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  • Ferrari und Porsche dominieren das Qualifying

    Ferrari und Porsche dominieren das Qualifying

    Nachdem im Training zunächst alles auf eine erneute Toyota-Dominanz hindeutete, legte Porsche im Qualifying nach und sicherte sich die Pole-Position für das morgige Rennen. Bei den LMGTE-Fahrzeugen setzte sich Ferrari in einem Kopf-an-Kopf-Duell gegen Ford durch.

    Kurz vor dem zweiten Saisonrennen meldet sich Porsche mit einer starken Qualifikationsleitung zurück. Mit einer Rundenzeit von 1:54.097 Minuten umrundete das Fahrzeug mit der Startnummer #1 den Kurs am schnellsten und sicherte sich die Pole-Position. Die Toyota-Mannschaft schaffte es trotz schneller Rundenzeiten nicht am Porsche vorbeizukommen und platzierte sich auf den Positionen zwei und drei.

    In der LMGTE-Pro ging das Duell Ferrari gegen Ford in eine neue Runde. Bis kurz vor Schluss überboten sich die Erzrivalen im Zehntelsekundenbereich. Am Ende hatte das Ferrari-Team die Nase vorn und schnappte den beiden Ford #66 und #67 die Pole-Position weg. Die zweite Startreihe komplettiert der Ferrari #51 auf Position vier.

    Bei den LMP2-Boliden sorgte Manor frühzeitig für eine rote Flagge und verspielte alle Chancen auf einen guten Startplatz. Nachdem die Strecke wieder freigegeben war, füllte G-Drive die Spitzenposition aus und sicherte sich am Ende den ersten Platz vor den beiden Fahrzeugen von Signatech-Alpine.

    Die LMGTE-Am-Kategorie bot ebenfalls ein spannendes Duell um den begehrten Startplatz. Mit einer Rundenzeit von 2:18.659 sicherte sich das Aston Martin-Trio Dalla Lana, Lamy und Lauda in der letzten Runde die Pole vor dem Dempsey-Proton Porsche (#77) und dem Spirit of Race-Ferrari (#54).

    Bilder: Endurance Archive

  • 6h Spa: Tagesbestzeit für Toyota

    6h Spa: Tagesbestzeit für Toyota

    In den Freien Trainings für die 6 Stunden von Spa beeindruckte Toyota mit starken Rundenzeiten und sicherte sich die Spitzenposition in beiden Sessions. Während Mike Conway die schnellste Rundenzeit im ersten Training zurücklegte, dominierte Kamui Kobayashi am Nachmittag.

    Für die 6 Stunden von Spa reiste Toyota erstmals in diesem Jahr mit zwei verschiedenen Downforce-Paketen an. Während die Fahrzeuge #7 und #8 mit den Bauteilen für die WEC-Rennen starteten, trat das neue Schwesterfahrzeug #9 erstmals mit der Le Mans-Konfiguration an. In Silverstone konnten die Japaner im Freien Training einen bequemen Vorsprung herausfahren. Beim zweiten Rennwochenende in Spa viel der Abstand zu Hauptkonkurrent Porsche erheblich geringer aus. Nur 0,036 Sekunden trennten die Porsche 919, welche beide mit dem Le Mans-Kit am Start waren, von der Toyota-Bestzeit im FP1.

    In der LMP2-Klasse sicherte Jean-Eric Vergne seinem Team CEFC Manor TRS Racing die schnellste Zeit. Er umrundete den Kurs in den Ardennen in nur 2:02.662 Minuten. Sein Teamkollege Vitali Petrov im Schwesterfahrzeug war nur eine halbe Sekunde langsamer und fuhr auf Rang zwei. Schnellster Konkurrent war der amtierende LMP2-Meister Signatech-Alpine. Das französische Team war eine ganze Sekunde langsamer als der beste Manor und kam nicht über den dritten Platz hinaus.

    In der LMGTE-Pro war Marco Sørensen der schnellste Mann des Tages. Im zweiten legte er eine Spitzenzeit von 2:16.458 in seinem Aston Martin zurück. Porsche-Pilot Kévin Estre folgte ihm dicht auf den Fersen, sorgte jedoch für eine rote Flagge im FP2, nachdem er am Ende der Kemmel-Geraden abflog und seinen Porsche 911 RSR stark beschädigte. Ford konnte sich gegen Erzrivale Ferrari behaupten und sicherte sich die drittschnellste Zeit des Tages.

