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  • Toyota siegt beim Saisonfinale in Bahrain

    Toyota siegt beim Saisonfinale in Bahrain

    Der Toyota TS050 #8 von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Anthony Davidson siegte beim letzten Rennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017. Den zweiten Platz belegte der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 2 mit einer Runde Vorsprung auf das Schwesterfahrzeug von Brendon Hartley, Earl Bamber und Timo Bernhard.

    Sébastien Buemi im Auto mit der Startnummer 8 erwischte einen guten Start und überholte den führenden Porsche. Bis zum Ende der zweiten Stunde konnte die Toyota-Mannschaft eine 20-Sekunden-Führung mit dem Schwesterfahrzeug #7 auf Position zwei aufbauen. Ein Kontakt zwischen dem Toyota von Kamui Kobayashi und dem Porsche 911 RSR von Michael Christensen (#92) zerstörte das gute Rennen der #7. Durch die lange Reparaturphase schwanden die Chancen auf das Podium mit jeder Minute.

    Porsche scheiterte beim letzten Auftritt knapp am LMP1-Sieg. Toyota schein auf dem 5,4 km langen Bahrain International Circuit die Nase vorn zu haben und ließ den Stuttgartern keine Möglichkeit sich das finale Podium zu sichern. Die Porsche-Piloten Brendon Hartley, Earl Bamber und Timo Bernhard hatten sich bereits beim letzten Rennen in Shanghai den Fahrer-Titel sichern können. Die Ära des Porsche 919 Hybrid endet in Bahrain nach 17 Rennsiegen, drei Le Mans-Gesamtsiegen und drei Hersteller-Weltmeisterschaften.

    Die LMGTE-Pro lieferte die von uns gewohnten Kopf-an-Kopf-Duelle, aber mit der zusätzlichen Würze eines Weltmeisterschafts-Titels. Die Teilnehmer waren der AF Corse Ferrari #51 mit James Calado und Alessandro Pier Guidi am Steuer, der Ford GT #67 von Andy Priaulx und Harry Tincknell sowie der Porsche 911 RSR (#91) von Richard Lietz und Frédéric Makowiecki.

    Das Duo des AF Corse Ferrari #71 (Davide Rigon und Sam Bird) konnte vom Start an die Führung übernehmen. Doch Andy Priaulx und dann Harry Tincknell (Ford #67) verfolgte den Ferrari auf Schritt und Tritt und überholte ihn schließlich kurz vor der Zwei-Stunden-Marke – ein Ergebnis, das den Ford-Piloten den Weltmeistertitel eingebracht hätte.

    Doch im weiteren Verlauf des Rennens zeigte das Ferrari-Duo seine stärke erneut und begann bis zur Halbzeit zusammen mit der Startnummer 51 den Ford zu jagen. Calado und Pier Guidi belegten am Ende den zweiten Platz und sicherten sich damit die erste Fahrerweltmeisterschaft für GTE-Piloten. Den Sieg in der LMGTE-Pro ging an Bird und Rigon.

    Die beiden GT-Porsche schien in der Hitze von Bahrain hart am Limit zu kämpfen. Das endgültige Schicksal des Teams schien sich jedoch durch den Ausfall der #92 nach dem Kontakt mit einem Toyota LMP1-Auto abzuzeichnen. Die #91 von Lietz und Makowiecki belegte am Ende nur den vierten Platz und sicherte sich damit den Vize-Titel in der Weltmeisterschaft.

    Ein weiterer Titelkampf, der sich auf die Zielgerade verlagerte, war in LMP2 zu sehen. Bruno Senna und Julien Canal hatten den Kampf um die Fahrermeisterschaft mit vier Punkten Vorsprung in die Endrunde geführt. Um die Chance zu wahren, mussten die beiden Rebellion-Piloten jedoch einen Sieg gegen die #38 von Jackie Chan DC Racing erringen, war in einem Herzschlagfinale gelang.

