Das finale Training zu den 6 Stunden von Spa-Francorchamps ist absolviert: Auf dem traditionsreichen Kurs nutzten die Teams die einstündige FP3-Session intensiv, um die Autos auf das heutige Qualifying abzustimmen.
In der Hypercar-Klasse knüpfte Ferrari an die Performance aus dem ersten freien Training an und setzte mit dem Trio Fuoco/Molina/Nielsen die Trainingsbestzeit in Spa.
Nr. 50, Ferrari AF Corse (2:00.596 Minuten)
Nr. 38, Cadillac Hertz Team JOTA (2:00.793 Minuten)
Nr. 12, Cadillac Hertz Team JOTA (2:00.82 Minuten)
Die engen Abstände an der FP3-Spitze sorgten auf den Zuschauertribünen für einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Kampf um die Pole-Position.
LMGT3
Auch in der hart umkämpften LMGT3-Klasse ist das Feld nah beieinander. Am schnellsten umrundete die Ferrari-Mannschaft von Vista AF Corse den Ardennen-Kurs im finalen Trainingslauf. Die Top-3 sieht wie folgt aus:
Nr. 21, Vista AF Corse (2:17.831 Minuten)
Nr. 88, Proton Competition (2:18.181 Minuten)
Nr. 87, Akkodis ASP Team (2:18.676 Minuten)
Mit dem LMGT3-Qualifying steht um 14:40 Uhr die nächste Session auf dem Circuit de Spa-Francorchamps an. Die Qualifikation in der Hypercar-Klasse folgt um 15:25 Uhr.
Nach einem Saisonauftakt nach Maß, zeigt sich Ferrari auch vor den 6-Stunden von Spa-Francorchamps angriffsbereit. Trotz fehlender Testkilometer auf der neu asphaltierten Strecke, blicken die Scuderia Ferrari-Piloten James Calado und Nicklas Nielsen wenig beunruhigt auf das dritte Rennwochenende 2025.
„Wir haben in Spa nicht getestet, genauso wenig wie in Imola – und dort hat es bekanntlich gut für uns funktioniert“, gab James Calado im Vorfeld des Rennwochenendes zu Protokoll. Der Brite ist überzeugt, dass die Streckenanpassungen primär den Grip beeinflussen und schnellere Rundenzeiten ermöglichen werden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und intensiv im Simulator gearbeitet“, so Calado zuversichtlich.
Auch Teamkollege Nicklas Nielsen unterstreicht die Bedeutung der virtuellen Vorbereitung. „Natürlich ersetzt der Simulator keinen Test auf der Strecke, aber wir haben uns umfangreich vorbereitet“, erklärte der Däne. Er verweist auf die bereits in anderen Serien beobachteten Rundenzeitenverbesserungen durch den neuen Asphalt, warnt aber gleichzeitig vor möglichen Auswirkungen auf den Reifenverschleiß. „Damit werden allerdings alle Teams zu kämpfen haben“, so Nielsen.
Enges Qualifying erwartet
Trotz der Ungewissheit über die tatsächlichen Auswirkungen des neuen Asphalts auf das Fahrverhalten, blickt Nielsen optimistisch auf das Wochenende. „Unsere Stärken liegen traditionell in schnellen Kurven, und Spa ist eine Strecke, die unserem Auto sehr entgegenkommt“, betont der Ferrari-Pilot.
Der Blick auf die Konkurrenz ist bei Ferrari jedoch von gesundem Respekt geprägt. Calado erwartet ein enges Qualifying und ist sich sicher, dass sowohl Porsche, Toyota und auch BMW eine ernstzunehmende Rolle spielen werden.
Welche Leistung Ferrari tatsächlich auf die optimierte Strecke in Spa bringen kann, erfahren wir in der Qualifikation am Samstag, den 10. Mai.
Ferrari setzt zum Auftakt des WEC-Rennwochenendes in Spa-Francorchamps das erste Ausrufezeichen. Mit einer Rundenzeit von 2:02.835 Minuten, war der Italiener Antonio Fuoco (50) der schnellste Pilot im FP1.
Trainingszweiter wurde Robert Kubica im AF Corse-Ferrari (83). Der ehemalige Formel-1-Pilot umrundete den Kurs 0.222 Sekunden langsamer als Fuoco.
Mick Schumacher im Alpine (36) komplettierte die Top-3 mit einer Zeit von 2:03.094 Minuten. Dahinter reihten sich die beiden Peugeot 9X8 mit den Startnummern 93 und 94 ein.
