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  • ELMS: G-Drive gewinnt die 4 Stunden von Silverstone

    ELMS: G-Drive gewinnt die 4 Stunden von Silverstone

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    Nach einem chaotischen Start setzte sich das G-Drive Team an der Spitze fest und dominierte das Rennen mit einer unglaublichen Konstanz, was schließlich mit den Sieg belohnt wurde. In der LMP3 lieferte sich United Autosport einen erbitterten Kampf mit dem Graff Team und konnte am Ende einen Doppelsieg einfahren. JMW Motorsport gewann das Rennen in der LMGTE-Klasse.

    Das erste ELMS-Rennen des Jahres hätte chaotischer nicht starten können. Kurz nach dem der Startschuss gefallen war, setzte ein Großteil des Feldes zu gewagten Überholmanövern an und sorgte für zahlreiche Kontakte, Unfälle und Trümmerteile. Zwei LMP3-Boliden landeten in der Wand, während zwei weitere einen Ausflug ins Grüne wagte und stecken blieben. An der Spitze verlor der von Pole gestartete Thiriet by TDS durch das Chaos seine Position und wurde bis auf den sechsten Rang zurück gereicht.

    Durch geschicktes ausweichen manövrierten sich die beiden SMP-Fahrzeuge durch das Feld und übernahmen die ersten beiden Plätze. Doch der G-Drive sah ebenfalls seine Chance und zog im Windschatten der beiden BR01 nach, bis Harry Tincknell  den Führenden angreifen konnte und mit seinem G-Drive Boliden schließlich die Spitze anführte.
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    Während sich das LMP2-Feld langsam stabilisierte, ging der Kampf bei den LMP3-Fahrern erst richtig los. Eine Vielzahl von Attacken, gefolgt von Zweikämpfen am Streckenlimit durchzogen die erste Stunde des Rennens und sorgten somit für viel Spannung bei den Zuschauern.

    Nach dem sich der Oreca von Thiriet by TDS mit der sechsten Position abgefunden hatte, verlor der Wagen weiter an Stabilität und kam immer öfter von der Strecke ab. Es dauerte nicht lange bis er in Kurve 7 abflog und in der Mauer landete. Für den Polesetter war das Rennen damit vorzeitig zu Ende und die Rennleitung rief eine Full Course Yellow Phase aus um den Prototypen bergen zu können.

    Ganze 10 Minuten brauchten die Streckenposten um den Ausfall-Wagen von der Strecke zu schaffen. Als alle Trümmer geborgen waren, konnte das Rennen wieder freigegeben werden. Der G-Drive lag nach wie vor in Führung und nutzte den Restart um einen großen Teil des Feldes zu überrunden. Inspiriert von Harry Tincknells spannenden Überholmanövern, wurde das ELMS-Feld wieder chaotisch und es kam zu zahlreichen Rad an Rad Kämpfen in allen Klassen. Doch wie bereits am Anfang des Rennens, sorgte die Vielzahl an Wagen für wiederholte Fahrzeuge abseits der Strecke, Drehungen ins Kiesbett und Kollisionen mit der Streckenbegrenzung.
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    Ein Opfer der unübersichtlichen Rennphase war der Wagen Nummer 19 von Duqueine Engineering, welcher nach einem Abflug von der Strecke zu einer größeren Reparatur in die Box musste. Im Gegensatz zu den Le Mans Prototypen, beruhigte sich das LMGTE-Feld recht schnell. Der Führende Aston Martin #96 nutzte die kurze Ruhephase um seinen Wagen zum Full-Service an die Box zu bringen.

    In der LMP3 setzte die #9 vom Graff Team ein weiteres mal zum Überholen an, als sich plötzlich die Tür des Wagens öffnete. Statt an die Box zu kommen, fuhr der Pilot munter weiter und kam erst rein, als die Rennleitung ihn dazu zwang. Nach dem mehrere Teams aufgrund wiederholten verlassens der Strecke verwarnt wurden, beruhigte sich das Feld und einige Mannschaften kamen für Reifenwechsel und Fahrertausch an die Box.

    Zur Halbzeit des Rennens drehte sich Chris Hoy im Wagen #25 von Algarve Pro Racing und blieb im Kiesbett von Kurve 14 stecken. Er konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien und die Rennleitung musste eine Full Course Yellow Phase ausrufen um seinen Boliden zu bergen. Das amtierende LMP2-Meisterteam Greaves Motorsport kam kurz darauf an die Box für einen Full Service und war im Anschluss auf gutem Wege, sich einen Podiumsplatz zu sichern. Doch die Rennleitung stellte einen Regelverstoß während des Boxenstopps fest und verhängte eine Durchfahrts-Strafe über den Wagen mit der Startnummer #41.
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    In der LMGTE-Klasse übernahm nach langer Aston Martin Dominanz das JMW-Team die Führung. Der Ferrari 458 Italia konnte mit jeder Runde seinen Abstand zu den beiden Aston Martin auf zwei (#99) und drei (#96) vergrößern und lieferte ein beeindruckenden Stint ab.

