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  • Startreihe eins für Aston Martin und Toyota

    Startreihe eins für Aston Martin und Toyota

    Beim Qualifying zu den sechs Stunden von Fuji, konnten sich Aston Martin Racing und Toyota Gazoo Racing jeweils die Poleposition in ihrer Klasse sichern. In der LMP2 konnte sich DragonSpeed an der Spitze behaupten, während der Dempsey-Porsche in der LMGTE-Am Startplatz eins einfuhr.

    Nach dem Qualifying sah alles nach einem perfekten Wochenende für die Toyota-Mannschaft aus. Beim Heimrennen sicherten sich die Fahrzeuge #7 und #8 die Startplätze eins und zwei in der LMP1-Klasse. Doch aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung von Jose Maria Lopez in der Boxengasse wurde dem Trio die Poleposition aberkannt. Möglich wurde dies, da die Spitzenzeit des Argentiniers wegen eines Regelverstoßes gestrichen wurde. 

    Da Lopez aber keine zweite gewertete Runde im Qualifying zurückgelegt hatte, fehlte dem Team die notwendige Rundenzeit des zweiten Fahrers, um eine Startposition zu erhalten. Der erste Startplatz geht daher an das Schwesterfahrzeug mit der #8, gefolgt von den beiden Rebellion #1 und #3 auf den Positionen zwei und drei. Der Toyota von Jose Maria Lopez nimmt das Rennen vom Ende des auf.

    Die Pole in der LMP2-Klasse sicherten sich Roberto Gonzalez, Pastor Maldonado und Anthony Davidson. Das Trio der Startnummer #31 umrundete den Kurs in einer Zeit von 1:28.906 und damit 0,297 Sekunden schneller als die beiden Prototypen von Jackie Chan DC Racing. Die beiden Fahrzeuge des chinesischen Teams starten von den Positionen zwei (#37) und drei (#38).

    Aston Martin sichert sich die LMGTE-Pole

    Ähnlich nah beieinander wie in den freien Trainings zeigte sich die LMGTE-Pro auch beim Qualifying am Samstag. Zwischen dem Polesetter (Aston Martin #95 – Nicki Thiim / Marco Sorensen) und dem zehnten Startplatz (Porsche #92 – Michael Christensen / Kevin Estre) lagen nicht weniger als eine Sekunde. Nur eine Haaresbreite war der britische GT-Sportwagen schneller als der BMW #82, auf Startposition zwei. Den dritten Startplatz für die 6h Fuji sicherten sich Alex Lynn und Maxime Martin im Aston Martin #97.

    Doch auch in der Schwesterklasse LMGTE-Am ging es eng zu. Auch hier qualifizierten sich die ersten sechs Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde. Die Poleposition sowie der dritte Startplatz gingen an die Mannschaft von Dempsey-Proton Racing (#88 und #77). Doch auch hier zeigte Aston Martin sein volles Potenzial und landete mit nur 0,064 Sekunden Abstand auf dem zweiten Startplatz. Das japanische Team MR Racing geht vom letzten Platz ins Rennen.

    Alle Rundenzeiten und die vollständigen Startpositionen für die sechs Stunden von Fuji gibt es hier zum nachlesen:


    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Der Trainingsauftakt in Fuji

    Der Trainingsauftakt in Fuji

    Die FIA WEC startete heute nach rund zwei Monaten Pause in das nächste Rennwochenende der Super Season. Mit den 6 Stunden von Fuji steht für die Mannschaft von Toyota Gazoo Racing das Heimrennen auf dem Plan und die Japaner wussten die freien Trainings bereits für sich zu nutzen. Bei den LMGTE-Fahrzeugen konnte sich Ford im FP1 an die Spitze setzen, wurde im FP2 jedoch durch Aston Martin verdrängt.

    Trotz der veränderten EoT-Vorgaben dominierte in beiden freien Trainings die Spitze der LMP1-Klasse. Die schnellste Rundenzeit holte das Fahrzeug mit der Startnummer acht in der zweiten Session des Tages mit 1:23.973. Doch die Konkurrenz um Rebellion Racing nutzte die Zeit ebenfalls bestmöglich aus und verringerte den Abstand zum zweitbesten Toyota (#7) auf 0,6 Sekunden.

