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  • Luca Ludwig: 24h Nürburgring 2025 aus Fahrersicht

    Luca Ludwig: 24h Nürburgring 2025 aus Fahrersicht

    Für Luca Ludwig und das Team Scherer Sport PHX verliefen die 24 Stunden vom Nürburgring 2025 anders als erhofft. Im Gespräch mit uns schildert Ludwig seine Eindrücke und gibt Einblicke in die Herausforderungen aus Fahrersicht.

    Die diesjährige Ausgabe des Nürburgring-Klassikers bot erneut alles, was den Langstreckensport so einzigartig macht: große Emotionen, ein beeindruckendes Teilnehmerfeld und 280.000 begeisterte Fans. Allerdings gab es auch zahlreiche Zwischenfälle und Kollisionen im gesamten Feld. Nach einem vielversprechenden Start endete das Rennen für Luca Ludwig leider vorzeitig.

    Ein Wochenende voller Erwartungen

    Mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II und den erfahrenen Teamkollegen Christopher Haase und Markus Winkelhock reiste Ludwig mit berechtigtem Optimismus in die Eifel. „Das Paket hat gestimmt, die Stimmung im Team war hervorragend und die Trainingszeiten haben uns gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind“, so der Audi-Pilot. Die Voraussetzungen für ein starkes Rennen schienen gegeben.

    Im Rennen zeigte sich jedoch schnell, wie hoch das Niveau in diesem Jahr war. Besonders die Teams von BMW und Porsche setzten sich früh an der Spitze fest. „Die Pace der Konkurrenz war beeindruckend – im Vergleich dazu fehlte uns im Rennen das letzte Quäntchen Speed. Wir lagen in etwa auf Augenhöhe mit Mercedes und Lamborghini, aber auch da war es schwierig, entscheidend Boden gutzumachen“, analysiert Ludwig nüchtern.

    Herausforderungen in der Nacht

    Mit Einbruch der Dunkelheit konnte das Team die Rundenzeiten zwar verbessern, doch kleinere Zwischenfälle warfen die Mannschaft immer wieder zurück. Ein Ausritt von Christopher Haase und unglückliche Code-60-Phasen sorgten für zusätzliche Herausforderungen. „In der Nacht sind wir besser zurechtgekommen, aber durch kleinere Probleme und Zeitverluste war die Ausgangslage alles andere als ideal“, fasst Luca zusammen.

    Der entscheidende Moment kam in der Nacht: „In meinem ersten Stint hatte ich plötzlich ein technisches Problem, das dazu führte, dass ich mit etwa 80 km/h in die Leitplanken eingeschlagen bin.“ Nach dem Unfall entschied das Team, das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht fortzusetzen. „Wir wussten nicht sofort, was genau passiert war, aber klar war: Ein Defekt lag vor und das Risiko war zu groß, weiterzufahren.“

    Ein enttäuschendes Ende für das Team

    Das frühe Aus war für Scherer Sport PHX besonders bitter, zumal bereits im Qualifying das Schwesterauto nach einem Unfall ausschied. „Das Team ist sehr erfolgreich unterwegs, da tut so ein Wochenende doppelt weh. Für mich persönlich war es schade, weil das Paket so vielversprechend war wie lange nicht mehr. Leider konnten wir die Performance nicht zeigen, die in uns steckt.“

    Trotz der Enttäuschung blickt Luca Ludwig nach vorn: „So ist der Motorsport – manchmal liegt Erfolg und Misserfolg dicht beieinander. Wir lassen uns davon nicht entmutigen und greifen beim nächsten Mal wieder an.“

    Einen vollständigen Rückblick zu den 24 Stunden vom Nürburgring mit Ergebnissen gibt es hier.

