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  • WEC-Fahrer starten bei den 24 Stunden von Daytona

    Die TUDOR United Sportscar Championship startet an diesem Wochenende mit den 24 Stunden von Daytona in ihre zweite Saison. In dem großen Fahrerfeld von 53 Startern finden sich zahlreiche WEC-Piloten wieder, welche an diesem besonderen Event teilnehmen wollen. Im folgenden wollen wir einen Ausblick auf das 24 Stunden Rennen und deren Starterfeld werfen.
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    David Heinemeier Hansson

    Heinemeier Hansson war ein Teil der Aston Martin Familie und gewann 2014 in der GTE-Am Klasse die 24 Stunden von Le Mans sowie den Meistertitel der WEC. In diesem Jahr kehrt der Däne in die LMP2-Klasse zurück. Dort wird er dann den neuen HPD des PatronTequila-ESM-Teams pilotieren. An diesem Wochenende wird Hansson zusammen mit seinem neuen Team in Daytona antreten und den Wagen einem ersten Praxistest unterziehen.

    Brendon Hartley

    Der junge LMP1-debütant von 2014 wird auch in diesem Jahr zusammen mit Porsche um den Weltmeistertitel in der WEC kämpfen. An diesem Wochenende tauscht der Mann aus Neu-Seeland seinen 919 Hybrid gegen einen Fahrzeug vom Team Starworks Motorsport Riley eint und tritt in der Daytona-Prototypen-Kategorie an. Er wird Teil einen fünfköpfigen Mannschaft sein und sich das Auto mit Motorsportgrößen wie Ryan Hunter-Reay und Rubens Barrichello teilen.

    Olivier Pla

    Der Franzose wird sich in seinem Cockpit fast wie zu Hause fühlen. An diesem Wochenende darf Pla einen Ligier JS P2 fahren, dass gleiche Auto wie er gegen Ende der WEC-Saison 2014 bei G-Drive fuhr. Der einzige Unterschied wird für Olivier Pla wohl nur die Lackierung des Boliden sein. Das grüne Fahrzeug von Krohn Racing wird sich Pla mit Teambesitzer Tracy Krohn, Nic Jonsson und Alex Brundle teilen.
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    Filipe Albuquerque

    Der schnelle Brasilianer wird in diesem Jahr erneut bei den WEC-Läufen in Spa-Francorchamps und Le Mans für Audi im dritten Prototypen antreten. An diesem Wochenende wird Albuquerque jedoch in einem ORECA FL M09 in der PC-Klasse für Starworks Motorsport um den Sieg kämpfen.

    Patrick Long

    Patrick Long wird in diesem Jahr zusammen mit Patrick Dempsey seine erste komplette WEC-Saison in der GTE-Am Klasse bestreiten. In Daytona wir der Amerikaner im Porsche 911 RSR des Reifenherstellers Falken antreten. Long wird sich das Auto mit Bryan Sellers sowie Porsche Ass Wolf Henzler teilen.

    Gianmaria Bruni und Toni Vilander

    Die amtierenden GTE-Pro Meister der WEC werden in gewohnter Umgebung auch bei den 24 Stunden von Daytona antreten. In einem Ferrari 458 Italia von AF Corse wird das Duo zusammen mit Le-Mans-Ikone Emmanuel Collard und Francois Perrodo das Rennen für das Team aus Italien bestreiten.

    David Rigon und Pierre Kaffer

    Ferrari-Pilot David Rigon wird an diesem Wochenende gegen sein WEC-Team AF Corse antreten. In einem von Risi Competitzione eingesetzten Ferrari 458 Italia GTLM wird er zusammen mit dem deutschen Lotus-LMP1 Fahrer Pierre Kaffer, Le Mans Klassensieger Olivier Beretta und Formel 1 GrandPrix-Gewinner Giancarlo Fisichella teilnehmen.

    Pedro Lamy, Paul Dalla Lana, Darren Turner, Stefan Mücke und Matthias Lauda

    Der Aston Martin Vantage V8 mit der Startnummer #98 bringt die meisten WEC-Piloten mit nach Daytona. Das starke Fahreraufgebot besteht aus Neuzugang Lauda und vier Werkspiloten aus der Saison 2014. Das Rennen an diesem Wochenende wird für die Mannschaft der erste Testlauf vor der kommenden WEC-Saison sein.
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    Nick Tandy, Patrick Pilet und Marc Lieb

    Pilet und Tandy werden ihren gewohnten Porsche 911 in der GTLM-Klasse um die berühmte Rennstrecke pilotieren. Porsche LMP1-Fahrer Marc Lieb wird das Duo dabei unterstützen. Obwohl er vergangene Saison mit dem Porsche 919 Hybrid unterwegs war, hat der Deutsche auch jede Menge GT-Erfahrung im Gepäck. Sein Le Mans Klassensiege von 2005, 2010 und 2013 schaffen eine perfekte Grundlage für das Rennen in Nordamerika.

    Jörg Bergmeister und Frederic Markowiecki

    Die Porsche Werkspiloten Jörg Bergmeister und Frederic Makowiecki werden neben dem Porsche-Supercup Champion Earl Bamber die 24 Stunden von Daytona bestreiten. In einem von Porsche-Nordamerika gestellten 911 tritt das Trio in der GTLM-Klasse an. Für die Porsche-Fahrer wird dieses Wochenende hart. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten von Aston Martin, sind sie nur zu dritt im Fahrzeug und müssen mit einer höheren Belastung klar kommen.
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    Darryl O’Young

    O’Young schaffte es in seiner WEC-Debütsaison 2014 ein Podium zu erzielen. Die Saison 2015 beginnt er in Daytona in einem Porsche 911 von GTD. Das Auto teilt er sich unter anderem mit Profis wie Ex-FIA GT1 Meister Marc Basseng. Ob er in diesem Jahr auch wieder für Aston Martin fahren wird ist hingegen noch nicht bekannt.

    Klaus Bachler

    Der junge Österreicher hatte ein starkes Jahr 2014 und schaffte es sogar Rang zwei der GTE-Am Klasse in Le Mans einzufahren. An diesem Wochenende wird der Porsche-Junior für Konrad Motorsports in einem Porsche 911 um den Sieg kämpfen.

    René Rast

    Der ADAC GT Masters Champion von 2014 wird in diesem Jahr im dritten Prototypen von Audi bei den 6-Stunden von Spa-Francorchamps sowie den 24-Stunden von Le Mans antreten. Dieses Wochenende wird der Deutsche in einem GTD Audi R8 LMS für das Paul Miller Racing Team bestreiten.
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    Michele Rugolo und Matt Griffin

    Griffin und Rugolo werden in Daytona zusammen mit Rui Aguas und Pasin Lathouras für AF Corse in einem Ferrari 458 Italia an den Start gehen.

    Patrick Dempsey

    Greys Anatomy-Star und regelmäßiger Le Mans Teilnehmer Patrick Dempsey wird 2015 seine erste Saison in der Weltmeisterschaft fahren. Aber vor seinem Einsatz in der WEC wird der Amerikaner vor heimischen Publikum in einem Porsche 911 für Wright Motorsports antreten.

