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  • Porsche dominiert den Prolog

    Prologue#1
    Die offiziellen Vorsaison-Testtage der FIA WEC gingen am gestrigen Nachmittag auf dem Circuit Paul Ricard in Südfrankreich zu Ende. Das Porsche LMP1 Team konnte auch am zweiten Tag des Prologes die Konkurrenz in die Schranken weisen.

    Bei perfekten Wetterbedingungen gelang es Neel Jani erneut die Tagesbestzeit mit 1:39.321 Minuten einzufahren. Teamkollege Bernhard fuhr mit dem Schwesterauto nur einige tausendstel Sekunden langsamer um den Kurs. Hinter der Porschespitze landeten die Prototypen von Audi. Marcel Fässler setzte den neuen R18 e-tron quattro auf den dritten Platz mit nur 0.407 Sekunden Rückstand auf die Zeit von Jani. Der Brasilianer Lucas Di Grassi fuhr die viertbeste Zeit von 1:40.153 Minuten ein. Das Schlusslicht bildete erneut der Weltmeister aus Japan. Nachdem Mike Conway aufgrund eines Zwischenfalles für eine 15 Minütige Unterbrechung sorgte, stellte er seinen Toyota auf den fünften Gesamtrang vor seinen Teamkollegen Davidson.
    Prologue#2
    In der LMP2-Klasse meldete sich G-Drive zurück. Der Kolumbianer Gustavo Yacaman holte mit einer Zeit von 1:48.588 Minuten den ersten Platz für die Mannschaft aus Russland. Mit nur 0,3 Sekunden Abstand landete der SARD-Morand #43 von Tristan Vautier auf dem zweiten Rang.

    Newcomer Marco Sørensen behauptete den ersten Platz in der GTE-Pro Klasse für Aston Martin. Der junge Däne, welcher kurz vor seinem Langstreckendebüt steht, glänzte mit einer Zeit von 1:57.675 Minuten gegen die große Konkurrenz.
    Prologue#3
    In der GTE-Am Wertung schnappte sich Klaus Bachler im Porsche von Dempsey-Proton Racing die Tagesbestzeit. Mit 1:58.473 Minuten war er nur eine Sekunde schneller als der zweitplatzierte AF Corse Ferrari #83.

    Nach dem durchaus spannenden Testprolog in Südfrankreich sind wir gespannt, in wie weit die Teams ihre Leistung bis zum Saisonstart am 12. April halten können oder ob es sogar Verbesserungen geben wird.

    Via: FIAWEC.com
    Bildquellen: #1, #2, #3

  • Porsche mit Tagesbestzeit beim Prolog

    porsche_prolog
    Gestern starteten am Circuit Paul Ricard die offizielle Testtage der FIA WEC. Nachdem am Donnerstag die letzten Teams ihre Fahrzeuge vorstellten, startete gestern die erste Testsession der neuen Saison.

    In der LMP1-Klasse trafen zum ersten mal die alt bekannten WEC-Teilnehmer Audi, Porsche und Toyota mit ihren neuen Fahrzeugen aufeinander. Trotz des Fehlens von Neueinsteiger Nissan gaben sich die drei Mannschaften keinen Meter und kämpften um die besten Rundenzeiten. Nach zwei spannenden vier Stunden Sessions schaffte es das Porsche Team, die Bestzeit des ersten Testtages zu sichern. Mit 1:37.220 zeigte Neel Jani im Fahrzeug mit der Nummer 18, dass Porsche nach dem guten Jahresabschluss 2014 alles gegeben hat um die Performance auch in die neue Saison zu übertragen.