    Titelbild © Martin.Motorsport

  • BMW gewinnt Hitzeschlacht am Nürburgring

    BMW gewinnt Hitzeschlacht am Nürburgring

    Jubelnd fährt Kelvin van der Linde nach 141 Runden der schwarz-weiß karierte Flagge des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring entgegen. Obwohl der BMW-Pilot die Ziellinie hinter seinem Konkurrenten Kévin Estre #911 überquerte, sichert er sich und seiner Rowe Racing-Mannschaft aufgrund einer Strafe den Gesamtsieg in der „Grünen Hölle.“

    Zuschauer-Rekord, heiße Temperaturen, spannende Duelle und hitzige Diskussionen: Die 53. Auflage der 24 Stunden vom Nürburgring hatte einiges zu bieten. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Zweikampf um den Gesamtsieg zwischen den Pole-Settern im Manthey-Porsche #911 (Estre, Güven, Preining) und dem Rowe-BMW #98 (Farfus, Krohn, Marciello, van der Linde).

    Nachdem sich die Rowe-BMW-Mannschaft dank Augusto Farfus und Kelvin van der Linde vom Start aus souverän durch das Feld kämpfen konnte, entwickelte sich nach den Ausfällen des Falken-Porsche #33, des Scherer-Audi #1 sowie beider Getspeed-Mercedes ein Zweikampf zwischen dem „Grello“ und dem BMW #98.

    Kevin Estre, Ayhancan Güven und Thomas Preining im Grello-Porsche #911 vom Team Manthey.

    Mit Raffaele Marciello im Rückspiegel berührte Kévin Estre im Überrundungs-Verkehr einen GT4-Aston Martin, der folglich in die Leitplanke rutschte und sich durch den Aufprall überschlug. Für dieses Vergehen erhielt Estre eine 100-Sekunden-Strafe, gegen die seine Manthey-Mannschaft Protest einlegte. Dieser wurde von den Sportkommissaren kurz vor Rennende abgewiesen, sodass der Porsche #911 nach Zieleinlauf auf Rang zwei gewertet wurde. Platz drei ging an den Dinamic-Porsche #54 mit Bastian Buus, Matteo Cairoli, Loek Hartog und Joel Sturm am Steuer.

    Dritter Nürburgring-Sieg für Kelvin van der Linde

    Nach 2020 ist der Erfolg in der Eifel der zweite 24-Stunden-Gesamtsieg für die Rowe-Mannschaft. Für Zielfahrer Kelvin van der Linde – der in diesem Jahr alle aufeinanderfolgenden 24-Stunden-Rennen in Le Mans, am Nürburgring und in Spa bestreitet – ist es der dritte Sieg am Ring. Nach 2017 und 2022 kann sich der 29-Jährige Südafrikaner in diesem Jahr erneut in die Geschichtsbücher eintragen. Sein Teamkollege Augusto Farfus gewann den Klassiker zuletzt im Jahr 2010 und kürte sich zum ersten brasilianischen Doppelsieger. Raffaele Marciello und Jesse Krohn siegten zum ersten Mal auf der Nordschleife.

    Starterfeld zu den 24h Nürburgring 2025 vor ausverkaufter Tribüne.

    Stromausfall sorgte für Rennunterbrechung

    Am Samstagnachmittag kam es bei den 24h Nürburgring zu einer ungewöhnlichen Rennunterbrechung. Untypisch für die Eifel war dieses Mal jedoch nicht das Wetter der Auslöser, sondern ein umfassender Stromausfall. Die Ursache dafür war eine defekte Kälteanlage, welche aufgrund der hohen Auslastung bei den sommerlichen Temperaturen überhitzte und das Boxengebäude vom Strom nahm. Nachdem das Problem behoben war, wurde das Rennen nach etwa 2 Stunden und 15 Minuten neugestartet.

    Bilder © Martin.Motorsport

  • Manthey auf Pole am Nürburgring

    Manthey auf Pole am Nürburgring

    Kévin Estre sichert sich und seinem Porsche-Team Manthey EMA die Pole-Position zu den 24 Stunden vom Nürburgring 2025. Mit einer Rundenzeit von 8:12,741 Minuten setzte der Franzose eine Bestmarke, die kein Teilnehmer aus dem Top-Qualifying knacken konnte.

    Nur fünf Tage nach dem Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans, hat die Mannschaft von Manthey Racing erneut Grund zu jubeln. Mit dem Fahrergespann Kévin Estre, Ayhancan Güven und Thomas Preining wird das Team aus Meuspath die 53. Auflage der 24 Stunden vom Nürburgring aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen.

