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  • Das großartige WEC-Rennen von Spa-Francorchamps

    Das großartige WEC-Rennen von Spa-Francorchamps

    In dieser Folge gibt es für uns nur ein Thema: Ein ganz besondere WEC-Rennen in Spa und der historische Sieg von BMW.

    Die sechs Stunden von Spa-Francorchamps waren großartige Werbung für den Langstrecken-Sport. Die Langstrecken-WM hat nach dem packenden Lauf in Imola nochmal nachgelegt und ein wahres Motorsport-Spektakel abgeliefert. Wir sprechen über die Ergebnisse, die Highlights und die historischen Momente in Belgien. Abgerundet wird das Ganze durch eine Handvoll Neuigkeiten aus dem Fahrerlager.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Historischer Doppelsieg für BMW in Spa

    Historischer Doppelsieg für BMW in Spa

    Das BMW M Team WRT zeigte beim 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 2026 eine herausragende Vorstellung und feierte mit den Plätzen eins und zwei einen historischen Doppelsieg.

    Vor mehr als 100.000 Zuschauern überzeugte der BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 20 von Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde mit einer perfekten Mischung aus Tempo, Zuverlässigkeit und strategischer Raffinesse. Das Trio setzte sich am Ende mit einem Vorsprung von nur zwei Sekunden gegen das Schwesterfahrzeug von Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor durch.

    Den Grundstein für den Triumph legte BMW bereits in der Anfangsphase des Rennens. Die Startnummer 20 absolvierte ihren Boxenstopp versetzt zum restlichen Feld und zeitgleich mit dem Toyota #8, um sich im weiteren Rennverlauf eine günstigere Position im Hypercar-Klassement zu sichern.

    Da die Spitzengruppe mit dem Cadillac #12, dem Alpine #35 und dem Peugeot #94 eng beisammenlag, entwickelte sich ein packender strategischer Schlagabtausch zwischen den unterschiedlichen Taktiken und Boxenstopp-Zyklen.

    Mit freier Strecke konnte die #20 ihr Tempo deutlich steigern und sich schrittweise vom restlichen Hypercar-Feld absetzen. Im letzten Renndrittel fiel das Fahrzeug durch den abweichenden Boxenstopp-Rhythmus dann nur auf Rang fünf zurück und genoss an der Spitze bereits einen Vorsprung von rund 50 Sekunden.

    Mehrere Safety-Car-Phasen in der turbulenten Schlussphase ließen diesen Vorsprung allerdings rasch schmelzen. In der letzten Rennstunde entwickelte sich schließlich ein dramatischer Vierkampf zwischen den beiden BMWs, dem Ferrari #50, dem Toyota #7 und dem stark aufholenden Aston Martin #007.

    Mit frischeren Reifen setzte Antonio Fuoco im Ferrari 499P #50 den zweitplatzierten Kevin Magnussen im BMW #15 massiv unter Druck. Trotz mehrerer Angriffsversuche fand der Italiener jedoch keinen Weg am kompromisslos verteidigenden Dänen vorbei.

    An der Spitze brachte Robin Frijns den führenden BMW nach sechs intensiven Rennstunden sicher ins Ziel und löste damit großen Jubel in der WRT-Box sowie ausgelassene Feierlichkeiten unter den belgischen Fans aus.

    „Das ist eine unglaubliche Geschichte für uns“, sagte Rast. „Es hat lange gedauert – wir haben die letzten zwei oder drei Jahre auf diesen Moment hingearbeitet. Jeder im Team hat unglaublich hart gearbeitet, und strategisch haben wir heute alles perfekt umgesetzt. Unseren ersten Sieg in Belgien zu feiern, der Heimat von WRT, macht diesen Erfolg noch besonderer. Es ist einfach ein fantastischer Tag.“

    Mehrere Top-Anwärter schieden in der Schlussphase nach teils heftigen Unfällen aus. Der von Malthe Jakobsen pilotierte Peugeot #94 hatte keine Chance auszuweichen, als sich der Mercedes von Iron Lynx mit der Startnummer 61 direkt vor ihm drehte. Der Ferrari #51 von Alessandro Pier Guidi wurde zudem von einem außer Kontrolle geratenen BMW von Augusto Farfus getroffen.