    Das es sich um keinen Einzelfall handelt, zeigten auch seine Teamkollegen in der Nummer 17, welche mit 1:38.635 die zweit-schnellste Zeit ablieferten. Dicht dahinter findet sich das Audi Sport Team wieder, welches mit seinen Wagen #7 und#8 gefahren durch Loic Duval und Benoit Treluyer die Positionen drei und vier einfuhr. Auch die Ingolstädter zeigen, dass man über den Winter nicht geschlafen hat und alles daran setzt wieder ganz vorne mitzufahren. Mit den Plätzen fünf (1:40.378 durch Anthony Davidson) und sechs (1:41.309 durch Stephane Sarazzin) musste sich hingegen der amtierende Weltmeister zufrieden geben. Am ersten Tag hatten die Japaner noch einige Startschwierigkeiten und setzten nun alles daran, die beste Abstimmung für das neuen Auto zu finden um am zweiten Tag die Rundenzeiten zu verbessern.
    kcmg_2015
    In der LMP2-Klasse lagen am ersten Testtag die Zeiten ebenfalls nicht weit voneinander entfernt. Mit 1:47.456 konnte sich schließlich Matthew Howson im nagelneuen KCMG gegen die größte Konkurrenz im Ligier durchsetzten und holte die Tagesbestzeit. Auch beim restlichen LMP2-Feld liegen die Zeiten in greifbarer nähe. Am ersten Tag reichte es für G-Drive und Oak Racing noch nicht, um dem neuen Oreaca 05 die Spitzenzeit streitig zu machen, jedoch dürfte sich das im laufe des zweiten Tages vielleicht ändern.
    ferrari_2015
    Bei den GT-Fahrzeugen gab Ferrari gleich zu beginn den Ton an. Während sich in der ersten Trainingseinheit die beiden GT-Pro Fahrzeuge des amtierenden Meisters die Bestzeiten streitig machten, so holte Aston Martin in der zweiten Einheit auf und versuchte ebenfalls ein Wörtchen mitzureden. Am Ende des Tages waren die Briten jedoch noch nicht stark genug um die Italiener zu überbieten. Mit 1:59.009 sicherte sich James Calado (Wagen #71) die beste GT-Zeit des Tages. Auf Position zwei folgt Stuart Hall im GT-Am Fahrzeug mit 2:00.582 als schnellster Aston Martin Pilot.

    Via: FIA WEC Pressemeldung
    Bildquelle: FIA WEC Pressematerial #1 #2 #3

  • Was ist neu am Toyota TS040 Hybrid?

    07-TMG-LMP1-2015-Location__mid
    Mit zwei Weltmeistertiteln im Gepäck, startet Toyota zuversichtlich in die neue Saison. Der TS040 Hybrid konnte in der vergangenen Saison fünf von acht Rennen gewinnen und bewies sich somit als Klassenbester im Feld.

    Für die Saison 2015 wurde der Bolide weiterentwickelt. Die Aerodynamik wurde überarbeitet, die Front mit Verformungselementen für mehr Sicherheit umgestaltet und die Kinematik der Radaufhängungen optimiert, um den Reifenverschleiß zu minimieren.

    Der TS040 wird wie gewohnt mit dem bewährten Antriebsstrang antreten, welcher sich durch ausgezeichnete thermische Effizienz und einer Leistungsausbeute von 1000 PS auszeichnet. Wie schon 2014, werden die beiden Fahrzeuge von Toyota in der 6MJ-Klasse antreten, auch wenn es unter der Karosserie einige Veränderungen gibt. So wurde der Super-Kondensator auf eine noch bessere Leistungsausbeute modifiziert.

    Die Mannschaft aus Japan hat für die Saison 2015 zwei unterschiedliche aerodynamische Karosserie-Versionen vorbereitet, die bei den Testtagen in Paul Ricard zum Einsatz kommen werden. Die spezielle Le Mans-Version ist für lange Geraden und hohe Geschwindigkeiten ausgelegt, wohingegen die Sprint-Version deutlich mehr Abtrieb generiert.

    Die Entwicklung für das 2015er Modell begann bereits im Vorjahr, unmittelbar nach den 24 Stunden von Le Mans. Das überarbeitete Auto wurde erstmals am 13. Januar in Paul Ricrad gefahren. Daraufhin stellte man den Toyota TS040 in einem drei Tägigen Test im Motorland Aragon (zweimal) auf die Probe. Mit dem finalen Privattest in Portimão, legte das Toyota Team 25.000 km zurück.