    Die #25 von CEFC Manor TRS Racing übernahm nach einem starken ersten Stint überraschend die Führung im Rennen. Doch die #31 und #13 von Vaillante Rebellion sowie der Wagen 38 von Jackie Chan DC Racing waren waren dem Führungsfahrzeug dicht auf den Versen. Die Schlacht um den LMP2 war auf des Messers Schneide und ging bis in die letzten Stunden. Kurz vor Schluss hatte die Startnummer 31 einen 45-Sekunden-Vorteil gegenüber dem Trio der 38 herausgefahren, kämpfte jedoch mit einem völligen Verlust der Servolenkung. Am Ende überquerte der Brasilianer mit einem extrem schwer zu fahrenden Auto die Ziellinie knapp vor dem Briten Oliver Jarvis und holte mit seinen Teamkollegen den Titel in der LMP2.

    Sieg und Titelverteidigung in der LMGTE-Am gingen an den Aston Martin #98 von Paul Dalla Lana, Mathias Lauda und Pedro Lamy. Nach vier Jahren des Versuchs, konnte sich das Trio endlich den Titel sichern. Dalla Lana, Lamy und Lauda holten sich zudem den Rennsieg mit nur zwei Sekunden Vorsprung auf den Ferrari von Clearwater Racing (Griffin/Mok/Sawa).

    Bilder © Endurance Archive / Ton Kerdijk

  • Ferrari und Porsche auf Pole beim Saisonfinale

    Ferrari und Porsche auf Pole beim Saisonfinale

    Der Porsche 919 Hybrid von André Lotterer, Neel Jani und Nick Tandy eroberte am Freitagabend die Pole-Position für das letzte Rennen des Jahres. In der LMGTE-Pro ging die Pole an den AF Corse #71 von Davide Rigon und Sam Bird. In der LMP2 schlug Signatech Alpine die Mannschaft von Jackie Chan DC Racing und Vallainte Rebellion, während Paul Dalla Lana’s #98 Aston Martin V8 Vantage die Pole-Position in der LMGTE-Am sicherte.

    Das Qualifying am Freitag begann mit den LMGTE-Fahrzeugen, die vor dem Hintergrund der sanften Dämmerung auf die Strecke fuhren. Da die Reifen auf dem sandigen und heißen Bahrain International Circuit bei maximalem Verschleiß gefahren wurden, mussten die Fahrer gleich beim ersten Versuch eine schnelle Runde fahren. Und genau das tat auch Ferrari-Pilot Davide Rigon, indem er auf seiner einzigen fliegenden Runde die Zeit von 1:56.021 in den Asphalt brannte. Rigons Teamkollege, Sam Bird, konnte bei seinem einzigen Versuch mit 1:56.046 die Zeit seines Teamkollegen bestätigen und die Pole zum vierten Mal in dieser Saison sichern.

    Zweiter wurde die Crew von Aston Martin Racing mit Darren Turner und Johnny Adam im Vantage V8, gefolgt von den Ford-Piloten Andy Priaulx und Harry Tincknell. Porsche hatte anscheinend Probleme mit dem Setup und schaffte im 20-minütigen Qualifying nur die Plätze sechs (#91) und sieben (#92).

    Bei den LMP2-Fahrzeugen sicherte sich Signatech Alpine die Pole-Position.

    In der kleinsten Klasse ging die Pole zum siebten Mal in dieser Saison an die #98 von Dalla Lana/Lamy/Lauda und baute damit die Führung in der LMGTE-Am Fahrerwertung auf elf Punkte aus. Startplatz zwei in der Am-Startaufstellung ist der Clearwater Racing Ferrari. Der Dempsey-Proton Racing Porsche muss morgen gewinnen und hoffen, dass der Aston Martin maximal als vierter ins Ziel kommt, um eine Chance die auf Meisterschaft zu waren.