    In der LMP2-Klasse zeigte sich die Spitze hingegen recht wechselhaft. Während der Prototyp von TDS Racing im ersten Training mit 1:30.360 allen davon fuhr, schafften es das Team eine Session später nicht über Position vier hinaus. Den ersten Rang sicherte sich im FP2 die Mannschaft von Signatech Alpine Matmut, welche nur wenige Augenblicke vorher die Siegertrophäe der 24 Stunden von Le Mans (LMP2-Klasse) entgegennehmen durften.

    Fuji verspricht Duell auf Augenhöhe in der LMGTE

    Bei den GTE-Fahrzeugen zeichnete sich erneut ein Duell auf Augenhöhe ab. In beiden freien Trainings lag das gesamte Feld der LMGTE-Pro innerhalb einer Sekunde. Ähnlich wie in Silverstone ist die Klasse auch in Fuji sehr ausgewogen und es dürfte uns ein spannendes Duell um den Sieg erwarten. Wie eng die Abstände an der Spitze sind, zeigte sich im zweiten Training. Aston Martin konnte seine #95 mit gerade einmal 0,162 Sekunden Abstand auf den Ford #67 auf Position eins platzieren.

    In der kleinsten WEC-Klasse, der LMGTE-Am hatte der Lokalmatador MR Racing noch kein Wort mitzureden. Das Team steigerte seine Leistung zwar, schaffte es bisher aber nicht über den fünften Platz hinaus. Die Spitze der AM-Kategorie lag erneut in Porschehand. Die Dempsey-Proton Mannschaft fuhr mit der #88 und #77 auf die Ränge eins und zwei, gefolgt vom Ferrari #61.


    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Rebellion erbt Sieg nach Toyota-Disqualifikation

    Rebellion erbt Sieg nach Toyota-Disqualifikation

    Am Ende der 6 Stunden von Silverstone sah alles nach einem perfekten Wochenende für Toyota Gazoo Racing aus. Mit beiden Fahrzeugen sicherten sich die Japaner die Positionen eins und zwei. Doch nach der technischen Abnahme stellten die Stewards einen Regelverstoß an den Prototypen fest und Rebellion bekam den Doppelsieg zugesprochen.

    Rebellion erbt nach der Toyota-Disqualifikation den Sieg in Silverstone

    Die technische Delegation der FIA stellte in Silverstone fest, dass die vertikale Durchbiegung des vorderen Skidblocks (also der Spielraum, um dem sich das Bauteil in der Höhe verändern darf) das Maximum von 5 mm überschritten hat. Toyota Gazoo Racing äußerte sich nur in einem kurzen Statement zu den Vorwürfen und wird das weitere Vorgehen prüfen.

    Da keines der beiden Fahrzeuge in einen ernsthaften Unfall verwickelt war, welches die starke Abweichung erklären könnte, bleibt die einzig logische Erklärung das Räubern über die Randsteine und das Schneiden der Kurven. Im „technical bulletin“ schrieben die zuständigen Stewards, dass diese Möglichkeit in Betracht gezogen wurde, das Fahrzeug aufgrund seines Designs jedoch den normalen Belastungen eines 6-Stunden-Rennens ohne Probleme standhalten muss.

    Als Ergebnis der Untersuchung wurden beide Toyota nachträglich vom Rennen ausgeschlossen und die Plätze eins und zwei aberkannt. Gemäß der Zieleinfahrt erben dadurch die Rebellion-Fahrzeuge #3 und #1 die ersten beiden Positionen. Der dritte Platz geht an den eigentlichen fünften des Rennens, die #17 von SMP Racing.

    Unseren ursprünglichen Rennbericht findet Ihr hier.


