Der Höhepunkt der FIA WEC-Saison 2021 steht kurz bevor. Wann und wo die 24 Stunden von Le Mans live verfolgt werden können, verraten wir in unserem TV-Guide.
Eurosport besitzt die europaweiten Rechte für die Übertragung des Rennens und zeigt die 24 Stunden live auf Eurosport 1. Zusätzlich wird es wieder eine Show mit Rekordsieger Tom Kristensen vor dem Rennen geben.
Der Sender, der sich im Besitz von Discovery befindet, hat jedoch für 2021 auch eine größere Anzahl von Sublizenzvereinbarungen auf dem gesamten Kontinent abgeschlossen. Durch diesen Deal zeigen RTL7 in den Niederlanden, RTLnitro in Deutschland und TV2 in Dänemark das gesamte Rennen live. Die genauen Sendezeiten für Le Mans findet Ihr in unserem TV-Guide.
Die Livestream-Angebote im Überblick
Im Eurosport Player, dem Online-Angebot des Senders, wird das gesamte Rennen ebenfalls übertragen. Die ersten drei Läufe der WEC-Saison wurden nicht nur im englischen Originalton, sondern auch in Deutsch, Französisch und Ungarisch vom Eurosport-Team kommentiert. Für Le Mans bleibt allerdings noch abzuwarten, in welcher Form die Online-Übertragung erfolgen wird.
Bei früheren Ausgaben des Rennens wurde auch ein „Ambiente“-Feed angeboten, der sich perfekt für die Synchronisierung mit dem Radiokommentar von Radio Le Mans eignet. So kann man das authentische Le-Mans-Erlebnis vom Sofa aus erleben! Ein einmonatiger Pass für den Eurosport Player kostet etwa 7 Euro. Die Apps sind für iOS, Android und die meisten Smart-TV-Betriebssysteme verfügbar.
Eine weitere Option ist die FIA WEC-App, die während der gesamten Rennwoche die gesamte Berichterstattung über den offiziellen World Feed bietet. Der Kommentar ist allerdings nur auf Englisch verfügbar. Der Rennpass kostet 9,99 €.
Alle Informationen zum Jahreshighlight, der Strecke und den Sendezeiten gibt es in unserem Kalender. Einen kompletten Überblick der Sendezeiten zu den 24-Stunden von Le Mans gibt es in unserem TV-Guide.
Die Startnummer sieben von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López wird die 89. Auflage der 24 Stunden von Le Mans von der Pole aus in Angriff nehmen. Im 30-minütigen Kampf und die Hyperpole legte der Toyota am Donnerstag die schnellste Rundenzeit vor.
Der Japaner Kobayashi übernahm das Steuer des Fahrzeugs mit der Startnummer 7 und verschwendete keine Zeit. Gleich auf seiner ersten Runde legte er eine 3:23,900 hin. Diese Zeit war die mit Abstand schnellste, die bisher in diesem Jahr gefahren wurde. Damit setzte er eine eindrucksvolle Bestmarke im ersten Jahr des neuen Le Mans Hypercar-Reglements.
Nach den ersten fliegenden Runden wurde die Sitzung wegen eines Unfalls unterbrochen. Der Porsche mit der Startnummer 92 verunfallte Ausgangs der Indianapolis-Kurve. Als die Session wieder freigegeben wurde, versuchte der Neuseeländer Brendon Hartley im Toyota mit der Startnummer 8, die Zeit von Kobayashi zu unterbieten. Seine Zeit von 3:24.196 reichte jedoch nur für den zweiten Platz in der Startaufstellung.
Alpine und die #708 Glickenhaus werden sich die zweite Startreihe teilen. Zum ersten Mal in dieser Woche fuhren die beiden Autos Zeiten unter 3:25. Die #709 Glickenhaus war die fünftschnellste mit einer Rundenzeit von 3:27.66.
Aufregung in LMGTE-Pro
Die Pole in der LMGTE-Pro ging an den privat eingesetzten Porsche 911-RSR von Hub Auto Racing (#72). Pilotiert wurde er vom belgischen Fahrer Dries Vanthoor. Der AF Corse-Ferrari mit der Startnummer 52 hatte die meiste Zeit des Rennens die Nase vorn, aber Vanthoors letzter Versuch war gut genug, um dem taiwanesischen Team die etwas überraschende Pole-Position zu sichern.