    „Ich bin sehr stolz auf meine Runde: Der Porsche lag perfekt und ich habe jeden Fehler vermieden“, gab Estre zufrieden gegenüber Porsche zu Protokoll und fügte hinzu: „Jetzt liegt ein langes Rennen vor uns. Wir konnten beweisen, dass wir unter allen Bedingungen stark sind. Jetzt haben wir zwar die besten Karten, aber die Konkurrenz schläft nicht.“

    Die schnellsten Konkurrenten im Top-Qualifying waren Thomas Neubauer im Rinaldi-Ferrari #45 und Maro Engel im Getspeed-Mercedes-AMG #14, die auf den Positionen zwei und drei landeten.

    Rote Flagge nach Vanthoor-Crash

    Laurens Vanthoor, der WEC-Teamkollege von Pole-Setter Kévin Estre, sorgte im Top-Qualifying mit einem heftigen Unfall für eine Unterbrechung der Session. Der Belgier verlor in seiner fliegenden Runde seinen Porsche 911 GT3 R #16 im Bereich Aremberg und schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung ein. Auch wenn die Ärzte nach dem Unfall Entwarnung gaben, wird das Auto von Scherer Sport nicht am Rennen teilnehmen können.

    Nach einer längeren Unterbrechung, bedingt durch notwendige Reparaturen an der Leitplanke, wurde das Top-Qualifying um 16:00 Uhr fortgesetzt. Im Anschluss folgte das Qualifying 3, für die Startpositionen ab der neunten Startreihe.

    Das 24-Stunden-Rennen im TV und Stream verfolgen

    Rennstart ist am Samstag, dem 21. Juni, um 16:00 Uhr. Wer das Geschehen live von zu Hause aus verfolgen möchte, kann dies im Free-TV bei RTL NITRO oder im kostenlosen Live-Stream auf YouTube tun.

    Bilder © Martin.Motorsport

  • Le Mans: Das Rennen, das kein Höhepunkt war

    Le Mans: Das Rennen, das kein Höhepunkt war

    Die 24 Stunden von Le Mans sind vorbei und damit der eigentliche Höhepunkt der Saison. Doch trotz einem verdienten Sieg mit zwei Premieren blieb das eigentliche Highlight im Rennkalender aus.

    Während Robert Kubica sich als erster Pole und Yifei Ye als erster Chinese jemals mit einem Gesamtsieg in Le Mans krönen konnten, blieb die Begeisterung rund um das eigentliche Rennen verhalten.

    Eine mangelhafte BoP und ausbleibende Regulierung des ACO verzerrten die Chancengleichheit im Rennen. Das zusätzlich stabile Wetter sorgte für wenig Spannung und noch weniger Emotionale Zweikämpfe wie in den Jahren zuvor Wir sprechen im Detail über die 24 Stunden von Le Mans 2025.

    Habt Ihr Fragen, Vorschläge und Ideen zur Sendung? Schreibt uns gern eine E-Mail an podcast@endurance-archive.de und wir nehmen diese in eine der nächsten Folgen mit auf.

  • FIA WEC 2026: Keine Experimente – der Kalender bleibt wie er ist

    FIA WEC 2026: Keine Experimente – der Kalender bleibt wie er ist

    Die FIA WEC hat den Kalender für 2026 veröffentlicht. Überraschungen sucht man vergeblich. Die WM bleibt ihrem Kurs der letzten Jahre treu.

    Acht Rennen in den bekannten Regionen, keine neuen Strecken, nahezu keine Verschiebungen. Die Langstrecken-WM baut auf das, was in den vergangenen Saisons für volle Tribünen und stabile Starterfelder gesorgt hat.

    Der FIA WEC Kalender 2026 im Überblick:

    DatumOrtDistanz
    28.03.2026Doha, Katar1812 km
    19.04.2026Imola, Italien6 Stunden
    09.05.2026Spa, Belgien6 Stunden
    13.06.2026Le Mans, Frankreich24 Stunden
    12.07.2026São Paulo, Brasilien6 Stunden
    06.09.2026COTA / Austin, USA6 Stunden
    27.09.2026Fuji, Japan6 Stunden
    07.11.2026Sakhir, Bahrain8 Stunden

    Auffällig ist, wie konsequent die Verantwortlichen am Status quo festhalten. Nach der Erweiterung auf acht Läufe im Jahr 2024 folgt nun die Phase der Konsolidierung.

