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  • Wie der Porsche-BMW-Kampf bis zum Äußersten ging

    Wie der Porsche-BMW-Kampf bis zum Äußersten ging

    Die 1000 Meilen von Sebring zeigten uns einen Kampf in der LMGTE-Pro, wie wir ihn uns in Le Mans gewünscht hätten. Gleich mehrere Fahrzeuge hatten bis zum letzten Stint die Chance auf den Sieg. Eine detaillierte Analyse der Daten zeigt ein interessantes Bild davon, wie sich das Finale zwischen Porsche und BMW entwickelt hat.

    BMW bei den 1000 Meilen von Sebring

    Nach Ablauf der acht Stunden ging der Sieg in Sebring an den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91. Damit sicherte sich das Duo Gianmaria Bruni und Richard Lietz erstmals einen Platz ganz oben auf dem Podium, während das Trio Nicky Catsburg, Martin Tomczyk und Alexander Sims den ersten Erfolg knapp verpasste. Die Analyse zeigt, wie denkbar knapp der Premierensieg für den BMW M8 GTE gewesen wäre.

    Das Drama begann mit der letzten Stunde des Rennens. Etwa 50 Minuten zeigte die Uhr noch an und der Porsche #91 steuerte auf einen sicheren Sieg zu. Gut 30 Sekunden lag der Sportwagen vor dem AF Corse Ferrari #51 und dem Schwesterfahrzeug #92, während der Ferrari #71 und der BMW #81 rund 50 Sekunden dahinter fuhren.

    Der Zwischenstand nach sieben Stunden
    Pos.#FahrzeugFahrerAbstand
    191Porsche 911 RSRR. Lietz
    –
    251Ferrari 488 GTEJ. Calado+30.771
    392Porsche 911 RSRM. Christensen+32.846
    471Ferrari 488 GTE
    S. Bird+49.042
    581BMW M8 GTEN. Catsburg+58.762
    667Ford GTA. Priaulx+1:16.539

    In den Runden 199, 200 und 201 kamen die Top-6 der LMGTE-Pro zum letzten Nachtanken und Reifenwechseln in die Box. Viele der Teams tauschten zudem noch einmal den Fahrer für den letzten Stint. Die einzige Ausnahme bildete Nicky Catsburg im BMW #81. Sein Wagen musste bereits zehn Minuten vor dem eigentlichen Stopp zur Mitte des Rennens in die Boxengasse, um eine kleine Beschädigung zu beheben.

    Dieser Zwischenfall sorgte für eine Verschiebung aller weiterer Stopps und einer veränderten Strategie. Während alle anderen GTE-Fahrzeuge in die Box fuhren, konnte der BMW auf der Strecke bleiben und mit 13 Sekunden Vorsprung die Führung übernehmen. Zeitgleich wusste die Mannschaft aber auch, dass der Sprit im Tank nicht bis zu Ziellinie reichen würde und kurz vor Rennende noch ein „Splash & Dash“ (auf Deutsch: Nur nachtanken und weiterfahren) notwendig wird.

    Der Zwischenstand nach den finalen Boxenstopps
    Pos.#FahrzeugFarherAbstand
    181BMW M8 GTEN. Catsburg–
    291Porsche 911 RSRG. Bruni+12.646
    367Ford GTA. Priaulx+19.397
    451Ferrari 488 GTE
    A. Pier Guidi+39.633
    592Porsche 911 RSRM. Christensen+45.351
    671Ferrari 488 GTES. Bird+59.269

    Die einzigste Chance auf einen Sieg von Catsburg bestand in der Hoffnung, dass es noch zu einer Full-Course-Yellow-Phase oder einer Saftey Car-Phase im Rennen kommen würde. So könnte er Benzin-sparend fahren und die Reichweite von 55 Minuten auf 1 Stunde und 12 Minuten erweitern.

    Eine zweite, noch unwahrscheinlichere Möglichkeit bestand darin, einen Vorsprung von 45 Sekunden auf Bruni im Porsche #91 aufzubauen. So hätte die Crew genügend Zeit für den Splash & Dash und Catsburg könnt die Führung wieder behalten. Er versuchte sein Bestes und baute in Runde 212 den Abstand von 13 auf 17 Sekunden aus. Doch es schien, als könnte der Porsche mühelos mitgehen und verringerte so immer wieder den Abstand, bis sich schließlich der Himmel öffnete und es in Strömen begann zu regnen.

