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  • Le Mans 2015: Die GT-Pro Vorschau

    Auch wenn die GT-Pro Klasse nicht zu den größten in Le Mans gehört, so gleicht sie das aber durch ein unglaublich starkes Feld mit engen Abständen wieder aus. In diesem Jahr treten erneut die vier Werksteam mit insgesamt neun Fahrzeugen gegeneinander an. Bereits in den ersten Saisonrennen der WEC zeigten die Teilnehmer, dass das Feld sich in diesem sehr ausgeglichen ist und theoretisch alles passieren kann.

    AF Corse – Ferrari F458 Italia

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    #51 – Gianmaria Bruni (ITA), Toni Vilander (FIN), Giancarlo Fisichella (ITA)
    #71 – Davide Rigon (ITA), James Calado (GBR), Olivier Beretta (MCO)

    Der Ferrari 458 Italia ist das wohl erfolgreichste GT-Fahrzeug in der noch jungen WEC-Geschichte. In den vergangenen drei Jahren schaffte es das italienische Werksteam jedes mal aufs neue, die GT-Pro Titel für sich zu beanspruchen. In den Jahren 2012 und 2014 kamen zudem noch die Klassentitel bei den 24 Stunden von Le Mans hinzu.

    Auch in diesem Jahr setzt Ferrari auf das erfolgreiche Trio Bruni, Vilander und Fisichella im Fahrzeug mit der #51. Als Titelverteidiger steht für AF Corse erneut der erste Platz auf dem Plan und die Chancen dies zu erreichen stehen sehr gut. Bereits in Silverstone konnte man einen ersten Platz einfahren. In Spa hätte dies ebenfalls gut geklappt, wäre da nicht eine Strafe für den Boxenstopp dazwischen gekommen. Nun stehen die 24 Stunden von Le Mans auf dem Programm und mit einem Sieg und den Doppelten Punkten wäre Ferrari auf dem besten Weg zum vierten WEC-Meistertitel.

    Corvette Racing – Chevrolet Corvette C7R

    18444778292_8b190bd111_k#63 – Jan Magnussen (DNK), Antonio García (ESP), Ryan Briscoe (AUS)
    #64 – Oliver Gavin (GBR), Tommy Milner (USA), Jordan Taylor (USA)

    Für Corvette Racing steht auch in diesem Jahr wieder ein Start bei den 24 Stunden von Le Mans auf dem Programm. Nach dem die US-Amerikaner im vergangenen Jahr erstmals mit der neuen C7R beim Langstreckenklassiker angetreten sind, ist man nun auf den heiß ersehnten GT-Pro Sieg fokussiert. Es wird das erste mal in dieser Saison, dass die beiden Fahrzeuge gegen das restliche GT-Pro Feld der WEC antreten werden. Im Gegensatz zu Ferrari, Porsche und Aston Martin nimmt Corvette nicht an der WEC teil, sondern verbringt den Rest des Jahres in der TUSCC.

    Für Ferrari könnte Corvette der härteste Gegner bei diesem Rennen werden. Das US-Werksteam gewann bereits die 24 Stunden von Daytona zum Jahresauftakt und die 12 Stunden von Sebring im März. Die Wagen laufen besser als im Vorjahr und es wäre nicht verwunderlich, wenn Corvette nach so einem erfolgreichen Start ins Jahr 2015 auch in Le Mans den Sieg holen würde.

    Porsche Team Manthey – Porsche 911 RSR

    18454002245_92809434d1_k#91 – Richard Lietz (AUT), Michael Christensen (DNK), Jörg Bergmeister (DEU)
    #92 – Patrick Pilet (FRA), Frédéric Makowiecki (FRA), Wolf Henzler (DEU)

    Mit dem Einstieg des 911 RSR in die WEC Saison 2013 überraschte Porsche einige. Doch anstatt nur mitzufahren, beeindruckten die Stuttgarter mit einem Le Mans Sieg beim Debüt und zeigten, wozu man im Stande ist. Neben diesem beachtlichen Erfolg schafften sie es mit dem 911 RSR auch noch, die Siege in Daytona, Sebring und beim Petit Le Mans im Rahmen der TUSCC zu holen. Im vergangenen Jahr wahr der glanz verschwunden und das Porsche GT-Team hatte schwer mit der Konkurenz zu kämpfen.

    In diesem Jahr geht das Porsche Team Manthey nun mit gestärken Kräften und angepassten Fahrerpaarungen nach Le Mans. Durch den Einsatz eines dritten 919 in der LMP1 wurden die Ressourcen für das Rennen neu Verteilt. In der #91 nimmt neben Richard Lietz und Jörg Bergmeister der Junior-Fahrer Michael Christensen Platz. Im Schwesterfahrzeug ergänzt Wolf Henzler vom Falken Tire Porsche Team das Duo Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki. Die spannende Frage wird sein, ob Porsche an den Erfolg von 2013 anknüpfen kann. In den ersten beiden Rennen zeigte man eine bessere Performance als im Jahr 2014 und man scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Doch ob es am Wochenende schon zum Sieg reicht wird sich zeigen.

    Aston Martin Racing – Aston Martin Vantage V8

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    #95 – Marco Sørensen (DNK), Christoffer Nygaard (DNK), Nicki Thiim (DNK)
    #97 – Darren Turner (GBR), Stefan Mücke (DEU), Rob Bell (GBR)
    #99 – Fernando Rees (BRA), Alex MacDowall (GBR), Richie Stanaway (NZL)

    Aston Martin ist das einzige GT-Pro Team, welches mit drei Fahrzeugen an den Start geht. Hintergrund für das starke Line-Up ist der sehensüchtige Wunsche des Autobauers nach einem Le Mans Sieg in der Pro-Wertung. Der Vantage V8 ist zwar schnell, doch gegen Ferrari oder Porsche anzukommen schaffte er über 24 Stunden noch nicht. Alle Hoffnungen ruhen in diesem Jahr auf dem Fahrzeug mit der Startnummer #95. Bereits 2014 schaffte es der „Dain-Train“ rund um Nicki Thiim den Klassensieg in Le Mans zu holen. Nun soll es das dänische Trio auch in der GT-Pro richten.