    Christoffer Nygaard

    Mit dem zweiten Platz in der WEC GTE-Am Klasse 2014 wird Nygaard in diesem Jahr versuchen dieses Ergebnis zu übertreffen. Um nach der Winterpause wieder auf sein gewohntes Level zu kommen, packt der Däne die Chance beim Schopf und tritt für Aston Martin in Daytona an.

    Andrea Bertolini

    In einem Ferrari 458 Italia wird sich AF Corse Pilot Bertolini in Daytona fast wie zu Hause fühlen. In dem Rennen an diesem Wochenende will er mit seinen Leistungen glänzen um erneut einen Platz in der WEC zu bekommen.

    Am Samstag Startet das Rennen um 14:10 Uhr (Mitteleuropäische Zeit). Das Rennen wird Live auf dem Pay-TV-Sender MotorsTV übertragen. Wer diesen Sender nicht hat, kann auf der Webseite der IMSA den offiziellen Stream verfolgen. Jedoch wird es dort nach deutsche Zeit nur Übertragungen von 04:00 Uhr bis 13:00 Uhr geben, da sich der TV-Sender Fox Sports die Exklusiv-Senderechte in den USA gesichert hat. Während des gesamten Rennens wird es eine Radio-Sendung auf der IMSA-Webseite geben, welche ohne Einschränkungen zu empfangen ist.

    Bildquellen: FIAWEC/IMSA/Rodrigomattar

     

     

     

     

  • Porsche präsentiert den neuen 919 Hybrid

    Auf der Hauseigenen-Rennstrecke in Weissach testete Porsche das 2015er Modell des 919 Hybrid.
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    Der neue Porsche Prototyp ist laut des Autobauers eine Evolution der durchaus erfolgreichen Version von 2014. Das Antriebskonzept welches aus einem zwei Liter V4-Turbobenziner, einem Elektromotor an der Vorderachse sowie zwei Energie-Rückgewinnungssystemen besteht, bleibt unverändert. Die ersten aussagekräftigen Testfahrten mit dem neuen Fahrzeug finden ab dem 18. Januar in Abu Dhabi statt.

    In den nächsten Monaten werden einige Performance- und Ausdauertests auf den Prototypen zukommen. Bis zum Saisonstart der FIA WEC am 12. April 2015 in Silverstone (England) möchte Porsche alle Tests abgeschlossen haben.

    Quellen: Porsche-Pressemitteilung

  • Der GT-Pro Jahresrückblick

    Auch in der Saison 2014 schaffte es die GT-Pro Klasse durch Hochkarätig besetzte Fahrzeuge und Leistungsstarke Werksteams zu überzeugen. In diesem Jahr waren das Porsche Team Manthey, Aston Martin Racing und AF Corse jeweils mit zwei Fahrzeugen auf der Meldeliste verzeichnet. Neu hinzu stieß am Anfang der Saison das Team RAM Racing, welches den Sprung von der ELMS in die WEC wagte. Als einziges Privatteam brachten die Briten jeweils einen Ferrari 458 Italia in der Pro- und Am-Wertung an den Start. Das italienische AF Corse Team schaffte es auch im vorherigen Jahr beide Meistertitel erneut zu sichern und ging mit entsprechend starken Erfolgsdruck in die dritte Saison.
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    Durch den Aufstieg von Romain Dumas und Marc Lieb entstand im GT-Programm von Porsche eine große Lücke, die es zum Jahresanfang zu besetzen galt. Die Wahl viel schließlich auf die beiden ALMS Fahrer Nick Tandy und Patrick Pilet, welche den Verlust im Team Manthey ausgleichen und für den Angriff auf den Meistertitel sorgen sollten. Ebenfalls fest im Programm war bei Porsche in der neuen Saison Frederic Makowiecki. Der Franzose fuhr 2013 noch für Aston Martin Racing und sorgte mit seinem Wechsel ebenfalls für einen großen Verlust bei dem britischen Team. Dort entschied man sich kurzerhand für die Fahrerpaarungen Darren Turner / Stefan Mücke und Alex MacDowall / Fernando Rees / Darryl O’Young.

    Die Fahreraufstellung bei AF Corse wurde zu Beginn der Saison völlig verändert. Durch die Rückkehr von Kamui Kobayashi in die Formel 1 und den Wechsel von Giancarlo Fisichelli in die USCC war die Neubesetzung beider Fahrzeuge nötig gewurden. Während man die Nummer #51 mit den verbliebenen beiden Fahrern Gianmaria Bruni und Toni Vilander bestückte, entschied man sich beim Schwesterfahrzeug den beiden Junioren Davide Rigon und James Calado eine Chance zu geben. Beim neuen Privatteam Ram Racing griffen die Fahrer Matt Griffin und Alvaro Parente nur für kurze Zeit hinter das Steuer, da die Mannschaft aufgrund von Budgetproblemen bereits nach dem Rennen in Le Mans Insolvenz anmelden musste.
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    Beim Saisonstart in Silverstone sorgte plötzlich einsetzender Regen bei vielen WEC-Teams für Probleme. In der GT-Pro wurden die beiden Ferrari von dem Schauer kalt erwischt und mussten sich schließlich gegen die starken Porsche 911 geschlagen geben. Nach der Niederlage in Großbritannien machten die Italiener Ihre Hausaufgaben und konnten sich in den beiden Folgerennen (Spa und Le Mans) jeweils mit einem Sieg behaupten. Über den Großteil der Saison konnte Ferrari ein unglaubliches Tempo an den Tag legen und zeigte zum dritten mal in Folge der Konkurrenz ihre Grenzen aus.

    Die diesjährige Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans zählt wohl mit Abstand zu den denkwürdigsten GT-Schlachten des vergangenen Jahrzehnts. Über einen Großteil des Rennen schafften es die Teilnehmer nicht, genügend Abstand untereinander zu gewinnen. Der Lauf war geprägt von hart umkämpften Duellen der Werksteams mit Zeitabständen von im Beriech von nur zwölf Sekunden. Aston Martin Racing hatte einen schwierigen Start in die Saison hinter sich und wollte nun in Le Mans alles geben um zu zeigen, das man um den WEC-Titel kämpfen will. Den Worten folgten Taten und Darren Turner, Stefan Mücke sowie Bruno Senna fuhren lange Zeit dem Klassensieg entgegen. Doch auch das dritte Rennen des Jahres sollte nicht mit einem Sieg für die Briten enden, da technische Probleme an der Vorderradaufhängung und die anschließende Reparatur die gute Zeit zunichte machte.
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    Nach der langen Sommerpause ging die WEC am Circuit of the Americas in ihre zweite Saisonhälfte. Ferrari zeigte sich weiterhin stark, hatte jedoch erneut mit den Wetterkapriolen zu kämpfen. Für das Aston Martin Team war der Sieg in diesem Rennen wie ein Befreiungsschlag. Nach dem der Regen bei Ferrari zu Strategieproblemen führte, schaffte es das britische Team zum ersten mal in dieser Saison ganz vorne zu stehen. In den folgenden Rennen schaffte es die Mannschaft jedoch nicht mehr zu glänzen und verspielte so ein weiteres mal ihre Chancen auf den Meistertitel. Ein wenig besser sah die Situation in der zweiten hälfte für Porsche aus. Nach dem man beim Rennen in Shanghai durch den Ausfall des Ferrari #51 den Sieg holen konnte, schaffte man es endlich die Performance auch über die anschließenden Rennen zu halten und konnte den Titelverteidiger gehörig unter Druck setzten.

