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  • Bruno Senna über sein WEC-Comeback mit RGR

    Bruno Senna über sein WEC-Comeback mit RGR

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    Bruno Senna ist in der WEC kein Unbekannter. Bereits zwei Jahre ging der Brasilianer für Aston Martin an den Start, bevor er sich entschied einen Werksvertrag bei McLaren zu unterschreiben um in deren GT-Programm zu fahren. In diesem Jahr wird er wieder in die Weltmeisterschaft zurückkehren und für RGR by Morand antreten.

    Nach dem Bruno Senna das britische Aston Martin Team 2014 verlassen hatte, lag sein Fokus auf dem McLaren GT-Programm und der neuen Formel E, wo er aktuell für Mahindra startet. In einem Interview verriet der 32 jährige Endurance Archive, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt gekommen ist, um wieder in die WEC zurückzukehren. „Bei RGR hab ich die Chance in einem konkurrenzfähigen Wagen zu fahren. Hinzu kommt, dass es 2016 keine Terminkollisionen mit der Formel E gibt und ich so in beiden Serien voll teilnehmen kann.“

    Doch es wird nicht einfach in dieser Saison sagt Senna. „Uns steht wohl eines der größten und stärksten LMP2-Felder seit langem bevor. Es wird hart, aber wir sind zuversichtlich, das wir uns mit unserem Fahrzeug gut schlagen werden. Ich denke die härtesten Gegner werden die üblichen Verdächtigen SMP, G-Drive und das zusätzliche Fahrzeug von Jota in Le Mans sein. Nicht ignorieren dürfen wir jedoch die vielen weiteren LMP2-Team gerade in Le Mans. Bei solche einem langen Rennen kann es viele Überraschungen geben.“
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    In diesem Jahr teilt sich Senna das Fahrzeug mit Ricardo Gonzales und Filipe Albuquerque. Auf die Frage über seine neuen Teamkollegen gesteht der Brasilianer: „Ich bin Ricardo (Gonzales) vorher noch nie auf der Strecke begegnet, doch wir haben viele gemeinsame Freunde und ich habe schon viel von ihm gehört. Ricardo ist ein cooler Typ der den Motorsport wirklich liebt und motiviert ist, Le Mans und die WEC zu gewinnen. Die Wege von Filipe (Albuquerque) und mir haben sich hingegen schon ein paar mal gekreuzt. Er ist sehr stark und visiert in seinen Rennen, was super zu meiner Fahrweise passt. Ich freue mich schon mit diesen beiden Gentleman fahren zu dürfen.“

    Trotz der Doppelbelastung durch zwei Rennserien, will Senna in beiden sein bestes geben. Es ist Zufall, dass die beiden Rennkalender nicht kollidieren und er ist sich auch der Gefahr bewusst, dass sich Termine jederzeit ändern können. „Glücklicherweise gibt es mit der aktuellen Formel E Saison und der neuen WEC-Saison keine Überschneidungen. Eine große Unbekannte ist jedoch die kommende Formel E Saison, welche wieder im Herbst startet. Hierzu gibt es leider noch keine Termine. Bei dem Fokus auf zwei Serien muss man aber immer damit rechnen, dass sich ein Rennen verschiebt und man sich schmerzlich zwischen Formel E und WEC entscheiden muss. Ich hoffe dass es 2016 nicht dazu kommt.“
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    Wir alle erinnern uns an 2013 und 2014, als die WEC in Brasilien gastierte und Fans in scharen an die Strecke stürmten um ihre Landsleute zu unterstützen. Vergangene Saison wurde der Lauf in Südamerika aus dem Kalender gestrichen und als Ersatz führte man die 6 Stunden vom Nürburgring ein. Auch in der kommenden Saison wird es keine Rückkehr nach Brasilien geben. Senna fehlt sein Heimrennen wie er offen zugibt: „Es ist schade, dass wir dieses Jahr nicht in Brasilien fahren können. Das Land macht aktuell eine harte Zeit durch und auch finanziell sieht es nicht sonderlich gut aus. Ich hoffe sehr das sich das Land schnell wieder erholt und wir in den kommenden Jahren wieder mit der WEC und Formel E in Brasilien starten können.