    Bild © Endurance Archive / Walter Schruff

  • Sieg für Toyota bei den 6 Stunden von Silverstone

    Sieg für Toyota bei den 6 Stunden von Silverstone

    Toyota Gazoo Racing erlebte in Großbritannien ein perfektes Wochenende. Nach dem ersten Sieg in Le Mans knüpften die Japaner in Silverstone mit einer fehlerfreien Leistung an. Am Ende der sechs Stunden überquerte die Startnummer 8 die Ziellinie vor dem Schwesterfahrzeug mit der #7. In der LMGTE-Pro setzte sich Ferrari nach einem langen ringen gegen Porsche, Ford und Aston Martin durch.

    Update: Toyota wurde nachträglich für das Rennen in Silverstone disqualifiziert. Der Sieg ging somit an den zweitplatzierten Rebellion. Alle Informationen findet Ihr hier.

    Nahezu konkurrenzlos sicherten sich die beiden Toyota #8 und #7 die Plätze eins und zwei bei den 6 Stunden von Silverstone. Die Ränge drei und vier gingen nach technischen Problemen bei SMP Racing an die beiden Rebellion #3 und #1. Die russische Mannschaft kam am Ende nur als fünfter ins Ziel.

    Bei den LMGTE-Pro war lange Zeit unklar, wer sich den Sieg holen würde. Nach einem langen Kampf um die Spitze siegte der AF Corse Ferrari #51 vor dem Porsche #91 und dem Wagen #67 vom Ford Chip Ganassi Team UK.

    In der LMP2-Klasse machte Jackie Chan DC Racing das Rennen mit einem Doppelsieg perfekt. Die beiden Prototypen des chinesischen Teams setzten sich in der hart umkämpften Klasse gegen Signatech Alpine Matmut und Dragonspeed durch, welche auf die Positionen drei und vier fuhren.

    Für eine Überraschung sorgte Neueinsteiger Project 1. Bereits im dritten Rennen konnte die deutsche Mannschaft um den Sieg in der kleinsten Klasse mitkämpfen. Nach einer zwischenzeitlichen Führung schaffte es das Porsche-Team mit Platz drei erstmals auf das WEC-Podium. Die Ränge eins und zwei gingen an Dempsey-Proton Racing und TF Sport.

    Eine chaotische Startphase in Silverstone

    Nach einem aufregenden 24-Stunden-Rennen in Le Mans ging es nach zweimonatiger Sommerpause frisch gestärkt ins britische Silverstone. Die Teams starteten hoch motiviert in den sechs stündigen Lauf und ließen sich bereits in der ersten Kurve keine Luft zum Atmen. Bei einem Überholmanöver drehte sich der Prototyp von Rebellion kurz nach der Rennfreigabe und sorgte für zahlreiche Kollisionen bei den Verfolgern.

    Im hinteren Feld kam es ebenfalls zu Drehern, Ausflügen ins Grün und zahlreichen Trümmerteilen durch überraschende Berührungen. Nach mehreren ungeplanten Boxenstopps konnten alle Fahrzeuge das Rennen fortsetzen. Durch die chaotische Startphase konnte sich in der LMGTE-Pro kein wirklicher Abstand zwischen den Wagen bilden. Nahezu über die gesamte Renndauer kämpften Ferrari, Ford, Porsche und Aston Martin im Wechsel um die Führung im Rennen.

    Nach 24 Runden musste überraschend SMP Racing das Handtuch werfen. Im Training und Qualifying zeigten sich die Russen äußerst stark. Auch im ersten Teil des Rennens verteidigten die blauen Prototypen die Plätze drei und vier im Feld. Doch ein Motorschaden bei der Startnummer elf bescherte den Podiumsambitionen ein frühes Ende. Lokalmatador Jensen Button kam dadurch bei seinem Heimrennen zu keiner einzigen Rennrunde.