    Um den Abgang von Kristian Poulsen auszugleichen, holte man den Lotus Testfahrer Marco Sørensen an Board, welcher in seinen ersten beiden Rennen einen guten Gesamteindruck hinterließ. Im Schwesterfahrzeug #97 musste man den Platz von Bruno Senna neu besetzten, da dieser sich aus der WEC zurück zog und zu McLaren wechselte. Die freie Position wird in Le Mans nun Rob Bell ausfüllen. Der dritte Aston Martin mit der #99 steht ebenfalls hoch im Kurs im Kampf um den Sieg. Nach dem das Trio aus Fernando Rees, Alex MacDowall und Richie Stanaway in Spa den Sieg holen konnte, steht man nun dem kommenden Rennen positiv gegenüber. Das Aufgebot von Aston Martin ist in diesem Jahr in sehr guter Form und die Chancen zum Sieg sind da. Ob man aber auch Ferrari und Porsche bezwingen kann, werden wir am Sonntag Nachmittag sehen.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans 2015: Die LMP1 Vorschau

    Die diesjährige Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans verspricht eines der besten Rennen aller Zeiten zu werden. Seit Beginn der neuen Prototypen-Ära treffen erstmals die Fahrzeuge von vier Werksteams aufeinander. Hinzu kommen noch die Fahrzeuge der beiden Privatteams ByKolles und Rebellion Racing. Die LMP1-Klasse hält in diesem Jahr so einiges an Überraschungen bereit, welche den Rennverlauf bestimmen könnten.

    Toyota Hybrid Racing – Toyota TS 040 Hybrid

    17833234043_f8a139930d_k#1 – Anthony Davidson (GBR), Sébastien Buemi (CHE), Kazuki Nakajima (JPN)
    #2 – Alex Wurz (AUT), Stéphane Sarrazin (FRA), Mike Conway (GBR)

    Die bisherige Saison war für den amtierenden Weltmeister alles andere als positiv verlaufen. Nach dem man in Silverstone mit Mühe und Not einen dritten Platz einfahren konnte, folgte in Spa die nächste Enttäuschung. Das neue Aero-Kit, welches man ursprünglich mit nach Le Mans bringen wollte, verschaffte dem Team nicht die gewünschte Verbesserung und die Konkurrenz konnten sich ein ganzes Stück absetzten. Für die Japaner steht nun ein entscheidendes Rennen vor der Tür, da man mit den doppelten Punkten wieder aufschließen könnte und weiterhin im Kampf um den WM-Titel bleiben würde. Doch bereits beim Le Mans Test zeigte Toyota als einziges LMP1-Team, dass man nicht in der Lage ist die eigenen Vorjahreszeiten zu unterbieten.

    Die ersten Zeichen deuten auf einen weiteren Rückschlag für Toyota hin. Doch in der Vergangenheit hat Le Mans mehrfach gezeigt, dass Geschwindigkeit nicht alles ist und am Ende der Zuverlässigste Teilnehmer meist ganz oben steht. Mit einem fehlerfreien Rennen ohne längere Reparaturen könnten Sie trotz der schlechten Ausgangslage für eine Überraschung sorgen. Doch da die Japaner als einziger Autobauer mit nur zwei Wagen antritt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man die Ziellinie nicht erreicht.

    ByKolles Racing – CLM P1/01 AER

    18448652192_f72a2bf312_k#4 – Simon Trummer (CHE), Tiago Monteiro (PRT), Pierre Kaffer (DEU)

    Nach dem langen hin und her mit Lotus in der WEC, wollte Colin Kolles in diesem Jahr einen Neuanfang wagen und brachte sein Team erstmals unter dem Namen ByKolles Racing an den Start. Da der Hauptgegner Rebellion Racing die ersten zwei Saisonläufe aussetzten musste, hätte die Mannschaft auf Österreich nun die Privatwertung anführen können. Doch der CLM P1/01 erwies sich als überraschend unzuverlässig und beide Rennen konnte man nicht beenden. Nun steht mit den 24 Stunden von Le Mans der härteste Lauf des Jahres auf dem Programm. Die ersten Ergebnisse haben gezeigt, dass das ByKolles Team derzeit noch nicht in der Lage ist, sechs Stunden am Stück durchzuhalten. Eine neue Sonderlackierung alleine genügt nicht, um die Zuverlässigere Konkurrenz um Rebellion zu bezwingen. Es müsste ein Wunder geschehen, damit ByKolles in Le Mans wirklich die Ziellinie erreicht.

    Audi Sport Team Joest – Audi R18 e-tron quattro

    17207321129_8e3847a19d_k#7 – Marcel Fässler (CHE), André Lotterer (DEU), Benoît Tréluyer (FRA)
    #8 – Lucas di Grassi (BRA), Loic Duval (FRA), Oliver Jarvis (GBR)
    #9 – Filipe Albuquerque (PRT), Marco Bonanomi (ITA), René Rast (DEU)

    In den vergangenen 16 Jahren gewannen die Ingolstädter ganze 14 mal das Rennen in Le Mans. Nach dem Sieg im vergangenen Jahr geht man auch in der diesjährigen Ausgabe als Titelverteidiger an den Start. Verschiedene Probleme beim überarbeiteten R18 sorgten letztes Jahr dafür, dass man nicht die beste Geschwindigkeit liefern konnte. Doch Audi schaffte es bisher immer wieder durch die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge Probleme auszugleichen und das Rennen für sich zu entscheiden. In diesem Jahr geht man wieder mit drei Fahrzeugen in die 24 Stunden von Le Mans.

    Der überarbeitete R18 zeigte in Silverstone, dass man wieder ganz vorne dabei ist. Ein großes Rätsel war vor dem Spa-Rennen das Le Mans Aero-Kit. Audi ging mit drei verschiedenen Konstruktionen an den Start und fand so frühzeitig eine gute Konstruktion. Die Ausgangslage ist in diesem Jahr wesentlich günstiger. Auch wenn Tom Kristensen nicht mehr im Fahrzeug sitzt, so verfügt Audi über das dreifache Le Mans Siegertrio Fässler, Lotterer und Tréluyer.