Neben dem Überraschungssieger startet der Ferrari #52 ins Rennen. Die zweite Startreihe wird von der Corvette Racing C8.R #64 angeführt, die mit dem ehemaligen Le-Mans-Sieger Nick Tandy am Steuer ein beeindruckendes Tempo vorlegte.
Kévin Estre sorgte mit seinem Porsche 911 RSR-19 #92 für eine kurze Unterbrechung der Hyperpole-Session. Grund war ein schwerer Unfall in der Indianapolis-Kurve. Der Franzose, der derzeit zusammen mit seinem Teamkollegen Neel Jani die WEC-Meisterschaft anführt, verlor in der Linkskurve das Heck des Porsche und landete in den Leitplanken auf der rechten Fahrerseite. Estre blieb offenbar unverletzt, aber die Porsche-Mechaniker werden einiges an Arbeit vor sich haben, um das Auto zu reparieren.
JOTA auf eins in der LMP2
Die Pole-Position in der LMP2-Klasse holte sich der JOTA mit der Startnummer 38. Der Vorsprung auf den Team WRT Oreca #41 betrug eine beeindruckende halbe Sekunde. Antonio Felix da Costa war der einzige Fahrer, der in der LMP2-Klasse unter 3:27 Minuten blieb. Die britische Mannschaft scheint das Team zu sein, das es 2021 auf dem Circuit de la Sarthe zu schlagen gilt.
Louis Deletraz fuhr die zweitschnellste Zeit für das derzeit in der ELMS führende Team WRT. Die Autos mit der Startnummer 65 von Panis Racing und die mit der Nummer 26 von G-Drive Racing werden am Samstag aus der zweiten Reihe starten.
Porsche in Startreihe eins der LMGTE-Am
Auch im LMGTE-Am war ein Porsche an der Spitze. Die Startnummer 88 von Dempsey-Proton Racing holte die Pole vor der #86 von GR Racing. Dritter wurde der Porsche mit der Startnummer 56 von Project 1. Cetilar Racing war stellte mit seiner Startnummer 47 den schnellsten AM-Ferrari in der Hyperpole-Session.
Die vollständige Auflistung der Hyperpole-Zeiten gibt es hier.
Die Rennwoche in Le Mans startete am Mittwochabend mit dem ersten Qualifying. Alle Teilnehmer kämpften um die Teilnahme in der wichtigen Hyperpole-Session. Nur die besten sechs jeder Klasse nehmen am speziellen Ein-Runden-Format am Donnerstag teil. Entsprechend hoch waren die Einsätze für alle Beteiligten.
Deutliche Verbesserung der LMH-Rundenzeiten
Der Japaner Kamui Kobayashi war Schnellster in der Hypercar-Klasse und erzielte im Toyota GR 010 Hybrid #7 eine Bestzeit von 3:26,279. Damit verbesserte der Japaner die Testtags-Bestzeit um rund drei Sekunden. Zweitschnellster war Matthieu Vaxiviere im 36er Alpine Elf Matmut mit 0,8 Sekunden Rückstand. Auf Platz drei folgt der Toyota mit der Startnummer 8.
Glickenhaus Racing konnte nach der Überraschung am Testtag diesmal kein Wort mitreden. Die beiden Hypercars mit den Startnummer 708 und 709 waren zwei bzw. drei Sekunden langsamer als die Spitze. Da die LMH-Klasse jedoch nur fünf Teilnehmer aufweist, sind die US-Wagen sicher in der Hyperpole-Session mit dabei.
Titelverteidiger scheitert in der LMP2-Klasse
In der LMP2-Klasse gab es ein Überraschung, als der amtierende Le-Mans- und WEC-Champion mit der Startnummer 22 („United Autosports USA“) die Teilnahme an der Hyperpole-Session verpasste. Das Auto belegte nur Platz 12 in der Klasse. Der portugiesische Fahrer Felipe Albuquerque wurde während der Session im Streit mit einem GTE-Fahrer gesehen. Das lässt darauf schließen, dass der Verkehr auf der Strecke die Teilnahme an der Hyperpole zunichte machte.
Der IDEC Sport-Bolide #48 – der schnellste Wagen am Sonntag – steckte früh in den Leitplanken und musste am Heckflügel und der Karosserie repariert werden. Fahrer Paul Loup Chatin klagte im Teamfunk über Probleme mit dem Getriebe.