    Trümmerteile, Ausfälle und Full Course Yellow

    Nach den ersten Stunden hatten sich viele Trümmerteile entlang der Strecke angesammelt. Zur Berufung entschied sich die Rennleitung für eine kurzfristige Full Course Yellow-Phase. Die Entscheidung überraschte jedoch Rennfahrer René Binder, welcher zu diesem Zeitpunkt den Prototypen von ByKolles pilotierte. Er konnte nur knapp den vorausfahrenden Wagen ausweichen, drehte sich aber bei diesem Manöver in die Streckenbegrenzung und sorgte so für das vorzeitige Aus seines Team.

    Im Verlauf des Rennens kam es zum Kontakt zwischen dem SMP-Fahrzeug mit der Nummer 17 und dem AF Corse Ferrari #71. Der Prototyp touchierte den rechten Hinterreifen des GTE-Boliden, worauf es zum Reifenplatzer kam. Dieser zerstörte den gesamten Radkasten und verteilte zahlreiche Karbonteile auf der Strecke. Durch die längere Reparatur in der Box wurde die Aufholjagd des Ferrari unterbrochen und dieser verlor den Anschluss an die Spitzengruppe.

    Auch Ford musste kurz darauf seine Siegchance begraben. Während eines Boxenstopps ließ sich die Tür nicht mehr schließen, woraufhin eine Ersatztür benötigt wurde. Da diese jedoch nicht auf anhieb bereit lag, verlor der GTE-Wagen fast vier Minuten in der Box.

    BMW fand im Vergleich zur restlichen LMGTE-Feld nur schwer ins Rennen und konnte nicht wirklich ein Wörtchen um den ersten Platz mitreden. Im Verlauf der letzten beiden Stunden bildete sich im Cockpit von Augusto Farfus vermehrt dichter Rauch. Der Brasilianer schaffte es nicht in die Box und musste sein Fahrzeug am Streckenrand abstellen, worauf hin es zur nächsten Full Course Yellow-Phase kam.



    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff / Ton Kerdijk

  • Pole für Toyota und Ford in Silverstone

    Pole für Toyota und Ford in Silverstone

    Das Rennwochenende in Silverstone startete für Toyota Gazoo Racing ganz nach Plan. Bereits im freien Training konnten die Le Mans-Sieger ihr Potenzial voll ausschöpfen. Im Qualifying legten sie nach und sicherten sich die Poleposition für das Sonntagsrennen. In der LMGTE-Pro setzte sich Ford hauchdünn gegen Lokalmatador Aston Martin durch.

    Mit einer Rundenzeit von 1:36.895 umrundete das Trio Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez den Silverstone Circuit am schnellsten. Doch auch das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer acht (Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso) war gut unterwegs und folgte mit 0,411 Sekunden Abstand auf Startposition zwei.

    Größer ist die Lücke hingegen zu den Privatmannschaften der LMP1-Klasse. Nachdem Rebellion Racing bereits im freien Training zu kämpfen hatte, lief es auch im Qualifying nicht. Am Ende der Session mussten Sie sich gegen SMP Racing geschlagen geben. Der ehemalige Formel 1-Weltmeister Jensen Button fuhr zusammen mit seinen Teamkollegen Mikhail Aleshin und Vitaly Petrov in 1:38.932 Minuten auf Startrang drei. Auf dem vierten Platz positionierte sich der SMP #17 gefolgt von den beiden Rebellion-Prototypen.

    Startposition eins für Ford in Silverstone

    Ein packendes Kopf-an-Kopf-Duell lieferten sich Aston Martin und Ford in der LMGTE-Pro Klasse. Mit einem Vorsprung von nur 0,078 Sekunden vermasselten Stefan Mücke und Olivier Pla dem britischen Werksteam den perfekten Start ins Heimrennen. Das Ford-Duo sicherte sich Startplatz eins, gefolgt von den beiden Aston Martin Vantage #97 und #95 auf Rang zwei und drei. Doch auch die anderen GTE-Teams zeigten eine extrem starke Leistung. Die Fahrzeuge auf den Positionen drei bis sieben qualifizierten sich alle innerhalb von einer Minute und 56 Sekunden.