    Bei den heute beginnenden Testtagen der FIA WEC in Paul Ricard, wird sich erstmals zeigen, wie konkurrenzfähig der 2015er Toyota im direkten Vergleich zur Konkurrenz ist.

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    Quellen: Toyota Racing

     

  • Im Interview mit Oliver Jarvis

    Oliver Jarvis hat in den letzten drei Jahren bewiesen, das er mit der Spitze der LMP1-Klasse mithalten kann. Zwei Podiumsplätze in Le Mans hat der Brite zu verzeichnen. In diesem Jahr fährt er seiner erste komplette Saison in der WEC. Zusammen mit Loic Duval und Lucas Di Grassi wird sich Jarvis das Fahrzeug mit der Nummer #8 teilen. Wir haben ihm vor dem Start der neuen Saison in einem kurzen Interview befragt.
    #1
    WM: Es werden große Erwartungen an die WEC Fahrer gestellt, was sind deine persönlichen Ziele in dieser Saison?
    OJ: Zum einen ist es für mich sehr wichtig, auf dem gleichen Niveau wie meine beiden Teamkollegen zu kommen. Das tolle am Langstreckensport ist, dass deine Teamkollegen das selbe Material haben und du den direkten Vergleich hast. Ich bin wirklich beeindruckt über den Fortschritt den Audi über den Winter gemacht hat. Unser gemeinsames Ziel ist es nicht nur erneut um den Sieg in Le Mans zu kämpfen, sondern auch den Weltmeistertitel zu holen.

    WM: Das Starterfeld wächst mit dem Einstieg von Nissan erneut ein ganzes Stück an. Wer wird für dich der größte Gegner sein?
    OJ: Es wäre falsch unsere Gegner zu unterschätzen, aber Toyota ist der amtierenden Weltmeister und hat ein äußerst konkurrenzfähiges Paket. Sie gilt es in diesem Jahr zu schlagen. Jedoch hat Porsche bereits in seinem ersten Jahr gezeigt, wie stark sie sind. Zudem geht Nissan mit einem faszinierendem Konzept an den Start.

    WM: In diesem Jahr erbst du den Platz von Tom Kristensen. Lastet ein gewisser Druck auf dir, einen so erfolgreichen Fahrer wie Tom zu ersetzen?
    OJ: Es gibt immer Druck wenn man bei Audi fährt, egal welchen Fahrer man ersetzt. Ich denke auf mir wird ein großer Fokus liegen, da ich den besten Sportwagenpilot der Welt beerbe. Es wird keine leichte Aufgabe, aber ich freue mich darauf.

    WM: Die kommenden Jahre bringen sicher viele Erfolge hervor. Was war der bisherige Höhepunkte in deiner Karriere?
    OJ: Erfolg kann man nie garantieren, aber ich werde persönlich und mit meinem Team sehr hart daran arbeiten erfolgreich zu sein. Für mich gibt es mehrere Highlights die herausstechen und alle einen großen Einfluss auf meine Karriere hatten. Der erste war der Gewinn des McLaren Autosport Award im Jahr 2005, welcher meiner Karriere einen enormen Anstoß gab und mir dabei half in der Karriereleiter aufzusteigen. Dann der Macau Sieg im Jahr 2007, wodurch ich ein Cockpit bei Audi in der DTM bekam. Und schließlich mein erster Sieg (von vielen hoffe ich) in einem LMP1-Fahrzeug bei den 12 Stunden von Sebring.
    #2
    WM: In den vergangen Jahren galt es in der WEC immer Audi zu schlagen. Wie ist das Klima im Team nachdem Audi erstmals geschlagen wurde?
    OJ: Natürlich gefällt es uns nicht zu verlieren, aber es motiviert uns härter zu arbeiten und um stärker zurück zu kommen. Eine der stärken des Audi-Teams ist die fantastische Atmosphäre und der Zusammenhalt.