    Die LMP1-Pole ging an den Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer eins von Neel Jani, André Lotterer und Nick Tandy. Die #7 von Toyota Gazoo Racing belegte den zweiten Startplatz und war nur zwei Zehntelsekunden langsamer als der Porsche. In der LMP2 nahm die #36 von Signatech Alpine ihre dritte Pole der Saison ein und verwies die beiden Meisterschaftsanwärter #38 (Jackie Chan DC Racing) und #31 (Vaillante Rebellion) auf die hinteren Ränge.

    Bilder: Endurance Archive

  • Spannendes Finale im Kampf um den LMGTE-Fahrertitel

    Spannendes Finale im Kampf um den LMGTE-Fahrertitel

    Am kommenden Samstag erreicht der Kampf um die allerersten Weltmeisterschaft in der LMGTE-Klasse seinen Höhepunkt. Rein rechnerisch haben noch vier Fahrerpaarungen eine reale Chance sich mit dem Fahrertitel in den Geschichtsbüchern zu verewigen.

    Die AF Corse-Piloten James Casado und Alessandro Per Guidi sind mit den besten Chancen in die Wüste von Bahrain gereist. Doch der Vorsprung auf das Porsche-Duo um Richard Lietz und Fred Makowiecki ist denkbar knapp. Beide Fahrer sind nur zwei Punkte hinter den Tabellenführern. Doch auch Ford ist nicht weit vom möglichen Titel entfernt, denn nur 7,5 Punkte trennen Andy Priaulx und Harry Tincknell vom Porsche. Auch für den zweiten Ferrari besteht noch der Hauch einer Chance.

    Das Saisonfinale verspricht zu einem wahren Schlagabtausch zu werden, denn theoretisch ist die WM für alle drei Teams zum greifen nahe. Das Zünglein an der Wage wird der Zusatzpunkt für die Pole-Position im Qualifying sein. Ein Beispiel: Wenn der Ford #67 es nicht auf die Pole-Position schafft, benötigt das Team einen Sieg im Rennen und die Hoffnung, dass der Ferrari es nicht auf den zweiten Platz schafft, um den Titel zu holen.

    Das Qualifying startet heute, um 15:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Das Rennen folgt dann am Samstag ab 14 Uhr. Wer vorab einen genauen Blick auf die Punktetabellen werfen möchte, kann das hier tun.

    Via: Ford Bahrain Preview
    Bild: Endurance Archive

  • Sieg für Toyota bei den 6h Shanghai

    Sieg für Toyota bei den 6h Shanghai

    In einem spannenden Rennen konnte sich der Toyota mit der Startnummer acht in China gegen die beiden Werksporsche durchsetzen. Für den Autobauer aus Stuttgart gab es dennoch Grund zum Feiern. Dank dem zweiten und dritten Platz bei den 6 Stunden von Shanghai sicherte sich Porsche vorzeitig die Fahrer- und Hersteller-WM in der LMP1-Klasse.

    Bei den LMGTE-Pro Fahrzeugen kämpfte ebenfalls ein Porsche lange Zeit um den Sieg. Doch am Ende reichte es nicht zum ersten Platz bei der Mannschaft mit der #91. Diese Position ging an den Ford #67. Position drei erkämpfte sich der Ferrari #51, welcher ebenfalls vorzeitig den Hersteller-WM-Titel einfahren konnte.

    Einen grandiosen Start-Ziel-Sieg lieferte Rebellion Racing in der LMP2 ab. Trotz starker Manöver von SIgnatech Alpine behielten die Schweizer im Rennen einen kühlen Kopf und verwandelten die Poleposition in einen ersten Platz. Ein weiteres Porsche-Podium gab es in der kleinsten WEC-Kategorie zu verzeichnen. Die #86 von Gulf Racing und die #77 von Dempsey-Proton Racing landeten knapp hinter dem Aston Martin #98 auf den Rängen zwei und drei.

    Nervenkitzel bis zum Schluss

    Nicht nur in den beiden Top-Kategorien der WEC lieferten sich die Teams harte Rad-an-Rad-Duelle, auch in den Klassen LMP2 und LMGTE-Am schenkten sich die Kontrahenten nichts.