    Nach seinem Unfall in der letzten Runde der 6 Stunden von Silverstone gab Miguel Molina im Freien Training alles, um den Verlust wiedergutzumachen. In 2:17.806 Minuten umrundete der Spanier den Traditionskurs und platzierte seinen Spirit of Race-Ferrari an der Spitze der GT-Am-Klasse. Den zweiten Rang konnte sich der Dempsey-Proton Porsche mit einer Zehntelsekunde Abstand auf den Aston Martin #98 sichern.

    Bilder: Endurance Archive

  • Die besten Beiträge aus Silverstone

    Die besten Beiträge aus Silverstone

    Das Auftaktrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017 legte den Grundstein für eine verheißungsvolle Saison. Teams, Fahrer und Fans fieberten dem Saisonauftakt in Silverstone entgegen und freuten sich über den Start des ersten Rennens. In den Sozialen-Netzwerken posteten die Protagonisten zahlreiche Emotionen und Momente rund um das Wochenende auf dem Formel-1-Kurs. Wir haben die interessantesten Beiträge zusammengetragen und möchten somit den WEC-Saisonauftakt noch einmal Revue passieren lassen.

    Bevor die Fahrer in ein Rennwochenende starten können, müssen einige Punkte auf den To-Do-Listen abgearbeitet werden. Neben Fahrerbesprechung und Presseterminen prägen sich die Piloten bei der Streckenbegehung kritische Stellen oder Neuerungen auf dem Kurs ein. Das neue Fahrertrio von G-Drive Racing stieß beim Rundgang in Silverstone auf ein altes Teammitglied. Ferrari-Pilot Sam Bird, welcher 2015 mit dem russischen Team den LMP2-Meistertitel gewann, wurde in Silverstone Teil des Selfies von Alex Lynn und seinen Teamkollegen.

    https://www.instagram.com/p/BS04LAAD1Sr/?taken-by=alexlynnracing

    Beflügelt von seinem Weltmeistertitel aus dem Vorjahr, reiste Nicki Thiim voller Vorfreude in die Heimat des britischen Motorsports. An der von Ford aufgestellten Lego-Figur versuchte der Däne die Position seiner Mannschaft klarzustellen. Doch Ford wendete das Blatt und entschied das 6-Stunden-Rennen für sich. Thiim und seine Aston-Martin-Mannschaft hatten hingegen kein Glück und beendeten den Lauf auf dem sechsten Rang.

    https://www.instagram.com/p/BS4FCX3j4b9/?taken-by=nickithiim

    Große Freude in der Box von G-Drive Racing: Gemeinsam mit seinem Team sicherte sich Roman Rusinoff die erste LMP2 Pole-Position der neuen Saison. Nach eindrucksvollen Rad-an-Rad-Kämpfen über die gesamte Distanz, hatte die Mannschaft aus Russland jedoch das Nachsehen und landete lediglich auf dem fünften Platz.

    https://www.instagram.com/p/BS6HTiqDVYZ/?taken-by=romanrusinoff

    Mehr Grund zur Freude hatte der ehemalige LMP1-Pilot Oliver Jarvis. Mit seiner neuen Mannschaft feierte der Brite bei seinem Heimrennen den ersten Saisonsieg. Auf Twitter freute sich Jarvis über die „schönste Trophäe“ die er je gewonnen hat.

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    Glückwünsche bekam Jarvis vor allem von seinem ehemaligen Audi-Teamkollegen Lucas di Grassi. Der Brasilianer, welcher in diesem Jahr nicht in der Langstrecken-WM startet, bejubelte den Erfolg seine Freundes auf Twitter.

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    Auch in der Boxengasse gab es in Silverstone viel zu bestaunen. Für große Aufmerksamkeit sorgte vor allem dieser Porsche-Mechaniker. Allein wechselte er den linken Vorderreifen des Porsche mit der Startnummer #1. Für diese Aktion hat er sich unseren Respekt auf alle Fälle verdient!

    https://www.instagram.com/p/BTEkOqOhtqr/?taken-by=fiawec_official

    Auch wenn ein Podiumsergebnis am vergangenen Wochenende ausblieb, hatte Seriendebütant Jean-Eric Vergne Freude in seinem ersten WEC-Rennen. Auf Instagram ließ der ehemalige Formel-1-Pilot verlauten, dass er sich schon sehr auf den nächsten Lauf in Spa-Francorchamps freue. Auch wir schließen uns der Meinung des Franzosen an und können den Startschuss zum kommenden Event kaum erwarten.