    WM: Es gibt immer wieder die Diskussion ob ein Sieg in Le Mans oder der Weltmeistertitel wichtiger ist. Fokussierst du eher einen Sieg in Le Mans an oder den Titelgewinn?
    OJ: Das ist eine schwierige Frage! Es ist als würde man dich fragen, welches deiner zwei Kinder du am liebsten hast. Für mich war ein Sieg in Le Mans schon immer ein Traum, so hat dieser eine große Bedeutung, aber es wäre auch etwas besonderes sich Weltmeister nennen zu dürfen. Also muss ich sagen das für mich beides einen hohen Wert hat.

    WM: Die WEC hat in den letzten Saisons stark an Popularität gewonnen. Was meinst du, könnte ausschlaggebend für das wachsende Interesse bei Herstellern und talentierten Fahrern sein, in die WEC zu gehen anstatt in die Formel 1?
    OJ: Ich denke das die WEC für die Hersteller eine perfekte Plattform zur Entwicklung und Erprobung straßentauglicher Technologien bietet. Für Audi ist dieser Punkt sehr wichtig. In den vergangenen Jahren hat Audi einige Innovationen in Le Mans getestet, welche heute im Straßenverkehr verwendet werden. Bei den Fahrern denke ich an die jüngere Generation, welche uns fahren sieht und bemerkt wie wettbewerbsfähig unsere Serie ist. Zudem bietet die WEC einen fantastischen Karriereweg außerhalb der Einsitzer/F1 Route. Wenn Sie die Formel 1 nehmen, bemerken sie im Moment wie vieler Fahrer dafür bezahlen müssen um dort zu fahren. In der WEC hingegen haben sogar die Piloten in den Privatteams noch die Möglichkeit das zu tun was sie lieben und verdienen damit ihren Lebensunterhalt.

    WM: Die Gerüchte, dass Audi Interesse an einem zukünftigen Formel 1 Team hat, kommen immer wieder auf. Würdest du die Chance nutzen in der Formel 1 zu fahren, wenn sich die Möglichkeit bieten würde?
    OJ: Diese Gerüchte gibt es schon viele Jahre. Audi wird jedoch auch in Zukunft sein Hauptaugenmerk auf die DTM, WEC und den neuen TT Cup richten. Hinzu kommen noch die Audi R8 LMS für die Kundenteams.

    WM: Audi hat eine sehr lange Motorsportgeschichte. Wenn du ein Auto aus der Vergangenheit fahren dürftest, welches wäre das und wo würdest du es gern fahren?
    OJ: Ich würde gern einen Audi quattro Rallye-Fahrzeug auf einem Rallyekurs fahren. Da würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen! Das sind einfach ikonische Autos und sehen heute noch unglaublich aus.
    #3
    Bildquellen: Audi R18 – Walter Schruff, Audi A4 DTM – Speedsport Magazine, Audi Quattro – James Clarke

  • Die vorläufige Meldeliste für die 6 Stunden von Silverstone

    Starterfeld
    Das Rennwochenende um die 6 Stunden von Silverstone startet am 10. April. Nur noch 32 Tage verbleiben bis die Startlichter in Silverstone erlöschen und bei den Teams sind noch einige Sitze zu vergeben.

    Das ByKolles Team hat mit Simon Trummer bisher nur einen Fahrer für die gesamte Saison verpflichtet und somit noch zwei Plätze frei. In der massiv gewachsene LMP2-Klasse hingegen haben alle Teams ihre Fahrer bestätigt und es gibt keine offenen Lücken mehr.  Silverstone
    In der GTE-Pro Kategorie ist Aston Martin die einzige Mannschaft, welche noch nicht das komplette Line-Up vorgestellt hat. Bisher sind nur die Stammfahrer Fernando Rees und Darren Turner sowie Neuling Marco Sorensen von den Briten bestätigt wurden. Das Bild wiederholt sich in der niedrigeren GTE-Am Klasse. Auch da hat Aston Martin noch nicht das komplette Fahrerfeld vorgestellt. Neben dem britischen Team hat die zurückkehrende Traditionsmannschaft Larbre Competition ebenfalls noch einen Platz zu vergeben.

