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  • Im Live-Ticker: Die 6 Stunden von Bahrain 2021

    Im Live-Ticker: Die 6 Stunden von Bahrain 2021

    Das vorletzte Rennen der Saison, die 6 Stunden von Bahrain begleiten wir in voller Länge im Live-Ticker. Alle Rennereignisse werden von uns in Deutsch und Englisch festgehalten.

    The penultimate race of the season, the 6 Hours of Bahrain, will be covered in its full length with our live ticker. All race events will be written by us in German and English.


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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk)

  • Pole für Toyota im ersten Bahrain-Rennen

    Pole für Toyota im ersten Bahrain-Rennen

    Quali Toyota Bahrain

    Die WEC-Saison neigt sich dem Ende entgegen. Im Qualifying für das erste der beiden Bahrain-Rennen konnte Toyota die Pole sichern.

    Mit einer Rundenzeit von 1:47.049 lieferte Brendon Hartley die schnellste Zeit der Qualifying-Session ab. Sein Toyota #8 startet damit von der Pole und knapp vor dem Schwesterfahrzeug #7. Komplettiert wird die Hypercar-Klasse durch den A480 von Alpine, der mit nur 0,954 Sekunden Abstand auf Gesamtrang drei fuhr. Mehr Teilnehmer gibt es nicht zu vermelden, da die Glickenhaus-Mannschaft die Saison bereits vorzeitig beendet hat.

    Bei den LMP2-Boliden ging es erneut heiß her. Die ersten zehn Fahrzeuge qualifizierten innerhalb der gleichen Sekunde. Einen wirklichen Abstand gab es kaum und die Leistung war bei allen Fahrzeugen auf dem gleichen Level. Das beste Händchen hatte jedoch Tom Blomqvist im JOTA #28. Er startet das erste Rennen von Platz ein, gefolgt von der #22 (United Autosports) und dem Schwesterauto #38 (JOTA).

    Porsche geht vor Ferrari ins Rennen

    Beim Kampf um die GTE-WM geht es bei Porsche und Ferrari dieses Wochenende um alles. Beide Teams sind ähnlich stark und fahren fast identische Rundenzeiten. Wie gering der Abstand ist, zeigte sich im Qualifying. Die beiden Porsche 911 RSR positionierten sich mit Spitzenzeiten von 1:56.144 bzw. 1.56.178 auf eins und zwei. Die beiden Ferrari waren mit 1:57.327 sowie 1:57.573 nur knapp eine Sekunde langsamer uns starten am Samstag von Startreihe zwei der GTE-Klasse.

    Anders zeigt sich das Starterfeld in der kleinsten WEC-Klasse. Zwar waren die Zeiten ähnlich dicht beisammen wie in der GTE-Pro, doch war es hier ein Ferrari der sich durchsetzte. Die Nummer 60 von Iron Lynx nimmt das vorletzte Saisonrennen von Position eins auf. Dahinter folgen der Aston Martin #98 und der Project 1-Porsche #56.

    Der erste Lauf in Bahrain startet am Samstag, dem 30. Oktober 2021 um 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird über eine Distanz von sechs Stunden ausgetragen. Das eigentliche Finale folgt eine Woche später am 06. November 2021 mit acht Stunden Renndauer. Die TV- & Livestream-Zeiten gibt es hier auf einen Blick.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Zwischen WEC-News & Fahrer-Spekulation

    Zwischen WEC-News & Fahrer-Spekulation

    Nach der WEC-Sommerpause geht es direkt weiter mit der neusten Folge unseres Podcast. Wir werfen einen Blick auf die News der vergangenen Wochen und das künftige LMH-Fahrerfeld.

    Im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans gab es einige Nachrichten, die wir in dieser Folge diskutieren wollen. Neben dem neuen Reglement der GT-Klasse sprechen wir über die jüngsten WEC-Zusagen von Alpine und Cadillac. Doch auch das Fahrerfeld der neuen LMH-Klasse ist ein Thema in dieser Folge.

    Wir wünschen Euch viel Spaß beim anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • Umbau der LMGTE bis 2024

    Umbau der LMGTE bis 2024

    Oft wurde die Zukunft der LMGTE diskutiert und viele Gerüchte schwebten im Raum. Jetzt gibt es erstmals genauere Informationen zur Zukunft der beiden GTE-Kategorien.