    Die Argumente sind klar: Planungssicherheit für Teams sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Hersteller und Veranstalter. Dazu ein bewährtes Format, das sowohl bei den Fans als auch bei den Partnern ankommt. Die FIA WEC profitiert derzeit von Rekordbesuchen (zuletzt über 750.000 Zuschauer pro Saison) und setzt darauf, dass die Mischung aus Tradition und globaler Präsenz weiterhin zieht.

    Für die einen ist diese Stabilität ein Segen: Keine Experimente, keine logistischen Überraschungen, klare Strukturen. Für andere bleibt die Hoffnung auf frische Impulse zunächst unerfüllt. Neue Märkte oder spektakuläre Kalenderwechsel stehen nicht auf der Agenda. Die FIA WEC 2026 bleibt eine Weltmeisterschaft der bekannten Größen – mit Le Mans als Fixpunkt und Bahrain als traditionellem Abschluss im Kalender.

    Titelbild © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans-Sieg für Kubica, Hanson und Ye im Ferrari

    Le Mans-Sieg für Kubica, Hanson und Ye im Ferrari

    Das Ferrari 499P Hypercar bleibt auch 2025 in Le Mans ungeschlagen! Zum dritten Mal in Folge gewann der italienische Sportwagenhersteller auf dem Circuit de la Sarthe. Nach 24-Rennstunden feierten Robert Kubica, Philip Hanson und Yifei Ye einen historischen Sieg bei der 93. Ausgabe des Langstrecken-Klassikers.

    Zum ersten Mal in der Geschichte der Hypercar-Klasse, sichert sich eine Privatmannschaft den Gesamtsieg bei den 24-Stunden von Le Mans. Der #83 AF Corse-Bolide setzte sich in Frankreich gegen die beiden Vorjahressieger von AF Corse durch und gewann somit das Saisonhighlight.

    Die Siegesserie des Ferrari 499P begann 2023, als die #51 als erster Ferrari seit 1965 wieder den Gesamtsieg in Le Mans einfuhr. Im vergangenen Jahr triumphierte dann das Schwesterauto mit der #50. Auch in diesem Jahr waren die beiden Werksautos wieder an der Spitze vertreten. Eine Reihe von Strafen und ein unglücklicher Reifenschaden in der Nacht setzte den roten Boliden jedoch zu, sodass die #83 ihren Vorsprung ausbauen konnte.

    Die Piloten Hanson und Ye zeigten eine starke Leistung, allerdings war es ihr Teamkollege Robert Kubica, der die Zuschauer begeisterte. Der ehemalige Formel-1-Pilot saß beeindruckende elf Stunden hinter dem Steuer, absolvierte vor Rennende fünf Stints in Folge und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 14 Sekunden.

    Kubica ist somit der erste Pole, der sich auf die Siegerliste in Le Mans schreiben darf. Nachdem er 2021, aufgrund eines defekten Sensors der Drosselklappe, seinen LMP2-Sieg in der letzten Runde verlor, schmeckt der diesjährige Sieg sicherlich besonders süß. Für Philip Hanson ist dies nach seinem LMP2-Sieg 2020 nun der erste Gesamtsieg in Le Mans, während Yifei Ye als erster chinesischer Fahrer auf dem französischen Kurs triumphierte.

    Ebenso beeindruckend wie die Leistung des Ferrari-Trios, die von Rang 13 aus ins Rennen starteten, war die Aufholjagd des Porsche 963 mit der Nummer #6. Nach der Disqualifikation im Qualifying startete das Auto vom letzten Platz der Hypercar-Klasse und kämpfte sich vor bis auf Position zwei.

