf in der LMP2-Klasse

    Wohl am engsten wird in Le Mans um die Titel der LMP2 gefahren. Nicolas Lapierre, André Negrão und Pierre Thiriet reisen als Führende nach Le Mans. Mit einem knappen Abstand von vier Punkten befindet sich das Signatech-Alpine-Trio in der Tabelle vor Gabriel Aubry, Stéphane Richelmi und Ho Ping Tung (Jackie Chan DC Racing).

    Sollten die beiden Titelanwärter überraschend ausfallen oder als letztes über die Ziellinie rollen, bestände auch die Möglichkeit für die DragonSpeed-Mannschaft, den Titel zu holen. In einem regulären Rennverlauf wäre es jedoch fast unmöglich für Roberto Gonzalez und Pastor Maldonado sich die LMP2-Meisterschaft zu sichern.

    Ähnlich knapp sieht es in der Teamwertung der LMP2 aus. Hier liegt das Fahrzeug von Jackie Chan DC Racing knappe neun Punkte hinter dem Wagen der Signatech-Alpine-Mannschaft. Jeder Zähler und jede Platzierung in Le Mans werden entscheidend für den Titel sein.

    Meistertitel für Project 1 in der Premieren-Saison?

    Die Fahrermeisterschaft bei den LMGTE-Am Piloten führen derzeit Jörg Bergmeister, Patrick Lindsey und Egidio Perfetti an. Das Trio muss lediglich als Fünftes über die Ziellinie kommen, um den ersten Meistertitel für das Teams zu holen. Einziger wirklicher Konkurrent ist das Team von Spirit of Race, das einen Sieg benötigt zum Titelgewinn.

    Heiße Favoriten auf den Sieg in Le Mans sind jedoch nicht die beiden Titelanwärter, sondern die Fahrer der #77. Christian Ried, Matt Campbell und Julien Andlauer konnten bereits 2018 in Le Mans triumphieren, verloren jedoch die Punkte der ersten vier Saisonrennen aufgrund einer Softwaremanipulation am Fahrzeug.

    Nach drei WEC-Siegen in Folge wäre es theoretisch noch denkbar, dass auch die Dempsey-Proton-Mannschaft als LMGTE-Am Champion in die Sommerpause geht. Hierfür wäre jedoch notwendig, dass die beiden Titelfavoriten Ausfälle oder mehrfach längere Standzeiten im Rennen erleiden.

    Wer sich einen genauen Überblick aller Meisterschaften der Saison 2018/19 verschaffen will, findet hier die vollständigen Tabellen.

  • WEC-Magazin Podcast #7

    WEC-Magazin Podcast #7

    In Folge 7 des WEC-Magazin Podcast gibt es die ideale Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans. Unter anderem sprechen wir über die Ergebnisse vom Testtag, die neuen Retro-Lackierungen der Teams und geben Tipps für das wichtigste Wochenende des Jahres.

    Solltet Ihr eine Folge verpasst haben, findet Ihr hier alle zum Nachhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • Yannick Dalmas: Der Mann im Safety Car

    Yannick Dalmas: Der Mann im Safety Car

    Die WEC ist mehr als nur eine Rennserie mit eindrucksvollen Fahrzeugen und talentierten Fahrern. Oft ist es der Blick hinter die Kulissen, der einem erst das komplette Bild der Weltmeisterschaft vermittelt. Diesmal werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und stellen das Safety Car mit seinem Fahrer Yannick Dalmas etwas genauer vor.

    Jeder WEC-Fan kennt das Safety Car, welches immer dann auf die Strecke geschickt wird, wenn die Wetterbedingungen oder eine Kollision die Sicherheit gefährden. Seit Beginn der Super Season 2018 / 19 wird jenes Fahrzeug von Porsche in Form eines 911 Turbo bereitgestellt.

    Im Gegensatz zum 911 RSR, welchen Porsche in der LMGTE-Pro einsetzt, handelt es sich beim Safety Car weitestgehend um ein Serienfahrzeug. Es verfügt über einen Allradantrieb mit 540 PS und wurde lediglich mit Spezialfahrwerk und besseren Bremsen für seinen Einsatz auf der Strecke optimiert.

    Von der Formel 1 über Le Mans ins Safety Car

    Hinter dem Steuer des Porsche 911 nimmt seit mehreren Jahren Yannick Dalmas Platz. Seine Hauptaufgabe ist es, in schwierigen Situationen den Überblick zu behalten und die Rennleitung steht mit neuen Informationen zu versorgen.

