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  • 24h Le Mans – Draw this Race

    24h Le Mans – Draw this Race

    Die Herausforderung, 24 Stunden zu bestehen, ist immer ein Kampf gegen die Müdigkeit. Doch bei schwierigen Bedingungen entstehen meist die besten Ideen. Unter dem Titel „Draw this Race“ möchten wir zusammen mit Stefan Waldherr in diesem Jahr eine ganz besondere Aktion parallel zu den 24h Le Mans starten.

    Seit vielen Jahren hat sich eine Community rund um die 24 Stunden von Le Mans gebildet, die das Rennen in Form von handgezeichneten Bildern festhält. Inspiriert von diesem kreativen Ansatz möchten wir einen Rennrückblick der etwas anderen Art erschaffen. Mit dem Start in Frankreich beginnt auch Stefan die Arbeit an seiner Zeichnung. Wer seinen Fortschritt mitverfolgen möchte, kann dies live auf seinem Twitch-Kanal machen. Das Endergebnis gibt es dann später auf Endurance Archive zu sehen.

    Wir möchten unsere Challenge nutzen, um Euch zu einem Gegenentwurf aufzufordern. Macht es wie Stefan und haltet Eure 24 Stunden von Le Mans ebenfalls künstlerisch fest. Unter dem Hashtag #drawthisrace könnt Ihr Eure Gegenentwürfe dann auf Instagram und Twitter teilen. Bei Fragen stehen wir Euch mittels @wecmagazin, über private Nachrichten und klassisch via E-Mail jederzeit zur Verfügung.

     

    Hier klicken, um den Inhalt von player.twitch.tv anzuzeigen.

     

    Wer zu allen Themen rund um die 24h Le Mans auf dem laufenden bleiben möchte, sollte unsere Kanäle auf Facebook, Instagram und Twitter abonnieren. Dort versagen wir Euch regelmäßig mit Bildern von der Strecke und Updates zum Renngeschehen. Wer mehr über die Arbeiten von Stefan erfahren möchte, sollte sich seine Profile auf Facebook, Instagram und Twitter genauer anschauen.

     
    Bild © Stefan Waldherr
  • LMP1-Vorschau: Toyota startet als Favorit in Le Mans

    LMP1-Vorschau: Toyota startet als Favorit in Le Mans

    Die LMP1-Kategorie der 24 Stunden von Le Mans beeindruckt mit dem größten Feld in der Spitzenklasse seit 2014. Zehn Fahrzeuge treten bei der diesjährigen Ausgabe an. Wir haben uns alle Teilnehmer im Detail angesehen.

    Toyota Gazoo Racing (Toyota TS050 Hybrid)

    Der TS050 Hybrid von Toyota Gazoo Racing

    Toyota reist mit einem klaren Ziel nach Le Mans: Den lang ersehnten Sieg endlich einzufahren. Durch den Rückzug von Porsche startet das Werksteam als einziger Teilnehmer mit zwei Hybridfahrzeugen. Die Geschichte von Toyota in Le Mans ist eine der tragischsten überhaupt. Seit 30 Jahren kämpfen die Japaner erfolglos um den Gesamtsieg an der Sarthe. In den Jahren 2014 und 2016 wahr der große Traum zum Greifen nahe, doch das Schicksal wollte es anders.

    Doch nie standen die Chancen auf einen La Mans-Erfolg für Toyota größer als diesmal. Durch die großzügigen EoT-Vorgaben und die leistungsstarke Hybrideinheit startet die Mannschaft mit einem großen Vorsprung ins Rennen. Bereits in Spa-Francorchamps zeigte sich eindrucksvoll, dass die Privatiers diese Performance nicht über die volle Zeit mitgehen können.

    Auch wenn es für viele Fans den Eindruck erweckt, dass die Regeln zugunsten von Toyota ausgelegt wurden, so darf man nicht vergessen, dass Le Mans eines der härtesten Rennen der Welt ist. Der kleinste Fehler kann einen den Sieg kosten und auch ein Werksfahrzeug kann so schnell hinterherfahren.