    In Senna’s WEC-Pause sind zwei neue Rennen in den WEC-Kalender aufgenommen wurden. Während er am Nürburgring schon erste Erfahrung sammeln konnte, ist das Rennen in Mexiko für ihn noch gänzlich neu: „Den Nürburgring kenne ich noch aus meiner Formel 1 Zeit und ich denke das es einfacher wird dort zu fahren als in Mexiko, was für mich noch völliges Neuland ist. Für das Team bildet dieser Lauf zugleich das Heimrennen und ich bin schon sehr gespannt, wie sich unser Auto in den Höhen von Mexiko-Stadt schlagen wird. Am meisten freue ich mich jedoch auf Spa, Le Mans und COTA, da dies mit Abstand meine Lieblingsstrecken sind.“

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    Foto 2 – Endurance Archive (James Clarke)

  • Eine Reise zu den 6 Stunden von Silverstone

    Eine Reise zu den 6 Stunden von Silverstone

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    Die WEC Saison 2016 beginnt am 17. April mit den 6 Stunden von Silverstone. Viele Fans spielen mit dem Gedanken, selbst einmal zum Jahresauftakt nach England zu fahren. Unser Fotograf Ton war bereits mehrfach an der Strecke und hat einen kleinen Reisebericht geschrieben, was euch auf dem Weg nach Silverstone erwartet.

    Alle die vom europäischen Festland aus starten, müssen einen Weg finden, den Ärmelkanal zu überwinden. Dazu hat man die Wahl zwischen der Autofähre und dem Eurotunnel. Durchschnittlich werden für eine Überfahrt auf der Fähre (inkl. Auto) um die 100€ fällig. Der Eurotunnel wird mit dem Zug durchquert, das Auto kann hier ebenfalls mitgenommen werden. Die Kosten für eine Strecke liegen bei ca. 135€. Zeitlich dauert das Übersetzen mit der Fähre ca 90min. Durch den Eurotunnel benötigt man hingegen nur 35min.
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    Hat man die englische Küste erreicht, sind es noch rund 240km bis zur Rennstrecke. Der beste Weg dort hin ist die Ostumfahrung von London (genannt Dartford Crossing). Auf der Fahrt benutzt man den Tunnel unter der Themse. Hier ist es wichtig sich vorher im Internet für die Durchfahrt zu registrieren, da eine Mautgebühr von 5 Pfund verlangt wird. Die Kontrolle erfolgt durch eine automatische Kennzeichenerfassung. Benutzt man den Tunnel ohne Registrierung, so wird ein Bußgeld von 60 Pfund fällig.

    Auf der Fahrt nach Silverstone empfiehlt sich frühzeitiges Tanken, da es nur wenige Tankstellen an der Autobahn gibt. Übernachtungsmöglichkeiten in der näheren Strecken-Umgebung sind hingegen reichlich vorhanden. Camping ist um diese Jahreszeit nur bedingt zu empfehlen da die Nachttemperaturen schnell in den einstelligen Bereich abrutschen.
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    An der Rennstrecke angekommen erwarten einen genügend Parkplätze. Hat man es durch den Eingangsbereich geschafft, sollte man auf jeden Fall nach dem Shuttle-Bus ausschau halten. Das Streckenareal ist sehr weitläufig und das neue Fahrerlager ist ca. 15 Minuten Fußweg vom Haupteingang entfernt. Dank des Shuttle-Services lässt sich dieser Weg jedoch bequem verkürzen.

    Bilder & Text: Endurance Archive (Ton Kerdijk)

  • Die Starterliste der ELMS

    Die Starterliste der ELMS

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    Neben der WEC, gab auch die ELMS bei der Jahresauftakt-Veranstaltung von FIA und ACO die Starterliste für die kommende Saison bekannt. Erstaunlich ist die Größe des neuen Feldes. Nach dem man die GTC-Klasse in eine eigene Rennserie ausgelagert hatte, war lange Zeit unklar ob sich überhaupt genügend Teilnehmer finden werden.

