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  • WEC 2022: Rekord-Starterfeld mit 39 Fahrzeugen

    WEC 2022: Rekord-Starterfeld mit 39 Fahrzeugen

    WEC-Starterfeld in Le Mans

    Mit ganzen 39 Fahrzeugen verzeichnet die 10. WEC-Saison ein Rekord-Starterfeld. Es gibt viele bekannte Gesichter, aber auch einige neue Namen, die das Feld bereichern.

    Erstmal kann die neue Spitzenklasse der WEC, die Hypercar-Klasse, sechs Teilnehmer vermelden. Neben dem amtierenden Meister Toyota Gazoo Racing, der mit zwei Toyota GR010 Hybrid zurückkehr, sind je ein Fahrzeug von Glickenhaus und Alpine gemeldet.

    Das größte Highlight des Jahres 2022 ist jedoch die Rückkehr von Peugeot in den Langstreckensport. Der französische Hersteller hat sich für die gesamte Saison zu einem Programm mit zwei Fahrzeugen verpflichtet. Unklar ist aber, bei welchem Rennen das Team sein Debüt geben wird. Peugeot hat bereits bestätigt, dass es den ersten Saisonlauf in Sebring verpassen wird.

    Da das Design und das Konzept des Wagens für die gesamte Dauer des Reglements (bis Juni 2025) homologiert sind, gibt es noch viel zu tun, bevor der Wagen wettbewerbsfähig ist. Eine erste Vorschau gab es aber bereits auf das neue Fahrzeug. Der Peugeot 9×8, der 2021 mit großem Tamtam vorgestellt wurde, präsentiere sich kürzlich bei Testfahrten in Aragon der Öffentlichkeit.

    Die LMP2-Klasse bleibt am beliebtesten

    In der WEC-Saison 2022 werden insgesamt 15 LMP2-Fahrzeuge bei den sechs Saisonrennen an den Start gehen. Etablierte Wettbewerber kehren zurück, aber es gibt auch einige neue Namen auf der Meldeliste. Zum ersten Mal in der Geschichte des aktuellen LMP2-Reglements werden alle Teams das gleiche Chassis verwenden (Oreca 07).

    Der amtierende Meister vom Team WRT ist mit zwei Fahrzeugen vertreten – eines in Partnerschaft mit Realteam Racing. Die anderen Hoffnungsträger für die Meisterschaft 2021, United Autosports und JOTA, werden ebenfalls mit zwei Fahrzeugen an den Start gehen.

    Prema, eigentlich bekannt aus den verschiedensten Formel-Meisterschaften, sind in den Langstreckensport gewechselt. Die Debütanten starten mit Louis Delétraz und Robert Kubica, den Fahrermeistern der ELMS 2021.

    Ein neues Team mit Sitz in Großbritannien hat wohl eine der stärksten Fahrerbesetzungen in der LMP2-Klasse zusammengestellt. Der Franzose Sébastien Bourdais fährt im Oreca 07 (Startnummer 10) zusammen mit Ryan Cullen und Audi-Werksfahrer Nico Müller.

    Auch das Team Penske hat sich entschieden, zum ersten Mal in der WEC anzutreten. Die US-Mannschaft hat auch ein beeindruckendes Fahreraufgebot zusammengestellt. Dane Cameron und Felipe Nasr werden an der Seite von Emmanuel Collard antreten, der aufgrund seines Alters von 50 Jahren für 2022 als Silberfahrer eingestuft wurde.

    Fünf Autos beim Abschied der GTE-Pro

    Porsche und Ferrari werden ihren Zweikampf in der LMGTE-Pro mit jeweils zwei Fahrzeugen fortsetzen. Bislang gab es in der Klasse nur eine größere personelle Veränderung: Neel Jani wurde im Auto mit der Startnummer 92 durch Michael Christensen ersetzt.

    Gianmaria Bruni und Richard Lietz werden weiterhin im Auto mit der Startnummer 91 fahren. Laurens Vanthoor und Frédéric Makowiecki unterstützen die beiden Porsche-Fahrzeuge jeweils für die Rennen in Sebring, Le Mans und Bahrain. Ferrari hält sich mit dem Fahrer-Lineup für beide Fahrzeuge aktuell noch bedeckt.