    Die Information, dass Rebellion Racing im ersten Rennen nicht teilnimmt, wurde heute offiziell bestätigt, da das Team mit der vorläufigen Liste nicht angemeldet ist. Das bedeutet auch, dass wir uns noch länger auf die Bekanntgabe der Fahrerpaarungen gedulden müssen.

    Quellen: FIAWEC.com

  • WEC Livestream bleibt kostenpflichtig

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    Im vergangenen Jahr überraschten die WEC-Verantwortlichen die Fans mit einem neuen Bezahl-Modell. Nachdem die bisherige Lösung mit einem kostenfreien Livestream auf Dailymotion mehrfach für Unstimmigkeiten mit den Pay-TV Sendern sorgte, zog man die Konsequenzen und führte die sogenannte „Pay-Wall“ ein. Wie heute bekannt wurde, wird sich daran so schnell auch nichts ändern.

    In den letzten Wochen machten häufiger Spekulationen die Runde, dass mit dem Auslaufen der Übertragungsrechte auch die von vielen Fans ungeliebte Bezahlschranke (Pay-Wall) für den Live Stream wieder verschwinden könnte. Doch heute gaben die Veranstalter bekannt, dass das neue Modell für den Livestream auch über die nächsten drei Jahre erhalten bleibt.

    Für die Jahre 2015, 2016 und 2017 wird die Firma Infront Sports & Media künftig die Medienproduktion der WEC übernehmen. In den Aufgabenbereich der Schweizer Firma fallen neben der Live-Übertragung von Rennen und Siegerehrung in HD auch die Produktion von Strecken-Videos, Fahrer-Interviews sowie die 52 minütigen Zusammenfassungen der Rennen im nachhinein. Neu hinzu soll ein Magazin kommen, welches die wichtigsten Neuigkeiten der WEC zusammenfasst.

    Mit der einheitlichen Medienproduktion wollen ACO und FIA künftig eine bessere Berichterstattung erreichen. Die interessierten Sendestationen kaufen künftig die TV-Übertragungen bei Infront ein und schließen mit ihnen Verträge über die Ausstrahlung im jeweiligen Land. Der aktuelle Vertrag zwischen FIA und Eurosport in Deutschland, die letzte Stunde im Free-TV zu zeigen und das volle Rennen im Pay-TV, läuft noch bis 2016. Der Online Livestream wird im gleichen Umfang von Infront weitergeführt und schlägt auch in diesem Jahr mit 19,99€ zubuche. Für diesen Preis bekommt man Zugang zu den sieben WEC-Läufen. Für die 24 Stunden von Le Mans wird eine extra Gebühr fällig. Bis zum ersten Saisonlauf können sich die Preis für die Online-Übertragung jedoch noch kurzfristig ändern. Zusätzlich ist geplant, im Laufe dieses Jahres einen einheitlichen Zugang für die Nutzung des Livestream auf PC, Smartphone und Tablet zu schaffen. Bisher war es nicht möglich einen kostenpflichtigen Zugang Plattform übergreifend zu nutzen.