    Ein ähnlich dichtes Feld zeigt die LMGTE-Am Kategorie. Hier qualifizierten sich die besten sechs Wagen alle innerhalb einer Minute und 59 Sekunden. Schnellster war der Neueinsteiger Project 1 mit einer Rundenzeit von 1:59.001, vor dem Dempsey-Proton-Porsche #77. Die ersten beiden Startplätze in der LMP2 sicherte sich Jackie Chan DC Racing mit den Wagen #37 und #38. Die französische Mannschaft Signatech Alpine Matmut versuchte anfangs das Tempo der Chinesen mitzugehen, schaffte es jedoch nicht über Rang drei hinaus.


    Alle Infos zur Rennstrecke in Silverstone und die Startzeiten für das morgige Rennen findet Ihr hier.
    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff / Ton Kerdijk

  • Der neue Rennkalender für 2019/2020 steht

    Der neue Rennkalender für 2019/2020 steht

    Der vorläufige Rennkalender für die Saison 2019/2020 wurde heute im Rahmen der 6 Stunden von Silverstone vorgestellt. Die erste Saison nach dem neuen Format wird wieder zur gewohnten Anzahl von acht Läufen zurückkehren. Neu dabei sind zwei Lieblingskurse der Fans.

    Mit der Super Season vollzog die FIA WEC einen radikalen Wechsel des Formats hin zu einem Winterkalender. Anstatt immer von März bis November eines Jahres mit großen Pausen zwischen den Wochenenden zu fahren, wird die Langstrecken-Weltmeisterschaft künftig von September bis Juni gastieren.

    Doch neben dem veränderten Zeitraum gibt es auch weitere Anpassungen am Rennformat. Auf Wunsch der Fans wird es mit Beginn der Saison 2019/2020 vier verschiedene Rennlängen geben. Neben den klassischen 6 Stunden sowie den 24h Le Mans stehen künftig auch 4- und 8-Stunden-Rennen auf dem Programm.

    Acht Strecken im neuen Rennkalender

    Doch auch an den Austragungsorten wurde fleißig geschraubt. Nach einer längeren Pause kehren Brasilien und Bahrain zurück in den Rennkalender. Laut den WEC-Veranstaltern möchte man die erste Wintersaison möglich global austragen. Für die folgenden Jahre 2020/2012 ist zudem eine Erweiterung auf neun Rennen geplant, um auch die letzte Lücke im Kalender zu schließen. Künftig soll von September bis Juni in jedem Monat ein Rennwochenende stattfinden.

    Los geht es 2019 mit den 4 Stunden von Silverstone am 01. September. Mit den acht Stunden von Bahrain im Dezember endet das Jahr 2019. Weiter geht es dann in São Paulo am 01. Februar. Das Saisonfinale findet erstmals vom 13 bis 14. Juni im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans statt.


    • 01. September 2019 – Die 4 Stunden von Silverstone (Großbritannien)
    • 13. Oktober 2019 – Die 6 Stunden von Fuji (Japan)
    • 03. November 2019 – Die 4 Stunden von Shanghai (China)
    • 14. Dezember 2019 – Die 8 Stunden von Bahrain (Bahrain)
    • 01. Februar 2020 – Die 6 Stunden von São Paulo (Brasilien)
    • xx. März 2020 – Die 1000 Meilen von Sebring (8 Stunden) (USA)
    • 03. Mai 2020 – Die 6 Stunden von Spa-Francorchamps (Belgien)
    • 13. – 14. Juni 2020 – Die 24 Stunden von Le Mans (Frankreich)

    Den aktuellen Rennkalender für die Super Season 2018/2019 findet Ihr hier.

    Bild © Endurance Archive
    Via dailysportscar.com

  • Die 24 Stunden von Le Mans 2011

    Die 24 Stunden von Le Mans 2011

    Das Rennen in Le Mans ist jedes Jahr aufs Neue etwas ganz besonderes. Doch es gibt diese ganz besonderen Rennen, die sich auf ewig in die Köpfe einbrennen. Eines dieser ganz speziellen sind die 24 Stunden von Le Mans 2011, welche einen Kampf um die Spitze zeigten, den es so zuletzt 1969 zu sehen gab.