Kurze „Full Course Yellow“-Phasen unterbrachen die 90-minütige Session zweimal. Ursächlich dafür waren Dreher von Paul-Loup Chatin (Alpine, 35) in Les Combes, der aus dem Kies befreit werden musste, sowie ein ähnlicher Vorfall von Sébastien Bourdais (Cadillac, 38) an der Campus-Schikane.
Porsche mit Tagesbestzeit im FP2
Im 2. Freien Training war es Kévin Estre, der sich in seinem Porsche 963 an die Spitze des Feldes setzten konnte. Mit seiner Rundenzeit von 2:01.475 Minuten umrundete der Franzose die Strecke rund 1,3 Sekunden schneller als Fuoco im FP1. Dieser beendete das zweite Training mit seinen Teamkollegen Molina und Nielsen auf Rang zwei. Dahinter landete das BMW M Team WRT mit dem Fahrerduo Frijns/Rast (20).
Geprägt wurde die Session durch drei rote Flaggen. Für die erste sorgte Antonio Giovinazzi im Ferrari 499P, der zu Beginn des Trainings in Höhe der Eau Rouge einschlug. Ein ähnliches Schicksal ereilte kurz darauf Stephen Grovees im Mercedes-AMG (60). Die dritte Unterbrechung verursachte Tom Gamble, der mit seinem Aston Martin Valkyrie (007) in Pouhon im Reifenstapeln landete.
LMGT3
Im FP1 trennte die Top-4 der LMGT3-Kategorie nur eine halbe Sekunde. Der Lexus (78) sicherte sich die Bestzeit (2:18.432 Minuten) und verwies den (21) Vista AF Corse Ferrari auf Platz zwei. Der zweite Lexus im Feld, mit der Startnummer (87) belegte den dritten Platz.
Im FP2 war es der Heart of Racing Aston Martin (27), der die Trainingsbestzeit setzte (2:18.326 Minuten). Dahinter reihten sich der Lexus (87) und der Ferrari (54) ein.
Eine Gesamtübersicht zu den Rundenzeiten aus FP1 und FP2 gibt es hier.
Seit dem letzten Gastspiel der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft in Belgien, gab es auf dem Circuit de Spa-Francorchamps umfangreiche Asphalterneuerungen. Im Rahmen einer von Mobil 1 organisierten Diskussionsrunde lobte Vanthoor die Streckenanpassungen gegenüber Endurance Archive.
„Der neue Belag ist wirklich toll, und wir sind pro Runde bis zu zwei Sekunden schneller“, sagte Vanthoor. „An manchen Stellen gibt es deutlich mehr Grip, was das Fahren sehr angenehm macht.“
Allerdings merkte der Belgier an, dass sich die veränderten Bedingungen auf das Auto auswirken würden: „Dies ändert die Herangehensweise an unser Setup, da die Belastungen für das Auto höher sind – ebenso wie die Geschwindigkeiten. Auch die Reifenbelastung muss im Blick behalten werden.“
Ein Auge auf Le Mans
Die 24 Stunden von Le Mans, der Saisonhöhepunkt, stehen kurz bevor. Im Vorfeld sprach Laurens Vanthoor über die Bedeutung der 6 Stunden von Spa-Francorchamps als Generalprobe.
„Aus Fahrersicht gibt es in Spa nicht viel zu lernen. Le Mans hat seine ganz eigenen Besonderheiten, welche nur schwer zu simulieren sind. Aus technischer Sicht gibt es jedoch viel mehr Gemeinsamkeiten. Im Vergleich zu Katar und Imola gibt es mehr Ähnlichkeiten hinsichtlich Setup, Fahrzeughöhe und Streckenverhalten bei hoher Geschwindigkeit. Es kommt also mehr auf das Auto an.“
Neue Gesichter in beiden Autos
Porsche Penske Motorsport bereitet sich intensiv auf die 24 Stunden von Le Mans vor. Ein wichtiger Schritt ist die Verpflichtung von Pascal Wehrlein, der im Auto mit der Startnummer 6 neben Laurens Vanthoor und Kévin Estre antreten wird. Im Schwesterauto mit der Startnummer 5 gibt es ebenfalls eine Änderung: Dort übernimmt Nico Müller das Lenkrad von Mathieu Jaminet.
