Heute ging der WEC-Prolog in Paul Ricard in seine zweite Runde. Neben den beiden Testläufen am Vor- und Nachmittag, galt vor allem die Autogrammstunde zwischen den Sessions als Highlight für alle angereisten Fans.
Session 4 (09:00 Uhr – 13:00 Uhr)
Auch am zweiten Tag des Prologes war es die Porsche Mannschaft, welche sich an der Spitze durchsetzen konnte. Mit einem Abstand von 0.387 Sekunden landete das Toyota Team auf dem zweiten Rang. Das Audi-Trio Fässler, Lotterer und Treluyer erreichte in der Vormittagssession nur den dritten Platz. In der LMP2-Klasse konnte sich Signatech Alpine mit dem Fahrzeug #36 zurück an die Spitze kämpfen. Erstmalig schaffte es auch das russische Team G-Drive mit dem neuen Oreca 05 an das Führungsfeld heran und sicherte sich den zweiten Platz. Rang drei ging an den LMP2-Neueinsteiger Baxi DC Racing Alpine.
In der GTE-Pro Klasse übernahm Ferrari erneut die Führung und beendete den ersten Test des Tages auf den Plätzen eins und zwei. Ähnlich wie am gestrigen Freitag, folgten auch heute die beiden Ford GT Boliden #67 und #66 der Ferrari-Truppe auf den Rängen drei und vier. Das Gulf Racing Team setzte sich am Vormittag in der GTE-Am gegen den AF Corse Ferrari #83 und den Porsche von Abu-Dhabi Proton Racing #88 durch.
Mit dem neuen Le-Mans-Boliden möchte Audi den WM-Titel zurück nach Ingolstadt holen
Session 5 (14:00 Uhr – 17:00 Uhr)
In der finalen Session des Prologes gab es in der LMP1-Klasse keine Veränderungen. Porsche baute seinen Vorsprung an der Spitze aus und lies Toyota und Audi keine Chance. In der LMP2-Klasse setzte sich hingegen die G-Drive Mannschaft durch und holte den ersten Rang. Für eine weitere Überraschung sorgte das Manor Team mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Will Stevens. Mit einer Zeit von 1:47.696 sicherte sich das britische Team den zweiten Platz der Klasse. Rang drei ging erneut an Baxi DC Racing Alpine.
Im letzten Testdurchgang des Prologs zeigte die Ford-Mannschaft stärke und setzte sich erstmals gegen Ferrari durch. Sam Bird und Davide Rigon mussten sich im Ferrari mit dem zweiten Rang, vor dem Ford #66 auf Platz drei, zufrieden geben. In der GTE-Am Klasse war es erneut der Porsche 911 RSR von Gulf Racing, welcher vor dem Ferrari #83 landete. Die Truppe von KCMG fuhr die drittschnellste Zeit der Session.
Mit dem neuen Ferrari 488 GTE möchte AF Corse an alte Erfolge anknüpfen
Die durchmischten Testergebnisse der vergangenen zwei Tage geben noch keine Gewissheit auf einen möglichen Rennausgang in Silverstone am 17. April 2016. Deshalb empfehlen wir euch das Rennenspektakel im kommenden Monat auf keinen Fall zu verpassen.
Die Gesamtübersicht der Testergebnisse findet ihr hier.
Anfang der Woche leitete die European Le Mans Series auf dem Circuit Paul Ricard mit dem Test-Prolog die Saison ein. Heute legten die Teams der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft nach und leiteten mit dem offiziellen Test ihre Saison ein.
Es ist das erste Kräftemessen der neuen Saison. Insgesamt wurden 29 von den 31-Saisonfahrzeugen an die französische Rennstrecke geschickt, um wichtige Daten für die bevorstehenden neun Weltmeisterschafts-Läufe zu sammeln.
Der sogenannte ‚Prolog‘ verteilt sich über zwei aufeinanderfolgende Tage und beinhaltet fünf Sessions. Am heutigen Karfreitag fanden jeweils drei Testläufe statt. Morgen dürfen sich die Fans an der Strecke auf zwei Vollgepackte Sessions, sowie eine Autogrammstunde in der Boxengasse freuen.