    Innerhalb von nur 23 Runden kämpfte sich Kévin Estre bis auf den zweiten Platz hinter seinen Teamkollegen Julien Andlauer im Schwesterauto #5. Der amtierende Fahrer-Weltmeister war über das gesamte Rennen hinweg einer der schnellsten Piloten im Feld. Gemeinsam mit Laurens Vanthoor und Matt Campbell setzte er die führenden Ferraris sichtbar unter Druck und feierte ein weiteres Podium in Le Mans.

    Die Führenden in der Weltmeisterschaft, Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi, behielten trotz Problemen mit dem Motor einen kühlen Kopf und komplettierten im Ferrari #51 das Podium. Der #50 499P mit Antonio Fuoco, Nicklas Nielsen und Miguel Molina folgte dicht dahinter, während der von der Pole gestartete Cadillac #12 die Top-5 abrundete.

    Manthey mit LMGT3-Klassensieg

    Mit der Mannschaft #92 rund um Richard Lietz, Riccardo Pera und Ryan Hardwick sicherte sich das deutsche Manthey-Team den zweiten Le-Mans-Sieg in Folge. Auf den Rängen zwei und drei landeten der #21 Vista AF Corse Ferrari und die #81 TF Sport Corvette. Mit diesem Erfolg krönte sich der 41-Jährigen Richard Lietz zum sechsfachen Le Mans-Sieger.

    Porsche-Mannschaft Manthey gewinnt die 24 Stunden von Le Mans in der LMGT3-Klasse

    Herzschlag-Finale in der LMP2

    Inter Europol Competition schien mit dem #43 ORECA-Gibson bereits auf Siegkurs in der LMP2-Kategorie, doch eine späte Durchfahrtsstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse ließ das Team hinter VDS Panis Racing zurückfallen.

    Dies schien die Entscheidung gewesen zu sein, bis Esteban Masson in den letzten 20 Minuten plötzlich langsamer wurde. Dies ermöglichte Nick Yelloly wieder vorbeizuziehen und dem polnischen Team den zweiten Le Mans-Sieg in drei Jahren zu sichern.

    Auch die 93. Ausgabe der 24-Stunden von Le Mans sorgte für viel Spannung und Nervenkitzel an der Strecke sowie vor den Fernsehgeräten. Einen Rückblick zu den ersten Rennstunden sowie zur Nachtphase gibt es in unserem Archiv.

    Bilder Podium © Martin.Motorsport | Weitere Bilder © Endurance Archive

  • Porsche bleibt stark, Ferrari schwächelt – Zwischenstand nach 15 Stunden in Le Mans

    Porsche bleibt stark, Ferrari schwächelt – Zwischenstand nach 15 Stunden in Le Mans

    Zwischenstand in Le Mans: Ferrari führt nach 15 Stunden, während Porsche mit starker Nachtperformance das Rennen weiter offen hält.

    Nach 15 Stunden an der Sarthe hat sich das Bild an der Spitze komplett gewandelt: Während Ferrari in den ersten Stunden dominierte, hat eine Serie von Strafen und Zwischenfällen das Rennen auf den Kopf gestellt. Porsche nutzt die Gunst der Stunde und führte zur Rennhalbzeit – doch Le Mans wäre nicht Le Mans, wenn damit schon alles entschieden wäre.

    Ferrari verliert die Spitze durch Strafen

    Was sich in den ersten Stunden noch als Ferrari-Festspiele andeutete, wurde in der Nacht jäh gestoppt. Alles begann mit einer Drive-Through-Strafe für den #50 Ferrari (Fuoco/Molina/Nielsen) wegen eines Gelbvergehens kurz nach der sechsten Rennstunde.

    Es folgten weitere Rückschläge: Der #51 Ferrari (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) kassierte erst eine Fünf-Sekunden-Strafe, dann sogar eine 20-Sekunden-Stop-and-Go. Auch die #50 blieb nicht verschont und musste erneut fünf Sekunden in der Box absitzen. Die bis dahin souveräne Dreifachführung der Italiener war damit Geschichte – plötzlich war nur noch der AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Ye/Hanson) in den Top 3 vertreten.