    https://www.instagram.com/p/BTG7fstgNCk/?taken-by=jeanericvergne

  • Rad-an-Rad-Kämpfe in Silverstone

    Rad-an-Rad-Kämpfe in Silverstone

    Auch wenn die Porsche-Mannschaft in Großbritannien keinen Sieg einfahren konnte, reisen die Stuttgarter dennoch mit einem Lächeln zurück. Das Team trat mit dem speziellen Le-Mans-Aerodynamikpaket an, welches auf dem britischen Formel-1-Kurs klar im Nachteil war und verpassten den ersten Platz nur denkbar knapp.

    „Im Qualifying konnten wir aufgrund unserer konsequenten Entscheidung für das Low-Downforce-Aerodynamikpaket erwartungsgemäß nicht mithalten. Darum ist die Freude über die Plätze zwei und drei mit einem so minimalen Rückstand auf den Gewinner umso größer“, so Fritz Enzinger (Porsche LMP1-Leiter) nach dem Rennen.

    Unter den Umständen des speziellen Aerodynamikpaketes von Porsche, konnten Buemi, Davidson und Nakajima in ihrem Toyota TS050 das Rennen dominieren. Das erfahrenste Trio der japanischen Mannschaft sicherte sich den Sieg mit einem Vorsprung von sechs Sekunden. Ohne das Safety-Car, welches durch den heftigen Unfall ihres Teamkollegen José María Lopez auf die Strecke geschickt wurde, wäre der Sieg noch markanter gewesen.

    Die Kommentare aus der Toyota-Box lassen vermuten, dass die Japaner tatsächlich etwas erstaunt über die Leistung des Porsche 919 Hybrid waren. „Das Rennen war um einiges schwieriger als wir gedacht haben“, sagte Rennsieger Kazuki Nakajima nach seinem Triumph. „Wir hatten etwas Pech mit dem Safety-Car und hatten Schwierigkeiten mit dem Regen. Ich war sehr zufrieden mit dem Auto doch Porsche hat es uns nicht gerade leichtgemacht.“

    Wie bei allen Langstreckenrennen liegt die Geschwindigkeit eines Autos und seiner Fahrer in der durchschnittlichen Rundenzeit eines Stints. Die ist der Punkt wo Porsche in Spa-Francorchamps sowie in Le Mans einen Vorteil haben könnte. Die schnellste Runde des Rennens, wurde von Toyota-Pilot Mike Conway aufgestellt  und war lediglich eine Sekunde schneller als die schnellste Porsche-Zeit. Im Durchschnitt waren die Porsche-Piloten jedoch nur eine halbe Sekunde langsamer als die Rennsieger.

    Was bedeutet das für Le Mans? In Bezug auf die Strecke in Silverstone, nicht viel. Der zweite Saisonlauf in Spa-Francorchamps wird uns ein genaueres Bild für das anstehende 24-Stunden-Rennen in Le Mans geben. Allerdings werden die LMP1-Hersteller auch in Belgien versuchen, ihre Karten nicht komplett aufzudecken. Toyota wird in Spa nicht nur mit dem angepassten Aerodynamikpaket starten, sondern auch mit einem dritten Fahrzeug, welches durch Stéphane Sarrazin, Nicolas Lapierre und Yuji Kunimoto pilotiert wird.

    Bilder: Endurance Archive

  • Toyota gewinnt Saisonauftakt in Silverstone

    In einem Herzschlagfinale zwischen Porsche und Toyota gelang es Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima am Ende der 6 Stunden von Silverstone ganz oben zu stehen. Die Porsche-Piloten Brendon Hartley, Earl Bamber und Timo Bernhard beendeten das erste Rennen der Saison 2017 auf den zweiten Rang. Das Schwesterauto rund um die Le-Mans-Sieger Andre Lotterer, Nick Tandy und Neel Jani sicherten sich Platz drei.

    Andy Priaulx, Pipo Derani und Harry Tincknell konnten den harten Podestkampf in der LMGTE-Pro Klasse für sich entscheiden. Hinter dem Ford-Trio #67 landeten Alessandro Pier Guidi und James Calado im Ferrari 488 GTE der AF Corse Mannschaft. Rang drei sicherten sich Richard Lietz und Frédéric Makowiecki im neuentwickelten Porsche 911 RSR mit der Startnummer #91. Der beste Aston Martin landete auf Platz fünf.