    Anders sah das Bild nach wie vor in der LMP3 aus. Hier duellierten sich die beiden United Autosport Fahrzeuge mit dem Prototypen vom Graff Team um Position eins. Die Piloten ließen keine Chance ungenutzt um sich gegenseitig das Rennen schwer zu machen. Auch in den letzten Stunden folgten viele Angriffe und Fahrten abseits der Strecke. Erst nach einer guten Stunde mit zahlreichen Positionskämpfen, konnte sich das Graff Team von den Verfolgern absetzten.

    Mit Beginn der letzten Stunde kippte das Wetter und langsam aber sicher kehrte der Regen zurück auf die Strecke. Während Anfangs nur einzelne Tropfen die Scheiben trafen, wurde es mit der Zeit zunehmend stärker. Die Teams blieben jedoch eisern und zögerten die Wechsel zu den Regenreifen weitestgehend hinaus.
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    Gegen Ende des Rennens kam die #41 von Greaves nach längerem Aufenthalt wieder aus der Box. Kurz darauf kam es zu einem Zwischenfall beim LMP3-Fahrzeug Nummer 11 von Euro International. Beim Wechsel der Reifen wurde ein Teil der Verkleidung beschädigt und hing wenige Meter nach der Boxen-Ausfahrt vom Wagen herunter. Aus Sicherheitsgründen beschloss die Rennleitung den Wagen umgehend zur Box zurück zu rufen.

    Die letzte Full Course Yellow Phase wurde kurz vor Rennende ausgerufen. Das Fahrzeug Nummer 29 von Pegasus Racing verlor auf der langen Geraden ein Rad samt Felge und ließ diesen aufrecht stehend auf der Strecke zurück. Nach Bergung von Reifen und Wagen konnte das Rennen für die letzten 15 Minuten noch mal freigegeben werden.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk / James Clarke)

  • Audi holt sich die Pole in Silverstone

    Audi holt sich die Pole in Silverstone

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    Die erste Qualifying-Session des Jahres konnte das Audi Sport Team Joest für sich entscheiden. In der LMP2 dominierte G-Drive Racing mit seinem Oreca 05, während Ferrari seine Nummer 71 in der LMGTE-Pro an der Spitze platzierte. Bei den GT-Am Wagen holte sich Proton Racing den ersten Startplatz.

    In der LMP1-Klasse lieferten sich Audi und Porsche ein rasantes Duell im Kampf um die Spitze. Nach dem Porsche in den freien Trainings den Ton angab, holte Audi zum Qualifying hin auf und bot den Stuttgartern die Stirn. Gleich zu Beginn der Session legten beide Teams los und übertrafen sich mit jeder neuen Runde gegenseitig. Am Ende waren Fässler und Lotterer im Wagen Nummer 7 am schnellsten und konnten sich die Poleposition vor dem Schwesterwagen mit der #8 sichern.

    Der amtierende Weltmeister Porsche hatte es zum Ende der Session immer schwerer, sich gegen die beiden Toyota durchzusetzen und fuhr auf die Startplätze 3 (#1) und 4 (#2). Die Japaner gehen von den Positionen 5 (#6) und 6 (#5) ins Rennen. Bei den LMP1-Privatfahrzeugen platzierte sich ByKolles in vorderster Position. Das Schweizer Rebellion Team verpasste es die zweiten Fahrer einzusetzen und kam dadurch auf keine gezeitete Runde.
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    Bei den LMP2-Fahrzeugen ließ der Titelverteidiger G-Drive Racing der Konkurrenz keine Chance. Die Russen kamen am besten mit den feuchten Bedingungen klar und platzierten sich vor der ESM-Mannschaft, welche nicht über die zweite Startposition hinaus kam. Ein starkes Debüt legte das mexikanische RGR Sport by Morand Team hin, welches sich auf den dritten Rang vor kämpften konnte.

    Ebenfalls einen soliden ersten Auftritt legte das Ferrari Werksteam AF Corse mit seinem neuen 488 GTE hin. Viele Runden duellierte sich die #51 mit der #71 an der Spitze, ohne die Gegner auch nur in die Nähe zu lassen. Nach technischen Problemen am Wagen #51 konnte die #71 schließlich nachlegen und sich die Poleposition sichern. Startplatz drei ging an das Trio im Ford #66, welches ebenfalls ein starkes erstes Qualifying ablieferte.
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    Das Qualifying der LMGTE-Am Fahrzeuge war Anfangs recht ausgeglichen, da sich die Teams nur langsam an die feuchte Strecke ran wagten. Doch kurz vor Schluss überraschte Proton Racing mit seinem Fahrzeug #88 und sicherte sich überraschend die Poleposition vor dem ebenfalls starken KCMG-Porsche auf Startplatz zwei. Larbre Competiton konnte seinen Aufwärtstrend vom vergangenen Jahr beibehalten und sicherte sich ohne große Probleme den dritten Startplatz.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • ELMS: Verregnetes Qualifying in Silverstone

    ELMS: Verregnetes Qualifying in Silverstone

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    Der Tage in Silverstone wurde durch die LMGTE-Fahrzeuge der ELMS gestartet. Um 10:50 Uhr Ortszeit begann die erste von drei Qualifiying-Sessions mit einer Länge von je 10 Minuten. Bei extrem nasser Fahrbahn und anhaltenden Regenschauern gingen die neun LMGTE-Fahrzeuge auf die Strecke, gefolgt von den LMP3 und den LMP2-Wagen.