Hier die heutigen Testergebnisse im Überblick:
Session 1 (09:00 Uhr – 13:00 Uhr)
In der Vormittagssession zeigten die amtierenden LMP1-Weltmeister von Porsche, dass sie sich auf ihren erarbeiteten Lorbeeren auf keinen Fall ausruhen werden. Mit einer Rundunzeit von 1:38.264, sicherten sich die Stuttgarter die schnellste Zeit des ersten Durchganges. Stolze 2.253 Sekunden hinter der Zeit des 919 Hybrid, sortierte sich der neue Le-Mans-Prototyp von Toyota Gazoo Racing ein. Die Audi-Mannschaft rund um Marcel Fässer, Andre Lottere und Benoit Treluyer belegte den dritten Gesamtrang. In der privaten LMP1-Klasse unterlag Oliver James Webb im ByKolles der Konkurrenz von Rebellion Racing und fuhr 1.277 Sekunden langsamer um den Kurs. LMP2-Neueinsteiger Baxi DC Racing, welches in diesem Jahr durch das Team Signatech Alpine unterstützt wird, überraschte mit einem perfekten Start in den Testprolog. Mit einer Zeit von 1:47.340, holte sich die Mannschaft den ersten Platz, vor dem Mutterteam Signatech Alpine. Das britische Team Strakka Racing platzierte sich mit einer Rundunzeit von 1:47.921 knapp hinter der Spitze auf dem dritten Rang.
In der GTE-Pro Klasse übernahm Ferrari von Anfang an eine Doppelführung und gab diese bis zum Ende der Session nicht mehr ab. Hinter den italienischen Raketen mit den Startnummern #51 und #71, fuhren die WEC-Debütanten Ford. Die Corvette-Mannschaft Larbre Competition setzte sich vor dem Gulf Racing Porsche #86 und dem AF Corse Ferrari #83 an die Spitze.
Die LMP2-Vizemeister KCMG starten in diesem Jahr in der GTE-Am Klasse durch
Session 2 (14:00 Uhr – 18:00 Uhr)
In der zweiten Session des Tages gab es nur minimale Veränderungen auf den Spitzenpositionen der einzelnen Klassen. Porsche dominierte auch am Nachmittag die LMP1-Klasse. Allerdings schaffte es die Konzernschwester Audi, näher an die Stuttgarter heran. In der LMP1-L gelang es dem Briten Oliver James Webb, welcher den kompletten Tag allein im ByKolles bestreiten musste, den großen Abstand auf Rebellion zu verringern.
Die LMP2-Mannschaft Strakka Racing, konnte den dritten Rang vom Vormittag weiter ausbauen und setzte sich mit einer Zeit von 1:46.976 souverän an die Spitze. Dicht dahinter platzierte sich das mexikanische Team RGR Sport by Morand, vor der Truppe von Signatech Alpine mit der Startnummer #36.
In der GTE-Pro Klasse konnte sich das AF Corse Team mit dem Ferrari #71 von Sam Bird und Davide Rigon, weiter an der Spitze halten. Der zweite GTE-Pro Bolide der Italiener fuhr in dieser Session keine gezeitete Runde. Hinter dem Führungsduo Bird und Rigon, fuhren die beiden Fahrzeuge des Ford Chip Ganassi Team UK, auf die Plätze zwei und drei. In der GTE-Am veränderte sich die Tagesspitze nur minimal. Hinter der Corvette mit der Nummer #50, tauschten der Gulf Porsche #86 und der AF Corse Ferrari #83 die Positionen aus dem ersten Testlauf.
