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  • Der unglaubliche Sieg des dritten Porsche

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    Gestern Nachmittag um 15 Uhr Ortszeit war es vollbracht, dass Trio im Porsche Nummer 19 holte den 17. Le Mans Gesamtsieg für den Stuttgarter Sportwagenbauer. Das Wochenende des 13. / 14. Juni 2015 gehört zu einem dieser Momente in dem eine neue, unglaubliche Geschichte geschrieben wurde.

    Beim 83. Rennen an der Sarthe schaffte es Porsche nach Jahren der Audi-Dominanz endlich wieder einen Sieg zu holen. Bereits zu Beginn des Trainings war klar, dass es der Titelverteidiger Audi nicht einfach haben wird, da Porsche wie schon in den Rennen zu vor einen sehr gute Performance ablieferte. Im ersten Qualifying unterboten die Stuttgarter nicht nur ihre Vorjahreszeiten, sonder auch gleich noch den bisherigen Streckenrekord, welcher die Poleposition einbrachte. Die Ausgangslage hätte besser nicht sein können, als Porsche von den ersten drei Startplätzen ins Rennen ging.

    Nachdem im letzten Jahr beim Le Mans Comeback beide Fahrzeuge kurz vor Schluss das Ziel nicht mehr erreichten, wollte man 2015 vieles besser machen und beschloss einen zusätzlichen 919 einzusetzen. Ähnlich wie bei den Hauptwagen #17 und #18 war schnell klar, dass zwei der drei Piloten aus dem Porsche-Kader stammen sollten und man wurde mit Nick Tandy und Earl Bamber schnell fündig. Beide verfügte bereits über erste Langstrecken-Erfahrung und waren bereits Teil der Familie. Um die dritte Stelle zu besetzen, holte man sich wie bei der Zusammenstellung der anderen beiden Trios Hilfe von außerhalb. Der Force India Pilot Nico Hülkenberg pflegte bereits seit vielen Jahren eine Leidenschaft für die Marke Porsche und so kam es, dass man ihn ins Boot holte.

    Nach dem sich das neue Trio in Spa-Francorchamps erstmals zusammen im Auto platz nahm, folgte am vergangenen Wochenende in Le Mans gleich die Härteprobe. Auch wenn alle drei Fahrer auf ihren bisherigen Karrierewegen viel Erfahrung sammeln konnten, so haben sie noch nie Gemeinsam einen Le Mans Prototypen über solch eine lange Distanz gesteuert. Gleich zu Beginn des Rennens zeigte sich dies, als die Nummer 19 nach nur drei Runden von allen Audi-R18 überholt wurde. Nach einem ersten Boxenstopp wenig später lag der Porsche noch immer auf der sechsten Position. In den nächsten Stunden blieb das Bild unverändert: Während die Audi mit den beiden Porsche #17 und #18 um die Führung kämpften, blieb den Piloten der #19 meist nicht viel übrig als Schritt zu halten und die Position zu sichern.
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    Kurz vor Mitternacht kam es dann zur unerwarteten Wende. Durch eine Stop-and-go-Strafe wurde der bisherige Favorit des Rennens, die Nummer #17 mit Webber, Hartley und Bernhard, auf die vierte Position zurück geworfen. Der zweite Porsche mit der #18 war durch blockierende Bremsen zuvor am Eingang zur Mulsanne-Geraden in die Streckenbegrenzung gerutscht und musste sich eine neue Nase holen, dass verschlug den Wagen auf die fünfte Position. Durch diese beiden Hindernisse und eine gute Boxen-Strategie schaffte es der Rookie-Porsche nun erstmals die Spitze des Feldes zu übernehmen.

    Über die Morgenstunden des zweiten Renntages hinweg konnte sich das neue Trio an der Spitze halten und einen Führungskilometer nach dem anderen sammeln. Während die #18 weiterhin mit einer sensiblen Bremse zu kämpfen hatte, schloss die #17 wieder zur Spitzengruppe auf. Auch bei Audi musste man mit einigen Problemen kämpfen und so erreichte man nur kurze Zeit später einen Punkt, wo sich eine Gruppe aus potentiellen Titelanwärtern bildete. Neben dem Porsche #19 auf Platz 1 und der #17 auf Position drei, waren aus dem Audi-Lager noch die Nummer 9 auf Platz 2 und die #7 auf der 4 unter normalen Bedingungen in der Lage das Rennen zu gewinnen.11406117_1125049107511212_2672614146997222006_o
    Auch im weiteren Verlauf des zweiten Renntages schaffte es der Porsche #19 sich wie durch ein Wunder vorne zu halten. Während hinter ihm regelmäßig die Verfolger sich das Leben schwer machten, konnte das Rookie-Fahrzeug zur Mittagsstunde seinen Vorsprung weiter ausbauen. Auf der zweiten Position hatte inzwischen der rote Porsche mit der #17 eine feste Position gefunden und hielt nun den Rücken frei, damit der Audi #7 nicht weiter nach vorne kam. Am Ende vollbrachten Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy das unglaubliche. Das jüngste und unerfahrenste LMP1-Trio im Feld schafft es die 24 Stunden von Le Mans vor den eigentlich favorisierten Teamkollegen in der #17 zu gewinnen.

    Bei seiner Zieleinfahrt sagte Nico Hülkenberg im Boxenfunk: „Jungs, wir haben gerade Geschichte geschrieben“. Er hat Recht, denn das 83. Rennen von Le Mans ist etwas ganz besonderes. Es ist die unglaubliche Geschichte des Rookie-Porsche, welcher als Zusatzfahrzeug ins Rennen ging und am Ende alle Beteiligten alt aussehen ließ.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff / James Clarke)

  • LM24: Rookie-Porsche gewinnt in Le Mans

    LM24: Rookie-Porsche gewinnt in Le Mans

    Ein Rennen bei dem Pech und Glück so nah beieinander lagen findet sein Ende. Der dritte Porsche 919 Hybrid von Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy schaffte es nach einer fehlerfreien Fahrt, die 24 Stunden von Le Mans 2015 zu gewinnen. Mit solch einer starken Performance des Rookie-Fahrzeuges hätte wohl keiner zuvor gerechnet. Das Schwesterauto #17 von Mark Webber, Brandon Harthley und Timo Bernhard sicherte sich Rang zwei. Für Audi sicherte sich den dritten Platz. Weltmeister Toyota und Neueinsteiger Nissan (#22) kamen weit abgeschlagen ins Ziel.