    Porsche konnte in den letzten Rennen zu seiner alten stärke zurück zu finden, kam jedoch nicht mehr nah genug heran um Ferrari den GT-Pro Titel streitig zu machen. Zum dritten mal in folge sicherte sich das Werksteam aus Italien den Herstellertitel in der höchsten GT-Kategorie der WEC. Die Saison 2014 bescherte Toni Vilander den ersten LMGTE-Pro Fahrertitel seiner Karriere sowie den zweiten Titel für seinen Teamkollegen Gianmaria Bruni.
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    Für Aston Martin und Porsche wird es im nächsten Jahr schwer werden Ferrari zu schlagen. Doch beide Teams zeigten zum Saisonende hin, dass in ihren Fahrzeugen durchaus Potential steckt und man langsam die richtige Abstimmung gefunden hat. Viel Zeit bleibt ihnen jedoch nicht, da mit dem neuen GT-Reglement im Jahr 2016 die Karten völlig neu gemischt werden und mit Ford aller Wahrscheinlichkeit nach ein äußerst starker Konkurrent die Bühne betreten wird. Spannend bleibt auch die Frage ob Ferrari in diesem Jahr seinen Titel zum vierten mal in Folge verteidigen kann. Bereits in Le Mans hat das Corvette Werksteam gezeigt das man gut mit den Italienern mithalten kann. Sollten sie im Februar offiziell den Wechsel in die WEC bekannt geben, wird die Mission Titelverteidigung nicht einfach werden.

    Bildquelle: Walter Schruff

  • Der LMP2 Jahresrückblick

    Das kleinste Starterfeld der WEC konnte in diesem Jahr mit nur vier Fahrzeugen die LMP2-Klasse aufweisen. Alles begann im Januar 2014, als das ehemalige Delta-ADR Team sich mit arabischen Sponsoren unter dem Namen Millennium Racing neu formierte. Ursprünglich plante man zwei Fahrzeuge in der WEC-Kundenklasse an den Start zu bringen, doch interne Probleme und ungeklärte Finanzen sorgten für ein Aus des Teams noch vor Saisonbeginn. Einen weiteren Ausfall gab es bei der britischen Mannschaft von Strakka Racing zu verzeichnen, welche mit der Entwicklung ihres neuen Fahrzeugs in Verzug gerieten und durch einen Anschließenden Testunfall nicht mehr an der Saison 2014 Teilnehmen konnten.
    01_SMP_27Diese Rückschläge sorgten bei den Fans zunächst für ein mulmiges Gefühl und viele zweifelten, ob es überhaupt noch zu einem interessanten Wettbewerb in der LMP2 kommen würde. Doch Rückblickend kann man die LMP2-Klasse als spannenden Wettkampf mit einem dramatischen Ende beschreiben. Es war das Jahr der russischen Teams G-Drive und SMP Racing, welche sich von Anfang bis Ende keine Luft zum atmen ließen um der erste LMP-Gewinner aus Russland zu werden.

    Überraschend stark startete die LMP2-Klasse in das erste Saisonrennen in Silverstone. Das neue G-Drive Trio bestehend aus Juilien Canal, Olivier Pla und Roman Rusinov sicherte sich neben der ersten Poleposition der Saison auch den ersten Sieg und zeigten mit einer äußerst starken Leistung wo der Hammer hängt. Für die Konkurrenz von SMP Racing verlief der Start etwas holprig und man musste schließlich den zweiten Platz an die Neueinsteiger von KCMG abgeben.

    Die 6 Stunden von Spa standen nur wenig später auf dem Plan und brachte ein weiteren Sieg für das G-Drive-Team. Jota Sport, die Gaststarter aus der ELMS, wurden bei ihrem Warm-Up Rennen für Le Mans zweiter mit den Fahrern Simon Dolan, Harry Tinknell und Marc Gene hinter dem Steuer. Das junge KCMG-Team schaffte es zum zweiten mal in Folge auf das Podium zu fahren und ließ die Russen von SMP erneut alt aussehen. SMP bildete mit dem Fahrzeug 27 erneut das Schlusslicht, konnte sich jedoch auf zwei Runden Rückstand zur ersten Position verbessern.
    03_G-DriveDie 24 Stunden von Le Mans bildete das Rennen mit dem größte LMP2-Starterfeld der Saison. Ganze 17 Autos schrieben sich für das Jahreshighlight ein um den Sieg in der Kundenklasse zu holen. Von den vier WEC LMP2-Fahrzeugen schaffte es das beste nur auf die Position 12. Da die ersten 11 Autos als Gaststarter keine Punkte in der Weltmeisterschaft erhalten, bekam die #27 von SMP die doppelten Punkte des ersten Platzes angerechnet. Die Teamleitung von SMP entschied sich für das Rennen in Le Mans die Fahrertrios zu mischen um die Siegchancen zu maximieren. Diese Entscheidung hatte zur Folge, dass die eigentlichen Teamkollegen von Sergey Zlobin, Maurizio Mediani und Nicolas Minassian, in der #37 an den Start gingen. Das besagte Schwesterfahrzeug mit der Nummer 37 schied jedoch nach 9 Runden aus dem Rennen aus und sorgte für eine Teilung in der Fahrerwertung. Während Zlobin mit 50 Punkten mit den G-Drive Fahrern gleichziehen konnte, blieben Mediani und Minassian in der Wertung zurück. Durch die Zurücksetzung der Teams im folgenden Rennen verloren seine Teamkollegen die Chance den Meistertitel im Jahr 2014 zu holen.

    Nach der langen Sommerpause wurde die WEC-Saison am Circuit of the Americas in Texas wiederaufgenommen. Die Tatsache, dass das Rennen auf heimischen Boden stattfindet, bewog das USCC-Team Extreme Speed Motorsports zu einem Gaststart bei diesem Lauf. Das amerikanische Team schlug sich wacker und konnte bis 4 Runden vor Schluss um die Führung mitkämpfen. Am Ende reichte es jedoch nicht und man musste sich mit einer dritten Position zufrieden geben. KCMG holte mit dem Trio Matthew Howson, Richard Bradley und Tsugio Matsuda am Lenkrad den ersten WEC-Sieg in der Teamgeschichte vor dem wiedervereinigten Trio Zlobin, Minassian und Mediani in der #27. G-Drive konnte aufgrund des Fahrzeugwechsels vom offenen Morgan zum geschlossenen Ligier JS P2 nicht mithalten und bildeten das Schlusslicht.
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    Kurze Zeit später folgte das Rennen in Fuji. Mit einer starken Leistung konnte G-Drive erstmals im neuen Ligier einen Sieg einfahren und das ganze Potential des Fahrzeugs zeigen. Die Nummer 47 von KCMG konnte ebenfalls ganz vorne mitfahren und holte diesmal mit Alexandre Imperatori anstatt Tsugio Matsuda den zweiten Platz. Die Lücke zwischen dem ersten und zweiten Platz betrug nur winzige 6 Sekunden. Umso größer wahr die Enttäuschung bei KCMG, da auch in diesem Rennen die besten Siegchancen bestanden. Ebenfalls entsetzt von der eigenen Leistung zeigte sich das Team von SMP Racing. Die Beiden Fahrzeuge #27 und #37 holten erneut nur die Positionen vier und fünf, diesmal hinter dem Gaststarter OAK Racing.

