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  • Halbzeit bei den 6 Stunden von Silverstone

    Halbzeit bei den 6 Stunden von Silverstone

    Im ersten Rennen der Saison ging es bereits früh zur Sache. Nach dem Porsche sich im Qualifying die ersten beiden Startplätze sichern konnte, standen die Stuttgarter beim Start entsprechend unter Druck, konnten die erste Phase jedoch gut meistern.

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    Die Stunde 1

    Mark Webber ging im Porsche Nummer #17 von der ersten Position an den Start und konnte sich gut gegen seinen Teamkollegen im Wagen #18 verteidigen. Härter zu kämpfen hatten die beiden Audi, während die Nummer #8 vom Toyota #1 überholt wurde, so fiel beim Schwesterfahrzeug Nummer #7 der Dieselmotor aus und der Audi verlor einige Plätze. Wenige Sekunden später erwischt der Strakka die erste Kurve nicht und landete prompt im Kiesbett.

    Nach dem sich das Feld in den ersten zwei Runden ein wenig geordnet hatte, kam es zum ersten Machtkampf an der LMP2-Spitze. G-Drive, welche ebenfalls von den ersten zwei Positionen ins Rennen gingen, mussten sich gegen den immer schneller werdenden KCMG verteidigen. In einem geschickten Überholmanöver zog der Oreca an beiden Ligier vorbei und eröffnete eine fast fünf minütige Phase aus Angriff- und Täuschmanövern, in welcher das Russische Team versuchte die verlorene Position zurück zu erobern.

    Bei den GT-Pro Fahrzeugen konnte Aston Martin die ersten drei Startplätze über 40 Minuten verteidigen. Als sich die Briten sich in Sicherheit wiegten, ging der Porsche #92 in die Vollen und überholte den Aston Martin #99 auf der dritten Position. Die beiden Ferrari #51 und #71 hinter dem Porsche nutzten die Chance und zogen mit am Aston Martin vorbei. Zwei Minuten später kam es zum ersten größeren Unfall des Rennens. Die Nummer #36 von Signatech-Alpine kam in Kurve acht von der Strecke ab und schlug mit dem Heck bei voller Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung ein. Zwar konnte der Pilot unverletzt aussteigen, jedoch war das Rennen für den ELMS-Aufsteiger vorzeitig zu Ende. Um den Unfallwagen zu bergen wurde für die gesamte Strecke eine Full-Course-Yellow Phase ausgerufen. Durch diese wurde für die folgenden fünf Minuten das Überholen verboten und die maximal Geschwindigkeit begrenzt. Während Porsche und Toyota diesen Moment für einen optimalen Boxenstopp nutzten, entschied man sich bei Audi zu spät dafür und steckte noch mitten im Reifenwechsel als das Rennen wieder frei gegeben wurde.

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    Die Stunde 2

    Kurz nach dem Beginn der zweiten Stunde kam der Wagen von Tequila Patrón ESM an die Box. Das Fahrzeug hatte Probleme mit dem Getriebe und man musste es zur Reparatur rein schieben. Nach dem das LMP2-Fahrzeug wieder auf der Strecke war, kam es zu einer zweiten Full-Course-Yellow Phase. Durch die Kollision des Signatech-Alpine in Kurve 8 wurde die Leitplanke stark beschädigt. Zur Absicherung des Streckenpersonals während der Reparatur-Maßnahmen entschied man sich für die FCY. Nach Abschluss der Arbeiten an der Leitplanke verpasste der Toyota #1 den Restart knapp und die beiden Audi zogen an ihm vorbei. Zeitgleich meldete Mark Webber des führenden Porsche #17 Probleme am Fahrzeug und kam zum Check in die Box. Nach einer Stunde in der Box vermeldete das Team offiziell das vorzeitige Rennende für die #17.

    Bei Aston Martin wahr man ähnlich vom Pech verfolgt. Nach dem man sich in der ersten Stunde noch gut verteidigen konnte, so musste man zur hälfte der zweiten Stunde die Führung vorerst abgeben. Davide Rigon im Ferrari #71 konnte nach einer Vielzahl an Attacken schließlich am britischen Fahrzeug vorbei ziehen. Zeitgleich fand man den Audi #8 zur Reparatur in der Box wieder. Nach dem er in wenige Kurven vor der Boxengasse eine Berührung mit dem Fahrzeug von Christian Ried (#88) hatte, trug der Audi eine Beschädigung am hinteren Radkasten davon, welche ausgebessert werden musste. Nach zwei Minuten Boxenzeit und einem Fahrertausch konnte der Audi das Rennen auf Position vier hinter dem Schwesterfahrzeug wieder aufnehmen.

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    Die Stunde 3

    Die dritte Stunde war geprägt von Rennaction pur. Durch einen Boxenstopp der beiden Toyota übernahm der Porsche #18 die Führung gefolgt vom Audi #7 mit nur wenigen Zentimetern Abstand. In den folgenden 50 Minuten kämpften die beiden Fahrzeuge auf jedem Meter um die Führung. Während der Porsche auf den Geraden jeweils an der Spitze lag, so überholte der Audi regelmäßig in Kurve 3. Die #18 fackelte nicht lange und nutzte die folgende Gerade um erneut am Audi #7 vorbei zu ziehen.

    Nach knapp 50 Minuten Kampf ohne Gnade ging der Porsche als Sieger in diesem Zweikampf hervor, da der Audi zum planmäßigen Stopp in die Box musste. Wenige Runden später entschied man sich auch bei den Stuttgartern für einen Full-Service und Toyota übernahm mit seinen beiden Wagen die Spitze des Feldes.

