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  • Le Mans: G-Drive Racing nachträglich disqualifiziert

    Le Mans: G-Drive Racing nachträglich disqualifiziert

    Aufgrund einer Unregelmäßigkeit an der Tankanlage wurde G-Drive Racing nachträglich disqualifiziert. Damit verliert die Mannschaft den ersten Platz in der LMP2-Klasse in Le Mans. Auch die Mannschaft von TDS Racing wurde wegen einem gleichen Vorfall nachträglich vom Rennen ausgeschlossen.

    Die G-Drive Mannschaft während des Nachtankens beim Boxenstopp in Le Mans

    Nach der technischen Abnahme entschieden die Stewards, dass die Tankanlage beider Fahrzeuge nicht regelkonform war. Laut offizieller Stellungnahme handelt es sich im Detail um zusätzliche Bauteile, welche nicht Teil der Abnahme vor Rennstart waren und den Durchflussbegrenzer beeinflussen.

    TDS Racing vertritt zwar die Meinung, dass die Ergänzung zusätzlicher Teile nicht explizit in den Regulären verboten ist, für die Rennleitung stellt dieser Vorfall jedoch eine Handlung dar, die dem Interesse des Wettbewerbs schadet.

    Die Stewards ergänzten zudem, dass beide Mannschaften vor dem Rennen die Möglichkeit hatten, die zusätzlichen Teile zuzulassen, welche jedoch nicht genutzt wurde. Beide Teams haben gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.

    Durch die Disqualifikation der #26 erbt das Fahrzeug #36 von Signatech Alpine Matmut den Klassensieg. Für Nicolas Lapierre, welcher den Wagen gemeinsam mit André Negrão und Pierre Thiriet steuerte, ist die der dritte LMP2-Sieg in Le Mans.

    Für das Team von TDS Racing bedeutet die Aberkennung des vierten Platzes der Verlust von vielen wertvollen Punkten im Kampf um die Meisterschaft. G-Drive Racing war nur als Gaststarter Teil des Rennens und verliert somit keine Wertungspunkte. 

    Besonders Interessant ist der Vorfall bei G-Drive, da dem Team bereits im Jahr 2013 ein Podiumsplatz nachträglich aberkannt wurde. Damals verloren Roman Rusinov, Mike Conway und John Martin nachträglich den dritten Platz in Le Mans, da der Tank als nicht Regelkonform eingestuft wurde.

    Bild © Endurance Archive – Walter Schruff
    Via: fiawec.com

  • Le Mans 2018: Die Fakten zum Rennen

    Le Mans 2018: Die Fakten zum Rennen

    Die 24 Stunden von Le Mans boten so einige ungewöhnliche und interessante Fakten, die einen zweiten Blick wert sind. Wir haben eine Übersicht der wichtigsten Informationen zum vergangenen Rennen zusammengestellt.

    Der Start der 24 Stunden von Le Mans

    Die Sieger in Le Mans

    Keiner der vier Klassensieger stand je zuvor an der Sarthe auf dem Podium. In der Vergangenheit hat es solch ein Ereignis erst fünf Mal gegeben. So geschah dies zuletzt 1991, als Volker Weidler, Johnny Herbert und Bertrand Gachot im Mazda den Gesamtsieg holten und Kiyoshi Misaki, Hisashi Yokoshima sowie Naoki Nagasaka in der C1 Klasse für Euro Racing / Team Fedco im Spice SE90C gewannen. Weiterhin brachten die Jahre 1924, 1928, 1938 und 1950 Sieger in allen Klassen hervor, die noch nie zuvor auf dem Podium standen.

    Vanthoor’s „Triple Crown des Langstreckensports“

    Wie oft wurden im Vorfeld des Rennens über Alonso’s mögliche Triple Crown des Motorsports gesprochen. Doch eine ganz andere Triple Crown ging hierbei völlig unter, die des Langstreckensports. Der Porschepilot Laurens Vanthoor sichert sich mit diesem Sieg in Le Mans das letzte fehlende Puzzleteil. Für diese Triple Crown ist der Sieg bei allen bedeutenden Langstreckenrennen in Europa notwendig (neben den 24h Le Mans noch die 24h Spa und 24h Nürburgring). Gezählt werden hier ausschließlich die Siege in der höchsten GT(E)-Klasse. Neben Vanthoor wurde diese Ehre nur Marc Lieb, Hans-Joachim Stuck und Jean-Michel Martin zuteil.