    Erstmals für eine ganze Saison mit am Start ist ein alter bekannter. Da die traditionelle Heimat von Corvette Racing in der IMSA für 2022 auf eine GT3-basierte Formel umgestellt wird, gibt es für die C8.R keine andere Möglichkeit, als unter GTE-Regeln in der WEC. Eine modifizierte Version des Autos wird in den USA antreten, während Tommy Milner und Nick Tandy mit der Startnummer 64 in der WEC um die Weltmeisterschaft kämpfen.

    Die Saison 2022 ist das letzte Jahr der GTE-Pro-Klasse und der GTE-Weltmeisterschaften für Fahrer und Hersteller. Im Jahr 2023 wird die Klasse für ein einziges Jahr durch die GTE-Am-Klasse ersetzt. Ab 2024 ist die Einführung eines GT3-basierten Regelwerks geplant.

    Stabilität in der LMGTE-Am

    In der LMGTE-Am bleibt es in der Startaufstellung fast beim Alten. Insgesamt 13 Fahrzeuge werden in der Saison 2022 an den Start gehen. Dazu gehören fünf Ferrari 488 GTE EVO, fünf Porsche 911 RSR-19 und drei Aston Martin Vantage AMR.

    Von den Porsche-Teams kehren sowohl Project 1 als auch Dempsey-Proton Racing mit zwei Fahrzeugen in die Klasse zurück. Der fünfte Porsche kommt von GR Racing.

    Die amtierenden Fahrer-Champions François Perrodo, Nicklas Nielsen und Alessio Rovera sind für 2022 in die LMP2-Kategorie gewechselt. AF Corse ist aber weiterhin mit zwei Autos in der GTE Am vertreten. Iron Lynx, Iron Dames und Spirit of Race vervollständigen das Aufgebot der italienischen Marke.

    Ben Keating ist auch 2022 wieder dabei, zusammen mit TF Sport und Aston Martin. Ebenso kehrt Paul Dalla Lanas Northwest AMR-Team und die japanische Mannschaft D’Station Racing wieder mit zurück.

    Die vollständige Teilnehmerliste gibt es hier zum nachlesen.

    Bild #1 © 2021 Marius Hecker/AdrenalMedia.com (FIA WEC-Pressematerial)

    Bild 2 © Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk)

  • Neues Jahr, neue Saison & neue Starterliste

    Neues Jahr, neue Saison & neue Starterliste

    Nachdem unsere Dezember-Folge ausfallen musste, melden wir uns nun mit Staffel drei des Podcast und einem Blick auf die Starterliste zurück.

    Die Pandemie machte nicht nur der WEC zu schaffen, auch bei uns gab es krankheitsbedingte Ausfälle zu vermelden, weshalb der Podcast einen Monat lang pausieren musste. Doch nun sind wir alle wieder fit und starten mit einem Blick auf die neue Starterliste in die 10. WEC-Saison.

    Wir wünschen Euch viel Spaß beim anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • WEC 2022: Was die neue Saison für uns bereithält

    WEC 2022: Was die neue Saison für uns bereithält

    Die neue WEC-Saison steht vor der Tür und wir möchten einen kleinen Ausblick wagen, auf was wir uns 2022 freuen dürfen.

    Wir starten in ein neues Kalenderjahr und erwarten bereits in wenigen Monaten den Beginn der neuen FIA WEC-Saison 2022. Anders als 2020 bzw. 2021. wird die Corona-Pandemie keinen schwerwiegenden Einfluss mehr auf das Geschehen der Langstrecken-WM haben.

    Rückkehr in die USA

    Die Zeichen stehen gut, dass nach zweijähriger Zwangspause die FIA WEC wieder an den Sebring International Raceway zurückkehrt. Vorausgesetzt, die aktuelle Corona-Situation verändert sich nicht ins negative, sollte dem Saisonauftakt mit den 1000 Meilen von Sebring sowie dem gleichzeitig stattfindenden 12 Stunden von Sebring IMSA-Rennen nichts im Wege stehen.

    Vertraute Gesichter an bekannten Orten

    Im Kalender kehrt langsam, aber sicher wieder so etwas wie Normalität ein. Die 6 Stunden von Spa-Francorchamps behalten den bekannten Termin Anfang Mai. Aktuell werden noch Arbeiten an der Strecke durchgeführt, um die Folgen der verheerenden Flutkatastrophe vom August 2021 zu beseitigen. Doch bis zum Rennen sollte hier wieder alles voll nutzbar sein.