    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff

  • ELMS: Greaves Motorsport gewinnt Saisonauftakt

    Die ELMS bietet vielen Teams eine Möglichkeit um den ersten großen Schritt in der Langstrecken-Szene zu machen. Verlief die erste Saison nach Plan, so spielen die LMP2 und GTE Mannschaften oft mit dem Gedanken in die WEC zu wechseln. Diesen weg gingen bereits Signatech-Alpine, Morand (jetzt ein Teil von SARD-Morand) oder auch SMP Racing vergangenen Saison. Ab diesem Jahr werden wir unsere Berichterstattung um die Rennen der ELMS ergänzen und so regelmäßig einen Ausblick auf die WEC-Teams von morgen wagen.
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    Im Rahmen des WEC-Wochenendes eröffnete die ELMS heute ihre Saison 2015 mit den 4 Stunden von Silverstone. Neu ist in diesem Jahr die LMP3-Klasse, welche mit fünf Einheitsfahrzeugen des Herstellers Ginetta, kombiniert mit Motoren von Nissan bestückt ist. Die neue Klasse soll vor allem jungen Nachwuchsfahrern eine Einstiegsplattform bieten.

    Bereits zum Start ging es heiß her als der AF-Corse Ferrari #62 liegen blieb und die Fahrzeuge um ihn herum ausweichen mussten. Wenige Meter später blockierte in der ersten Kurve ein Hinterrad beim Oreca03 von SMP-Racing, welcher nicht mehr rechtzeitig einlenken konnte. Durch die blockierte Spur musste der Wagen von Pegasus Racing über den Rasen ausweichen, worauf hin der Pilot das Auto verlor und auf die Strecke zurück schoss. Wie durch ein Wunder erwischte das Pegasus-Fahrzeug nur den SMP mit dem blockierten Rad, welcher gerade weiterfahren wollte. Beide Wagen hinterließen ein Trümmerfeld und schleppten sich zur Box. Was folgte war eine 10 minütige Safety Car Phase.

    Der Graves Motorsport-Pilot Garry Hirsch konnte seine erste Position nach dem Restart verteidigen, wurde jedoch dicht verfolgt vom Team Thiriet by TDS, welche das Jota Team mit Filipe Albuquerque am Steuer überholen konnte. Nachdem sich das Feld nach gut 30 Minuten stabilisiert hatte, blieb der Formula Racing Ferrari plötzlich liegen. Der Wagen mit der Nummer #60 rollte ohne Motorenkraft am Rand aus und blieb stehen. Zeitgleich schafft es der grüne Ligier von Krohn Racing am Oreca03R von Eurasia Motorsport vorbei zu ziehen und sichert sich die Position fünf. Überrascht vom Positionswechsel der LMP2-Fahrzeuge lenkt der AF-Corse Ferrari #81 in der folgenden Kurve zu früh ein, traf den Wagen von Krohn Racing und landet weit hinten im Kiesbett.
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    Nach gut zehn Minuten konnte der Ferrari endlich aus dem Kiesbett befreit werden und nahm wieder am Rennen teil. Kurz vor Ende der ersten Stunde läutete Murphy Prototypes die erste große Boxenstopp-Phase ein. Nach dem das irische Team zum Nachtanken und Reifenwechseln rein kam, dauerte es nicht lange bis die anderen Top-Teams Jota, Greave und Thiriet by TDS nachzogen. Nach dieser Vielzahl an Boxenstopps beruhigte sich das Feld wieder ein wenig und im Feld kam es nur zu vereinzelten Zweikämpfen. Doch zur Hälfte der zweiten Stunde kam es zu einer erneuten Kollision des Ferrari #81. Diesmal erwischte der AF-Corse Wagen #81 das Schwesterfahrzeug mit der Nummer #51. Die #81 landete erneut im Kiesbett und es dauerte eine Weile bis die beiden Ferrari wieder am Rennen teilnehmen konnten.

    In der LMP2-Klasse kämpften zur gleichen Zeit die Teams SMP und Murphy gegeneinander. Nach einigen Attacken durch den SMP kam es schließlich zum entscheidenden Moment als sich der Pilot des irischen Teams verbremst und die russische Mannschaft vorbeiziehen konnte. Als wäre der Positionsverlust nicht schon schlimm genug, so folgte kurz darauf ein Benzinmangel beim Fahrzeug und nur mit Mühe und Not schaffte er es an die Box. Nur wenige Meter entfernt kam der Jota gerade vom Fahrerwechsel aus der Box, als der MarcVDS-BMW zu knapp an der Boxenausfahrt vorbeifuhr und den Jota übersah. Das LMP2-Fahrzeug traf den GTE-Boliden am Heck, welcher sich daraufhin dreht. Gut zehn Minuten später kam es erneut zu einem Zwischenfall mit dem Fahrzeug vom Team Jota. Diesmal übersah das LMP2-Fahrzeug die Nummer #15 der Mannschaft SVK by Speedfactory und brachte den Wagen zum drehen.