    Auch der aussichtsreich platzierte Aston Martin #009 fiel nach einer eifrigen Verteidigung von Antonio Félix da Costa im Alpine #35 auf der Kemmel-Geraden zurück. Kurz darauf zerstörte da Costa mit einem Dreher im Raidillon und einem Einschlag in die Leitplanke schließlich auch die Podiumshoffnungen von Alpine.

    McLaren macht Enttäuschung von Imola in der LMGT3 wett

    In der LMGT3-Klasse gelang dem McLaren 720S GT3 Evo #10 von Garage 59 die perfekte Wiedergutmachung für das späte Drama in Imola. Marvin Kirchhöfer, Thomas Fleming und Antares Au fuhren ein fehlerfreies Rennen, behielten trotz zahlreicher Unterbrechungen die Nerven und sicherten sich mit zwei Sekunden Vorsprung den Klassensieg.

    Der Ferrari #21 von Vista AF Corse mit François Heriau, Simon Mann und Alessio Rovera hatte die Ziellinie zwar zunächst als Sieger überquert, erhielt nach einem unsicheren Freigabemanöver beim letzten Boxenstopp jedoch eine Fünf-Sekunden-Strafe. Dadurch fiel das Trio noch auf Rang vier zurück.

    Zu Beginn des Rennens bestimmten die beiden Ford Mustang LMGT3 das Geschehen. Besonders das Fahrzeug mit der Startnummer 77 sorgte für Aufsehen, als Eric Powell bereits in den ersten Runden mit einem spektakulären Überholmanöver in Eau Rouge die Führung übernahm. Wenige Umläufe später verbremste sich Powell jedoch in Stavelot und strandete im Kiesbett.

    In der ersten Rennhälfte lieferten sich der Ferrari #21 und der McLaren #10 ein intensives Duell mit dem Schwesterauto #88 von Giammarco Levorato, Stefano Gattuso und Logan Sargeant. Zwei Durchfahrtsstrafen wegen Überschreitens der Streckenbegrenzungen zerstörten jedoch die Hoffnungen der #88 auf ein Spitzenresultat.

    Platz zwei in der Klasse ging an den Aston Martin #27 von Heart of Racing mit Ian James, Zach Robichon und Matteo Drudi. Rang drei sicherte sich der Porsche #92 von Manthey mit Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz.

    Die nächste Runde der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft bildet zugleich den Saisonhöhepunkt: die 24 Stunden von Le Mans am Wochenende des 13. und 14. Juni. Alle Ergebnisse des Rennens in Spa sind hier verfügbar.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Jakobsen mit sensationeller Pole für Peugeot in Spa

    Jakobsen mit sensationeller Pole für Peugeot in Spa

    Peugeot schreibt im Spa-Qualifying Geschichte, als Malthe Jakobsen die erste Pole für den Hersteller holt, während Lexus die LMGT3-Klasse dominiert und ein Abflug in Eau Rouge für zusätzliches Drama sorgt.

    Zwischen Regenschauern, Windböen und dem typischen Spa-Halbdunkel hat das Qualifying in Spa alles geboten, was man von der Ardennen-Achterbahn erwartet. Malthe Jakobsen holte mit dem Peugeot #94 und einer 2:00.653 Spitzenzeit die erste WEC-Pole der Markenhistorie. Knapp dahinter ist das Feld enger zusammen denn je. Cadillac (nur 0,043 Sekunden langsamer) und Alpine lauern in Schlagdistanz. Für den spektakulärsten Moment des Nachmittags sorgte eben jener Pole-Setter mit einem heftigen Zwischenfall im Bereich Eau Rouge/Raidillon. Sein Hypercar drehte sich am Kurvenausgang und rutsche quer über die Strecke – der Einschlag konnte zum Glück vermieden werden.