Mit zehn Fahrzeugen ist die LMP2-Klasse in dieser Saison die größte im Feld
Session 3 (19:00 Uhr bis 21:00 Uhr)
Nach einer Stunde Pause, wurde die Strecke in Le Castellet wieder frei gegeben. Die Nachtsession liefert allen Beteiligten wichtige Daten für mögliche Fahrzeugabstimmungen in der kommenden Saison. Durch die Anpassung und Erprobung verschiedenster Setups, war es nicht verwunderlich, dass es kaum Veränderungen auf den Führungspositionen gab. So landeten auch in der Nacht die Porsche-Piloten Marc Lieb, Neel Jani und Roman Dumas, vor den Konkurrenten von Toyota auf Platz zwei und Audi auf dem dritten Gesamtrang. In der LMP2-Klasse war es die Signatech Alpine Mannschaft, welche sich vor das Team RGR Sport by Morand setzten konnte. Auf dem dritten Platz reihten sich erstmals die Extreme Speed Motorsport Piloten Derani und Dalziel ein.
Ferrari machte das Tripple perfekt und sicherte sich auch in der finalen Session des Tages den ersten Platz in der GTE-Pro Klasse. Ford folgte in der Nachtsession den Konkurrenten aus der #51 auf den Rängen zwei und drei. Das französische Team Labre Competition ließ im dritten Test nach und rutschte auf den dritten Rang in der GTE-Am Kategorie ab. Somit konnte die Aston Martin Mannschaft rund um Paul Dalla Lana den ersten Platz übernehmen. Den dritten Platz der finalen Session holte sich der Neueinsteiger Gulf Racing.
Morgen geht der Prolog in die zweite Runde. Punkt neun Uhr früh, werden die Ampeln in Paul Ricard das erste mal auf grün schalten. Die zweite Session beginnt nach der Autogrammstunde um 14:00 Uhr und wird gegen 17:00 Uhr enden.
Die Gesamtübersicht zu den heutigen Testzeiten finden Sie hier.
Als dritter Hersteller im Bunde, zeigte Toyota heute seinen neuen Boldien für die Saison 2016. Der Prototyp hört auf den Namen TS050 Hybrid und soll die schlechten Ergebnisse des Vorjahres wieder vergessen machen.
Ähnlich wie Audi, hat auch Toyota eine völlige Neukonstruktion seines LMP1-Fahrzeugs für die Saison 2016 vorgenommen. Neben der angepassten Aerodynamik und dem Wechsel zur Schwarz-Rot-Weißen Lackierung spielt sich die größte Veränderung im Inneren ab.
Der TS050 Hybrid wird durch einen neuen 2,4 Liter V6 Turbo-Benziner angetrieben, statt wie bisher von einem V8-Saugmotor. Nach dem Porsche den Weltmeister von 2014 mit seiner Antriebstechnologie vorgeführt hatte, musste eine radikale Änderung her. Durch den Wechsel des Motorenkonzepts wollen die Japaner im WM-Kampf wieder ganz vorne mitmischen.
Das neue Farbkonzept von Toyota wird auch in der Super GT und beim kommenden Rally-Programm wiederzufinden sein.
Die zweite große Veränderung ist der neue Hybridantrieb, welcher sogar explizit im Fahrzeugnamen erwähnung fand. Ab dieser Saison wird der japanische Autobauer erstmals in der 8 MJ Kategorie antreten. Das hatte zur Folge, dass das bisherige Hybridkonzept überdacht und auf Basis eines Batteriespeichers neu aufgebaut werden musste. Der neue Antrieb gewinnt die Bremsenergie von beiden Achsen und kann diese auch an alle vier Räder wieder abgeben.
Die Gesamtleistung des Fahrzeugs beleibt unverändert bei rund 1000 PS. Durch den Zugewinn beim Elektorantrieb konnte man den Spritverbrauch des Benzinmotors erheblich senken. Ähnlich wie Audi, wird man durch die neuen Regeln in Le Mans aber nicht die volle Elektroleistung abrufen können. In wie weit sich dieser Verlust auf die Gesamtperformance des Wagens auswirkt, ist noch unklar. Bei den ersten Testfahrten zeigte sich das Team jedoch sehr zufrieden mit dem TS050 Hybrid.
Auch am zweiten Tag des ELMS-Prologs wurde viel Action geboten. Während sich Thiriet by TDS Racing weiterhin an der Spitze der LMP2-Klasse halten konnte, musste sich United Autosport in der LMP3 der Konkurrenz geschlagen geben. Zeitgleich ging der Kampf zwischen den Werksferrari und den Privaten 458 Italia in eine neue Runde, ohne dabei der Konkurrenz eine Chance zu lassen.