    Doch wie wird man eigentlich Safety Car-Fahrer in der WEC? Diese Frage war in einem Satz gar nicht so leicht zu beantworten, wie Yannick Dalmas verrät: „Angefangen habe ich zunächst im Motorsport. Le Mans war schon immer ein wichtiges Rennen für mich. So kam es, dass ich meine eigene Geschichte auf der Strecke schrieb und viermal ganz oben stehen konnte. Nach meiner aktiven Zeit stieß ich vor etwa sieben Jahren zur WEC und wurde Teil einer großen Familie.“

    „Zunächst fungierte ich als Bindeglied zwischen den Stewards und der Rennleitung. Ich war zuständig für die Inspektionsrunden und fuhr regelmäßig mit dem Renndirektor um die Strecken. Daraus wurde über die Zeit mein jetziger Job im Safety Car, was nicht zuletzt an meiner Karriere im Motorsport lag. Jetzt fahre ich nicht mehr nur für ein Team, sondern für alle Fahrer.“

    Doch der Weg bis ins Safety Car war vor allem im Kopf eine große Umstellung, wie der vierfache Le Mans Sieger verrät: „Wenn du in deiner bisherigen Karriere nichts anderes gemacht hast, als Rennen zu fahren, versuchst du möglichst schnell und kämpferisch zu agieren. Doch ein Safety Car musst du gänzlich anders anpacken. Du lernst zu akzeptieren, dass du nicht mehr um die Führung fährst, obwohl du an der Spitzer liegst. Alle Augen sind auf dich gerichtet, also musst du entsprechend Vorbildlich agieren. Trotzdem ist es wohl einer der besten Jobs im Motorsport!

    Das Safety Car während des Rennens
    Das Safety Car im Einsatz bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps.

    Die nötige Portion Feingefühl

    Es ist keine leichte Aufgabe, das Safety Car unter komplizierten Bedingungen zu steuern. Die vier verschiedenen Klassen erfordern eine menge Feingefühl und Verständnis wie Dalmas erklärt: „Für den Zuschauer ist es im Fernsehen meist schwierig, die Unterschiede in der Geschwindigkeit zu erkennen. Regelmäßig frage ich die Fahrer nach den Rennen, wie Sie das Tempo empfunden haben. Es ist nie leicht den richtigen Mix für alle zu finden.“

    „Die GTE-Fahrer antworten dir, dass dein Safety Car genau richtig voranfährt. Anders ist es jedoch in der LMP2. Von dort kommt immer die Frage, ob man nicht noch etwas schneller fahren kann. Die LMP1-Fahrer antworten mir meist, dass es schwierig ist hinter dem Safety Car zu bleiben, da deren Fahrzeuge wiederum ganz ander ausgelegt sind.“

    „Mit jeder neuen Wagen-Generation wird dieser Unterschied zwischen den Klassen größer. Vor allem die Bremspunkte bei nasser Fahrbahn haben sich in den letzten 15 Jahren spürbar verändert. So zu fahren, dass es für alle auf der Strecke möglichst sicher bleibt, ist wohl die größte Herausforderung im Safety Car.“

    Was die Fans schon immer wissen wollten

    Zum Abschluss unseres Gesprächs wollten wir die WEC-Fans zu Wort kommen lassen. Wir haben drei Fragen aus der Community zu unserem Interview mitgenommen, die besonders oft vorkamen. Die Antworten haben wir hier ungefiltert festgehalten:

    WM: Welches Safety Car fährt sich besser, der Audi oder der Porsche?

    YD: Persönlich gefällt mir der Porsche besser als der Audi, da der Porsche mehr einem Rennwagen gleicht. Das Handling ist angenehmer unter schwierigen Bedingungen und kommt den Wagen hinter mir viel näher. Zudem hat der Porsche mehr Leistung, spezielle Rennsitze und eine Sportausstattung, die es so beim Audi nicht gab.

    WM: Was ist das aufregendste, dass dir bisher als Safety Car-Fahrer passiert ist?

    YD: Das war vor zwei Jahren in Le Mans. Im Freien Training begann es fürchterlich zu Regnen und ich sollte rausfahren, um die Streckenbedingungen zu prüfen. Als ich auf Höhe der Dunlop-Schikane beschleunigte, gab es plötzlich starkes Aquaplaning, woraufhin das Fahrzeug ausbrach. Glücklicherweise konnte ich das Safety Car mit einem Drift auf der Strecke halten und unbeschädigt zurückbringen.