    In der LMP2-Klasse waren es Ho-Pin Tung, Oliver Jarvis und Thomas Laurent von Jackie Chan DC Racing, die sich den Klassensieg sichern konnten. Wenige Sekunden hinter dem Fahrertrio überquerten die Vaillante Rebellion Piloten Nicolas Prost, Bruno Senna und Julien Canal die Ziellinie auf dem zweiten Rang. Neueinsteiger TDS Racing komplettierte die Top-3 der LMP2-Klasse im ersten Saisonrennen 2017.

    Clearwater Racing krönte das WEC-Debütrennen des Teams mit einem Sieg in der LMGTE-Am Klasse. Die Ferrari-Mannschaft rund um Weng Sun Mok, Keita Sawa und Matthew Griffin landete knapp vor dem eingespielten Aston-Martin-Trio Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda. Die Rookie-Piloten Matteo Cairoli und Marvin Dienst sicherten sich gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Christian Ried den dritten Platz im Porsche 911 RSR.

    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff / Ton Kerdijk

  • 6h Silverstone: Aktueller Zwischenstand

    6h Silverstone: Aktueller Zwischenstand

    Die sechs Stunden von Silverstone sind im vollen Gange und die Spitzen der vier Fahrzeugklassen hart umkämpft. Für alle die eine schnelle Übersicht zu den Spitzenpositionen benötigen, haben wir die hier den aktuellen Zwischenstand des Rennens.

    [tabs]
    [tab title=“LMP1″ start=open]

    Team   Startnummer     Fahrzeug
    Toyota Gazoo Racing 8 Toyota TS050 – Hybrid
    Porsche LMP Team 2 Porsche 919 Hybrid
    Porsche LMP Team 1 Porsche 919 Hybrid

    [/tab]
    [tab title=“LMP2″]

    Team   Startnummer   Fahrzeug
    Jackie Chan DC Racing 38 Oreca 07
    Vaillant Rebellion 31 Oreca 07
    TDS Racing 28 Oreca 07

    [/tab]
    [tab title=“LMGTE-Pro“]

    Team   Startnummer   Fahrzeug
    Ford Chip Ganassi Team UK 67 Ford GT
    AF Corse 51 Ferrari 488 GTE
    Porsche GT Team 91 Porsche 911 RSR (2017)

    [/tab]
    [tab title=“LMGTE-Am“]

    Team   Startnummer   Fahrzeug
    Clearwater Racing 61 Ferrari 488 GTE
    Aston Martin Racing 98 Aston Martin Vantage
    Dempsey-Proton Racing 77 Porsche 911 RSR (2016)

    [/tab]
    [/tabs]

  • Ford und Toyota auf Pole in Silverstone

    Ford und Toyota auf Pole in Silverstone

    Beim Qualifying im britischen Silverstone dominierten Ford und Toyota die Sessions und konnten sich jeweils die Pole-Position in ihrer Klasse sichern. Bei den LMP2-Fahrzeugen geht G-Drive Racing vom ersten Platz ins Rennen, während Aston Martin die Spitzenposition unter den Am-Fahrzeugen für sich beansprucht.

    Mit einer Sekunde Vorsprung konnte sich das Trio Andy Priaulx, Pipo Derani und Harry Tincknell im Ford #67 den ersten Startplatz in der LMGTE-Pro Klasse sichern. Trotz starker Rundenzeiten durch das Ferrari-Duo Davide Rigon und Sam Bird reichte es für die #71 am Ende nur zur zweiten Position. Die amtierenden LMGTE-Champions Nicki Thiim und Marco Sorensen zeigten beim Heimrennen von Aston Martin ebenfalls eine gute Performance und sicherten sich einen soliden dritten Platz. Weniger erfolgreich lief das erste Qualifying des Jahres für Porsche. Beim Comeback konnten die Stuttgarter nicht mithalten und nehmen das Rennen morgen vom Ende des LMGTE-Pro Feldes auf.

    In der LMP1-Klasse knüpfte Toyota an die starken Trainingsergebnisse an und sicherte sich mit 1:36.793 die Pole-Position. Das Schwesterfahrzeug umrundete den Kurs nur 0.289 Sekunden langsamer und geht von Platz zwei ins Rennen. Porsche konnte auch im Qualifying keinen Boden gutmachen. Mit 1.2 Sekunden Abstand schaffte es die Werksmannschaft nur auf die Plätze drei und vier vor dem ByKolles-Team.