    Nach den guten Leistungen von KCMG in den letzten Rennen kam es beim folgenden Rennen in Shanghai zu einem unerwarteten Vorfall. In der ersten Runde kollidierte der Morgan des Teams mit dem Ferrari #51 von AF Corse. Beide Wagen wurden so stark beschädigt, dass sie das Rennen nach nur wenigen Minuten beenden mussten. Roman Rusinov, Pla und Canal gewann erneut mit ihren G-Drive-Ligier. Diesmal dominierten sie das Rennen und gewann mit 3 Runden Vorsprung. Das Team Extreme Speed Motorsports kehrte nach einem Rennen pause wieder als Gaststarter in die WEC zurück. Das chinesische Rennen war der erste Lauf für das Team außerhalb von Amerika. Diesmal setzte man zwei Wagen ein um einen möglichen Einstieg in die WEC für 2015 zu erproben. Die Leistung wahr äußerst vielversprechend und man schaffte es diesmal auf den zweiten Podiumsplatz zu fahren, gefolgt von Zlobin, Minassian und Median im SMP #27 auf Platz 3. Auch OAK Racing kehrte für einen weiteren Gaststart zurück um sich auf die neue Saison in der WEC vorzubereiten, konnten jedoch nur mit der sechsten Position das Rennen beenden.
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    Die vorletzte Runde der der WEC fand in diesem Jahr in der Wüste von Bahrain statt. In der ersten Runde des Rennens ereignete sich ein Unfall zwischen dem SMP #37 und dem G-Drive, wodurch es zu einer größeren Beschädigung des Querlenkers am Ligier JS P2 kam. Der umstrittene Vorfall hatte zur Folge, dass sich die Chancen für Zlobin auf den LMP2-Titel erhöhten und sich die Entscheidung auf das Finalrennen vertagte. KCMG sicherte sich nach dem Debakel in China seinen zweiten Sieg des Jahres.

    Das letzte Rennen des Jahres fand zum ersten mal in Brasilien statt, da die örtlichen Veranstalter neben der Fußball WM kein zweites, parallel stattfindendes Großereignis im Land haben wollten. In der LMP2-Klasse stand der dramatische Titelentscheid zwischen den beiden russischen Teams G-Drive und SMP-Racing auf dem Plan. Da der Sieger des Rennens auch als LMP2-Meister die Strecke verlassen würde, gingen beide Mannschaft mit höchster Anspannung ins Rennen. Die Große Entscheidung ereignete sich in der 41. Runde, als beim Ligier von G-Drive die Räder blockierten und Julien Canal ungebremst in die Mauer der ersten Kurve einschlug. Für das Team war das Rennen vorzeitig zu Ende. Alles was SMP-Racing jetzt noch tun musste, war die #27 sicher ins Ziel zu bringen ohne weitere Zwischenfälle. Durch die Verringerung der Überholmanöver seitens SMP, schaffte es KCMG schließlich seinen dritten Saisonsieg vor den Russen zu holen.
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    SMP Racing sicherte sich am Ende der Saison 2014 den Teamtitel und Zlobin holte als einzigstes Teammitglied den Fahrertitel. In der nächsten Saison wird der frisch gekürte LMP2-Champion Zlobin mit SMP in der GT-Am antreten. Die Mannschaft will im kommenden Jahr ihr WEC-Programm erweitern und hat beschlossen ab 2015 mit dem ELMS-Ferrari nun in der GT-Am Klasse der Weltmeisterschaft zu starten. Nach der verpatzten Saison wird im neuen Jahr auch Strakka wieder mit seinem neuen Fahrzeug gegen die Teams OAK-Racing, Extreme Speed Motorsports, G-Drive, SMP-Racing und KCMG antreten. Fast alle Mannschaften planen den Einsatz von zwei Fahrzeugen, wo jeweils ein geschlossenes Coupé zum Einsatz kommen wird. Die Sicherheit wird weiter Einzug halten und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es in der WEC keine offenen Fahrzeuge wie den Morgan mehr geben.

    Bildquelle: Walter Schruff

  • Der LMP1 Jahresrückblick

    Die Saison 2014 zählt mit Abstand zu den spannendsten der noch jungen WEC-Geschichte. In den vergangenen acht Rennen wurden wir zeuge von dramatischen, lustigen und spannenden Momenten. Wir möchten in den folgenden Artikeln das WEC-Jahr 2014 noch einmal Revue passieren lassen und für jede Klasse einen eigenen Jahresrückblick geben.
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    Mit der Gründung der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft waren Anfangs nur Audi und Toyota in der LMP1-Kategorie vertreten. Da der Ingolstädter Autobauer bereits seit dem Jahr 2000 sehr erfolgreich in Le Mans mitfuhr, war es nicht verwunderlich, dass Audi im ersten Jahr den Weltmeistertitel holen konnte. Für Toyota bestand die erste Saison aus sammeln von Erfahrung und der Weiterentwicklung des Fahrzeugs. Die Japaner machten ihre Hausaufgaben und konnten bereits in der Folgesaison das Weltmeisterteam unter Druck setzten. Doch auch das zweite Jahr in der WEC genügte noch nicht um zum Gegenschlag auszuholen.

    Gestärkt von den vergangenen zwei Jahren ging Audi auch in diesem Jahr mit hohen Erwartungen in die neue Saison. Die Autos waren in den vorangegangenen Rennen immer auf den vordersten Plätzen und man machte sich wenig Sorgen durch Toyota oder den Neueinsteiger Porsche ins Hintertreffen zu geraten. Doch das Jahr 2014 sollte für Audi unter keinem guten Stern stehen. Bereits bei den ersten Testfahrten zerplatzten die Träume von Audi ebenfalls Problemlos in das dritte Jahr zu starten. Mit dem neuen Regelwerk wurde erstmals das Antriebskonzept nahezu freigestellt. Audi begann schon in der zweiten Jahreshälfte der alten Saison mit den Entwicklungsarbeiten. Man wollte das bestehende Konzept durch ein zusätzliches Hybridsystem ergänzen und die gute Performance aus der Vergangenheit beibehalten. Die zusätzliche Energie-Rückgewinnung mit der größeren Batterie waren mehr ein Hindernis als der erhoffte Glücksgriff. Bei Audi sah man sich nach der ganzen Entwicklungsarbeit gezwungen zum Konzept von 2013 zurückzukehren und mit einem modifizierten Diesel-Motor möglichst viel Ausgleich zu schaffen. Bei Toyota hingegen war man zwar mit der Entwicklung einige Wochen im Verzug, jedoch nutzte man die Entwicklungszeit besser und konnte ein 1000 PS starkes Fahrzeug ohne Abstriche vorstellen.
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    Im April folgte nach einer Vielzahl von Testfahrten endlich der langersehnte Saisonstart in Silverstone. Nach den ersten Rückschlägen hoffte man bei Audi die Probleme elegant überwunden zu haben und ging optimistisch ins Rennen. Doch der Paukenschlag folgte schon kurz nach dem Beginn. Die dunklen Wolken wurden immer dichter und überraschend setzte starker Regen ein. Die beiden Fahrzeuge von Audi waren auf Slicks unterwegs und verpassten den Moment um auf die Regenreifen zu wechseln. Mit einem Abstand von wenigen Minuten rutschten die Nummern 1 und 2 von der Strecke. Für Audi endete das erste Rennen mit dem schlechtesten Saisonauftakt in der Firmengeschichte. Bei Toyota behielt man einen kühlen kopft und fuhr schließlich auf die ersten beiden Podestplätze, gefolgt vom Neueinsteiger Porsche.

