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  • Warum BMW in Le Mans 2026 verlor und Toyota wieder Weltklasse ist

    Warum BMW in Le Mans 2026 verlor und Toyota wieder Weltklasse ist

    Toyota gewinnt Le Mans 2026 – aber nur mit einem genialen Strategie-Trick und 10,9 Sekunden Vorsprung auf BMW. Wir schauen zurück auf die 94. Ausgabe der 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

    Was steckt hinter Toyotas frühen Boxenstopps in Runde 8 und 9? Warum fehlten BMW am Ende nur 11 Sekunden zum ersten Le-Mans-Sieg seit 1999? Wie erlebte Ferrari das Ende seiner dreijährigen Siegesserie? Und wie fühlt sich Le Mans an – wenn man wirklich dabei war? All das besprechen wir in dieser Folge.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • Gewinner und Verlierer der 24 Stunden von Le Mans 2026

    Gewinner und Verlierer der 24 Stunden von Le Mans 2026

    Wer hat sich in der 94. Ausgabe des legendärsten Langstreckenrennens der Welt durchgesetzt – und wer musste einen Dämpfer hinnehmen? Hier sind die Gewinner und Verlierer der 24 Stunden von Le Mans 2026.

    Gewinner

    Toyota

    Beginnen wir mit dem Team, das den Pokal mit nach Hause nahm: Toyota hat mit seinem sechsten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans endgültig die Geister von 2016 vertrieben – auch wenn es der erste Erfolg gegen ein breit aufgestelltes Feld mehrerer Hersteller auf vergleichbarem Niveau war, und das ausgerechnet mit einem brandneuen Fahrzeug.

    Zwar war es keineswegs ihre Schuld, dass die fünf vorherigen Siege gegen Teams wie Glickenhaus, Rebellion Racing und ein noch zugelassenes Alpine-LMP1-Programm errungen wurden, dennoch dürfte das in Köln ansässige Team die 94. Ausgabe des berühmten Langstreckenklassikers mit einem Gefühl von Wiedergutmachung und großer Zufriedenheit verlassen haben.

    Der Triumph hatte allerdings auch Glückskomponenten. Ein Safety-Car-Einsatz knapp sechs Stunden vor Rennende neutralisierte den zuvor deutlichen Vorsprung zwischen dem Toyota mit der Startnummer 7 – der kurz zuvor wegen eines Reifenschadens an die Box musste – und dem Cadillac mit der Startnummer 12 sowie dem BMW mit der Startnummer 20.

    BMW

    Der wohl am stärksten auftrumpfende Hersteller der bisherigen Saison war BMW. Ein fehlerfreies Rennen an der Spitze hätte dem vom Team WRT eingesetzten M Hybrid V8 den zweiten Gesamtsieg in Le Mans bescheren können. Die Pole-Position war zudem ein zusätzlicher Bonus nach der Disqualifikation von Cadillac.

    Das Auto mit der Startnummer 20 von René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde musste jedoch tatenlos zusehen, wie ein Safety-Car-Einsatz sechs Stunden vor Rennende den zuvor aufgebauten Vorsprung von rund 90 Sekunden auf den Toyota mit der Startnummer 7 zunichtemachte.

    Dennoch wird das belgische Team nach dem Abklingen der Enttäuschung mit einem Podiumsplatz und den damit verbundenen wertvollen Meisterschaftspunkten zufrieden sein. Mit etwas mehr Glück hätte das Rennen auch einen völlig anderen Verlauf nehmen können.

    Cadillac

    Eine Rundenzeit, die zur Pole-Position reichte, starkes Renntempo über weite Strecken und am Ende Platz vier im Gesamtklassement: Cadillac bestätigte in Le Mans erneut seine Wettbewerbsfähigkeit und hätte das Rennen durchaus gewinnen können – wäre nicht eine durchgebrannte Sicherung in der Servolenkung des Fahrzeugs mit der Startnummer 38 dazwischengekommen.

