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  • Die Regeländerungen 2016 im Überblick

    Die Regeländerungen 2016 im Überblick

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    Auf seiner letzten Sitzung verabschiedete der Motorsportrat der FIA eine Vielzahl neuer Paragraphen und Regeln. Eine Rennserie, über die Abgestimmt wurde, war die FIA WEC. Mit dem jüngsten Beschluss des Motorsportrats werden 2016 einige Regeln in Kraft treten. Wir haben alles wichtige in diesem Artikel zusammengetragen.

    Bereits im Vorfeld der 24 Stunden von Le Mans hatten FIA und ACO Angst, dass man den bisherigen Rundenrekord aufgrund der modernen Hybrid-Technik unterbieten könnte. Es dauerte nicht lange und aus der Theorie wurde Realität. In den Augen der Verantwortlichen stellt allein die Möglichkeit, dass man auf einer temporären, teil-öffentlichen Rennstrecke solche Zeiten erreicht, ein zu großes Sicherheitsrisiko dar. Nach dem der Streckenrekord geknackt wurde, kündigte man eine Leistungsbegrenzung für das Folgejahr an.

    Mit der kommenden Saison werden FIA und ACO für die 24 Stunden von Le Mans eine Energiemengenbeschränkung bei den LMP1-Fahrzeugen einführen. Um die Sicherheit bei dem Klassiker zu gewährleisten und ein Abheben der Fahrzeuge zu verhindern, dürfen pro Runde maximal 300kw verbraucht werden. Sollte ein Wagen wie z.B. der Toyota über mehr kw pro Rund verfügen, so muss die Leistungsreduzierung durch eine Begrenzung des Verbrennungsmotors herbeigeführt werden. Die Elektro- bzw. Hybridsysteme dürfen nicht gedrosselt werden und müssen in ihrer vollen Leistung zur Verfügung stehen. Während direkt nach Bekanntgabe die Befürchtung aufkam, dass die Energiemengenbeschränkung für die ganze Saison gilt, so folgte kurz darauf ein Nachtrag, das diese Regelung nur in Le Mans Anwendung findet und alle anderen WEC-Rennen ohne Zusatzdrosselung ausgetragen werden.

    Über die „Le Mans Sonderregel“ hinaus wurden einige kleinere Sicherheitsrelevante-Änderungen in den unterschiedlichsten Bereichen vorgenommen, um das Schutzlevel für alle Beteiligten der LMP1-Teams zu erhöhen. Für die LMP2-Klasse wurden ebenfalls zusätzliche Sicherheitsmahnen verabschiedet, welche sich in einem ähnlichen Umfang wie die der LMP1 bewegen. Zusätzlich wurde die Motorenbegrenzung angepasst. Während man in diesem Jahr für den Prolog einen Antrieb aus dem Kontingent verwenden musste, ist dies nun nicht mehr nötig. Für die offiziellen Testtage können die LMP2-Mannschaften beliebig viele Zusatzmotoren verwenden, welche nicht angerechnet werden.

    Abschließend wurde eine Klassenübergreifende Änderung im Verhalten bei roter Flagge beschlossen. Wird ein WEC-Rennen mit schwenken der roten Flagge unterbrochen, so müssen sich alle Fahrzeuge unverzüglich zum Startbereich begeben. Während dieser Runde sind von nun an nur noch 80 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt. Sollte ein Wagen schneller unterwegs sein, wird dieses Verhalten mit hohen Strafen im Rennverlauf geahndet.

    Quelle: FIA Pressemeldung / Autosport.com
    Bildquelle: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Das Ende und der Anfang für Nissan

    Das Ende und der Anfang für Nissan

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    Die Saison 2015 ist für Nissan offiziell zu Ende. Wie der japanische Autobauer jetzt bekannt gab, wird man in diesem Jahr nicht mehr in die WEC zurückkehren. Nach dem Debakel in Le Mans musste man sich eingestehen, dass das Konzept einfach noch nicht ausgreift war. Trotz des Rückzugs will man nicht Aufgeben und wird im kommenden Jahr wiederkommen.