    Das zweite Rennen in Spa-Francorchamps gilt traditionell als Generalprobe vor Le Mans. Nach dem soliden Sieg von Toyota waren alle Augen auf die Japaner gerichtet. In einem packenden Qualifying schaffte es das Porsche Team sich auf die Poleposition zu setzten, dicht gefolgt von Toyota. Audi ging mit drei Fahrzeugen an den Start und brachte jeweils bei zwei Boliden das Aerodynamik-Paket für Le Mans zum Einsatz. Doch auch diese Neuerungen brachten nicht die erhoffte Verbesserung und man hatte schwer gegen die Konkurrenz zu kämpfen. Nach einem schwerfälligen Start von Audi und einer guten, jedoch nicht dominanten Leistung von Toyota wandelte sich das Feld in der zweiten Hälfte und es bildete sich ein harter Dreikampf zwischen Audi, Porsche und Toyota um die Podestplätze. Am Ende schafften es die Japaner erneut den Sieg für sich zu beanspruchen. Audi konnte aufgrund seines neuen Aerodynamik-Paketes jedoch zeigen, dass man den Weltmeistertitel nicht kampflos aufgibt.
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    Nach einem Monat Pause folgte das große Saisonhighlight. Die 24 Stunden von Le Mans standen auf dem Plan und Audi ging erneut als Titelverteidiger ins Rennen. Man hoffte auf dem vertrauten Terrain dem starken Toyota-Team die Stirn bieten zu können. Doch die ersten Tage verliefen alles andere als geplant. Nach einem Horrorunfall von Loic Duval und einem total zerstörten Fahrzeug noch vor dem Rennen folgte die nächste bittere Niederlage im Qualifying. Toyota schaffte es sich in einer spannenden Qualifikation die Poleposition zu holen und stellte zu gleich einen neuen Rekord auf. Kazuki Nakajima holte als erster Japaner die erste Startposition bei den 24 Stunden von Le Mans. Beflügelt von dieser Leistung ging Toyota erneut von ganz vorne ins Rennen. Einen Großteil des Rennens dominierte die Mannschaft aus Japan das Rennen und es sah alles nach einem Sieg aus. Doch in den frühen Morgenstunden des Sonntags sorgten technische Probleme dafür, dass Toyota schwer zu kämpfen hatte und die Führung schließlich abgeben musste. Der Verfolger Porsche übernahm nun die Spitze und konnte sich viele Stunden wacker gegen die beiden verbliebenen Audis verteidigen. Kurz vor Ende des Rennens sorgten jedoch auch bei Porsche technische Probleme für den Verlust der Spitze. Am Ende triumphierte Audi dank seiner Erfahrung und Konstanz in Le Mans.

    Die ungewöhnlich lange Sommerpause nutzten die Teams um die Fahrzeuge weiterzuentwickeln und mit den Erfahrungen aus Frankreich die Saison im texanischen Austin wieder aufzunehmen. Alle Blick lagen auf Audi und Toyota. Nach dem Sieg von Audi stellten sich viele die Frage, ob die Ingolstädter ihre alte stärke zurückgefunden haben oder ob Toyota wieder einmal das Maß aller Dinge ist? Das Rennen am Circuit of the Americas folgte einer ähnlichen Anspannung wie bei den Läufen zuvor. Audi, Porsche und Toyota kämpften auf Augenhöhe und lange Zeit waren alle Möglichkeiten offen. Ein heftiger Regenschauer und viele von der Strecke geratene Fahrzeuge sorgten für eine Rennunterbrechung. Audi hatte aus den Fehlern von Silverstone gelernt und war besser auf den plötzlichen Wetterwechsel vorbereitet. Nach den sechs Stunden fuhr Audi schließlich als erster über die Ziellinie und übernahm die Tabellenführung. Nach vier Rennen bewegten sich beide Mannschaften erstmals wieder auf Augenhöhe und Toyota hatte nach einer starker Performance in der ersten Jahreshälfte viel Vorsprung durch den verpatzten Le Mans-Sieg einbüßen müssen.
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    Die große Wende in dieser Saison folgte dann mit den 6 Stunden von Fuji. Für Toyota stand das Heimrennen vor der Tür und man hatte erstmals seit dem WEC-Einstieg die Chance, sich den Weltmeistertitel zu holen. Die Japaner hatten aus den Vergangenen Rennen gelernt und sahen sich in der Pflicht, zu Hause das Publikum mit einem Sieg zu belohnen und gleichzeitig wieder die Führung an sich zu reißen. Der Plan glückte und dank einer Vielzahl wichtiger Neuerungen am Fahrzeug schien der Groschen endlich gefallen zu sein. Der Sieg in Japan beflügelte das Team und man setzte nun alles daran den WM-Titel endlich zu gewinnen.

    Das nächste Rennen in Shanghai folgte nur wenige Wochen später. Für die Teams blieb nicht viel Zeit um die Wagen weiterzuentwickeln und man musste das beste aus dem Material herausholen. Die Fahrzeuge von Audi sind auf Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Spa, Le Mans und auch Shanghai ausgelegt. Nachdem man in Fuji mit dem Gegebenheiten zu kämpfen hatte, ging man optimistisch in das sechste Saisonrennen. Doch das Glück war nicht auf der Seite von Audi und man tat sich auch auf einer, sonst eigentlich dem Wagen gelegen Strecke, äußerst schwer. Der sechste Lauf ging erneut an Toyota, welche nach einem grandiosen Rennen erneut auf die ersten beiden Positionen fuhren.
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    Beim vorletzten Rennen in Bahrain war die Mannschaft aus Japan nicht mehr zu stoppen. Während Toyota von Rennen zu Rennen die eigene Technik verbesserte und dank eines ausgeklügelten Hybridkonzeptes immer bessere Ergebnisse liefern konnte, geriet das Team von Audi ins Stocken. Nach dem letzten Erfolg in Austin tat man sich immer schwerer Anschluss an die beiden Toyota zu finden und konnte keine Siege mehr einfahren. Das eigene Hybridkonzept war durch die Probleme vom Jahresanfang weit in der Entwicklung zurück. Entgegen aller Erwartungen kämpften man zwar noch in der WM um den Titel mit, hatte bei dem Rennen in Bahrain jedoch keine realistischen Chancen mehr auf einen Sieg. Hinzu kamen erschwerte Bedingungen durch den Neueinsteiger Porsche, welcher in der zweiten Jahreshälfte seine Performance gefunden hatte und sich mit jedem Lauf steigerte.