    Der Regen als zweischneidiges Schwert für Porsche und BMW

    Der sintflutartige Regen, welcher sich über dem Sebring International Raceway ergoss, war jener Glücksmoment, auf den die BMW-Mannschaft gehofft hatte. Die Strecke stand förmlich unter Wasser und jedes Auto im Feld war gezwungen auf Regenreifen zu wechseln. Für Catsburg der perfekte Moment, um in die Box zu kommen und zeitgleich nachzutanken.

    Alarmiert vom Manöver des BMWs orderte auch Porsche sein Fahrzeug in die Box und gab zeitgleich den Auftrag, den Abstand so weit wie möglich zu verkürzen, was Bruni auch schaffte. Der Italiener war in Runde 219 zwischen drei und fünf Sekunden schneller als jedes andere Fahrzeug in der LMGTE-Pro.

    Als beide Fahrzeuge in etwas zeitgleich zum Stopp anhielten, schaffte es die Porsche-Mannschaft, den Wagen schließlich zwei Sekunden vor dem bis dahin führenden BMW auf die Strecke zu schicken. Die Präzisionsarbeit und das perfekte Timing bescherten Porsche in diesem Moment den Sieg im Rennen.

    Vergleich der Rundenzeiten zwischen dem BMW #81 und dem Porsche #91
    Runde#81#91
    2161:59.6252:00.334
    2172:01.7622:01.580
    2182:06.3812:05.410
    2192:13.8762:10.626
    2203:16.745*3:01.265*
    2212:15.5722:17.294
    2222:18.7352:19.015
    223#2:27.9492:27.655
    224#2:50.3352:50.200
    225#3:53.9973:54.090

    * = Einschließlich der Boxenstandzeit
    # = Einsatz des Safety Cars in dieser Runde

    Das vorzeitige Rennende

    Überrascht vom vorbeifahrenden Porsche schaltete Catsburg in den Angriffsmodus und versuchte alles menschenmögliche, um den minimalen Rückstand wieder aufzuholen. In Runde 221 war der 31-jährige zwei Sekunden schneller als Bruni und auch in Runde 222 war er eine Sekunde schneller als der Italiener. Als die Uhr noch 15 Minuten bis zum Rennende anzeigte, war Catsburg in Schlagweite und kaum mehr eine halbe Sekunde vom Porsche entfernt.

    Doch zum finalen Kampf um die Spitze kam es nicht mehr, da nur zwei Minuten später der Franzose Loïc Duval mit der Streckenbegrenzung kollidierte. Sein Oreca #28 von TDS Racing steckte im Reifenstapel fest und schaffte es aus eigener Kraft nicht mehr zurück auf den Kurs. Zur Bergung des Wagens und im Hinblick auf die immer stärkeren Regenfälle beschloss Rennleiter Eduardo Freitas, die 1000 Meilen von Sebring hinter dem Safety Car zu beenden – der Sieg für Porsche und eine herbe Enttäuschung für BMW.

    Das Endergebnis in der LMGTE-Pro
    Pos.#FahrzeugFahrerAbstand
    191Porsche 911 RSRG. Bruni–
    281BMW M8 GTEN. Catsburg+0.816
    367Ford GTA. Priaulx+1 Runde*
    451Ferrari 488 GTE
    A. Pier Guidi+1 Runde*
    592Porsche 911 RSRM. Christensen+1 Runde*
    671Ferrari 488 GTES. Bird+1 Runde*

    * = Der Abstand entstand durch den Einsatz des Safety Cars

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Toyota-Sieg in Sebring

    Toyota-Sieg in Sebring

    Das Trio Alonso, Buemi und Nakajima konnte die erste Auflage der 1000 Meilen von Sebring für sich entscheiden. Für die Mannschaft des Toyota #8 bedeutet dieser Sieg gleichzeitig den Ausbau der eigenen WM-Führung. In der LMGTE-Pro ging der erste Platz an den Porsche #91. Das Schwesterfahrzeug, welches von Pole ins Rennen ging, verpasste die Podestspitze nur knapp.

    Toyota konnte die 1000 Meilen von Sebring gewinnen

    Unter dem Motto „Respect the Bumps“ (oder auf Deutsch: Respekt vor den Unebenheiten) kehrte die FIA WEC auf den Sebring International Raceway zurück. Für alle Teams war die Premiere des 1000-Meilen-Rennens etwas ganz besonderes, da die unebene Fahrbahn einen Belastungstest für Mensch und Material darstellte.