    Klarer Favorit ist jedoch nach wie vor die Startnummer acht mit Kazuki Nakajima, Sébastien Buemi und Fernando Alonso am Steuer. Es ist eines der stärksten Trios im Feld und hat gute Chancen auf den Gesamtsieg. Für Alonso wäre der Sieg in Le Mans der nächste große Schritt auf seinem Weg zur „Triple Crown“ des Motorsports. Doch auch das Schwesterfahrzeug mit Mike Conway, Kambi Kobayashi und José Maria López ist durchaus in Schlagweite. Kobayashi zählt zu den schnellsten Fahrern im Feld und konnte bereits 2017 in Le Mans eine Rekordrunde verzeichnen. 

    Rebellion Racing (Rebellion R13 Gibson)

    Der Rebellion R13 von Rebellion Racing

    Als Favorit unter den Privatteams reist Rebellion Racing nach Le Mans. Mit einem starken Fahrermix und vier Le Mans-Siegen ist die Schweizer Mannschaft eine Hausnummer für sich. Der Rebellion R13 mit der Startnummer eins ist das erfahrenere der beiden Fahrzeuge. Mit dem Le Mans Sieger von 2011, 2012 und 2014 (André Lotterer), dem Le Mans Sieger von 2016 (Neel Jani) und Bruno Senna stehen hier die Chancen auf ein erfolgreiches Rennen äußerst gut.

    Das Schwesterfahrzeug wird pilotiert durch das Trio Thomas Laurent, Mathias Beche und Gustavo Menezes. Mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren zählte diese zu den jüngsten Crews im Feld. Bereits in Spa zeigte Rebellion das Potential der beiden Fahrzeuge und konnte Toyota oft unter Druck setzen.

    Doch durch die schwierige Ausgangslage aufgrund der Equivalency of Technology (EoT) wird es nicht leicht, die beiden Toyota zu bezwingen. Die richtige Strategie, der Zustand und die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge sowie ein Quäntchen Glück werden hier Rennentscheidend sein. 

    SMP Racing (BR Engineer BR01 AER)

    Der BR01 von SMP Racing

    Das SMP Racing mit dem BR01 ein äußerst schnelles Fahrzeug besitzt, zeigte die Mannschaft bereits bei den 6 Stunden von Spa. Durch die extrem gute Aerodynamik hob der Wagen mit der Nummer 17 entlang der Raidillon-Kurve ab und landete in der Streckenbegrenzung. Glücklicherweise blieb Pilot Mateos Isaakyan unverletzt und der Schaden am Auto hielt sich in Grenzen.

    Auf Basis der Daten aus Spa verbesserte die Mannschaft das Low-Downforce Aeropaket für Le Mans. Ergänzt wird das ganze mit zwei sehr guten Fahrertrios. Die #11 teilen sich die ehemaligen Formel 1-Fahrer Jenson Button, Vitaly Petrov sowie der Indycar-Star Mikhail Aleshin, während die #17 mit Matevos Isaakyan, Stéphane Sarrazin und Igor Orudzhev besetzt ist. 

    ByKolles Racing Team (ENSO CLM P1/01 NISMO)

    Der ENSO CLM P1/01 vom ByKolles Racing Team

    Nachdem das ByKolles Racing Team 2017 nur eine Runde in Le Mans bestritt, soll in diesem Jahr alles besser werden. Mit dem weiterentwickelten ENSO CLM P1/01 und dem verbesserten NISMO-Motor hat die Mannschaft bereits große Fortschritte gemacht. Die bessere Aerodynamik und der zuverlässigere Motor des LMP1-Boliden bilden eine gute Basis für die 24 Stunden von Le Mans.

    Neben den beiden Stammpiloten Dominik Kraihamer und Oliver Webb ist in diesem Jahr erstmals der Franzose Tom Dillmann Teil des österreichischen Teams. Auch wenn ByKolles nicht die schnellsten Rundenzeiten beim Saisontest zurücklegen konnte, so ist die Zuverlässigkeit wesentlich höher als in den Jahren zuvor.

    DragonSpeed (BR Engineering BR01 Gibson)

    Der BR01 von DragonSpeed

    DragonSpeed ist eines der beiden LMP1-Teams, dass in Spa ein schreckliches Wochenende erlebte. Nach dem schweren Unfall von Pietro Fittipaldi im Qualifying, wo er sich beide Beine brach, konnte die Mannschaft nicht am Rennen teilnehmen.