Das Fahrzeug #38 von JOTA war das schnellste in der Klasse und qualifizierte sich mit einer halben Sekunde Vorsprung für die Hyperpole. Mit dabei ist auch die Nummer 23 von United Autosports. Außerdem sind die ELMS-Teams #26 (G-Drive Racing), #41 (WRT Racing), #65 (Panis Racing) und #32 (United Autosports) für die nächste Qualifikationssession zugelassen.
WeatherTech Racing und Corvette Racing verpassen die Hyperpole-Session
Da das LMGTE-Pro-Feld in diesem Jahr aus acht Teilnehmern besteht, wurde im Qualifying darum gekämpft, nicht auf den letzten beiden Plätzen zu landen. Der WeatherTech Racing-Porsche mit der Startnummer 79 und die Corvette Racing C8.R #63 gehörten zu den Pechvögeln. Beide Wagen schieden nach dieser Session aus.
AF Corse war im einstündigen Qualifying auf den Plätzen eins und zwei. Die Leistung sicherte den Einzug in die Hyperpole am Donnerstagabend. Beide Werks-Porsche schafften es ebenso wie der Hub Auto Racing Porsche und die #64 Corvette.
Porsche am schnellsten in der LMGTE-Am
Der Porsche #88 von Dempsey Proton Racing war beim Qualifying in Le Mans der schnellste LMGTE-AM-Teilnehmer. Es folgten ein eindrucksvoller Porsche mit der #86 von GR Racing auf Rang zwei und der Ferrari #47 von Cetilar Racing auf drei.
Ebenfalls in die Hyperpole schafften es der Ferrari #71 von Inception Racing, der Porsche #56 von Project 1 und der Aston Martin #33 von TF Sport.
Die 24 Stunden von Le Mans 2021 starteten mit dem obligatorischen Testtag. Die neuen Fahrer und Teams, wie etwa Glickenhaus Racing, nutzten die acht Stunden, um sich an die Strecke in Le Mans zu gewöhnen – mit einer Überraschung.
Glickenhaus Racing sorgte bei ersten Tag in Le Mans für Aufregung an der Spitze. Der Franzose Olivier Pla krönte das Debüt des US-Teams mit einer Bestzeit von 3:29,115 zum Abschluss des Testtages. Pla’s Runde kam nur acht Minuten vor dem Ende der zweiten Session und verdrängte die Zeiten der beiden Toyota GR010 Hybriden.
Die Rundenzeiten der beiden Toyota waren mit 3:29,340 (#7 / Mike Conway) und 3:29,622 (#8 / Kazuki Nakajima) knapp zehn Sekunden langsamer als die Ergebnisse der LMP1-Fahrzeuge beim Testtag 2019. Im Jahr 2020 wurde Pandemie-Bedingt kein zusätzlicher Testtag durchgeführt. Mit der Reduzierung der Geschwindigkeit versprechen sich die Regelmacher, die Sicherheit in der Hypercar-Kategorie zu erhöhen.
Alpine, die den ersten Sieg eines französischen Rennstalls seit 2009 anstreben, fuhren die viertschnellste Zeit. Der Schwesterwagen von Glickenhaus (#709) konnte beim Testtag in Le Mans noch nicht sein volles Potential entfalten und fuhr der Spitze hinterher.
Die ELMS-Teams zeigen Stärke in der LMP2
Mit IDEC Sport, Panis Racing und dem Team WRT stand ein Trio aus der European Le Mans Series an der Spitze der LMP2. Paul Loup Chatins Bestzeit von 3:31,105 Minuten (IDEC Sport #48) war nur 0,015 Sekunden schneller als die Bestzeit von Will Stevens (3:31,120 – Panis Racing #65). Der Oreca #41 vom Team WRT, das derzeit die ELMS-Meisterschaft bei zwei verbleibenden Rennen anführt, wurde Dritter.
Für IDEC Sport lief jedoch nicht alles glatt. Sas Schwesterauto mit der Startnummer 17 musste nach einem Zwischenfall in der ersten Session repariert werden. Die #17, die von Ryan Dalziel, Dwight Merriman und Kyle Tilley gefahren wird, konnte an der zweiten Sitzung nicht teilnehmen.