    Als wäre die anspruchsvolle Rennstrecke nicht Herausforderung genug, öffnete der Himmel 25 Minuten vor Rennende seine Schleusen und strömender Regen ergoss sich über Sebring. Die Wetterbedingungen sorgten für eine Kollision des Wagens #28 von TDS Racing, woraufhin die Rennleitung die 1000 Meilen hinter dem Safety Car beendete.

    Klarer Sieg für Toyota Gazoo Racing

    Vom ersten Startplatz aus zeigten Alonso, Buemi und Nakajima eine starke Auftaktphase und übernahmen die Führung vor López, Kobayashi und Conway. Durch die bessere Fahrzeug-Balance konnte die Nummer acht einen größeren Abstand aufbauen und sich frühzeitig auf den Sieg konzentrieren.

    Hinter den Toyota #8 und #7 schaffte es die #11 von SMP Racing (Petrov, Hartley und Aleshin) als Drittes auf das Podium. Für das russische Team war es ein beeindruckender Erfolg, da Vitaly Petrov frühzeitig im Rennen durch einen Reifenschaden zurückgeworfen wurde. Trotzdem erholte sich das Trio und schaffte es schließlich auf das Podium.

    Weniger Glück hatte der zweite BR1 von SMP Racing (#17). Orudzhev, Sirotkin und Sarrazin waren in den ersten größeren Unfall des Rennens involviert, nachdem Orudzhev eine zu weite Linie in Kurve eins nahm und von der Strecke abkam. Daraufhin kollidierte er mit der Streckenbegrenzung und musste seinen Prototypen vorzeitig abstellen.

    Drama in letzter Minute bei den LMGTE-Fahrzeugen

    Ein unglaublich spannendes Rennen lieferte die LMGTE-Pro Klasse in Sebring ab. Nahezu über die gesamte Renndistanz kämpften die Teilnehmer um die Spitzenpositionen. Den Auftakt zu einer langanhaltenden Kampfgruppe bildeten der BMW M8 #82 von Farfus und Spengler sowie der Ford GT #67 von Priaulx, Tincknell und Bornarito. Beide Teams schenkten sich nichts und blieben immer nur wenige Zehntelsekunden voneinander entfernt.

    Im Laufe des Rennens fand Aston Martin eine gute Pace und konnte zur Kampfgruppe aufschließen. Doch auch Porsche machte die schwache Anfangsphase vergessen und zog mit beiden Wagen gleich. Zwischen sechs und acht Fahrzeugen kämpften schließlich ohne Unterbrechung um den Sieg in der LMGTE-Pro.

    Mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr verbleibend führte der BMW #81 von Catsburg, Tomczyk und Sims, während der Porsche #91 auf Rang zwei kaum noch Chancen hatte vorbeizuziehen. Als der bayrische Rennwagen zu seinem letzten „Splash & Dash“ Boxenstopp einbog, setzte überraschend der Regen ein und alle Wagen musste zum Reifenwechseln.

    Bei BMW versuchte man diese Gelegenheit zu nutzen und wollte gleich in einem Atemzug die Regenreifen aufziehen. Doch die Porsche-Mannschaft reagierte schneller und konnte so als erstes aus der Boxengasse fahren und die Führung übernehmen. Durch die sich anschließende Safety Car-Phase blieb keine Gelegenheit mehr auf ein freies Rennen und der Sieg ging an die #91.

    Dominanz und Enttäuschung bei Jackie Chan DC Racing

    Das Fahrzeug von Jackie Chan DC Racing in Sebring

    Gemischte Gefühle gab es zum Rennende in der Box von Jackie Chan DC Racing. Während die Startnummer 37 (Stevens, Heinemeier-Hansson, King) das Rennen für sich entscheiden konnte und in Sebring auf Rang eins fuhr, sorgte der Schwesterwagen für Schwierigkeiten. Als Führender ging die #38 an den Start, hatte aber nach den ersten Runden bereits mit technischen Problemen zu kämpfen.