    Mit Jack Aitken hat das JOTA-Team zudem einen mehr als würdigen Ersatz für Jenson Button gefunden. Der britisch-koreanische Fahrer überzeugte nicht nur über eine schnelle Runde, sondern gehörte im Schnitt sogar zu den schnellsten Hypercar-Piloten des Feldes.

    Genesis

    Mit lediglich zwei Sechs-Stunden-Rennen Vorbereitung vor den 24 Stunden von Le Mans 2026 ging Genesis Magma Racing – ohne eigenes Verschulden aufgrund der Verschiebung des 1813-km-Rennens in Katar – vergleichsweise unvorbereitet in das Debütjahr.

    Trotzdem zeigte der koreanische Hersteller eine beachtliche Leistung. Beide Fahrzeuge erreichten die Hyperpole und demonstrierten damit das starke Ein-Runden-Tempo des GMR-001-Hypercars. Zudem brachte das Team ein Auto ins Ziel und bewies damit, dass die Plattform grundsätzlich über die nötige Standfestigkeit für die volle Distanz verfügt.

    Verlierer

    Peugeot

    Zu behaupten, 2026 sei kein gutes Jahr für Peugeot gewesen, wäre eine klare Untertreibung. Der französische Hersteller belegte mit seinem 9X8 die Plätze 11 und 12 im Gesamtklassement – und das trotz eines weitgehend störungsfreien Rennverlaufs ohne größere Zwischenfälle.

    „Das Wichtigste ist, dass wir das Ziel der 24 Stunden von Le Mans erreicht haben“, erklärte Teamchef Emmanuel Esnault. „Das Auto hat sich durchweg als zuverlässig erwiesen, und das Team hat ein sauberes Rennen ohne Aufgeben gefahren. Wir nehmen sechs Meisterschaftspunkte mit und die klare Entschlossenheit, uns weiter zu verbessern.“

    Ferrari

    Ferrari erlebte bei den 24 Stunden von Le Mans eine ernüchternde Realität, nachdem der Hersteller die drei vorherigen Ausgaben des Rennens dominiert hatte. Der Ferrari mit der Startnummer 51 belegte den fünften Platz, während die Startnummer 50 aufgrund technischer Probleme im Bereich der Elektrik ausfiel.

    Da die Konkurrenz offenbar aufgeholt hat, stehen bei der italienischen Marke nun intensive Entwicklungsarbeiten an, um den Ferrari 499P wieder an die absolute Spitze zu bringen. Tatsächlich bestätigte Ferdinando Cannizzo, Leiter der Langstrecken-Rennsportabteilung, dass das Team in der nächsten Entwicklungsstufe „drei bis vier“ der insgesamt fünf verfügbaren Leistungs-Joker einsetzen wird.

    James Calado, Fahrer des Fahrzeugs mit der Startnummer 50, sagte: „Wir hatten große Hoffnungen und ich bin enttäuscht, aber eigentlich sollten wir auch zufrieden sein, denn wir wussten, dass wir im Renntempo Schwierigkeiten haben würden. Wir haben alles gegeben. Fünfter Platz – aber es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Toyota holt 6. Le-Mans-Sieg nach packendem Dreikampf mit BMW und Cadillac

    Toyota holt 6. Le-Mans-Sieg nach packendem Dreikampf mit BMW und Cadillac

    Toyota Racing hat die 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans gewonnen und damit seinen sechsten Gesamtsieg beim Langstreckenklassiker gefeiert. Nach einem packenden Rennen setzte sich der japanische Hersteller gegen BMW und Cadillac durch.

    Der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 7, pilotiert von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries, überquerte nach 24 Rennstunden die Ziellinie mit einem Vorsprung von lediglich zehn Sekunden auf den BMW M Hybrid V8 des BMW M Team WRT mit Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde. Weitere zehn Sekunden dahinter komplettierte das Schwesterfahrzeug von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa das Podium.