    Rebellion Racing – Rebellon R-One AER

    17828291433_3a1843f902_k#12 – Nicolas Prost (FRA), Nick Heidfeld (DEU), Mathias Beche (CHE)
    #13 – Alexandre Imperatori (CHE), Dominik Kraihamer (AUT), Daniel Abt (DEU)

    Am kommenden Wochenende steht für Rebellion Racing das erste Rennen in diesem Jahr an. Nach dem Wechsel vom Toyota auf den AER-Motor benötigte der R-One einige Anpassungen und verzögerten den Saisonstart für die Schweizer. Bereits im vergangenen Jahr zeigte die Privatmannschaft, dass man trotz Verzögerung schnell zur eigenen Stärke findet und mit einer soliden Leistung auch 24 Stunden problemlos durchhalten kann. Neben den neuen Lackierungen gibt es bei Rebellion ab diesem Rennen auch veränderte Trios. Während im weißen Fahrzeug mir der #12 nur Platin-Fahrer (Prost, Heidfeld, Beche) platz nehmen, so findet man im Schwesterwagen #13 nur Gold-Piloten (Abt, Imperatori, Kraihamer). Der Wagen lief bereits im vergangenen Jahr sehr gut und auch dieses mal besteht eine hohe Chance die Schweizer im Bereich um die Top Zehn Plätze in der Gesamtwertung wiederzufinden.

    Porsche Team – Porsche 919 Hybrid

    17833290713_61a8dbc9bc_k#17 – Timo Bernhard (DEU), Mark Webber (AUS), Brendon Hartley (NZL)
    #18 – Romain Dumas (FRA), Neel Jani (CHE), Marc Lieb (DEU)
    #19 – Nico Hülkenberg (DEU), Earl Bamber (NZL), Nick Tandy (GBR)

    Für Porsche ist 2015 das zweite Jahr in der neuen Ära nach dem Comeback. Beim Le Mans Rennen vergangenes Jahr lieferten sich die Stuttgarter ein beeindruckendes Rennen mit Audi und schafften es fast aufs Podium. Doch kurz vor Schluss zwang die neue Technik das Team in die Knie und man musste sich geschlagen geben. Trotz dieses Rückschlages gab man nicht auf und konstruierte den 919 anhand der gewonnenen Daten von Grund auf neu. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn in den bisherigen Rennen war man stark und konnte sich mit den Audis Kopf-an-Kopf duellieren.

    In diesem Jahr will man auf Nummer sicher gehen und setzte erstmals einen dritten Wagen ein. Mit dem Formel 1 Piloten Nico Hülkenberg sowie Earl Bamber und Nick Tandy hinter dem Steuer ist die zusätzliche Nummer #19 gut aufgestellt. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird Porsche in diesem Jahr die Pole-Position in Le Mans holen. Die große Frage wird jedoch bleiben, wie zuverlässig die Fahrzeuge auf eine Distanz von 24 Stunden sind. Die bisherigen Eindrücke aus den Rennen und vom Le Mans Test sind vielversprechend und dank der drei Fahrzeuge ist auch ein Sieg in greifbarer Nähe.

    Nismo (Nissan Motorsports) – Nissan GT-R LM NISMO

    17828270433_bbac038dc9_k#21 – Tsugio Matsuda (JPB), Mark Schulzhitskiy (RUS), Lucas Ordónez
    #22 – Harry Tincknell (GBR), Michael Krumm (DEU), Alex Buncombe (GBR)
    #23 – Olivier Pla (FRA), Jann Mardenborough (GBR), Max Chilton (GBR)

    Kaum ein Comeback wurde so groß zelebriert wie das von Nissan. Über das letzte halbe Jahr verteilt, bereitete der japanische Wagenbauer die Fans und Medien auf den eigenen Wiedereinstieg vor. Nach einer verzögerten Fertigstellung ist nun der große Moment gekommen, auf den viele gewartete haben. Mit einem revolutionären Front-Motor-Konzept geht der GT-R LM Nismo in der LMP1 an den Start. Während man Porsche durch seine konventionelle Bauweise im Vorfeld besser einschätzen konnte, so bleibt Nissan ein großes Fragezeichen. In den bisherigen Testfahrten hielt man sich bedeckt und erweckte den Eindruck, dass man nicht mit der besten Leistung an den Start geht. Auf der anderen Seite hängen jedoch immer wieder die Worte der Nissan PR-Abteilung in der Luft, dass man in diesem Jahr nichts geringeres als den Le Mans Gesamtsieg anpeilt.

    Für das kommende 24 Stunden Rennen gibt es zwei denkbare Szenarien. Die erste wäre, dass Nissan alle an der Nase herumgeführt hat und auf die großen Sprüche Taten folgen lässt. Es wäre die Sensation und würde für kräftigen Wirbel bei allen beteiligten sorgen. Die zweite, etwas realistischere Situation ist, dass man ähnlich wie mit dem ZEOD RC im vergangen Jahr nicht lange durchhält und nur mit großer Mühe die ersten sechs Stunden übersteht. Gewissheit über die Ausgangslage wird erst das Qualifying in dieser Woche bringen.

    Images: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Porsche beim Le Mans Test an der Spitze

    Porsche beim Le Mans Test an der Spitze

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    Heute ging es endlich los, mit dem offiziellen Le Mans Test fiel der Startschuss für das legendäre 24 Stunden Rennen. Die Boxengasse war gut gefüllt, denn alle 64 gelisteten Fahrzeuge waren vor Ort um ihre Wagen abzustimmen. Doch als wäre die volle Strecke nicht schon Stress genug, so sorgte lang anhaltender Regen für schwierige Bedingungen.

    In der Morgen-Session zeigte das deutsche Porsche Team wo der Hammer hängt und sicherte sich den ersten Platz mit einer Zeit von 3:21.945. Mit dieser unglaublich guten Rundenzeit überbot die Nummer #18 mit Jani, Lieb und Dumas bereits jetzt die Trainings-Ergebnisse des Vorjahres und landete nur knapp hinter der Pole-Zeit von 2014. Wenig Luft zum Atmen hatte Porsche jedoch durch den Hauptkonkurrenten Audi. Mit Zeiten ganz knapp hinter dem Ergebnis der Stuttgarter landeten die #9 von Albuquerque, Bonanomi und Rast sowie die WM-Führenden Nummer #7 auf der drei. Zwei Sekunden langsamer als das Schwersterfahrzeug war der Porsche #17 gefolgt vom Audi #8. Nach der ersten Session zeigt sich ein ähnliches Bild wie bereits in den beiden WEC-Läufen zuvor. Während Audi und Porsche die Spitze dominieren und sich gegenseitig die Führungsposition streitig machen, fährt Toyota hinter her und zeigt nicht sein volles Potential. Noch stärker hatte Neueinsteiger Nissan zu kämpfen, welche als bestes Ergebnis nur Gesamtposition 16 vorweisen konnten. Für Rebellion lief es erheblich besser, denn die Schweizer konnten das ByKolles-Team auf Anhieb schlagen und Gesamtrang 9 einfahren.