    Für das Rennen erwartet uns eine ungewöhnliche Startaufstellung. Hinter dem Peugeot #94 und dem Cadillac #12 folgen beide Alpine auf Startplatz drei und vier. Danach reiht sich der zweite Cadillac vor den Aston Martins ein. Ferrari und Toyota blieben im Qualifying klar hinter den Erwartungen zurück. Der bestplatzierte Ferrari #50 schaffte es nur auf Startplatz acht. Der zweite Werks-Ferrari #51 kam sogar nur auf Position 15, während der AF‑Corse-Ferrari #83 Rang 13 belegte. Auch die Toyota mussten Federn lassen. Die #7 geht von Startplatz 12 ins Rennen und die #8 nur von Rang 16.

    Lexus holte die Pole in Spa in der GT3-Klasse

    LMGT3: Lexus setzt die Messlatte in Spa

    In der LMGT3-Klasse setzte sich Akkodis ASP Team am Ende des Qualifyings durch. Hadrien David holte mit der #78 und einer Zeit von 2:16.612 Minuten die Pole. Dahinter folgt Aston Martin #27, welcher 0,194 Sekunden langsamer war. Die Top Drei komplettiert die #77 von Proton Competition. Bereits im Vorlauf hatte Petru Umbrarescu im Lexus #87 dafür gesorgt, dass beide Fahrzeuge im Shootout vertreten waren. Am Ende stand für die Startnummer 87 eine 2:16.968 und Startplatz vier auf der Ergebnisliste.

    Dahinter reihen sich die GT3-Teams in Sekundenbruchteilen-Abständen auf. Vista AF Corse, Team WRT, Iron Lynx, Manthey und TF Sport liegen allesamt innerhalb weniger Zehntel und sorgen für ein extrem kompaktes Mittelfeld. Damit ist die Basis für einen intensiven Sechs-Stunden-Fight in Spa gelegt.

    Alle Zeiten im Detail gibt es hier zum Nachlesen. Das Rennen startet am Samstag um 14:00 Uhr.

    Bilder © Endurance Archive

  • Rennstrecken-Chef Sven Leufgen: Motorsport-Management von Spa bis Bulgarien

    Rennstrecken-Chef Sven Leufgen: Motorsport-Management von Spa bis Bulgarien

    In dieser Folge haben wir einen besonderen Gast am Mikrofon: Rennstrecken-Chef Sven Leufgen. Er gibt uns Einblick hinter die Kulissen der europäischen Rundkurse.

    Sven Leufgen war jahrelang in der Race Control im belgischen Spa-Francorchamps und verantwortet inzwischen Europas jüngste Rennstrecke, den A1 Motor Park in Bulgarien. In dieser Ausgabe des Endurance Archive-Podcasts nimmt er uns mit auf einen Streifzug durch das Motorsport-Management. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie eine Rennserie die Streckenauswahl trifft, ist hier genau richtig.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Ferrari, Aston Martin und Alpine geben in Spa das Tempo vor

    Ferrari, Aston Martin und Alpine geben in Spa das Tempo vor

    Ferrari und das Alpine Endurance Team bestimmten das Geschehen in den freien Trainings zu den 6 Stunden von Spa-Francorchamps, dem zweiten Lauf der FIA World Endurance Championship 2026.

    Der #50 Ferrari 499P mit Antonio Fuoco, Miguel Molina und Niklas Nielsen war unter kalten und feuchten Bedingungen im ersten freien Training am schnellsten und erzielte eine Zeit von 2:02,055 Minuten. Dahinter folgte der #009 Aston Martin Thor Team Valkyrie mit Alex Ribeiras und Marco Sørensen am Steuer, rund eine halbe Sekunde zurück.