    Die schwierige Ersatzteillage und die tiefgreifenden Schäden am Auto erforderten eine lange Reparaturzeit. Dennoch schaffte es die US-Mannschaft, rechtzeitig für Le Mans fertig zu werden. Mit Hendrik Hedman stellt DragonSpeed den einzigen Bronzefahrer in der diesjährigen LMP1-Klasse. Eigentlich sind Piloten mit Bronzestatus nicht erlaubt in der Spitzenklasse, doch dank einer Sondererlaubnis des ACO das Hedman dennoch starten. Teilen wird er sich das Cockpit mit dem Briten Ben Hanley und den Niederländer Renner van der Zande.

    Erstmals bekommen wir einen Vergleich zwischen den verschiedenen Antriebskonzepten von SMP Racing und Dragonspeed zu sehen. Während die Russen auf einen AER-Motor in ihrem BR01 vertrauen, setzt die US-Mannschaft auf ein Aggregat von Gibson.  

    CEFC TRSM Racing (Ginetta G60-LT-P1 Mecachrome)

    Der Ginetta von CEFC TRSM Racing

    Die vom Manor-Team in der LMP1 eingesetzten Ginettas von CEFC TRSM Racing konnten ebenfalls nicht bei den 6 Stunden von Spa teilnehmen. Nach finanziellen Schwierigkeiten und unbezahlten Rechnungen zog Ginette die beiden Fahrzeuge vom Eröffnungsrennen zurück. Pünktlich zu den 24 Stunden von Le Mans hat das Team alle Probleme hinter sich gelassen und ist bereit das Saisonhighlight in Angriff zu nehmen.

    Schon beim Le Mans-Testtag spulten beide Fahrzeuge mehr als 100 Runden ab und sammelten wertvolle Daten. Doch von der Zeit konnte die Mannschaft nicht mit Rebellion oder Toyota mithalten. In erster Linie wäre es schon beachtlich, wenn beide Wagen beim ersten richtigen Renneinsatz die volle Distanz meistern würden.

    Von Fahrerseite her sollte dem nichts im Weg stehen. Mit Ginetta-Junior Charlie Robertson, Ginetta Werksfahrer Mike Simson und dem Franzosen Léo Roussel ist die Startnummer fünf gut aufgestellt. Auch der zweite Ginetta (#6) mit Oliver Turvey, Alex Brendel und Oliver Rowland muss sich nicht verstecken, da alle Piloten über genügend Langstreckenerfahrung verfügen.

    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff / Ton Kerdijk

  • Le Mans: Das Scrutineering in Live-Stream

    Le Mans: Das Scrutineering in Live-Stream

    Der ACO überträgt das Scrutineering für die 24 Stunden von Le Mans 2018 live auf YouTube. Wir haben den Stream für Euch, wo Ihr alle Interviews mit Teams und Fahrern sowie die Arbeiten bei der technischen Abnahme live mitverfolgen könnt.

    (mehr …)

  • Ausblick auf Le Mans mit Dominik Kraihamer

    Ausblick auf Le Mans mit Dominik Kraihamer

    Der Testtag in Le Mans gibt den Fahrern und Teams die Möglichkeit, Ihre Wagen noch vor dem Rennstart auf der Strecke zu testen. Vor dem Start der 24 Stunden von Le Mans haben wir mit dem ByKolles-Pilot Dominik Kraihamer gesprochen und mit Ihm einen Ausblick gewagt.

    Dominik Kraihamer in Interview vor den 24 Stunden von Le Mans

    „Der Testtag in Le Mans verlief für uns insgesamt recht gut“, sagte Kraihamer im Gespräch mit Endurance Archive. „Wir haben viel Zeit mit dem abarbeiten unserer Testprogramme verbracht und konnten am Ende ein positives Fazit ziehen. Um ganze fünf Sekunden konnten wir unsere Le Mans-Rundenzeit im Vergleich zu 2016 verbessern.“

    „Das ganze Team hat einen hervorragenden Job gemacht. Besonders die Aerodynamik hat sich spürbar verbessert. Die Arbeit der letzten Monate hat sich definitiv bezahlt gemacht“, so der Österreicher. „Wir sind definitiv noch nicht am Ende angelangt und es gibt noch einige Dinge die wir optimieren können. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir diese in der Le Mans-Woche abschließen werden.“

    Sein Rennen wird er im Fahrzeug mit der Startnummer vier bestreiten

    Gerüstet für den Kampf die Spitze

    Die Rundenzeiten vom Testtag sind noch nicht aussagekräftig, wenn man sie mit der LMP1-Konkurrenz vergleicht. Dennoch ist Kraihamer guter Dinge, dass die Mannschaft einen wichtigen Schritt in Richtung Spitze gemacht hat. „Das Fahrzeug lässt sich ganz anders steuern als noch 2017. Während wir im Vorjahr noch schwer zu kämpfen hatten, so war es diesmal wesentlich leichter, schnelle Rundenzeiten abzuliefern.