    Der Motor war nicht ausgereift, die Hybrideinheit nicht funktionsfähig, der Frontantrieb zu anfällig und die Performance einfach nicht konkurrenzfähig. Insgesamt war der Nissan GT-R LM Nismo einfach noch nicht so weit, um bei einem Rennen anzutreten. Nach dem äußerst peinlichen Auftritt in Le Mans zog die Firmenspitze die Notbremse und setzte das Projekt auf den Prüfstand. Lange Zeit war unklar, ob wir den LMP1-Wagen je wieder auf einer Rennstrecke sehen werden. Doch bei Nissan glaubt man weiterhin an das Potential des Fahrzeugs und will mit dem Saisonbeginn 2016 wieder in der WEC antreten.

    Die Zeit bis April will Nissan nach eigenen Angaben nutzen, um den Prototypen Konkurrenzfähig zu machen. Bereits vor einigen Tagen testete man auf dem Circuit of the Americas und konnte einen ersten Erfolg verbuchen. Mit den Zeiten der 6 Stunden von COTA als Referenz, war man endlich in der Lage die LMP2-Klasse zu überbieten. Die aktuellen Zeiten liegen nun auf Level der LMP1-Privatteams. Es ist noch ein harter Weg bis man die etablieren Werksmannschaften schlagen kann, doch langsam macht es den Eindruck als weiß man wo das Problem liegt.

    Neben den Änderrungen am Fahrzeug hat das vorzeitige Saisonende auch personelle Konsequenzen. Im Februar investierte Nissan knapp 10 Millionen Euro ins Marketing um den Einstieg in die WEC bestmöglich zu promoten. Die Öffentlichkeit schaute gebannt auf Nissan. Doch anstatt des erhofften Schubs im Privatkundengeschäft durch einen Le Mans Sieg, musste der Autobauer einen schweren Imageschaden hinnehmen. Um solche Aktionen in Zukunft zu vermeiden, wird Michael Carcamo künftig den Posten des Teamchefs besetzten. Sein Vorgänger Bob Bowlby bleibt dem Team erhalten, fungiert nun aber als technischer Direktor und soll die Weiterentwicklung voran bringen.

    Für den GT-R LM wird 2016 die letzte Chance sich auf der Lamgstrecke zu Etablieren. Nissan will den Rückschlag nicht hinnehmen und setzt noch mal voll auf Angriff. Doch sollte die kommende Saison ein ähnliches Trauerspiel werden wie das Rennen in Le Mans 2015, wird es nicht lange dauern bis man entgültig aussteigt.

    Quelle: Sportscar365
    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans 2016 ohne Nico Hülkenberg

    Le Mans 2016 ohne Nico Hülkenberg

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    Es war die Sensation des Motorsportjahres 2015. Der aktive Formel 1 Pilot Nico Hülkenberg startete gemeinsam mit Earl Bamber und Nick Tandy im dritten LMP1-Boliden von Porsche beim 24 Stunden Rennen in Le Mans. Als das junge Trio nach 24 Stunden das Rennen souverän gewann, waren alle Augen auf den deutschen Formel 1 Fahrer und seine Teamkollegen gerichtet. 

    Während der aktuellen Saison gab Hülkenberg bekannt, dass er eine weitere Saison für seinen Formel 1 Rennstall Sahara Force India bestreiten wird. Da sein Teamchef Vijay Mallya es ihm bereits in diesem Jahr erlaubte in Le Mans für Porsche anzutreten, ging man nach dem Erfolg davon aus, dass Nico Hülkenberg im kommenden auch seinen Titel in Le Mans verteidigen wird.

    Doch nun kommt alles anders als Gedacht. Der Rennkalender für die Formel 1 Saison 2016 bringt eine Terminüberschneidung mit sich. In der Vergangenheit hatten die Veranstalter immer alles dran Gesetzt, kein anderes Motorsportevent parallel zum Langstrecken-Klassiker stattfinden zu lassen, um allen interessenten eine Teilnahme zu ermöglichen. Um auch für das Jahr 2016 vorzubeugen, verkündete man den Renntermin vor Bekannt aller Rennkalender. Umso erstaunlicher ist es nun, dass die Verantwortlichen der Formel 1 das neue Rennen in Baku auf das gleiche Wochenende wie den Rennklassiker setzten.

    Somit wird Nico Hülkenberg, welcher alle anstehenden Formel 1 Rennen für Force India bestreiten muss, nicht die Möglichkeit haben seinen Titel am 18./19. Juni 2016 zu behaupten. Auch für andere Interessenten wie Jenson Button, Fernando Alonso oder Sebastian Vettel ist ein Le Mans Start im kommenden Jahr nicht möglich.