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    In der LMP2-Klasse holte KCMG den Sieg vor Jota Sport, dem Gewinner von 2014. Sam Bird fuhr Rang drei für G-Drive Racing ein. Das Corvette Racing Team holte sich mit dem Klassensieg in der GTE-Pro einen weiteren Langstreckensieg im Jahr 2015. Die AF Corse Ferraris #71 und #51 landeten nach mehreren Problemen auf den Plätzen zwei und drei. Nach dem Ausfall vom Aston Martin #98 in der Schlussphase, konnte der SMP-Ferrari #72 den GTE-Am Sieg holen. Das Team um Patrick Dempsey im Wagen #77 fuhr auf den zweiten Platz. Rang drei ging an den Ferrari #62.

    Die 19. Stunde

    Die 19. Rennstunde begann mit zwei Gelb-Phasen. Der Aston Martin #98 landete mit blockierenden Rädern im Kiesbett. Vier Kurven weiter hinten, war es Tracy Krohn, welche die Kontrolle über seinen Boliden verlor und das Auto im Kies versenkte. Zeitgleich ging es in der Boxengasse heiß her. Die GTE-Pro Spitzenreiter Corvette #64 und Ferrari #51 legten zugleich einen Stopp ein. Noch in der Box gelang es den Amerikanern an dem Ferrari von Toni Vilander vorbei zu gehen. Somit ging der Kampf um Platz eins in die nächste Runde.

    Aufgrund des Nichtbeachtens der Streckenlimits wurde dem Rebellion Racing Team #13 eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Zirka 10 Minuten nach Antritt der Strafe, war es das Strakka Racing Team, welches auf sich aufmerksam machte. Der Prototyp mit der Startnummer #42 blieb auf der Start-Ziel Geraden stehen und verlor eine Flüssigkeit aus dem Motor. Kurz vor Schluss der 19. Stunde wurde es eng in der Arnage-Kurve. Nach einem Dreher von Krohn Racing, blieben auch der Nissan #23 und der LMP2-Führende #47 stehen.

    #11

    Die 20. Stunde

    Auf Twitter verkündete Ferrari Pilot Matt Griffin in der 20. Stunde des Rennens, dass sein Team nach dem plötzlichen Benzinverlust das Rennen aufgeben musste. Wenig später bekam der sechst platzierte Porsche #18 von Dumas die Nachricht sein Auto neu zu starten, da die Ingenieure einen Fehler feststellten. 10 Minuten nach diesem Funkspruch landete der SMP-Ferrari in der Indianapolis Kurve im aus. Ein Bremsfehler war der Grund für einen ungewollten Zwischenstopp. Vor dem Ende der 20. Stunde ging es erneut turbulent zu. Nachdem das ByKolles Team mit Problemen an die Box kam und seinen Platz an Nissan abgeben musste, spitzte sich in der GTE-Pro der Kampf um Platz eins weiter zu. Erneut jagten sich die Fahrer der Corvette #64 und des Ferrari #51 um den Traditionskurs. Der Audi #7 bekam wegen eines Überholmanövers unter gelber Flagge eine Durchfahrtsstrafe, welche ihn einen Platz kostete.

    #22

    Die 21. Stunde

    Zu beginn dieser Stunde bekam der Audi #8 von Duval eine ungewöhnliche Ansage vom Renndirektor. Da sich die Startnummer am Fahrzeug löste, musste der Franzose das Auto an die Box bringen um diese fixieren zu lassen. Der zweit platzierte Timo Bernhard im Porsche #17 wollte auf Start-Ziel den langsameren Ferrari #71 überrunden. Jedoch machte der Deutsche Pilot einen Fehler und katapultierte den Prototypen ins Kiesbett. Im Laufe der 21. Stunde schaffte es KCMG den Vorsprung in der LMP2-Klasse weiter auszubauen.

    Neben einer leichten Regenphase im Bereich der Tertre Rouge, musste der Audi #9 an die Box. Probleme mit dem Hybridsystem bereiteten der Mannschaft viel Arbeit. Durch diesen Boxenstopp schaffte es das Schwesterauto #8 den dritten Platz zu übernehmen. Der Porsche 911 mit der Startnummer #91 lag nicht sonderlich gut im Rennen, als plötzlich eine der Radfedern schlapp machte. Das Kaputte Bauteil konnte erst mit vereinten Kräften ausgetauscht werden. Nachdem Audi Pilot Andre Lotterer die schnellste Runde des Rennens von 3:17.476 Minuten aufstellte, hatte das Schwesterauto #9 erneut mit dem Hybridsystem zu kämpfen.

    #33

    Die 22. Stunde

    In der GTE-Am Klasse bog der Porsche 911 von Dempsey nach 20 Minuten aus dem Windschatten des Ferrari #62 und schnappte sich Platz drei. Im weiteren Kampf um den letzten Podestplatz, rutschte der Ferrari Ende der Arnage aus und verlor den Anschluss zum Porsche #77. Dann ein kurzer Schockmoment für alle KCMG-Fans. Der Führende der LMP2-Klasse war in der Indianapolis zu spät auf der Bremse und rutschte in die Auslaufzone. Da das Auto jedoch einen Vorsprung von 2 Minuten hatte, konnte KCMG die Spitzenposition beibehalten.

    Es war der Audi mit der Nummer #7, welcher in die Box gerufen wurde. Eine Lockere Motorhaube war der Grund für den Stopp. Ein Runde später das selbe Bild. Diesmal entschloss sich die Mannschaft dafür, die Abdeckung komplett auszutauschen. Gegen Ende dieser Stunde wurde es eng in den Ford-Schikanen. Sam Bird traf beim anbremsen den neben ihm fahrenden ESM-Boliden, welcher durch den Stoß gegen den Aston Martin von Nicki Thiim geschleudert wurde. Der Däne im Aston Martin musste ausweichen und verlor Zeit auf seine Verfolger.

    Die 23. Stunde

    Der schon über mehrere Stunden andauernde Kampf um den ersten Platz in der GTE-Pro zwischen Ferrari #51 und Corvette #64 wurde unerwartet gestört. Toni Vilander musste seinen Ferrari an die Box bringen. Ein Problem an der linken Hinterradaufhängung, machte dem Team Probleme. Die lange Reparaturpause spielte Corvette in die Karten und sie konnten einen großen Vorsprung ausfahren. Nach Zirka 30 Minuten fuhr der Teamkollege James Calado im Ferrari #71 an der #51 vorbei und übernahm Platz zwei. Kurz darauf drehte sich Trummer in den Ford-Schikanen mit seinem ByKolles LMP1-Fahrzeug. Nach diesem Zwischenfall schleppte sich der Ex-GP2 Fahrer in langsamer fahrt zurück an die Box. 20 Minuten vor Schluss dieser Rennstunde wurde die #23 von Nissan erneut von den TV-Kameras eingefangen. Nach einem heftigen verbremser von Jann Mardenborough, fing der Nissan in der Auslaufzone plötzlich Feuer und musste das Rennen vorzeitig beenden.