    „Doch auch unsere Gegner haben nicht lockergelassen, besonders Rebellion ist sehr stark. Es wird ein harter Kampf um das Podium werden. Ich denke, dass die Zuverlässigkeit am Ende einen großen Teil des Rennens entscheiden wird“, so Kraihamer. „Das LMP1-Fahrerfeld ist in diesem Jahr auf einem extrem hohen Level. Ich kann es kaum erwarten, endlich an der Start zu gehen.“

    Dominik Kraihamer bestreitet das kommende 24-Stunden-Rennenn in Le Mans gemeinsam mit dem Briten Oliver James Webb und dem Franzosen Ton Dillmann im ENSO CLM P1/01-Nismo von ByKolles. 

  • Le Mans: Die besten Videos vom Testtag

    Le Mans: Die besten Videos vom Testtag

    Beim Testtag in Le Mans kamen die Fans vor Ort voll auf ihre Kosten. Doch wie es bei Testfahrten der WEC leider die Regel ist, gab es auch diesmal keine Liveübertragung im Internet oder Fernsehen. Um die Wartezeit auf das 24-Stunden-Rennen trotzdem zu verkürzen, haben wir die besten Videos vom Testtag für Euch gesammelt.

    Fernando  Alonso  beim  Testtag  in  Le  Mans  2018

    Wie bereits in den vergangenen Jahren, öffnete der ACO die Tore zur Strecke und die Fans reisten zahlreich nach Le Mans, um den Testtag zu verfolgen. Wir haben YouTube durchstöbert und sind dabei auf einige interessante Handyvideos und Eindrücke vom vergangenen Test gestoßen, die einen schönen Rückblick geben. So zeigt erklingt im ersten Video das eindrucksvolle Geräusch des Porsche 911 RSR am Ausgang der letzten Kurve, gefolgt vom Sound des BMW M8:

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    Auch Toyota ließ sich es nicht nehmen, einen kurzen Clip mit Fahrszenen vom Testtag zu veröffentlichen:

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    Das nächste Video zeigt ein paar interessante Zwischenfälle und allgemeine Impressionen vom Testtag:

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    Dieses Video, aufgenommen von der Dunlop-Tribüne, zeigt sehr gut den beeindruckenden Ausblick auf die Strecke und die Vielzahl an Zuschauern vor Ort:

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    Sobald mehr interessantes Videomaterial im Netz auftaucht, werden wir es an dieser Stelle ergänzen. Allgemeine Informationen zu den 24 Stunden von Le Mans gibt es hier.

    Bild © FIA WEC

  • Toyota und Porsche beim Testtag an der Spitze

    Toyota und Porsche beim Testtag an der Spitze

    Fernando Alonso legte beim Testtag in Le Mans die schnellste Rennrunde im Toyota TS050 Hybrid zurück. Mit einer Zeit von 3:19.066 umrundete der Spanier die Strecke ganze sechs Zehntelsekunden schneller als der zweitplatzierte Mathias Buche (Rebellion Racing – R13 Gibson).

    Toyota umrundete den Kurs beim Testtag als schnellster

    Zuversichtlich startete Toyota Gazoo Racing in den offiziellen Testtag für die 24 Stunden von Le Mans. Gleich zu Beginn konnte sich die Werksmannschaft von den Privateers absetzten und die Spitze übernehmen. Doch es war keine dominante Performance, welche die Japaner an den Tag legten. Der Fokus lag für alle Mannschaften auf dem Durchlauf der eigenen Testprogramme, weshalb Rundenzeiten an diesem Tag nur zweitrangig waren. 

    Trotzdem war die Leistung der beiden Rebellion R13 eine durchaus positive Überraschung. Mathias Beche und Gustavo Menezes konnten die zweit- und drittschnellste Gesamtzeit auf dem 13,626 km langen Kurs zurücklegen, während Teamkollege Thomas Laurent die schnellste Zeit in Sektor 1 überhaupt erzielen konnte.