    In der LMP2-Klasse stand nach der ersten Session ein Ligier an der Spitze. Während viele das russischen G-Drive Team erwartet hätten, überraschte OAK-Racing mit der schnellsten Zeit. Nur drei Zehntel langsamer war der ELMS-Aufsteiger Signatech-Alpine auf Platz zwei, gefolgt vom äußerst starken Oreca 05 der KC Motor Group. Nicht weit entfernt fand sich der Vorjahressieger Jota Sport wieder, welche zwar mit guten Zeiten auf Platz vier fuhren, jedoch nicht ihr volles Potential ausschöpften. Das britische Strakka-Team konnte ebenfalls auf ein solides Ergebnis zurückblicken. Nachdem man im vergangenen Jahr das Rennen verpasste, konnte man bei der Streckenpremiere des Dome S103 den fünften Platz sichern.
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    Als Überraschung des Tages kann man die Leistung vom Corvette-Werksteams zählen. Wie aus dem nichts lieferten die US-Amerikaner eine Spitzenzeit nach der anderen und ließen die eigentliche WEC-Spitze des Ferrari #51 alt aussehen. Das Trio Bruni, Vilander und Fisichella konnte mit der äußerst starken Leistung nicht mithalten und musste sich mit Platz zwei zufrieden geben. Die dritt schnellste Zeit im Bunde fuhr Porsche mit den Fahrern Pilet, Makowiecki und Henzler. Besser lief es für den italienischen Wagenbauer in der GT-Am Kategorie. Hier sicherte man sich alle drei Spitzenpositionen mit dem SMP-Ferrari auf der zwei. Die Bestzeit des Führenden lag hier nur zwei Sekunden unter der des GT-Pro führenden.

    Ein besonderes Ereignis am heutigen Tag war die neue LMP3-Klasse. Zum ersten mal in der Le Mans Geschichte starteten LMP3-Fahrzeuge auf dem Circuit de La Sarthe. Auch wenn die Wagen aus der neuen ELMS-Klasse beim 24 Stundenrennen nicht startberechtigt sind, so ist es doch schön zu sehen, dass man sich bei einem Traditionsrennen der Evolution nicht verwehrt und den Juniorfahrern eine Chance gibt den Kurs kennenzulernen.

    Bildquelle: #1 FIAWEC #2 Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Die Geschichte von Derek Bell

    Die Geschichte von Derek Bell

    Wenn man in der Geschichte von Le Mans zurück schaut, entdeckt man eine Vielzahl britischer Fahrer, welche sich beim legendären 24 Stunden Rennen versuchten. Ein Name, der dabei besonders hervor sticht, ist der von Derek Bell. Der Bauernjunge aus Pagham prägte die Ära der Gruppe C nicht nur mit seiner ganz besonderen Verbindung zur Marke Porsche, sondern auch durch einige spektakuläre Rennen. 

    Als der junge Brite 1968 sein Formel 1 Debüt für Ferrari in Monza gab, dauerte es nicht lange bis das Team sein Talent erkannte und ihn zwei Jahre später in deren Le Mans Programm beförderte. Zusammen mit Ronnie Pietersen ging er für den italienischen Wagenbauer an den Start, musste jedoch nach nur 39 Runden den Ferrari vorzeitig aus dem Rennen nehmen. Trotz des Ausfalls war Le Mans 1970 für ihn ein großartiges Rennen, da er eine Rolle im neuen Film von Steve McQueen bekommen hatte, welcher diesen während und nach dem Rennen drehte. Als einer der Fahrer im Film „Le Mans“ musste er einen Porsche 917 fahren. Dies stand zwar im Konflikt mit seinem Arbeitgeber Ferrari, dennoch ließ er sich auf das Abenteuer ein. Es war die erste Begegnung von Derek Bell mit Porsche und sollte dafür sorgen, dass er in den folgenden Jahren für die Stuttgarter an den Start gehen sollte.

    Jeder Fahrer der einmal in Le Mans angetreten ist muss lernen, dass auf dem Kurs an der Sarthe eigene Regeln herrschen. Der Spruch „Le Mans gewinnst du nicht, es lässt dich gewinnen“ bringt deutlich zum Ausdruck, wie schwer es sein kann überhaupt das Ziel zu erreichen. Eine ähnliche Situation war es in den 70er Jahren für Derek Bell. Erst im Jahr 1972 schaffte er es mit seinem Ferrari 365 erstmals die Zielflagge zu sehen und landete auf Gesamtrang acht. So recht glücklich war Ferrari nicht mit den Leistungen der Folgejahre und so kam es schließlich im Jahr 1975 zum Wechsel zu Porsche. Zusammen mit dem Belgier Jacky Icky bildete er sehr gut funktionierendes Duo und schaffte es erstmals in seiner Karriere die 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen. Trotz des Erfolgs dauerte es bis zum Jahr 1980 als beider wieder zusammen in den Wagen stiegen und erneut einen Le Mans Sieg einfahren konnten.

    Nach dem zweiten Sieg war beiden klar, dass die Leistung von 1975 keine einmalige Leistung war und sie zusammen viel erreichen konnten. Bell war inzwischen Porsche-Werksfahrer und zusammen mit Ickx und dem neuen 956 sollten sie die Gruppe-C Ära zu etwas ganz besonderen machen. Im Jahr 1982 feierte der Rothmans Porsche 956 sein Le Mans Debüt und das Duo Bell / Ickx schaffte es nicht nur auf Anhieb die Pole-Position zu holen, sondern das ganze noch in einen Start-Ziel-Sieg zu verwandeln. Nach dem das Porsche Werksteam im Jahr 1984 das Rennen aufgrund der neuen Benzin-Vorgaben boykottiert hatte, bekam Derek Bell im Folgejahr den Deutschen Hans-Joachim Stuck als Partner an die Seite gestellt.