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    Die 24. Stunde

    Zu Beginn der letzten Stunde war der grüne Prototyp von Krohn Racing erneut auf Abwegen. Nach einem Unfall mit einem LMP2-Konkurrenten wurde der linke Hinterreifen beschädigt und Tracy Krohn musste zurück an die Box. Durch diesen Zwischenfall verlor die Mannschaft aus Amerika erneut einige Positionen. Der letzte Ausfall des Rennens kam 45 Minuten vor Schluss vom führende Aston Martin #98 mit Paul Dala Lana an Board. Eingangs der Ford-Schikanen rutschte dieser aus und schlug frontal mit seinem Auto in die Streckenbegrenzung ein.

    Bilder © fiawec.com / ACO

  • LM24: Stunde 13 bis 18 – Ein erstes Anzeichen von Müdigkeit

    Nach mehr als zwölf Stunden am Stück machten sich langsam aber sicher die ersten Anzeichen von Müdigkeit bei den Teams bemerkbar. Die Fahrer drosselten die Geschwindigkeit und fuhren eine Spur langsamer und auch die Mechaniker suchten sich eine ruhige Ecke für fünft Minuten Schlaf.

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    Die 13. Stunde

    Es ist ruhig geworden in Le Mans und alle beteiligten haben einen Gang zurück gefahren. Während die Crew den Moment zum verschnaufen nutzt, vermeiden die Fahrer unnötige Attacken um ihre eigenen Position zu sichern. Gut 15 Minuten nach Beginn der 13. Stunde kommt der JMW Ferrari zu einem Routinestopp rein, als sich dieser plötzlich entzündet. Nach dem man mit Mühe den Brand am Heck löschen konnte, mussten die Mechaniker das Fahrzeug für eine Inspektion in die Box schieben. Nach nur sieben Minuten waren alle Schäden behoben und der JMW Ferrari konnte sein Rennen wieder aufnehmen. Zur gleichen Zeit meldete der Fahrer des neuen SMP-Prototypen ein Problem am Wagen und kam zum Check rein.

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    Die 14. Stunde

    Bei Nissan häuften sich die Auffälligkeiten am Fahrzeug mit der #22 und man musste den Wagen erneut für eine größere Reparatur rein holen. Gleichzeitig mit dem Nissan kam auch der GT-Am Ferrari #61 von AF Corse an die Box, als sein Heck leichte Rauchzeichen von sich gab. Als nach gut 30 Minuten alle verbliebenen Teilnehmer wieder auf der Strecke waren, dauerte es nicht lange bis sich der Fahrer mit Problemen meldete. Der Wagen von Pegasus Racing stotterte und man musste zur Reparatur an die Box. In der LMP1-Klasse erwachte der Audi #9 aus seinem Halbschlaf und legte wieder einen Zahn zu. Das plötzlich höhere Tempo war dem Fahrzeug jedoch zu viel und es kam zu einem unglücklichen Bremsmanöver mit anschließender Berührung der Leitplanke. In der Box stellte man fest das es schlimmer aussah als es tatsächlich war und nach ein paar Streifen Panzer-Klebeband ging das Rennen weiter.

    Gegen Ende der 14. Stunde machten bei Aston Martin reihenweise die Fahrzeuge schlapp. Nach dem die in Führung liegende #98 (GT-Am) mit kleineren Schäden an der Bremse zur Reparatur rein musste, dauerte es nicht lange bis der nächste folgte und auch die #99 zu einem ersten Bremswechsel anhalten musste. Etwa zeitgleich rutschte der Aston Martin #96 auf der Hunaudieres-Geraden aus und drehte sich um 180°. Nach dem der Motor abgewürgt war und auch die Lichter aus gingen näherte sich die Folgegruppe und der Aston Martin stand mitten auf der Strecke. Mit viel Glück sahen die Fahrzeuge den gestrandeten Wagen und konnten ausweichen. Nach einigen Versuchen konnte der Aston Martin die Fahrt fortsetzten und schleppte sich an die Box.

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    Etwa zeitgleich blockierten die Bremsen beim G-Drive #28 von Roman Rusinov. Auf Höhe der Indianapolis-Kurve konnte er nicht mehr gegensteuern und er versenkte den Wagen im Kiesbett. Einen kurzen Moment später kam es zu einer Berührung zwischen dem Aston Martin #96 und dem Thiriet by TDS in der ersten Hunaudieres-Schikane. In Folge dessen macht der Oreca05 einen Abflug ins Kiesbett und schafft es nicht aus eigener Kraft sich aus zu graben. Kurz vor Beginn der 15. Stunde gaben die Fahrzeuge von Aston Martin erneut nach und sowohl die #96 als auch die #99 kamen erneut für Reparaturen rein.

    Die 15. Stunde

    Nach dem der gestrandete Thiriet by TDS Oreca eine weile im Kiesbett verharren musste, konnte er schließlich abgeschleppt werden. Die Mechaniker gaben ihr bestes, aber die Schäden durch den Abflug waren zu groß und man muss das Fahrzeug vorzeitig aus dem Rennen nehmen. In der GT-Pro Klasse lag durch die Schwäche von Aston Martin noch immer der AF Corse Ferrari #51 in Führung. Die auf Position 2 liegende Corvette kam über viele Runden nicht an den Ferrari 458 Italia heran um zu überholen. Erst als der Ferrari für einen Reifenwechsel in die Box fuhr konnte das US-Team die Spitze übernehmen. Kurz vor Ende der der 15. Stunde meldete Audi leichte einsetzenden Sprühregen auf der Mulsanne-Geraden, welcher sich nach 10 Minuten jedoch wieder verzog.