    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Starterliste für Fuji mit 31 Fahrzeugen

    Starterliste für Fuji mit 31 Fahrzeugen

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    Für das anstehende WEC-Rennwochenende in Fuji wurden offiziell 31 Fahrzeuge angemeldet. Wir von Endurance Archive gehen auf die jüngsten Veränderungen für das Sechsstundenrennen in Japan ein.

    Während die Anzahl der startenden Fahrzeuge im Bezug auf den letzten Lauf in Austin konstant bleibt, gibt es einige nennenswerte Veränderungen in den Fahrerfeldern aller vier Klassen.

    Der ehemalige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld wird zum Rennen in Fuji nicht antreten. Somit müssen seine Teamkollegen Nicolas Prost und Mathias Beche den Titelkampf zu zweit fortführen. Ob der Le-Mans-Klassensieger in dieser Saison nochmal für Rebellion Racing starten wird, ist noch unklar.

    In der LMP2-Klasse wird der Kanadier Chris Cumming an dem kommenden WEC-Wochenende für die Mannschaft von SARD-Morand antreten. Das neu gebildete Aston Martin Duo Darren Turnern und Jonny Adam wird auch in Japan wieder zusammen um den Sieg kämpfen. Der Berliner Stefan Mücke, welcher das vergangene Rennen in Texas auslassen musste, kehrt als Ersatzfahrer für Richie Stanaway zurück in die WEC. Grund für das Fehlen des Neuseeländers ist sein Engagement in der GP2-Serie, welche parallel zum WEC-Wochenende in Russland gastiert.

    Die Piloten Nicki Thiim und Klaus Bachler, welche einen Großteil der Rennen wegen Terminüberschneidungen mit den GT-Masters verpassten, werden nicht nach Japan reisen. Wohingegen die Teamkollegen von Thiim weiter allein im Aston Martin #95 starten werden, wird Bachler erneut vom Le Mans Sieger Earl Bamber im Abu-Dhabi Porsche 911 RSR ersetzt.

    Der Brite Liam Griffin bekommt erstmals die Chance sich auf der WEC-Bühne zu präsentieren. Der Bronze eingestufte Pilot wird den leeren Platz von Roald Goethe im GTE-AM Aston Martin #96 füllen.

    Der letzte Neuzugang für den anstehenden Weltmeisterschaftslauf ist der 19-jährige Nicolai Sylvest. Wie Endurance Archive bereits berichtete, wird der schnelle Däne den Platz seines Landsmannes Kristian Poulsen in der Corvette C7.R von Larbre Competition übernehmen.

    Die gesamte Starterliste für das Rennen in Fuji (09.-11. Oktober) findet ihr hier.

    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Porsche gewinnt die 6 Stunden von COTA

    Porsche gewinnt die 6 Stunden von COTA

    Nach dem sich das Werksteam aus Stuttgart bereits in den ersten drei Stunden schnell absetzten konnte, behielten sie ihre starke Performance auch in der zweiten Rennhälfte bei und gewannen mit der #17 so schließlich die 6 Stunden von COTA.

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    Audi lag ebenfalls gut im Rennen, hatte in den ersten zwei Dritteln aber keine wirkliche Chance den Porsche gefährlich zu werden. Doch in der letzten Stunde konnten sie das Blatt noch mal wenden und schaffte es nach Ausfall des Porsche #18 auf die Plätze zwei (#7) und drei (#8). In der LMP2 sicherte sich G-Drive (#26) den Sieg vor dem KCMG und dem eigenen Schwesterfahrzeug (#28) auf Position drei. Bei den GT-Pro-Fahrzeugen holte das Porsche Team Manthey einen weiteren Doppelsieg. Der Ferrari #71 von Rigon und Calado kam auf Position drei ins Ziel. In der GT-Am kam der SMP-Ferrari vor dem Proton-Porsche #88 über die Linie.

    Nach dem mit Beginn der zweiten Rennhälfte die Full-Course-Yellow Phase aufgehoben wurde, nutzte die Rennleitung die folgende Stunde um eine ganze Menge von Verstöße auszuwerten und Strafen zu verhängen. Den Anfang machte der Toyota #1, welcher aufgrund eines gefährlichen Manövers am Boxen-Eingang eine Durchfahrtsstrafe bekam. Wenige Minuten später erwischte es den Audi #8. Diesem wurde ein Regelverstoß während des Stopps zulasten gelegt und er musste für 1 Minute in der Box stehen. Durch diese Strafe konnte der Audi #7 vorbei gehen und sich Position drei sichern.