Für Vanthoor ist der Einsatz seines neuen Fahrerkollegen ein positiver Schritt für das Team, welcher aber auch Herausforderungen mit sich bringt: „Pascal ist da, um vor Le Mans mehr Erfahrung und Fahrpraxis zu sammeln, was völlig fair und verständlich ist. Wir müssen unser Bestes geben.“
Gemischte Gefühle vor dem Saisonhöhepunkt
Der Saisonstart verlief für die Mannschaft von Porsche Penske Motorsport eher enttäuschend. Mit Blick auf die 24 Stunden von Le Mans sprach Vanthoor von einer gemischten Stimmung im Team.
„Letztes Jahr hat unser Programm einen offensichtlich großen Schritt nach vorne gemacht“, sagte der Belgier. „Wir haben fast alles gewonnen, außer Le Mans. Demgegenüber steht ein sehr erfolgreicher Saisonstart in der IMSA mit drei Siegen. Doch trotz starker Bemühungen hatten wir in den ersten WEC-Rennen 2025 zu kämpfen. Als Team funktionieren wir hervorragend und unser Auto ist stark, weshalb ich positiv nach Le Mans schaue.“
Das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps startet am Samstag, den 10. Mai, um 14:00 Uhr Ortszeit.
Das belgische Spa-Francorchamps bietet den Austragungsort des dritten Saisonrennens der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2025. Vor dem Start der ersten Session werfen wir einen Blick darauf, was an diesem Wochenende wichtig ist.
Ferrari mit BoP-Anpassungen
Nachdem Ferrari sowohl beim Saisonauftakt in Doha als auch vor heimischer Kulisse in Imola den Ton angeben konnte, reisen die Italiener mit breiter Brust nach Belgien. Trotz komfortabler Ausgangslage, wird es für Ferrari in Spa kein Spaziergang werden. Die Mannschaft aus Maranello wird nach den jüngsten BoP-Anpassungen mit 12 Kilogramm Zusatzgewicht und einer geringeren Grundleistung von -25,5 PS an den Start gehen.
Für eine Unterbrechung der roten Siegesserie würde gerne das Hertz Team JOTA sorgen. Im vergangenen Jahr feierte die Mannschaft in Spa, mit dem Porsche 963, den ersten Gesamtsieg eines Privat-Hypercar-Teams. Ob dieser Erfolg mit dem aktuell eingesetzten Cadillac V-Series.R in Belgien wiederholt werden kann, bleibt abzuwarten.
Mitwirken im Kampf um den Sieg möchten auch die Lokalmatadoren vom BMW M Team WRT. Die Mannschaft aus Lüttich konnte in den vergangenen WEC-Läufen überzeugen und feierte zuletzt in Imola einen Podestplatz. Auch wenn Stammfahrer Dries Vanthoor auf seiner Heimstrecke nicht ins Lenkrad greifen wird, werden dem BMW-Team gute Chancen in Spa vorhergesagt.
Spannung in der LMGT3-Klasse erwartet
Bereits beim Auftaktrennen in Katar bot die LMGT3-Klasse spannende Action über die gesamte Renndistanz. Auch in Imola hielt die hartumkämpfte Kategorie, was sie verspricht, und lieferte den Fans ein Fotofinish zwischen den beiden Führenden. Es wird sich zeigen, wer in Spa die Nase vorn haben wird. Vor heimischer Kulisse werden speziell die Belgier Tom Van Rompuy (Corvette #81) und Maxime Martin (Mercedes #61) glänzen wollen.
Zeitplan und TV-Übertragung
Los geht es am Donnerstag, 8. Mai, mit dem ersten freien Training. Die Qualifikation sowie die Hyperpole folgen am Freitag, bevor Samstag um 14:00 Uhr der Startschuss für das Rennen fällt. Alle wichtigen Informationen zu den 6-Stunden von Spa-Francorchamps, wie TV & Livestream-Übertragung, haben wir für Euch hier zusammengefasst. Zusätzlich könnt Ihr das Rennen am Samstag, wie gewohnt, in unserem Endurance Archive-Liveticker verfolgen.
Was für ein Krimi beim zweiten Lauf der ELMS 2025 auf dem Circuit Paul Ricard! IDEC Sport sicherte sich beim Heimspiel in Le Castellet einen hart erkämpften Gesamtsieg – und schrieb dabei erneut mehrfach Geschichte.