    Jüngster Klassensieger aller Zeiten

    Der LMGTE-Am Gewinner Julien Andlauer ist der jüngste Fahrer, der jemals in Le Mans gewinnen konnte. Das ist ein neuer Rekord in der Geschichte des Rennens.

    Porsche setzt Erfolgsserie fort

    Mit dem Erfolg in der LMGTE-Pro und LMGTE-Am knüpft Porsche an die eigene Erfolgssträhne an. Die beiden ersten Plätze bilden den 107. und 108. Klassensieg der Marke Porsche in Le Mans.

    Alonso gewinnt nicht als erster Spanier

    Fernando Alonso ist nicht der erste Spanier, der in der Geschichte der 24 Stunden von Le Mans gewinnen konnte. Ihm zuvor kam sein Landsmann Marc Gené im Jahr 2009.

    Nakajima und Buemi gewinnen als Dritte

    Kazuki Nakajima und Sébastien Buemi sind die dritten Fahrer aus ihrem Land, die je in Le Mans triumphieren konnten. Nakajima folgt auf den Spuren von Masanori Sekija (1995) and Seiji Ara (2004). Buemi ist Nummer drei nach Marcel Fässler (2011, 2012, 2014) und Neel Jani (2016).

    Alonso’s Triple Crown

    Fernando Alonso ist seinem großen Traum von der Triple Crown des Motorsports einen Schritt näher. Mit seinem Sieg in Le Mans und dem Erfolg beim Großen Preis von Monaco ist er auf einer Stufe mit Tazio Nuvolari, Maurice Trintignant, Bruce McLaren und Jochen Rindt, welche ebenfalls beide Rennen gewinnen konnten. Um mit Graham Hill gleichzuziehen, fehlt noch der erste Platz beim Indy500.

    Fünftlängste Renndistanz der Geschichte

    Mit 5286,888 Kilometern absolvierten die Le Mans-Sieger die fünftlängste Strecke, die jemals auf dem legendären Rundkurs absolviert wurde.

    Volle Tribünen

    Sage und schreibe 256.900 Zuschauer verfolgten die 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans vor Ort.

    Gute Schuhe benötigt

    Unser Redakteur David hat in vier Tagen an der Strecke ganze 55,4 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

    Bild © fiawec.com – Joao Filipe (Pressematerial)

  • Sieg für Porsche in beiden LMGTE-Klassen

    Sieg für Porsche in beiden LMGTE-Klassen

    Bei der 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans sicherte sich der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 den Sieg in der LMGTE-Pro-Klasse. Dempsey-Proton Racing fuhr mit der #77 in der LMGTE-Am zum Erfolg.

    Der Porsche #92 gewann nach 24 Stunden in Le Mans

    Mit einem Starterfeld aus 17 Teilnehmern, versprach die LMGTE-Pro eines der spannendsten Rennen seit Langem zu werden. Die sechs verschiedenen Hersteller setzten alles daran, um in Le Mans den Sieg einzufahren. Am Ende war es die Porsche-Mannschaft, die sich über eine Distanz von 24 Stunden durchsetzen konnte.

    Von der ersten Reihe aus ins Rennen gegangen, konnten die beiden Porsche #91 und #92 zwar an der Spitze behaupten, jedoch nie einen realen Abstand auf die Verfolgergruppe aufbauen. Eine Vielzahl von Safety Car-Phase spielte vor allem BMW und Ford in die Karten, welche immer wieder in Schlagweite kamen.

    Dennoch behielt Porsche die Oberhand und brachte die #92 auf eins und das Schwesterfahrzeug #91 auf Rang zwei über die Ziellinie. Den dritten Platz sicherte sich die Mannschaft des Ford GT #68 (Müller, Bourdais, Hand) nach einem überragenden Duell gegen den Porsche #91 (Lietz, Makowiecki, Bruni).