    Den Rundenrekord des Tages erzielte aber der Autobauer Toyota mit insgesamt 202 Umrundungen der Fahrzeuge #7 und #8. Eine gute Nachricht für die Mannschaft, welche 2016 und 2017 mit Zuverlässigkeitsproblemen im Rennen zu kämpfen hatte. Eine weitere positive Meldung betraf das gesamte LMP1-Feld. Alle zu Saisonbeginn eingeschriebenen Teilnehmer, einschließlich der beiden in Spa zurückgezogenen Ginette G60 von CEFC TRSM Racing, konnten mehrere Runden abspulen. 

    Porsche sicherte sich den ersten Platz beim Testtag in der LMGTE-Pro

    Knapper Kampf um die Spitze der LMGTE-Pro

    Für die Ford-Mannschaft startete der Tag ebenfalls äußerst Positiv. Der US-Autobauer legte sehr schnelle Runden zurück und dominierte einen Großteil des Tages die Spitze. Doch Kurz vor Ende der zweiten Testsession waren es Patrick Pilet und Gianmaria Bruni, welche Porsche auf die Plätze eins und zwei brachten.

    Die mit 3:52.551 schnellste Zeit unter den GTE-Fahrzeugen erzielte Pilet in der letzten freien Runde. Denn kurz darauf wurde die Session mit roter Flagge unterbrochen, bevor die Rennleitung diese zehn Minuten später regulär beendete.

    Hinter den beiden Porsche 911 RSR in Retrolackierung platzierte sich der Brite Andy Priaulx im Ford GT #67, welcher bis dahin die Tabelle anführte. Weniger glücklich verlief der Testtag für Aston Martin. Marco Sørensen wurde mit seinem Aston Martin Vantage AMR (#95) in den größten Unfall des Tages verwickelt.  Auf dem Weg in Richtung Indianapolis-Kurve verwickelte sich der Däne in einen Dreikampf mit dem SMP-Prototypen (#35) und dem Porsche 911 RSR von Gulf Racing (#86).

    Der Aston Martin landete in der Streckenbegrenzung und konnte aufgrund der starken Beschädigung den restlichen Tag nicht mehr zum Einsatz kommen. Die beiden anderen Fahrer konnten ihre Wagen in die Box retten und nach der 40-minütigen Rotphase wieder am Test teilnehmen.

    Für Aston Martin hätte der Tag nicht schlechter verlaufen können. Am Abend schafften es beide GTE-Boliden nur auf die Plätze 16 und 17 ihrer Klasse. Ganze fünf Sekunden beträgt der Abstand auf den schnellsten Porsche.

    Auch in der LMGTE-Am war Porsche beim Testtag schnellster

    Schnellste Rennrunde für Dragonspeed beim Testtag

    In der LMP2-Klasse war es der Franzose Nathanaël Berthon, welcher sich und seinem Team Dragonspeed die schnellste Zeit sichern konnte. Mit einem Wert von 3:27.228 war der Pilot im Oreca 07 Gibson nur 0,024 Sekunden schneller als Paul-Loup Chatin im Oreca von IDEC Sport. Die drittschnellste Zeit des Tages lieferte Jean-Eric Vergne, welcher für die G-Drive-Mannschaft angetreten war.  

    Bei den LMGTE-Am-Fahrzeugen war es ein langer Kampf zwischen Porsche und Ferrari. Julien Andlauer, setzte dem Markenduell schließlich ein Ende und fuhr mit seinem Dempsey-Proton-Porsche auf Rang eins. Ähnlich wie in der LMGTE-Pro setzte er die Zeit von 3:55.970 kurz vor Ende des achtstündigen Tests. Bis dahin hatte Giancarlo Fisichella im Spirit of Race-Ferrari das Klassement angeführt und alles sah nach einem perfekten Test für den Italiener aus.

    Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier (© Al Kamel Systems)
    Bilder © FIA WEC

  • Retrolackierung für Porsche in Le Mans

    Retrolackierung für Porsche in Le Mans

    Bei Fans stehen sie immer hoch im Kurs und gerade zu den 24 Stunden von Le Mans erfreuen Sie sich großer Beliebtheit: Retrolackierungen. In diesem Jahr erinnert Porsche mit zwei ganz besonderen Designs an die glorreichen Jahre an der Sarthe.