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    Die 16. Stunde

    Nach dem der Audi #9 auf Position 3 liegend zum Boxenstopp rein kam, zog der führende Porsche #19 schnell nach und gab so die Spitzenposition an den Audi Nummer 7 ab. In der Privatwertung der LMP1 erwachte man ebenfalls aus der Nachtphase und legte einen Zahn zu. Doch unglücklicherweise waren die Bremsen noch zu kalt und der Rebellion #12 mit Nicolas Prost am Steuer landete auf Höhe der Indianapolis-Kurve mit der Nase in der Wand. Nach gut 10 Minuten und einem Boxenstopp war der R-One wieder voll einsatzfähig. Kurz vor Ende der 16. Stunde löste sich ein Teil der Motorabdeckung am Audi #7 und führte zu leichten Schäden. Um die defekten Teile auszutauschen, holte das Team den Wagen rein und übergab dadurch die Führung an den Porsche #19 gefolgt vom Audi #9.

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    Die 17. Stunde

    Fünf Minuten nach Beginn von Stunde 17 konnte der Audi #7 wieder aus der Box entlassen werden und reihte sich auf Platz fünf ein. Porsche konnte mit seinem Rookie-Fahrzeug #19 die LMP1-Führung verteidigen, musste sich doch gegen den immer schneller werdenden Audi #9 verteidigen. Nach etwas mehr als 30 Minute rutscht die #35 von OAK Racing Eingangs der ersten Hunaudieres-Schikane aus und dreht sich ins Kiesbett. Wenige Minuten später verlor der Aston Martin am Ausgang der Porsche-Kurven das Heck und schlug mit der Front in die Leitplanke ein. Die Trümmerteile verteilten sich quer über die Strecke und der Wagen kam nicht mehr selbstständig vom Fleck. Die ungünstige Position hatte eine Safety Car Phase zur Folge.

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    Die 18. Stunde

    Porsche nutzte die Safety Car Phase um sein Fahrzeug mit der Nummer 19 zur Reparatur um einige kleinere Beschädigungen aus dem frühen Morgen zu beheben. Nach einem anschließenden Setup-Wechsel, Fahrertasuch und Full-Service konnte man das Rennen wieder aufnehmen. Nach Ende der Safety Car Phase übernahm Audi die Spitze und konnte sich mit der Nummer 9 absetzten. Kurz nach der Freigabe verpasst der Rebellion #12 die erste Hunaudieres-Schikane und entging nur knapp einer Kollision mir dem vor ihm liegenden Ligier von OAK Racing. Beim Neueinsteiger Nissan war man mit zwei verbleibenden Fahrzeugen in den zweiten Tag gestartet. Nach dem die #22 wegen technischen Problemen erneut an die Box musste, konnte man diese nach der Safety Car Phase endlich wieder auf die Strecke schicken.

    In der LMP1-Klasse hatte der Porsche #19 nach einem Stopp vom Audi #9 wieder die Führung übernommen und kämpfte nun gegen den Audi Nummer 7, welcher eine Runde zurück war. Nach einer cleveren Attacke schaffte es der Audi-Pilot schließlich vorbei zuziehen und sich zurück zu runden. Wenige Zeit später erwischt es ein weiteres mal Tracy Krohn im LMP2-Fahrzeug mit der #40, welcher das Auto eingangs der zweiten Hunaudieres-Schikane verlor und quer auf der Strecke stehen blieb. Nach gut 15 Minuten schaffte man es den grünen Prototypen von der Strecke zu räumen und ihn wieder ins Rennen zu schicken.

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    Bilder © fiawec.com / ACO / Audi Sport (Twitter)

  • LM24: Stunde 7 bis 12 – Eine heiße Nacht

    Nachdem die ersten 6 Stunden des Rennklassikers in Le Mans hart umkämpft waren und die Streckenposten alle Hände voll zutun hatten, gab es in der Nachtphase keine Zeit zum ausruhen. Wir werten für euch die Stunden sieben bis zwölf aus und erklären was passiert ist.

    #3

    Die 7. Stunde

    Pünktlich zum Wechsel in die siebente Rennstunde, musste Mark Webber seinen Führung an den schnelleren Audi Piloten im R18 mit der Nummer #17 abgeben. Jedoch schnappte sich der Australier nach einem Boxenstopp des Audi #7 den ersten Platz erneut. Ein paar Plätze hinter diesem Führungswechsel übernahm René Rast im Audi #9 das Lenkrad und kam vor Landsmann Nico Hülkenberg zurück auf die Strecke. Der Porsche Pilot schaffte es eingangs der Arnage an Rast vorbei zuziehen und setzte sich vor ihn. Jedoch wurde auch dieser Kampf durch einen Pflichtboxenstopp unterbrochen. Gegen Ende dieser Stunde schleppte sich der Nissan #21 in die Boxengasse. Ein Bremsdruck Verlust führe zur zusätzlichen Reparatur.

    Die 8. Stunde

    Mit beginn der achten Stunde ein Schockmoment bei Porsche. Roman Dumas bremste zu spät in der Mulsanne Kurve und krachte in die Streckenbrgrenzung. Doch nach einem kurzen Boxenstopp konnte der Bolide wieder fahrt aufnehmen. Zum Ende der achten Rennstunde hielten die Zuschauer erneut den Atem an. Der LMP2-Bolide von Signatech-Alpin, schlug vor der Mulsanne Kurve in die Leibplanke ein und landete im Kiesbett. Der Unfall von Paul Loup hatte zur folge, dass die Begrenzung ausgetauscht werden musst und sich die Safety Car Phase verlängerte. Während dieser Phase kam der zweite Nissan #22 mit Problemen an die Box. Ähnlich wie beim Schwesterauto wurde die Motorhaube abgenommen und das Fahrzeug aufgebockt. Auch das Krohn Racing Team stellte Probleme am Auto fest und holte den Prototypen zu einem Check rein.

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    Die 9. Stunde

    Der Renndirektor verkündete das die Safety Car Phase aufgehoben wird, jedoch eine Slow Zone bei der noch zu reparierenden Kurve bleibt. Zum Restart lies Mark Webber seinen Porsche Teamkollegen Nico Hülkenberg vorbeiziehen um René Rast auf dem ersten Platz zu attackieren. Dieser Plan ging auf und Hülkenberg konnte Zeit auf Rast im Audi gut machen. Als der Audi-Pilot zum Boxenstopp reinkam, ging Porsche mit zwei Autos in Führung. Zeitgleich schwenkten die Streckenposten die gelbe Flagge. Der zweitplatzierte Rob Bell im Aston Martin #97 rollte mit einem defekten Motor auf der Hunaudieres Geraden aus und blieb stehen. Nach einem Boxenstopp von Hülkenberg, schnappte sich Webber erneut die Führung. Ein ungewöhnlicher Fehler von ihm, brachte ihm und seinem Team jedoch eine Standstrafe von 1 Minute ein. Der Ex-Formel 1 Pilot überholte ein langsameres Auto unter gelb und bekam somit diese Strafe. Doch auch der führende in der LMP2-Klasse bekam nach einem Regelverstoß eine Durchfartsstrafe. Nach dem Antritt der Strafe von Webber im Porsche #17 übernahm Nico Hülkenberg erneut die Führung. Dicht gefolgt von Langstrecken-Ass René Rast. Vor dem Ende dieser Stunde musste Labre Competition den nach Problemen den Rückzug bekannt geben.