    Nach dem vorzeitigen Gewinn des Teamtitels in der Wüste von Bahrain schaffte es Toyota schließlich beim Saisonfinale in Brasilien sich auch den langersehnten Fahrertitel zu holen und so die beiden WM-Titel nach Japan zu bringen. In einem dramatischen letzten Lauf kämpfte Toyota über sechs Stunden gegen die beiden Porsche um das letzte Podium des Jahres. In der Schlussphase schaffte es Porsche nach langer harter Arbeit, den ersten WEC-Sieg in der Teamgeschichte einzufahren. Die beiden erfolgreichen Fahrzeuge von Toyota waren nach einer harten Saison am Ende ihrer Kräfte angelangt und mussten sich der Mannschaft aus Stuttgart geschlagen geben. Für Audi sollte auch das letzte Rennen nicht zur Besserung beitragen und man beendete das Jahr abgeschlagen, aber dennoch auf dem dritten Podestplatz.
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    Toyota hat gezeigt, das sich die harte Arbeit nach zwei Jahren Forschung und Entwicklung endlich ausgezahlt hat. Für die kommende Saison stehen einige, nicht zu verachtende Neuerungen wie die Beschränkung der Motoren- und Reifenanzahl auf dem Plan. Dies könnte die Chance sein für Audi zur alten Stärke zurückzufinden, da man in Sachen Verschleiß seit jeher sparsamer und konstanter unterwegs war. Voraussetzung ist jedoch, das die Ingolstädter im neuen Jahr mit einem besseren Antriebskonzept aufwarten können. Interessant wird die Entwicklung von Porsche sein, welche mit einem völlig neuen 919 Hybrid im kommenden Jahr starten wollen. Falls Toyota bei all der Leistung den Verschleiß nicht in den Griff bekommt und Audi trotz der Sparsamkeit nicht die nötige Leistung auf die Strecke bringt, könnte Porsche der freudige dritte sein.

    Bildquelle: Walter Schruff

  • Sportliches Reglement für 2015 veröffentlicht

    Die Saison 2014 ist zu Ende und die Gewinner der einzelnen Kategorien wurden auf der vergangenen Gala entsprechend ausgezeichnet. Zum Abschluss der Saison 2014 tagte das Endurance Committee der FIA zum letzten mal in diesem Jahr und beschloss bei dieser Sitzung die Änderungen für das neue Sportliche Reglement.
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    Die erste Neuerung die auf der gestrigen Tagung verabschiedet wurde betrifft die Überarbeitung der Qualifyings. Während bis zu diesem Jahr von zwei Fahrern die besten zwei Rundenzeiten für die Bildung der Fahrzeug-Rundenzeit herangezogen wurden, so vereinfacht man dieses Verfahren in der kommenden Saison, in dem nur noch die jeweils beste Rundenzeit von jedem der beiden Fahrer verwendet wird. Desweiteren wird die Zeit für jede Qualifying-Session jeweils von 25 auf 20 Minuten verkürzt, um die Schwierigkeit im Verhältnis zur sinkenden Anzahl benötigter Rundenzeiten zu erhalten.

    Wie bereits vor einiger Zeit bekannt wurde, so gibt es ab dem nächsten Jahr erstmals eine Obergrenze für die Anzahl der Reifensätze. Ein Reifensatz besteht jeweils aus vier Slick und vier Regenreifen.

     Klasse: Reifensätze pro 6-Stunden-Rennen: Zusätzliche Reifensätze für Qualifying und Training:
    LMP1 6x
    (Bahrain + Shanghai: 8x)
    4x
    LMP2 4x 3x
    GT-Pro/Am 6x 4x

    Eine Ausnahme bei der neuen Reifenregel bildet das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Für das Saison-Highlight gibt es keine vorgeschriebene Begrenzung und die Teams dürfen selbstständig über die verwendete Anzahl der Reifensätze entscheiden. Desweiteren gibt es ab dem nächsten Jahr keine Exklusiv-Verträge für Reifenhersteller mehr. Jeder interessierte Hersteller kann sich bei der FIA für eine entsprechende Kategorie anmelden. Der Einstieg eines Reifenherstellers ist geknüpft an die Bedingung, dass bei zwei Firmen in einer Kategorie jeder 50% der Teams beliefern muss. Bei drei Herstellern muss jeder mindestens 30% der Mannschaften versorgen.

    Nach dem äußerst schlechten Start der LMP1-L Subkategorie hat das Endurance Committee beschlossen die Aufteilung im kommenden Jahr abzuschaffen. Künftig gibt es nur noch eine LMP1-Klasse. Um eine Gleichberechtigung von Nicht-Hybrid-Fahrzeugen zu schaffen, gibt es in der neuen LMP1-Kategorie zwei getrennte Wertungen. Man orientiert sich an bestehenden GT-Serien, in denen es neben der Hauptwertung noch eine Wertung für die Privatfahrer gibt. In der LMP1 wird es eine Hybrid-Wertung (Vergabe von Weltmeistertitel für Fahrer und Team) sowie eine Nicht-Hybrid-Wertung (Vergabe von Titel für Fahrer und Team) geben.

    Neben diesen neuen Regelungen wurden die Vorab-Versionen von weiteren Neuerungen beschlossen, welche bei der Sitzung am 20. März verabschiedet werden. Die neuen Planungen sehen vor, dass die Mindestfahrtzeit in der GT-Pro Klasse von 45 Minuten auf 40 Minuten gesenkt wird.
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    Im nächsten Jahr soll eine Begrenzung für die Motoren erfolgen. Ähnlich wie in der Formel 1 wird es auch für die LMP1-Fahrzeuge eine begrenzte Anzahl an verfügbaren Motoren geben. Nach den neusten Planungen stehen jedem Fahrzeug nur noch fünf Antriebseinheiten zur Verfügung. Für alle Teams die neu in die LMP1-Klasse einsteigen, wird es im ersten Jahr sieben Motoren pro Jahr geben. Für die Testfahrten dürfen eigene Motoren ohne Begrenzung verwendet werden, welche jedoch nicht im Rennen benutzt werden dürfen. Diese Regelung beinhaltet ebenfalls die 24 Stunden von Le Mans. Keine Erwähnung finden hingegen die LMP2, GT-Pro sowie die GT-Am.

    Um dem Magerwahn der Rennfahrer entgegen zu wirken, wird im nächsten Jahr ein Mindestkörpergewicht für alle Rennfahrer eingeführt. Jeder Pilot muss mit Anzug und Helm mindestens 80kg auf die Wage bringen. Sollte er darunter liegen, so bekommt er entsprechende Zusatzgewichte zum Ausgleich ins Fahrzeug. Wie genau der Ein und Umbau der Zusatzgewichte beim Fahrertausch erfolgen soll ist jedoch noch nicht geregelt.

    Ebenfalls neu in der Planung ist der sogenannte Rookie-Testtag. Nach dem momentanen Entwurf werden alle LMP1-Teams verpflichtet, an einem Rookie-Testtag teilzunehmen. Jedes Team darf eigene Nachwuchsfahrer bestimmen, um diese einen Tag nach dem Saisonfinale in Bahrain ihre erste Testfahrt in einem LMP1-Boliden zu ermöglichen. Desweiteren wird die Anzahl von öffentlichen und privaten Testtagen der LMP1-Teams im nächsten Jahr begrenzt. Die genaue Anzahl wird derzeit noch bestimmt und auf der nächsten Sitzung bekanntgegeben.