Die 42 ELMS-Fahrzeuge waren auch in den beiden Sessions des zweiten Prolog-Tages aktiv auf der Strecke und schenkten sich nichts. Die französische Mannschaft Thiriet by TDS Racing zeigte auch am zweiten Tag, dass man in diesem Jahr vieles anders machen will. Sowohl am Vormittag, als auch am Nachmittag platzierte sich das Fahrzeug mit der #46 an der Spitze der Tabelle. Trotz vieler Runden schaffte man es nicht, die Spitzenzeit des Krohn-Ligier vom Vortag (1:48.100) zu unterbieten und sichert sich in der Gesamtstatistik nur den zweiten Rang mit 1:48.297.
Nach einem stabilen Tag auf Position 3, wurde die Performance des SMP-Teams zunehmend schlechter. Am Ende der Nachmittags-Session war nur noch der 9. Rang erreichbar. In der Gesamttabelle schafft es SMP jedoch auf Platz 4 vor G-Drive (ehemals Jota Sport), welche heute einen außerordentlich starken Lauf hatten. Ebenfalls überrascht hat Greaves Motorsport, welche sich am Vormittag die zweite Position erkämpften.
Auch am zweiten Testtag machte es JMW Motorsport den beiden AF Corse Ferrari nicht leicht
Völlig neu gemischt wurden die Karten in der LMP3-Klasse. Hier sah es gestern lange Zeit danach aus, als würde United Autosport als stärkstes Team aus dem Prolog hervorgehen. Doch der zweite Tag zeigte ein ganz anderes Bild. Beide Fahrzeuge wurden mit fortschreitender Zeit von der Konkurrenz eingeholt und rutschten in der Tabelle immer weiter ab. Trotz einer mageren 9. Position am Nachmittag, reichten die Zeiten des ersten Tages für die Führung in der Gesamttabelle.
Bei den GTE-Wagen scheint 2016 ganz im Jahr von Ferrari zu stehen. Sowohl die AF Corse Werksfahrzeuge, als auch die Privatautos von JMW und AT Racing lagen sich auch am zweiten Tag ununterbrochen auf der Lauer. Am Vormittag konnte sich die #51 von AF Corse vor dem Schwesterfahrzeug #55 und den beiden Privatiers an die Spitze setzten. In der Nachmittagseinheit drehten JMW den Spieß wieder um und hängte die beiden Werksferrari ab. Ähnlich wie am Vortag konnte auch heute der Proton-Porsche #77 in den späten Nachmittagsstunden aufschließen und sich den dritten Rang sichern.
Normalerweise gibt der Prolog einen groben Ausblick, welche Mannschaften besonders gut vorbereitet sind und als Favoriten in das erste Rennen gehen. Doch 2016 ist alles anders. Das riesige Feld von 42 Fahrzeugen bringt viel frischen Wind in die ELMS. Eigentliche Favoriten haben es teilweise schwer ihr volles Potential auszuschöpfen, da sie aufgrund der vollen Strecke keine perfekte Runde zustande bekommen. Für eigentlich schwächere Teams entstehen so Lücken, die es vorher nicht gab und man kann so zur Spitze aufschließen.
Die Gesamtübersicht beider Tage gibt es für alle interessierten hier zur Einsicht.
Heute startete die ELMS am Circuit Paul Ricard in den ersten Testtag. Alle 42 Fahrzeuge schafften es pünktlich zur Abnahme bei der FIA einzutreffen und bekamen nach bestandener Prüfung die Zulassung für die neue Saison. Beste Mannschaft des bisherigen Tages war Thiriet by TDS Racing, welche in der ersten Session die zweit-schnellste Zeit holten und mit Beginn der Nachmittagseinheit dann die Führung übernahmen.
Mit einer Zeit von 1:48.297 konnte sich das französische Thiriet by TDS Team die Tagesbestzeit sichern. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Algarve Pro Racing, welche in der ersten Test-Session nicht über die zehnte Position hinaus kamen. Stabil auf Position drei landete in beiden Einheiten die russische SMP Mannschaft. Probleme hatte Krohn Racing im Verlauf der zweiten Tageshälfte. Während das US-Team im Vormittagstest noch die Tabelle anführte, hatte man am Nachmittag mit Problemen zu kämpfen und kam nicht über Gesamtrang acht hinaus.