    Die  neuen  Porsche  911  RSR  im  Retro-Design  beim  Testtag  in  Le  Mans

    Der Porsche mit der Startnummer 91 wird beim diesjährigen Rennen mit den Farben blau, weiß, rot und gold an den Start gehen. Die ikonische Lackierung steht für das Design der 80er Jahre, als die Porsche 956C und 962C unter dem Branding der Marke „Rothmans“ in Le Mans dominierten.

    Die Blau-Weiße-Optik steht für eine ganz besondere Zeit des Langstreckensport. In den Jahren 1982, 1983, 1986 und 1987 gewann Porsche unter diesem Banner das legendäre Rennen und prägte die Ära der Gruppe-C wie kein Zweiter.

    Mit  der  berühmten  Rotmans-Lackierung  fuhr  Porsche  in  Le  Mans

    Das Schwesterfahrzeug #92 von Kevin Estre, Michael Christensen und Laurent Vanthoor darf mit dem „Pink Pig“ Design starten. Dies geht auf die Zeit Anfang der 70er Jahre zurück, als der Porsche 917 das Rennen in Le Mans bestritt. Das schweinchenrosa ist mit Abstand eine der einprägsamsten Lackierungen von Designer Anatole Lapine, die je auf dem Rundkurs zu sehen waren.

    Der  Porsche  917  in  Pink-Pig  Lackierung  in  Le  Mans

    Hintergrund für die Retrolackierungen in diesem Jahr ist das 70-jährige Jubiläum der Marke Porsche. „Wir möchten uns mit diesen beliebten Designs vor allem bei unseren treuen Anhängern bedanken, die uns an und abseits der Strecke bei jedem Rennen die Daumen drücken, besonders aber natürlich in Le Mans, wo wir als Rekordsieger mit 19 Gesamtsiegen jedes Jahr einen einzigartigen Support erfahren“, sagt Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge.

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    Die beiden Porsche 911 werden am heutigen Testtag erstmals auf der Strecke in dieser Lackierung zu sehen sein.

    Bilder © Dominique Crosland // Endurance Archive – James Clarke / David Tunnicliffe
    Quelle: Porsche Newsrooom

  • Der traditionelle Auftakt in Le Mans

    Der traditionelle Auftakt in Le Mans

    Die zwei Wochen vor dem 24-Stunden-Rennen haben in Le Mans eine lange Tradition. In drei Phasen bereiten sich alle Teilnehmer auf das Highlight des Jahres vor und lassen die Fans daran teilhaben. Wir haben die wichtigsten Programmpunkte zusammengefasst, um Euch den Einstieg ins „Abenteuer Le Mans“ zu erleichtern.

    Los geht es am ersten Sonntag des Monats mit den offiziellen Testtagen auf dem „Circuit Des 24 Heures Du Mans“. Bereits wenige Tage vorher finden sich die Teams ein, um Ihre Boxen zu beziehen und das Equipment einzurichten. Am 3. Juni 2018 folgt dann schließlich die erste Phase für alle Fahrer sowie die Mitarbeiter der einzelnen Teams.

    Der offizielle Testtag auf der Rennstrecke

    In zwei Sessions (Vormittags von 9 bis 13 Uhr und Nachmittags von 14 bis 16 Uhr) haben alle Teilnehmer Zeit sich an die Strecke zu gewöhnen. Die Ingenieure und Mechaniker legen während dieser Abschnitte bereits die Setups für das Hauptrennen fest und passen die Wagen entsprechend an.

    Die Fahrer hingegen nutzen diese Gelegenheit, um sich an die Besonderheiten des „Circuit Des 24 Heures Du Mans“ zu gewöhnen. Besonders im Fokus stehen hierbei alle Le Mans-Rookies. Fahrer wie Fernando Alonso oder Juan-Pablo Montoya, welche 2018 erstmals hier ein Rennen bestreiten, müssen mindestens zehn Runden zurücklegen, um eine Rennfreigabe zu erhalten.

    Die Fahrzeugabnahme im Herzen von Le Mans

    Die Fahrzeuge spielen beim Testtag zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Interessant wird es für die Rennboliden erst beim öffentlichen Scrutineering vor den Augen aller Fans (10. und 11. Juni). Während die Autos ihre Rennfreigabe normalerweise still und heimlich in einer Box der FIA erhalten, wird dies in Le Mans öffentlich zelebriert. 