    Via: FIA WEC
    Bildquelle: Walter Schruff

  • Im Interview mit Harry Tincknell

    Harry Tincknell gehört zu den neuen Fahrern der Saison 2015. Zusammen mit Nissan wird er im GT-R LM Nismo sein Debüt in der höchsten WEC-Klasse geben. Wir hatten die exklusive Gelegenheit, ihn während seiner Vorbereitungen zur bevorstehenden Saison zu befragen.
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    WM: Ihr (Du und Nissan) seid beide neu in der LMP1-Kategorie, könnte jedoch bereits auf Erfahrungen aus der LMP2 zurückgreifen. In wie weit ähneln sich die Fahrzeuge, sodass ihr von euren Kenntnissen profitieren könnt und in wie weit unterscheiden sich die Prototypen voneinander?
    HT: Nissan hat bereits in der LMP2-Klasse äußerst starke Motoren am Start. Erwartungsgemäß haben sie es auch geschafft die gewonnenen Erkenntnisse auf das neue LMP1-Aggregat anzuwenden. Persönlich werde ich all das einbringen, was ich im vergangenen Jahr gelernt habe. Das fängt an beim Verhalten während Überrundungen und geht weiter mit Sachen wie der Einteilung des Benzins im Rennen sowie der Planung und Umsetzung der Rennstrategie. Jedoch ist dies eine neue Stufe und ich muss auch noch eine ganze Menge dazu lernen.
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    WM: Bevor du in den Langstreckensport gekommen bist, hast du in zahlreichen Single-Seater-Serien um den Titel mitgekämpft. Was machte die Langstrecken-Szene für dich so attraktiv, dass es schließlich zu einem Wechsel dorthin kam und nicht zum Cockpit in einer anderen Formel-Serie?
    HT: Die Langstrecke ist der Ort, wo man aktuell die meisten Entwicklungsmöglichkeiten hat. Die Vielzahl an Fahrzeugen und Herstellern bietet einem jungen Menschen wie mir einfach die besten Optionen. Hinzu kommt, dass ich diesen einzigartigen Teamgeist einfach liebe. Das Fahrzeug muss 24 Stunden fahren und du gibst zusammen mit deinen Teamkollegen und Mechanikern alles, um innerhalb von nur 30 Boxenstopps dieses Ziel zu verwirklichen. Im vergleich zur Formel 3 ist das einfach eine ganz andere Art von Herausforderung und ich glaube das war bei mir der Auslöser.

    WM: Wie hast du reagiert, als du nach einem Jahr in der ELMS bereits das Jobangebot von Nissan bekamst?
    HT: Ich war natürlich sehr erfreut, nach nur einem Jahr im Langstreckensport bereits solch eine Möglichkeit zu bekommen. Mit 23 Jahren bin ich der jüngste LMP1-Fahrer in diesem Jahr und es ist ein großartiger Schritt in meiner Karriere. Ich hatte natürlich gehofft, nach dieser tollen ELMS-Saison einen Aufstieg in die WEC zu schaffen, doch das Angebot von Nissan war mehr als ich mir erhofft habe. Jetzt werde ich alles daran setzten um die Möglichkeit die mir eröffnet wurde umzusetzen und zu beweisen, dass es die richtige Entscheidung war mich zu wählen.

    WM: Der Nissan GT-R LM Nismo kommt als einziges Fahrzeug mit einem Frontmotor daher. Diese bauliche Maßnahme hat dazu geführt, dass die Fahrerkapsel ans Ende des Wagens gerutscht ist. Kannst du beschreiben wie sich dieser besondere Umstand auf deine Sicht hinter dem Lenkrad auswirkt?
    HT: Die Veränderte Sitzposition hinter dem Motor hat eigentlich keine großen Auswirkungen auf mein Sichtfeld. Was mich hingegen etwas mehr beeinflusst ist die Tatsache, dass ich zum ersten mal ein Dach über mir habe. Es verkleinert das Sichtfeld ein wenig, jedoch gewöhnt man sich recht schnell daran.
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    WM: Was waren deine Gedanken, als Nissan dir das Konzept des GT-R LM mit Frontmotor und Vorderradantrieb zum ersten mal vorstellte?
    HT: Ich war aufgeregt an solch einem innovativen Projekt beteiligt zu sein. Mein erster Gedanke war: Das ist etwas völlig neues! Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie solch ein spezielles Fahrzeug gefahren und ich konnte es kaum erwarten meine erste Runde zu drehen.