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    Während die Strafen angetreten wurde, blieb der Strakka an einer der „Wurst-Curbs“ hängen und wurde in eine Drehung versetzt. Glücklicherweise kam es zu keiner Berührung und das Rennen konnte Fortgesetzt werden. Knapp 15 Minuten wurde der Boxenstopp des Porsche #17 untersucht und aufgrund einer Unregelmäßigkeit eine 60 Sekunden lange Standzeit ausgesprochen. Zum Abschluss der vierten Stunde rundete Pedro Lamy das ganze ebenfalls mit einer einminütigen Stop & Go Strafe ab.

    Das letzte drittel sorgte für Hektik in der Ferrari-Box. Während der Stopp der #71 fehlerfrei klappte und man sich auf der dritten Position einsortierte, hatte die #51 Schwierigkeiten mit dem schließen der Seitentür. Nach einigen Versuchen  hielt die Tür mehr oder weniger und das Rennen konnte weitergehen. Während sich die #51 über den Kurs bewegte, wurde jedoch in der Box schon die neue Tür vorbereitet und wenig später kam der Wagen zum Tür-Tausch rein. Durch dieses zusätzliche Manöver rutschte man auf den letzten GT-Pro-Platz ab.

    Zeitgleich zeigte sich das Bild in der LMP1-Klasse nahezu unverändert. Der Porsche #18 konnte seine Führung weiter ausbauen und hielt das Schwesterfahrzeug #17 auf Distanz. Bei Audi blieb der Wagen Nummer 8 auf dem dritten Gesamtrang vor der #7 auf Position vier. Bei den Privatfahrzeugen konnte sich ByKolles nach seinem kleinen Tief wieder aufrappeln und die Führung vom strauchelnden Rebellion-Team übernehmen.

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    In der LMP2 war der KCMG erneut an der Spitze unterwegs und musste sich gegen den Signatech Alpine zur Wehr setzten. Als das französische Team zum Angriff ansetzen wollte, drehte sich der Wagen an der letzten Kurve und verlor den Anschluss. Bei den GTE-Am Fahrzeugen musste Patrick Dempsey mit seiner #77 die Führung an den AF Corse Ferrari #83 abgeben und tat sich schwer auf das Fahrzeug aufzuschließen. Zusätzlich sorgte Andrea Bertolini im SMP-Ferrari für zusätzlichen Stress, da er mit vielen kleinen Attacken versuchte Dempsey unter Druck zu setzten.

    In der letzten Stunde fuhr Audi alle Geschütze auf und wollte es nochmal wissen. Erst konnte Andre Lotterer in der #7 am Schwesterfahrzeug mit Lucas di Grassi vorbeiziehen und im Anschluss schaffte er es zum Porsche #17 aufzuschließen. Bei Porsche wurde man zusehends nervöser und der 919 musste sich immer stärker gegen den Audi wehren.

    Als wäre das nicht schlimm genug, hielt der führende Porsche #18 unplanmäßig an der Box und wurde vom Team rein geschoben. Nur noch 30 Minuten wahren verbleibend aber die elektrischen Probleme stellten sich als wesentlich komplexer heraus und für die #18 waren die Siegchancen auf einen Schlag verloren. In der letzten Runde schaffte es der Porsche #18 nach 30 Minuten in der Box nochmal zurück auf die Strecke um das Rennen zu beenden.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff / James Clarke)

  • Halbzeit bei den 6 Stunden von COTA

    Halbzeit bei den 6 Stunden von COTA

    Nach einem Atemberaubenden Qualifying startete Porsche mit einer Doppelpole in das 6-Stunden-Rennen von COTA. Während Porsche die Spitze behaupten konnte, zog der amtierende Weltmeister Sebstien Buemi in der Startphase am viert-platzierten Andre Lotterer im Audi #7 vorbei. In der LMP2-Klasse konnte G-Drive Racing ebenfalls die ersten beiden Startplätze verteidigen, verlor jedoch in der ersten großen Boxenstopp-Phase die Führung an KCMG.