    Porsche führt in der Nacht von Le Mans

    Porsche führt in der Nacht, Toyota meldet sich zurück

    Die Strafen für Ferrari öffneten die Tür für Porsche: Der Werks-963 mit der Startnummer 6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell) übernahm zur Halbzeit die Führung – eine bemerkenswerte Aufholjagd, nachdem das Auto von ganz hinten gestartet war. Auch die Schwesterfahrzeuge #4 und #5 arbeiteten sich nach zwischenzeitlichen Rückschlägen zurück in die Top Ten. Die Porsche-Strategie mit längeren Stints und cleveren Stopps zahlte sich aus, während die Konkurrenz patzte.

    Toyota, lange Zeit unauffällig, nutzte das Chaos an der Spitze und schob sich mit der #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) auf Rang zwei. Die Japaner profitierten von konstanten Rundenzeiten und blieben von größeren Problemen verschont. Der zweite Toyota (#7) kämpfte sich nach einer Strafe und Reparaturarbeiten ebenfalls zurück in die Top 10.

    Safety-Car-Phase bringt das Feld zusammen

    Kurz vor der Halbzeit sorgte ein längerer Safety-Car-Einsatz für einen weiteren Spannungshöhepunkt: Nach einem Unfall und anschließender Bergung wurde das Feld für rund 45 Minuten neutralisiert. Das brachte nicht nur die Führenden wieder näher zusammen, sondern ermöglichte auch einigen Verfolgern, verlorene Zeit aufzuholen.

    Ferrari beim Boxenstopp in der Nacht

    Zwischenfälle, Ausfälle und Drama in der Nacht

    Doch die Nachtstunden in Le Mans blieben nicht ohne Drama. Der BMW #46 (Rossi/Farfus/Al Harthy) schied nach einem Unfall aus, während die Iron Dames im Manthey-Porsche #85 nach einer Kollision mit dem Lexus #78 im Kiesbett strandeten. Der Alpine #36 (Gounon/Makowiecki/Schumacher) drehte sich beim Ausweichen ins Grün, konnte aber weiterfahren.

    Auch in der LMGT3-Klasse ging es turbulent zu. Der Manthey-Porsche #92 kämpfte sich an die Spitze, während Ferrari und Aston Martin um die Führung rangen. Immer wieder sorgten Slow Zones und Full-Course-Yellow-Phasen für Verschiebungen im Klassement.

    Der Zwischenstand in Le Mans nach 15 Stunden:

    • Ferrari führt das Feld derzeit vor Porsche und Toyota an. Alle drei marken bleiben auf Augenhöhe und werden vermutlich das Rennen entscheiden.
    • Cadillac und BMW mischen in den Top 10 mit, während Alpine und Peugeot weiterhin keine Rolle im Kampf um den Gesamtsieg spielen.
    • In der LMGT3-Klasse liefern sich Porsche, Ferrari und Aston Martin ein enges Duell um die Spitze und werden hier ebenfalls das weitere Rennen entscheiden.
    Aston Martin kämpft weiter um die GT3-Spitze

    Le Mans bleibt unberechenbar

    Die Stunden 6 bis 15 haben das Rennen auf den Kopf gestellt. Ferrari ist nach Strafen und Zwischenfällen ins Hintertreffen geraten, während Porsche mit Cleverness und Konstanz die Führung übernommen hat. Toyota ist zurück im Kampf, BMW und Cadillac lauern im Hintergrund. Die Nacht hat gezeigt: In Le Mans ist nichts sicher – und der Morgen verspricht weitere Dramatik.

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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Ferrari dominiert, Porsche lauert – Zwischenstand nach 5 Stunden in Le Mans

    Ferrari dominiert, Porsche lauert – Zwischenstand nach 5 Stunden in Le Mans

    Ferrari führt nach fünf Stunden das Feld in Le Mans an, während Porsche mit starker Strategie in Schlagdistanz bleibt und lauert.

    Nach fünf Stunden Renn-Action an der Sarthe ist klar: Die 24 Stunden von Le Mans 2025 liefern Motorsport auf absolutem Top-Niveau – mit packenden Duellen, cleveren Strategien und ersten Rückschlägen für Favoriten. Hier der ausführliche Überblick für alle, die das Rennen bisher nicht begleiten konnten.