    Quelle: Sportscar365

    Bildquelle: Walter Schruff

  • Porsche holt ersten WEC-Sieg

    Nach einem dramatischen Rennen hat das Porsche Team allen Grund zum Feiern. Die Stuttgarter holten im achten Rennen den ersten Sportwagensieg seit ihrem Comeback und zugleich ihren ersten Sieg in der WEC. Überschattet wurde die Freude jedoch von ein schwerer Unfall durch Mark Webber. In der Schlussphase raste der Australier ungebremst in eine Betonmauer, wobei sein Wagen komplett zerstörte wurde. Der zweite Platz ging an die frischgebackenen Weltmeister von Toyota, Sebastien Buemi und Anthony Davidson. Tom Kristensen welcher nach einer unglaublichen Karriere sein letztes Rennen bestritt, schaffte es zusammen mit seinen Audi-Teamkollegen den dritten Platz einzufahren.

    Porsche-Sieg-2014Die 4. Stunde

    Nachdem es in den ersten drei Rennstunden heiß her ging, blieb es in der zweiten Halbzeit ebenfalls spannend. In der LMP1-Klasse ereignete sich ein harter Kampf zwischen Audi #1 und Toyota #7 um den vierten Gesamtrang. Nach zahlreichen Runden schaffte es Lokalmatador Lucas Di Grassi sich in der vorletzten Kurve am Konkurrenten vorbei zu bremsen. Fast zeitgleich kämpften Bergmeister im Porsche #91 und Rees im Aston Martin #99 um die Führung in der GTE-Pro Klasse. Beim überrunden eines Amateure-Fahrzeuges dann der Schock. Der Brasilianer Fernando Rees schätzte die Situation falsch ein und stieß mit dem langsameren Fahrzeug zusammen. Dies kostete ihm viel Zeit auf den führenden Jörg Bergmeister im Porsche.

    Kurz darauf schaffte es der Audi #1 an dem auf dem dritten Rang liegenden Porsche #14 vorbei zu ziehen, welcher mit abgefahrenen Reifen zu kämpfen hatte. Marc Lieb steuerte seinen 919 Hybrid eine Runde später zum Reifenwechsel an die Box, wo er kurz darauf seinen vierten Platz an den Toyota #8 abgeben musste. Zirka 20 Minuten vor Ende der vierten Stunde blieb der SMP-Bolide mit der #37 auf der Strecke stehen. Aufgrund von Bergungsarbeiten beschloss die Rennleitung erneut eine Full Course Yellow-Phase auszurufen. Diese Zeit nutzen Aston Martin (#97) und Porsche (#14) um ihre Boxenstopps vor zu ziehen. Nach Auflösung dieser Phase schaffte es Buemi im Toyota #8 die Führung zu übernehmen.

    Die 5. Stunde

    In der vorletzten Rennstunde rollte der GTE-Am Klassenführer #95 langsam über den Kurs. Ein Reifenschaden am rechten Vorderrad minimierte den Vorsprung der Mannschaft auf die Verfolgergruppe. 10 Minuten später schaffte es der Ferrari-Junior James Calado in der Profi-Klasse die schnellste Runde des Rennens einzufahren und stellte somit erneut sein können unter beweis. Auf der anderen Seite der Strecke setzte Darren Turner im Aston Martin #97 zum überholen an der #51 an und tuschiert dabei das Fahrzeug. Beide drehen sich und rutschen von der Strecke.

    Ferrari-Brasilien

    Kurz vor Schluss der fünften Rennstunde kommt Ex-Formel-1 Weltmeister Fittipaldi in seinem Ferrari von der Strecke ab und sorgt für eine gelbe Flagge. Ungefähr 15 Minuten später übernimmt Porsche dank einer ausgeklügelten Boxenstrategie die Plätze eins und zwei. Durch einen Zusatz-Stopp musste die Nummer #20 jedoch die Führungsposition abgeben.

    Die 6. Stunde

    In der Finalen Rennstunde von Sao Paulo ging es nochmals drunter und drüber. Gleich am Anfang lieferten sich zwei alte bekannte erneut einen erbitterten Zweikampf. Porsche-Pilot Jörg Bergmeister #91 schaffte es Rundenlang seinen Konkurrenten Fernando Rees im Aston Martin #99 hinter sich zu halten. In der letzten Kurve überholte Rees jedoch den schnellen Deutschen. Bergmeister ließ aber nicht locker und setzte sich auf Start/Ziel-Geraden wieder neben Rees. Im Senna-S wurde es für beide Fahrzeuge dann zu eng und es kam zum Unfall, welcher Rees einige Positionen kostete. Als 40 Minuten vor Schluss der Toyota #8 an die Box kam, schaffte es der Porsche #14 die Gesamtführung zu übernehmen und sich einen Vorsprung raus zu fahren.

    Dann ein Schockmoment. Porsche Pilot Mark Webber fährt kurz vor Start und Ziel ungebremst in die Streckenbegrenzung und reißt einen 8-Star Ferrari (#90) mit. Den 919 Hybrid von Webber reißt es durch den Aufprall auseinander und der Bolide geht in Flammen auf. Laut letzten Meldungen geht es beiden involvierten Fahrern den Umständen entsprechend gut und befinden sich für Untersuchungen im Krankenhaus. Das Rennen wurde aufgrund des Unfalls hinter dem Safetycar bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h zu Ende gefahren.

    Bilder © fiawec.com

  • Halbzeit bei den 6 Stunden von Sao Paulo

    Die 1. Stunde

    Nach einem überaus starken Wochenende gingen die Stuttgarter von der ersten Startreihe aus in das letzte Rennen der Saison. Sowohl die 14 als auch die 20 kamen gut weg und konnten sich in der ersten Runde gut gegen den Rest des Feldes verteidigen. Doch es dauerte nicht lange und der Toyota #8 kam dem auf Position zwei liegendem Porsche rasch näher. Weniger positiv verlief der Start für den Audi mit der Startnummer 2. Bereits in der ersten Kurve kam es zu einer Kollision mit dem SMP-Fahrzeug #27. Der Audi rutschte als Folge dessen auf die siebte Position ab und hatte in den folgenden Runden schwer zu kämpfen um den Anschluss an das Feld nicht zu verlieren. Der G-Drive, welcher von der Pole ins Rennen ging, wurde durch diese Kollision blockiert und musste zusehen wie die LMP2-Konkurrenz an ihm vorbei zog.

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    Nach dem der Toyota #8 am Ende der zweiten Runde am Porsche vorbeiziehen konnte, entwickelte sich ein halbstündiger Kampf zwischen den beiden Fahrzeugen. Über viele Runden schenkten sich die beiden Fahrer keinen Meter und kämpften an fast jeder Kurve um die zweite Position. In der LMP2 hatte sich KCMG durch das Pech von G-Drive und SMP an die Spitze gesetzt und konnte sich ein bequemes Polster rausfahren. Der auf dem verfolgerplatz liegende SMP #37 schaffte es nach einigen Runden endlich aufzuschließen bis er Probleme mit seinem Lenkrad meldete. Was folgte war ein ungeplanter Boxenstopp für einen Lenkradtausch und ein abrutschen auf den letzten Platz der LMP2-Kategorie.