    Die drittschnellste Zeit im ersten Training fuhr der #36 Alpine mit Jules Gounon, Victor Martins und Fred Makowiecki – ein Vorgeschmack auf ihre starke Form, die sie auch im zweiten freien Training bestätigten. Unter trockeneren Bedingungen waren die Zeiten dort rund eine Sekunde schneller. Gounon setzte sich schließlich mit einer Runde in 2:01,816 Minuten auf dem sieben Kilometer langen Kurs an die Spitze des Tagesklassements.

    Charles Milesi machte den Alpine-Doppelerfolg in der Hypercar-Klasse perfekt, während der #20 BMW die drittschnellste Zeit erzielte. Der #009 Aston Martin bestätigte seine starke Leistung aus FP1 mit der viertschnellsten Runde in FP2.

    Aston Martin auch in der LMGT3 stark

    Ein weiterer schneller Aston Martin auf dem Circuit de Spa-Francorchamps war der #23 Heart of Racing Vantage AMR LMGT3. Eduardo Barrichello fuhr mit 2:17,769 Minuten die Bestzeit des Tages in der Klasse.

    Die zweitschnellsten Zeiten am Donnerstag gingen an zwei Corvette-Piloten: Peter Dempsey und Charlie Eastwood, beide am Steuer des #34 Racing Team Turkey by TF.

    Probleme gab es im zweiten freien Training für den #78 Akkodis ASP Team Lexus RC F LMGT3: Fahrer Tom van Rompuy verlor ein Rad, wodurch die Session vorzeitig beendet werden musste.

    Weiter geht es am Freitag mit dem dritten freien Training ab 11:00 Uhr Ortszeit.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • United Autosports siegt in Le Castellet

    United Autosports siegt in Le Castellet

    Der Oreca 07 mit der Startnummer 22 von United Autosports, pilotiert von Griffin Peebles, Grégoire Saucy und Ben Hanley, gewann das 4-Stunden-Rennen von Le Castellet – den zweiten Lauf der European Le Mans Series 2026. Das Trio setzte sich vor dem Fahrzeug mit der Startnummer 34 von Inter Europol Competition sowie zwei Fahrzeugen von IDEC Sport durch.

    Den Grundstein für den Erfolg legte der junge Australier Peebles mit einem herausragenden ersten Stint. Vom zweiten Startplatz aus erwischte er einen Blitzstart, übernahm früh die Führung und bestimmte zunächst das Tempo. Saucy knüpfte daran an und steuerte den Oreca 07 im Mittelteil des Rennens souverän durch mehrere Safety-Car-Phasen.

    Hanley übernahm den Schlussstint und schien alles im Griff zu haben, ehe ein Zwischenfall kurz vor Rennende für Spannung sorgte. Rund 15 Minuten vor Schluss setzte Reshad de Gérus im Inter-Europol #34 in der Mistral-Schikane zu einem gewagten Überholmanöver an. Dabei kam es zur Kollision mit Hanley, woraufhin sich beide Fahrzeuge drehten.

    Beide Fahrer konnten das Rennen jedoch ohne nennenswerten Schaden fortsetzen. Hanley behauptete die Führung und sicherte schließlich den Sieg mit acht Sekunden Vorsprung vor de Gérus und Bijoy Garg, die damit ihren zweiten zweiten Platz in Folge einfuhren.

    In der LMP2-Fahrerwertung liegen Hanley, Saucy und Peebles nun mit drei Punkten Vorsprung vor de Gérus und Garg in Führung.

    Drama in der Schlussphase der LMP2 Pro-Am

    In der LMP2-Pro-Am-Kategorie profitierte Nielsen Racing in der Schlussphase von Strafen gegen die Konkurrenz. Die Startnummer 27, pilotiert von Kriton Lentoudis, Alex Quinn und James Allen, lag zunächst auf Rang drei hinter dem AF-Corse-Fahrzeug (#83) und dem CLX-Motorsport-Einsatz (#47).

    Ein Dreher des #47 sowie eine Strafe gegen den #83 warfen beide Konkurrenten zurück, wodurch Lentoudis, Quinn und Allen den Sieg erbten.