    Spätestens mit Einführung der neuen Hypercar-Klasse war für viele klar, dass die LMGTE in Ihrer jetzigen Form keine Zukunft hat. Deutlich gemacht hatte das in den vergangenen Monaten die amerikanische Schwester-Serie der IMSA. Die Boliden in der GTLM (für Fahrzeuge nach GTE-Reglement) werden durch Wagen auf GT3-Basis ersetzt.

    Auch im direkten ACO-Umfeld konnte man zuletzt den Einzug von GT3-Wagen beobachten. So bevorzugte man bei der Neugründung der Asien Le Mans Series (ALMS) eine eigene GT3-Basierte „GT-Klasse“ anstatt einer GTE-Kategorie. Das gleiche Muster folgte vor wenigen Jahren bei der Schaffung des „Michelin Le Mans Cup“. Diese fährt als Vorserie im Rahmen der ELMS (European Le Mans Series) ebenfalls mit GT-Wagen. 

    Nach den positiven ersten Schritten in den kleinsten Serien folgt nun die Anpassung auf der ganz großen Motorsport-Bühne. Der Umbau umfasst die FIA WEC sowie die 24h Le Mans und sieht einen Fahrplan bis 2024 vor.

    Eine mehrstufige Abschiedstour für die LMGTE

    Mit Beginn der Saison 2022 werden wir letztmals die beiden bekannten Klassen LMGTE-Pro und LMGTE-Am im WEC-Umfeld zu Gesicht bekommen. Die Pro-Kategorie wird mit Ende der Saison 2022 verschwinden, da die verbliebenen Teams Ferrari und Porsche zur LMH-Klasse wechseln.

    Der Abschied von den Pro-Fahrzeugen bedeutet zugleich eine dauerhafte Abkehr vom Werkssport in der künftigen GT-Ausrichtung des ACO. Wagen von diesem Typ werden zukünftig allein dem Amateursport vorbehalten bleiben. Diese haben 2023 in der als LMGTE-Klasse bezeichneten Kategorie (bestehend aus der verbliebenen LMGTE-Am) einen allerletzten Auftritt. Mit dem Jahr 2023 endet auch die lange Geschichte der GTE-Fahrzeuge in der WEC (und so vermutlich auch in der ELMS).

    Das neues Konzept für den GT-Sport

    Ab 2024 beginnt schließlich ein neues Zeitalter für den GT-Sport. Die bisherige GTE-Weltmeisterschaft im Rahmen der FIA WEC wechselt den Fahrzeugtyp und setzt künftig auf Fahrzeuge nach dem GT3-Standard. Grundlage hierfür ist ein zusätzlicher Vertrag zwischen dem ACO und der IMSA. Dieser sieht (ähnlich wie bei den Hypercars) ein gemeinsames, international gültiges Regelwerk vor. So können auch erstmals Teams, die sonst bei den 24 Stunden vom Nürburgring starten, in Daytona oder Le Mans teilnehmen.

    Werksmannschaften und Profi-Rennfahrer bleiben jedoch im neuen Modell außen vor. Die künftige GT-Klasse der WEC setzt auf ein Konzept ohne Sub-Kategorien wie Pro, Am oder gar Pro/Am. In der LMGT legt sich der Fokus rein auf Amateure. Der bisherige Klassen-Titel dürfte künftig als GT-WM weiterlaufen und so zusätzliche Teilnehmer motivieren, sich für die ganze WEC-Saison einzuschreiben.

    Quelle: motorsport.com

  • Das beste Le Mans seit fünf Jahren

    Das beste Le Mans seit fünf Jahren

    Endlich war es wieder soweit, die 24 Stunden von Le Mans standen auf dem Plan. Wir sprechen ausführlich über das wichtigste Rennen des Jahres.

    In dieser Folge dreht sich alles um die 24 Stunden von Le Mans 2021. Wir diskutieren die Frage „War es das beste Le Mans in den letzten fünf Jahren“, schauen auf die Hypercar-Premiere an der Sarthe und sprechen über die Höhepunkte im Rennen.

    Wir wünschen Euch viel Spaß beim anhören. Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung nehmen wir gerne per E-Mail an podcast@endurance-archive.de entgegen.

  • Die WEC auf dem Weg zur Klimaneutralität

    Die WEC auf dem Weg zur Klimaneutralität

    Mit Bio-Benzin und Wasserstoff möchte die WEC Klimaneutralität erreichen. Jetzt wurde auch bekannt, wie der genaue Fahrplan aussieht.