    Toyota ging von der Pole ins Rennen und musste sich gleich auf den ersten Metern gegen den ersten Porsche 919 Hybrid verteidigen. Der Prototyp aus Stuttgart schloss schnell auf und kämpfe lange Zeit um die Führung. Doch Toyota ließ nicht locker und es entbrannte ein heißes Duell mit regem Positionswechsel an der Spitze.

    In der LMP2-Klasse sorgte G-Drive Racing im Rennverlauf für angespannte Gesichter. Während der Rebellion mit dem Boliden von Signatech Alpine um Position eins Kämpfte, kam es zur Berührung mit dem Prototyp des russischen Teams. Dieser war ebenfalls auf dem Weg durch Kurve eins und zerstörte um ein Haar die Siegeschancen von Rebellion.

    Während sich G-Drive aus dem Kiesbett befreien konnte, hatte der Spirit of Race-Ferrari (#54) weniger Glück. Dieser kollidierte im Rennen so stark mit der Streckenbegrenzung, dass er aus eigener Kraft nicht mehr zurück ins Rennen fand. Die Rennleitung rief die erste Full-Course-Yellow (FCY) Phase des Rennens aus, um eine sichere Bergung zu ermöglichen.

    Zerstörte Podiumshoffnungen in LMP2 und LMGTE-Pro

    Der Kampf um die Spitze der LMGTE-Pro war über lange Distanz ein Dreikampf zwischen dem Porsche #91, #92 und dem Ford #67. Fast ohne Pause fuhren die Piloten Angriffe gegeneinander, um irgendwie vorbeizukommen. Zum Glück für Ford hatte der Porsche #92 mit technischen Problemen zu kämpfen und landete schließlich im Kiesbett, was dessen Podiumshoffnungen zerstörte.

    Ebenfalls ohne Zuversicht war die Mannschaft von Jackie Chan DC Racing in der LMP2. Diese lag vor Rennbeginn an der Tabellenspitze und hätte mit einem Podium vorzeitig den Meistertitel in der Klasse gesichert. Doch eine Kollision in Kurve eins machte alle Chancen auf den Erfolg beim Heimrennen zunichte.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Doppelsieg für Toyota beim regengetränkten Heimrennen

    Doppelsieg für Toyota beim regengetränkten Heimrennen

    Trotz mehrfacher Unterbrechung durch Regen und Nebel, blieb Toyota Gazoo Racing zielsicher und fuhr bei den 6 Stunden von Fuji einen Doppelsieg ein. Der Sieg ging an Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Anthony Davidson im TS050 Hybrid mit der Startnummer acht, vor Mike Conway, Kamui Kobayashi und José-Maria López in der #7.

    Noch vor dem Start beschloss Rennleiter Eduardo Freitas die Fahrzeuge hinter hinter dem Safety Car auf die Strecke zu schicken. Es war die richtige Entscheidung. Regelmäßig schien sich das Wetter zu bessern, doch fünf mal kam der Regen zurück und das Safety-Car musste erneut auf die Strecke. Hinzu kamen zahlreiche Full-Course-Yellow-Phase, welche durch den dichten Nebel notwendig wurden und die sechs Stunden zu einer echten Herausforderung machten.

    Die beiden Toyota startete eindrucksvoll, als das Rennen endlich freigegeben wurde. Unter den feuchten Bedingungen genossen die japanischen Prototypen einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den zwei Porsche 919 Hybrid. Eine rote Flagge, zahlreiche Safety-Car-Phasen und schwierige Wetterbedingungen mit nur wenigen Meter Sichtweite kosteten die Toyotas jedoch immer wieder den Vorsprung.