    Während in einem ersten frühen Boxenstopp das Lenkrad getauscht werden musste, folgten in unregelmäßigen Abständen verschiedenste Arbeiten an der Karosserie und dem Getriebe. Insgesamt verlor die Crew 30 Runden im Rennen. Nach Ablauf der acht Stunden schaffte es die Crew nur auf Position sechs ins Ziel – Ein herber Rückschlag im Kampf um den LMP2-Titel.

    Die #37 schaffte es den überaus starken Signatech Alpine Matmut (#36) über die 1000 Meilen in Schach zu halten und ging am Ende als Sieger hervor. Hinter dem französischen LMP2-Boliden fuhr DragonSpeed (#31 – Maldonado, Gonzales und Davidson) als Drittes auf das Podium.

    Ein Drama kurz vor Schluss ereignete sich bei TDS Racing. Im entscheidenden Momenten des Rennens verlor Loïc Duval die Traktion und rutschte in die Reifenstapel. Eigenständig schaffte es der Franzose nicht mehr ins Rennen zurück und musste die vierte Position abschreiben.

    Dempsey-Proton Racing in Bestform

    Die LMGTE-Am zeigte ein ähnlich spannendes Rennen wie die Pro-Klasse. Über viele Stunden lieferten sich die #77 (Dempsey-Proton Racing – Porsche 911 RSR), die #54 (Spirit of Race – Ferrari 488 GTE) und die #56 (Team Project 1 – Porsche 911 RSR) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

    Von Beginn an übernahm der gelb-schwarze Wagen von Project 1 die Führung im Rennen und konnte sich wacker an der Spitze halten. Doch ein hartes Manöver vom Spirit of Race-Piloten Giancarlo Fisichella drängte Jörg Bergmeister von der Strecke. Der Deutsche schaffte es aus eigener Kraft zurück in die Box, musste jedoch die Führung abgeben.

    Der Ferrari #54 bekam eine Stop & Go-Strafe aufgebrummt, kämpfte aber weiterhin gegen den Dempsey-Porsche um Platz eins. Trotz aller mühen gelang es der Ferrari-Mannschaft nicht mehr an der #77 vorbeizuziehen und musste sich mit Rang zwei zufriedengeben. Der dritte Platz ging an das Team Project 1.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Pole in Sebring für die Tabellenführer

    Pole in Sebring für die Tabellenführer

    Der Toyota TS050 Hybrid von Fernando Alonso, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima geht bei den 1000 Meilen von Sebring von der Pole aus an den Start. Auch die WM-Führenden der LMGTE-Pro, Michael Christensen und Kévin Estre, nehmen das Rennen vom ersten Platz in Angriff.

    Fernando Alonso sicherte Toyota die Pole in Sebring

    Fernando Alonso stellte in Sebring einen neuen Rundenrekord auf. Mit 1:40.124 auf der Uhr entschied er das Qualifying gleich zu Beginn der Session. Nur vier Zehntelsekunden langsamer war der Schwesterwagen #7 unterwegs. Für das Trio López / Conway / Kobayashi geht es somit von Rang zwei ins Rennen. Startplatz drei sicherte sich das Trio Berthon / Laurent / Menezes im Rebellion R13.

    In der LMP2 bestätigte das Team der #38 (Jackie Chan DC Racing) seine Trainingsleistung und qualifizierte sich auf Pole. Auch das Schwesterfahrzeug war ähnlich schnell unterwegs. Nur sechs Zehntelsekunden trennen die beiden Wagen. Signatech Alpine Matmut zeigte sich ebenfalls stark und landete am Ende der Session auf dem dritten Startrang.

    Porsche an der Spitze der LMGTE

    Porsche steht in Sebring auf der Pole

    Die Poleposition der LMGTE-Pro ging an die Startnummer #92 von Michael Christensen und Kévin Estre. Mit 1:57.500 schafften es die beiden Werksfahrer zum ersten Mal in dieser Saison, sich im Qualifying durchzusetzen. Nur eine Zehntelsekunde langsamer war der Ford GT #67, welcher sich vor dem Ford #66 auf Rang zwei positionierte.

    Eine weitere Poleposition konnte Porsche in der LMGTE-Am einfahren. Die Crew des Dempsey-Proton-Porsche #77 fuhr mit einer Zeit von 1:59.790 die dritte Spitzenplatzierung in dieser Saison ein. Knapp dahinter landete das Team Project 1 mit 1:59.935 Minuten auf der Uhr.

    Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier.