    Auf dem Place de la Republique finden sich alle Teams mit ihren Fahrzeugen in einer festgelegten Reihenfolge ein. Begleitet werden diese von den Teammitgliedern sowie allen Fahrern, welche über den gesamten Zeitraum für Fotos und Autogramme bereitstehen.

    Der Kampf um die Startplätze

    Am 13. und 14. Juni wird es schließlich spannend. An diesen Tagen startet das ersten Freien Training sowie die einzelnen Qualifying-Sessions. In drei Zeiträumen haben die Teams jeweils Zeit, um die Strecke als Schnellstes zu umrunden. In der Nacht vom 14. zum 15. Juni endet die letzte Qualifying-Session und die Reihenfolge für den Start steht fest.

    Eine entscheidende Komponente an diesen beiden Tagen ist bisher immer das Wetter gewesen. Während es meist sonnig und heiter ist, kann es hier zu spontanen Regenphasen kommen, die eine Verbesserung unmöglich machen. Die erste Vorschau für 2018 verspricht beste Bedingungen und strahlende Sonne, doch Le Mans schreibt seine eigenen Gesetzte und man kann nie wissen, wie es sich wirklich entwickelt.

    Der Start der 24 Stunden von Le Mans erfolgt am Nachmittag des 16. Juni 2018. Mit dem Schwenken der französischen Flagge beginnt das Langstreckenrennen und alle Welt wird gespannt vor den Bildschirmen sitzen. Wenn Ihr mehr Informationen über den genauen Zeitplan, die Strecke oder die Sieger der vergangenen Jahre erfahren wollt, werft doch einen Blick in unseren Rennkalender.

    Bild © Endurance Archive / Walter Schruff / Ton Kerdijk

  • Als Jaguar wieder in Le Mans regierte

    Als Jaguar wieder in Le Mans regierte

    Le Mans ist etwas ganz besonderes und niemanden gelingt der Sieg beim ganz großen Rennen auf Anhieb. Tom Walkinshaw, ehemaliger Teammanager von Jagaur,  formulierte es seinerzeit sehr treffend: „Um in Le Mans zu gewinnen benötigt es drei Jahre!“ Das diese Zahl nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt die Geschichte von Jaguar in den 80er Jahren.

    Die Rückkehr von Jaguar in die Königsklasse des Langstreckensports war ein langsamer aber stetiger Prozess. Alles begann mit einigen US-Privatiers, welche mit Werksunterstützung auf Basis des Jaguar XJR-5s ein Fahrzeug für die IMSA GT-Championship mit Gaststart in Le Mans vorbereiteten.

    Schon bald erkannte der britische Hersteller das ganze Potential des Projektes und wertete den Einsatz 1987 zu einem vollständigen Werksprogramm auf. Bereits bei den ersten Saisonrennen der Sportwagenweltmeisterschaft konnten sich die neuen XJR-8 getauften Fahrzeuge gegen die privat eingesetzten Porsche behaupten.

    Doch beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans setzte der Autobauer aus Stuttgart drei Werksfahrzeuge in Rothmans-Lackierung ein. Die drei Silk-Cut-Jaguar kämpften zwar mit technischen Problemen, könnten jedoch zunächst die Führung übernehmen. Ein Unfall in den frühen Stunden des Rennens machte diese jedoch zunichte und Porsche sicherte sich den siebten Sieg in Le Mans, während der Beste Jaguar nur auf Position fünf ins Ziel kam.

    Ein Jahr später, 1988, wurde das Feld durch den Werkseinsatz des Sauber-Mercedes-Teams aufgemischt. Innerhalb der ersten vier Rennen landeten die neuen C9 jeweils unter den Top-2. Doch kurz vor den 24 Stunden von Le Mans zog sich die Mercedes-Mannschaft nach Problemen mit den Michelin-Reifen vom Rennen zurück. 

    Jaguar hingegen hatte aus dem Jahr zuvor gelernt und sich mit Piloten wie Martin Brundle und Jan Lammers ein exzellentes Team zusammengestellt. Dem entgegen Stand jedoch immer noch das Star-Aufgebot von Porsche, welches unter anderem Klaus Ludwig, Hans-Joachim Stuck und Derek Bell beinhaltete.