    Die beste Zeit der ersten Session konnte die #96 vom Aston Martin Racing Team mit 2:19.348 abliefern, was gleichzeitig für die Poleposition reichte. Von Startplatz zwei geht der Proton-Porsche #88 ins Rennen, welcher mit 2:20.286 durchs Ziel fuhr. Von der dritten Position startet der nur wenige Zehntelsekunden langsamere JMW-Ferrari heute Nachmittag ins Rennen.

    Im Anschluss an die GT-Wagen folgte das LMP3-Qualifying. Auch hier standen den Teams nur 10 Minuten zu Verfügung um sich zu Qualifizieren. Die Bedingungen wurden mit jeder Runde schlechter und die Vielzahl an Prototypen blockierte sich gegenseitig bei der Suche nach einer sauberen Linie.

    Die Poleposition in der Juniorklasser sicherte sich schließlich 360 Racing mit einer Rundenzeit von 2:13.264. Nur wenige Zehntelsekunden hinter ihm positionierte sich die Nummer #19 von Duqueine Engineering mit 2:13.315. Im Kampf um den dritten Startplatz musste sich Alex Brundle in letzter Sekunde der Graff Mannschaft geschlagen geben und landete nur auf Position vier.

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    Die letzte Qualifying-Session war den LMP2-Fahrzeugen vorbehalten. Auch hier wurden die Wetterbedingungen nicht wirklich besser und die Piloten kämpften weiterhin mit der nassen Fahrbahn. In einem engen Kopf-an-Kopf Duell kämpften die Titelverteidiger Greaves Motorsport gegen Thiriet by TDS Racing um jede Sekunde. Bei einer schnellen Runde des Murphy-Prototyps brach das Fahrzeug aus und landete in der Streckenbegrenzung. Die Session wurde daraufhin mit roter Flagge unterbrochen.

    Nach 10 minütiger Unterbrechung wurde das Qualifying schließlich fortgesetzt und Thiriet by TDS Racing sicherte sich mit 2:06.471 die Gesamt-Poleposition. Auf den zweiten Startplatz fuhr sich das SMP-Racing Team mit 2:07.576 Minuten Abstand auf die dritte Position, welche sich Pegasus Racing sicherte. Der Titelverteidiger Greaves Motorsport schafft es trotz aller mühen nicht über die Startposition 7 hinaus.

    Um 14:30 Uhr Ortszeit (15:30 Uhr MESZ) startet die ELMS dann zu den 4 Stunden von Silverstone. Wer den Lauf Live verfolgen will, kann den offiziellen Livestream nutzen.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • 6h Silverstone: FP3 versinkt in Schneetreiben

    6h Silverstone: FP3 versinkt in Schneetreiben

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    Die Bedingungen des dritten freien Trainings der 6-Stunden von Silverstone spielten keinem Team in die Karten. Die Strecke versank in dicken Wolken und wurde von einem Schneeschauer überrascht. 

    Der Toyota Pilot Anthony Davidson verschwendete keine Zeit und fuhr als einer der ersten auf die Strecke. Aufgrund der schnell wechselnden Bedingungen hatte der Weltmeister von 2014 mit dem Grip zu kämpfen und sorgte nach einem Ausrutscher für eine Rotphase.

    Mit Harry Tincknell versuchte sich ein weitere Brite auf der nassen Strecke. Der Ford GT Fahrer spulte mit drei Runden die meisten der Session ab. Noch vor der Halbzeit des dritten freien Trainings, entschloss die Rennleitung die laufende Session zu unterbrechen. Aufgrund von Sicherheitsbedenken wurde das FP3 wenig später abgebrochen.

    Das WEC-Qualifying soll Planmäßig 11:50 Uhr Ortszeit in Angriff genommen werden.

    Bild: Endurance Archive (James Clarke)

  • 6h Silverstone: Die Auswertung der Freitag-Trainings

    6h Silverstone: Die Auswertung der Freitag-Trainings

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    Das Porsche LMP1-Team untermauerte in den ersten beiden Traingssessions zu den 6-Stunden von Silverstone die Leistung aus dem Vorjahr. Mit einer Doppelführung in beiden Testläufen, dominierte der deutsche Wagenbauer den Freitag. Während in der LMP2-Klasse kein klarer Favorit auszumachen war, beherrschte Ferrari die GTE-Klassen.