    Startphase: Porsche setzt das erste Ausrufezeichen

    Der Start verlief überraschend ruhig, doch schon in der ersten Runde zeigte Julien Andlauer im Porsche #5 (Andlauer/Christensen/Jaminet) seine Klasse und schnappte sich die Führung von den beiden Cadillac. Die US-Boliden, welche von der Pole ins Rennen gegangen waren, konnten dem starken Porsche nichts entgegensetzen.

    Besonders auffällig in der Startphase war Kevin Estre im Schwesterauto #6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell). Nach der Disqualifikation im Qualifying fuhr dieser vom letzten Startplatz los und konnte bereits in der ersten Runde sieben Plätze gutmachen. Die Porsche-Strategie mit frühen Stopps und aggressiven Stints zahlte sich zunächst aus – beide 963er etablierten sich in den Top-Positionen.

    Der Start in Le Mans 2025

    Ferrari übernimmt das Kommando

    Doch ab der zweiten Rennstunde wurde klar: Ferrari hat im Longrun die Pace. Antonio Fuoco im Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen) übernahm auf der Indianapolis-Geraden die Führung von Porsche und baute diese kontinuierlich aus. Der Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) und der AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Ye/Hanson) rückten ebenfalls nach vorn und sorgten für eine Dreifach-Präsenz der Italiener in der Spitzengruppe.

    Ferrari scheint noch Reserven zu haben und kontrolliert das Rennen mit kühlem Kopf. Auch eine Fünf-Sekunden-Strafe für den Ferrari #83 (nach einem harten Zweikampf mit dem Porsche #6) bringt das Team bisher nicht aus dem Konzept.

    Cadillac und Alpine schwächeln

    Porsche hält sich mit beiden Werkswagen in Schlagdistanz. Kevin Estre und Laurens Vanthoor liefern sich packende Zweikämpfe mit den Ferraris, können das Tempo aber nicht ganz mitgehen. Der Porsche #5 musste nach Problemen mit der Bremsbalance zurückstecken und wurde von den Ferraris sowie dem Schwesterauto #6 überholt. Die Jota-Cadillac #12 und #38, die im Qualifying noch glänzten, fallen im Rennen noch deutlicher ab. Es fehlt an Topspeed und Rennpace, beide Fahrzeuge sind aktuell chancenlos und kämpfen nur noch um Plätze in den Top 10.

    Alpine, mit Mick Schumacher im Fahrzeug #36 und dem Schwesterauto #35, hatte sich mehr erhofft, doch beide Autos kassierten bereits Strafen wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse. Auch die Pace reicht nicht, um ganz vorne mitzumischen. Alpine ist aktuell nur sechste Kraft und muss auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

    Alpine ist in Le Mans chancenlos

    Toyota und BMW in Lauerstellung

    Der Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) hat sich nach anfänglichem Verkehr inzwischen in der erweiterten Spitzengruppe etabliert und kann das Tempo der Führenden einigermaßen mitgehen. Beim BMW #20 (Rast/Frijns/S. van der Linde) hält sich das Trio ebenfalls wacker in den Top 10, während die zweite BMW-Crew (#15) und die Peugeots nach einem frühen Abflug des #93 zurückgefallen sind.

    Zwischenfälle, Ausfälle und Probleme

    • Der erste größere Unfall ereignete sich nach etwa dreieinhalb Stunden: Der Ford Mustang #88 (Gattuso/Levorato/Olsen) flog in Tertre Rouge ab und ist damit aus dem Rennen.
    • Peugeot #93 (Di Resta/Mik. Jensen/Vergne) verzeichnete ebenfalls einen Abflug, konnte aber zunächst weiterfahren.
    • Die ersten Full-Course-Yellow-Phasen wurden durch Trümmer auf der Strecke ausgelöst, größere Massenkarambolagen blieben bislang aus.
    • Strafen prägten die Anfangsphase: Neben den Alpine-Piloten musste auch der AF-Corse-Ferrari #83 eine Zeitstrafe absitzen.
    Porsche ist Ferrari in Le Mans auf den Versen

    Strategische Ausgangslage nach 5 Stunden

    Ferrari hat aktuell die beste Ausgangsposition: Die #50 kontrolliert das Rennen mit einem Vorsprung von rund 20 Sekunden auf den besten Porsche, während die Teamkollegen #51 und #83 auf Schlagdistanz bleiben.