    Für Conway und Kobayashi war es der zweite Gesamtsieg in Le Mans. Nyck de Vries feierte dagegen seinen ersten Triumph beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt. Der Niederländer wurde damit der dritte überhaupt, der die Gesamtwertung gewann – nach Jan Lammers (1988) sowie Gijs van Lennep (1971 und 1976).

    Bei Temperaturen von rund 30 Grad Celsius entwickelte sich das Rennen zu einer material- und kräftezehrenden Herausforderung. Die Führung wechselte mehrfach, und Toyota musste sich den Weg an die Spitze hart erarbeiten.

    „Wir hatten einen Reifenschaden, dazu ein Problem mit einem Antriebswellensensor, wodurch wir Leistung verloren haben“, erklärte Kamui Kobayashi. „Es war kein einfaches Rennen, aber am Ende haben wir es geschafft. Das gesamte Team hat einen fantastischen Job gemacht.“

    Strategisch setzte Toyota früh auf versetzte Boxenstopps seiner beiden Fahrzeuge. Dadurch konnten die Fahrer häufiger in freier Fahrt agieren und ihre Pace effizienter nutzen, anstatt im dichten Verkehr festzustecken – eine Herangehensweise, die an die erfolgreiche BMW-Taktik beim Rennen in Spa-Francorchamps erinnerte.

    „Es gab Phasen, in denen Cadillac, BMW und Ferrari unglaublich stark waren. Das hat es für uns sehr schwierig gemacht“, sagte Mike Conway. „Selbst drei Stunden vor Schluss war völlig offen, wie das Rennen ausgehen würde.“

    LMP2: Inter Europol feiert Doppelsieg

    In der LMP2-Klasse sicherte sich Inter Europol Competition einen eindrucksvollen Doppelsieg. Jakub Śmiechowski, Nick Yelloly und Tom Dillmann gewannen im Fahrzeug mit der Startnummer 343 und sorgten damit zugleich für das vierte Podium des Teams in Folge in Le Mans.

    Den zweiten Platz belegte das Schwesterfahrzeug des polnischen Rennstalls. Rang drei ging an Forestier Racing by Panis mit der Startnummer 29, das von einem späten Ausfall des Duqueine-Racing-Autos mit der Nummer 30 profitierte. Bemerkenswert: Es blieb der einzige Ausfall im gesamten LMP2-Feld.

    LMGT3: Corvette setzt sich durch

    In der LMGT3-Kategorie triumphierte die Corvette Z06 LMGT3.R von TF Sport mit der Startnummer 33. Ben Keating, Nicky Catsburg und Johnny Edgar sicherten dem Team den Klassensieg.

    Keating hatte noch mit den Folgen eines Ellenbogenbruchs zu kämpfen, den er sich neun Wochen zuvor zugezogen hatte. Nachdem er seine vorgeschriebenen Stints bereits am Samstag absolviert hatte, konnten Catsburg und Edgar die Corvette kontrolliert ins Ziel bringen.

    Den zweiten Platz belegte der Lexus des Akkodis ASP Teams mit der Startnummer 78. Das Podium komplettierte der Aston Martin von Heart of Racing mit der Nummer 23.

    Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier zum nachlesen.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Zwischenstand Sonntag: Cadillac führt vor BMW und Toyota

    Zwischenstand Sonntag: Cadillac führt vor BMW und Toyota

    Das Cadillac Hertz Team Jota liegt am Sonntagmorgen bei den 24 Stunden von Le Mans nach einem intensiven Rennen mit nur wenigen Unterbrechungen und größeren Zwischenfällen an der Spitze. Der Cadillac V-Series.R mit der Startnummer 12, pilotiert von Will Stevens, Norman Nato und Louis Delétraz, hält die Führung bereits seit den frühen Morgenstunden.

    Die Temperaturen fielen in der Nacht auf kühle 13 Grad Celsius, sollen im Tagesverlauf jedoch wieder auf das bereits am Samstag herrschende Hitzeniveau ansteigen oder dieses sogar übertreffen.