    Die 10. Stunde

    Die 10. Rennstunde in Le Mans begann turbulent. Nissan Pilot Harry Tincknell erwischte bei Vollgas ein großes Hindernis, welches er wegen der Dunkelheit zu spät wahrnahm. Der Brite hob mit dem kompletten Fahrzeug ab und verlor die Motorhaube. Jedoch schaffte er es den beschädigten Boliden an die Box zu bringen. Was direkt auf der Strecke lag ist unklar. Vermutlich war es ein loser Reifen eines Sicherheit-Reifenstapels. Wenig später, der nächste Nissan in langsamer fahrt auf dem Kurs. Die Nummer #23 schleppte sich nach erneuten Bremsproblemen zur Box. Kurz darauf ein weiterer Nissan. Keine Leicht Nacht für die Mannschaft aus Japan. Der Bolide mit der #21 verlor sein rechtes Vorderrad und versuchte sich in die Boxengasse zu retten. Jedoch verhinderte das hohe Gewicht auf der Vorderachse ein weiterfahren und Nissan musste das Auto aus dem Rennen zurück ziehen.

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    Die 11. Stunde

    Zum Stundenwechsel übernahm Corvette die Führung in der GTE-Pro Klasse. Eine Kategorie niedriger, machte der Ferrari #83 mit starker Rauchentwicklung auf sich aufmerksam. Ein Problem am Unterboden zwang das Team zum Boxenstopp. Ähnlich wie sein Teamkollege, verbremste sich Neel Jani im Porsche #18 am Ende der Hunaudieres Geraden und strandete nach einem Einschlag im Kiesbett. Nachdem er sich befreien konnte, brachte der Polesetter das Auto zurück an die Box. Zirka 10 Minuten später der nächste Crash. Die #31 bog mit hohem Teampo in die Porsche Kurven ein, als plötzlich der Hinterreifen platzte. An der selben stelle wie Jan Magnussen im Qualifying verunfallte, schlug der Bolide hart ein.

    Die 12. Stunde

    Zur Halbzeit fanden die Autos sich auf ihren Plätzen ein und fuhren konstante Zeiten. Nach einem Heckflügel tausch bei Krohn Racing und einem verlorenen Rad eines SMP Prototypen, gelang es Corvette #64 nach einem 20 minütigen Rad an Rad Kampf gegen Fernando Rees im Aston Martin #99, die Führung nach einem Fehler des Brasilianers zu übernehmen. In laufe der 12. Stunde nahm die Geschwindigkeit des Porsche #19 stark ab. Der Temperatur Wechsel machte dem Gesamtführenden kurzzeitig zu schaffen. Jedoch fand man die Performance schnell wieder und fand zur alten Form zurück. Zum Ende sorgte der Sard-Morand #43 nach heftiger Rauchentwicklung für eine erneute gelb Phase.

    Bilder © fiawec.com / ACO

  • LM24: Stunde 1 bis 6 – Ein turbulenter Start

    Bei schönstem Sonnenschein und strahlend blauen Himmel gingen die 55 Fahrzeuge in Le Mans an den Start. Um 15 Uhr schwenkte der Ford Geschäftsführer William Clay Ford Jr die französische Flagge und eröffnete damit die 83. Ausgabe der 24 Stunde von Le Mans.

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    Die 1. Stunde

    Der schwarze Porsche mit der Nummer 18 kam gut los, musste aber bereits nach der erste Kurve seine Führungsposition an das rote Schwesterfahrzeug mit der #17 abgeben. Auch die Konkurrenten Audi und Toyota hatten einen guten Start und konnten ihre Positionen sichern. Im verlauf der ersten Runde näherte sich der Toyota #1 gefährlich nahe dem Audi #9 schaffte es jedoch nicht vorbei. Nach der ersten Runde konnten die beiden Audi #7 und #8 aufschließen und erstmals am Porsche #19 vorbei ziehen. In der LMP2-Klasse startete das Feld ähnlich stabil und die Teams konnten ihre Plätze verteidigen. Nach der ersten Runde hatte sich der KCMG eingefahren und man war in der Lage einen größeren Abstand auf den zweiten Platz aufzubauen.

    In der GT-Pro Klasse konnte sich der Aston Martin #99 von seiner Poleposition aus gut absetzten und den Ferrari #51 hinter sich halten. Dieser hatte in der ersten Runde hingegen schwer mit dem Aston Martin #95 von Nicki Thiim zu kämpfen, welcher sich vom hinteren GT-Feld auf den dritten Platz kämpfte. Nach weiteren fünf Minuten hatte der Ferrari keine Chance mehr und musste sich der #95 geschlagen geben. Zehn Minuten später kommt es zu einem spannenden Wechselduell in der LMP2-Klasse. Das OAK Racing Fahrzeug #34 überholt den Signatech Alpine auf Position 6, welcher das jedoch nicht auf sich sitzen lassen konnte und den Platz zurück holt. Über mehrere Runden kämpften die beiden Fahrer gegenseitig um den sechsten Platz. Zeitgleich schafft es Nicki Thiim am GT-Pro Führungsfahrzeug mit der #99 vorbei und sichert sich so den ersten Platz.

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    Knapp 40 Minuten nach dem Rennstart kommt es zu einem Dreikampf um die Führung in der LMP2-Klasse. KCMG liegt weiterhin auf Position 1, verlor jedoch den Vorsprung auf die Verfolger. Der G-Drive auf Platz 2, welcher bereits zum Angriff ansetzte, wurde vom Thiriet by TDS überrascht. In den folgenden Runden versuchten beide LMP2-Wagen am KCMG vorbei zu kommen, behinderten sich aber gegenseitig. Nach dem sich der Kampf gelegt hatte, läuteten die ersten Teams bereits die Boxenstopp-Phase ein, da sie mit wenig Sprit gestartet waren. Neueinsteiger Nissan fuhr nach seinem Stopp aus der Boxengasse, als sich die Flügeltür des Prototypen öffnete. Mit geringer Geschwindigkeit und offener Tür fuhr der Nissan #21 erneut an die Box um diese zu schließen.