    Porsche hält sich mit beiden Werkswagen in der Verfolgerrolle und bleibt durch clevere Strategieoptionen gefährlich. Toyota und BMW lauern auf Fehler der Führenden, während Cadillac und Alpine aktuell keine Rolle im Kampf um den Gesamtsieg spielen.

    Nach fünf Stunden kristallisiert sich ein klarer Dreikampf zwischen Ferrari und Porsche in Le Mans heraus, mit Toyota als Wackelkandidat für eine Überraschung. Die ersten Ausfälle und Rückschläge haben bereits Spuren hinterlassen, doch im längsten Rennen des Jahres ist noch alles möglich. Die Nacht wird zeigen, ob Ferrari die Pace halten kann – oder ob Porsche mit Strategie und Konstanz zurückschlägt.

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    Bilder © Endurance Archive (Walter Schruff)

  • Le Mans 2025: Cadillac feiert historischen Hyperpole-Erfolg

    Le Mans 2025: Cadillac feiert historischen Hyperpole-Erfolg

    Zum 75. Jahrestag ihres Le Mans-Debüts hat Cadillac Motorsportgeschichte geschrieben. Erstmals sicherte sich die US-Marke die Hyperpole samt erster Startreihe für das 24-Stunden-Rennen.

    Alex Lynn setzte im Cadillac #12 mit einer Spitzenzeit von 3:23.166 Minuten die Bestmarke und holte damit seine zweite WEC-Pole. Teamkollege Earl Bamber komplettierte mit der #38 die historische erste Startreihe für die Marke aus Detroit. Für Cadillac ist es die erste Pole seit 1967, für einen britischen Fahrer die erste seit Johnny Herbert 2004.

    Neues Hyperpole-Format sorgt für Drama

    Das neue Qualifying-Format brachte zusätzliche Spannung in den Donnerstag Abend. In Hyperpole-Session 1 kämpften 15 Hypercars um zehn Finalplätze, die in Hyperpole-Session 2 die Pole unter sich ausmachten.

    Die Favoriten Ferrari und Toyota erlebten dabei eine erste bittere Niederlage. Jeweils nur ein Fahrzeug beider Marken schaffte es in die letzte Hyperpole-Session. Der beste Ferrari startet in diesem Jahr nur von Platz sieben – ein herber Rückschlag nach zwei Le Mans-Siegen und drei WEC-Podien in Folge.

    Porsche und BMW forderten unterdessen Cadillac heraus. Mathieu Jaminet brachte den Porsche #5 auf Startplatz drei, trotz eines spektakulären Radverlusts im ersten Segment. Der BMW mit Dries Vanthoor (#15) und der Porsche (#4, Nick Tandy) komplettieren die Top 5.

    Aston Martin sichert sich die Pole-Position in der GT3-Klasse

    Klassen-Pole für Aston Martin und TDS Racing

    In der LMP2 setzte sich Mathias Beche mit der #29 von TDS Racing durch. In der neuen LMGT3-Klasse sicherte Mattia Drudi im Heart of Racing Aston Martin die Pole. MotoGP-Legende Valentino Rossi startet bei seinem zweiten Le-Mans-Einsatz von Platz drei – ein Highlight für die Fans des Motorrad-Weltmeisters.

    Das Cadillac-Doppel an der Spitze ist ein Paukenschlag und verspricht ein spannendes Rennen. Die Favoritenrolle ist jedoch trügerisch: Le Mans schreibt seine eigenen Geschichten, und mit Porsche, BMW, Ferrari und Toyota lauern starke Herausforderer. Ähnlich zeigt sich die Ausgangslage in der LMP2 und LMGT3, wo die Top 10 auf Augenhöhe agieren.

    Die vollständige Startaufstellung für das Rennen gibt es hier zum nachlesen. Weitere Informationen rund um die 24 Stunden von Le Mans 2025 gibt es hier.

    Bilder © Endurance-Archive (Walter Schruff)