Starkregen, Strategiechaos und Safety Cars
Schon vor dem Start war klar: Das Wetter würde eine entscheidende Rolle spielen. Der Kurs war offiziell als „nass“ deklariert, doch der große Regen setzte erst während der Formationsrunden ein. Das sorgte für erste Dreher schon vor dem Start, gefolgt von einer turbulenten Anfangsphase mit mehreren Unfällen und gleich drei Safety-Car-Phasen.
Die Teams standen vor der schwierigen Wahl zwischen Slicks und Regenreifen – ein Poker, der die Reihenfolge im Feld immer wieder durcheinanderwirbelte. Das französische IDEC Sport-Team mit Jamie Chadwick, Daniel Juncadella und Mathys Jaubert (#18) zeigte in dieser Situation Nervenstärke. Nach einem Dreher von Chadwick in der Anfangsphase und einem Zwischenfall mit dem Schwesterauto kämpfte sich das Trio zurück an die Spitze.
Die wechselnden Bedingungen und clever getimte Boxenstopps spielten dem Team in die Karten: Als die Strecke abtrocknete, setzte Jaubert im letzten Stint alles auf eine Karte, verteidigte die Führung und überquerte nach vier Stunden mit nur 1,8 Sekunden Vorsprung vor dem Nielsen Racing Oreca (#27) die Ziellinie.
Historischer Sieg für Jamie Chadwick
Nach dem historischen Erfolg in Barcelona schreibt das Team mit Jamie Chadwick erneut Motorsportgeschichte. Sie ist die erste Frau, die einen Gesamtsieg bei einem ELMS-Rennen gewinnen konnte. Ein bedeutender Meilenstein für die Serie und ein starkes Signal für Frauen im Motorsport.
Hinter IDEC Sport sicherte sich das Nielsen Racing-Trio James Allen, Tony Wells und Sergio Sette Camara den Klassensieg in LMP2 Pro/Am und Platz zwei im Gesamtklassement. Besonders stark: Tony Wells‘ Eröffnungsstint auf Regenreifen brachte das Team früh in Führung. Louis Delétraz im AO by TF Oreca (#99) zeigte eine beeindruckende Aufholjagd und holte Platz zwei in der Klasse sowie den dritten Gesamtrang.
LMP3: CLX Motorsport bleibt das Maß der Dinge
In der LMP3-Klasse setzte CLX Motorsport seine Dominanz fort. Adrien Closmenil, Paul Lanchère und Theodor Jensen feierten im Ligier JS P320 den zweiten Saisonsieg in Folge. Das Team überzeugte trotz schwieriger Bedingungen mit einem Start-Ziel-Sieg. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte M Racing-Team betrug am Ende fast 25 Sekunden.
LMGT3: Ferrari siegt hauchdünn vor Mercedes
Das LMGT3-Finale war auch in Le Castellet ein echter Thriller. Lilou Wadoux brachte den Ferrari (#50) mit nur 0,3 Sekunden Vorsprung vor dem Mercedes von Fabien Schiller ins Ziel. Die Französin profitierte von einer klugen Boxenstrategie und verteidigte sich in den letzten Runden mit aller Kraft gegen den heranstürmenden Schiller. Platz drei ging an den GR Racing Ferrari. Die Top Fünf der GT3-Klasse lagen am Ende innerhalb von nur fünf Sekunden.
Weiter geht’s mit der ELMS am 6. Juli mit den 4 Stunden von Imola. Doch zuvor steht für viele Teams das große Highlight an: die 24 Stunden von Le Mans Mitte Juni. Wer alle Rennergebnisse aus einen Blick sucht, findet diese hier.
David übernimmt diesmal allein die Moderation des Podcasts, da Tobias privat verhindert ist. In dieser Folge hält er euch mit den neuesten Updates zu den anstehenden Langstreckenrennen auf dem Laufenden.
In seiner ersten Solo-Folge des Endurance Archive-Podcasts wirft David einen Blick auf die neuesten Nachrichten aus der Welt des Langstreckensports. Er behandelt Themen wie die ELMS und das bevorstehende WEC-Rennen in Spa.
Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.
Der Ostersonntag in Imola stand ganz im Zeichen von Ferrari. Die Italiener schaffte es erstmals ihr Heimrennen zu gewinnen. Wir sprechen ausführlich über die Hochs und Tiefs des zweiten Saisonlaufs.
Die Stimmung war hoch emotional, die Fans kaum zu halten und auch im Ferrari-Team brachen alle Dämme. Ein Jahr nach der bitteren Niederlage in Imola schaffte es die Werksmannschaft 2025 endlich zum heiß ersehnten Heimsieg.