    Platz zwei ging an den #99 AO by TF – Spitzname „Spike“ – mit PJ Hyett, Johnny Edgar und Dane Cameron. Den letzten Platz auf dem Klassenpodium sicherte sich der #30 Oreca des Duqueine Teams.

    Inter Europol Competition gewinnt in der LMP3

    Inter Europol Competition machte die Enttäuschung im Gesamtklassement wett. Das Team sicherte sich mit einer fehlerfreien Leistung von Alex Bukhantsov, Henry Cubides Olarte und Jimmy Chou den LMP3-Sieg.

    Die Besatzung des #13 führt nun die Meisterschaft vor dem #5-Team von Rinaldi Racing an, das den siebten Platz belegte. M Racing (#68) und DKR Engineering (#4) komplettierten das Klassenpodium.

    Kessel Racing dominiert in der LMGT3

    Takeshi Kimura, Mathys Jaubert und Daniel Serra im Ferrari 296 LMGT3 Evo von Kessel Racing (#57) knüpften an ihren dritten Platz beim Saisonauftakt in Barcelona an und feierten in Le Castellet den Klassensieg.

    TF Sport, das die Anfangsphase des Rennens dominierte, belegte mit der #33 Corvette Z06 (Blair McDonald, Alex Udell, Charlie Eastwood) den zweiten Platz. Rang drei ging an Mike Wainwright, Lorcan Hanafin und Mex Jansen im #86 Ferrari von GR Racing.

    Die nächste Runde der European Le Mans Series findet im Juli mit dem 4-Stunden-Rennen von Imola statt. Zuvor richten viele Teams ihren Fokus auf den Saisonhöhepunkt: die 24 Stunden von Le Mans.

    Foto (c) ELMS Press Material

  • IMSA-Rückblick, Acura-Rückzug, McLaren-Hypercar und Alpine in der ALMS

    IMSA-Rückblick, Acura-Rückzug, McLaren-Hypercar und Alpine in der ALMS

    In dieser Folge haben wir einiges nachzuholen – vom IMSA-Rückblick aus Long Beach über den Acura-Rückzug bis hin zum neuen McLaren Hypercar.

    Thematisch ist diesmal für jeden etwas dabei. Wir sprechen über Rennen aus IMSA, ELMS, WEC und auch die zugehörigen News der letzten Wochen. Wir geben Euch einen kompakten Überblick zu allem, was wichtig war und wichtig wird.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Highlights aus Imola, geheime BoP & Finale in Europa

    Highlights aus Imola, geheime BoP & Finale in Europa

    David ist wieder zurück aus Imola und wir haben einiges zu besprechen. In dieser Folge diskutieren wir über die Highlights aus Imola und die Neuigkeiten abseits der Strecke.

    Der WEC-Auftakt in Imola war ein echtes Spektakel. So eng, so spannend und so abwechslungsreich war ein WEC-Rennen lange nicht mehr. Wir sprechen über die Sieger, die Höhepunkte und die Enttäuschungen. Abgerundet wird diese Ausgabe durch die Neuigkeiten aus dem Fahrerlager – etwa die Änderungen im Zusammenhang mit der BoP und die mögliche Verlegung des WEC-Finales.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Premierensieg für Toyota in Imola – Ferrari geschlagen

    Premierensieg für Toyota in Imola – Ferrari geschlagen

    Toyota schockt Ferrari beim WEC‑Auftakt in Imola: Premierensieg für den TR010, Drama in der LMGT3 mit einem geplatzten Debüt‑Traum.

    Toyota Gazoo Racing erwischt den Einstand des neuen TR010 nahezu perfekt. Beim 100. WEC‑Start der Marke holt das Fahrzeug #8 (Brendon Hartley, Ryō Hirakawa und Sébastien Buemi) den 50. Toyota-Sieg – und das ausgerechnet im Wohnzimmer von Ferrari. Auf einer Strecke, auf der Überholen traditionell schwierig ist, waren Toyota und Ferrari auf eine Runde praktisch gleich schnell. Am Ende gab aber eine mutige und konsequent durchgezogene Boxenstrategie den Ausschlag.