    Jaguar in Le Mans 1988 bei Nacht
    © www.aysedasi.co.uk

    Jaguar führt

    Die 80er Jahre waren eine andere Zeit in Le Mans. Die Mulsanne-Gerade konnte noch ohne Schikanen befahren werden. Das Feld war gespickt mit zahlreiche Hersteller wie Jaguar, Porsche, Mazda, Toyota und Nissan. Nicht weniger als 50 Gruppe-C-Fahrzeuge kämpften bei Spitzengeschwindigkeiten auf der öffentlichen Straße. So aufregend wie diese Zeit auch gewesen ist, so darf man nie vergessen, dass die Gefahr auch entsprechend groß war. 

    Bei schlechtesten Bedingungen ging Porsche schließlich bei den 24 Stunden von Le Mans in Führung, dicht gefolgt von Jaguar mit Jan Lammers hinter dem Steuer. Doch nach mehreren Stunden voller Rennaction fuhr Klaus Ludwig im Schneckentempo entlang der Indianapolis-Kurve, nach dem sein Reservetank versagt hatte und verlor die Führung. Doch das fahrerische Talent der Proschecrew reichte aus, um den Rückstand aufzuholen und weiter gegen die starken Jaguar zu kämpfen. 

    Als die Nacht Einzug hielt hatte sich diese ganz besondere Atmosphäre ausgebreitet, wie man Sie nur in Le Mans erleben kann. Der Jaguar mit der Startnummer zwei hatte sich zwischenzeitlich an der Spitze etabliert. Zur Mitternachtsstunde wechselte die Spitze jedoch erneut und der Porsche #18 schob sich knapp vor das britische Team.

    Ein spannendes Finale

    In der Nachtphase führten schließlich Getriebeprobleme zum vorzeitigen Rückzug des Jaguar #3. Doch auch Porsche blieb nicht ganz verschont. Sowohl die #18 als auch die #19 schleppten sich mit Motorenproblemen über die Strecke. Nach einer langen Reparaturphase in der Box rückte der Sieg für die Stuttgarter in weite Ferne. 

    In den Morgenstunden sorgte einsetzender Regen für Chaos an der Spitze. Bis zu diesem Zeitpunkt führte der Jaguar von Lammers, Dumfries und Wallace mit nur einer Runde Vorsprung auf den hart kämpfenden Porsche von Bell, Stuck und Ludwig. Die Fans an der Strecke, darunter 50.000 Briten, unterstützen Jaguar lautstark und wollten einen Sieg der Marke um jeden Preis. Es ging weniger um die gute Leistung des britischen Autobauers sondern viel mehr darum, die siebenjährige Siegesstrecke von Porsche in Le Mans zu beenden.

    Die 24 Stunden von Le Mans 1988
    © www.aysedasi.co.uk

    Für die Zuschauer sah alles danach aus, als hätte Jaguar das Rennen in der Hand und könnte den Porsche sicher auf Abstand halten. Doch in der Box braute sich unterdessen etwas zusammen, was sich so keiner erhofft hatte. Das Team stellte beim Boxenstopp für den letzten Stint die selben Getriebeprobleme beim Führungsfahrzeug fest wie Stunden zuvor beim Schwesterwagen.

    Die Gangschaltung verursachte Schwierigkeiten nach dem Wechsel in den vierten Gang. Dank der Erfahrungen von der Startnummer drei entschloss sich Jan Lammers, welcher die letzten Runden absolvierte, den vierten Gang für das restliche Rennen beizubehalten und nicht mehr zu schalten. Rückblickend war es eine kluge Entscheidung, da das Getriebe nach dem Rennen sprichwörtlich auseinanderfiel. Das beibehalten des vierten Gangs auch während des finalen Boxenstopp rettete dem Team das Rennen.

    Trotz aller Rückschläge am Ende brachte Lammers den Jaguar sicher über die Ziellinie und sicherte den ersten Le Mans-Sieg für die britische Marke seit 1957. Der Porsche #17 hatte den Rückstand aufgeholt, schaffte es aber nicht mehr am Jaguar vorbei. Mit nur einer Minute Abstand überquerte der Rekordsieger die Ziellinie auf Rang zwei. Ohne die Heldentat des Niederländers wäre das Rennen wohl eher entschieden worden.

    Alle Bilder wurden uns freundlicherweise für diesen Beitrag bereitgestellt durch www.aysedasi.co.uk.