    Eine viertel Stunde vor Ende der zweiten Stunde rutscht in der GTC-Klasse der Aston Martin von Massive Motorsport auf einem Randstein aus und würgt daraufhin den Motor ab. Das Fahrzeug mit Kristian Poulsen am Steuer blieb mitten auf der Strecke stehen und die nachfolgenden Fahrzeuge von BMW und SMP konnten gerade noch rechtzeitig über die Auslaufzone ausweichen und eine Kollision vermeiden. In der dritten Stunde fuhr der führende der GTE-Wertung, der Proton-Porsche, in die Box zum Fahrerwechsel. Durch die freigewordene Spitzenposition entbrannte nun ein Kamf in der bisherigen Verfolgergruppe. Die zwei Ferrari von AF-Corse konnten aufschließen und kämpften nun mit nur wenigen zehntel Sekunden Abstand gegen den Aston Martin und den BMW. Fast zwei Runden gab keiner der Beteiligten nach und der Vierer-Kampf löste sich nur langsam auf. 90 Minuten vor Rennende kam es dann zur Kollision zwischen dem Massive Motorsport Aston Martin und dem Ferrari #63. Kurz vor der ehemaligen Start-Ziel Geraden erwischte der Ferrari durch ein zu spätes Bremsmanöver den Aston Martin mit voller Wucht und drückte diesen in die Boxenmauer. Was folgte war eine erneute Safety Car Phase.
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    Nach der 30 minütigen Safety Car Phase konnte Greaves Motorsport die Führung verteidigen, gefolgt vom Jota auf 2 und dem Thiriet by TDS auf der 3. Nach dem der Wagen von Murphy Prototypes anfangs noch gut mithalten konnte, folgte nur eine Runde später der Totalausfall des Wagens. Mitten auf der Strecke fiel der Motor des LMP2-Fahrzeugs aus und der Murphy blieb auf dem Rasen stehen. Gut 30 Minuten später hatte die #44 von Ibanez Racing mit einer blockierenden Bremse zu kämpfen wodurch er sich um 180° drehte und mit dem Heck in die Streckenbegrenzung einschlug. Durch die starke Kollision musste auch dieser LMP2-Wagen das Rennen vorzeitig beenden.

    In der Schlussphase des Rennens wurde es nochmal richtig eng. Zehn Minuten vor Ende der vier Stunden konnte der Greaves am Jota in den S-Kurven vorbei ziehen. Der Jota rutschte in die Wiese ab und verlor auf dem folgenden Randstein die Kontrolle. Der Gulf-Porsche, welcher nur wenige Zentimeter weiter vorne unterwegs war, konnte gerade noch rechtzeitig der Kollision entkommen. Auf Höhe der Start-Ziel-Geraden erwischte der Wagen von Greaves fünf Minuten vor Schluss den vor ihm liegenden Thiriet by TDS am Heck, welcher sich daraufhin am Kurvenausgang drehte.

    Nach vier hart umkämpften Stunden konnte das Team von Greaves Motorsport schließlich das Rennen für sich entscheiden. Mit nur 0,370 Sekunden Abstand gewann das britische Team das Foto-Finish vor den Konkurrenten von Jota. Auf dem dritten Platz landete der Thiriet by TDS vor Krohn Racing auf der vier. In der neuen LMP3-Klasse konnte das von Nissan finanzierte Team LNT die ersten beiden Podestplätze vor der Mannschaft der Universität von Bolten erringen. Die LMGTE-Wertung gewann der Gulf Racing UK Porsche vor dem JMW- und dem AF Corse-Ferrari. Das Schlusslicht, die GTC-Klasse, konnte das Team TDS mit seinem BMW Z4 GT3 für sich entscheiden. Mit zwei Sekunden Abstand folgte der AF Corse Ferrari auf Position zwei und der Gulf Racing UK Lamborghini auf dem dritten Rang.

    Bilder: Endurance Archive (Walter Schruff)

     

  • Porsche und Aston Martin auf Pole

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    Nach gut vier Monaten Winterpause ging in Silverstone das erste Qualifying des Jahres über die Bühne. Während Porsche in der LMP1 sich die Spitzenposition sicherte, so konnte auch in der GTE-Pro Klasse Aston Martin zu alter Stärke zurück finden.

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    Nach dem Porsche in den letzten Rennen der Saison 2014 zunehmend an Leistung gewann, fragten sich viele, ob die Stuttgarter die Performance auch ins neue Jahr übertragen können. Im heutigen Qualifying haben Mark Webber und Brendon Hartley gezeigt, dass der neue Porsche 919 Hybrid dem Vorjahresmodell in nichts nachsteht. Mit einer Zeit von 1:39.721 positionierte sich die Nummer #17 vor das Schwester-Fahrzeug mit der #18 (1:40.340). Nur hundertstel Sekunden dahinter findet sich der Audi #8 auf Startplatz drei (1:40.352) und der Toyota #1 auf Position vier mit einer Zeit von 1:40.382 wieder. Das einzige Privatfahrzeug in der LMP1 vom Team ByKolles hatte einen schweren Start und geht morgen von Position elf ins Rennen.

    Auch in der LMP2-Klasse ging es heiß her. Nach dem G-Drive im letzten Moment den Meistertitel an SMP-Racing abgeben musste, da das einzige Fahrzeug aufgrund eines Unfalls ausschied, will man in diesem Jahr alles besser machen und geht mit zwei Wagen an den Start. Auf Anhieb setzten sich die Russen mit ihren beiden Fahrzeugen an die Spitze und konnten diese bis zum Ende der Session verteidigen. Mit einer Zeit von 1:48.021 geht der G-Drive Nummer #28 von der LMP2-Poleposition an den Start. Dicht dahinter platzierte sich das Schwester-Fahrzeug mit der #26 gefolgt vom äußerst starken KCMG auf Startplatz drei.  Neueinsteiger Signatech Alpine platzierte sich dicht hinter dem KCMG auf dem vierten Startplatz gefolgt vom Fahrzeug Nummer #30 des US-Teams Tquila Patrón ESM.