    Im Laufe der Nacht verloren die Verfolger des führenden Cadillacs zunehmend an Boden. Als ernsthafter Herausforderer verbleibt derzeit lediglich der BMW M Hybrid V8 des BMW M Team WRT mit der Startnummer 20, gefahren von René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde und der Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 8.

    Der zweite Cadillac von Hertz Team Jota mit der Startnummer 38, besetzt mit Sébastien Bourdais, Jack Aitken und Earl Bamber, wurde durch eine durchgebrannte Sicherung der Servolenkung zurückgeworfen. Die daraus resultierenden Reparaturarbeiten an der Box kosteten wertvolle Zeit. Auch der Toyota GR010 Hybrid von Brendon Hartley, Sébastian Buemi und Ryo Hirakawa mischte zwischenzeitlich im Kampf um die Spitzenpositionen mit, fiel jedoch nach einer Durchfahrtsstrafe wegen eines Vergehens unter Gelb zurück.

    Die beiden Fahrzeuge von Genesis Magma Racing zeigten über weite Strecken der Nacht eine starke Leistung, wurden jedoch von technischen Problemen gebremst. Einer der Wagen blieb sogar auf der Strecke stehen und löste damit die bereits erwähnte Gelbphase aus. Fahrer Paul-Loup Chatin gelang es jedoch, seinen Genesis GMR-001 Hypercar neu zu starten und das Rennen fortzusetzen.

    Alles offen in LMP2 und GT3

    In der LMP2-Klasse bleibt das Rennen äußerst spannend. Die ersten fünf Fahrzeuge liegen innerhalb von lediglich 30 Sekunden. Angeführt wird das Feld vom Duqueine-Team-Fahrzeug mit der Startnummer 30 und Richard Verschoor am Steuer. Dahinter folgen die beiden Fahrzeuge von Inter Europol Competition, während Proton Competition mit der Startnummer 9 auf Rang vier liegt.

    In der LMGT3-Kategorie führt derzeit die Corvette Z06 GT3.R von TF Sport mit der Startnummer 33, gefahren von Nicky Catsburg, Jonny Edgar und Ben Keating. Keating, der sich aktuell von einem gebrochenen Ellenbogen erholt, hat seine vorgeschriebene Mindestfahrzeit bereits absolviert. Den verbleibenden Teil des Rennens werden daher Catsburg und Edgar bestreiten.

    Alle Bilder von der Le-Mans-Woche sind hier verfügbar.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Hanses: In Le Mans geht ein Traum in Erfüllung

    Hanses: In Le Mans geht ein Traum in Erfüllung

    Für Julian Hanses zählt ein Start bei den 24 Stunden von Le Mans seit Jahren zu seinen größten Karrierezielen. 2026 wird dieser Traum Wirklichkeit: Der 28-Jährige geht im Mercedes-AMG LMGT3 mit der Startnummer 62 für das Team Qatar by Iron Lynx an den Start.

    Hanses und Abdulla Al-Khelaifi verbindet bereits seit längerer Zeit eine enge Zusammenarbeit. Das Duo bestreitet sowohl die diesjährigen 24 Stunden von Le Mans als auch die European Le Mans Series gemeinsam. Für das Saisonhighlight kommt Giuliano Alesi dazu. Für Hanses ist eine stabile und vertrauensvolle Partnerschaft ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Langstreckensport.

    “Im Motorsport hat es sich dahin entwickelt, dass vieles immer noch auf ein Jahr fokussiert ist. Die meisten Fahrer fahren ein Jahr hier und ein Jahr da. Es ist sehr viel Sprunghaftigkeit im Allgemeinen. Wir aber arbeiten seit drei Jahren zusammen, und das schafft ein gewisses Basis. Abdulla und ich kennen uns gut, wir sind sogar richtige Freunde geworden, und wir können dadurch tiefer sprechen als manch andere Teamkollegen.”