    Beim Kampf um die beste Startposition der LMP2-Klasse musste sich das Meisterteam Signatech-Alpine in einem Kopf-an-Kopf Duell der russischen G-Drive-Mannschaft geschlagen geben. Dicht dahinter konnte sich die Startnummer #38 (Jackie Chan DC Racing) den dritten Startplatz vor Rebellion Racing sichern. In der LMGTE-Am holte sich Aston Martin die Heim-Pole, gefolgt von Neueinsteiger Spirit of Race und dem Proton-Porsche #77.

    Bilder: Endurance Archive

  • Saisonvorschau 2017: LMGTE-Pro

    Saisonvorschau 2017: LMGTE-Pro

    Die nervenaufreibenden Kämpfe der LMGTE-Pro Klasse gehen 2017 in eine neue Runde. Mit der Rückkehr von Porsche gehen in dieser Saison gleich vier Werksteams mit je zwei Fahrzeugen an den Start. Hinzu kommt ein neues Balanc of Performance (BoP) System, das künftig automatisiert durch Computeralgorithmen berechnet wird und für einen gerechteren Wettkampf sorgen soll.

    Eine der wichtigsten Komponenten des vergangenen Jahres waren die Reifen. Durch den offenen Wettbewerb stellten Michelin und Dunlop den Teams unterschiedliche Mischungen bereit und ermöglichten dadurch spannende Fernduelle über die ganze Saison. Auch 2017 setzten die Mannschaften wieder auf unterschiedliche Mischungen. Während Aston Martin weiter auf Dunlop vertraut, bevorzugen Ferrari, Ford und Porsche die Slicks von Michelin.

    Erstmals wird mit der WEC-Saison 2017 ein Weltmeistertitel für GTE-Fahrzeuge vergeben. Die Hersteller und Fahrer der LMGTE-Klassen bekommen so einen neuen Anreiz, der sich auf den Titelkampf auswirkt und für noch engere Zweikämpfe sorgt.

    AF Corse

    Ferrari 488 GTE

    #51 – James Calado, Alessandro Per Guidi, (Lucas di Grassi – nur in Le Mans)
    #71 – Davide Rigon, Sam Bird, (Miguel Molina – nur in Le Mans)

    Auch im ersten Jahr der neuen GTE-Weltmeisterschaft ist das erfolgreiche Ferrari-Team AF Corse wieder am Start. Seit besehen der WEC konnte die Mannschaft aus Piacenza vier von fünf Herstellertiteln in der LMGTE-Klasse gewinnen. Neben der Weltmeisterschaft dürfte der Fokus der Italiener vor allem auf den 24 Stunden von Le Mans liegen. Nach der Niederlage gegen Erzrivale Ford haben sie ihr Fahrerkader neu aufgestellt, um in diesem Jahr zu triumphieren.

    Überraschend verkündete der langjährige Ferrari-Pilot Gianmaria Bruni seinen Wechsel zu Porsche und hinterließ damit eine große Lücke. Seinen Platz füllt in dieser Saison der bisherige Ersatzfahrer Alessandro Pier Guidi. In Le Mans verstärkt zudem der bisherige LMP1-Pilot Lucas di Grassi das Duo Calado / Guidi. Das Schwesterfahrzeug bleibt während hingegen unverändert und Davide Rigon wird zusammen mit Sam Bird ins Steuer greifen. Für das Saisonhighlight bekommt das Team ebenfalls Unterstützung aus dem Audi-Lager. Der ehemalige DTM-Pilot Miguel Molina wird für das Langstreckenrennen im Cockpit Platz nehmen.

    Ford Chip Ganassi Team UK

    Ford GT

    #66 – Stefan Mücke, Olivier Pla, Billy Johnson (selected races)
    #67 – Andy Priaulx, Harry Tincknell, Luis Felipe Derani (selected races)

    Die Rückkehr von Ford in den GT-Sport hatte im vergangenen Jahr ein Hauptziel: die 24 Stunden von Le Mans. Der neue Ford GT wurde nur gebaut um den Langstrecken-Klassiker im Jubiläumsjahr zu gewinnen. Nachdem die Amerikaner dieses Ziel auf Anhieb erreichen konnten, steht für 2017 ein neues Ziel auf dem Plan: der erste GTE-Weltmeistertitel.