    WM: Was würdest du an deinem Job verändern?

    YD: Ich würde gerne noch mehr auf der Strecke fahren. In der Pause nach der ersten Trainingssession zum Beispiel. Jeder Kilometer mehr hilft einem die Strecke und deren Eigenheiten besser zu verstehen. Zudem würde ich mir mehr Informationen im Safety Car wünschen. Die wenigsten wissen, dass ich mich die komplette Renndistanz über im Wagen bereithalten muss. So ist es zum Beispiel nicht möglich zwischendurch auf Toilette zu gehen. Ein kleiner Bildschirm mit Live-Daten oder einem TV-Bild wäre hier ideal. Ich bekomme nur wenig vom eigentlichen Renngeschehen mit und weiß oft nur das nötigste von dem was draußen vor sich geht.


    Bereits vor Einiger Zeit haben wir uns genauer mit der Logistik der FIA WEC beschäftigt und uns gefragt: Wie kommen die Fahrzeuge von A nach B? Die Antwort gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Heißer Testtag in Le Mans

    Heißer Testtag in Le Mans

    Bei Außentemperaturen von rund 30 Grad ging es für die Teilnehmer beim Testtag in Le Mans erstmals auf die Strecke. Alle 62 Fahrzeuge nutzten die Zeit, um nötigen Pflichtrunden abzuspulen und erste Setups für die kommenden Wochen festzulegen.

    Ein dichtes Feld zeigte sich in der Spitzenklasse LMP1. Toyota Gazoo Racing konnte mit einer Zeit von 3:19.440 die schnellste Runde des Tages für die Startnummer acht verbuchen, gefolgt vom Schwesterwagen sieben. Nur eine Sekunde langsamer war der schnellste Nicht-Hybride von Rebellion Racing mit einer Zeit von 3:21.323. Die Positionen vier bis sechs gingen an SMP Racing (#11), Rebellion Racing (#3) und den zweiten SMP mit der Nummer 17.

    In der LMGTE-Pro überraschten die Teilnehmer am Testtag mit fast identischen Rundenzeiten. Die ersten zwölf Fahrzeuge fuhren aller innerhalb von drei Minuten und 54 Sekunden. Mit nur 0,031 Sekunden Abstand positionierte sich der Gaststarter, die Corvette #63, vor dem Ford #67 und dem Schwesterfahrzeug #64. Am meisten zu kämpfen hatte das BMW Team MTEK, welches mit beiden Boliden nur auf die hintersten Ränge 16 und 17 fahren konnte.

    Hohe Leistungsdichte in LMP2 und LMGTE-Am

    Ein fast identisches Bild zeigten die beiden Klassen LMP2 und LMGTE-Am beim Testtag in Le Mans. In beiden Kategorien platzierte sich die Top-3 innerhalb der gleichen Sekunde. Während Jackie Chan DC Racing (#38), DragonSpeed (#31) und Signatech Alpine Matmut (#36) eine Zeit von 3 Minuten und 28 Sekunden verzeichneten, waren es in der kleinsten GTE-Klasse drei Ferrari, die den Ton angaben. WeatherTech Racing (#62) sicherte sich Platz eins vor Clearwater Racing (#61) und Spirit of Race (#54).

    Die vollständigen Rundenzeiten aller Teilnehmer gibt es hier zum Nachlesen. Weiter geht es in Le Mans am Mittwoch, den 12. Juni. Ab 16 Uhr startet das Freie Training, bevor am selben Tag gegen 22 Uhr die erste Qualifying-Session beginnt. Den vollständigen Zeitplan haben wir hier aufbereitet.

    Bild © Alexis GOURE (ACO) – Pressematerial

  • WEC-Magazin Podcast #6

    WEC-Magazin Podcast #6

    In Folge 6 des WEC-Magazin Podcast sprechen wir ausführlich über das wechselhafte Rennen in Spa-Francorchamps, die Wetterereignisse, die Titelkämpfe, die Sieger und alle Neuigkeiten aus dem Fahrerlager.

    Falls Ihr Fragen zur Folge habt oder Vorschläge und Ideen für die kommenden Ausgaben einbringen wollt, schreibt uns wie immer eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de.