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    LMGTE

    In der Pro-Wertung der LMGTE sorgte Aston Martin Racing mit seinem Fahrzeug #95 für eine Überraschung. Der „Dane-Train“ schaffte es nach dem diesjährigen Aufstieg in die GT-Pro, auf Anhieb die erste Poleposition der Saison zu holen. Mit einer Zeit von 1:59.970 setzten Nicki Thiim und Marco Sørensen die #95 auf die erste Startposition. Auf den Positionen zwei (#99) und drei (#97) findet sich morgen ebenfalls je ein Aston Martin wieder. Der Titelverteidiger Ferrari tat sich schwer zum Saisonauftakt. Das Duo Bruni/Vilander fuhre mit der #51 nur auf den fünften Klassen-Rang.

    Auch in der GT-Am Wertung zeigte Aston Martin dem heimischen Publikum eine tolle Show und sicherte sich den ersten Startplatz. Der Wagen mit der #98 fuhr beim Qualifying eine Zeit von 2:01.998 gefolgt von der Larbre Competition Corvette mit 2:02.937 auf dem zweiten Rang. Neueinsteiger Patrick Dempsey geht bei seinem ersten WEC-Lauf lediglich vom letzten Platz des Feldes ins Rennen. Die Teamzeit von 2:06.024 reichte nicht aus um die Konkurrenz zu überbieten.

    Bildquellen: Endurance Archive / Nicki Thiim – Facebook Seite

  • Freitags Training: Audi zurück an der Spitze

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    Das warten hat ein Ende! Nach einer langen Winterpause ist die FIA WEC wieder zurück. Zahlreiche Fans und Medienvertreter strömten heute nach Silverstone, wo das erste Rennen der Saison 2015 ausgetragen wird. Um 11:55 Uhr Ortszeit begann die erste Trainingssession der neuen Saison, gefolgt vom Nachmittagstraining um 15:55 Uhr.

    LMP1:

    Audi setzte sich bereits am Morgen mit dem Trio Di Grassi/Duval/Jarvis mit einer Zeit von 1:42.121 Minuten an die Spitze des Feldes. Der Porsche mit der Startnummer #17 fuhr nur 0.144 Sekunden langsamer um den Kurs als der Erstplatzierte. Auf dem dritten Rang reihte sich der zweite Audi R18 e-tron quattro mit der Nummer #7 ein. Der Porsche von Dumas, Jani und Lieb schaffte es mit einer Zeit von 1:42.457 Minuten auf den vierten Platz. Etwas abgeschlagen von der Spitze, brachte Toyota seine Fahrzeuge auf die Plätze fünf und sechs.

    Beim Nachmittagslauf zeichnete sich in der LMP1-Klasse ein ähnliches Bild ab. Mit einer Zeit von 1:41.526 Minuten setzte sich der Audi #7 auf den ersten Platz. Das Schwesterauto mit der Startnummer #8 landete mit +0.298 Sekunden Rückstand auf der zweiten Position. Genau wie im ersten Freien Training fuhren Bernhard, Webber und Hartley in ihrem Porsche schneller als ihre Teamkollegen im Fahrzeug mit der #18. Das amtierende Weltmeisterteam Toyota musste sich auch in der zweiten Session mit den Rängen fünf und sechs zufrieden geben. Der modifizierte CLM P1/01 – AER vom ByKolles Team fand in den heutigen Trainings noch nicht den richtigen Rhythmus. Nachdem man den wegen Flughafenstreiks festsitzenden Simon Trummer gegen Ex-Formel 1 Pilot Christin Klien ersetzten musste, will man morgen endlich an die LMP1 anschließen. Heute fand man das einzige LMP1-Privatfahrzeug nur am Ende der LMP2-Klasse wieder.

    LMP2:

    In der zweiten Prototypenklasse zeigte sich G-Drive, wie bei den vergangenen Testtagen in Südfrankreich, in gewohnter Form an der Spitze des Feldes. Der Kolumbianer Gustavo Yacaman und seinen Teamkollegen Derani und Gonzalez setzten den G-Drive Ligier JS P2 mit einer Zeit von 1:50.213 Minuten auf Platz eins der LMP2-Wertung. Rang zwei sicherten sich die Teamkollegen Rusinov, Canal und Bird im Schwesterauto. Im neuen Oreca 05 Modell schnappte sich KCMG die drittbeste Zeit von 1:50.779 Minuten. Am Nachmittag zeichnete sich das selbe Bild unter der Top 3 ab. Mit einer etwas schnelleren Zeit von 1:48.676 Minuten, landeten G-Drive mit seinen Fahrzeugen #28 und #26 vor der Mannschaft von KCMG.
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    GTE-Pro:

    Die Mannschaft von Aston Martin rund um Nicki Thiim, Christoffer Nygaard und Neueinsteiger Marco Sorensen setzten im ersten Training die schnellste Zeit in ihrer Klasse. Dicht hinter den Dänen platzierten sich die Ferrari-Stammfahrer Bruni/Vilander. Mit einer Zeit von 2:01.707 Minuten fuhren Darren Turner und Stefan Mücken um den Kurs und schnappten sich den dritten Rang. Beim zweiten Training des Tages fand Porsche zur alten Form zurück. Richard Lietz und Michael Christensen setzten ihren Porsche 911 RSR mit einer Zeit von 2:01.499 Minuten auf Platz eins. Ihre Teamkollegen im Fahrzeug mit der Startnummer #92 fuhren mit einem Rückstand von 0.135 Sekunden auf den zweiten Rang. Der Aston Martin #99 von Fernando Rees, Alex McDowall und Richie Stanaway war das drittschnellste Auto in der Pro-Wertung am Nachmittag.