    Elektro-Fahrzeuge sind nicht die letzte Antwort beim klimaneutralen Verkehr. Vielmehr wird es künftig einen Mix verschiedener Technologien wie etwa Hybrid-Antrieb, Wasserstoff, Elektromotoren und Bio-Kraftstoffen geben. Je nach Einsatzgebiet variiert deren Nutzung. Diesen Trend haben auch die Organisatoren der WEC erkannt und eine passende Transformation der Rennserie hin zur Klimaneutralität eingeläutet.

    Der Hybrid-Antrieb ist seit knapp einem Jahrzehnt auf der Langstrecke zu Hause und auch in der neuen Hypercar-Generation ein fester Bestandteil der möglichen Antriebsoptionen. Als nächste Komponente wird mit dem Saisonbeginn 2022 nun der Biokraftstoff hinzustoßen. Grundlage bildet hierfür eine Eigenentwicklung des Serienpartners „Total Energies“.

    Wein als Treibstoff der Langstrecke

    Das Bio-Benzin mit dem Namen „Excellium Racing 100“ basiert auf Bioethanol, der aus Resten der französischen Wein-Produktion gewonnen wird. Eine Raffinerie in Lyon (Frankreich) vermischt diese Abfälle anschließend mit ETBE (Ethyl Tertio Butyl Ether), welche ein Nebenprodukt der Ethanolherstellung sind. Abschließend erfolgt die Beigabe von Additiven, um die Effizienz der Motoren zu steigern.

    Der neue Bio-Treibstoff wird mit dem Beginn der Saison 2022 verpflichtend für alle Teilnehmer der FIA WEC, der 24 Stunden von Le Mans und der European Le Mans Series (ELMS). Dadurch sollen laut Total Energies bis zu 65% weniger CO2-Emissionen pro Saison entstehen. Der Motorsport dient hier als Plattform zur Erprobung, bevor das Benzin unter dem Namen „Excellium Racing 100“ später auch an den Tankstellen verfügbar sein wird.

    Wasserstoff als zusätzliche Komponente

    Ebenfalls schon lange in der Entwicklung beim Serienpartner ist der grüne Wasserstoff. Gewonnen aus erneuerbaren Energien zieht dieser mit dem Reglement 2025 ein. Zunächst plant die WEC eine eigene Wasserstoff-Klasse zu etablieren. Sie ist gleichauf mit der Hypercar-Kategorie und soll ebenfalls um Gesamtsiege kämpfen. Die Wasserstoff-Klasse wird ein Standard-Chassis von Red Bull Technologies / Oreca und einen Einheitselektromotor von GreenGT bekommen. Die Brennstoffzelle können frei entwickelt oder zugekauft werden.

    Langfristig soll der Wasserstoff jedoch allen Teilnehmern als zusätzliche Antriebsoption zur Auswahl stehen. Die Hersteller können Ihre Fahrzeugtechnologien so individueller gestalten und besser mit der Serienproduktion verzahnen. Gleichzeitig macht der grüne Wasserstoff erstmals eine CO2-Neutrale Langstrecken-WM möglich. Bis es so weit ist, wird noch einiges an Zeit vergehen, doch der ehrgeizige Fahrplan steht.

    Via: Total Energies

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Fakten und Zahlen zum Le Mans-Sieg von Toyota

    Fakten und Zahlen zum Le Mans-Sieg von Toyota

    Toyota bei der Zielüberfahrt in Le Mans 2021

    Ein kurzer Blick auf einige Fakten und Zahlen zum Toyota-Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2021.

    • Mit dem vierten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans zieht Toyota mit Ford und Alfa Romeo gleich und liegt vor Peugeot und Matra-Simca – beide haben jeweils drei Siege.
    • Toyota reiht sich in eine Liste illustrer Namen ein, die vier aufeinanderfolgende Siege in Le Mans (2018-2021) verbuchen konnten, darunter Audi (zweimal fünf in Folge – 2010-2014 und 2004-2008), Porsche (sieben – 1981-1987), Ford (vier – 1966-1969), Ferrari (sechs – 1960-1965), Alfa Romeo (vier -1931-1934) und Bentley (vier -1927-1930).
    • José María López ist erst der zweite Argentinier, der bei den 24 Stunden von Le Mans gewinnt. José Froilán González war der erste argentinische Fahrer, der 1954 auf dem Circuit de la Sarthe für die Scuderia Ferrari gewann.
    • Dank des Sieges von Toyota haben die japanischen Hersteller nun fünf Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Le Mans vorzuweisen und liegen damit vor den Amerikanern mit vier Siegen.
    • Abschließend noch eine lobende Erwähnung für den Alpine A480, der trotz seiner Zugehörigkeit zur LMH-Kategorie bei den 24 Stunden von Le Mans die LMP1-Klasse mit einem wohlverdienten Podiumsplatz krönte.
  • Toyota holt ersten Le Mans-Sieg im Hypercar