    Das neue Duo Bell / Stuck feierte zusammen mit dem neuen Porsche 962 die Le Mans Premiere. Erneut schaffte es der Brite mit einem neuen Fahrzeug auf Anhieb die Pole zu holen. Doch diesmal verlief das Rennen nicht nach Vorstellung und man musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Trotz dieser Niederlage lief das Fahrzeug sehr gut auf der Strecke und Bell kam sehr gut mit seinem neuen Teamkollegen zurecht. Als Resultat dieser guten Zusammenarbeit schafften es die beiden im selben Jahr, ihren ersten Weltmeistertitel in der WSC zu holen. Nach diesem guten Start als Team waren auch die Folgejahre gewinnbringend und neben den Le Mans Siegen von ’85 und ’86 folgte auch noch ein zweiter WSC-Titel für Bell im gleichen Jahr.

    Im Jahr 1988 fuhr Derek Bell das letzte mal für das Porsche-Werksteam in Le Mans. Auch wenn er den Sieg nur knapp verpasste, so konnte er sich doch auf ewig einen Platz in der Gesichte sichern. Zusammen mit Porsche schaffte er es zwischen 1981 und 1988 jedes mal auf das Podium. Die Zeit der Gruppe C war eine der spannendtsen Epochen in der Geschichte von Le Mans. Jedes Jahr kämpften die Teilnehmer auf solch einem hohen Niveau, dass es fast schon Unwirklich erscheint, wie konstant Bell, seine Teamkollegen und die Fahrzeuge wahren.

    Nach seinem Ende als Werksfahrer konnte er dennoch nicht los lassen und so kam es, dass er über 90er Jahre immer wieder für Privat-Mannschaften an den Start ging. Irgendwann kommt aber für jeden Fahrer der Zeitpunkt, wo man sich von der aktiven Teilnahme zurückziehen muss. Auch ein Ausnahmetalent wie Derek Bell musste einsehen, dass er nicht mehr der jüngste war und so nahm er einen Job bei Bentley an. Zusammen mit dem britischen Autobauer entwickelte er einen neuen Prototypen, welcher im Jahr 2003 an den Start ging. Die Bentley-Piloten holten den ersten Sieg für das Team gleich beim Debüt. Für Bell war es der erste Erfolg in Le Mans als Fahrzeugentwickler.

    Bildquelle: Endurance Archive (James Clarke)

  • Die unglaubliche Fahrt von Pierre Levegh

    Die unglaubliche Fahrt von Pierre Levegh

    Die 24 Stunden von Le Mans stehen kurz bevor. Für alle Fans und Fahrer ist es das Motorsport-Highlight des Jahres. In unserer Serie „Die Legenden von Le Mans“ möchten wir mit Rückblicken auf das legendäre Rennen einstimmen. Jeder Artikel wird sich mit einem bestimmten Momenten, einer Person oder einem Fahrzeug der Le Mans Geschichte beschäftigen, die uns bei Endurance Archive besonders geprägt haben. Beginnen möchten wir mit einem Piloten der frühen Tage, Pierre Levegh.

    Wir schreiben die 1950er Jahre. Nach Ende des zweiten Weltkriegs finden in Frankreich wieder die 24 Stunden von Le Mans statt. Durch die Auseinandersetzungen der Kriegsjahre ist die Stimmung zwischen den einzelnen Ländern noch immer angespannt und so ist wenig verwunderlich, dass sich diese Stimmung auch auf die einzelnen Teams niederschlägt. Während die Deutschen Mercedes-Benz in den folgenden Jahren nach Le Mans schickten, trat mit Jaguar ein Vertreter für Großbritannien an.

    Die Teams beider Länder schenkten sich nichts und kämpften mit allen mitteln gegeneinander. Beide Seiten machten große Entwicklungen im Fahrzuegbau, waren jedoch nicht bereit zu Gunsten der Sicherheit diese Erkenntnisse miteinander zu teilen. Ein Beispiel ist die von Jaguar entwickelte Trommelbremse, welche Mercedes-Benz nicht zur Verfügung stand. Um den Nachteil auszugleichen, bedienten sich die Deutschen einer Luftbremse, welcher der Störklappe eines Flugzeuges ähnelt.

    Die 50er Jahrer in Le Mans wahren eine Zeit der Geheimniskrämerei und die Regeln waren nur in groben Zügen definiert. Was folgte waren Technologie-Kämpfe der Wagenbauer und Allerlei kuriose Ereignisse. Im Jahr 1952 ging der Franzose Pierre Levegh zusammen mit René Marchand im eigenen Team an den Start. Als Fahrzeug setzte die Privatmannschaft einen Talbot-Lago ein, welcher zwar schnell unterwegs war, jedoch nicht mit den großen Werksteams schritthalten konnte.

    Zu Beginn des Rennens setzte sich der Pole-Setter Alberto Ascari im Ferrari an der Spitze ab, schied jedoch nach drei Stunden aufgrund eines Kupplungsschadens aus. Zur damaligen Zeit waren Reperaturen am Wagen durch Mannschaft nicht möglich. Konnte ein Fahrer den Schaden nicht selbst beheben, so war das Fahrzeug raus. Durch diesen frühen Ausfall übernahm das Duo Behra und Manzon im Gordini die Spitze des Feldes und konnte diese bis zur Halbzeit verteidigen. Doch ein Bremsdefekt am kleinen 2,3 Liter Fahrzeug zwang auch dieses Team in die Knie. Nachdem ein Ferrari, ein Mercedes und all Jaguar ausgefallen waren, übernahm nun der Franzose Pierre Levegh die Führung mit seinem eigentlich unterlegenen Talbot-Lago.

    In den frühen Le Mans Jahren gab es noch keine Begrenzung der Fahrzeit eines Piloten. Levegh saß zum Zeitpunkt der Führungsübernahme bereits 12 Stunden am Stück ohne Pause in seinem Wagen. In den vergangenen Stunden hatte er sich seinen Motor leicht beschädigt, jedoch war er in der Lage das Rennen fortzusetzen. In weiteren Rennverlauf kam der Franzose regelmäßig an die Box um nachzutanken, stieg jedoch nie aus dem Wagen obwohl sein Teamkollege René Marchand jedesmal bereit stand.