    Mit 44 Teilnehmern im Jahr 2016 überraschten die ELMS-Veranstalter am Freitag alle. Trotz der Reduzierung auf drei Kategorien konnte man sich vor Bewerbern kaum retten. Aufgrund der baulich bedingten Obergrenzen der Rennstrecken musste man einigen Bewerbern eine Absage erteilen.

    Den größten Zuwachs kann mit Abstand die LMP3-Klasse verzeichnen. Durch die Ausweitung auf fünf verschiedene Chassis-Hersteller und die unterschiedlichen Preise der Fahrzeuge stieg das Interesse an der Einstiegsklasse rasant. Insgesamt werden 20 Teilnehmer an den Start gehen. Erstaunlich ist, dass 19 davon auf den neuen Ligier JS P3 setzen werden.

    LMP2

    Team Fahrzeug Startnummer
    Greaves Motorsport Gibson 015S – Nissan #1
    Dragonspeed Oreca 05 – Nissan #21
    SO24! by Lobard Racing Ligier JS P2 – Judd #22
    Panis Barthez Competition Ligier JS P2 – Nissan #23
    Alarve Pro Racing Ligier JS P2 – Nissan #25
    IDEC Sport Racing Ligier JS P2 – Judd #28
    Pegasus Racing Morgan – Nissan #29
    Courage BR 01 – Nissan #32
    Eurasia Motorsport Oreca 05 – Nissan #33
    Race Performance Oreca 03R – Judd #34
    G-Drive Racing Gibson 015S-Nissan #38
    Krohn Racing Ligier JS P2 – Nissan #40
    Greaves Motorsport Ligier JS P2 – Nissan #41
    Thiriet by TDS Racing Oreca 05 – Nissan #46
    Murphy Prototypes Oreca 03R – Nissan #48

    LMP3

    Team Fahrzeug Startnummer
    United Autosports Ligier JS P3 – Nissan #2
    United Autosports Ligier JS P3 – Nissan #3
    OAK Racing Ligier JS P3 – Nissan #4
    SVK by Speedfactory Ligier JS P3 – Nissan #5
    360 Racing Ligier JS P3 – Nissan #6
    Villorba Corse Ligier JS P3 – Nissan #7
    Race Performance Ligier JS P3 – Nissan #8
    Graff Ligier JS P3 – Nissan #9
    Graff Ligier JS P3 – Nissan #10
    Euro International Ligier JS P3 – Nissan #11
    Euro International Ligier JS P3 – Nissan #12
    Inter Europol Competition Ligier JS P3 – Nissan #13
    MurphyP3-3dimensional.com Riley AR-2 – Nissan #14
    RLR MSport Ligier JS P3 – Nissan #15
    Panis Barthez Competition Ligier JS P3 – Nissan #16
    Ultimate Ligier JS P3 – Nissan #17
    M.Racing-YMR Ligier JS P3 – Nissan #18
    Duqueine Engineering Ligier JS P3 – Nissan #19
    Duqueine Engineering Ligier JS P3 – Nissan #20
    OAK Racing Ligier JS P3 – Nissan #24

    LMGTE

    Team Fahrzeug Startnummer
    AF Corse Ferrari F458 Italia #51
    AF Corse Ferrari F458 Italia #55
    AT Racing Ferrari F458 Italia #56
    TDS Racing Aston Martin V8 Vantage #59
    Formula Racing Ferrari F458 Italia #25
    JMW Motorsport Ferrari F458 Italia #28
    Proton Competition Porsche 911 RSR 991 #77
    Proton Competition Porsche 911 RSR 991 #88
    Aston Martin Racing Aston Martin V8 Vantage #99
  • Frischer Wind in der LMP2-Klasse 2016

    Frischer Wind in der LMP2-Klasse 2016

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    Am gestrigen Freitag wurde auf der Pressekonferenz des ACO die Starterliste für die Saison 2016 vorgestellt. Trotz des Wechsels der LMP2-Vizemeister in die GTE-Am Klasse und der Minimierung des Fahrzeugaufgebotes von G-Drive, kann die LMP2-Klasse ein positives Wachstum verzeichnen.