    Bild 1 © JoaoFilipe / AdrenalMedia.com
    Bild 2 © Endurance Archive / Ton Kerdijk

  • Toyota im 3. Training ungeschlagen

    Toyota im 3. Training ungeschlagen

    Erneut konnte Toyota die beiden Spitzenpositionen in der LMP1 für sich beanspruchen und die schnellsten Rundenzeiten im dritten Training abliefern. Ford schaffte es erstmals in der LMGTE-Pro auf Rang eins, während Porsche mit drei Fahrzeugen in der LMGTE-Am nach vorn fahren konnte.

    Toyota blieb auch im dritten Training in Sebring ungeschlagen

    José María López war erneut der schnellste Mann des Tages und konnte seine eigene Bestzeit nochmals um 0,3 Sekunden unterbieten. Der neue WEC-Rundenrekord liegt derzeit bei 1:41.448 Minuten. Der zweitschnellste Wert kam vom Spanier Fernando Alonso im Schwesterfahrzeug mit der #8.

    Überraschend war der Ausgang der Session bei den privaten LMP1-Teams. Nach Rebellion im FP1 und SMP im FP2 folgte in der dritten Trainingssession DragonSpeed mit der schnellsten Runde. Renner van der Zande setzte sich mit seiner Startnummer zehn vor die Konkurrenz.

    Der Franzose Gabriel Aubry lieferte mit der #38 von Jackie Chan DC Racing die schnellste Zeit in der LMP2. Die Positionen zwei und drei haben sich im Blick auf die ersten beiden Sessions nicht großartig verändert. Signatech Alpine Matmut und das Racing Team Nederland sind dem chinesischen Team dicht auf den Fersen und weiterhin in unmittelbarer Schlagweite beim Kampf um Rang eins.

    Ford ganz oben in der LMGTE-Pro

    Unter den Herstellern in der LMGTE-Pro konnte Ford erstmals die Spitzenposition erringen. Die Startnummer 67 von Priaulx/Tincknell/Bomarito umfuhr den US-Kurs in 1:57.730 und damit erstmals schneller als die Konkurrenz. Abgerundet wurde die Top-3 der Klasse durch die beiden Werksporsche, welche erstmals an diesem Wochenende zur Spitze aufschließen konnten.

    Geschlossene Stärke demonstrierte Porsche in der kleinsten WEC-Klasse. In der LMGTE-Am fuhr Julien Andlauer allen davon und setzte sich mit 1:58.54 Minuten vor die Teamkollegen im Schwesterfahrzeug #88. Die drittschnellste Zeit sicherte Jörg Bergmeister seinem Team Project 1, welche mit etwas Verzögerung ins Wochenende gestartet waren.

    Weniger Glücklich verlief die Session für Aston Martin Racing. Paul Dalla Lana bescherte seiner Mannschaft viel Arbeit, als er nach einem missglückten Bremsmanöver die Startnummer 98 in einer Reifenmauer versenkte.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Fallende Zeiten im Nachttraining

    Fallende Zeiten im Nachttraining

    Das zweite Freie Training zu den 1000 Meilen von Sebring gab den Teams und Fahrern eine erste Gelegenheit, um den Sebring International Raceway bei Dunkelheit kennenzulernen. Mit jeder neuen Runde verbesserten sich die Zeiten signifikant.

    Die schnellste Rundenzeit lieferte José María López im Toyota TS050 Hybrid ab. Mit seiner 1:41.730 unterbot er die Spitzenzeit aus dem ersten Freien Training um zwei Zehntelsekunden. Im Schwesterfahrzeug war diesmal Fernando Alonso bester Pilot, schaffte es mit 0,5 Sekunden Abstand jedoch nicht an den Argentinier heran.

    Bei den Privatteams zeigte SMP Racing eine beeindruckende Leistung. Die Fahrer Stéphane Sarrazin und Brendon Hartley beendeten die zweite Session direkt hinter Toyota. Hauptkonkurrent Rebellion Racing konnte man zwar hinter sich halten, jedoch absolvierten die Schweizer die meisten Runden im FP2 von allen Teilnehmern.

    In der LMP2-Klasse fuhr Jackie Chan DC Racing allen davon. Die #38 sicherte sich den Spitzenrang vor dem Racing Team Nederland, welche im FP1 ganz vorn waren.