    Eine Stunde und zehn Minuten vor Ende schied Pierre Levegh mit seinem Wagen aufgrund eines Motorschadens aus. Er verlor das Rennen, verewigte sich mit seiner Fahrt jedoch für immer in den Geschichtsbüchern. Sage und schreibe 22 Stunden und 50 Minuten fuhr er ohne Pause im Rennen von Le Mans. Es ist die größte fahrerische Leistung die ein Rennfahrer je geschafft hat. Ohne Essen, Schlafen oder Trinken fuhr Pierre Levegh fast einen ganzen Tag alleine durch. Warum er seinen Teamkollegen nicht ans Steuer ließ, wurde nie offiziell geklärt. Vermutlich hatte der 47 jährige Angst, dass der unerfahrene Marchand nach der Übernahme der Spitze den Motor endgültig kaputt macht, was das Team den Sieg kosten würde .

    Drei Jahre später engagierte das Mercedes-Benz Werksteam Pierre Levegh als Ersatz für den kurzfristig ausgefallenen Hans Herrmann. Die 24 Stunden von Le Mans 1955 sollten das letzte Rennen für den Franzosen werden. Durch eine folgenschwere Kollision zwischen dem Austin-Healey und Leveghs Mercedes, ereignete sich die größten Tragödie im Motorsport. Bei dem Unfall auf der Start-Ziel Geraden verloren neben Pierre Levegh noch 83 weitere Menschen ihr Leben.

    Via: Wikipedia
    Bildquellen: Mercedes AMG F1 / Wikipedia

  • ELMS: Thiriet und Ferrari siegen in Imola

    ELMS 2015 - Start of the 4 Hours of Imola
    Nach dem die ELMS Mitte April mit einem spannenden Rennen die Saison eröffnete, legten die Teams bei den 4 Stunden von Imola noch eine Schippe drauf. Während Thiriet by TDS die Jota Sport Mannschaft in der LMP2-Klasse schlagen konnte, so standen in den beiden GT-Klassen zwei Ferrari an der Spitze.

    Unter besten Bedingungen gingen die 30 Fahrzeuge im italienischen Imola an den Start. Während sich Filipe Albuquerque im Jota Sport #38 den Startplatz 1 sicherte, ging in der neuen LMP3-Klasse die #3 vom Team LNT an den Start. In beiden GT-Klassen sorgten die Ferraris für Jubel bei den heimischen Fans, da in der GTE die #56 von AT Racing und in der GTC die #62 von AF Corse jeweils von der Poleposition ins Rennen gingen.

    Punkt 14.00 Uhr sollte es losgehen, doch bereits vor dem Rennstart kam es zur ersten Panne. Der LMP2-Wagen #44 von Ibanez Racing blieb zu Beginn der Formationsrunde in der Startaufstellung liegen. Damit das Fahrzeug ohne Personengefährdung von der Strecke geräumt werden konnte, entschied sich der Renndirektor für eine zweite Formationsrunde vor dem eigentlichen Start. Nach dem verzögerten Start konnte sich die #38 von Jota vorne halten. Doch die Fahrzeuge von Murphy, Pegasus und Greaves schlugen sich wacker und nutzen jede Chance für einen Angriff. Zum Glück für den Jota-Piloten verstrickt sich das Verfolgerfeld in einem Dreikampf, sodass er sich über die nächsten Runden einen guten Vorsprung verschaffen konnte. Einen sehr guten Start hatte die Mannschaft von Thiriet by TDS Racing. Nach dem man mit dem Oreca 05 von Position neun aus ins Rennen ging, konnte man in den folgenden Runden eine Vielzahl an Plätzen gut machen. In der achten Runde hatte man schließlich die Kampfgruppe erreicht und schloss sich der Jagt um die zweite Position an.
    Car #5 / VILLORBA CORSE - ELMS 4 Hours of Imola at Autodromo International Enzo e Dino Ferrari Imola - Imola - Italy
    In der 19. Runde kam es dann zum ersten Safety Car Einsatz des Rennens. Nachdem eines des GTE-Fahrzeuge in der Tamburello-Kurve von der Strecke abkam, verteilte es eine Menge Kies auf der Fahrbahn und die Rennleitung sah sich gezwungen zur Säuberung das Feld einzubremsen. Der Jota auf Position eins verlor mit einem Schlag seinen bis dahin bequemen Vorsprung und musste sich nach dem Restart gegen den Thiriet-Oreca auf Platz zwei verteidigen. In Runde 60 musste das Safety Car erneut ausrücken. Diesmal blieb das LMP3-Fahrzeug mit der Startnummer 5 in der Einfahrt zur Box stehen und sorgte für eine erneute Zusammenführung des Feldes. Durch die folgenden Boxenstopps schaffte es der Thiriet-Oreca die Führung zu übernehmen, dicht gefolgt vom Murphy-Team auf dem zweiten Rang.

    In den letzten Runden wurden die Lücken wieder kleiner. Das Jota-Team nutzte jede Chance, schaffte es jedoch nicht an die Spitze zurück. Am Ende siegte Thiriet by TDS Racing zwölf Sekunden vor Murphy Prototypes. Der Jota bekam eine nachträgliche Zeitstrafe für einen Boxenstopp, konnte sich dennoch den dritten Platz vor Greaves Motorsport sichern. In der neuen LMP3-Klasse musste die Nummer 3 vom Team LNT das Rennen vorzeitig beenden. Das Fahrzeug #7 der University of Bolton nutzte den Ausfall und konnte schließlich das zweite Saisonrennen gewinnen.

    Einen Start-Ziel-Sieg gab es in beiden GT-Klassen zu verzeichnen. In der GTE-Kategorie sicherte sich das AT-Racing Team den ersten Platz mit nur drei Sekunden Abstand auf den Proton-Porsche #88. Über den gesamten Rennverlauf zeigte sich das LMGTE-Feld äußerst ausgeglichen. In der Schlussphase legten sich die Verfolger nochmal ins Zeug und versuchten mit mehreren Angriffen den dritten Platz zu erkämpfen. Doch am Ende schaffte es der Ferrari von Formula Racing sich die dritte Position zu sichern. In der GTC-Kategorie sorgte das Ferrari Werksteam ebenfalls für Freude bei den Fans, denn auch hier schaffte ein Ferrari 458 Italia den Start-Ziel-Sieg. In vielen spannenden Duellen kämpften das AF Corse Team gegen den BMW von TDS Racing. Am Ende waren die Italiener jedoch zu stark und der Z4 verpasste das Podium. AF Corse hingegen konnte mit den ersten drei Podestplätzen die 4 Stunden von Imola beenden.