    Mit typisch britischen Wetter begrüßte der Silverstone Circuit die WEC-Teams im ersten freien Training. Das FP1 startete auf einer nassen aber zunehmend trockner werdenden Strecke. Mit einem großen Zeitabstand zu den Konkurrenten, konnte sich die Porsche Mannschaft schon zu Beginn der Session von den LMP1-Konkurrenten absetzen. Mit abtrocknender Strecke wurden auch die Rundenzeiten schneller, wodurch es Timo Bernhard gelang in Runde 38 von 41, eine Zeit von 1:42.128 in den Asphalt zu brennen.

    Marc Lieb im Schwesterauto mit der Startnummer #2, landete mit acht zehnteln Abstand auf dem zweiten Rang. Anthony Davidson im Toyota TS050 Hybrid, rundete mit einer Zeit von 1:43.765 die Top-3 des ersten freien Trainings ab. Mit einem Abstand von 1.735 Sekunden auf die Spitze, landete der Audi #8 von Lucas Di Grassi, Loic Duval und Oliver Jarvis auf dem vierten Rang. In der LMP1-Privatwertung fuhr Ersatzmann James Rossiter im ByKolles #4 die schnellste Zeit der Session.
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    Der deutsche Pilot René Rast, dominierte das erste Training in der LMP2-Klasse. Mit einer Zeit von 1:50.428 setzte Rast den G-Drive Boliden #26 an die Spitze des Feldes. Er war der einzige Fahrer, welcher den Prototypen der Mannschaft im FP1 pilotierte. Insgesamt spulte der Audi-Werksfahrer 8-Runden ab. Neueinsteiger Baxi DC Racing beendete die erste Session auf Rang zwei. Mit einer Zeit von 1:51.425 sicherte sich der Portugiese Felipe Albuquerque, im LMP2-Boliden von RGR Sport by Morand, den dritten Platz.

    In den GTE-Klassen beherrschte Ferrari das erste freie Training. Mit einer Rundenzeit von 2:01.067 sicherte sich der Routinier Gianmaria Bruni im AF Corse Ferrari #51 die erste Position in der GTE-Pro. Teamkollege Davide Rigon setze das Schwesterauto mit einer Runde von 2:02.218 auf den zweiten Rang. Michael Christensen setzte seinen Porsche 911 RSR mit der Startnummer #77 auf den dritten Platz.

    Rui Aguas war der schnellste Fahrer in der GTE-Am. Mit einer Rundenzeit von 2:04.093 setzte er seinen Ferrari 458 Italia vor den Porsche des Gulf Racing UK Teams. WEC-Debütant Ben Baker fuhr dabei die schnellste Zeit für die ehemalige ELMS-Mannschaft. Mit Klaus Bachler hinter dem Steuer, schaffte es ein weiterer Porsche in die Top-3 der GTE-Am Klasse. Der Österreicher umfuhr den Kurs in einer Zeit von 2:03.344 Minuten und setzte den Boliden der Abu Dhabi Proton Mannschaft auf den dritten Rang.

    Auch in der zweiten Trainingssession des Tages konnte Porsche die Spitze behaupten. Mit einer Zeit von 1:39.655 fuhr das Weltmeistertrio Bernhard, Webber, Hartley auf den ersten Rang. Dicht dahinter folgte erneut der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer #2. Die Audi-Mannschaft rund um das Fahrzeug #8, konnten sich im zweiten freien Training auf die dritte Position verbessern. Der Toyota von Stephane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi landete mit einem Abstand von 1.868 Sekunden auf dem vierten Rang. In der LMP1-Privatklasse konnte Rebellion Racing das Blatt wenden und verdrängte das Team ByKolles auf den dritten Rang.
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    Mit einer Zeit von 1:49.632 fuhren die Lokalmatadoren von Strakka Racing auf den ersten Platz der LMP2-Klasse. Dicht hinter dem Team von Nick Leventis, reihte sich LMP2-Neueinsteiger Manor mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Will Stevens am Steuer ein. Signatech Alpine beendete mit einer Zeit von 1:49.757 das zweite freie Training auf Rang drei.

    In der GTE-Pro Klasse gab es keine Veränderungen an der Spitze und Ferrari unterstrich die Leistung des neuentwickelten 488 GTE. Michael Christensen und Richard Lietz runden die Top-3 der Klasse ab.