In der LMP3 konnte sich Alex Brundle mit seinem United Autosport Team in beiden Test-Sessions an der Spitze behaupten. Mit einer Spitzenzeit von 1:53.919 zeigte das Fahrzeug Nummer 2 der Konkurrenz ihre Grenzen auf und legte eine gute Runde nach der anderen hin. Das Team Kox Racing sicherte sich im ersten Durchlauf den dritten Platz, konnte am Nachmittag dann noch eine Position hinzu gewinnen und vor der Graff Mannschaft auf Platz zwei fahren.
JMW Motorsport geht auch 2016 mit einem Gelb-Schwarzen Ferrari 458 Italia an den Start.
Bei den GTE-Fahrzeugen sicherte sich am Vormittag der AF Corse Ferrari #51 die GT-Führung, dicht gefolgt vom Schwesterwagen #55 und dem AT Racing Ferrari #56. Am Nachmittag ließ das italienische Werksteam nach und musste sich der Konkurrenz geschlagen geben. In der zweiten Testsession fuhr der JMW-Ferrari #66 die schnellste Rundenzeit mit 1:57.622, gefolgt vom AT Racing Ferrari #56 und dem Proton Competition Porsche #77 auf der dritten Position.
Nach der aktuell stattfindenden Nacht-Session, startet morgen der zweite Testtag mit einer 240 minütigen Vormittags-Session und einer 180 Minuten langen Abschlusseinheit am Nachmittag. Direkt im Anschluss an den ELMS-Prolog startet diesen Freitag der Prolog der WEC, wo ebenfalls wieder zwei Testtage auf dem Plan stehen.
Im Vorfeld der WEC-Testtage in Paul Ricard, stellte Audi heute die finale Version seines R18 TDI e-tron quattro vor. Nicht nur im Inneren wurde der Prototyp neu konzipiert, auch die Aerodynamik und die Lackierung wurden völlig überarbeitet.
Mit der Neuauflage des R18 will Audi sich in diesem Jahr die WEC-Krone von Porsche zurückholen. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, entschied man sich für eine Neukonstruktion des gesamten Antriebs. Angesiedelt ist die Kombination auf Dieselmotor und Hybrid-Einheit in der 6 MJ-Energieklasse.
Während die vorherigen Modelle auf einen Drehmassenspeicher setzten, verwendet der neue R18 ein Batterie-Konzept für die Speicherung der gewonnenen Energie, ähnlich wie es Porsche vergangene Saison im 919 einsetzte. Vergleicht man die neue Hybrid-Technologie mit dem Konzept von 2015, so steht Audi nun die doppelte Energiemenge zur Verfügung.
Das neue Antriebskonzept verfügt über rund 1000 PS. Knapp die Hälfte davon (476 PS) werden durch die Elektro-Einheit beigesteuert, den Rest liefert der 4,0 Liter V6-TDI Motor. Die volle Kraft kann der neue R18 aber nur in acht der neun Saisonrennen ausschöpfen, da in Le Mans ab diesem Jahr ein Limitierung der Elektronantriebe auf 408 PS (300 kW) greift.
Der neue R18 kommt im Grau-Rot-Schwarzen Design daher.
Zusätzlich zur neuen Antriebstechnologie, hat man auch das Chassis verändetr. Das neue Monocoque besteht nun aus einer CFK-Struktur mit einem Aluminium-Wabenkern. Zusätzlich schütz die neue Nase den Fahrer bei einem Aufprall. Die sogenannte „Crashnase“ ist länger geworden um mehr Aufprall-Energie aufnehmen zu können. Das bisherige Laserlicht wurde um neue Matrix-LED-Scheinwerfer ergänzt um Gefahren bei Nacht frühzeitig wahrzunehmen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Neugestaltung des R18 war die Aerodynamik des Fahrzeugs. Die Außenhaut des Le Mans Prototypen wurde völlig neu gestaltet. Die überarbeitete Front ist Teil des neuen Aerodynamikkonzept und soll für einen noch effizienteren Luftstrom sorgen.