    Die 24 Stunden von Le Mans kehren wieder an den traditionsreichen Slot im Juni zurück, was zuletzt im Sommer 2019 der Fall war. Die 6 Stunden von Monza haben sich ebenfalls fest etabliert und verbleiben im Kalender. Die beiden Übersee-Rennen im Herbst sollen nach viel Unsicherheit der vergangenen Jahre dieses Mal definitiv in Japan und Bahrain stattfinden.

    Der offizielle Kalender für 2022:

    • Prolog (Sebring) – 12. – 13.März
    • 1000 Meilen von Sebring – 18. März
    • 6 Stunden von Spa-Francorchamps – 7. Mai
    • 24 Stunden von Le Mans – 11. – 12. Juni
    • 6 Stunden von Monza – 10. Juli
    • 6 Stunden von Fuji – 11. September
    • 8 Stunden von Bahrain – 12. November

    Ein neuer Teilnehmer betritt die Bühne

    Auch wenn die Hypercar-Ära im Jahr 2021 einen eher bescheidenen Start hinlegte, so stehen doch spannende Zeiten mit einer Vielzahl an Werksteams bevor. Einer der ersten großen Namen, der erstmals 2022 teilnehmen wird, ist Peugeot. Mit dem „9X8“ getauften Hypercar werden die Franzosen im Laufe des Jahres ihr Debüt geben.

    Der erste Shakedown des neuen Fahrzeugs fand bereits im Dezember statt. Wir können davon ausgehen, dass die Werksmannschaft sich ausgiebig Zeit zum Testen nimmt, bevor das erste Rennen erfolgt. Ist die Homologation für den Rennbetrieb abgeschlossen, dürfen keine großen Änderungen mehr am Fahrzeug erfolgen. Es wäre deshalb nicht verwunderlich, wenn wir Peugeot erst kurz vor oder sogar nach Le Mans begrüßen dürfen.

    Ein neuer Name für ByKolles

    Auf Reddit teilte ein Nutzer seine spannende Entdeckung im Zusammenhang mit dem ByKolles-Team Ende vergangenen Jahres. Die PMC GmbH, welche im direkten Zusammenhang mit dem in Greding beheimateten Team ByKolles steht, hat sich die Markenrechte am Namen „Vanwall“ gesichert.

    Vanwall ist ein Team aus der Gründungszeit der Formel 1 in den 1950er Jahren und konnte neun Rennen sowie einen Konstrukteurstitel 1958 gewinnen. Im Sportwagen-Bereich war das Team bisher jedoch nie zu finden.

    Fakt ist, dass die Firma rund um das ByKolles-Team ein eigenes LMH-Fahrzeug entwickelt. Finale Daten und Fakten stehen bisher aber noch aus. Einzig Tom Dillman und der Argentinier Esteban Guerrieri wurden als offizielle Test- und Entwicklungsfahrer bestätigt.

    Die LMDh-Fahrzeuge kündigen sich an

    Bereits in der ersten Jahreshälfte 2022, ein Jahr vor dem Debüt des neuen Wagentyps, werden wir die ersten Boliden zu Gesicht bekommen. Den Auftakt macht Porsche, die bereits in der Testphase mit dem neuen Wagen sind. 2023 wird die deutsche Mannschaft ein Doppel-Programm in WEC und IMSA bestreiten.

    Ein weiterer Name aus Deutschland, der die LMDh-Bühne betritt, ist Audi. Das Traditionsteam bestätigte kürzlich René Rast und Nico Müller als Werksfahrer für das neue WEC-Programm mit 2-Fahrzeugen. Start für die Ingolstädter wird ebenfalls das WEC-Jahr 2023.

    Ein letztes Jahr mit der LMGTE-Pro

    Die WEC-Saison 2022 wird ein Abschiedsjahr für die bekannte LMGTE-Pro-Klasse. Ein letztes Mal geben sich Ferrari und Porsche mit ihren Werksteams hier die Ehre und und kämpfen um den WM-Titel. 

    Unterstützung bekommt das Feld durch einen überraschenden Neuzugang. Der US-Hersteller Corvette hat sich erstmals mit einem Fahrzeug zu einer ganzen WEC-Saison verpflichtet und wird dem Finaljahr zusätzliche Spannung verleihen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Im Gespräch mit Ben Keating

    Im Gespräch mit Ben Keating

    Kaum einer kennt den GT und GTE-Sport so gut wie Ben Keating. Der US-Amerikaner war schon in den verschiedensten Fahrzeugen am Start und ist ein fester Bestandteil der Szene. Beim Saisonfinale in Bahrain hatten wir die Gelegenheit mit ihm über die bisherige und die neue GT-Klasse der WEC zu sprechen.