    In der GTE-Am konnte sich das Gulf Racing UK Team durchsetzen und fuhr mit einer Rundenzeit von 2:02.081 an die Spitze. Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda fuhren in ihrem Aston Martin Vantage die zweitschnellste Zeit in der GTE-Am und platzierten sich somit vor dem Team Larbre Competition mit der Startnummer #50.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff & Ton Kerdijk)

  • 6h Silverstone: Das Wochenende im Überblick

    6h Silverstone: Das Wochenende im Überblick

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    Name: Silverstone Circuit
    Land: Großbritannien
    Streckenart: permanente Rennstrecke
    Eröffnung: September 1947
    Länge: 5,901 km
    Kurven: 18

    Zeitplan

    Datum Session Zeit (GMT) Zeit (MESZ)
    Freitag 15. April 1. Freies Training 12:15 – 13:45 13:15 – 14:45
    Freitag 15. April 2. Freies Training 16:30 – 18:00 17:30 – 19:00
    Samstag 16. April 3. Freies Training 9:00 – 10:00 10:00 – 11:00
    Samstag 16. April Qualifying LMGTE 11:50 – 12:10 12:50 – 13:10
    Sonntag 16. April Qualifying LMP 12:20 – 12:40 13:20 – 13:40
    Sonntag 17. April Rennen 12:00– 18:00 13:00 – 19:00

    Rennvorschau

    Vorschau auf die LMP-Klassen
    Vorschau auf die LMGTE-Klassen
    Die offizielle Starterliste der 6 Stunden von Silverstone

    Weitere Rennserien im Rahmenprogramm

    Porsche Carrera Cup GB
    European Le Mans Series

    Wo kann ich das Rennen verfolgen?

    TV:
    Die letzten zwei Stunden des Rennens werden auf Eurosport 1 live übertragen.

    Radio:
    Das Rennen wird in voller Länge auf der Webseite von Radio Le Mans übertragen und durch Kommentatoren begleitet.

    Live-Streaming:
    Das Rennen kann in voller länge, werbefrei auf live.fiawec.com und über die WEC-App. Zur Nutzung wird ein Streaming-Pass benötigt, welcher pro Rennen oder für die gesamte Saison erworben werden kann. Die Preis sind der WEC-Webseite zu entnehmen.

  • 6h Silverstone: Vorschau auf die LMP-Klassen

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    Wie gern erinnern wir uns an den Saisonstart 2015, als sich Audi, Porsche und Toyota nahezu die gesamte Renndistanz duellierten und für einen atemberaubenden Saisonstart sorgten. Auch dieses Jahr versprechen die beiden LMP-Klassen ein interessantes Feld mit vielen Potentiellen Titelanwärtern. Wir haben für euch einen Blick auf die LMP-Teilnehmer in Silverstone geworfen.

    LMP1

    Das Porsche LMP1-Team startet dieses Jahr erstmals als Weltmeister in eine WEC-Saison. Mit einer verbesserten Version des Siegerautos von 2015 gehen Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley mit der Nummer 1 an den Start, gefolgt vom Schwesterauto #2 mit Neel Jani, Marc Lieb und Romain Dumas hinter dem Steuer. Bereits beim Prolog zeigten die Stuttgarter, dass man gut auf die Saison 2016 vorbereitet ist und alles geben wird um den Titel zu verteidigen. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls da.

    Mit einem rundum erneuertem Prototypen geht hingegen der Silverstone-Sieger von 2015 (das Audi Sport Team Joest) an den Start. Nach dem man sich beim spannenden Finale in Bahrain geschlagen geben musste, hat Audi die Winterpause genutzt und alle Bereiche des R18 erneuert. Entsprechend groß ist die Spannung bei den Ingolstädtern auf das bevorstehende Saison-Rennen. Auch bei Audi bleibt das Fahrerlinup unverändert. Während sich Marcel Fässler, André Lotterer und Benoit Tréyuler die #7 teilen, sitzen in der #8 Lucas di Grassi, Oliver Jarvis und Loic Duval hinter dem Steuer.
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    Einen ähnlichen Weg ist auch Toyota gegangen. Nach der mageren Saison 2015 wollte man in diesem Jahr alles besser machen und brachte mit dem TS050 Hybrid einen neuen Rennwagen für die WEC. Die größte Veränderung bei Toyota ist der neue Turbo-Antrieb. An diesem Wochenende werden wir erstmals sehen können ob sich der Wechsel und die Mühe gelohnt hat. Da Porsche Anspruch auf die Startnummern 1 und 2 erhoben hat und Audi die ehemaligen Ziffern 7 und 8 belegt, ist Toyota für dieses Jahr auf die #5 (Anthony Davidson / Sébastian Buemi / Kazuki Nakajima) und #6 (Stéphane Sarrazin / Mike Conway /Kamui Kobayashi) ausgewichen.

    Die beiden Privatteam ByKolles Racing und Rebellion Racing gehen mit unveränderten Fahrzeugen ins neue Jahr. Die Modelle von 2015 haben ein paar Updates erhalten und wurden im Detail verbessert, ohne wichtige Elemente gänzlich neu zu gestalten. Im Fahrzeug von ByKolles wird dieses Rennen neben Oliver Webb und Simon Trummer der Brite James Rossiter platz nehmen, da Pierre Kaffer verhindert ist. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei Rebellion ab. Während die #13 mit Mathéo Tuscher, Dominik Kraihamer und Alexandre Imperatori normal besetzt ins erste Rennen startet, fehlt im Schwesterwagen #12 der Schweizer Mathias Beche, welcher sich mit Nicolas Prost und Nick Heidfeld das Fahrzeug teilen sollte. Dieser wird durch den Formel E Weltmeister Nelson Piquet Jr. ersetzt.