    Weniger erfolgreich verlief das Le Mans-Wochenende für Aston Martin und Corvette. Beide Werksteams fanden einfach nicht die nötige Pace, um die Chancen im Spitzenkampf zu wahren.

    Der Porsche #77 bei den 24 Stunden von Le Mans

    Erfolg für Porsche in der LMGTE-Am

    Auch in der kleinsten GTE-Klasse war Porsche der erfolgreichste Hersteller. Die Mannschaft von Dempsey-Proton Racing schaffte es mit den LeMans-Debütanten Julien Andlauer und Matt Campbell, den Klassensieg einzufahren.

    Ähnlich wie beim Porsche-Team in der GTE-Pro war auch in der AM-Klasse ein Mix aus jungen und erfahrenen Piloten der Schlüssel zum Erfolg. Das Trio der #77 (Ried, Andlauer, Campbell) setzte sich in der Schlussphase gegen das erfahrenere Team des Spirit of Race Ferrari (Fisichella, Flohr, Castellaci) durch und kam als erstes über die Ziellinie.

    Der dritte Rang, in der LMGTE-Am, ging an den Ferrari #85 von Keating Motorsport mit Ben Keating, Luca Stolz und Heroen Bleekemolenhinter dem Steuer.

    Bilder © Porsche AG (Press Images)


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  • Toyota siegt erstmals in Le Mans

    Toyota siegt erstmals in Le Mans

    Es ist das Ende einer langen Geschichte. Seit über 30 Jahren geht Toyota in Le Mans an den Start, um das ganz große Rennen zu gewinnen. Bei der 86. Ausgabe des Langstreckenklassikers  konnte sich die japanische Mannschaft endlich den großen Traum vom Sieg erfüllen.

    Nachdem die beiden Toyota TS050 Hybrid #7 und #8 auch über die Nacht hinweg keine technischen Probleme hatten, bauten beide Prototypen im restlichen Rennverlauf ihre Doppelführung weiter aus. Für eine Schrecksekunde sorgte jedoch Kamui Kobayashi knapp 90 Minuten vor dem Ende in Le Mans. 

    Der Japaner verpasste die Boxeneinfahrt und musste für eine zusätzliche Runde auf der Strecke bleiben. Da der Sprit langsam knapp wurde, musste er mit nur 80 km/h Höchstgeschwindigkeit den Toyota zur Box schleppen. Nach einer Strafe und einem kurzen Stopp konnte er die 24 Stunden von Le Mans aber trotzdem auf Gesamtrang zwei beenden.

    Ganz besonders von Bedeutung ist der Le Mans-Erfolg für Formel 1-Pilot Fernando Alonso. Der ehemalige Weltmeister träumt von der „Tripple Crown“, dem größten Erfolg den ein Rennfahrer erreichen kann. Hierfür ist neben einem Sieg beim Grad Prix von Monaco (welchen er bereits 2006 und 2007 einfuhr) und dem Erfolg beim Indy500 auch der Gesamtsieg in Le Mans notwendig. Der 17. Juni 2018 bringt ihn einen großen Schritt näher zu seinem Ziel.

    Durchwachsenes Fazit bei den Privatmannschaften

    Die Privateers gingen erstmals mit ihren neuen LMP1-Boliden in Le Mans an den Start. Früh zeigte sich, dass manche Modelle noch nicht ganz ausgereift sind und teils die nötige Erfahrung mit dem Wagen fehlt. Nur zwei von acht Fahrzeugen schafften es über die Ziellinie.

    Während der CLMP P1/01 von ByKolles Racing bereits frühzeitig durch einen Unfall ausgeschieden war, folgte der BR1 #17 von SMP Racing in der Nacht nach technischen Problemen. Der Ginetta mit der Startnummer sechs wurde kurz drauf auf dem Rennen genommen und auch der BR1 von DragonSpeed musste nach 244 Runden das Rennen vorzeitig aufhören. Die Startnummern fünf und elf schafften es ebenfalls nicht ins Ziel und beendeten das Rennen nach 23 Stunden.