    WM: Was sind deine persönlichen Ziele für diese Saison?
    HT: Gerade in der Anfangsphase ist es mir wichtig, das Team mit passendem Feedback zu unterstützen um das Auto weiterzuentwickeln. Gleichzeitig will ich meine Fähigkeiten auf der Strecke verbessern, um das Level von Olivier Pla und Marc Gené zu erreichen, sodass wir gemeinsam die besten Ergebnisse erzielen können.

    WM: Die WEC fährt in diesem Jahr auf acht Strecken, verteilt rund um den Globus. Auf welchen Kurs freust du dich am meisten?
    HT: Nach dem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans bin ich einfach fasziniert von dieser Strecke und kann es kaum erwarten dorthin zurück zu kehren. Doch auch Silverstone als mein Heimrennen wird ein besonderes Event, da ich dort in den vergangenen Jahren immer gute Ergebnisse erzielen konnte. Auf das Rennen in Fuji freue ich mich ebenfalls schon. Es ist eine neue Strecke für mich und der Nissan sollte dort richtig gut laufen. Zusammen mit der Unterstützung durch die japanischen Fans beim Nissan-Heimrennen wird es ein tolles Erlebnis.

    WM: Einer der größten Diskussionspunkte in den vergangenen Jahren war die lange Sommerpause der WEC. Wie ist es für dich aus Fahrersicht, unterstütz du die längere Erholungsphase oder bevorzugst du es früher ins Fahrzeug zurück zu kehren?
    HT: Persönlich bevorzuge ich einen stabilen Rennkalender über einen längeren Zeitraum und nehme eine größere Sommerpause in kauf. Gerade für das Team, die Mechaniker und die Verantwortlichen ist es wichtig, dass sie nach Le Mans genügend Zeit zur Erholung haben. Ich nutze die entstehende Zeit für mich, um eigenständige Vorbereitungen zu treffen und um zu trainieren.

    WM: Die Geschichte von Nissans im Motorsportabteilung reicht über die letzten 30 Jahre zurück. Wenn du die Möglichkeit bekommen würdest, einen beliebigen Wagen aus dieser Zeit zu fahren, welcher währe das und wo würdest du deine Runde drehen?
    HT: Ganz klar der Nissan R90C in Le Mans. Es war das erste Fahrzeug, welches eine Poleposition für Nissan bei dem 24 Stunden Klassiker holte. Der Wagen ist ein wahres PS-Monster und schaffte es auf den dritten Platz, das bisher beste Le Mans Ergebnis für Nissan. Hoffen wir, das wir mit dem GT-R LM in Zukunft auch die verbleibenden zwei Positionen einfahren können.
    nissan_pic
    GT-R LM Bilder – Harry Tincknell Racing
    Jota/Nissan R90C Bilder – Walter Schruff

  • Ferrari präsentiert Nachfolger des 458

    488GTB
    Schaut man in der GT-Pro Klasse auf die letzten Jahre zurück, so stellt man schnell fest, dass Ferrari das unangefochtene Maß aller Dinge ist. Mit dem 458 Italia schaffte es das Werksteam mehrfach sich die beiden GT-Pro Titel zu sichern. Heute stellte der italienische Sportwagenbauer offiziell das Nachfolgemodell für den auslaufenden 458 vor.

    Der neuste Sportwagen aus dem Hause Ferrari hört auf den Namen 488 GTB. Herzstück des neuen Fahrzeugs ist auch hier wieder der Mittelmotor. Das V8 Turbo-Aggregat kommt mit 3902 Litern Hubraum daher und leistet bei 8000 U/min ganze 670 PS. Der neue Ferrari 488 GTB beschleunigt von 0 auf 200 km/h in nur 8,3 Sekunden und legt eine Runde auf der Hauseigenen Teststrecke in nur 1:23 Minuten zurück. Die Höchstgeschwindigkeit des Serienfahrzeugs beträgt 330 km/h.