Porsche vor Ferrari in der LMGTE-Pro
Die LMGTE-Pro wird in diesem Jahr durch eine Reihe zusätzlicher Gaststarter aufgestockt. Corvette Racing kehrte nach seiner Abwesenheit im Jahr 2020 wieder zurück. Das US-Team WeatherTech Racing und das taiwanesischer Hub Auto Racing werden neben dem WEC-Werksteam mit je einem Porsche antreten.
Die Meisterschaftsführenden Kévin Estre und Neel Jani, die in Le Mans von Michael Christensen im Auto mit der Nummer 92 unterstützt werden, führten die Zeitenliste an. Dicht dahinter landete das Schwesterauto mit der #91 von Gianmaria Bruni, Richard Lietz und Frédéric Makowiecki.
WeatherTech Racing fuhr die drittschnellste Rundenzeit, gefolgt von den beiden AF Corse Ferraris. Corvette Racing, deren C.8R-Rennwagen in diesem Jahr das Le-Mans-Debüt feiert, beendete die Sitzungen auf Rang sieben und acht.
In der LMGTE-Am war die #99 von Proton Competition am schnellsten, gefolgt von dem Project 1 Porsche mit der #56.
Noch knapp 12 Stunden bis zum Renntag
Insgesamt haben die Teams und Fahrer noch 11,5 Stunden Zeit, um ihre Autos abzustimmen – sofern es keine roten Flaggen gibt. Die Action auf der Strecke beginnt am Mittwoch mit dem FP1 ab 14:00 Uhr Ortszeit. Das Qualifying findet am selben Abend um 19 Uhr statt. Sie halbstündige Hyperpole-Session entscheidet am Donnerstagabend zwischen 21 Uhr und 21:30 Uhr über die erste Startreihe.
Das dritte WEC-Rennen ist vorüber und Thema in dieser Podcastfolge. Wir sprechen über einen neuen Wagen und eine neue weitere Strecke.
Die Premieren in der WEC gehen weiter. Nach dem Debüt in Portugal gab es zur Saison-Halbzeit den Einstand im königlichen Park von Monza. Wir sprechen ausführlich über das vergangene 6 Stunden Rennen in Italien.
Zudem haben wir uns das neue Hypercar von Peugeot angeschaut und geben unser Kommentar zur Präsentation ab. Ebenfalls mit dabei ist erneut der WEC-Kalender, der zum Saisonabschluss noch einmal verändert wurde.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.
Spannender hätte das Debüt der WEC in Monza nicht verlaufen können. In allen vier Klassen gab es Zweikämpfe, Zwischenfälle und Ausfälle. Am Ende konnte Toyota seinen dritten Hypercar-Sieg in Folge verzeichnen.
Das Autodromo Nazionale di Monza präsentierte sich bei deiner Premiere als idealer Gastgeber für die Langstrecken-WM. Die Charakteristik mit den schmalen, aber schnellen Passagen und den Kiesbetten am Rand passte perfekt zur WEC. Das 6-Stunden-Rennen vermittelte einen Hauch von Le Mans – perfekt zur Vorbereitung auf das bevorstehende Jahreshighlight im August.
Licht und Schatten bei Toyota in Monza
Der Sieger des Rennens hatte zugleich auch mit einer Vielzahl an Problemen zu kämpfen. Während zunächst die Fahrzeuge #7 und #8 von den Positionen eins und zwei ins Rennen starteten, zeichnete sich im Verlauf des Rennens eine Zweiteilung ab. Die #7 konnte die Führung verteidigen und trotz einiger Überraschungsmanöver von Glickenhaus und Alpine die Spitze bis zum Schluss innehalten.
Ganz anders sah das Rennen beim Schwesterwagen aus. Gleich mehrfach musste der Toyota #8 in Monza zur Reparatur in die Box. War ein Fehler gefunden, wurde kurz darauf ein neues Problem sichtbar. Am Ende konnte das Trio sein Rennen beenden, jedoch außerhalb der direkten Konkurrenz.
Ähnlich sah es beim Neueinsteiger Glickenhaus Racing aus. Die #709, welche erstmals in Monza am Start war, hatte ein nahezu fehlerfreies Rennen und konnte sich lange Zeit mit dem Toyota #7 und Alpine #36 duellieren. Der zweite Wagen mit der #708 war ebenfalls gezeichnet von technischen Problemen und beendete die 6 Stunden von Monza vorzeitig in der Box.