Doch nicht nur die Hypercar-Klasse stand im Fokus der Italiener, auch bei den GT3-Fahrzeugen gab es Emotionen pur. Lokalmatador Valentino Rossi holte im Qualifying erstmals eine WEC-Pole und war auch im Rennen lange Zeit mit Chancen auf den Heimsieg. Das und mehr sind die Themen in der heutigen Podcastfolge.
Über 65.500 Fans wurden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola Zeugen, wie Ferrari beim Heimspiel einen historischen WEC-Sieg feierte.
Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi verwandelten die Pole-Position im Ferrari 499P #51 in den ersten Heimsieg der Italiener und bauten damit Ferraris perfekte Bilanz in der FIA WEC-Saison 2025 weiter aus.
Strategie, Nervenstärke und packende Duelle
Von Beginn an dominierte der Ferrari #51 das Geschehen mit einem zeitweise Vorsprung von fast einer halben Minute. Doch das Rennen war alles andere als ein Selbstläufer. Zahlreiche Full Course Yellows und zwei Safety-Car-Phasen wirbelten das Feld immer wieder durcheinander. Ferrari ließ sich jedoch nicht beirren, traf bei Reifen- und Boxenstrategie stets die richtigen Entscheidungen und behauptete sich gegen die Angriffe von Porsche, Toyota und BMW.
Besonders in der Schlussphase von Imola wurde es noch einmal eng für Ferrari. Trotz des Drucks der Konkurrenz verteidigte das Trio den Vorsprung und überquerte die Ziellinie mit knapp zehn Sekunden Vorsprung – der erste Ferrari Werkssieg auf italienischem Boden seit 1973.
BMW und Alpine überraschen
Hinter Ferrari setzte sich das BMW M Team WRT mit der #20 (René Rast, Robin Frijns, Sheldon van der Linde) auf Platz zwei. Trotz eines beschädigten Heckflügels nach der Kollision mit einem Toyota schaffte es das Trio auf’s Podest. Für die Fahrer war es der erste Podiumsplatz in der FIA WEC. Die Piloten von Alpine (Mick Schumacher, Jules Gounon, Frédéric Makowiecki) komplettierte das Podium und bestätigte die zuvor starke Qualifying-Performance der Franzosen.
Schlüsselduelle und Aufholjagden
Der Toyota #8 (Buemi, Hartley, Hirakawa) zeigte eine beeindruckende Defensivleistung. Sébastien Buemi schaffte es Ferrari-Pilot Antonio Fuoco hinter sich zu halten und zeitweise die Führung zu übernehmen.
Nicklas Nielsen im zweiten Ferrari (#50) begeisterte die Tifosi mit einer furiosen Aufholjagd vom letzten Startplatz im Feld bis in die Top-6.
Matt Campbell im Porsche 963 #6 lieferte sich in der vierten Rennstunde ein sehenswertes Duell mit Giovinazzi und verteidigte sich auf alten Reifen erfolgreich gegen seine Angriffe.
LMGT3: Porsche siegt nach Herzschlagfinale
Auch in der LMGT3-Klasse blieb es bis zum Schluss spannend. Der von Valentino Rossi auf Pole gestellte BMW M4 führte lange. Nach einer Kollision mit dem ebenfalls starken Vista AF Corse-Ferrari und einer anschließenden Stop-and-Go-Strafe fiel dieser jedoch zurück.
In den letzten Minuten des Rennens kämpfte sich Kelvin van der Linde im #46 BMW noch einmal an den führenden Richard Lietz (#91) heran. Doch der Österreicher verteidigte sich nervenstark und bescherte Manthey den ersten Saisonsieg im Jahr 2025. Rossi musste sich – wie schon 2024 – beim Heimrennen mit Platz zwei begnügen. Das Akkodis ASP Team sorgte mit den Plätzen drei und vier für das erste Lexus-Podium in der FIA WEC.
Die 6 Stunden von Imola 2025 boten alles, was Langstreckenfans lieben. Von Taktik über packende Zweikämpfe, dramatische Wendungen bis zu einem Heimsieg, der in die Geschichte eingeht. Ferrari bleibt das Maß aller Dinge in diesem Jahr. Doch die Konkurrenz von BMW, Porsche, Alpine und Toyota ist aufgerückt und zumindest in Schlagdistanz. Wer die Details nachlesen möchte, findet hier unseren Live-Ticker zum Rennen. Die finale Wertung des Rennen ist hier zu finden.