    Mit seinem Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans erfüllt sich Hanses einen lang gehegten Traum. Die Freude über die Nachrichten war dementsprechend groß: “Le Mans war schon immer auf meine Bucket-List. Ich habe das Rennen immer zusammen mit meinem Vater geschaut, und wir hatten beide Tränen in den Augen, als wir gehört haben, dass ich hier starte. Wir arbeiten seit 20 Jahren zusammen darauf hin. Es war auf jeden Fall ein sehr emotionaler Moment.”

    “Ich bin hierhergekommen und bin die ersten Runden gefahren und dachte mir, ich will nirgendwo mehr anders fahren,” erzählt der Mercedes-Fahrer. “Und dann am Mittwoch bin ich im Dunkeln gefahren und habe gedacht, ich habe eigentlich alles erlebt, was ich im Leben erleben möchte. Das war unbeschreiblich, der Peak meines Lebens bisher.”

    Wenn es um seinen Lieblingsabschnitt an der Strecke geht, Hanses ist sich sicher: “Ich mag eigentlich die Passagen, in denen man am Limit ist, der Adrenalinspiegel steigt und man alles geben muss, um schnell zu sein. Von daher sind es auf jeden Fall die Porsche-Kurven, die ich am meisten mag. Da habe ich das größte Grinsen im Gesicht, wenn ich dadurch fahre.”

    Mit Blick auf das diesjährige Rennen zeigt sich der 28-Jährige mit der bisherigen Leistung zufrieden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass keiner der drei Fahrer des Teams zuvor in Le Mans angetreten ist: “ Wir sind ein komplett Rookie-Setup, deswegen streben wir vor allem an, so viel Erfahrung wie nur möglich zu sammeln. Wenn eine gute Position dabei rumkommt – und der Speed ist dafür da –, dann ist das umso schöner. Aber wir wissen auch, Le Mans sucht sich immer den Sieger aus. Also werden wir uns einfach darauf fokussieren, so wenig Fehler wie möglich zu machen und keine Strafen zu bekommen. Das ist für uns das Ziel.”

    Nach Le Mans wird Hanses die verbleibenden Rennen der ELMS-Saison in Imola, Spa-Francorchamps, Silverstone und Portimão bestreiten. Darüber hinaus kann sich der Deutsche weitere Renneinsätze durchaus vorstellen.

    “FIA WEC wäre ein Riesen-Traum, wenn es klappen würde. Ich habe in meiner Karriere viele Hochs und Tiefs erlebt, manche falsche Entscheidungen getroffen. In den letzten Jahren ging es aber ständig aufwärts. ELMS für die komplette Saison war schon eine sehr schöne Überraschung, dazu macht Le Mans die Sache noch schöner. Zukünftig in der WEC zu starten wäre unglaublich, aber ich bin erstmal dankbar für den ganzen Support hier. Man muss einfach jeden Moment genießen, wie er ist, und das große Bild sehen.”

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Uncut: David bei den 24 Stunden von Le Mans

    Uncut: David bei den 24 Stunden von Le Mans

    Es ist wieder soweit, David ist vor Ort an der Strecke – diesmal bei den 24 Stunde von Le Mans. In dieser Folge nimmt er Euch „Uncut“ mit durch das Fahrerlager (Überraschungsgäste inklusive).

    Ihr kennt das Vorgehen: David reist zu einem Rennen und hat das Mikro im Gepäck. Diesmal ist der beim Jahreshighlight in Le Mans vor Ort und ist gleich mit mehreren Fahrern ins Gespräch gekommen. Freut Euch auf authentische Momente von der Anreise bis zur Action an der Strecke. Taucht ein und lasst Euch überraschen.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • 24h Le Mans 2026 Bingo – spiel das Rennen mit

    24h Le Mans 2026 Bingo – spiel das Rennen mit

    Für die 24h Le Mans 2026 haben wir ein eigenes Bingo gebaut. Eine leichte Version für alle, die das Rennen entspannt verfolgen und eine schwere Version mit historischen und absurden Momenten für die Nerds.