    „Unser Ziel vor diesem Wochenende war ein Doppelsieg und ich bin sehr froh, dass wir den Worten auch Taten folgen lassen konnten“, sagte Kazuki Nakajima nach dem Ende des Rennens. „Es ist ein großartiges Ergebnis für das gesamte Team und ich bin sehr zufrieden. Ich denke, wir haben den Sieg verdient,denn wir hatten trotz nasser Bedingungen ein gutes Tempo.“

    Während der roten Flagge kam der Nebel wieder zum Vorschein und am Ende verlieb nur noch eine Stunde bis zum regulären Rennende. Trotz der Bemühungen durch die Organisatoren, das Rennen vor dem Ende der geplanten sechs Stunden wieder in Gang zu setzen, fegte eine weitere Nebelwelle über die Rennstrecke. Mit 14 Minuten auf der Uhr verbleibend, wurde das Rennen während der Rot-Phase beendet. Da alle Autos die 75% der Renndistanz knapp absolviert hatten, konnten die vollen Punkte vergeben werden.

    In der LMGTE-Pro ging es dramatischer zu. Der Meisterschaftsführende Ford GT mit der Startnummer #67 hatte trotz guter Voraussetzungen schwer zu kämpfen. Nach der ersten Stunde lag das Duo Prilaux und Tincknell auf Position zwei. Doch der Brite erhielt eine 60-Sekunden-Stop/Go-Strafe, da er während der roten Ampel die Boxenausfahrt verließ.

    Später berührte Priaulx einem der Porsche 911 RSRs und verlor kurz darauf in der ersten Kurve die Kontrolle über seinen Ford. Der Wagen landete nach dem Kontakt mit mehreren Hindernissen in der Streckenbegrenzung. Die Mechaniker des Ford Chip Ganassi Team UK schafften es, das Auto bis zum Ende des Rennens zu reparieren, aber die fehlenden Punkte bringen das Duo im Kampf um die erste FIA GT World Endurance Drivers Championship teuer zu stehen.

    Gewonnen hat das Rennen der AF Corse Ferrari von James Calado und Alessandro Per Guidi, der kurz vor der zweiten roten Flagge den Porsche 911 RSR von Makowiecki/Lietz überholte. Mit dem dritten Saisonsieg steigt das Ferrari-Paar an die Spitze der GTE-Fahrerwertung auf.

    Der Sieg in LMP2-Klasse ging an die #31 von Vaillante Rebellion. Auch der Signatech Alpine war zeitweise im Rennen um den Sieg, doch Nicolas Lapierre, Gustavo Menezes und Andre Negrao mussten sich am Ende mit dem zweiten Podestplatz begnügen. Dritter wurde die #38 von Jackie Chan DC Racing mit Ho-Ping Tung, Oliver Jarvis und Thomas Laurent hinter dem Steuer.

    In LMGTE-Am holten Thomas Flohr, Francesco Castellaci und Miguel Molina ihren ersten Saisonsieg für die Nummer 54 des Spirit of Race-Teams. Der #61 von Clearwater Racing Ferrari belegte den zweiten Platz, während die #77 (Dempsey-Proton Racing) das Podium mit Position drei komplettierte.

    Bilder © FIA WEC / ADRENALMEDIA.COM – Marcel Langer / Marius Hecker

  • FIA bestätigt WEC Super Saison

    FIA bestätigt WEC Super Saison

    Der FIA WEC steht in der kommenden Saison vor der wohl größten Herausforderung seit der Gründung im Jahr 2012. Durch den Rückzug von Porsche in die Ecke gedrängt, hat der ACO einen radikal neuen Kalender zusammengestellt, der die Welt des Langstrecken-Sports auf den Kopf stellt. Gestern wurde dieser vom FIA World Motor Sport Council offiziell ratifiziert und damit der Weg für die Super Season 2018/19 freigemacht.

    Die Super Saison 2018/19 umfasst ein ganzes Kalenderjahr und reicht bis in Jahr 2019. Das Finale wird erstmals in Le Mans ausgetragen. Ergänzt wird das ganze um eine Rückkehr zum Sebring International Raceway für die 1500 Meilen von Sebring. Diese werden am selben Wochenende wie die berühmten 12 Stunden von Sebring ausgetragen, welche Teil der IMSA WeatherTech Sportscar Championship sind. Silverstone kehrt auch wieder in den WEC-Kalender zurück, nachdem er anfänglich ausgelassen wurde und rutscht in den August.