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    Nach einem fantastischen Start von Patrick Long im Porsche #77, schaffte er es im langsameren GTE-Am Fahrzeug an den beiden Ferraris der GTE-Pro Klasse vorbei und konnte diese lange Zeit im Rückspiegel behalten. Gut eine halbe Stunde nach dem Start griff Ferrari-Pilot James Calado die vor ihm fahrenden Aston Martins #97 und #99 an, welche er überholen konnte, selbst jedoch nach einem heftigen Verbremser wieder zurück fiel. Den Rebellion #13 holten die Probleme aus dem Training wieder ein und er musste zur Reparatur an die Box.

    Nachdem alle Fahrzeuge ihren ersten Boxenstopp absolviert hatten, sortierte sich das Feld wieder und der Porsche #17 konnte die Führung übernehmen. In der LMP2-Klasse entfachte Zeitgleich ein Kampf zwischen dem ESM-Boliden #30 und dem G-Drive #26 über zahlreiche Runden um Rang zwei. Dann ein Schockmoment für alle Audi-Fans. Die Corvette #50 ließ dem R18 e-tron quattro mit der Startnummer #7 zu wenig Platz und krachte in ihn. Glücklicherweise konnten beide Fahrzeuge ohne nennenswerte Beschädigungen das Rennen fortsetzten.

    Gegen Ende der zweiten Rennstunde drehte sich G-Drive Pilot Gustavo Yacaman beim an-bremsen auf Kurve 11 und verlor Platz vier. Kurz darauf machten die ESM-Mannschaft einen weiteren Boxenstopp mit Fahrerwechsel, was an die Sieg-Strategie von Porsche erinnert. Während des Stopps der Lokalmannschaft wurde der Toyota #1 an die Box gerufen. Anthony Davidson hatte jedoch ein Problem mit dem Fahrzeug und verpasste die Einfahrt zur Box. Somit musste der Brite eine weitere Runde im Motorschonenden-Modus um den Kurs fahren.

    Zirka 10 Minuten später hielten alle Zuschauer den Atem an. Ed Brown hob ungebremst in der letzten Kurve ab und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein. In Folge dessen entschied die Rennleitung für die Bergung des Boliden die gesamte Strecke unter gelb zu setzten. Nach der Wiederaufnahme stieß der Toyota #2 von Mike Conway auf eine vor ihm fahrende GTE-Am Gruppe. Unglücklicherweise sahen die Fahrer den Briten zu spät und er wurde von der Strecke gedrängt, was für ihn mit einem Dreher endete. Gleichzeitig schaffte es der Strakka #42 nach über 7 Runden an dem vor ihm liegenden G-Drive #28 vorbei.

    Während dessen wurde Mark Webber im Führungsfahrzeug #17 an die Box gerufen und fuhr in der Dämmerung an seiner Box vorbei. Die Crew musste den Australier ein ganzes Stück durch die Box schieben um den Stopp absolvieren zu können. Kurz vor dem Ende der dritten Rennstunde verlor Mike Conway beim beschleunigen aus Kurve 11 sein Fahrzeug und schleuderte in die linke Seitenbegrenzung. Aufgrund der starken Beschädigungen am Fahrzeug musste der Toyota-Pilot sein Fahrzeug abstellen. Die Rennleitung rief zur Bergung eine Full-Course-Yellow Phase aus.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Nürburgring bleibt im WEC-Kalender 2016

    Nürburgring bleibt im WEC-Kalender 2016

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    Im Rahmen der 6 Stunden vom Circuit of the Americas haben FIA und ACO jetzt den Rennkalender für die kommende Saison vorgestellt. Zum ersten mal in der WEC-Geschichte wird es eine Erweiterung über die acht Saisonrennen hinaus geben. Trauer herrscht hingegen bei den brasilianischen Fans, da die 6 Stunden von Sao Paulo ein weiteres Jahr pausieren müssen.