    Wie bereits bekannt, kehrt das LMP2-Meisterteam aus dem Jahr 2014 nach einem Entwicklungsjahre zurück in die Weltmeisterschaft. Mit dem eigens entwickeltem Fahrzeug BR01 trat man bereits beim Saisonfinale der WEC in Bahrain an und zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Insgesamt wird SMP-Racing zwei Prototypen in der LMP2-Klasse an den Start schicken. Die russische Mannschaft bestätigte für 2016 bereits die Piloten, Vitaly Petrov, Kirill Ladygin und Victor Shaytar, sowie Nicolas Minassian und Maurizio Mediani. Als möglicher Kandidat auf den sechsten verbleibenden Platz, wird derzeit der Monegasse Stefano Coletti gehandelt.

    Ein weiteres neues Team auf dem WEC-Grid kommt aus der Asian Le Mans Series. Das Team Baxi DC Racing Alpine, wird durch die ehemaligen Fahrer von Eurasia Motorsport, David Cheng und Ho-Pin Tung an den Start gebracht. Die Mannschaft wird gemeinsam mit dem französischen Team Signatech Alpine, welches 2015 in der WEC debütierte, zusammenarbeiten und technische Unterstützung bekommen. Das Programm läuft unter dem Hut der Franzosen, was durch das gleiche Fahrzeug, den Alpine A460 und die Startnummern #35 und #36 deutlich wird. Wer den dritten Platz im Fahrzeug neben Cheng und Tung einnehmen wird, ist noch nicht bekannt.

    Das dritte neue Team in der LMP2-Klasse, kommt aus Mexiko. Gemeinsam mit dem Team Morand, welches im vergangenen Jahr mit SARD kooperierte, schloss sich nun LMP2-Profi Ricardo Gonzalez zusammen und gründete sein eigenes Team unter dem Namen RGR Sport by Morand. Für sein Projekt holt sich Gonzalez den ehemaligen Formel 1 und Aston Martin Werksfahrer Bruno Senna sowie den derzeitigen Audi Piloten Felipe Albuquerque an Bord. Starten wird das Trio in einem rot lackiertem Ligier JS P2 – Nissan.

    Der letzte LMP2-Neueinsteiger war für alle Beteiligten der gestrigen Pressekonferenz in Paris eine Überraschung. Die Mannschaft Manor, welche vor allem aus der Formel Eins bekannt ist, wird nach 26 Jahren im Motorsport sein Debüt auf der Langstrecke und in Le Mans geben. Den ersten Fahrer hat die Mannschaft um Teamchef John Booth bereits bekannt gegeben. Der Thailänder und langjährige Manor-Pilot Tor Graves wird 2016 mit dem Team um die ersten WEC-Siege kämpfen.

    Mit den neuen Teilnehmern für 2016 weist das LMP2-Feld eine Größe von zehn Fahrzeugen auf und stellt somit die größte WEC-Klasse in der neuen Saison.

    Bild: Endurance Archive / Walter Schruff

     

  • WEC-Starterliste für die Saison 2016

    WEC-Starterliste für die Saison 2016

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    Auf der jährlichen Pressekonferenz in Paris, verkündigte der ACO am heutigen Nachmittag die Starterliste für die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft Saison 2016. Hier ein kurzer Einblick in das diesjährige Starterfeld:

    LMP1

    Team Fahrzeug Startnummer
    Porsche Team Porsche 919 Hybrid #1
    Porsche Team Porsche 919 Hybrid #2
    ByKolles Racing Team CLM P1/01 -AER #4
    Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 – Hybrid #5
    Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 – Hybrid #6
    Audi Sport Team Joest Audi R18 #7
    Audi Sport Team Joest Audi R18 #8
    Rebellion Racing Rebellion R-ONE – AER #12
    Rebellion Racing Rebellion R-ONE – AER #13