    LMP2

    Die meisten Änderungen im diesjährigen WEC-Feld verzeichnet die LMP2. Vier Teams feiern bei den 6 Stunden von Silverstone ihr WEC-Debüt und sind hoch motiviert die Vorjahressieger zu entthronen. Das erste neue Team ist RGR Sport by Morand, welches aus der ehemaligen SARD-Morand Mannschaft hervor ging. Mit einer stabilen finanziellen Basis und einem top Fahrertrio bestehend aus Felipe Albuquerque, Bruno Senna und Team-Besitzer Ricardo Gonzalez, wagt das nun mexikanische Team den Neuanfan in der WEC.

    Ebenfalls frisch hinzu gestoßen ist Manor. Die bisherige Führungsetage des Manor-F1 Teams wollte einen Neuanfang wagen und gründete die jetzige LMP2-Mannschaft. Hinter dem Steuer der zwei Oreca 05 finden sich bekannte Gesichter aus dem Manor-F1 Team wieder. So nehmen in der #44 Tor Graves, Will Stevens und James Jakes platz, während sich die #45 Matt Rao, Richard Bradley und Roberto Mehri teilen.
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    Als dritter Neuzugang im Bunde steigt die chinesische Mannschaft Baxi DC Racing in die Meisterschaft ein. In der Winterpause gewann das Team die wiederbelebte Asien Le Mans Series und sicherten sich damit ein Ticket für Le Mans. Doch anstatt nur beim Langstreckenklassiker anzutreten, entschied man sich für eine Partnerschaft mit Signatech-Alpine um eine volle WEC-Saison bestreiten zu können. Während im ersten chinesischen Team der WEC-Geschichte David Cheng, Ho-Pin Tung and Nelson Panciatici platz nehmen, teilen sich das Fahrzeug des Schwesterteams Signatech-Alpine die Piloten Gustavo Menezes, Nicolas Lapierre und Stéphane Richelm.

    Die vierte Mannschaft ist ein alter bekannter. Nach einem Jahr in der LMGTE-Am kehrt das Meisterteam von 2014, SMP Racing, wieder in die LMP2-Klasse zurück. Grund für die Abstinenz des russischen Teams war die Entwicklung des eigenen Prototypens BR01. Nach dem man diese im Herbst 2015 beenden konnte, ist man nun zurück um erneut den Titel zu holen. Im Wagen mit der #27 tritt das Trio Nicolas Minassian, Maurizio Mediani und David Markozov an. Im Schwesterfahrzeug #37 kämpfen der Ex Formel 1 Pilot Vitaly Petrov sowie Kirill Ladygin und der LMGTE-Am Sieger von 2015 Victor Shaytar um den LMP2-Titel.
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    Neben den neuen Teams sind auch Teilnehmer der vergangenen Jahre wieder mit am Start. Zu diesen gehört Titelverteidiger G-Drive Racing, welcher sein Aufgebot um ein Wagen reduziert hat und nur noch mit der #26 (Roman Rusinov / Nathaneal Berthon / René Rast) antritt. Unverändert geht hingegen der Lokalmatador Strakka Racing in die 6 Stunden von Silverstone. Im Wagen mit der #42 starten Johnny Kane, Nick Leventis und Danny Watts.

    Auch wieder dabei ist das US-Amerikanische ESM-Team. Nach einer soliden ersten Saison hat man sich personell verändert und geht nun mit neuer Kraft ins Jahr 2016 um den Titel zu holen. Die Nummer 30 pilotieren in dieser Saison Scott Sharp, Ed Brown und Johannes van Overbeek während das Schwesterfahrzeug durch Ryan Dalziel, Luis Felipe Derani und Chris Cumming gesteuert wird.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • 6h Silverstone: Vorschau auf die LMGTE-Klassen

    6h Silverstone: Vorschau auf die LMGTE-Klassen

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    An diesem Wochenende startet die WEC in ihr erstes Saison-Rennen 2016. Mit neuen Regeln, neuen Fahreugen und neuen Fahrern sind die beiden GT-Klassen ein besonders spannendes Element der diesjährigen Weltmeisterschaft.

    LMGTE-Pro

    Zum ersten mal treffen in der LMGTE-Pro Klasse Aston Martin, Ferrari, Ford und Porsche aufeinander. Vor 60 Jahren gelang dem US-Autobauer sein glorreicher dreifach Sieg in Le Mans. Dieses Jahr wagt Ford ein Comeback und koppelt dies mit seinem WEC-Debüt. Über die ganze Saison 2016 setzt der Konzern zwei Ford GT mit den Startnummern #66 und #67 ein. Den Einsatz der Werksfahrzeuge übernimmt das neue Ford Chip Ganassi Team UK. Am Steuer der Boldiden nehmen die beiden Duos Stefan Mücke / Olivier Pla (#66) und Marino Franchitti / Andy Priaulx (#67) platz. Bereits im Rahmen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship setzte Ford zwei seiner neuen Fahrzeuge ein und konnte erste Erfahrung sammeln. Anfängliche Probleme konnte man schnell ausfindig machen und reist entsprechend gut vorbereitet nach Le Mans.