    Damit hatten FIA und ACO nicht gerechnet. Da Interlagos dringend renoviert werden musste und eine neue Boxengasse samt verlegter Start-Ziel-Geraden bekommen sollte, beschlossen die Organisatoren die 6 Stunden von Sao Paulo für das Jahr 2015 zu streichen und in der Folgesaison wieder aufzunehmen. Um das Level von mindestens acht Rennen aufrecht zu erhalten, vereinbarte man mit dem Nürburgring einen einmaligen Gaststart, da das Rennen in Brasilien weiterhin erhalten bleiben soll. Seitens der FIA war man sich unsicher, ob nach dem F1-Debakel in Deutschland überhaupt noch genügend Zuspruch für große Autorennen vorhanden ist. Im Vertrag für den Gaststart vereinbarte man daher einige Zielgrößen. Sollten die 6 Stunden vom Nürburgring es schaffen diese Grenzen zu überbieten, so besteht die Möglichkeit den Vertrag zu verlängern und den WEC-Lauf zu erhalten.

    Wie durch ein Wunder schaffte es der Nürburgring alle Zielgrößen zu erfüllen und konnte diese in vielen Bereichen überbieten. Die 6 Stunden vom Nürburgring waren eine einmalige Chance und die deutschen Fans haben gezeigt das man die WEC in der Heimat des Automobils behalten will. Am deutlichsten wurde dieser Wunsch durch die 62.000 verkauften Tickets am Rennwochenende, welche einen neuen WEC-Besucherrekord markieren und sogar den bisherigen Spitzenführer in Brasilien überbieten konnten. Um das Problem mit der zu langen Sommerpause zu lösen, werden die 6 Stunden vom Nürburgring nicht am 30. August stattfinden sondern im Anschluss an die 24 Stunden von Le Mans, am 24. Juli 2016. Mit dem Rennen in Deutschland läutet die Sommerpause gleichzeitig den Abschluss des Europa-Abschnittes für 2016 ein.

    Aufgrund der positiven Resonanz in Deutschland war schnell klar, dass man den Kalender erstmals erweitern muss. In Abstimmung mit den Teams einigten sich die Verantwortlichen auf neun Rennen für das Jahr 2016. Da die Arbeiten in Interlagos hinter dem Plan sind und man nicht mit einem haltbaren Renntermin rechnet, werden die 6 Stunden von Sao Paulo weiterhin pausieren. Als Ersatz für Brasilien wird es nun die 6 Stunden von Mexiko-Stadt geben. Es ist das erste mal, dass die WEC ein Langstreckenrennen in Mexiko austragen wird.

    • 25 – 26. März: Der Prolog in Paul Ricard
    • 17. April: Die 6 Stunden von Silverstone
    • 07. Mai: Die 6 Stunden von Spa
    • 05. Juni: Offizieller Le Mans Testtag
    • 18 – 19. Juni: Die 24 Stunden von Le Mans
    • 24. Juli: Die 6 Stunden vom Nürburgring
    • 04. September: Die 6 Stunden von Mexiko-Stadt
    • 19. September: Die 6 Stunden vom Circuit of the Americas (Lone Star Le Mans)
    • 16. Oktober: Die 6 Stunden von Fuji
    • 06. November: Die 6 Stunden von Shanghai
    • 19. November: Die 6 Stunden von Bahrai

    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)
    Quelle: FIAWEC-Pressemeldung

  • Dempsey-Racing: Pole beim Heimrennen

    Dempsey-Racing: Pole beim Heimrennen

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    In der Qualifikation zu den 6 Stunden von COTA sorgte das Dempsey Proton Racing Team #77 für eine Überraschung. Mit einer Zeit von 2:08.085 Minuten gelang es der Mannschaft vor heimischem Publikum die erste Pole in der Debütsaison einzufahren.

    Das Fahrertrio Patrick Dempsey (USA), Patrick Long (USA) und Marco Seefried (Deutschland) sicherte sich in der GTE-Am Klasse mit ihrem Porsche 911 RSR die erste Startposition für das anstehende Rennen in Texas. Nach dem zweiten Platz beim Saisonhighlight in Le Mans, spekuliert die Mannschaft nun auf den ersten Sieg des Jahres.

    Zwar hat das Team die besten Voraussetzungen das Feld von Anfang an zu kontrollieren, allerdings ist der Weg bis zum Triumph noch lang, dass weiß auch Patrick Long. Der US-Amerikaner sagte in einem Interview mit Porsche nach dem Qualifying: „Das war eine Pole auf den letzten Drücker. Die Balance unseres 911 RSR war sehr gut, die Reifen haben trotz der hohen Temperaturen gut gehalten. Die Pole hilft für den Start des Rennens, doch wir haben morgen einen langen Weg vor uns. Sechs Stunden bei dieser Hitze werden hart.“

    Wir dürfen gespannt sein wie das Dempsey Proton Racing Team sich vor der Heimkulisse schlagen wird. Sicher ist jedoch, dass das 6-Stunden-Rennen kein Spaziergang für die Porsche-Kundenmannschaft wird. Denn hinter den Polesettern qualifizierte sich die Konkurrenz innerhalb der selben Sekunde. Lediglich ein Abstand von 0,717 Sekunden trennt die Corvette auf dem letzten Platz vom Führenden.