    Wie kommt es, dass du ausgerechnet mit TF Sport in der WEC am Start bist?

    Die Mannschaft von Tom Ferrier (TF Sport) ist echt klasse. Sie sind noch nicht so lange Teil der WEC und haben sich bereits einen Namen in der Serie machen können. Im vergangenen Jahr haben Sie sogar die Meisterschaft angeführt. Es ist eine tolle Atmosphäre und ich genieße die Zeit mit dem Team.

    Der Sieg beim vorletzten Rennen (6h Bahrain 2021) war doch sicher eine zusätzliche Motivation für das Team, oder?

    Historisch gesehen ist der Aston Martin in Bahrain schon immer etwas besser unterwegs gewesen. Zuletzt 2020, da war TF Sport mit beiden Fahrzeugen im Quali ganz vorn. Doch dieses Jahr war alles etwas anders, da die Startzeit eher war und die Temperaturen höher. Insofern war auch ein Podium nicht wirklich sicher – doch die Freude bei uns umso größer.

    Wie schätzt du die derzeitige Situation in der GTE-Klasse ein. Wird Sie dir fehlen?

    Die Situation ist kompliziert derzeit. In Bahrain zum Beispiel ist der Porsche bei Nacht rund eine Sekunde schneller auf weichen Reifen als wir. Entsprechend schwierig ist es nach dem Sonnenuntergang für uns das Tempo mitzugehen. Anders ist hingegen die Ausgangslage im Kampf gegen die Ferrari. Diese profitieren derzeit sehr von der BoP, da Aston Martin nach dem Werksausstieg völlig vergessen wurde. 

    Wie wirkt sich das Fehlen vom Aston Martin-Werksteam denn auf Euch aus?

    Bis zuletzt waren wir in der AM-Klasse gleich schnell wie die Ferrari. In der GTE-Pro waren die Werksfahrzeuge jedoch langsamer und haben zum Ausgleich einen Boost durch die BoP bekommen. Dieser Boost wurde jedoch auch auf die AM-Ferrari angewendet, da es die gleichen Fahrzeuge sind. Das geht schon die ganze Saison so hin und her. Für die Aston Martin im Feld besteht diese Option oder ein anderer Ausgleich nicht. Es gibt kein Aston Martin PRO-Team mehr, dass zusätzliche Fahrzeug-Optimierungen einbringen könnte.

    Weil du die fehlenden Pro-Fahrzeuge gerade ansprichst, was ist mit denen eigentlich passiert nach dem Werksausstieg?

    Die fahren alle in der AM-Klasse. Unsere derzeitigen Fahrzeuge sind die Pro-Boliden der vergangenen Saison.

    Im Blick auf die kommenden Jahre wird es mit einer Klasse auf GT3-Basis einen echten Neuanfang geben. Wie stehst du zu den Änderungen?

    Ich freue mich doch schon sehr darauf. Schaut man sich die aktuellen Umstände wie zum Beispiel, das Ausbleiben neuer Evo-Kits für die nächste Saison, immer weniger Hersteller und die fehlende Weiterentwicklung an, so ist es ein guter Schritt. Die neue GT-Klasse macht es aber auch härter für mich ein gutes Gefühl bei Ausgaben für die aktuelle GTE-Klasse zu haben, da diese absehbar enden wird. Hätte ich nicht schon so viel Geld ausgegeben, würde ich vermutlich nur noch in GT3 investieren und die verbleibende GTE-Zeit aussitzen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Ein Saisonfinale und seine Folgen

    Ein Saisonfinale und seine Folgen

    Die WEC-Saison 2021 ist vorbei und ging mit einer großen Kontroverse über die Bühne. Wir blicken zurück auf die Ereignisse in Bahrain.

    In der Wüste von Bahrain wurden die letzten beiden Rennen der FIA WEC-Saison 2021 ausgetragen. Während der siebte Lauf unspektakulär über die Bühne ging, war die Stimmung beim Finale umso hitziger. Wir werfen einen Blick auf die neuen Weltmeister und sprechen ausführlich über das Duell zwischen Porsche und Ferrari.