    Die 6 Stunden von Spa-Francorchamps 5. Mai 2018
    Die 24 Stunden von Le Mans 16-17. Juni 2018
    Die 6 Stunden von Silverstone 19. August 2018
    Die 6 Stunden von Fuji 21. Oktober 2018
    Die 6 Stunden von Shanghai 18. November 2018
    Die 1500 Miles von Sebring 16-17. März 2019
    Die 6 Stunden von Spa-Francorchamps 4. Mai 2019
    Die 24 Stunden von Le Mans 15-16. Juni 2019

     

    Das oberste Komitee der FIA genehmigte auch eine Reihe von Änderungen an den technischen Vorschriften, darunter die „Eingliederung von LMP1 Nicht-Hybrid-Fahrzeugen in eine Wertung mit dem LMP1 Hybrid-Fahrzeug“ und eine Leistungsangleichung zwischen Nicht-Hybriden und Hybriden in LMP1.

    Aktuell gibt es noch keine Hersteller oder Privatteams, die sich offiziell für die Saison 2018/19 verpflichten haben und lediglich mehrere Programme in Vorbereitung. Es bleibt abzuwarten, ob die neue FIA WEC Super Saison die Top-Kategorie des Prototypen-Rennsports retten oder brechen wird.

    Bild: Endurance Archive

  • Der Kampf um den GTE-Weltmeistertitel spitzt sich zu

    Der Kampf um den GTE-Weltmeistertitel spitzt sich zu

    Die sechs Stunden vom Circuit of the Americas erwiesen sich als Wendepunkt der ersten LMGTE-Weltmeisterschaft. Die Piloten vom Ford Chip Ganassi Team UK, Andy Priaulx und Harry Tincknell, führen die WM-Wertung mit 102 Punkten an. Doch die Führung aus der ersten Jahreshälfte ist auf nur sechs Punkte geschrumpft.

    Den beiden Briten folgt die beständige, aber bislang sieglose Mannschaft #91 des Porsche GT Teams mit Richard Lietz und Fred Makowiecki. Nur einen halben Punkt Rückstand hat hingegen Davide Rigon von AF Corse, welcher seinem regulären Teamkollegen Sam Bird nur einen halben Punkt voraus ist. Der Vorteil auf Bird ist darin begründet, dass der Brite den Nürburging-Lauf verpasste, um in der Formel E anzutreten.

    Die Kämpfe auf der Rennstrecke werden sich intensivieren, wenn die Serie zu den letzten drei Runden in Fuji (15. Oktober), Shanghai (5. November) und Bahrain (18. November) startet. Jeder der Kurse spielt die verschiedenen Stärken der einzelnen GTE Pro-Maschinen aus. In der vergangenen Saison haben die aktuellen Tabellenführer Andy Priaulx und Harry Tincknell die Siege in Fuji und Shanghai eingefahren. Mit einer Wiederholung dieser Erfolge könnten die beiden Fahrer zum ersten Mal in Folge den Titel gewinnen.

    Etwas klarer ist der Kampf um die Herstellerwertung. Ferrari hat einen Vorsprung von 40 Punkten auf Ford, welche wiederum einen knappen Vorsprung von einem Punkt vor dem Aston-Martin-Team haben. Porsche liegt nur 11 Punkte dahinter auf Rang vier. Eine vollständige Auflistung der aktuellen Ranglisten findet Ihr hier.

    Bilder: Endurance Archive

  • Hart erkämpfter Sieg für Porsche in Texas

    Hart erkämpfter Sieg für Porsche in Texas

    Das Porsche-Trio um Earl Bamber, Timo Bernhard und Brendon Hartley konnte die 6 Stunden vom Circuit of the Americas für sich entscheiden. In der texanischen Hitze lieferte sich die Werksmannschaft einen harten Kampf gegen die beiden Toyota TS050 über die komplette Renndistanz.