    GTE-Am:

    In der GTE-Am Klasse setzten sich im ersten Training Christian Ried, Khaled Al Qubaisi und Klaus Bachler souverän an die Spitze. Nur 0.077 Sekunden hinter dem Porsche 911 RSR, setzte sich der Ferrari von Victor Shaytar, Andrea Bertoloni, Aleksey Basov auf Rang zwei. Dritter am Vormittag wurde das Trio Roda/Ruberti/Poulsen in der neuen Chevrolet Corvette C7. Am Nachmittag setzten sich Dalla Lana, Lamy und Lauda mit einer Zeit von 2:02.434 Minuten vor Shaytar, Bertoloni und Basov im Ferrari F458 Italia. Den dritten Platz der Amateur-Wertung sicherten sich Francesco Castellacci, Roald Goethe und Stuart Hall im Aston Martin #96.

    Alle Ergebnisse der Trainingssessions eins und zwei gibt es auf der offiziellen Seite der FIAWEC zum nachlesen.

    Bildquelle: Walter Schruff (Endurance Archive)

     

     

  • Alle Informationen zum ersten Saisonlauf

    Silverstone

    Die Strecke

    Name

    : Silverstone CircuitWEC_BigCircuitSilverstone
    Eröffnung: September 1947
    Land: Großbritannien
    Streckenart: permanente Rennstrecke
    Länge: 5.109km
    Kurven: 18

    Die Zeitplanung

    Datum Session Start Ende
    Freitag, 10.04 1. Freies Training 12:55 (MESZ) 14:25 (MESZ)
    Freitag, 10.04 2. Freies Training 16:55 (MESZ) 18:25 (MESZ)
    Samstag, 11.04 3. Freies Training 10:00 (MESZ) 11:00 (MESZ)
    Samstag, 11.04 Qualifying GTE 13:00 (MESZ) 13:20 (MESZ)
    Samstag, 11.04 Qualifying LMP 13:30 (MESZ) 13:50 (MESZ)
    Sonntag, 12.04 Rennen 13:00 (MESZ) 19:00 (MESZ)

    Die Starterliste

    Link zur aktuellen Starterliste

    Die Wettervorhersage

    Hier klicken, um den Inhalt von forecast.io anzuzeigen.

    Wo kann ich das Rennen verfolgen

    Im Fernsehen

    :
    Die letzten zwei Stunden live auf Eurosport (Deutsch)

    Im Livestream:
    Das ganze Rennen gibt es live im kostenpflichtigen Livestream der FIA unter live.fiawec.com oder über die offizielle WEC-App. (Englisch)

    Radio:
    Eine kompletten Audio-Berichterstattung zum Renngeschehen gibt es live auf Radio Le Mans (Englisch) oder bei den Kollegen von SportAudi (Deutsch).

  • Die WEC für Einsteiger – Teil 2

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    In unserem zweiten Teil der Serie „Die WEC für Einsteiger“, werden wir einen genaueren Blick auf die Fahrzeuge und deren technische Entwicklungen werfen. Des weiteren werden wir uns genauer mit der Zusammensetzung des Fahrerfelds beschäftigen.

    Die Fahrzeuge

    Die Langstrecken Weltmeisterschaft ist die wahre Heimat der Motorsport-Innovationen, so wie es die Langstrecken-Szene schon seit fast 100 Jahren war. Damals setzte man sich zum Ziel, die Fahrzeuge und deren technische Neuerungen während des Rennens unter härtesten Bedingungen zu erproben. Scheibenwischer, Scheibenbremsen und Scheinwerfer sind für uns heutzutage selbstverständlich. Doch all diese Innovationen wurden bei den 24 Stunden von Le Mans und anderen Langstreckenrennen im 20. Jahrhundert erbprobt und weiterentwickelt.

    Im heutigen Langstreckensport ist es nicht anders. Auch wenn die Prototypen kaum visuelle Ähnlichkeiten mit unseren eigenen Autos haben, so ist die LMP1-Klasse dennoch die Heimat für die Weiterentwicklung der Serienfahrzeuge. Egal ob bei Audi, Nissan, Toyota oder Porsche, jeder Hersteller versucht die erfolgreich erprobten Technologien in den Straßenverkehr zu übernehmen. Das beste Beispiel ist wohl der TDI-Dieselmotor und das e-tron Hybrid System von Audi, welches vorerst im Audi R8 und Audi R18 Prototyp getestet wurde. Auch der neuen Nissan GT-R LM NISMO mit dem Frontmotor weißt klare Ähnlichkeiten zu seinen Straßenkollegen auf.

    Effizienz ist wohl einer der wichtigsten Faktoren in unserer Gesellschaft und genau das ist ein Bereich, durch welchen sich die WEC auszeichnet. Die LMP1-Autos sind an Kraftstoffmengen gebunden, welche sie innerhalb eines Rennens nicht überschreiten dürfen. Diese Grenze wurde von 2013 auf 2014 um 30% verkürzt, trotz alledem waren die Fahrzeuge genau so gut, wenn nicht sogar besser, abgestimmt als im Vorjahr.
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    Doch die Vielfalt ist nicht nur auf die Prototypen der WEC beschränkt. Vom unheimlich stillen Geräusch, welches zum Beispiel der Audi R18 von sich gibt wenn er mit Elektroantrieb vorbeifährt, bis hin zum Gänsehaut-erzeugenden Klang der Corvette C7.R, ist für jeden das richtige dabei. Im Gegensatz zu anderen Rennserien ist es in der WEC tatsächlich möglich, die Augen auf der Tribüne zu schließen und allein am Motorenklang die vorbeifahrenden Wagen von einander zu unterscheiden.