    Aston Martin erneut auf Platz eins

    Auch im zweiten Freien Training führt in der LMGTE-Pro kein Weg am Aston Martin #97 vorbei. Diesmal war es der Brite Alex Lynn, welcher die Spitzenzeit von 1:57.792 vorlegen konnte, zwei Zehntelsekunden schneller als sein Teamkollege Maxime Martin im FP1. Ähnlich auch das Bild auf den Positionen zwei und drei. Ford verpasste den ersten Rang wieder nur denkbar knapp und blieb mit den Wagen #67 und #66 auf zwei und drei.

    Wie erhofft, schaffte es die Mannschaft von Project 1, den Porsche 911 RSR pünktlich zum zweiten Training auf die Strecke zu bringen. Für die schnellste Zeit reichte es beim deutschen Team jedoch nicht. Der erste Platz in der LMGTE-Am ging an Ben Barker im Gulf Porsche, dicht gefolgt von Giancarlo Fisichella im Spirit of Race Ferrari. Matteo Cairoli machte mit dem Dempsey-Porsche #88 die Spitze komplett.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Rundenrekord für Toyota im FP1

    Rundenrekord für Toyota im FP1

    Nach langer Abwesenheit kehrte die FIA WEC zurück auf dem Sebring International Raceway. Den Auftakt zum Wochenende bildete das 1. Freie Training, welches Toyota mit einem Rundenrekord beendete.

    Der Toyota mit der Nummer sieben in Sebring

    Die Startnummer sieben von Toyota Gazoo Racing dominierte einen Großteil der Session, bevor der Japaner Kazuki Nakajima im Schwesterfahrzeug #8 eine neue Bestmarke von 1:41.957 ablieferte. Die Zeit von Nakajima war damit vier Sekunden schneller als der bisherige WEC-Rundenrekord von 2012. Bisheriger Rekordhalter war André Lotterer im Audi R18 gewesen.

    Zweiter wurde der Argentinier José María López, der knapp eine halbe Sekunde langsamer war. Die Startnummer eins von Rebellion Racing stellte das schnellste Fahrzeug in den Reihen der Privatteams. Fahrer Mathias Beche umrundete die US-Strecke in 1:43.552.

    Bei den LMGTE-Pro-Fahrzeugen setzte sich zur Überraschung vieler der Aston Martin #97 an der Spitze durch. Maxime Martin verzeichnete hier mit 1:58.044 die schnellste Zeit der Session. Besonders bemerkenswert ist die Leistung, weil es sich hierbei um den ersten Werkseinsatz des neuen Aston Martin Vantage GTE in den USA handelt.

    Die zweitschnellste Zeit in der PRO-Klasse kam von Harry Tincknell im Ford #67. Der dritte Platz ging an seinen Markenkollegen Andy Priaulx. Dieser stelle mit Rang drei im Schwesterfahrzeug klar, dass Ford beim letzten Heimrennen noch einmal auf das Podium will.

    Kopf-an-Kopf-Duelle in der LMP2 und LMGTE-Am

    Der Aston Martin auf seiner schnellsten Trainingsrunde in Sebring

    In der LMP2-Klasse setzte sich das Racing Team Nederland mit Nick de Vries an die Spitze. Als einziges Team mit einem Dallara gab die Mannschaft dem Wagen einen würdigen US-Einstand. Der Niederländer umrundete den Kurs in nur 1:47.835. Knapp dahinter war der Brasilianer André Negrão im Signatech Alpine Matmut (#36), welcher 1:48.346 für die gleiche Strecke benötigte.

    Das Training in der LMGTE-Am wurde beschattet von einer roten Flagge, die durch den Dempsey-Proton-Porsche #88 verursacht wurde. Fahrer Gianluca Roda verlor die Kontrolle über seinen Wagen in der letzten Kurve, woraufhin er das Heck des Fahrzeugs stark beschädigte. Die Porsche-Mannschaft um Project 1, welche beim Testtag eine Woche zuvor ihr Chassis in einem Feuer verlor, konnte das Ersatzfahrzeug rechtzeitig fertigstellen. Die erste gezeitete Runde in Sebring blieb jedoch aus und wurde mit Start des 2. Freien Trainings anvisiert.