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    Die 2. Stunde

    Zu Beginn der zweiten Stunde kollidierte der Rebellion #13 mit dem Strakka in der ersten Schikane der Hunaudieres-Geraden, als dieser auf einer Ölspur ausrutschte, welche der Porsche #92 hinterlassen hatte. Der Porsche #92 wiederum entzündete sich aufgrund der Ölmenge, welche auf den Motor tropfte. Das Chaos hatte eine Safety Car Phase von 30 Minuten zur Folge, um die Ölfelder zu beseitigen.

    Pünktlich zum Restart konnten sowohl der Strakka als auch der Rebellion wieder aus der Box fahren und am Rennen teilnehmen. Die Schäden am Porsche waren zu große und man musste das Rennen vorzeitig beenden. In der LMP1 nutzte der Porsche #19 den Restart, um den Audi #8 zu überholen und sich wieder auf die vierte Position zu fahren. Eine Runde später kassierte man auch den Audi #9 auf Position 3. Porsche wiegte sich in Sicherheit und reduziert über die nächsten Runden das Tempo an der Spitze. Doch kurze Zeit später überholt André Lotterer im Audi Nummer 7 mit einem überraschenden Manöver die beiden Porsche #17 und #18 und schafft es erstmals die Führung zu übernehmen.

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    Kurz vor Ende der zweiten Stunde rutscht Tracy Krohn (#40) auf der eigentlich beseitigten Ölspur aus und dreht sich um 180°. Unglücklicher weise kam ihm in diesem Moment das halbe Feld entgegen und Krohn riskiert eine gefährliche Wendung um keine Positionen zu verlieren. Beinahe kam es dabei zur Kollision, doch mit Mühe schafft es der Gegenverkehr auszuweichen. Eine Runde später dreht sich der US-Amerikaner erneut in der Schikane um 180°. Doch glücklicherweise konnte er diesmal Wenden ohne die Folgegruppe zu gefährden.

    Die 3. Stunde

    Neben Krohn Racing hatte es in der dritten Stunde auch das Tequila Patron ESM Team schwer. Das Mannschaft schien wie vom Pech verfolgt und dreht sich am laufenden Band. Beide Wagen lagen sehr unbeständig auf der Strecke und hatten es schwer durch eine enge Kurve zu kommen, ohne die Strecke zu verlassen. In der LMP1-Klasse kam es zeitgleich zu einer weiteren Boxenstopp-Welle. Nach dem Audi seine Fahrzeuge herein holte, zog Toyota nach, um endlich aufschließen zu können. Bei Audi lief der Stopp zwar Problemlos, doch bereits nach wenigen Kurven zog sich die Nummer 8 einen Platten zu und musste nochmal rein.

    Nach einer Vielzahl von Boxenstopps war das Gesamtfeld bunt durchmischt und die Fahrer versuchten ihre Positionen zu halten ohne riskante Manöver einzugehen. Doch zehn Minuten vor Ende der dritten Stunde staute sich das Feld vor der Indianapolis-Kurve und sowohl die Larbre Competition Corvette, als auch der Aston Martin #99, der Ferrari #71, der Porsche #18 und der Audi #8 wollten durch zugleich einbiegen. Da der Porsche durch den Aston Martin blockiert wurde, witterte Loic Duval in der #8 seine Chance und zog auf den Rasen um zu überholen. Doch im gleichen Moment zog der Ferrari raus um einlenken zu können und versetzte dem Audi einen Dreher. Dieser schoss über die Strecke und kollidierte mit der Leitplanke. Beim Aufprall verlor die Nummer 8 ihre Frontpartie, welche in vielen Einzelteilen über die Kurve verstreut wurde. Um die beschädigte Leitplanke auszutauschen entsendete die Rennleitung das Safety Car.

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    Die 4. Stunde

    In der GT-Pro Klasse lag zu Beginn der vierten Stunde noch immer Nicki Thiim in der #95 auf dem ersten Platz und führte das Feld an, bis die Ingenieure Probleme mit dem Motor feststellten und ihn zur Reparatur rein holen mussten. Wenige Minuten später der Abu Dhabi Proton Porsche #88 verlor Öl und zog eine lange Spur mit sich. Nach einigen Metern blieb dieser am Streckenrand liegen und fing Feuer. Nach einer halben Stunde an der Box vermeldet das Team, dass der Schaden zu groß ist und man den Wagen vorzeitig aus dem Rennen nehmen muss.

    Nach gut 45 Minuten waren alle Arbeiten an der Streckenbegrenzung abgeschlossen und die Rennleistung konnte das Rennen wieder freigeben. Für Krohn Racing gab es prompt eine 40 Sekunden Standstrafe in der Box, da man während der Safety Car Phase zu oft die Strecke verlassen hatte.

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    Die 5. Stunde

    Während der ByKolles mit einem rauchenden Heck in die fünfte Stunde fuhr, kam es an der Spitze der LMP1 zu einem engen Kampf zwischen Brandon Hartley (#17 auf P1) und Filipe Albuquerque (#9 auf P2). Während der Porsche bisher das Gesamtfeld ohne Probleme anführte, holte der Audi mit jeder Runde auf und machte eine schnellste Runde nach der andern. Auch in der GT-Pro spitzten sich die Kämpfe um die Spitze zu. Nach dem der Aston Martin #95 die Führung durch die Reparatur verloren hatte, übernahm die Corvette #64 das Ruder und musste sich über viele Runden gegen den Aston Martin #99 durchsetzen. Nach einigen Kämpfen in der LMP1 schien der Toyota #1 etwas Schaden davon getragen zu haben. Auf der Hunaudieres-Geraden verlor der Toyota teile vom Radkasten und die Rennkommission orderte das Fahrzeug zu einer Zwangsreparatur an die Box.

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    Die 6. Stunde

    Nach einer fast langen Fahrt erreichte der Toyota endlich die Boxengasse und konnte repariert werden. Zeitgleich blieb der Wagen von Greaves Motorsport am Ausgang der Dunlop-Kurven stehen und bewegte sich keinen Meter mehr. Über einige Runden stand Garry Hirsch mit seinem Fahrzeug auf der Strecke und versuchte verzweifelt dieses wieder zu starten. Die Rennleitung verhängte über diesen Abschnitt eine Slow-Zone um durch die Geschwindigkeitsbegrenzung einen schweren Unfall zu vermeiden.