Um den Neuanfang mit dem R18 auch nach außen hin besser zu Geltung zu bringen, entschied sich das LMP1-Team für eine neue Lackierung. Nach dem ein weißer Grundton die vergangenen Modelle dominierte, geht der neue R18 TDI e-tron quattro nun im Grau-Rot-Schwarzen-Gewand an den Start.
Via: Audi Sport Pressemitteilung
Bilder: Audi Sport Pressematerial
Im Sommer 2016 jährt sich der grandiose Le Mans Sieg von Ford zum 50. Mal. Es ist nicht verwunderlich, dass alle Augen im Juni auf den US-Autobauer gerichtet sein werden. Doch vor dem Saisonbeginn ist die große Frage, wo steht der Neueinsteiger im Vergleich zu den etablierten GT-Pro Teams. Um Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir mit Marino Franchitti gesprochen. Der Brite ist seit Beginn in das Projekt involviert und kennt den neuen Ford GT besser als kaum ein anderer.
Nach vielen Monaten der Entwicklung folgten unzählige Testläufe, um alle Fehler vorzeitig beheben zu können. Doch auch tausende Runden später gibt es immer noch offene Fragen im Team, wie Marino Franchitti Endurance Archive verriet: „Du erfährst bei den Testfahrten nicht alles, was du für ein konkurrenzfähiges erstes Rennen benötigst. Es ist vielmehr wie ein System-Check wo du nach den Anpassungen erfährst, ob das Auto arbeitet wie erwartet. Die Jungs haben in den vergangenen Monaten einen fantastischen Job gemacht und wir konnten unsere letzte Testfahrt mit null Fehlern starten.“
Das erste Renndebüt feierte der neue Ford GT bei den 24 Stunden von Daytona. Beim Eröffnungslauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, setzte das Ford Chip Ganassi Racing Team zwei der neuen Modelle in der GTLM-Klasse ein. Franchitti verriet, das dieses Rennen eine große Hilfe für alle Beteiligten des WEC-Projekts war: „Die BoP-Vorgaben der beiden Serien sind ziemlich ähnlich. Dank des vollständigen Zugriffs auf die Renndaten des IMSA-Teams, konnten wir schon jetzt eine Menge über das Auto lernen ohne es in der WEC an den Start gebracht zu haben.
„Das Team befindet sich noch in einer frühen Phase und es dauert immer einige Zeit, bis sich alles eingespielt hat. Doch das Auto ist bereits jetzt in einem fortgeschrittenen Stadium. Durch das 24 Stunden Rennen in Daytona wissen wir nun, wir sich das Material über solch eine lange Distanz verhält und konnten bereits erste Anpassungen vornehmen. Nach dem ich zuletzt im November hinter dem Steuer des Wagens saß, war es ein tolles Gefühl im neuen Jahr gleich voll durchstarten zu können.“ erzählt der 37-Jährige Brite.