    Ebenfalls mit neuem Material ist das Ferrari-Werksteam AF Corse am Start. Die Italiener setzten in der LMGTE-Pro dieses Jahr zwei Ferrari 488 GTE mit den Startnummern #51 (Gianmaria Bruni / James Calado) und #71 (Davide Rigon / Sam Bird) ein. Auch der neue Rennwagen aus Italien konnte schon im Rahmen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship erste Kilometer zurücklegen und wertvolle Daten gewinnen, welche dem AF Corse Team nun in die Karten spielen. Spannend wird die Frage wie man sich im direkten Vergleich zu Ford schlägt, welche über einen ähnlichen Wissensstand verfügen und vorallem ob man am Sonntag bereits das Podium erklimmen kann.

    AF Corse Ferrari #51 (Bruni / Vilander)
    Die LMGTE-Pro Sieger des Jahres 2015, Toni Vilander und Gianmaria Bruni im AF Corse Ferrari #51

    Nach dem Rückzug des Porsche Team Manthey aus der WEC wollten die Stuttgarter der Konkurrenz nicht alleine die Bühne überlassen. Über die Winterpause vertiefte man die Partnerschaft mit Proton Racing und einigte sich auf einen LMGTE-Pro Einsatz im Jahr 2016. Mit einer regelkonformen Version des Siegerautos von 2015 (dem Porsche 911 RSR 2016) geht Dempsey-Proton Racing (#77) mit den Piloten Richard Lietz und Michael Christensen ins Rennen.

    Besser sieht das Bild beim Lokalmatador Aston Martin aus. Die britische Werksmannschaft verzichtet in diesem Jahr ebenfalls auf ein Fahrzeug und tritt nur mit der #95 (Nicki Thiim / Marco Sorensen / Darren Turner) und #97 (Richie Stanaway / Fernando Rees / Johnny Adam) in der LMGTE-Pro an. Mit dem Aston Martin Vantage V8 GTE, einer behutsamen Weiterentwicklung des 2015er Modells, blickt Aston Martin auf die aktuell meister Erfahrung mit dem Fahrzeug zurück. Als einzige Mannschaft haben sich die Briten zudem von den Michelin Reifen verabschiedet und treten nun mit neuen Dunlop Slicks an. Dank des vertraute Wagen und der neuen Reifen gehen die Briten als Favorit in Rennen.

    LMGTE-Am

    Bei den Fahrzeugen der kleinsten Kategorie dürfen wir schon jetzt mit größeren Abständen zu den GT-Pro Wagen rechnen. Grund für den zeitlichen Unterschied ist das Reglement. Während in der GT-Pro neue Fahrzeuge wie Ford GT und Ferrari 488 GTE ohne große Probleme eingesetzt werden können, so müssen die Boliden der GT-Am mindestens seit einem Jahr am Markt verfügbar sein, bevor diese in der kleinsten Klasse eingesetzt werden dürfen. Das heißt im Umkehrschluss dass wir hier mit Ferrari 458 Italia, Corvette C7.R, Aston Martin Vantage GTE V8 (2015) und Porsche 911 RSR (2015) volieb nehmen werden.

    Hoch im Kurs steht aktuell der AF Corse Ferrari #83 mit Francois Perrodo, Emmanuel Collard und Rui Aguas am Steuer. Bereits vergangenes Jahr waren das Team sehr stark in der LMGTE-Am und holte sich beim Saisonauftakt den zweiten Platz. Hinzu kommt die Erfahrung und die technischen Daten des Meisterteams SMP Racing die man nutzen kann, da die Russen in Kooperation mit AF Corse starteten und nun wieder in die LMP2 zurückgekehrt sind.

    Aston Martin #98 in Silverstone 2015
    Die LMGTE-AM Sieger des Jahres 2015, Paul Dalla Lana, Mathias Lauda und Pedro Lamy im Aston Martin #98

    Ebenfalls gute Chancen auf den ersten Saisonsieg hat das Aston Martin Trio Paul Dalla Lana, Mathias Lauda und Pedro Lamy in der #98. Über die ganze Saison lieferte man sich ein Kopf-an-Kopf Duell mit SMP Racing und AF Corse ohne locker zu lassen. Doch trotz aller mühen reichte es nicht zu den Titel in Le Mans und der WEC. Nun geht man frisch gestärkt ins Jahr 2016 und will alles besser machen, mit guten Aussichten auf Erfolg.