    Einzig die Schweizer Mannschaft Rebellion Racing hielt bis zum Schluss des Rennens durch. So schaffte es der Wagen #3 mit nur 12 Runden Rückstand auf Gesamtrang drei in Le Mans, vor dem Schwesterfahrzeug #1 auf Position vier.

    G-Drive dominiert in der LMP2-Klasse

    Eine besonders beeindruckende Leistung zeigte die Mannschaft von G-Drive Racing. Nach dem das Fahrzeug #26 innerhalb der ersten Stunde die Führung übernehmen konnte, blieb das Team standhaft und behielt bis zum Schluss die Führung. 

    Auch die #36 von Signatech Alpine Matmut kann stolz auf die Leistung bei den 24 Stunden von Le Mans sein. Zur Halbzeit hatten die Franzosen die zweite Position an die Crew von Panis Barthez Competition verloren. Vier Stunden vor Schluss gelang jedoch das entscheidende Manöver und der zweite Rang war wieder in trocknen Tüchern. Position drei geht an die Mannschaft Graff-SO24.

    Bilder © fiawec.com – Joao Filipe (Pressematerial) // Endurance Archive – Ton Kerdijk


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  • Le Mans: Toyota baut Führung in den Morgenstunden aus

    Le Mans: Toyota baut Führung in den Morgenstunden aus

    Die Sonne ist über Le Mans aufgegangen und Toyota liegt mit einer eindrucksvollen Führung an der Spitze des Feldes. In der LMGTE-Pro ist der Porsche #92 von Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor weiterhin auf Position eins.

    Mit Einzug der Nacht lag der BR01 #17 von SMP Racing auf Gesamtrang drei, als sich erste Probleme bemerkbar machten. Pilot Matevos Isaakyan musste auf Anweisung der Streckenposten die Motorenabdeckung entfernen, um das Rennen fortsetzen zu können. Trotz eines beherzten Einsatzes des Russen schaffte er es nach getaner Arbeit nicht zurück in die Box und er musste das Rennen wenige Meter weiter mit qualmenden Motor vorzeitig beenden.

    Rebellion Racing erbte daraufhin die Position des SMP-Boliden, während die beiden Toyota sich an der Spitze um die Führung stritten. Bereits am Abend kämpften die beiden Werksfahrzeuge um die Spitzenposition, doch in der Nachtphase war es die #7 (Mike Conway, Kamui Kobayashi and José María López), welche sich vorerst durchsetzen konnte.

    Der Vorsprung wuchs auf zwei Minuten an, als die Startnummer acht mit Sébastien Buemi am Steuer für eine einminütige Stop-&-Go-Strafe in die Box musste. Das Team war in einer Slow Zone zu schnell unterwegs. In den Morgenstunden beeindruckte Fernando Alonso mit einem äußerst schnellen Stint. Ganze zwei Sekunden konnte er pro Runde auf das Schwesterfahrzeug gut machen und so langsam den Rückstand aufholen.

    Auch Porsche in Le Mans weiter an der Spitze

    In der LMGTE-Pro behielt der Porsche #92 von Christensen / Estre / Vanthoor auch über Nacht die Führung. Problemlos konnte sich der Pink-Porsche von den Verfolgern absetzen und erstmalig einen zweiminütigen Abstand in Le Mans ausbauen. 

    Schwierigkeiten hingegen hatten die beiden US-Schwesterfahrzeug #93 und #94, welche beide mehrfach an die Box mussten. Am Ende waren die Schäden am Porsche #94 zu groß und die Mannschaft musste den Wagen vorzeitig zurückziehen.

    Alle anderen GTE-Fahrzeuge fahren hingegen ganz ohne Probleme und liegen weiter in einer guten Position auf die Spitze. Sowohl der BMW M8 #82 vom Team MTEK und der Ford GT #68 fahren nur unweit vom Porsche entfernt.