    Bei Toyota konnte man das Fahrzeug mit der Nummer 1 nach zehn Minuten fertigstellen. Als Kazuki Nakajima aus seiner Box fahren wollte, war die Corvette #64 gerade zum Nachtanken da und blockierte die optimale Ausfahrt für den Japaner. Mit Glück verpasste der Toyota die Corvette und beide blieben unversehrt. Kurz vor Ende der sechsten Stunde blockierten bei der #34 von OAK Racing die Bremsen und der Wagen landete tief im Kiesbett der Indianapolis-Kurve. Als man das Fahrzeug bergen konnte, schleppte sich der Pilot an die Box um die größere Menge Kies zu entfernen.

    Bilder © fiawec.com – Pressematerial / ACO / Endurance Archive / Walter Schruff /

  • Ford steigt 2016 in die WEC ein

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    Nach dem Ford Anfang des Jahres seinen neuen GT vorstellte, warteten viele auf die Bekanntgabe des großen Langstrecken-Comebacks. Nach viel Spekulation machte der US-Amerikanische Autobauer heute in Le Mans Nägel mit Köpfen und stellte sein neuen WEC-Programm vor.

    Mit dem Beginn der neuen Saison 2016 wird Ford erstmals in der WEC an den Start gehen und zusammen mit Chip Ganassi Racing zwei neue GT einsetzten. Neben der Weltmeisterschaft will der Autobauer auch in der TUSCC die volle Saison an den Start gehen um neben dem WEC-Titel auch die Krone des US-Langstreckensports zu erklimmen. Pünktlich zum 50 jährigen Le Mans Jubiläum werden dann sowohl die zwei WEC-Fahrzeuge als auch die beiden TUSCC-Wagen beim Klassiker in der Sarthe an den Start gehen um den Le Mans Titel zu holen.

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    Der neue Ford GT wird mit einem 3.5 Liter Ford EcoBoost Motor ausgestattet, welcher als V6 TwinTurbo mit Direkteinspritzung daherkommt. Über die letzten zwei Jahre testete Ford das neue, 600 PS starke Aggregat in der TUSCC im eigenen Daytona-Prototypen. Nun will man zu den eigenen Wurzeln zurück und dort anknüpfen, wo Ford bereits in den 60er Jahren einen bleibenden Eindruck hinterließ. Im Zentrum des neuen Motorsport-Programms steht die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien, welche über die kommenden Jahre in der WEC getestet werden sollen um sie später in die Serienproduktion zu überführen. Gemeinsam mit Castrol als Schmieröl-Lieferant und Michelin als Reifenhersteller will man ab 2016 die Herausforderung der Langstrecken-Weltmeisterschaft aufnehmen.

    Ein großes Geheimnis ist allerdings noch, wer hinter den Lenkrädern Platz nehmen wird. Bei der heutigen Pressekonferenz ließ man sich keine Namen entlocken, gab jedoch den Hinweis, dass alle Kandidaten dieses Wochenende an der Strecke sein werden. Ähnlich wie Nissan, wird Ford die Fahrer im laufe des Jahres auf einzelnen kleinen Events der Öffentlichkeit präsentieren um die Spekulationen aufrecht zu erhalten.

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    Bildquelle: Ford Pressematerial

  • ACO verkündet Änderungen auf Pressekonferenz

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    Die Le Mans Jahreskonferenz des ACO entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Ereignis für Ankündigungen im Bereich des Langstreckensports. Auch diesmal gab der WEC-Veranstalter bekannt, welche Änderungen und Details in den kommenden Regularien in WEC, ELMS, AsLMS und TUSCC kommen werden.

    Die erste bedeutende Änderung betraf die Entwicklung des GTE Reglements. Der technische Direktor des ACO, Vincent Beaumesnil, erklärte die zukünftigen Wege der Kategorie. Die Klasse wird sich in eine Premium-GT-Kategorie des Motorsports verwandeln. Neben den Überarbeitungen der Sicherheitsbestimmungen werden die Autos pro Runde um zirka 3 Sekunden schneller.

    Mit der Einführung der neuen LMP2-Vorschriften haben der ACO und die FIA die Absicht, die bisherige zweitschnellste Klasse abzustufen und die GTE-Pro zur zweitschnellsten Klasse in Le Mans zu machen. Diese Regeländerung soll das Ansehen der Kategorie steigern und neue Werksteams in die WEC und nach Le Mans locken.

    Der ACO zeigte auch den Fahrplan für die kosteneffizientere LMP2-Klasse auf. Die Anzahl der Chassis- und die der Motorenhersteller soll begrenzt werden. Zudem wurden von ACO, FIA und IMSA die Regeln für die LMP2-Klasse unterschrieben. Somit ergibt sich für alle Teams aus den privaten Prototypenklassen die Möglichkeit, mit einem Fahrzeug bei allen großen Sportwagenserien an den Start zu gehen.

    Bisher galt die Garage 56 immer als Box für die Erprobung neuer Technologien. Nach dem diese 2015 und 2016 nicht besetzt wurde, will man das ab 2017 wieder ändern. Das Welter Racing Team wird beim 24 Stunden Klassiker mit einem Bio-Erdgas-Fahrzeug antreten.

    Bildquelle: Endurance Archive (Walter Schruff)

     

  • Qualifying: Porsche knackt den Streckenrekord

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    Mit einem Paukenschlag starteten die Teilnehmer der 24 Stunden von Le Mans gestern ins erste Qualifying. Nach dem Porsche bereits im Training wenige Stunden zuvor die besten Plätze für sich beanspruchen konnte, setzten die Stuttgarter kurze Zeit später eins drauf und knackten den Streckenrekord von 3:19.074 aus dem Jahr 2011.

    Gestern Abend sicherte sich das Porsche-Trio Jani / Lieb / Dumas im Wagen mit der Nummer #18 die provisorische Poleposition. Mit einer Durchschnittsgeschwindigeit von 249,2 km/h und einer Rundenzeit von 3:16.887 ließ man die Konkurrenz alt aussehen. Auf dem zweiten und dritten Startplatz stehen nach der gestrigen Session die Schwesterfahrzeuge #17 (3:17.767) und #19 (3:19.297). Die Geschwindigkeit der drei Porsche 919 war beeindruckend und auch die Konkurrenz im LMP1-Feld musste eingestehen, dass man diese Zeiten am Abend wohl nicht mehr unterbieten kann.