    LMP2

    Team Fahrzeug Startnummer
    G-Drive Racing Oreca 05 – Nissan #26
    SMP Racing BR01 – Nissan #27
    SMP Racing VR01 – Nissan #37
    Extreme Speed Motorsports Ligier JS P2 – Nissan #30
    Extreme Speed Motorsports Ligier JS P2 – Nissan #31
    BAXI DC Racing Alpine Alpine A460 – Nissan #35
    Signatech Alpine Alpine A460 – Nissan #36
    Strakka Racing Gibson 015S – Nissan #42
    RGR Sport by Morand Ligier JS P2 – Nissan #43
    Manor Oreca 05 – Nissan #44

    GTE-Pro

    Team Fahrzeug Startnummer
    AF Corse Ferrari 488 GTE #51
    AF Corse Ferrari 488 GTE #71
    Ford Chip Ganassi Team UK Ford GT #66
    Ford Chip Ganassi Team UK Ford GT #67
    Dempsey-Proton Racing Porsche 911 RSR (2016) #77
    Aston Martin Racing Aston Martin Vantage #95
    Aston Martin Racing Aston Martin Vantage #97

    GTE-Am

    Team Fahrzeug Startnummer
    Larbre Competition Chevrolet Corvette C7-Z06 #50
    KCMG Porsche 911 RSR #78
    AF Corse Ferrari 458 Italia #83
    Gulf Racing UK Porsche 911 RSR #86
    Abu Dhabi-Proton Racing Porsche 911 RSR #88
    Aston Martin Racing Aston Martin V8 Vantage #98
  • Neustart bei Toyota Gazoo Racing

    Neustart bei Toyota Gazoo Racing

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    Die Saison 2016 steht bei Toyota Gazoo Racing im Zeichen des Neuanfangs. Nach der mageren Titelverteidigung im vergangenen Jahr, wollen die Japaner mit einem neuen Wagen und gestärktem Team zurück an die Spitze.

    Bereits Mitte der vergangenen Saison war die Überraschung groß, als man den Teamnamen von Toyota Hybrid Racing in Toyota Gazoo Racing änderte. Dieser Punkt symbolisierte einen Neuanfang beim LMP1-Projekt des Autobauers, da man unter dem bisherigen Konzept einen Schlussstrich zog und begann sich wieder auf die eigenen Wurzeln zu besinnen.

    Wenig später gab man bekannt, dass der ehemalige Weltmeisterwagen TS040 zum Jahreswechsel durch den Nachfolger TS050 abgelöst wird. Der kommende Prototyp wird neben einer überarbeiteten Aerodynamik und neuer Rot-Schwarz-Weißer Lackierung auch einen anderen Antrieb bekommen. Im Fokus steht nicht der bisherige V8-Saugmotor, sondern erstmals ein V6-Turbo. Der Elektroanteil des Antriebskonzepts soll steigen um gegen Porsche in der 10 MJ-Klasse bestehen zu können. Das Hybrid-Konzept als Ganzes wird ebenfalls eine Frischekur bekommen und mit einigen neuen Überraschungen aufwarten.
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    Neben dem Fahrzeug gibt es im neuen Jahr auch Änderungen im Kader. Mit Ende der Saison 2015 verkündete Werkspilot Alexander Wurz sein Karriere-Ende im Motorsport. Heute gab das Team bekannt, dass man mit dem bisherigen Test- und Ersatzfahrer Kamui Kobayashi einen Nachfolger gefunden hat. Der ehemalige Ferrari-GT-Pilot wird im zweiten Prototypen der Japaner Platz nehmen.

    Neu in den Kader als Test- und Ersatzfahrer könnte der 21-jährige Ryo Hirakawa stoßen. Wie Toyota bekannt gab, wird der junge Japaner einen durch den Autobauer finanzierten Platz in einem LMP2-Fahrzeug der ELMS bekommen um sich an die Prototypen zu gewöhnen. Bereits in diesem Jahr fuhr er für die Konzerntochter Lexus in der Super GT und konnte seinen ersten Rennsieg erzielen.