    In der LMP2 lieferte der G-Drive Oreca #26 eine schonungslose Fahrt an der Spitze der Klasse. Roman Rusinov führte am Sonntagmorgen weiter das Feld an und ließ der #23 von Panis Barthez Compétition keine Chance zum Vorbeiziehen. Der Ligier JS P217 von Timothé Buret, Julien Canal und Will Stevens liegt seit Rennbeginn solide auf der zweiten Position.

    In der LMGTE-Am kämpfte der Dempsey-Proton Racing Porsche #77 erbittert gegen den Ferrari #85 um die Führung. Beide Teams schenkten sich nichts. Nach mehreren Stunden setzte sich das deutsche Team durch und baute einen Vorsprung von rund 2,5 Minuten auf.

    Bilder © fiawec.com – Marius Hecker (Pressematerial) // Endurance Archive – Ton Kerdijk


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  • Porsche und Toyota in Le Mans an der Spitze

    Porsche und Toyota in Le Mans an der Spitze

    In Le Mans ging das Starterfeld zum 86. Mal beim berühmtesten Autorennen der Welt an den Start. Sowohl Toyota als auch Porsche nahmen das Rennen von der Pole-Position aus in Angriff und konnten diese in den ersten sechs Stunden verteidigen.

    An der Spitze des 60 Wagen starken Feldes konnte sich Toyota bereits frühzeitig absetzen. Nachdem die französische Flagge geschwenkt wurde, konnten die beiden TS050 Hybrid dank des zusätzlichen Elektroantriebs direkt nach vorn ziehen. Die Privatteams um Rebellion Racing und SMP Racing setzten zwar direkt zum Angriff an, konnten jedoch nicht mit dem Tempo der Hybridfahrzeuge mithalten.

    André Lotterer, welcher den Start im Rebellion #1 gefahren hatte, wollte den Toyota noch vor der ersten Kurve überholen, kam dabei jedoch etwas von der Strecke ab und kollidierte kurz vor dem Dunlop-Bogen mit dem LMP1-Boliden von DragonSpeed. Während das US-Auto nach einem Dreher unversehrt das Rennen fortsetzen konnte, fehlte bei Lotterer die ganze Frontpartie, die zuvor nicht richtig befestigt wurde und der Deutsche kam kurz darauf in die Box.

    Im weiteren Verlauf des ersten Rennviertels spaltete sich die LMP1-Klasse in zwei Teile auf. Die beiden Toyota #7 und #8 bildeten die Spitzengruppe und konnten bislang 94 fehlerfreie Runden zurücklegen. Mit einem erheblichen Abstand folgen die Privatmannschaften, welche in Le Mans mit den Tücken der neuen Fahrzeuge zu kämpfen hatten. So musste der SMP rund um Jenson Button für knapp vier Stunden in die Box. Auch Rebellion rief seine beiden Rennwagen mehrfach für kurze Reparaturen rein.

    Eine Schrecksekunde ereignete sich kurz vor Ende der ersten sechs Stunden. Dominik Kraihamer war im Fahrzeug von ByKolles auf Höhe der Porsche-Kurven unterwegs, als es beim Überholmanöver zu einer Berührung kam. Der Österreicher kollidierte bei rund 200 km/h mit der Streckenbegrenzung und der Wagen ging in Rauch auf. Während das Rennen für die ByKolles-Mannschaft vorzeitig endet, bleibt Kraihamernglücklicherweise unverletzt.

    Ein Kampf über sechs Stunden in der LMGTE-Pro

    Die LMGTE-Pro-Klasse zeigte sich im ersten Viertel in Le Mans von ihrer besten Seite. Über sechs Stunden kämpfte ein Großteil des 17 Wagen starken GTE-Feldes im Bereich von Zehntelsekunden um die Spitze.

    Porsche war mit den beiden 911 RSR in Retrolackierung (#91 und #92) von der Pole-Position ins Rennen gestartet. Gleich in der ersten Runde musste sich das Werksteam gegen Angriffe von Ford verteidigen und konnte sich auch nach mehreren Runden nicht wirklich absetzten. Doch trotz vieler starker Manöver der US-Amerikaner behielt Porsche zunächst die Oberhand im Rennen.