    Wir wünschen Euch viel Spaß beim anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • Die Sieger und Weltmeister im WEC-Finale von Bahrain

    Die Sieger und Weltmeister im WEC-Finale von Bahrain

    Die Sieger von Toyota auf dem Podium

    Mit den 8 Stunden von Bahrain ging auch die neunte WEC-Saison zu Ende. Toyota gelang es nicht nur den Sieg beim Finale, sondern auch den ersten Hypercar-Weltmeister-Titel der WEC-Geschichte einzufahren.

    Gleich zu Beginn in der Startphase ließen sich die Japaner überraschend unter Druck setzen und machten der Alpine (#36) ausreichend Platz, damit diese in Führung gehen konnte. Die beiden Toyota #7 und #8, welche im Finale noch gegeneinander um den WM-Titel kämpften, starteten eine Aufholjagd. Nach knapp einer halben Stunde war der Rückstand aufgeholt und der Schlüsselmoment im Kampf um den Hypercar-Sieg erreicht.

    Nach einem teaminternen Duell über acht Stunden schaffte es der Toyota mit der Startnummer #8 zuerst über die Ziellinie. Für das Trio Nakajima / Buemi / Hartley war es der dritte Sieg in dieser Saison. Den Kampf im Finale um den WM-Titel holte jedoch das Trio im Toyota #7 Lopez / Kobayashi / Conway. Die Alpine #36 beendete die Saison auf Podest- & WM-Platz drei.

    Im Kampf um die LMP2-Trophäe lieferten sich das Team WRT, die JOTA-Mannschaft und United Autosports USA einen sehenswerten Dreikampf über die volle Renndistanz. Gleich zu Beginn geriet die US-Mannschaft unter Druck und musste sich nach hinten verteidigen. Jeder der drei Titelanwärter ging bis an seine Grenzen und nutzte jeden Millimeter auf der Strecke aus.

    Mehre spannende Kopf-an-Kopf-Duelle, unterschiedliche Boxenstopp-Strategien und ein völlig unvorhersehbarer Rennausgang machten das LMP2-Finale extrem spannend. Den Sieg und auch den Meistertitel holte im ersten WEC-Jahr das Team WRT. Die Plätze zwei und drei in Bahrain fuhren die beiden JOTA #38 und #28 ein.

    Ferrari gegen Porsche im Duell

    Kontroverser WM-Ausgang in der LMGTE-Pro

    Auf Augenhöhe starteten Ferrari und Porsche in die letzten 8 Stunden der Saison 2021. Jede Minute im Rennen wurde um die Führung zwischen dem Ferrari #51 und dem Porsche #92 gestritten, da die Führung auch einen möglichen Sieg und die entscheidenden Punkte im WM-Kampf bedeuten würden.

    Selten hat es einen so ausdauernden Kampf in der LMGTE-Pro gegeben wie in diesem Jahr. Besonders an die Grenzen gingen die Fahrer in der letzten Stunde, wo mit jeder Runde mehr und mehr die Streckenbegrenzung überschritten wurde. In den letzten zehn Minuten des Rennens kam es schließlich zum entscheidenden Moment.

    Im Zweikampf zwischen dem Porsche #92 und dem Ferrari #51 versuchte United Autosports zu überrunden und zwang den in Führung liegenden Porsche zur Notbremsung. Ferrari hatte kaum Zeit dem zu entgehen und fuhr auf den Porsche auf, beschädigte seine Frontpartie. Der Porsche drehte sich und verlor seine Führung. Daraufhin ordnete die Rennleitung eine Rückgabe der Führung an Porsche an. Diese nutzten jedoch nicht den Moment, als der Ferrari verzögerte zum vorbeigehen und bogen in die Box zum geplanten Stopp ab.

    Ferrari setzte sein Rennen unbeirrt fort und holte vorläufig den Rennsieg und WM-Titel 2021. Ob es dabei bleibt, müssen die Rennleiter im Anschluss klären und die Daten genau auswerten. Sollte es dabei bleiben, wäre die #51 Renn- und WM-Sieger. Der Porsche #92 wäre damit zweiter in Lauf und Vize-Meister der LMGTE. Der dritte Platz im Rennen ging hingegen definitiv an den AF Corse-Ferrari #52, der ohne Kontroversen ins Ziel kam. Der dritte Platz im WM-Kampf hingegen geht bestätigt an den Schwester-Porsche #91.