    Die offizielle Bekanntgabe über die Besetzung des Reserve-Fahrers sowie die Enthüllung des neuen Prototypen soll beim WEC-Prolog im März erfolgen.

    Quelle: Toyota Gazoo Racing – Pressemeldung
    Via: Autosport.com
    Bild: #1 Toyota Gazoo Racing Pressematerial; #2 Endurance Archive (Walter Schruff)

  • FIA beschließt Änderungen für 2016

    FIA beschließt Änderungen für 2016

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    Gestern am späten Abend tagte in Paris das Motorsportgremium der FIA um die Änderungen für alle Rennserien zu beschließen. Ein Punkt auf der Tagesordnung war die WEC-Saison 2016 und die Verabschiedung des neuen Kalenders.

    Im kommenden Jahr wird die FIA WEC erstmals neun Saison-Läufe austragen. Auf dem gestrigen Treffen bestätigte das Gremium den ausgearbeiteten Plan der Serien-Veranstalter, die Anzahl um ein Rennen anzuheben. Nach dem in diesem Jahr die 6 Stunden vom Nürburgring als Ersatz für Brasilien eingeplant wurden, folgt 2016 ein weiterer Neuzugang. Erstmals in der Geschichte der WEC wird es die 6 Stunden von Mexico-City geben.

    Ob dieser Lauf aber auch wirklich ausgetragen wird ist noch offen, da diverse Teams schon mit bekanntwerden des Kalender Bedenken geäußert haben. Der Lauf war ohne Rücksprache mit den Teams aufgenommen wurden und sorgt für zusätzliche Kosten, welche in den einzelnen Plänen für 2016 nicht berücksichtigt waren. Darüber hinaus ist noch die Vertragsunterzeichnung zwischen Veranstalter und Streckenbetreiber offen.
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    Neben dem Kalender wird es auch Änderungen beim technischen Reglement geben. Der von ACO und FIA ausgearbeitete Maßnahmenkatalog wurde in allen Punkten abgesegnet und tritt damit in Kraft. Bei den LMP1-Fahrzeugen wird es Anpassungen bei den Hybrid- und Aerodynamik-Vorgaben, der Nutzung von Windtunneln und der Begrenzung der Testtage geben um die Kategorie attraktiver für Neueinsteiger zu machen. Detail zur genauen Ausführung folgen demnächst.

    In der LMGTE folgt 2016 ein neues Reglement, welches in allen Bereichen überarbeitet wurde. Nach dem die Umsetzung schon eher beschlossen wurde, stand nun eine Ergänzende Reglung auf dem Plan um die Sicherheit zu erhöhen. Mit dem kommenden Jahr müssen alle LMGTE künftig über Sicherheitsnetzte in Fahrernähe verfügen, um bei einer Kollision schwere Verletzungen zu vermindern.

    Die Netze müssen dem FIA-Standard 8863-2013 entsprechen, die selben Modellen wie sie bereits in den GT3-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Ohne funktionsfähiges Sicherheitsnetz bekommt das Fahrzeug keine Startfreigabe für das jeweilige Rennen.

    Via: FIA WEC Pressemeldung
    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Audi stellt neuen R18 TDI e-tron quattro vor

    Audi stellt neuen R18 TDI e-tron quattro vor


    Vor gerade einmal sieben Tagen fand in Bahrain das Saisonfinale der WEC statt. Während ein Großteil der Teams noch mit dem Abschluss des alten Motorsport-Jahres beschäftigt ist, wandte man sich bei Audi heute bereits der Zukunft zu. In München stellte der Autobauer in Rahmen seines Jahresabschluss-Events die Pläne für die Saison 2016 vor.