    Eine erste Safety Car-Phase sorgte jedoch für den Verlust sämtlicher Zeitabstände in der Pro-Kategorie und Porsche konnte die Führung nicht mehr halten. Nachdem die Konkurrenz lange Zeit hinter den Stuttgartern festhing, änderte sich die Situation schlagartig. BMW, Corvette und Ford duellierten sich nun vor Porsche um die Spitze und sorgten für viele spannende Stunden in Le Mans. Eine zweite Safety Car-Phase wirbelte den Kampf um die Spitze erneut durcheinander und Porsche konnte mit der #92 und #93 vor dem BMW #81 in Führung gehen.

    Auch in LMP2 und LMGTE-Am ist alles offen

    Auch in der LMP2-Klasse und der LMGTE-Am sorgten die beiden Safety Car-Phasen, Reifenplatzer, Verbremser und enge Zweikämpfe für ein völlig durchmischtes Feld. In beiden Klassen liegt die Top-3 kaum mehr als ein Paar Sekunden auseinander und eine klare Dominanz lässt sich hier nur schwer abzeichnen.

    Mit Ende der sechsten Stunde führt das G-Drive-Team (#26) die LMP2 in Le Mans vor Sigantech Alpine Matmut (#36) und der Startnummer 23 von Panis Barthez Competition. Bei den GTE-Am-Fahrzeugen liegt Neueinsteiger Project 1 mit Rang drei in direkter Schlagweite zur Spitze. Vor den Deutschen kämpfen zur Aktuellen Stunde Dempsey-Proton Racing (#77) und JMW Motorsport (#84) um Position eins.

    Bilder © fiawec.com – Joao Filipe (Pressematerial) // Endurance Archive – Ton Kerdijk

  • Premiere des neuen LMP1-Regelwerk in Le Mans

    Premiere des neuen LMP1-Regelwerk in Le Mans

    Auf seiner jährlichen Pressekonferenz im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans präsentierte der ACO heute die Zukunft der LMP1-Klasse. Dabei wurden erste Details vom neuen Regelwerk verraten, das sich ab 2020 künftig stärker an den Hypersportwagen orientieren sollen.

    In Le Mans gab der ACO heute einen ersten Einblick ins neue LMP1-Regelwerk

    Wie bereits im Vorfeld spekuliert wird das neue LMP1-Regelwerk künftig auf dem Konzept der Hypersportwagen (auf Englisch „hypercars“) basieren. Ziel ist es, eine außergewöhnliche, kostengünstige und zugleich äußerst wettbewerbsfähige Spitzenklasse für den Langstreckensport zu schaffen. Gültigkeit bekommen die neuen Vorgaben aller Wahrscheinlichkeit nach mit Start der Saison 2020/21.

    Während das bisherige Regelwerk der Le Mans Prototypen auf Spezialkonstruktionen setzte, wird sich die Klasse künftig an den artverwandten Straßenmodellen orientieren. Bereits in der Vergangenheit wurde die große Lücke zwischen Serienproduktion und Motorsport häufig kritisiert. Doch mit der neuen Ausrichtung könnten zahlreiche neue Werksteams den Weg zurück in die LMP1 finden. Schon im Vorfeld zeigten McLaren, Bentley und Aston Martin starkes Interesse.

    Neu ist diese Idee jedoch nicht. Bereits in den 1990er Jahren gab es ein seriennahes Regelwerk, dass den Herstellern maximalen Freiraum verschaffte, um Markendesign und Fahrzeugbesonderheiten in die Rennversionen einfließen zu lassen.

    Ähnliche Leistungsdaten im neuen Regelwerk

    Der Antriebsstrang der neuen LMP1 bleibt nahezu unverändert. Die Leistungsgrenze der Verbrennungseinheit wird begrenzt auf maximal 700 PS (520 kw) mit einer verpflichtenden Hybrideinheit, welche zusätzliche 270 PS liefern darf. Die Obergrenze für das Gesamtgewicht liegt bei 980 kg.