    Die LMGTE-Am Meister in der #83

    Ferrari im Glück, Aston Martin in der Box

    Die Meisterschaftskämpfe in der LMGTE-Am waren gezeichnet von Pleiten, Pech und Pannen. Die Titelanwärter im TF Sport-Aston Martin hatten mit technischen Problemen und Schäden durch Rennkontakte zu kämpfen. Ohne wirklich Chance verloren Sie das Rennen in der Box. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch den Aston Martin #98, der spätestens nach einem Kontakt mit dem Ferrari #57 zu viel Zeit in der Box verlor und keine Chancen auf dem Rennsieg mehr hatte.

    Ebenfalls schwierig war die Ausgangslage für die Porsche-Boliden im letzten Rennen. Die #88 von Dempsey-Proton Racing war nach einem Dreher nicht mehr in der Lage, das Rennen fortzusetzen und auch der Project 1-Porsche wurde nach einer Strafe völlig aus dem Takt gebracht. Am Ende fuhr das Trio vom AF Corse #83 auf den ersten Podiumsplatz, was zugleich auch die Entscheidung im WM-Kampf brachte. Die Ränge zwei und drei bei den 8 Stunden von Bahrain sicherten sich Dempsey-Proton Racing #77 sowie der Project 1-Porsche #56.

    Einen detaillierten Verlauf Rennereignisse gibt es zum nachlesen in unserem Live-Ticker. Die Rundenzeiten und alle Platzierungen gibt es hier aufgelistet.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Im Live-Ticker: Die 8 Stunden von Bahrain 2021

    Im Live-Ticker: Die 8 Stunden von Bahrain 2021

    Porsche startet von der Pole ins letzte Rennen 2021.

    Mit den 8 Stunden von Bahrain findet die WEC-Saison 2021 ein Ende. Alle Rennereignisse werden von uns in Deutsch und Englisch festgehalten.

    With the 8 Hours of Bahrain, the 2021 WEC season comes to an end. All race events will be written by us in German and English.


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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk)

  • Die Ergebnisse vom letzten Qualifying 2021

    Die Ergebnisse vom letzten Qualifying 2021

    Der Toyota #7 im Qualifying

    Zum letzten Mal in der Saison 2021 starteten die WEC-Teilnehmer ins Qualifying – ohne große Überraschung. Die Ergebnisse der Session haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

    Auch beim letzten Rennen geht Toyota von der Poleposition aus an den Start. Ähnlich wie am Wochenende zuvor war es ein Toyota, der sich die beste Platzierung im Starterfeld sichern konnte. Das Trio Conway/Kobayashi/Lopez im Wagen Nummer 7 schaffte es die schnellste Rundenzeit (1:46.250) einfahren und das Schwesterfahrzeug #8 mit 0,290 Sekunden Abstand auf Rang zwei zu verweisen. Alpine war mit 0,775 Sekunden Distanz ebenfalls in Schlagweite, schaffte es jedoch nicht an den Japanern vorbei.

    Beim Kampf um die LMP2-Pole ging es auch zum Abschluss besonders heiß her. Die ersten drei Plätze konnten alle eine 1:49er Rundenzeit in den Asphalt brennen und machte es bis zum Schluss spannend. Am Ende hatte die #22 von United Autosports USA mit seiner 1:49.525 den besten Wert vorzuweisen und konnte die Spitzenposition beanspruchen. Die Ränge zwei und drei gingen an Realteam Racing (#70) und JOTA (#38).

    Der Porsche #92 im Qualifying

    Porsche erneut vor Ferrari

    Trotz leichter Anpassungen in der BoP gelang es Ferrari im Qualifying nicht, an Porsche vorbeizukommen. Das Trio der #92 (Estre/Jani/Christensen) fuhr mit seiner 1:56.041 ganze 0,160 Sekunden schneller als der Ferrari #51 auf Startplatz zwei. Das Bild wiederholt sich auch auf den Plätzen drei und vier. Der Porsche #91 liegt hauchdünn vor dem zweiten AF Corse-Boliden #52. Zwar ist eine Verbesserung der Rundenzeiten im Vergleich zum letzten Qualifying zu erkennen, doch ob es reichen wird für den Titel ist fraglich.

    Ganz anders das Kräfteverhältnis in der kleinsten WEC-Klasse. Hier wurde die Spitze im Qualifying von Ferrari dominiert. Die Poleposition im letzten Qualifying 2021 machte das Trio von Cetilar Racing (#47) klar, dicht gefolgt vom AF Corse-Wagen (#83) auf zwei und dem Iron Lynx-Ferrari #85 auf drei.