Der neue Ford GT bei der ersten Testfahrt im Jahr 2015
Doch trotz der guten ersten Perfomance des Ford GT, verlief das Rennen nicht fehlerfrei. Rückblickend ist Franchitti jedoch froh, dass es zu diesen Zwischenfällen in Daytona kam und schaut nun noch positiver auf die kommenden WEC-Rennen: „Die Probleme in Daytona hatten wir bei allen Testfahrten zuvor noch nie gesehen. Es war toll wie das IMSA-Team mit der Situation umgegangen ist und die Techniker umgehend die Fehlerquelle analysieren konnten. Sowohl das IMSA-, als auch das WEC-Team konnten daraus lernen und Umbauarbeiten an allen Ford GT vornehmen, was uns für alle kommenden Läufe helfen wird.“
Auch wenn es bis zum Start der WEC in Silverstone noch ein paar Wochen sind, so hat sich das Ford-Team bereits erste Erwartungen an das Eröffnungsrennen formuliert: „Es ist das erste Rennen für das WEC-Team. Ein guter Start und ein sauberes Rennen bis zum Schluss sind daher unsere obersten Ziele. Wir hoffen jedoch auf eine gute Startposition, um bereits frühzeitig an der Spitze mitkämpfen zu können.“
Das GT-Pro Feld könnte spannender nicht sein. Während Ferrari ebenfalls mit einem neuen Fahrzeug antritt, setzen Aston Martin und Porsche auf behutsame Weiterentwicklungen ihrer Vorjahresmodelle. Auf die Frage, wer der größte Gegner in dieser Saison werden könnte, antwortet Franchitti: „Jeder! Egal wo ich ich mich befinde, überall sehe ich Rivalen die es zu Schlagen gilt.“
GTE-Pro Champion Richard Lietz startet in diesem Jahr für Dempsey Proton Racing
Nach seiner persönlich besten Saison in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft, wird der Österreicher Richard Lietz auch in diesem Jahr in der GTE-Pro Klasse an den Start gehen. Dabei wird der 32-Jährige erstmals als Gejagter in der hart umkämpften Rennserie antreten.
Für Richard Lietz hätte das Motorsportjahr 2015 nicht besser laufen können. Erstmals in der Geschichte der WEC, schaffte er es mit einem Porsche den GTE-Pro Titel zu gewinnen. „2015 war wirklich ein besonderes Jahr, wir konnten alle Titel einfahren und haben somit all unsere Ziele mehr als erreicht“, so der dreimalige Le-Mans-Klassensieger in einem Interview gegenüber Endurance Archive.
Aufgrund des Rückzuges der Porsche GT-Werksmannschaft Manthey, wechselt Lietz zurück zu seinem ehemaligen Rennstall Proton Racing. „Ich kehre gemeinsam mit Michael Christensen zu dem mir bestens bekannten Team Dempsey Proton zurück und hoffe natürlich wieder um Siege fahren zu können.“ Er fügte hinzu: „Wir sind ein privates Team mit Unterstützung aus Weissach, unser Auto ist ein modifizierter 911 RSR und im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern keine komplette Neuentwicklung. Trotzdem hoffe ich, aufgrund unserer Zuverlässigkeit, um den Titel mitfahren zu können.“
Lietz im Porsche 911 RSR auf Siegeskurs bei den sechs Stunden vom Nürbrugring
Mit Ausnahme der 24 Stunden von Le Mans, werden Richard Lietz und Michael Christensen die einzigen Piloten in der WEC-Saison 2016 sein, die mit einem Porsche in der GTE-Pro starten werden. Trotz der alleinigen Aufgabe den Stuttgarter Autobauer in dieser Klasse auf der internationalen Motorsportbühne zu repräsentieren, gibt sich der zweifache Le-Mans-Series Champion gelassen: „Einen gewissen Erfolgsdruck haben wir immer, wir wollen zeigen was unsere Rennfahrzeuge zu leisten im Stande sind. Dennoch denke ich nicht, dass wir mehr Druck als im letzen Jahr haben werden.“
Nachdem Richard Lietz gemeinsam mit Porsche die jahrelange Siegesstrecke von Ferrari unterbrechen konnte, steht auch in diesem Jahr der Titel ganz oben auf dem Plan des Österreichers. Doch auch die Konkurrenz hat die Winterpause genutzt und startet voller Tatendrang in die Saison 2016. Neben dem weiterentwickeltem Modell des Aston Martin Vantage V8, schicken Ferrari und Ford komplett neuentwickelte Boliden ins Rennen. „Wenn man sich die Daten und Fahrzeuge genau anschaut, dann ist theoretisch der Ford überlegen. Er ist kompromisslos als Rennwagen entwickelt worden und nun bauen sie ein Serienfahrzeug auf dieser Basis. Ein wenig könnte die Erfahrung in der WEC fehlen, aber sie haben gute Piloten“, so Lietz über den amerikanischen Neueinsteiger.