    Den Ton bestimmte zunächst Ferrari. James Calado in der #51 verteidigte die Pole gleich von Beginn an. Miguel Molina sortierte Ferrari #50 dahinter ein und die Tifosi auf den vollen Tribünen in Imola bekamen früh das erhoffte Rot‑Rot an der Spitze. Hartley fiel am Start zunächst auf Rang drei zurück, konterte aber schon im ersten Boxenfenster und schnappte sich die #50 mit einer starken Outlap und sauberem Stoppverlauf.

    Ferrari blieb bis zum Schluss dicht hinter dem Toyota TS010

    Die Strategie entscheidet das Rennen für Toyota

    Der eigentliche Stich ins Ferrari‑Konzept folgte im zweiten Service. Toyota ließ am Wagen #8 die Reifen drauf, schickte Ryō Hirakawa mit gebrauchten Pneus zurück auf die Strecke und der Japaner kam vor Alessandro Pier Guidi in der #51 wieder raus. Entscheidend: Kurz nach Abschluss dieses Stopps rückte die Rennleitung das Feld mit einer Virtual‑Safety‑Car‑Phase ein.

    Toyota konnte so noch einmal ohne Zeitverlust frische Reifen nachlegen, während Ferrari auf der Strecke bleiben musste – ein doppelter strategischer Wirkungstreffer, der dem #8 nicht nur die Führung, sondern auch den Reifenvorteil in der Mitte des Rennens sicherte. Pier Guidi blieb Hirakawa im Mittelstint zwar permanent im Rückspiegel, fand aber auf der schmalen Linie von Imola keinen Weg vorbei.

    Am Ende blieb Toyota unangefochten an der Spitze und entschied den Saisonauftakt für sich. Ferrari schaffte es trotz zahlreicher Mühen im letzten Renndrittel nicht wieder nach vorn. Hinter der siegreichen Nummer 8 komplettieren Kobayashi, Conway und de Vries im #7 das Toyota‑Podium mit Rang drei. Als beste Verfolger sichern sich Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi im Ferrari #51 den zweiten Platz und.

    Beim ersten Rennen zeigte Neuzugang Genesis eine gute Figur

    Alpine stark, Genesis überrascht

    Im vorderen Mittelfeld meldet sich Alpine mit einem sauber gefahrenen Rennen zurück in der erweiterten Spitzengruppe. António Félix da Costa, Charles Milesi und Ferdinand Habsburg bringen den A424 #35 auf Platz vier nach Hause. Kein Schlaglichtmoment, aber ein wertvoller Formcheck, der zeigt, dass das französische Paket auf eine Renndistanz konkurrenzfähig ist. Rang fünf geht an den BMW #20, der sich im dichten Verkehr der Schlussphase unter anderem gegen den starken Ferrari #50 behaupten konnte.

    Der zweite Ferrari hingegen rettet sich nach einer frühen Drive‑Through wegen eines Gelbverstoßes auf Platz sechs. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass der identisch bestrafte Cadillac #12 am Ende nur als 13. gewertet wird. Dahinter folgen der zweite BMW (#15), der Cadillac #38 sowie der Aston Martin #007 und der AF Corse Ferrari #83, welche die Top‑10 komplettieren.

    Peugeot erlebt hingegen einen herben Realitätsschock. Die starke Qualifying‑Vorstellung der #94 lässt sich im Rennen nicht ansatzweise bestätigen. Am Ende steht statt Kampf ums Podium nur Rang zwölf auf dem Tableau. Der Schwesterwagen #93 fällt nach einem Ausrutscher von Neuzugang Nick Cassidy direkt nach einem Stopp weit zurück. Positiv überrascht hingegen Genesis Magma Racing. Der neue GMR‑001 mit der #17 hält sich lange in den Top‑10, bevor er als 15. gewertet wird. Die #19 kämpft sich nach einem Sensorproblem und frühem Boxenstopp noch auf Platz 17 in der Hypercar‑Klasse.