    So funktioniert das Le‑Mans‑Bingo

    • Sucht Euch eine Karte aus: leicht oder schwer.
    • Immer wenn eine Szene oder Aussage im Rennen zu einem Feld passt, kreuzt Ihr es an.
    • Wer zuerst fünf Felder in einer Reihe (waagrecht, senkrecht oder diagonal) voll hat, ruft „BINGO!“ und gewinnt die Runde.
    • Ihr könnt alleine spielen, mit Freunden vor dem TV, im Fahrerlager‑Zelt oder digital im Watch‑Along.

    Optional: Wer es richtig durchziehen will, spielt den „Vollkarten‑Modus“ – gewonnen hat hier, wer nach 24 Stunden zuerst alle Felder abgehakt hat.

    Einfacher Spielmodus

    Die leichte Karte ist für den Einfachen Spielmodus. Darauf findest du typische Le‑Mans‑Momente, die fast jedes Jahr passieren: Kommentatorensprüche, Regie‑Bilder, Szenen aus Boxengasse, Slow‑Zones etc. Diese Karte ist ideal, wenn du:

    • mit Freunden oder Familie schaust,
    • eher „casual“ im Thema bist,
    • oder einfach das Rennen bewusster erleben willst, ohne ständig Statistiken nachzuschlagen.

    Schwerer Spielmodus

    Die schwere Karte ist für alle, die Le‑Mans‑Historie atmen. Hier findest du Felder zu legendären Szenen, Rekorden und kuriosen Momenten aus der Geschichte des Rennens. So könnt ihr sie nutzen:

    • Als Ersatz für den leichten Modus, wenn Ihr das Rennen besonders intensiv verfolgen wollt.
    • Parallel zur leichten Karte mit einem Punktesystem (z. B. 1 Punkt für ein leichtes Feld, 3 Punkte für ein schweres Feld).

    Download & Mitmachen

    Beide Bingo‑Karten gibt es hier als kostenlosen Download zum Ausdrucken und fürs Handy. Schnapp dir deine Karte, markiere deine Bingo‑Felder während des Rennens und poste ein Foto in deiner Insta‑Story. Tagge uns mit @endurance_archive – wir teilen die besten Bingo‑Karten, Setups und Le‑Mans‑Momente in unseren Stories.

    -> Download Leichte Version

    -> Download Schwere Version

  • BMW auf Pole in Le Mans nach Disqualifikation von Cadillac

    BMW auf Pole in Le Mans nach Disqualifikation von Cadillac

    Der BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 15 von Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor wird die 24 Stunden von Le Mans 2026 von der Pole-Position aus in Angriff nehmen. Vorausgegangen war eine turbulente Hyperpole-Session, die mit einer dramatischen Wendung endete.

    Die Bestzeit im Top-Ten-Shootout hatte ursprünglich der Cadillac V-Series.R mit der Startnummer 38 erzielt. Jack Aitken, der das Auto neben Sébastien Bourdais und Earl Bamber pilotiert, fuhr die schnellste Runde des Feldes. Nach der Session wurde der Cadillac jedoch auf den zehnten Startplatz zurückversetzt. Grund dafür war eine Strafe, weil das Fahrzeug die Boxengasse vor der offiziell festgelegten Startzeit der Session verlassen hatte.

    Von dieser Entscheidung profitierte Vanthoor, der BMW damit die erste Pole-Position in der Geschichte des Herstellers bei den 24 Stunden von Le Mans sicherte.

    „Ich bin überglücklich, auf der Pole zu stehen“, sagte der Belgier. „Le Mans ist ein unglaubliches Event. Hier auf Pole zu stehen und dem gesamten Team das zurückzugeben, was es verdient, ist etwas ganz Besonderes. Unser Ziel ist jedoch der Rennsieg. Dafür müssen wir über 24 Stunden hinweg fehlerfrei bleiben, um am Sonntag ganz vorne mitkämpfen zu können.“

    Die zweite Startreihe bilden der Alpine mit der Startnummer 35 und der BMW mit der Startnummer 20. Aus der dritten Reihe starten der Cadillac mit der Startnummer 101 sowie der beeindruckend starke Genesis mit der Startnummer 19.