    Alle Rundenzeiten der Hypercar- sowie LMP2-Klasse gibt es hier zum Nachlesen. Die Ergebnisse von LMGTE-Pro und LMGTE-Am haben wir hier verlinkt. Das Saisonfinale in Bahrain wird am Samstag ab 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit gestartet und über acht Stunden ausgetragen. Wer das Rennen wann und wo überträgt, erfahrt Ihr in dieser Übersicht.

  • Toyota gewinnt das Hitze-Rennen in Bahrain

    Toyota gewinnt das Hitze-Rennen in Bahrain

    Toyota gewinnt in Bahrain

    Toyota trotze der Wüstensonne im vorletzten WEC-Rennen 2021 und gewinnt bei den 6 Stunden von Bahrain. Der LMGTE-Pro-Sieg ging an das Porsche-Werksteam.

    Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius, eine Strecke mit wechselten Bedingungen und unterschiedlich starker Reifenbelastung waren prägend für das fünfte Saisonrennen der FIA WEC. Die schwierigen Wüsten-Bedingungen machten es den Teams extrem schwer, Attacken zu starten, ohne einen größeren Schaden zu riskieren. Entsprechend ruhig und verhalten war die Action auf der Strecke.

    Bei den Hypercars kämpfte Toyota auf weiter Flur gegen sich selbst. Die #36 von Alpine war im Gegensatz zu den Konkurrenten von Glickenhaus zwar angereist, hatte jedoch keine Chance, das Tempo der Japaner mitzugehen. Nach sechs Stunden konstanter Leistung holte die #7 den Sieg im Rennen. Die Plätze zwei und drei gingen an den Schwesterwagen #8 und den Alpine #36.

    Porsche während des Boxenstopps

    Im Kampf und die LMGTE-WM ging es ebenfalls ruhiger zur Sache. Porsche und Ferrari reduzierten die Anzahl der Zweikämpfe auf das nötige Minimum und riskierten nicht wirklich viel. Dank der veränderten BoP-Einstufung für Ferrari kurz vor Rennbeginn hatte der Porsche leichtes Spiel und konnte bequem einen Start-Ziel-Sieg einfahren.

    Der Porsche 911 RSR mit der Startnummer #92 kam vor den Teamkollegen in der #91 über die Ziellinie. Ferrari schaffte es über die gesamte Renndistanz nicht vorbei und brachte seine Wagen #51 und #52 auf die Ränge drei und vier.

    Die Privatteams als einziger Hoffnungsschimmer

    Ohne die privat eingesetzten Fahrzeuge wäre das ohnehin schon glanzlose Rennen ein wahres Trauerspiel geworden. Einzig die Wagen der LMP2 und LMGTE-Am boten einige Überraschungsmomente und sorgten für Abwechslung im Rennen. Aufgrund der vollen Starterfelder gab es in beiden Klassen des Öfteren kleine Rad-an-Rad-Kämpfe und Positionsduelle.

    Doch auch hier sorgten die ungleichen Streckenbedingungen sowie die Wüstenhitze für Materialermüdung. Besonders die Hinterrad-Bremsen streikten im letzten Renndrittel und machten zusätzliche Boxenstopps nötig.

    LMP2 und LMGTE-Am Fahrzeuge im Rennen

    In der LMP2-Klasse fuhr das Team WRT den Sieg ein, nachdem die Mannschaft zur Halbzeit in Führung gehen konnte. Knapp dahinter landete die JOTA-Mannschaft mit der #28 sowie #38 auf den Rängen zwei und drei.

    Den Sieg in der LMGTE-Am schnappte sich der Aston Martin #33 von TF Sport. Das Team zeigte eine starke Leistung im Rennen und verwies die den Dempsey-Proton Porsche #77 auf den zweiten Platz. Auf Platz drei landete ebenfalls ein Porsche – die #56 vom Team Project 1.

    Alle Ergebnisse des Rennens gibt es chronologisch in unserem Live-Ticker zum nachlesen. Die Rundenzeiten und finalen Ergebnisse der 6 Stunden von Bahrain gibt es auf dieser Seite. Das Saisonfinale der WEC findet bereits sieben Tage später, am 06.11.2021, statt und bekommt eine verlängerte Renndistanz. Insgesamt werden hier acht Stunden gefahren, die bei Tag beginnen und in der Nacht zu Ende gehen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)