    Toyota holt ersten Le Mans-Sieg im Hypercar

    Der siegreiche Toyota #7

    Auch die 89. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans stand ganz im Zeichen von Toyota. Die Japaner holten mit dem neuen GR10 Hybrid den ersten Le Mans-Sieg eines Hypercar an der Sarthe. In der LMGTE-Pro gewann der AF Corse-Ferrari das Rennen.

    Nach 24 Stunden erfüllte sich Mike Conway, José María López und Kamui Kobayashi erstmals den ganz großen Traum vom Sieg in Le Mans. Das Trio im Toyota #7 gewann den Langstrecken-Klassiker mit zwei Runden Vorsprung auf das Schwesterfahrzeug #8. Den dritten Gesamtrang sicherte sich Alpine Elf Matmut mit seinem Fahrzeug #36. Debütant Glickenhaus Racing schaffte es bei der Le Mans-Premiere mit beiden Hypercars sicher ins Ziel und fuhr auf die Plätze vier (#708) und fünf (#709).

    Die Krone in der LMGTE-Pro-Klasse konnte sich die AF Corse-Mannschaft mit dem Ferrari #51 sichern. Die Italiener überquerten die Ziellinie knapp 41 Sekunden vor der Corvette #63, die ebenfalls eine Streckenpremiere in Le Mans feierte. Den dritten Podestplatz fuhr die #92 vom Porsche GT Team ein.

    In der LMP2-Klasse kam es eine Runde vor Schluss zum großen Drama. Das Führungsfahrzeug #31 vom Team WRT blieb aufgrund technischer Probleme einfach liegen, ähnlich wie Toyota vor wenigen Jahren. Den Sieg erbte der Schwesterwagen #41, der bis dato auf Platz zwei unterwegs war. Platz zwei in der Klasse ging an den Jota #28. Panis Racing (#65) schaffte es auf den dritten Podestplatz.

    Bei den LMGTE-Am-Fahrzeugen siegte ebenfalls ein Ferrari. Die #83 von AF Corse holte hier den ersten Platz mit 2 Minuten und 17 Sekunden Differenz zum zweiplatzierten TF Sport Aston Martin #33. Der Iron Lynx-Ferrari #80 fuhr auf Platz drei.

    Die Startphase hinter dem Safety Car

    Start hinter dem Safety Car

    Der erste Tag in Le Mans war gezeichnet von Regen und Feuchtigkeit. Direkt zum Start sorgte starker Niederschlag für einen Start hinter dem Safety Car. Doch auch mit der Rennfreigabe wurde es nur bedingt besser. Noch vor der ersten Kurve kollidierte der Toyota #8 mit dem Glickenhaus #708. Beide Wagen wurden in Mitleidenschaft gezogen und der Neueinsteiger bekam eine 15 sekündige Stop&Go-Strafe.

    Umso beeindruckender war die Aufholjagd von Buemi im getroffenen Toyota. Als wäre die Konkurrenz nicht da, zog der Schweizer durch das Feld und kämpfte sich in weniger als anderthalb Stunden auf Rang zwei vor. Für Toyota markierte dieser Zeitpunkt den Beginn einer konstanten Doppelführung in der Hypercar-Klasse.

    Bei den LMGTE-Pro-Fahrzeugen konnte Corvette mit der #64 zunächst das Rennen anführen. Bei den AM-Wagen zog die #83 von AF Corse in Führung und beanspruchte die Führung für sich. Doch knapp 2,5 Stunden nach Rennbeginn kam der nächste Regenschauer nach Le Mans und sorgte für ordentlich Bewegung in den GTE-Klassen. 

    Nach vielen Boxenstopps profitierte Ferrari von der Situation und ging mit einer Doppelspitze in der LMGTE-Pro in Führung. Ganz anders der Rennverlauf beim Aston Martin #98 in der kleineren AM. Fahrer Marcos Gommes kam von der Strecke ab und kollidierte bei voller Geschwindigkeit mit der Streckenbegrenzung – einer der heftigsten Unfälle im Rennen und das vorzeitige Aus für die Mannschaft. 