    In der LMP1-L war das Rennen für den Lotus nach nicht einmal 40 Minuten schon fast wieder vorbei. Pierre Kaffer meldete Getriebeprobleme und kam unplanmäßig an die Box. Es dauerte nahezu eine halbe Stunde bis das Team den Fehler beseitigen und das Rennen wieder aufnehmen konnte. Zur gleichen Zeit kam in der LMP2 der SMP #27 für einen Tankstopp an die Box. Der auf Position drei liegende G-Drive nutzte die Chance und konnte nun auch den zweiten SMP überholen. Zehn Minuten vor Schluss war erstmals erkennbar, dass man in der LMP1 auf der gleichen Strategie unterwegs war. Mit einem Abstand von nur wenigen Sekunden kamen aufeinander Folgend alle sechs Fahrzeuge für Reifen- und Fahrertausch an die Box.

    Die 2. Stunde

    Der Beginn der zweiten Stunde wurde von einem dramatischen Unfall überschattet. Nachdem der G-Drive sich wieder nach vorne gekämpft hatte, versagte die vordere rechte Bremse des Ligier JS P2 und das Fahrzeug raste ungebremst in die Mauer der ersten Kurve. Ein Regen von Trümmer verteilte sich über den Streckeabschnitt und die Rennleitung sah sich gezwungen eine Full-Course-Yellow-Phase auszurufen. Olivier Pla versuchte verzweifelt den Wagen in die Auslaufzone zu schleppen, scheiterte jedoch an der gebrochenen Vorderachse. Die Schäden am Fahrzeug waren so groß, dass die Mannschaft von G-Drive das Rennen vorzeitig beenden musste, eine Reparatur in der verbleibenden Zeit war nicht mehr möglich. Die Meisterschaft kann das Team jetzt nur noch gewinne, wenn der SMP #37 im laufe des verbleibenden Rennens ebenfalls ausscheidet.

    G-Drive

    In den beiden GT-Kategorien verlief die erste Stunde weitestgehend Reibungslos und es gab keine größeren Überholmanöver zu verzeichnen. Die beiden Ferraris hatten den Start nicht optimal erwischt und rutschten nach wenigen Sekunden auf die Plätze fünf und sechs ab. Nach gut einer Stunde und zehn Minuten, schaffte es der Wagen #51 mit Toni Vilander zum vor ihm liegenden Aston Martin #97 aufzuschließen. Als der Finne in der Kurve zum überholen ansetzten wollte, schätzte er die Lücke falsch ab und drängte den Aston Martin von der Strecke. In der GT-Am konnte sich der „Dänen-Bomber“ gut von den Verfolgern absetzten und kämpfte zwischenzeitlich mit den schnelleren Fahrzeugen der Pro-Wertung. In der zweiten Stunde bauten dann die Reifen ab und die #95 hatte es schwerer mit den Zeiten der Konkurrenz mitzuhalten. Im Senna-S kam der Aston Martin schließlich von der Strecke ab und nahm eine Abkürzung auf dem weg zurück. Für die Rennleitung war das ein unfairer Vorteil und die #95 wurde mit einer Durchfahrtsstrafe versehen.

    Die 3. Stunde

    Kurz nach dem Beginn der dritten Stunde kam es zu einer Kollision in der GT-Am Klasse. Der Porsche mit der #75 erwischte den Bremspunkt zu spät und schoss den 8-Star Ferrari mit der Nummer #90 ab. Für die Rennleistung war der abgeschossene Ferrari der Schuldige und wurde mit einer Boxen-Durchfahrtsstrafe belegt. Unweit von der Unfallstelle entfernt bleib der Lotus ohne vorherige Ankündigung von technischen Problemen am Streckenrand stehen. Nach einigen fehlerhaften Neustartversuchen schaffte es der Lotus sich erneut in die Box für eine weitere Reparatur zu schleppen.

    Der Ferrari von Emerson Fittipaldi hatte einen erstaunlich guten Start in das Rennen. Fast die Hälfte des Rennens verlief ohne Probleme für den 67-Jährigen und seine Teamkollegen. Als sich das Fahrzeug mit der #61 endlich in Angriffsstellung bringen konnte wurde der Wagen eine halbe Stunde vor Schluss Zusehens langsamer. Der Brasilianer hatte mühe eine kleine Steigung hoch zu fahren und blieb schließlich auf dieser stehe. Nach mehreren Minuten der Ungewissheit am Streckenrand schaffte er es den Wagen zurück zur Box zu bringen um nach einem längeren Aufenthalt das Rennen wieder aufzunehmen.

    Bilder © Endurance Archive / Walter Schruff

  • Porsche holt Pole in Brasilien

    Porsche dominierte an diesem Wochenende alle Trainingssessions. Im Qualifying unterstrichen die Deutschen ihre Gute Leistung erneut und landeten mit beiden Fahrzeugen in der ersten Startreihe.
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    Es ist der Porsche #20 von Bernhard, Hartley und Webber welcher sich vor das Schwesterauto #14 auf die Pole schob. Um 0,1 Sekunden mussten sich die Teamkollegen in der #14 geschlagen geben. Platz drei sicherte sich das Weltmeister-Duo Buemi und Davidson im Toyota #8. Die zweite Startreihe komplettiert der Audi mit der Startnummer #2. Der Toyota #7 landete nach einem schwierigen Qualifying auf dem fünften Platz. Auf Platz sechs landeten die Piloten vom Audi #1. In der LMP1-L Klasse sicherte sich die Nummer #12 von Rebellion Racing die Poleposition vor dem Schwesterauto #13, gefolgt vom Boliden des Lotus Teams.

    In der LMP2-Klasse konnte G-Drive das Tempo angeben und sich somit die Pole sichern. Nach dem verpassten letzten Trainingslauf holte sich KCMG den zweiten Startplatz, vor beiden Fahrzeugen von SMP.
    G-DRIVE
    Mit einer Zehntelsekunde Vorsprung holten sich Stefan Mücke und Darren Turner im Aston Martin #97 die Pole in der GTE-Pro Klasse, vor der Mannschaft vom Porsche #92. Knapp dahinter auf dem dritten Rang, landete der Aston Martin #99 von Rees, O’Young und MacDowell. Der zweite Porsche RSR 911 mit der Nummer #91 sicherte sich Platz vier. Die Mannschaft von Ferrari bildet in der GTE-Pro Wertung erneut das Schlusslicht. Die Junioren Rigon und Calado setzten sich im Teaminternen-Duell erneut gegen Bruni und Vilander durch.
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    In der GTE-Am Klasse holte das Dänische-Trio eine weiter Poleposition für Aston Martin (#95). Nur 0,092 Sekunden dahinter landete das Schwesterauto #98. Die zweite Startreihe besetzt Ferrari mit den Autos #81 und #61. Die Porsche von Prospee und Proton Competition schließen die Amateure-Wertung ab.

    Im morgigen Rennen wird es interessant zusehen sein ob Porsche die Pole verteidigen kann und den ersten Sportwagen-Sieg seit Jahrzehnten holen wird. Zudem wird Motorsport-Legende Tom Kristensen in seinem letzten Rennen nochmals alles geben um mit seinem Audi R18 ein gutes Abschlussresultat zu erzielen. In der LMP2-Klasse sind durch den Qualifyings-Ausgang die Karten um die Meisterschaft wieder gemischt und wir dürfen uns auf spannende Duelle gefasst machen.

    Bildquellen: #1,# 2,#3