    BMW holte den 1. Platz in der LGT3 in Imola

    LMGT3: WRT profitiert vom McLaren‑Drama

    In der LMGT3‑Klasse erzählt Imola eine dieser Geschichten, die Langstreckenrennen prägen: Lange alles im Griff, dann ein Defekt – und der sicher geglaubte Sieg ist weg. Für Garage 59 hätte das WEC‑Debüt mit dem McLaren #10 kaum besser beginnen können. Tom Fleming setzt das Auto am Samstag sensationell auf die Pole. Auch zu Rennbeginn behauptet sich das Trio Au, Fleming und Kirchhöfer konstant an der Spitze.

    Den scheinbar entscheidenden Moment setzt Fleming zu Beginn der vorletzten Stunde, als er sich nach einem Stintlange Duell in Tamburello an der TF‑Sport‑Corvette von Jonny Edgar vorbeibremst. Kirchhöfer übernimmt mit frischeren Reifen, kontrolliert das Tempo und hat 35 Minuten vor Schluss einen komfortablen Vorsprung – bis ein elektrisches Problem den McLaren auf der Start‑/Zielgeraden schlagartig einbremst. Vom Traum‑Debüt bleibt zunächst nur die bittere Erkenntnis, dass selbst eine perfekte Strategie technisch nicht abgesichert ist.

    Der McLaren von Garage 59 holte die Pole aber hatte Pech kurz vor Schluss

    Die Nutznießer sitzen im BMW #69: Anthony McIntosh, Parker Thompson und Dan Harper hatten sich von Beginn an im Vorderfeld festgebissen und profitieren nun vom Pech der Konkurrenz. Harper übernimmt für den Schlussstint, dicht verfolgt durch Nicky Catsburg in der TF Sport Corvette #33. Catsburg reduziert den Rückstand von sechs auf zwei Sekunden und startet in der letzten Runde einen finalen Angriff, doch Harper hält dem Druck stand und bringt den BMW mit 0,265 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

    Porsche stark, Lexus im Pech

    Hinter dem siegreichen BMW und der knapp geschlagenen Corvette komplettiert der „The Bend“ Manthey Porsche das Podium. Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz fingen sich früh im Rennen einen Dreher ein, arbeiteten sich aber mit sauberer Pace und cleveren Stopps wieder nach vorne. Dahinter landet die Schwester‑Crew im DK‑Engineering Porsche #91 vor dem BMW #32 und dem AF Corse Ferrari #21.

    Der Ford Mustang #88, der zu Rennbeginn überraschend lange an der Spitze mitmischt, fällt in der Schlussphase noch auf Rang sieben zurück. Garage 59 schickt den reparierten #10 McLaren nach einem langen Stopp in der Box immerhin noch einmal für die letzte Runde auf die Strecke und sichert so Platz 13 in der Klasse – ein kleines Trostpflaster nach dem geplatzten Siegtraum.

    Für beide Lexus-GT3-Fahrzeuge hätte das Rennen besser ausgehen können - das Potential war vorhanden

    Für Akkodis ASP wird Imola zum frühen Tiefpunkt. Beide Lexus, obwohl aus den Startreihen zwei und drei gestartet, werden kurz nach dem ersten Boxenstopp von augenscheinlich ähnlichen Getriebeproblemen getroffen. Die #87 muss direkt an der Strecke abgestellt werden, die #78 kehrt nach längerer Reparatur zwar noch ins Rennen zurück, spielt im Klassement aber keine Rolle mehr.

    Mit Imola hat die WEC damit gleich zum Auftakt den Ton gesetzt: Die Hypercar‑Spitze ist enger denn je, Strategieentscheidungen unter Gelb oder VSC können Rennen gewinnen – oder verlieren – und in der LMGT3 reicht eine einzige elektrische Komponente, um aus einem sicheren Sieg eine bittere Fußnote in der Ergebnisliste zu machen. Die vollständigen Rennergebnisse gibt es hier.

    Bilder © Endurance Archive