    Dicht gefolgt auf Rang zwei platzierte sich das Schwesterfahrzeug von Nick Tandy, André Lotterer und Neel Jani mit weniger als einer halben Sekunde Rückstand auf den Sieger. Das Ergebnis erzählt jedoch nur die halbe Geschichte, denn in der Schlussphase hatte die Startnummer eins die Führung an der Spitze abgegeben, um die Hoffnungen des zweiten Porsche auf den WM-Titel zu wahren. Es war ein umstrittenes und unnötiges Ende eines fast sechsstündigen Kampfes gegen die beiden Toyota.

    Nach einer atemberaubenden Runde von Nick Tandy hatte sich das Porsche-Trio mit der #1 die Pole-Position gesichert und schien auf dem Circuit of the Americas uneinholbar zu sein. Doch ähnlich wie auf dem Nürburgring, entschied Porsche mittels Teamorder, dass Tandy, Lotterer und Jani den Sieg abgeben müssen.

    Toyota versuchte sich während des Rennens mit einer anderen andere Strategie. Während Porsche jeweils einzelne Stints fuhr, trotze die japanische Mannschaft der Hitze und fuhr auf ihren Slicks Doppel-Stints. Die TS050 waren schnell genug, um mit der gewonnenen Zeit wieder um den Sieg kämpfen zu können. Doch letztendlich hatten die beiden Porsche LMP1-Boliden das bessere Renntempo und Toyota verpasste den Sieg nur knapp.

    Ein weiteres spannendes Rennen um den WM-Titel lieferte der AF Corse Ferrari #71 ab. Die Italiener gingen von Pole-Position an den Start und gingen früh in Führung. Sowohl die #71, als auch die #51 von Allesandro Per Guidi und James Calado konnten sich nach der ersten Runde absetzten und kämpften lange Zeit um die Spitzenposition. Die Ferraris fühlten sich in der texanischen Hitze wie zu Hause und auch die beiden Porsche 911 RSRs schienen sich gut an die Bedingungen anzupassen.

    Die #71 behielt schließlich die Oberhand und führte das Feld mit gut einer Minute Vorsprung an, als sein Rennen früh unterbrochen wurde. Ein Reifenschaden jedoch machte fast alle Hoffnungen auf den Sieg zunichte. Das Team reagierte schnell und konnte den Vorsprung auf den Porsche #92 von Michael Christensen und Kévin Estre wahren, der wenige Runden zuvor das Schwesterauto #51 überholt hatte. Calado und Per Guidi ließen sich nicht beirren und fuhren ihren  zweiten Saisonsieg ein. Damit schrumpft die Lücke auf die Meisterschaftsführenden Ford-Piloten Andy Priaulx und Harry Tincknell, welche selbst nur den siebten Platz belegen.

    In der LMP2 ging der Sieg zum ersten Mal in dieser Saison an Signatech-Alpine. Danke einer fehlerfreien Vorstellung sicherten sich Nicolas Lapierre, André Negrão und Gustavo Menezes einen komfortablen ersten Platz. Die LMP2-Konkurrenten litten alle unter der sengenden Hitze und taten sich schwer die Franzosen anzugreifen. Auf dem zweiten Platz in der Klasse landete schließlich das Vaillante Rebellion-Team mit der #13. Abgerundet wurde die Top Drei durch das Schwesterauto von Julien Canal, Nicolas Prost und Bruno Senna.

    Der LMGTE-Am Sieg ging an die #98 von Aston Martin Racing. Nach einem harten Kampf mit der #54 von Spirit of Race dem Ferrari von Clearwater Racing setzte sich die britische Mannschaft durch und verwies die beiden Kontrahenten auf die Ränge zwei und drei. Der Gulf Racing Porsche erlitt zur Hälfte des Rennens ein Bremsproblem und verursachte die einzigste Safety Car-Phase des Rennens.