    Zuvor hatte sich Esteban Masson die Pole-Position in der LMP2-Klasse gesichert. Der Franzose, der nach seinen überzeugenden Auftritten im Toyota GR010 Hybrid beim Le-Mans-Testtag als aussichtsreicher Kandidat für ein zukünftiges Hypercar-Cockpit bei Toyota gilt, stellte den Oreca 07 mit der Startnummer 29 von Forestier Racing by Panis auf den ersten Startplatz. Job van Uitert sicherte IDEC Sport mit der Startnummer 28 dank seiner letzten Runde noch den zweiten Platz auf der Startaufstellung.

    In der LMGT3-Kategorie setzte Aston Martin seine starke Form auch in der Hyperpole fort. Der Vantage GT3 Evo mit der Startnummer 27 von Heart of Racing, pilotiert von Ian James, Zach Robichon und Mattia Drudi, dominierte die Session und war nahezu eine Sekunde schneller als der zweitplatzierte Ferrari mit der Startnummer 21 von Vista AF Corse.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • BMW, Alpine und Cadillac glänzen vor der Hyperpole

    BMW, Alpine und Cadillac glänzen vor der Hyperpole

    Das dritte Freie Training in Le Mans bot Teams und Fahrern die letzte Gelegenheit, ihre Set-ups vor dem Hyperpole-Showdown am Donnerstagabend zu optimieren. Zumindest auf eine schnelle Runde betrachtet hinterließen BMW, Alpine und Cadillac den stärksten Eindruck.

    Nachdem eine späte rote Flagge – ausgelöst durch den Oreca #22 von United Autosports – die Session kurzzeitig unterbrochen hatte, wurde das Training mit noch 15 Minuten auf der Uhr wieder aufgenommen. Zahlreiche Hypercar-Teams nutzten die verbleibende Zeit für Qualifying-Simulationen, da beide Hyperpole-Sessions am Donnerstagabend zur gleichen Tageszeit stattfinden.

    Entsprechend purzelten die Bestzeiten in den letzten Minuten. Zunächst setzte sich der Cadillac #12 von Will Stevens, Norman Nato und Louis Delétraz an die Spitze, ehe Fred Makowiecki im Alpine #36 diese Marke unterbot.

    Das letzte Wort hatte jedoch Dries Vanthoor. Der Belgier umrundete den Circuit de la Sarthe im BMW #15 in 3:23,302 Minuten und sicherte seinem Team damit die Bestzeit der Session.

    Auch in der LMGT3-Klasse setzte die Aston-Martin-Mannschaft #23 mit Gray Newell, Eduardo Barrichello und Johnny Adam ihre starke Form fort. Barrichello fuhr mit 3:53,728 Minuten die schnellste Runde der Klasse und war damit zwei Zehntelsekunden schneller als Augusto Farfus im BMW #32 des Team WRT.

    In der LMP2-Kategorie führte Oliver Gray das Klassement an. Der junge Brite erzielte im Oreca #29 von Forestier by Panis Racing die Bestzeit von 3:34,252 Minuten. Nur eine Tausendstelsekunde dahinter folgte Julien Andlauer im Oreca #30 des Duqueine Teams.

    Als Nächstes steht die Hyperpole auf dem Programm. Die erste Session beginnt um 20:00 Uhr Ortszeit. Die jeweils 15 schnellsten Fahrzeuge jeder Klasse kämpfen zunächst um den Einzug in das Top-10-Shootout, das in den zweiten 15 Minuten ausgetragen wird. Während die Hypercars ihre eigene Session bestreiten, gehen LMGT3- und LMP2-Fahrzeuge gemeinsam auf die Strecke.

    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)