    Die Saison 2011 war der Beginn einer neuen Ära des Langstreckensports. Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten waren dies 24 Stunden von Le Mans wieder Teil einer offiziellen Meisterschaft, dem Intercontinental Le Mans Cup (ILMC). 

    Der ILMC war nach vielen Jahren des Streits erstmals wieder ein Versuch von ACO und FIA zusammenzuarbeiten. Als Vorläufer der WEC war der Intercontinental Le Mans Cup der heutigen Rennserie schon recht nahe. Das Highlight der Saison waren mit Abstand die 24 Stunden von Le Mans.

    In der LMP1-Klasse trat Audi gegen Peugeot an. Beide Hersteller befanden sich noch am Anfang des Fahrzeuglebenszyklus und beim Start in Le Mans nahezu auf Augenhöhe. Während Audi mit dem nagelneuen R18 TDI als Titelverteidiger ins Rennen ging, wollte Peugeot mit dem 908 das Jahr 2010 vergessen machen, als alle Fahrzeuge wegen Getriebe- oder Motorschaden aus dem Rennen zurückgezogen werden mussten. 

    Die Top 5 innerhalb von nur 0,5 Sekunden

    Im Qualifying zu den 24 Stunden von Le Mans 2011 zeigte sich Audi gewohnt zuverlässig und sicherte sich die Startplätze eins und zwei. Doch die Zeitabstände waren geradezu minimal. Die ersten fünf Fahrzeuge waren gerade einmal 0,5 Sekunden voneinander entfernt. Die perfekten Bedingungen für ein vielversprechendes Rennen.

    Um 15 Uhr Ortszeit startete schließlich das lang erwartete Rennen. Audi konnte die Startplätze eins und zwei bereits ab der Dunlopschikane in eine Doppelführung umwandeln. Doch hinter den beiden R18 TDI war ein gnadenloser Kampf ausgebrochen. Allen McNish hatte im Audi #3 keinen leichten Job, da die drei Peugeot auf jedem Meter einen Angriff starteten. 

    Später im Rennen hatte sich McNish auf Höhe der Dunlopschikane an den Audi #1 von Timo Bernhard herangearbeitet und setzte zum Überholvorgang an. Doch in diesem Moment kam es zu einer kritischen Berührung mit einem GTE-Ferrari und der Schotte schleuderte mit einem erschreckend hohen Tempo in die Streckenbegrenzung.

    Das Fahrzeug wirbelte durch die Luft, bevor der Reifenstapel dem Höhenflug ein Ende setzte. Glücklicherweise konnte Allen McNish unverletzt aus seinem Prototypen geborgen werden, doch für die Crew des Wagens war das Rennen nach einer Stunde bereits zu Ende.

    Ein klassischer Kampf zwischen Strategie, Tempo und Effizienz

    Im weiteren Rennverlauf konnte das Team der Startnummer zwei (Tréluyer/Fässler/Lotterer) die Führung für sich behaupten und vor dem Schwesterfahrzeug (Rockenfeller/Berhard/Dumas) davonziehen. Die amtierenden Champions hatten immer noch mit einem Schaden aus dem Qualifying zu kämpfen und konnten nicht 100% der Leistung ihres R18 abrufen. Dennoch verfügten beide Prototypen über einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den Peugeot. 

    Das französische Werksteam hingegen hatte aber einen größeren Vorteil bei der verfügbaren Spritmenge. Dieser entstand durch geschicktes Taktieren während mehrere Safety-Car-Phasen. Die 24 Stunden von Le Mans 2011 entwickelte sich zu einem klassischen Kampf zwischen Strategie, Tempo und Effizienz.

    Der Audi R18 TDI Nummer 2 konnte das Rennen gewinnen

    Als die Dunkelheit einsetzte, wurde der hektische Kampf um die Spitze ein weiteres Mal unterbrochen und eine unheimliche Stille breitete sich über der Strecke aus. Zunächst war unklar, was genau passierte. Das Safety Car wurde auf die Strecke gerufen, um eventuelle Gefahren einzudämmen. Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge fuhren auf der Strecke von der Mulsanne-Kurve in Richtung Arnage. 