Das Rennen gewann Toyota Gazoo Racing mit dem Fahrzeug Nummer sieben vor dem Alpine Elf Matmut #36 auf Rang zwei und dem Glickenhaus Racing Boliden #709 erstmals auf Podestplatz drei.
Porsche zerstört den Ferrari-Traum vom Heimsieg
Unter besonders großem Druck stand Lokalmatador AF Corse. Erstmals in der WEC-Geschichte wurde den Italienern ein Heimrennen ermöglicht und erstmals seit Pandemie-Beginn durften auch Fans zurück an die Strecke.
Umso bitterer war die Niederlage für die Italiener in Monza zu verkraften. Das Rennen begann mit dem Porsche #92 auf der eins, dem Ferrari #51 auf zwei, dem Porsche #91 auf drei und dem Ferrari #52 auf vier. Jeder, der das Rennen nicht gesehen hat, könnte denken, es habe sich nichts verändert den nach 6 Stunden sah das Ergebnis exakt gleich aus.
Doch im gesamten Rennverlauf gab es unzählige Attacken, Positionswechsel und strategische Manöver. Jedes der vier Fahrzeuge hatte zwischenzeitlich die Führung inne und bis zum Ende des zweiten Drittels war alles offen. Doch mit Blick auf das Ende bewies Porsche sein Können und holte den ersten LMGTE-Pro Sieg in Italien.
Sieg für United Autosports USA in der LMP2
Die US-Mannschaft mit britischen Wurzeln (United Autosports USA) konnte auf italienischem Boden einen Sieg einfahren. Bereits nach einer Stunde hatte das Team erstmals die Führung inne und konnte diese fast ununterbrochen bis zur Ziellinie verteidigen.
Anders war das Bild auf den Rängen zwei und drei. Die hohe Leistungsdichte der LMP2-Klasse, mehrere Zwischenfälle im Rennen und das extrem hohe Renntempo in Monza machten den Kampf um das Podium extrem spannend. Kaum eine Klasse hatte so viel Sendezeit in Monza wie die LMP2-Kategorie.
Am Ende schafften es die Neueinsteiger vom Team WRT auf Platz zwei vor dem Racing Team Nederland. Die Niederländer hatten besonders oft die Positionen im Rennen gewechselt und schafften es nur knapp auf den letzten Podestplatz.
Doppelten Grund zur Freude hat das Trio der #29, da es den schnellsten Wagen der neu eingeführten Pro/Am-Subwertung stellen konnte. Damit bekommen die Fahrer neben der Trophäe für Rang drei der Klasse noch eine Auszeichnung für Platz eins in der Pro/Am-Wertung. Die Positionen zwei und drei der Pro/Am-Wertung gingen an Dragonspeed USA (#21) und Realteam Racing (#70).
Heimsieg für AF Corse in der LMGTE-Am
Trotz der scherzhaften Ergebnisse in der LMGTE-Pro, gab es auch Grund zur Freude für die Lokalmatadoren. In der kleinsten WEC-Klasse, der LMGTE-Am, konnte die AF Corse-Crew mit der Startnummer #83 einen Sieg vor heimischer Kulisse einfahren.
Auch die AM-Kategorie war unvorhersehbar im Rennausgang. Zunächst war der TF Sport-Aston Martin (#33) von der Pole gestartet. Lange Zeit sah alles auch nach einem Podestplatz bzw. Dem Sieg für die Mannschaft aus, doch die Berührung mit einem GTE-Pro-Porsche und der resultierende Reifenplatzer sorgten für eine irreparable Beschädigung des Wagens.
Das entstandene Vakuum nutzte der AF Corse Ferrari #83 aus und übernahm im Wechsel mit dem D’Station Aston Martin #777 und dem Project 1-Porsche #56 die Spitze. Gekrönt wurde das AM-Rennen durch ein zwei Runden andauerndes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Aston Martin #98 und #777. Beide lagen gleich auf und kämpften auf jedem Zentimeter um den zweiten Podestplatz.
Das Glück war jedoch auf der Seite der routinierteren #98, welche Rang zwei einfahren konnte. Der dritte Platz ging an die Debütanten von D’Station Racing im Fahrzeug mit der #777. Den chronologischen Rennverlauf mit allen Höhepunkten gibt es zum Nachlesen in unserem Live-Ticker zu den 6 Stunden von Monza. Die Ergebnisse aller Teilnehmer gibt es hier.