    Ein weiterer wichtiger Punkt, der durch das neue Reglement garantiert werden soll, ist die die Kostenkontrolle. Während der LMP1-Hybrid-Ära liefen die Budgets der Teams teilweise aus dem Ruder und erreichten ungeahnte höhen. Ab 2020 wird die Höchstgrenze des Teambudgets auf maximal ein Viertel der bisherigen LMP1-Kosten festgeschrieben. 

    Zudem muss der Antriebsstrang auf dem Markt „frei verkäuflich“ sein, so dass Entwicklungskosten nicht nur von einem Team getragen werden müssen. Zugleich bekommen so auch andere Wettbewerber und Privatmannschaften die Gelegenheit in der Klasse teilzunehmen, ähnlich wie es in der Formel E bereits der Fall ist.

    Bild © Endurance Archive

  • Pole-Position für Toyota #8 in Le Mans

    Pole-Position für Toyota #8 in Le Mans

    Der Toyota TS050 Hybrid #8 von Sébastien Buemi, Fernando Alonso und Kazuki Nakajima wird das 86. Rennen der 24 Stunden von Le Mans von der Pole aus starten. Das Auto mit der Startnummer 8 sicherte sich im dritten Qualifying am Donnerstagabend den Spitzenplatz nach einer hervorragenden Runde von 3:15.377 Minuten, die Kazuki Nakajima zu Beginn der Session gesetzt hatte.

    Der Toyota #8 startet die 24 Stunden von Le Mans von der Pole-Position

    Q2 begann um 19:00 Uhr Ortszeit unter warmen und bewölkten Bedingungen. Die Session wurde bereits zeitig von mehreren Unfällen auf der Strecke unterbrochen. Die Schäden durch die Fahrzeuge machten Reparaturen an den Barrieren erforderlich.

    Das erste Auto, welches in der Streckenbegrenzung landete, war der 911 RSR von Sven Müller, Romain Dumas und Timo Bernhard. Ausgangs der Indianapoliskurve verlor der Wagen die Traktion und schlug in den Reifenstapel ein. Müller blieb unverletzt, aber das Auto konnte im restlichen Qualifying nicht mehr teilnehmen. 

    Ein weiterer Zwischenfall ergab sich mit dem Ford GT von Andy Priaulx, der bei der Tertre Rouge in die Streckenbegrenzung einschlug, bevor er zur Reparatur in die Box zurückkehrte. Die Rennleitung entschied sich die Session vorzeitig zu beenden, nachdem der von Giorgio Sernagiotto gefahrene #47 Citilar Villorba Corse Dallara P217 in der ersten Schikane der Mulsanne-Geraden abgeflogen war.

    Vorzeitiges Ende des zweiten Qualifying

    Nachdem die vorherige Session abgebrochen wurde, entschied der Renndirektor, die zweite Session eine halbe Stunde früher zu beginnen. Dies gab dem Le-Mans-Feld die Möglichkeit, auf einer klaren und gut gummierten Strecke einige fliegende Runden zu drehen. In dieser Phase stellte Nakajima seine beeindruckende Runde von 3:15.377 Minuten auf und sicherte somit die Pole-Position für Toyota.

    Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 7 startet vom zweiten Startplatz aus, wobei die schnellste Runde exakt zwei Sekunden langsamer ist als die Pole-Position. In der zweiten Reihe startet der Rebellion Racing R13 #1 von André Lotterer, Neel Jani und Bruno Senna neben dem #17 SMP Racing von Stéphane Sarrazin, Egor Orudzhev und Matevos Isaakyan. 

    Porsche sicherte sich die Pole-Position in der LMGTE-Pro Klasse

    Der Porsche #91 von Lietz/Bruni/Makowiecki holte in LMGTE-Pro die Pole-Position, nachdem die Q1-Runde von 3:47.504 Minuten in Q2 und Q3 nicht geschlagen wurde. In der ersten Reihe neben der #91 wird das Schwesterfahrzeug #92 von Christensen/Estre/Vanthoor starten.

    Die Pole in der LMP2-Klasse wurde etwas überraschend durch den #48 Idec Sport Oreca von Paul Lafargue, Paul Loup Chatin und Memo Rojas mit einer Bestzeit von 3: 24.842 Minuten gesichert. Neben den Pole-Settern startet am Samstag das Trio Maldonado/Gonzalez/Berthon im #31 DragonSpeed Oreca.