    Da zu dem Zeitpunkt keine TV-Kamera an der Stelle besetzt war, zeigte das TV-Bild lediglich eine wacklige Aufnahme der Überwachungskamera. Es sah aus wie nach einem Flugzeugabsturz. Fans und Kommentatoren konnten nicht erkennen, wie viele Fahrzeuge in dieses riesige Trümmerfeld involviert waren. Schnell machten jedoch Gerüchte die Runde, dass einer der beiden Audi involviert war.

    Eine Onboardaufnahme verschaffte wenig später Klarheit über die Situation. Mike Rockenfeller überholte ausgangs der Mulsanne-Kurve einen langsameren GTE-Ferrari, als er mit seinem rechten Hinterreifen den Grünstreifen erwischte. Das Fahrzeug geriet außer Kontrolle und der Deutsche landete in der Streckenbegrenzung und wurde kurz darauf ins Krankenhaus eingeliefert. Das Fahrzeug wurde dabei völlig zerstört. Für Audi wurde die Ausgangslage noch schwieriger: Ein verbliebener Wagen kämpfte allein gegen drei Peugeot, die in Schlagweite fuhren.

    Ein Sprintrennen bis zum Schluss

    Als der Morgen anbrach und die Sonne aufging, fanden sich Audi und Peugeot auf Augenhöhe wieder. Jede Runde wechselte die Führung und das Rennen entwickelte sich immer mehr zu einem Sprintrennen. Nach dem Boxenstopp ging zunächst der Peugeot #7 (Wurz/Davidson/Gené) vor der #9 (Bourdais/Pagenaut/Lamy) und dem verbliebenen Audi in Führung.

    Doch nur wenig später fuhr Alex Wurz auf Höhe der Indianapoliskurve in die Streckbegrenzung und verlor drei Runden auf dem Weg zur Box. Mit nun zwei verblieben Fahrzeugen spitze sich der Kampf um den Gesamtsieg nochmals dramatisch zu. In den letzten Stunden fuhren alle Fahrer am Limit und versuchten das Beste aus der Situation herauszuholen.

    So führten Tréluyer und später auch Lottere riskante Manöver beim Überholen der GT-Fahrzeuge durch, um einen minimalen Vorteil zu erhalten. Der Höhepunkt des Duells ereignete sich im letzten Boxenstopp eine Stunde vor Schluss. Während Lotterer frische Reifen und neuen Sprit für seinen R18 erhielt, so entschied sich das Peugeot-Team lediglich nachzutanken, um den Abstand von 9 Sekunden auf den Audi zu verkürzen.

    Am Ende sollten es die frischeren Reifen sein, die das Rennen entscheiden sollten. Audi überquerte nach 24 Stunden als Erstes die Ziellinie und beendete damit eines der spannendsten Rennen der jüngeren Le Mans-Geschichte. Peugeot verpasste den Sieg nur knapp und sah die Zielflagge 13 Sekunde später. 

    Die Schlussphase der 24 Stunden von Le Mans 2011 war die engste Entscheidung beim Klassiker seit dem berühmten Rennen von 1969. Das Rennen hat gezeigt wie entscheiden der kleinste Fehler ist und welche Auswirkungen es auf das Ergebnis haben kann. Um zu gewinnen, braucht es auf solch einer langen Distanz mehr als nur Tempo, Strategie und Effizienz. Vor allem die Zuverlässigkeit, das richtige Material, Konzentration und ein Funken Glück sind nötig, um am Ende ganz oben zu stehen.

    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff

  • Porsche stellt neuen Rekord am Nürburgring auf

    Porsche stellt neuen Rekord am Nürburgring auf

    Im Rahmen der „#919tribute World Tour“ schaffte es Porsche einen der berühmtesten Rekorde im Motorsport zu knacken. In nur 5:19.55 Minuten umrundete Werksfahrer Timo Bernhard die 20,8 km lange Version des Nürburgring und brach damit den Rekord von Stefan Bellof.