    In den GTE-Klassen der WEC sind ebenfalls zahlreiche Hersteller und Privatteams vertreten. Auch wenn diese keine praktische Chance auf den Gesamtsieg eines Laufes haben, so sind diese dennoch bestrebt in ihren Klassen zu glänzen. Aston Martin, Ferrari und Porsche treten alle mit speziellen Versionen ihrer beliebten Serienmodelle an, welche mit Leistungen von über 600 PS echten Motorsport garantieren.

    Die Fahrer

    Die Langstrecke und insbesondere die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ist eine Form des Motorsports, in der eine Gruppe von Fahrern ein Team bildet, welches sich während des Rennens hinter dem Steuer eines Fahrzeuges abwechselt. Bei den üblichen 6 Stunden Rennen der Weltmeisterschaft, wechseln sich zwei bis maximal drei Piloten innerhalb eines so genannten „Stints“ ab. Dies sind die Zeiten, welche ein Auto zwischen den Boxenstopps auf der Strecke verbringt. Diese Zeitspanne ist oft variabel, spätestens endet ein Stint, wenn das Fahrzeug zum auftanken an die Box muss. In der Regel dauert ein Stint zwischen 45 Minuten und einer Stunde.

    Die „Stint-Längen“ lassen sich in Verbindung mit den Fahrerwechsel als weiteres strategisches Element in die WEC-Rennen einbinden. Die Teams sind nicht verpflichtet bei jedem Boxenstopp die Fahrer und Reifen auszutauschen. Bei den 24 Stunden von Le Mans zum Beispiel fahren die Top-Piloten schon mal vier bis fünf Stints am Stück, was etwa 3 Stunden Fahrzeit am Stück entspricht.

    Alle Fahrer werden anhand einer Vielzahl von Faktoren wie Alter, Erfahrung und Siege in den Bereichen Bronze, Silber, Gold oder Platin eingestuft. In der LMP2-Klasse sowie in der GTE Am-Klasse wurde festgelegt, dass jede Mannschaft aus sogenannten Gentleman-Fahrern und Profifahrern aufgebaut sein muss. Dieser Schritt wurde eingeleitet, damit sich die Teams in den Privatklassen nicht nur Spitzenpiloten ins Boot holen.
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    Im Kampf um den begehrten Weltmeistertitel in der LMP1-Klasse findet man auch viele ehemalige Formel 1 Fahrer wie Mark Webber, Anthony Davidson oder Sébastien Buemi wieder. Neben diesen sind aber auch andere bekannte Namen wie David Brabham oder Jan Magnussen in anderen Klassen vertreten. Die Saison 2015 wird die erste in der Geschichte der WEC sein, wo ein aktiver Formel 1 Pilot parallel antreten wird. Nico Hülkenberg wird im dritten LMP1-Porsche die 6 Stunden von Spa sowie die 24 Stunden von Le Mans bestreiten.

    Langstreckenrennen sind für viele ehemalige Formel 1- oder DTM-Fahrer eine Art Neuanfang. Wie gut dies funktionieren kann, zeigten Allan McNish und Tom Kristensen, welche in ihrem fortgeschrittenen Motorsport-Alter zahlreiche Le Mans Siege und den Weltmeistertitel im Jahr 2013 einfahren konnten. Doch neben den alten Hasen lockt die Langstrecke in jüngster Zeit immer öfter den Motorsport-Nachwuchs an. Der steinige und vor allem schwer finanzierbare Weg in die Formel 1 hat zur Folge, dass viele junge Talente den schritt in die ELMS oder WEC wagen. Von den GT-Klassen bis hin zur LMP1 stehen den jungen Piloten alle Möglichkeiten offen. Das dies zu schaffen ist stellten unter anderem Brendon Hartley (Werksfahrer bei Porsche), Harry Tincknell (macht sein Debüt mit Nissan in Le Mans) und Mike Conway (seit diesem Jahr Stammpilot bei Toyota) durch ihre starken Auftritte in der LMP2 unter Beweis.

    Im Gegensatz zu anderen Motorsportarten ist die WEC eine Serie, welche konstanten und talentierten Fahrern eine Menge abverlangt, diese Mühen aber auch reichlich belohnt. Der Hauptfokus liegt hier nicht nur auf der Geschwindigkeit, sonder bezieht auch die Faktoren Zuverlässigkeit und Ausdauer mit ein. Nur Fahrer, welche die Faktoren Reifenabrieb, Spritverbrauch und Tempo im Einklang beherrschen, können sich in der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf lange Sicht behaupten.

    Bildquelle: Walter Schruff (Endurance Archive)

  • Die WEC für Einsteiger – Teil 1

    Mit jedem Jahr gewinnt die WEC an neuer Aufmerksamkeit und erreicht Motorsportfans auf der ganzen Welt. Wenn man als Neueinsteiger dann zum ersten mal einen Lauf der Weltmeisterschaft schaut, so tauchen doch einige Fragen auf. Mit unserer dreiteiligen Serie „Die WEC für Einsteiger“ wollen wir allen Neueinsteigern in diesem Jahr helfen, Fragen im Vorfeld zu beantworten um besser in die ersten Rennen starten zu können.

    Das Konzept

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    Viele von uns haben ihre ersten Kontakt mit dem Motorsport durch die Formel 1 gehabt. Wir wuchsen auf und schauten immer öfter die Rennen. Über die letzten 20 Jahre sorgten Senna, Schumacher und Vettel für tolle Momente und wir verbanden die Formel 1 mit dem Begriff Motorsport. Als Formel 1 Fan ist man nach den ganzen Jahren vertraut mit diesem Konzept und es ist etwas selbstverständliches. Die Fahrzeuge besitzen ein Monocoque mit freistehenden Rädern und ein Rennen ist nach nicht ganz zwei Stunden zu Ende.