    Bild: Endurance Archive (Walter Schruff)
    Interview: Porsche-Pressemitteilung

     

  • Porsche erneut auf Poleposition

    Porsche erneut auf Poleposition

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    Porsche hat es wieder getan. Nach dem sich das Werksteam bereits am Nürburgring die Doppelpole holte, legte man am COTA nach und sicherte sich wieder Startposition eins. Mit einer unglaublichen Runde von 1:46.211 fuhr das Team im Wagen #18 allen davon. Dicht gefolgt mit nur 0.164 Sekunden Abstand sicherte sich das Schwesterfahrzeug #17 den 2. Startplatz.

    Für Audi lief das Qualifying ein weiteres Mal nicht optimal. Die beiden R18 waren zwar schnell unterwegs, schafften es jedoch nicht an die Zeiten des 919 Hybrid heran. Die beiden Audi starten bei den 6 Stunden von COTA von den Positionen drei (#8) und vier (#7). Bei Toyota blieb das Bild ebenfalls unverändert und die Japaner müssen sich von ihren Startplätzen fünf (#1) und sechs (#2) mit den Rücklichtern der Gegner begnügen. Trotz großer Energiemenge kommt Toyota nach wie vor nicht auf Kurs und tut sich schwer im Kampf mit Audi und Porsche. In der Privatwertung konnte Rebellion Racing die alten Machtverhältnisse wieder herstellen. Nach dem der Gegner ByKolles das letzte Rennen gewann, konnte Rebellion nun wieder zeigen wo der Hammer hängt und sicherte sich die Startplätze eins (#12) und zwei (#13).

    In der LMP2-Klasse konnte sich KCMG mit der schnellsten Gesamtzeit die Poleposition sichern, musste diese jedoch recht schnell wieder abgeben. Grund für den Positionsverlust ist eine Entscheidung der Rennleitung, welche alle Qualifying-Zeiten des KCMG-Teams für ungültig erklärte, nachdem Matt Howson am Boxenausgang liegenblieb und für eine Rote Flagge sorgte. Trotz der schnellsten Gesamtzeit muss sich das Le Mans Siegerfahrzeug mit dem letzten LMP2-Startplatz begnügen. Mit 1:57.148 erbte der G-Drive #26 die Poleposition vom KCMG als zweit schnellster. Hinter den Russen startet das Schwesterfahrzeug mit der Nummer #28 gefolgt vom Extreme Speed Motorsports Fahrzeug mit der #30 auf Startplatz drei.
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    Freude herrschte nach dem Qualifying im Aston Martin Lager. Nach vielen vermasselten Chancen schaffte es die #99 mit Fernando Rees und Richie Stanaway bei einer Zeit von 2:05.872 endlich mal wieder den ersten Startplatz einzufahren. Doch viel Luft hat das britische Team nicht, da der Porsche #91 von Richard Lietz und Michael Christensen nur 0,262 Sekunden entfernt auf Position zwei liegt. Mit der #97 schaffte es ein weitere Aston Martin nach vorne und komplettiert die Startspitze. Fassungslosigkeit hingegen war bei Ferrari vorherrschend. Während die #51 sich sonst immer vorne wiederfand, kam man mit der Hitze in Texas überhaupt nicht klar und schaffte es nur auf Startposition sechs.

    Besonders glücklich war das Dempsey-Proton-Team in der GT-Am. Bereits in der ersten Saison schafften es Patrick Dempsey und Patrick Long vor heimischen Publikum die Poleposition zu holen. Doch auch hier gibt es nur wenig Platz zum ausruhen, denn der Aston Martin mit der #96 rund um Benny Simonsen und Stuart Hall qualifizierte sich nur 0,179 Sekunden hinter dem Porsche dicht gefolgt vom AF Corse Ferrari #83. Alle Zeiten und Startplätze gibt es hier noch einmal detailliert zum nachlesen.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)