    Mit dem neuen Jahr soll alles anders werden. Unter diesem Motto stellte der Autobauer aus Ingolstadt die Pläne für die FIA WEC 2016 vor. Den Anfang macht das neue Fahrzeug, welches intern unter der Bezeichnung RP6 entstanden ist. Der neue R18 TDI e-tron quattro kommt mit einem völlig überarbeiteten Antriebskonzept daher, welches erstmals auf den Schwungrad-Speicher verzichtet. Stattdessen hat man sich bei Porsche inspirieren lassen und wird Lithium-Ionen-Batterien zur Energiespeicherung verbauen.

    Nach der Abgas-Affäre des VW-Konzerns unterzog man auch den Dieselmotor einer Revision. Mit einem optimierten 4 Liter V6 Motor und dem Kürzel „TDI“ im Fahrzeugnamen will man ein klares Signal setzten und zeigen, dass man die Affäre hinter sich lässt. Beim Antriebsmix steigt der Elektroanteil im Vergleich zum bisherigen Modell, was eine Verdopplung der Leistung zur Folge haben soll. Ab 2016 wird man daher wie die Konkurrenz in der 6 MJ-Klasse antreten.

    Neben dem neuen Innenleben hat man auch die Außenhaut des Le Mans Prototypen gänzlich überarbeitet. Die Streben an der Front sind verschwunden und wurden durch große Carbonflächen ersetzt. Die Nase an sich ist etwas nach oben gewandert, währen die Scheinwerfer in den neuen, größeren Radkästen weiter nach unten gerutscht sind. Die Seitenkästen und das Heck hat man aerodynamisch weiter optimiert und gleichzeitig zusätzlichen Platz für den Batterie-Speicher geschaffen.

    Insgesamt, ist der R18 dank neuer Materialien ein ganzes Stück leichter geworden und man hat weiter am eigenen Leichtbau-Konzept feilen können. Die Lackierung ist erstmals Schwarz-Rot gehalten, während die Vor-Saison-Modelle der letzten Jahre nur in Schwarz daher kamen. Es wäre durchaus denkbar, dass uns im kommenden Jahr eine neue Lackierung bei den Ingolstädtern erwarten könnte.

    Trotz der ganzen Freude über das neue Fahrzeug, gibt es auch Verluste zu verzeichnen. Sowohl Audi als auch Porsche werden im kommenden Jahr auf ihren dritten Prototypen in Le Mans verzichten. Grund für diese Maßnahme ist die Abgas-Affäre des VW-Konzerns, welche zu niedrigeren Budgets geführt hat. Mit den neuen Finanzvorgaben ist es aktuelle nicht realisierbar mit einem dritten Wagen an den Start zu gehen. Die Fahrertrios in der #7 und der #8 bleiben unverändert. Die Piloten des Audi #9 werden sich daher künftig mit der Test- und Ersatzfahrerrolle zufrieden geben müssen.

    Bilder und Quelle: Audi Sport Pressemitteilung

  • Ferrari verliert erstmals GTE-Pro Titel

    Ferrari verliert erstmals GTE-Pro Titel

    Mit dem Jahr 2015 wollte Ferrari die WEC-Erfolgsgeschichte des F458 Italia abschließen, da man ab der Saison 2016 mit dem Nachfolgemodell 488 GTE um Siege kämpfen wird. Der seit 2012 ungeschlagene Ferrari F458 Italia sollte einen ordnungsgemäßen Abschied bekommt, indem die AF Corse Mannschaft auch im letzten Einsatzjahr alle drei Meistertiteln der GTE-Pro holt. Doch Porsche machte den Italienern einen Strich durch die Rechnung und am Ende reichte es nur für die Vizetitel.