Beim Saisonfinale in Bahrain schnappte sich der Österreicher erstmals die GTE-Pro Krone
Trotz des Erfolges gegen Ferrari im Vorjahr, unterschätzt der amtierende GTE-Pro Meister das italienische Team auf keinen Fall. „Ferrari hat die Erfahrung und kennt die WEC genau, aber wie immer bei neuen Sachen, kann auch mal was nicht funktionieren und somit kommen wir auch zu unserer Chance. Wir müssen fehlerfrei die Rennen beenden und zuverlässlich sein.“
Im April wird sich bei den sechs Stunden von Silverstone erstmals zeigen, welcher der vier GTE-Pro Hersteller die beste Arbeit über den Winter geleistet hat. Richard Lietz und sein Teamkollege Michael Christensen, werden dabei alles geben um gleich zu Beginn der Saison ein klares Zeichen zusetzten.
Im vergangenen Jahr bestritt der Brite Mike Conway sein erste vollständige WEC-Saison in der LMP1-Klasse. Nach einer ernüchternden Saison für ihn und das japanische Team, soll 2016 nun alles besser werden. In einem Interview mit Endurance Archive verriet der 32 Jährige, wie die Vorbereitungen laufen und welche Ziele er sich für das neue Jahr gesetzt hat.
Eine der größten Unbekannten in der kommenden Saison ist der neue Toyota TS050. Bisher hält man sich beim Autobauer mit Details zurück und gab nur spärlich Informationen Preis. Mike Conway ist jedoch voller Hoffnung, dass der neue Prototyp an alte Erfolge anknüpfen kann. „Wir müssen wieder konkurrenzfähig werden um wieder um die Spitze kämpfen zu können. Mit dem neuen Fahrzeug sind wir auf einem guten Weg, das auch zu schaffen.“
Neben dem Wunsch, den Toyota wieder Konkurrenzfähig zu bekommen, hat sich das Team noch zwei weitere Ziele für diese Saison gesteckt. „In diesem Jahr wollen wir unbedingt die 24 Stunden von Le Mans gewinnen und den WEC-Titel zurück nach Japan holen.“, so Conway. „Persönlich möchte ich meinen Fahrstil und meine Fähigkeiten im Prototypen verbessern.“
Neben Mike Conway saßen im vergangenen Jahr Stephane Sarrazin und Alexander Wurz hinter dem Steuer des Toyota #2. Nach dem Rücktritt des Österreichers aus dem aktiven Motorsport, entstand eine Lücke, welche unweigerlich Veränderung ins Team brachte. „Der Rückzug von Alex war eine Überraschung für mich“, so der 32-jährige. „Aber ich respektiere seine Entscheidung und seine Karriere. Es war toll mit ihm zusammen zu arbeiten und ich bin froh, dass ich die Gelegenheit bekam, mit ihm zu fahren. Doch er bleibt weiterhin ein Teil des Teams und ist nicht ganz aus der Welt.“
Als Ersatz für Alexander Wurz steigt der Japaner Kamui Kobayashi vom Test- und Ersatzfahrer zum Stammfahrer auf. In diesem Jahr wird er im neuen Fahrzeug mit der Nummer 6 neben Conway und Sarrazin Platz nehmen. Auf die Frage zu seinem neuen Kollegen antwortete Conway: „Kamui ist ein schneller Fahrer und es ist gut ihn als Teamkollegen zu haben. Wir haben bereits erste Tests zusammen absolviert und kamen auf Anhieb gut miteinander klar.
Am 25. März wird Toyota im Rahmen des Prologs den neuen TS050 der Öffentlichkeit vorstellen. Für den japanischen Autobauer wird die fünfte Saison einen Neuanfang bilden. Mit einem neuen Auto, den neuen Teamfarben rot-weiß-schwarz und einem neuen Stammpiloten soll nun alles besser werden.
Auch Mike Conway ist überzeugt, dass die Vielzahl an Veränderungen den nötigen Schwung bringen, welchen man für die Siege in Le Mans und der WEC benötigt. Sollte die Technik keinen Strich durch die Rechnung machen, könnte 2016 eines der spannendsten WEC-Jahre werden.
Bild 1 – Walter Schruff (Endurance Archive)
Bild 2 – Toyota GAZOO Racing
Bild 3 – James Clarke (Endurance Archive)