    Bilder © FIA WEC / ADRENALMEDIA.COM – Marcel Langer / Marius Hecker

  • Porsche mit deutlichem Sieg bei den 6h Mexiko

    Porsche mit deutlichem Sieg bei den 6h Mexiko

    Der Porsche #2 von Brendon Hartley, Earl Bamber und Timo Bernhard sicherte sich beim fünften Saisonrennen der FIA WEC den dritten Sieg in Folge. Damit baut das Team seinen Vorsprung in der Fahrer- und Hersteller-WM weiter deutlich aus.

    Die Höhenlage in Mexiko spielte Porsche in die Karten. Im Gegensatz zu den beiden Toyota TS050s kamen die 919 Hybrid bestens mit den veränderten Bedingungen zurecht und konnten Ihr Potential voll ausreizen. “Das war ein unglaubliches Wochenende für Porsche”, sagt Brendon Hartley nach dem Rennen. “Wir waren von der ersten Session an sehr schnell und auch im Rennen war unser Wagen einfach grandios. So einen Vorsprung auf die beiden Toyota hätten wir nicht erwartet.”

    Das Rennen schien bereits entschieden, doch Sturmwolken zogen in den finalen Stunden auf und stellten alle Strategien in Frage. Doch glücklicherweise hielt das Wetter stand und Porsche sicherte sich ein weiteres Doppelpodium vor den beiden Toyota auf den Plätzen drei und vier.

    In der LMGTE-Pro lieferten sich der Ferrari #71 und der Aston Martin #95 ein Duell der Spitzenklasse. Mit gerade einmal zehn Sekunden Abstand zwischen beiden Fahrzeugen überquerten die Teams nach sechs Stunden Renndistanz die Ziellinie. Der Kampf spitze sich ein weiteres Mal zu, als Nicki Thiim in der letzten halben Stunde des Rennens zur Jagd auf Davide Rigon ansetzte.

    Die #71 konnte ihren Vorteil während der Schlussphase des Rennens beibehalten und es sah alles danach aus, dass die Ferrari-Mannschaft die 6-Stunden-Schlacht für sich entscheiden würde. Allerdings bekam das Fahrerduo nach einer Regelwidrigkeit unter Full Course Yellow eine Zeitstrafe von 10 Sekunden auferlegt. Da Nicki Thiim dem Ferrari-Team mit einem Abstand von zwei Sekunden folgte, verloren die Italiener ihren Sieg an die Aston Martin-Mannschaft #95. Rang drei sicherte sich das Duo im Porsche 911 RSR #91.

    Die LMP2-Klasse sorgte einmal mehr für atemraubenden Motorsport. Mit dem Vaillante Rebellion #31, Signatech Alpine #36 und CEFC Manor TRS Racing #22 ereignete sich ein spannender Dreikampf um die Spitze. Bruno Senna, Nicolas Prost und Julien Canal konnten das Rennen für eine beachtliche Zeit anführen und schließlich vor Konkurrent Ben Hanley im CEFC Manor TRS Racing-Auto den Sieg einfahren.

    Ein starker Stint von Jean-Eric Vergne verschaffte der Manor-Mannschaft eine gute Ausgangslage für die letzte Rennhälfte. Doch ein Dreher seines Teamkollegen Ben Hanley zerstörte alle Chancen auf den Triumph und sorgte dafür, dass ihn noch Nicolas Lapierre im Signatech Alpine #36 überholen konnte.

    Matteo Cariolo, Marvin Dienst und Christian Ried sicherten sich in ihrem Porsche 911 RSR den Sieg in der LMGTE-Am Klasse – ihren zweiten in Folge. Rang zwei ging an das Aston Martin-Trio Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda, während Mike Wainwright, Ben Barker und Nick Foster mit Platz drei ihr erstes Saisonpodium feierten.

    Bilder © FIA WEC / ADRENALMEDIA.COM – Marcel Langer / Marius Hecker