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    Ferrari verliert erstmals den Kampf um den GT-Pro Titel der Langstrecken-Weltmeisterschaft

    Ferrari startete im britischen Silverstone nach einem misslungenem Qualifying gut in die Saison 2015 und holte sich mit dem Fahrer-Duo Gianmaria Bruni und Toni Vilander den ersten Sieg des Jahres. Gefolgt vom Porsche-Gespann Richard Lietz und Michael Christensen auf zwei und den eigenen Teamkollegen Davide Rigon und James Calado auf dem dritten Rang. Im darauf folgendem sechs Stunden Rennen von Spa-Francorchamps, verpassten Bruni und Vilander auf dem vierten Platz das Podium nur knapp. Ihre Fahrerkollegen im Schwesterauto #71 wurden nur siebter. Das Rennen entschieden Alex McDowall, Fernando Rees und Richie Stanaway im Aston Martin #99 für sich. Die Plätze zwei und drei gingen an die Porschefahrer in den Autos #92 und #91.

    Beim großen Saisonhighlight, den 24 Stunden von Le Mans, wendete sich das Blatt im Meisterschaftskampf. Hinter den Gaststartern Oliver Gavin, Tommy Milner und Jordan Taylor, welche in der Corvette C7.R das Rennen in der GTE-Pro Klasse für sich entscheiden konnten, landeten Rigon und Calado auf dem zweiten Platz vor Bruni und Vilander. Richard Lietz landete mit seinen Teamkollegen im Auto #91 auf dem fünften Rang. Die Mannschaft rund um den Porsche #92 schied aus dem Rennen aus.

    Nach der Sommerpause meldete sich Porsche mit einem Doppelsieg auf dem Nürburgring zurück. James Calado und Davide Rigon beendeten das 6-Stunden-Rennen auf dem dritten Platz. Das Erfolgsduo Bruni/Vilander beendete das Rennen nach einer großen Reparatur auf der letzten Position. In dem darauf folgendem Rennen im texanischen Austin, konnten Richard Lietz und Michael Christensen ihre Leistung aus Deutschland bestätigen und holten erneut vor ihrem Schwesterfahrzeug #92 den Sieg. Gefolgt wurden die beiden 911er erneut von James Calado und Davide Rigon im Ferrari #71. Bruni und Vilander brachten das Auto #51 nach mehreren Problemen nur auf dem siebten Platz ins Ziel.

    Das Japanrennen auf der Strecke in Fuji brachte dann den vermeintlichen Umschwung bei Ferrari. Das Duo der #51 holte nach zwei Pleiten in Folge den Sieg nach Italien. Allerdings blieb das Porsche Team Manthey auf dem erarbeitetem Leistungsniveau und landete auf den Plätzen zwei (#92) und vier (#91). Rigon und Calado wurden im Ferrari #71 dritter. Beim vorletzten Rennen der Saison änderten sich die Reihenfolgen und der Porsche 911 RSR #91 mit Lietz und Christensen holte den Sieg in China. Gefolgt von Bruni und Vilander vor dem Porsche #92 und dem Ferrari #71.

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    Porsche verhinderte den vierten Meisterschaftssieg des Ferrari F458 Italia in Bahrain

    Nach diesen harten Kämpfen um die Spitze, in welchem Aston Martin seit Spa-Francorchamps keine große Rolle mehr spielte, reiste Porsche mit einem knappen Vorsprung zum Finale nach Bahrain. Allerdings behielten die Ferrari-Werkspiloten Bruni und Vilander in der Hitze einen kühlen Kopf und holten mit einer Zeit von 1:58.347 die Poleposition vor James Calado und Davide Rigon. Nach einem turbulenten Finalrennen mit vielen Zwischenfällen und Zweikämpfen, konnte Porsche mit dem Fahrzeug #92 gewinnen. Toni Vilander und Gianmaria Bruni kamen zwar auf dem zweiten Platz ins Ziel, verloren aber aufgrund des Punkterückstandes die Fahrer-Meisterschaft an den auf Platz fünf gelandeten Richard Lietz aus dem Porsche #91. Der sechste Platz von Calado und Rigon half der Ferrari Mannschaft AF Corse auch nicht in der Team und Herstellerwertung weiter und man verlor im letzten Jahr des Ferrari F458 Italia alle drei möglichen Titel an die Porsche-Mannschaft von Olaf Manthey.

    Bilder: FIAWEC – #1; #2