    Neben den beiden Favoriten gehen auch die Teams Larbre Competition (#50 – Corvette C7.R ) und Abu Dhabi-Proton Racing (#88 – Porsche 911 RSR 2015) wieder mit ihren Vorjahreswagen ins Rennen. In der zweiten Saisonhälfte zeigten beide Mannschaften eine kontinuierliche Verbesserung von Rennen zu Rennen. Es wird spannend zu sehen, ob beide diesen Aufwärtstrend fortsetzen können oder wieder am Tabellen-Ende landen. Mit dem bisherigen LMP2-Team KCMG und dem ELMS-Aufsteiger Gulf Racing stehen nämlich zwei neue GT-Am Teams bereit, welche diese Jahr mit ihren Porsche 911 RSR 2015 ebenfalls hoch hinaus wollen.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Im Interview mit Aston Martin Pilot Jonny Adam

    Im Interview mit Aston Martin Pilot Jonny Adam

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    Für den British GT Champion Jonny Adam beginnt in diesem Jahr ein neuer Karriere-Abschnitt. Erstmals wagt er den Schritt in die WEC für eine volle Saison. Wir haben den Aston Martin Werksfahrer vor seinem Heimrennen gesprochen und ihn über die kommenden Herausforderungen befragt.

    Beim Prolog vergangenes Wochenende hatte das WEC-Feld erstmals die Möglichkeit, einen direkten Kräftevergleich mit der Konkurrenz anzustellen um eventuelle Defizite aufzufinden. Für Aston Martin war die Saison 2015 ziemlich hart und entsprechend groß ist der Druck in den kommenden Rennen zu glänzen.

    Rückblickend auf die Testfahrten in Frankreich zeigt sich Jonny Adam sehr zuversichtlich: „Der Prolog-Test war positiv für alle Beteiligten bei Aston Martin Racing. Die Fahrer und Ingenieure haben sehr eng miteinander zusammengearbeitet um den 2016er Wagen bestmöglich kennenzulernen. Nach den ersten Kilometern habe ich ein sehr gutes Gefühl und wir haben eine starke Ausgangsposition für Silverstone.“

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    Als erstes GTE-Pro Team wechselt Aston Martin von Michelin zu Dunlop-Reifen.

    Durch das neue Regelwerk der GTE-Pro mussten die bisherigen Fahrzeuge verändert werden. Während Ferrari und Ford mit nagelneuen Modellen antreten, setzten Aston Martin und Porsche auf die Modifikation der bekannten Fahrzeuge. Durch die Vorgaben werden die Karten neu gemischt und wir dürfen uns auf ein schnelleres GTE-Pro Feld freuen wie Jonny erklärt: „Die größten Veränderungen mussten wir bei der Aerodynamik und dem Topspeed auf den Geraden vornehmen. Der neue Wagen fühlt sich ganz anders an als das Vorjahresmodell und lässt sich dank der ausgeglicheneren Balance besser fahren.“

    Die zweite große Veränderung beim britischen Werksteam sind die neuen Reifen. Während man seit Beginn der WEC auf Michelin setzte, will man sich 2016 so weit wie möglich von der Konkurrenz abheben. Dank der 2015 eingeführten Reifenregel, können sich die WEC-Teams ihre Hersteller aus einer Liste zertifizierter Partner frei wählen. Aktuell ist neben Michelin auch Dunlop gelistet. Als erstes GTE-Pro Mannschaft wagt Aston Martin den Schritt weg von etablierten Michelin-Slick. „Wir haben viel mit Dunlop zusammengearbeitet um einen Reifen zu entwickeln, der Maßgeschneidert für unser Auto ist. Nach einer Vielzahl an Testfahrten fanden wir schließlich die passende Mischung“, erklärt der Schotte.

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    Das diesjährige Trio im Aston Martin #97: Fernando Rees, Jonny Adam und Richie Stanaway

    Die Änderungen in der GTE-Pro sorgen für eine unvorhersehbare Klasse. Auch für die Fahrer ist es derzeit nicht leicht zu sagen wer der härteste Gegner in diesem Jahr wird. Auf diese Frage angesprochen antwortete der 31-Jährige: „Das Level ist dieses Jahr extrem hoch und es ist nahezu unmöglich einen der Konkurrenten zu vernachlässigen. Sowohl Ferrari als auch Ford melden sich mit interessanten Fahrzeugen und starken Fahrer-Trios zurück. Ebenfalls ein interessanter Gegner wird der Proton-Porsche, mit dem Titelverteidiger und einem Vielversprechenden Upgrade im Gepäck. Nach dem Prolog ist das Feld noch undurchschaubarer geworden.“

    „Unser Hauptziel als Team ist der Klassensieg in Le Mans dieses Jahr“, verriet Jonny Adam. „Den Meistertitel verliert man nie aus den Augen, doch wenn wir Konkurrenzfähig sind und bei jedem Rennen auf dem Podium stehen, können wir sehr zufrieden sein. Persönlich möchte ich meinen Leistung aus der British GT diese Saison auf die Weltbühne übertragen und zeigen wozu Fernando, Richie und ich mit der #97 in der Lage sind.“

    Bild 1: Jonny Adam Racing
    Bild 2: Endurance Archive (James Clarke)
    Bild 3: Aston Martin Racing – Pressematerial