    Via: ELMS-Pressemeldung
    Bildquelle: ELMS-Pressematerial #1 #2

  • Die finale Starterliste für Le Mans

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    Mit großen Schritten nähert sich das Highlight des Jahres. Wenige Wochen vor dem offiziellen Le Mans Test hat der ACO jetzt die finale Starterliste für das 24 Stunden Rennen veröffentlicht. Beim diesjährigen Event werden 168 Fahrer aus 29 verschiedenen Ländern gegeneinander antreten.

    In der LMP1-Klasse dürfen wir uns über die Bestätigung von Rebellion Racing und Nissan freuen. Beide Mannschaften hatten die ersten beiden WEC-Läufe verpasst und es war bis jetzt noch nicht klar, ob sie auch definitiv in Le Mans teilnehmen werden. Doch mit der Bekanntgabe der finalen Starterliste dürfen wir davon ausgehen, dass beide Mannschaften mit ihren Arbeiten rechtzeitig zum 31. Mai fertig werden. Beim Team ByKolles findet man für das 24 Stunden Rennen endlich auch den benötigten dritten Fahrer. Der Portugiese Tiago Monteiro gibt sich die Ehre zusammen mit den Österreichern in Le Mans zu starten. Bei seiner letzten Teilnahme im Jahr 2011 schied der WTCC-Fahrer vorzeitig aus. Ob er mit ByKolles jedoch dieses mal die Zielline sehen wird, bleibt abzuwarten.

    In der LMP2-Klasse gibt es ein wiedersehen mit dem Klassensieger von 2014. Da man mit dem neuen Fahrzeug noch nicht fertig war, entschied sich SMP-Racing für einen Start in der ELMS um im folgenden Jahr in die WEC zurückzukehren. In Le Mans gehen in den beiden neuen BR01 Maurizio Mediani, David Markozov und Nicolas Minassian sowie Mikhail Aleshin, Kirill Ladygin und Anton Ladygin an den Start. Des Weiteren bringt der Lokalmatador OAK Racing ein zweites Fahrzeug an den Start. Der zusätzliche Ligier JS P2 wird anstatt eines Nissan-Motors mit einem HDP-Aggregat betrieben. Neben dem Belgier Laurens Vanthoor und dem McLaren Junior Kevin Estre wird der Kanadier Christopher Cumming platz nehmen. Abgerundet wird das LMP2-Feld durch die ELMS-Teams von Pegasus Racing, Jota Sport, Krohn Racing, Greaves Motorsport, Ibanez Racing Thiriet by TDS Racing und Murphy Prototypes.

    Bei den GT-Fahrzeugen gibt sich Corvette erneut die Ehre und tritt als Werksteam Corvette Racing – GM mit zwei Fahrzeugen in der GT-Pro Wertung an. Auch in der GT-Am Klasse gibt es US-Amerikanischen Zuwachs. Riley Motorsports bringt in diesem Jahr wieder eine SRT Viper GTS-R nach Frankreich. Ergänzt wird die GT-Am durch das AsLMS Team AAI, welches mit zwei Porsche 911 antritt sowie JMW Motorsport mit dem Ferrari 458 Italia aus der ELMS.

    Auf dem ersten Platz der Reserveliste steht das zweite Fahrzeug von KCMG. Sollte es noch zu einer kurzfristigen Absage kommen, so rücken Tomonobu Fujii, Satoshi Hoshno und der ehemalige SARD-Morand Pilot Christian Klien mit ihrem mit dem Oreca 03R aus dem vergangenen Jahr nach. Der ursprünglich geplante zweite Oreca 05 scheint nicht rechtzeitig fertig zu werden, weshalb KCMG seinen Vorjahreswagen angemeldet hat. Die komplette Starterliste gibt es hier.

    Bildquelle: Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Audi gewinnt die 6 Stunden von Spa

    Audi gewinnt die 6 Stunden von Spa

    Audi gewinnt bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps, dicht gefolgt vom Porsche Hybrid Nummer 18 und seinem Schwesterfahrzeug mit der #17. Etwas abgeschlagen kamen der Audi #9, der Toyota #2 und der Porsche #19 ins Ziel. Das Weltmeisterauto von Toyota mit der Nummer #1 schaffte es lediglich auf den achten Platz. Der dritte Audi R18 mit der Startnummer #8 landete zwei Minuten vor Schluss in der Wand.

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    In der LMP2-Klasse gewinnt Gaststarter Jota Sport vor dem G-Drive mit der #28. Fernando Rees feiert in der GTE-Pro Klasse mit seinen Teamkollegen den ersten Saisonsieg im Aston Martin. Knapp dahinter landeten die beiden Manthey Porsche #92 und #91. Ferrari schaffte es nach einer späten Strafen kurz vor Schluss nicht mehr aufs Podium. Auch in der GTE-Am Wertung holte Aston Martin den Sieg. Auf Rang zwei schaffte es der AF Corse Ferrari #83 vor den Ferrari von SMP Racing mit der #72. Die jeweiligen Auswertungen zu den einzelnen Klassen, findet ihr wie gewohnt in den kommenden Tagen auf Endurance Archive.

    Nachdem es in den ersten drei Stunden des Weltmeisterschaftslaufes in Spa-Francorchamps heiß her ging, setzten sich in der zweiten Halbzeit die Kämpfe fort. Gleich zu beginn der vierten Stunde hängte sich Porsche #17 an die beiden Toyotas auf den Plätzen vier und fünf. Kurz nachdem der Stuttgarter-Prototyp in der Rückspiegeln der Japaner auftauchte, setzte er zum Überholmanöver an. Innerhalb einer Runde machte Mark Webber die beiden Plätze gut und konnte sich sogar absetzten. Zeitgleich schalteten die Kameras auf den Audi Nummer #8 um. Der gut im Rennen liegende LMP1-Bolide rollte aus, und schleppte sich an die Boxengasse. Nur zwei Minuten später kam der abgeschlagene Weltmeister Toyota #1 an die Box und wurde wie der Audi zur Reparatur rein geschoben.