    Hört man dann zum ersten mal von der WEC ist es ganz normal, dass man im ersten Moment verwirrt ist. Außer vier Rädern und einem Lenkrad haben die beiden Weltmeisterschaften nicht viel gemeinsam. Während in der Formel 1 das Starterfeld mit seinen zehn Teams noch überschaubar ist, so muss man sich in der WEC auf etwas größere Dimensionen gefast machen. Neben den sechs Werksteam Aston Martin, Audi, Ferrari, Nissan, Porsche und Toyota treten noch zwölf Privatmannschaften gegeneinander an. Im Jahr 2015 besitzt die WEC ein Starterfeld bestehend aus 35 Fahrzeugen.

    Das Herz der Lanstrecken-Weltmeisterschaft und deren Konzept ist wie der Name schon sagt die Zeit. Sieben der acht Saison-Rennen haben eine Dauer von sechs Stunden. Während das klassischen Format mit 1,5 – 2 Stunden nur einen geringen Spielraum für Überraschungen bietet und hier die Poleposition entscheiden ist, so spielt die erste Startposition in der WEC nur eine untergeordnete Rolle. Mensch und Computer wird hier alles abverlangt um sich auch die wechselnden Gegebenheiten anzupassen. Bei einer Zeitspanne von sechs Stunden verändern sich die Temperaturen und die Wetterbedingungen andauernd. Hinzu kommt die Tatsache, dass spätestens aller zwei Stunden die Fahrer eines Wagens wechseln müssen um die Belastung auf den Piloten zu reduzieren. Eine kontinuierliche Anpassung der Rennstrategie ist hier der Schlüssel zum Sieg. Die Poleposition bietet zwar eine bessere Ausgangslage beim Rennstart, hat jedoch in der Langstrecke alleine wenig Aussagekraft.

    Neben dem Faktor Zeit ist auch das Regelwerk ein ganz entscheidender Punkt, welcher über Aufstieg oder Fall einer Rennserie entscheidet. In der Formel 1 herrscht schon seit vielen Jahren ein striktes Reglement. Für die technologische Entwicklung gibt es klare Richtlinien, Reifen müssen ab einem bestimmten Zeitpunkt schneller abbauen und auch für das Design der Fahrzeuge gibt es nur wenig Spielraum. Im vergleich dazu wirkt die WEC wie der „Wilde Westen des Motorsports“. Vom Benzin-betriebenen V8-Frontmotor, über V6-Heckmotoren mit Diesel bis hin zu V4-Motoren mit Turbolader ist nahezu alles möglich. Während die Werksteam ihre Aggregate mit einem Elektro-Hybridantrieb kombinieren, greifen die Privatmannschaften aus Kostengründen vorzugsweise auf Einzel-Motoren zurück.

    Diese große Freiheit bei der Wahl des Antriebs ermöglicht eine große Leitungsspanne. Von kleineren Einzel-Motoren mit 460 PS bis zu experimentellen Hybridfahrzeugen mit 1200 PS ist in der WEC alles vertreten. Frei nach dem Motto: „Alles was geht wird auch gemacht“ experimentieren die Hersteller mit den wildesten Ideen. Im Fokus steht gerade in der LMP1 bei den Werksteams immer die Serienproduktion. Jedes neue System hat unterschiedliche Stärken und Schwächen die es zu erforschen gilt. Für immer mehr Autobauer ist der beste Weg um dies zu realisieren die Langstrecke. Über einen langen Zeitraum müssen die Wagen unter härtesten Bedingungen bestehen. Bewährt sich das Konzept hier findet es auch schnell seinen Weg in die Straßenfahrzeuge.

    Die Klassen

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    Jedes Wagenbauer geht bei der Entwicklung einen eigene Weg und hat entsprechende Bedürfnisse was die Erprobung betrifft. In der Langstrecken-Szene war dies schon immer der Fall. Um bei einem bunten Mix aus unterschiedlichen Fahrzeugen einen realistischen Wettbewerb zu schaffen wurde in der WEC das Vier-Klassen-Konzept eingeführt. In erster Linie unterscheidet sich die Rennserie in zwei Hauptgruppen, die Le Mans Prototypen (LMP)und die Le Mans Grand Touring Endurance (LMGTE). Die Prototypen Klasse richtet sich in erster Linie an Fahrzeug-, Motoren- und Chassisbauer, welche neue Wege beschreiten wollen und eigene Ideen für technologische Ansätze verfolgen. Charakteristisch ist hier, das es ähnlich wie bei Formel-Fahrzeugen eine Fahrer-Kapsel mit vier Rädern gibt. Dieses Gestell wird mit einem aerodynamisch optimierten Chassis mit Heckflosse und Heckflügel verkleidet.

    Die LMP-Kategorie wird in der WEC in die zwei Klassen LMP1 (für Werksteams) und LMP2 (für Privatteams) unterteilt. Die LMP1-Klasse stellt die Spitze der WEC dar und hat neben den meisten Freiheiten auch die schnellsten Fahrzeuge. Autobauer wie Audi, Nissan, Porsche oder Toyota treten hier mit komplett eigenen Wagen gegeneinander an. In der LMP2-Klasse findet man hingegen nur Privatmannschaften, welche ebenfalls im Prototypen-Bereich mitkämpfen wollen. Diese Teams gehen in der Regel Partnerschaften mit Motoren- oder Chassis-Herstellern ein, welche ebenfalls ihre Technologien testen wollen, jedoch nicht die finanziellen Mittel für ein eigenes LMP1-Programm besitzen.