    Der  Porsche  919  Hybrid  Evo  ist  neuer  Rekordhalter  auf  der  Nürburgring  Nordschleife

    Im Jahr 1983 stellte Porsche-Fahrer Stefan Bellof mit 6:11.13 Minuten den bis dahin ungebrochenen Rekord in der „Grünen Hölle“ auf. Im Porsche 956C legte er diese Wahnsinnszeit beim Qualifying für die 1000 km von Nürburgring zurück. Bis heute markiert diese Zeit die schnellste Runde, welche im Rahmen eines Rennwochenendes in der Eifel erzielt wurde.

    Auch wenn Bellof’s Zeit für die Ewigkeit ist, so schaffte es Timo Bernhard im Rahmen einer privaten Testfahrt von Porsche eine neue Rekordrunde zu absolvieren. Auf Basis des Porsche 919 Hybrid aus der WEC baute der Stuttgarter Autobauer den 919 Hybrid Evo. Mit dieser Weiterentwicklung wollte das Werksteam beweisen, welche Leistung mit ein paar wenigen Anpassungen möglich ist. Mit Erfolg, denn das Team schaffte es, die Rundenzeit von Bellof zu unterbieten.

    Timo  Bernhard  umrundete  den  Nürburgring  als  schnellster

    Ende März beeindruckte Porsche bereits in Spa-Francorchamps, als Neil Jani im 919 Hybrid Evo den Streckenrekord auf der Ardennenachterbahn brach. Mit Timo Bernhard und der Rekordrunde auf dem Nürburgring ist nun der nächste große Rekord gefallen. Als nächstes wird der Prototyp beim Goodwood Festival of Speed im Juli zu sehen sein, bevor es nach Auftritten in New York, Shanghai, Bangkok und Brands Hatch zur Porsche Rennsport Reunion nach Laguna Seca in Kalifornien geht. 

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    Via Porsche Newsroom
    Bilder © Porsche Pressematerial

  • Asienpremiere für Corvette Racing

    Asienpremiere für Corvette Racing

    Wie Corvette Racing heute bekannt gab, wird das Team erstmals bei den sechs Stunden von Shanghai an den Start gehen. Damit betritt die US-Mannschaft erstmals Neuland im Rahmen der WEC.

    In Redline-Optik startet Corvette Racing bei den 6 Stunden von Shanghai

    Während Ford seit 2016 ein fester Baustein in der Langstrecken-Weltmeisterschaft ist, schaffte es Corvette Racing bisher nie über einen Gaststart bei den 24 Stunden von Le Mans hinaus. Doch das ändert sich erstmals in diesem Jahr. Wie heute bekannt wurde, startet das US-Team erstmals bei den sechs Stunden von Shanghai am 18. November 2018.

    Hintergrund für den zusätzlichen WEC-Start ist die 20. „Wettkampfsaison“ der Marke im Motorsport, die 2018 gefeiert wird. Das Rennen in China bildet dabei den Abschluss der Feierlichkeiten. Zeitgleich ist das Shanghaidebüt der erste Werkseinsatz von Corvette Racing in Asien.

    Neue Lackierung zum Jubiläum

    Die Corvette C7.R geht jedoch nicht in der gewohnten gelben Lackierung an den Start, sondern erstmals in der neuen Redline-Optik. Im Fokus steht für den US-Hersteller beim Gaststart weniger der Sieg und die Geschwindigkeit. Das Hauptaugenmerk liegt viel mehr auf der Demonstration von Zuverlässigkeit und Effizienz der eigenen Fahrzeuge.

    „Corvette ist eine weltweite Ikone und wir sind sehr aufgeregt diese für ein Rennen nach China zu bringen, den zweitgrößten Markt für Chevrolet“, sagt Scott Lawson, Direktor von Chevrolet bei SAIC-GM.

    Via: Chevrolet Pressemitteilung
    Bild © Chevrolet