Im Kampf um die Startaufstellung für Monza ging heißt zur Sache. Während Toyota mit Konstanz in der LMH glänzte, überraschte Porsche bei den LMGTE-Fahrzeugen.
Warme Temperaturen und eine trockene Strecke boten ideale Bedingungen für das Feld in Monza. Bereits im zweiten und dritten Training ging es früh hart zur Sache. Während Toyota sich mit jeder Session verbessern konnte und die Gesamtführung weiter ausbaute, gab es gleich mehrere Überraschungen in den LMGTE-Kategorien.
In der LMGTE-Pro nutzte Porsche jede Sekunde, um den Wagen weiter zu verbessern und schaffte es im FP2 an Ferrari vorbei. Die Italiener hatten das Nachsehen und kamen auch im FP3 nicht zurück an die Spitze. Bei dem AM-Fahrzeugen gab es einen Abflug vom Inception Racing Ferrari. Dieser wurde in Folge des Unfalls so stark beschädigt, dass die Mannschaft das Qualifying samt Rennen nicht mehr bestreiten kann.
Pole-Position für Toyota und Porsche
Wie der Samstag begann, so endete er auch. An der Gesamtspitze dominierte Toyota weiter ungeschlagen und hole die LMH-Pole mit dem Fahrzeug #7 (1:35.899). Die Startplätze zwei und drei sicherten sich der Schwesterwagen #8 und der Alpine Elf Mammut #36.
Die LMP2 war ähnlich dicht beisammen wie in den Freien Trainings, weshalb das Qualifying zum Glücksspiel wurde. Die besten Karten hatte das Team WRT, welches die Pole-Position mit einer 1:38.527er Zeit einfuhr. Von zwei und drei gehen die #22 von United Autosports und die #21 von Dragon Speed an den Start.
Besonders knapp verlief das Qualifying jedoch in der LMGTE-Pro. Mit nur 0.065 Sekunden schlug der Porsche #92 erneut den Ferrari #51 im direkten Duell und sicherte sich den besten Startplatz. Ähnlich das Bild im Kampf um Rang drei, den der Porsche #91 gewann. Bei den AM-Wagen platzierte sich der TF Sport-Aston Martin vor dem AF Corse-Ferrari #83 und dem Cetilar-Boliden #47.
Die komplette Startaufstellung für Monza in den Klassen LMH und LMP2 gibt es hier zum Nachlesen. Die Ergebnisse der LMGTE-Klassen haben wir hier verlinkt.
Zum ersten Mal gastiert die FIA WEC für ein Rennwochenende in Monza. Ferrari zeigte sich bestens vorbereitet auf die Heim-Premiere und glänzte bereits im FP1 mit den Plätzen eins und zwei.
Das BoP-System der Langstrecken-WM funktioniert auch in Monza tadellos. In allen vier Klassen liegt fast das gesamte Feld innerhalb einer Sekunde. Ähnlich wie zuletzt in Portugal verspricht auch der italienische Kurs heiße Duelle.
In der Spitzenklasse LMH setzten sich die beiden Toyota GR010 Hybrid mit 0.152 Sekunden Abstand gegen den Signatech Alpine durch. Auch Glickenhaus konnte einen deutlichen Leistungszuwachs verzeichnen und liegt mit dem besten Wagen nur 0.641 Sekunden entfernt.
Im größten Feld des Wochenendes, der LMP2 konnte sich United Autosports gegen ganze elf Konkurrenten durchsetzen. Den härtesten Zweikampf lieferten sich die Amerikaner mit dem Racing Team Nederland auf Rang zwei.
Bei den LMGTE-Pro-Fahrzeugen spürte man den Druck auf Ferrari. Die Italiener wollen das erste Heimrennen der WEC-Geschichte um jeden Preis gewinnen – nicht zuletzt weil auch italienische Fans vor Ort sein werden. Entsprechend gut vorbereitet ging es ins Monza FP1, was mit den Plätzen eins und zwei für Ferrari endete.
In der AM-Klasse schafften es die besten Ferrari-Boliden nur auf die Positionen zwei und drei. Der Porsche 911 RSR-19 vom Team Project 1 (#56) fand besonders gut in die erste Session und lies der Konkurrenz keine Chance.
Den vollständigen Überblick aller Rundenzeiten und Positionen vom FP1 in Monza gibt es hier zum Nachlesen.