    Die zweite große Fahrzeuggruppe in der WEC sind die LMGTEs (Le Mans Grand Touring Endurance). Hierbei handelt es sich um Serien-Nahe Sportwagen, welche in ihrer Grundform frei im Handel verfügbar sind, jedoch durch die Hersteller weiterentwickelt werden. Ähnlich wie bei den LMPs gibt es auch hier eine Unterscheidung, nämlich in die zwei Klassen LMGTE-Pro und LMGTE-Am. Die „GT-Pro“ Klasse zielt hauptsächlich auf die Sportwagen-Hersteller ab, welche die Fahrzeuge bauen und verkaufen. Professionelle und erfahrene Piloten treten mit ihren Werksteam gegeneinander an um die neuen Verbesserungen zu testen und sich im direkten Vergleich mit der Konkurrenz zu messen. Neben Aston Martin mit dem Vantage V8 treten in der Saison 2015 noch Ferrari mit den Italia 458 und Porsche mit dem 911 RSR gegeneinander an.

    Zusätzlich zur Profi-Wertung gibt es noch die LMGTE-Am. Hierbei handelt es sich um eine GT-Kategorie mit dem Fokus auf Privatteam und (junge) Piloten welche weniger Erfahrung bei Langstreckenrennen besitzen. Diese vier Klassen bilden zusammen die WEC und sorgen aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausrichtungen jedesmal für interessante Kämpfe. Die Prototypen (LMPs) sind im Schnitt immer 15-30 Sekunden schneller als die GT-Wagen, was öfters zu schwierigen Situationen im Rennen führen kann. Um hier eine Lösung zu finden, gibt es in der WEC allgemeine Vorschriften für solche Überholvorgänge. Die Regelung besagt, dass die langsameren Fahrzeuge unter Rücksicht auf die schnelleren Wagen ihre Spur halten während die Wagen aus den übergeordneten Kategorien vorbei ziehen. Ein Paradebeispiel für das Verhalten zwischen LMPs und LMGTEs im Rennen zeigt das folgende Video der 24 Stunden von Le Mans 2011.

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  • Die WEC in den Straßen von London

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    Den Londonern wurde Gestern eine besondere Vorschau auf die kommende WEC-Saison geboten. Fünf Weltmeisterschaftsfahrzeuge und acht britische Fahrer, welche am 12. April in Silverstone an den Start gehen werden, standen für Autogramme und Fotos vor dem Marble Arch Denkmal bereit. 

    Fünf Rennwagen, drei LMP1-Boliden von Audi, Nissan und Toyota sowie zwei GTE-Fahrzeuge von Aston Martin und Ferrari. Traditionell leiteten die Briten die anstehende Saison ein und machten Werbung für das kommende Rennen in Silverstone sowie für den Motorsportklassiker in Le Mans.

    Weltmeister Anthony Davidson posierte auf der Veranstaltung mit der 110-Jahre alten Tourist Trophy. Zusammen mit seinen Teamkollegen Sebastien Buemi und Nicolas Lapierre gelang es ihm vergangenes Jahr die begehrte Trophäe bei den 6-Stunden von Silverstone zu gewinnen.
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    In einem Interview gegenüber der FIA WEC sagte Davidson: „2014 war ein großartiges Jahr für jeden bei Toyota Racing, beginnend mit dem unglaubliches Gefühl die Tourist Trophy in Silverstone gewonnen zu haben. Jetzt sind wir danach bestrebt, jene Meistertitel zu verteidigen, beginnend in Silverstone nächste Woche. Ich freue mich bei meinem Heimrennen mit der Nummer eins auf dem Auto zu fahren, das wird ein tolles Gefühl sein. Die Nummer eins zu verteidigen und in Le Mans zu gewinnen sind unsere Ziele in dieser Saison. Ich freue mich darauf diese Reise vor meinem Heimpublikum in Silverstone in gut einer Woche anzutreten. Es wird ein großartiges Jahr. “

    Quellen: FIAWEC.com

  • Le Mans ab 2016 mit mehr Startplätzen

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    Über die vergangenen Jahrzehnte ist das Starterfeld in Le Mans immer weiter angewachsen. Doch durch die bauliche Begrenzung der Boxengasse auf 56 Plätze war die Maximalkapazität vor einigen Jahren bereits erreicht. In der kommenden Saison soll sich das jedoch endlich ändern.

    Nach der diesjährigen Ausgabe der 24 Stunden wird es Umbauarbeiten in der Boxengasse geben. Wie jetzt bekannt wurde, haben die Verantwortlichen beschlossen für das Jahr 2016 die Anzahl der Startplätze zu erhöhen. Insgesamt sollen ab dem nächsten Jahr vier neue Boxen für vier weitere Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

    Pierre Fillion (der Präsident des ACO) verriet jetzt, dass ursprünglich die Konstruktion von ein bis zwei provisorischen Boxen für das Jahr 2015 geplant war. Doch nach einer erneuten Prüfung der Pläne kam man zum Entschluss, das es besser sei die provisorische Lösung durch eine nachhaltigere zu ersetzten. Der neue Plan umfasst demnach den Bau von vier neuen Fahrzeug-Boxen im direkten Anschluss an das bestehenden Gebäude. Ziel ist es die Bauarbeiten bis zum Juni 2016 zu beenden, um im kommenden Jahr 60 Fahrzeugen die Teilnahme in Le Mans zu ermöglichen.

    Quelle: Endurance Info
    Bild: Walter Schruff