    Das Safety Car in der ereignisreichen Nacht

    Noch mehr Regen und viele Unfälle am Abend

    Auch fünf Stunden nach Rennbeginn wollte der Regen nicht locker lassen und sorgte für viele brenzlige Situationen auf der Strecke. In Kombination mit der einsetzenden Dämmerung und der kälter werdenden Strecke kam es zu einer ganzen Reihe an Abflügen.

    Kurz vor dem Dunlop-Bogen fuhr die #23 von United Autosports in das Richard Mille Racing Team (#1) und kam von der Strecke ab. Die #74 kollidierte kurz darauf ebenfalls mit dem Wagen #1, welcher noch quer auf der Fahrband stand und nicht von der Stelle kam. Nur wenige Momente darauf rutschten der Project 1 Porsche #56 und der TF Sport Aston Martin #33 auf einer Flüssigkeit aus und schlugen nacheinander in die erste Schikane der Hunaudieres-Geraden ein.

    Auch im weiteren Verlauf des Abends blieb es nicht ruhiger. Kurz vor der Tertre-Rouge-Kurve kam es zum Abflug vom Cetilar Racing Ferrari #47. Stark beschädigt, schafft er es nicht mehr eigenständig zur Box zurück. Der Alpine #36 blieb im Kiesbett der ersten Schikane der Hunaudieres-Geraden stecken und auch die #25 von G-Drive Racing kam eingangs der Dunlop-Kurve von der Strecke ab und sorgte für ein Trümmerfeld.

    Kurz nach Beginn des zweiten Tages sorgte ein heftiger Einschlag des WeatherTech Racing Porsche #79 für einen kurzen Schreckmoment. Cooper Macneil verlor die Kontrolle in der Ford-Kurve und prallt gegen die Leitplanke.

    Die letzte Phase in den 24 Stunden von Le Mans

    Erschöpfung und Konstanz im letzten Renndrittel

    Gegen zwei Uhr früh flammte der Kampf um die LMGTE-Pro-Spitze ein letztes Mal richtig auf. Die Corvette #63 forderte den Ferrari #51 heraus und wollte ein finales Manöver starten, um die Führung zu übernehmen. In dem Duell über viele Runden schaffte es der US-Bolide jedoch vorbei und der Ferrari behielt die Führung inne.

    Als die Sonne zurückkehrte, machte sich Müdigkeit, Erschöpfung und Verschleiß bei allen Teilnehmern bemerkbar. Immer weniger Fahrzeuge wagten ein Manöver und der Fokus änderte sich hin zum durchhalten. Egal ob in der AM- oder der Hypercar-Klasse, viele Teilnehmer fuhren am Limit und wollten nur heil die Ziellinie erreichen. Bei Toyota kämpfte man seit den frühen Morgenstunden mit einer fehlerhaften Benzinpumpe. Bis in die Morgenstunden zog sich die Fehlersuche. Die Stint-Länge beim Wagen Nummer acht hatte sich von 12 auf 3 Runden pro Stint verkürzt und alles sah nach einem Umbruch an der Spitze aus. Doch ein Softwarefehler war der Kern allen Übels und mit einem Neustart des Wagens Geschichte.

    In der LMP2-Klasse hatte sich das Team WRT festgesetzt und beanspruchte die Ränge eins und zwei für sich. Nahezu unangreifbar dominierten die beiden Prototypen die Klasse, da der größte Konkurrent, United Autosports, seinen dritten Platz wegen Problemen an der Lichtmaschine aufgeben musste.

    Einen letzten Führungswechsel gab es zum Schluss teamintern, da Probleme mit dem Pressluftsystem des eingebauten Wagenhebers am Fahrzeug #31 für längere Boxenstopps sorgten. Die Highlights der 24 Stunden von Le Mans und eine Chronologie der Ausfälle gibt es hier in unserem Live-Ticker zum nachlesen. Die finalen Ergebnisse aller Teilnehmer gibt es hier auf einen Blick.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Im Live-Ticker: Die 24 Stunden von Le Mans 2021

    Im Live-Ticker: Die 24 Stunden von Le Mans 2021

    Die 24-Stunden von Le Mans im Live-Ticker

    Zum ersten Mal werden wir die 24 Stunden von Le Mans im Live-Ticker begleiten. Alle Rennereignisse werden von uns in Deutsch und Englisch festgehalten.

    For the first time, we will follow the 24 Hours of Le Mans in a live ticker. All events will be written in German and English language.


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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff / Ton Kerdijk)