    Der Vorjahressieger Audi folgt mit seinen drei Fahrzeugen dicht hinter der Konzernschwester. Auf den Positionen vier, fünf und sechs finden wir bis jetzt Fahrzeuge #8 (3:19.866), #9 (3:21.081) und #7 (3:21.839). Toyota steht mit seinen beiden Wagen auf den Startplätzen sieben und acht mit einer Rundenzeit von 3:23.543 (#2) bzw. 3:23.767 (#1). Während Rebellion einen erstaunlich guten Start hinlegte und sich mit 3:26.874 dicht hinter den beiden Toyota auf Position neun und zehn platzierte, so hatte Neueinsteiger Nissan schwer zu kämpfen. Die Wagen fand nicht wirklich gut ins Qualifying und fuhren die ganze Zeit auf LMP2-Niveau. Am Ende schafften es die Japaner nicht die LMP2-Fahrzeuge zu schlagen und mussten sich mit Startplatz 12 (#23) hinter dem KCMG zufrieden geben. Die Schwesterfahrzeuge schnitten noch schlechter ab und kam nicht über die Startplätze 21 (#22) und 32 (#21) hinaus. Das Team ByKolles ist mit Position 18 zwar Welten vom Rebellion entfernt, konnte aber immerhin die beiden Nissan hinter sich lassen.

    In der LMP2-Klasse führt KCMG das Feld mit einer Zeit von 3:38.032 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 225,0 km/h auf Gesamtposition 11 an. Den zweiten und dritten Rang fuhren die ELMS-Teams Greaves Motorsport und Jota Sport ein. Etwas verwunderlich waren die Rundenzeiten von Thiriet by TDS, welche als einzige andere Mannschaft noch den Oreca 05 einsetzen. Trotz ähnlicher Konfiguration war das Team konsequent zwei Sekunden hinter KCMG und auch in der Durchschnittsgeschwindigkeit war man 2 km/h langsamer als das WEC-Team. G-Drive Racing landete mit den Startplätzen vier und acht vor dem Hauptgegner SMP Racing, welche mit ihrem neuen BR01 nur Position 11 und 13 einfahren konnten.
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    Aston Martin war der zweite Star des gestrigen Abend. Mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit fuhren die Briten eine Spitzenzeit nach der anderen und sicherten sich die ersten drei Startplätze in der GT-Pro Kategorie. Die schnellste Zeit erziehlte das Trio Rees / MacDowall / Stanaway (#99), welche mit 3:54.928 fast eine Sekunde schneller waren als das Schwesterfahrzeuge #97 mit 3:55.466 bzw. die #95 mit 3:55.783.  Auf die Plätze vier und fünf fuhren die beiden Corvette C7R. Während die #63 mit 3:55.963 dicht hinter den drei Aston Martin ist, war das Schwesterfahrzeug auf der fünf ganze zwei Sekunden langsamer. Für den Titelverteidiger Ferrari lief es hingegen denkbar schlecht. Die beiden GT-Pro Fahrzeuge fuhren nicht optimal und mehr als die Startplätze sieben und neun waren für die Italiener gestern nicht möglich.

    In der GT-Am Klasse verblüffte Aston Martin ebenfalls. Mit einer Zeit von 3:55.102 sicherte sich die #98 nicht nur den ersten Am-Startplatz, sondern auch die zweitschnellste LMGTE-Gesamtzeit vor den Teamkollegen in der #97 und #95. Für Ferrari lief es in der kleineren GT-Kategorie besser und man holte mit der #83 den zweiten Platz (3:56.723) und mit dem SMP-Kundenfahrzeug die dritte Startposition (3:57.271). Beim Team der SRT Viper musste man erst die richtige Abstimmung finden und schaffte es am Ende nur hinter die beiden Proton-Porsche und den Scuderia Corsa Ferrari auf Startplatz sieben.
    Alle Zeiten des gestrigen Qualifying gibt es hier noch einmal zusammengefasst zum nachlesen.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Alle Fakten zu den 24 Stunden von Le Mans

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    Die Strecke

    Name:

    Circuit de la SartheWEC_BigCircuitLeMans
    Eröffnung: 1923
    Land: Frankreich
    Länge: 13,629 km
    Kurven: 21

    Schaut euch Allan McNish’s berühmten Le Mans Trackguide hier an.

    Der Zeitplan

    Datum Session Start
    Ende
    Mittwoch (10.06) Freies Training 16:00 20:00
    Mittwoch (10.06) Qualifying 1 22:00 0:00
    Donnerstag (11.06) Qualifying 2 19:00 21:00
    Donnerstag (11.06) Qualifying 3 22:00 0:00
    Samstag (13.06) Warm-Up 9:00 9:45
    Samstag (13.06) Rennen (Start) 15:00 –
    Sonntag (14.06) Rennen (Ende) – 15:00

    (Alle Angaben in Mitteleuropäischer Sommerzeit)

    Die Starterliste

    Hier geht’s zur vollständigen Starterliste

    Das Wetter

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    Die Berichterstattung

    Fernsehen

    :
    Das komplette Rennen gibt es auf Eurosport (mit Werbung) und Eurosport 2 (ohne Werbung aber kostenpflichtig) live und in voller Länge.

    Livestream:
    Wie alle Läufe der WEC, gibt es auch die 24 Stunden von Le Mans im kostenpflichtigen Livestream auf: live.fiawec.com und in der FIA WEC App.

    Radio:
    Die Kollegen vom Mobil 1 Radio Le Mans werden erneut das gesamter Rennen im Webradio auf Englisch kommentieren. Parallel gibt es rund um die Strecke das Radio Le Mans auch unter der Frequenz 91.2 FM zu empfangen.

    Die Rundenzeiten

    Auf der Seite live.fiawec.com besteht die Möglichkeit, kostenfrei und in Echtzeit die Rundenzeiten aller Fahrzeuge einzusehen.

    Die sozialen Medien

    Twitter:

    Folgt uns auf Twitter um Gedanken auszutauschen und Fragen loszuwerden: @endurance-archive

    Des Weiteren gibt es zwei offizielle Kanäle der WEC, welche zur Kommunikation mit den Veranstaltern genutzt werden können: @fiawec und @fiawec_live. Die offiziellen Hashtags zum Rennen lauten: #24lm und #lm24

    Die Kollegen von Dailysportscar.com haben eine Übersicht mit den offiziellen Twitter-Accounts aller Teams und Fahrer zusammengetragen welche ihr hier einsehen könnt.

    Instagram:

    Folgt und auf Instagram @wecmagazin für aktuelle Fotos unserer Fotografen, welche live an der Rennstrecke unterwegs sind. Für weitere Fotos von der Rennstrecke empfehlen wir die offiziellen Kanäle der FIA sowie des ACO: @fiawec_official / @24hoursoflemans