    Als schnellster umrundete Pedro Lamy im Aston Martin #98 den Sebring International Raceway. Nicht mehr als eine Zehntelsekunde war der Portugiese schneller. Matteo Cairoli, welcher im Dempsey-Proton-Porsche #88 ebenfalls äußerst schnell unterwegs war, landete denkbar knapp auf Position zwei. Insgesamt lagen die Top-5 der AM-Klasse gerade einem 0,05 Sekunden voneinander entfernt. Dies verspricht ein spannendes Wochenende in der kleinsten WEC-Kategorie.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Die Jagd nach dem Doppelsieg in Sebring

    Die Jagd nach dem Doppelsieg in Sebring

    Nicht nur die Fans, auch die Fahrer der FIA WEC und der IMSA WeatherTech Sportscar Championship sehen dem „Super-Sebring-Wochenende“ mit Spannung entgegen. Denn ein Teil des Feldes wird neben den 1000 Meilen der WEC auch die 12 Stunden der IMSA-Serie bestreiten.

    Das Fahrzeug von Corvette Racing bei den 6 Stunden von Shanghai

    Eine willkommene Abwechslung im WEC-Paddock wird in den nächsten Tagen die Mannschaft von Corvette Racing sein. Zuletzt wagte das Team vor der Winterpause einen Gaststart in Shanghai (siehe Bild oben). Beim Heimrennen in Sebring nutzt der US-Autobauer die Gelegenheit und duelliert sich ein weiteres Mal in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Nach dem Abschluss der 1000 Meilen von Sebring am Freitag geht es direkt weiter mit den 12 Stunden von Sebring am Samstag.

    Damit der zusätzliche Einsatz auch ein Erfolg wird, werden Antonia Garcia, Jan Magnussen und Mike Rockenfeller für Corvette ins Steuer greifen. Zusammen kommen die drei Piloten auf einen Gesamtsieg und neun Klassensiege bei den 24 Stunden von Le Mans – also genügend Erfahrung im Umgang mit solch einer Aufgabe.

    Eine Doppelbelastung für zahlreiche WEC-Fahrer

    Doch nicht nur die US-Mannschaft wird versuchen einen Doppelsieg bei beiden Events in Sebring einzufahren, auch die Fahrer aus den Prototypen-Klassen steigen in den Ring. So kehrt der zweimalige Weltmeister Brendon Hartley zurück in die WEC, um die Lücke von Jenson Button bei SMP Racing zu füllen. Dabei hat der Neuseeländer hat die Chance, in beiden Rennen einen Sieg einzufahren. Nach seiner Arbeit für SMP steigt er im Rahmen der IMSA bei Action Express in den Cadillac.

    Für das Mazda Team Joest treten die Ford-Piloten Olivier Pla und Harry Tincknell in der DPi-Klasse der IMSA an. Ebenfalls mit von der Partie ist der frisch gekürte Sieger der 24 Stunden von Daytona, Renger von der Zande. Am Freitag startet er für Dragonspeed und am Samstag im Cadillac. TDS Racing-Fahrer Matthieu Vaxivière tritt im WEC-Rennen noch gegen den Niederländer an, wechselt aber am Tag darauf in das gleiche Team wie er.

    Zu Schluss wäre da noch der US-Amerikaner Patrick Lindsey. Auch er wird in Sebring gleich mehrfach den Kur umrunden. Nach seinem Einsatz mit Project 1 in der LMGTE-Am startet er für Park Place Motorsports im Porsche 911 GT3 R.

    Spannend bleibt die Frage, ob es einer der Fahrer schafft, erstmals den Doppelsieg in Sebring zu holen? Die Chance besteht, jedoch sind beide Rennen äußerst lang und bekanntlich kann da einiges passieren.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • WEC-Magazin Podcast #2

    WEC-Magazin Podcast #2

    Die zweite Folge des WEC-Magazin Podcast ist online. Zur Rückkehr nach Sebring haben wir uns diesmal noch genauer mit dem anstehenden Rennen beschäftigt. Unsere Themen diesmal:

    Solltet Ihr Fragen zu dieser Folge haben oder Vorschläge und Ideen für die kommenden Ausgaben haben, schreibt uns wie immer eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de.

  • Viele Wege führen zu Endurance Archive

    Viele Wege führen zu Endurance Archive

    Mit dem Rennen in Sebring startet die Super Season in die heiße Phase. Anlass für uns, um Endurance Archive weiter zu optimieren. So sind wir erstmals in den großen News-Apps vertreten und versorgen Euch zudem auf unserem Podcast mit aktuellen Informationen.

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