    Matteo Cairoli, Khaled Al Qubaisi und Giorgio Roda waren die schnellsten des LMGTE-Am-Feldes und holten sich die Pole-Position mit einer Bestzeit von 3:59,728 Minuten. Neben dem #88 Dempsey-Proton Racing Porsche wird der Porsche 911 RSR von Mike Wainwright, Ben Barker und Alex Davison #86 starten. Der Dempsey-Proton #77 von Matt Campbell, Christian Ried und Julien Andlauer rundete das Qualifying mit der drittschnellsten Zeit ab und bildet eine Porsche-Top-3.

    Bilder © FIA WEC / Joao Felipe

  • Le Mans: Toyota vorläufig auf Pole-Position

    Le Mans: Toyota vorläufig auf Pole-Position

    Der Toyota TS050 Hybrid mit der Startnummer acht war das schnellste Fahrzeug in der ersten Qualiyfing-Session. Der Schweizer Fahrer Sébastien Buemi sicherte sich im Q1 mit 3:17.270 die schnellste Rundenzeit und so die vorläufige Pole-Position für die 24 Stunden von Le Mans.

    Der Toyota TS050 Hybrid mit der Startnummer 8 beim Qualifying für die 24 Stunden von Le Mans

    Nur knapp eine Zehntelsekunde war Buemi schneller als das Schwesterfahrzeug #7 mit dem Japaner Kamui Kobayashi am Steuer. Er bewegte seinen Wagen in 3:17.377 Minuten um den Kurs und landete auf dem zweiten Rang. Mit der Aussicht auf Regen in den verbleibenden zwei Qualifying-Sessions dürfte sich an den Spitzenpositionen nur wenig verändern.

    Bei den Privatteams schafften es nur drei Fahrzeuge unter die Marke von 3:20 Minuten. Die #17 von SMP Racing sowie die beiden Boliden von Rebellion lieferten sich einen harten Kampf um die besten Startplätze. Am Ende setzte sich mit 3:19.483 Minuten auf der Uhr jedoch der russische Prototyp gegen die beiden Schweizer-Fahrzeuge durch.

    Pole-Position für Porsche in der LMGTE

    In der LMGTE-Pro gab es mit Abstand die meiste Action zu sehen. Zahlreiche Dreher und Unfälle zeigten eindrucksvoll, dass alle Teilnehmer bereit sind, an die Grenzen zu gehen. Sowohl die #91, #92 und #94 von Porsche, als auch der Ford GT #67 verbrachten viel Zeit im Kies, konnten das Qualifying jedoch ohne größere Schäden fortsetzen.

    Der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 beim Qualifying für die 24 Stunden von Le Mans

    Die schnellste Rundenzeit lieferte kurz vor Ende der Session der Porsche 911 RSR im Rothmans-Design ab. In nur 3:47.504 Minuten steuerte Gianmaria Bruni seine Startnummer 91 um den Kurs in Le Mans. Das Schwesterfahrzeug des Trios Christensen / Estré / Vanthoor, war 1,5 Sekunden langsamer unterwegs und fuhr auf den zweiten Startplatz. Der vorläufige dritte Rang ging an die #66 vom Ford Chip Ganassi Team UK.

    In der LMP2 sorgte Idee Sport im Oreca 07 für Aufsehen. Paul Lafargue, Paul-Loup Chatin und Memo Rojas waren mit der #48 schneller, als die #28 von TDS Racing und die #26 von G-Drive Racing. Bei den LMGTE-Am-Fahrzeugen gingen die ersten beiden Startplätze an das Team von Dempsey-Proton Racing. Matteo Cairoli, Khaled Al Qubaisi und Giorgio Roda qualifizierten sich mit der #88 vor dem Schwesterfahrzeug von Matt Campbell, Christian Ried und Julien Andlauer.

    Die zweite Qualifying-Session startet heute gegen 19 Uhr Ortszeit.

    Bilder © FIA WEC / Joao Felipe