    Die Teams bleiben auch in der zweiten Saison stabil. Die Kernteams für die neun Saisonrennen bleiben unverändert, um möglichst große Fortschritte in der Weiterentwicklung zu machen. Einzige Änderung bildet mit Luis Felipe Derani der dritte Pilot für Silverstone, Spa und Le Mans, welcher neu hinzustößt.

    Porsche GT Team

    Porsche 911 RSR

    #91 – Richard Lietz, Frédéric Makowiecki
    #92 – Michael Christensen, Kévin Estre

    Das Porsche Werksteam meldet sich nach einjähriger Pause als Porsche GT Team zurück in der LMGTE. Im Gepäck hat die Mannschaft den nagelneuen 911 RSR, welcher erstmals über einen Mittelmotor verfügt. Das Fahrzeug ist ein Traditionsbruch für Porsche und mag für Puristen ein Unding sein. Jedoch erlaubt der neue Wagen eine bessere Aerodynamik und eine höhere Chancengleichheit für den Fahrzeugbauer aus Stuttgart.

    Gesteuert wird der Porsche 911 RSR  von Richard Lietz und Frédéric Makowiecki in der #91 sowie Michael Christensen und Kévin Estre im Schwesterfahrzeug.

    Aston Martin Racing

    Aston Martin Vantage

    #95 – Nicky Thiim, Marco Sørensen, (Richie Stanaway – nur in ausgewählten Rennen)
    #97 – Darren Turner, Johnny Adam, (Daniel Serra – nur in ausgewählten Rennen)

    Das Jahr 2016 war für Aston Martin das bisher erfolgreichste in der WEC-Geschichte. Das Duo Nicki Thiim und Marco Sørensen konnte sich erstmals den Fahrer- und Team-Titel der LMGTE-Pro sichern. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, welchen das Werksteam 2017 fortsetzen will. Auf der Liste stehen neben dem fehlenden Herstellertitel der Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans.

    Das Erfolgsteam Thiim / Sørensen nimmt auch in der neuen Saison im Fahrzeug #95 Platz. Das Schwesterfahrzeug #97 wird pilotiert von Darren Turnern und Johnny Adam. Verstärkung bekommen beide Duos durch Richie Stanaway und den brasilianer Daniel Serra, welche bei ausgewählten Rennen wie den 24 Stunden von Le Mans mit im Cockpit sitzen werden.

  • FP2: Toyota weiterhin an der Spitze

    FP2: Toyota weiterhin an der Spitze

    Auch beim zweiten Freien Training in Silverstone konnte sich Toyota an der Spitze behaupten und die schnellste Runde der Session zurücklegen. Der Wagen mit der Startnummer acht konnte sich vor dem Schwesterfahrzeug (#7) absetzen und die beiden Porsche hinter sich lassen. Besser lief es für den Stuttgarter-Autobauer in den LMGTE-Klassen, wo man sich beide Spitzenplätze sichern konnte.

    Gleich zu Beginn der zweiten Session konnte der Toyota #8 eine spitzen Rundenzeit von 1:38:210 zurücklegen. Auch der zweite Wagen der Japaner war gut unterwegs und landete mit nur 0.234 Sekunden Abstand auf dem zweiten Rang. Porsche konnte nur schwer mit der Geschwindigkeit von Toyota mithalten und kam mit 2 Sekunden Abstand nicht über den dritten Platz hinaus.

    Schnell war auch die neue LMP2-Klasse unterwegs. Nur 6.664 Sekunden langsamer als der beste Toyota war Spitzenreiter G-Drive Racing. Signatech-Alpine konnte die Rebellion-Mannschaft auf den dritten Rang verweisen. Insgesamt rückte die neue LMP2 noch enger zusammen und sorgte für eine unvorhersehbare Session.

    In den beiden LMGTE-Kategorien hatte Porsche die Nase vorn und konnte sich mit dem Werksteam die Spitzenplatzierung in der Pro-Wertung sichern, während die Kundenmannschaft Gulf Racing UK den ersten Platz in der Am einfuhr. Weniger erfolgreich war Ferrari in der LMGTE-Pro unterwegs. Die Italiener konnten sich auch in der zweiten Session nicht steigern und fuhren weiter der Konkurrenz hinterher.

    Bilder: Endurance Archive