    Optisch ist der neue Ferrari deutlich schlanker als sein Vorgänger und Aerodynamischer gestaltet. Auffälligstes Merkmal sind die tiefen Lufteinlässe auf der Motorhaube, welche an den 308 GTB erinnern sollen. In der Mitte des Frontspoilers befindet sich ein Leitblech, welches die Luftströmung über den Unterboden verteilt. Die Luft trifft am Heck auf einen aktiven Diffusor, welcher in Kombination mit einem Unterzugspoiler für mehr Abtrieb sorgt.

    In diesem Jahr wird der neue Ferrari 488 GTB noch nicht in der WEC zum Einsatz kommen, da das Reglement ein Mindestalter bei den GT-Modellen vorschreibt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird AF Corse, das Werksteam von Ferrari, den neuen Sportwagen in einer optimierten Version ab der Saison 2016 einsetzten. Ein ähnlicher Weg wurde bereits bei der Bekanntgabe des 458 gewählt.

    Quelle: Ferrari

  • Nissan stellt GT-R LM Nismo vor

    GT-R  LM
    In der Nacht von Sonntag auf Montag viel offiziell der Startschuss für das neue Langstreckenprogramm von Nissan. In der Halbzeitpause des Super Bowl präsentierte der japanische Autobauer in einem anderthalb Minütigen Werbespot erstmals sein neues Fahrzeug der Öffentlichkeit.

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    Mit dem Motto „A Hero Comes Home“ betritt der Wagenhersteller nach 17 Jahren Abwesenheit erstmals wieder Le Mans und die Langstreckenszene. Ein ganz besonderes Element bei der Rückkehr auf die große Motorsportbühne ist der neue Nissan GT-R LM Nismo. Marketingchef Roel de Vires sagte in einem Interview: „Der GT-R ist unser Flaggschiff-Straßenfahrzeug. Er ist eine Fortsetzung unserer Blutlinie welche sich über drei Dekaden erstreckt. In Le Mans werden Erfolge gemacht und ein Sieg auf der Strecke wird uns zu noch größeren Erfolgen und Innovationen bei der Serienproduktion führen. Wir sind die neuen Kinder in Le Mans und unsere Gegner sind die besten der Welt, doch wir sind bereit uns der Herausforderung zu stellen.“

    Der neue Prototyp wird ab dieser Saison in der LMP1-Klasse der WEC fahren. Für die Japaner war es wichtig, neue Wege zu gehen und sich entgegen dem bisherigen Standard zu bewegen um mehr nähe zu Serienproduktion zu erreichen. Der neue GT-R LM kommt als erster Prototyp der Moderne mit einem Frontmotor daher, welcher zwischen den Vorderrädern befestigt ist. Der Nissan VRX 30A NISMO ist ein 3,0 Liter V6-Benzinmotor, welcher nur die Vorderräder antreibt. Am Heck befindet sich ein Elektromotor von Cosworth, welcher von den Fahrern bei bedarf zugeschalten werden kann und entsprechend nur die Hinterräder antreibt. Mit dem Einsatz beider Antriebseinheiten schaffte der GT-R LM eine unglaubliche Gesamtleistung von 1250 PS.

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    Der Wagen ist 4,6 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,03 Meter hoch bei einem Leergewicht von 880 Kilogramm und einer Tankkapazität von 68 Litern. Während die Vorderräder aufgrund des hohen Motorengewichts eine Größe von 14 Zoll haben, so kommen am Heck nur 9 Zoll Räder zum Einsatz. Beim Reifenpartner hat man sich für den französischen Hersteller Michelin entschieden, welcher durch seine langjährige WEC-Erfahrung überzeugen konnte.

    Als erster offizieller Fahrer wurde im Rahmen der Vorstellung der bisherige Audi-Ersatzfahrer Marc Gené präsentiert. Der Spanier war zuletzt in Le Mans für den verunfallten Loic Duval im Audi R18 #1 unterwegs und fuhr zusammen mit Tom Kristensen und Lucas di Grassi auf den zweiten Platz. Das restliche Fahrer-Lineup der Japaner soll in den kommenden Wochen bei Testfahren auf dem Circuit of the Americas bekannt gegeben werden.

    Quelle: Nissan Motorsport