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    2 Stunden und 35 Minuten vor Schluss, sorgte der Strakka LMP2-Bolide mit der #42 für aufsehen in der letzten Kurve. Nach einem Bremsfehler drehte sich der Wagen um die eigene Achse und verlor Rang drei. Zeitgleich gab die ByKolles Mannschaft bekannt, dass man den Boliden nach mehreren Problemen aus dem Rennen zieht. Der auf die Strecke zurückgekehrte Toyota #1 rollte erneut langsam über den belgischen Kurs und kam zur zweiten Reparatur rein. Kurz vor Ende der vierten Stunde bekamen die Autos #91 von Porsche und #96 von Aston Martin eine Durchfahrtsstrafe, aufgrund der Missachtung blauer Flaggen.

    In der fünften Stunde des Rennens trafen zwei alte bekannte auf einander. Mark Lieb im Porsche #18 kämpfte knapp eine halbe Stunde lang mit dem Audi #7 um die Führung. Nachdem Audi seine Boxenstrategie überarbeitete, konnte Porsche den ersten Rang einnehmen. Auch Ferrari blieb von Strafen nicht verschont. Nach einer unglücklichen Berührung mit Porsche, bekam James Calado im Fahrzeug #71 eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Mit 1 Stunde 31 Minuten verbleibend, trafen Porsche #18 und Audi #7 wieder aufeinander.

    Die Ingolstädter hatten den Kampf um die Führung noch lang nicht abgeschrieben und setzten sich hinter den Porsche 919 Hybrid. Während des Kampfes schalteten die Kameras auf den Zweitplatzierten G-Drive #26, welcher mit großer Rauchentwicklung auf sich aufmerksam machte. Gegen Ende des Rennens schaffte es Audi mit der erneut optimierten Boxenstrategie, den ersten Rang zu übernehmen und das Rennen für sich zu entscheiden. Der beschädigte G-Drive, welcher zuvor in die Box geschoben wurde, schaffte es nicht mehr das Rennen wieder aufzunehmen.

    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff

  • Halbzeit bei den 6 Stunden von Spa

    Halbzeit bei den 6 Stunden von Spa

    Bei unerwartet trockenen Bedingungen gingen die Teams in Spa-Francorchamps an den Start. Nach zwei Einführungsrunden fiel der Startschuss zum zweiten Saisonlauf des Jahres. Das Porsche Team konnte seine Dreier-Führung im ersten Moment verteidigen, schaffte es jedoch nicht sich von der Konkurrenz abzusetzen.

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    Toyota kam diesmal besser Weg als die Audi vor ihm, schaffte es jedoch nicht ganz vorbei. Zwischen den Fahrzeugen von Audi und Toyota entbrannte ein Wechselduell um jede Position. Keiner der beteiligten gab nach und kurze Zeit später wurden auch die hinteren beiden Porsche in die Kämpfe verwickelt und der Audi schaffte es für wenige Runden die Nummer #19 zu überholen. Nachdem sich kleine Abstände gebildet hatten, zeigten sich erste Balance-Probleme am Setup des Toyota #1. Ähnliches Bild zeigte sich am Audi mit der Nummer 9. Auch hier bereitete das Le Mans Setup Probleme und es kam zu immer stärkeren Vibrationen.

    Zehn Minuten nach dem Start kam es zu den ersten Strafen. Die #38 des Gaststarters Jota Sport wurde mit einer Boxen-Durchfahrtsstrafe belegt, da man zu früh gestartet war. Wenige Augenblicke später ereignete sich der erste größere Rennunfall. Dem Porsche #91 mit Kevin Estre wurde die blaue Flagge gezeigt um die Nummer #19 von Nick Tandy vorbei zu lassen. Während Tandy auf höhe der flagge vor Kurven-Beginn zum Überholen ansetzte, so war Estre in der #91 der Meinung das er erst nach der Kurve Platz machen müsse. Durch dieses Missverständnis kam es zur Kollision zwischen den beiden Porsche-Werksfahrzeugen und beide mussten zur Reparatur an die Box. Die #91 wurde im nachhinein mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.

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    In der GT-Am Klasse verschätzte sich der Aston Martin #96 am Ausgang der Eau-Rouge, verpasste den Bremspunkt und fuhr mit voller Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung. Durch diese unnötige Kollision verlor die #96 die GT-Am Führung und musste zur Reparatur in die Box. Nach einer Stunde machten die ersten Reifen schlapp und Audi eröffnete die Boxenstopp-Phase mit zwei seiner Fahrzeuge. Die Nummer 17 von Porsche verbremste sich in der letzten Kurve, quetschte sich durch den Notausgang auf die Strecke und zog daraufhin den eigenen Stopp vor. Führ die Gefährdung der Streckenposten im Notausgang wurde die #17 nachträglich noch mit einer 15 Sekunden Stopp & Go Strafe belegt.

    Mit Beginn der dritten Stunde kam es erneut zu einer Kollision in der GT-Am Klasse. Diesmal war es der Dempsey-Proton Porsche, welcher auf einer Curb ausrutschte. Auch hier verpasste man den Bremspunkt und prallte mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung. Ein ähnliches Szenario ereignete sich ein paar Runden später mit der Corvette von Larbre Competition. Durch eine leichte Berührung mit dem G-Drive Prototypen aus der LMP2 kam man von der eigenen Spur ab und prallte mit dem Heck in den Reifenstapel.

    Nach der Bergung versuchte man sich zur Box zu schleppen, kam jedoch nach wenigen Metern erneut zum stehen, da die Lenkung durch den Aufprall beschädigt wurde. In der LMP1 hat Porsche zwischenzeitlich seine Dreier-Spitze eingebüßt und kämpfte über viele Runden mit Audi und Toyota um die erste Position. Durch eine Vielzahl von Boxenstopps aller Beteiligten durchmischte sich die LMP1-Klasse und ein klarer Sieger ist noch nicht abzusehen.

    Bilder © fiawec.com – Pressematerial